Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080292

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Die den einzelnen Aktionärsgruppen bereits auf Grund der Satzung zustehenden Sonderrechte können ohne Zustimmung der benachteiligten Aktionäre - also deren Sonderbeschlüsse (Paragraphen 117, Absatz eins, 146, Absatz 2, Akt) - weder entzogen noch beschränkt werden, es sei denn, daß die Satzung die spätere Aufhebung und Schmälerung dieser Rechte vorbehalten hat. In einem solchen Fall endet der Vorzug ohne weiteres, weil es sich nicht um einen als Satzungsänderung nach Paragraphen 145, ff AktG einzuordnenden Vorgang handelt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080292

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_002

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080293

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Die Zuständigkeit der Hauptversammlung zu Entscheidungen über Satzungsänderungen ist zwingend. Außer nach Paragraph 145, Absatz eins, zweiter Satz AktG ist die Hauptversammlung nicht in der Lage, ihre Zuständigkeit zu Satzungsänderungen zu übertragen. Die Abhängigkeit des Dividendenvorzugs von der hier zu beurteilenden gemischten auflösenden Bedingung - einvernehmliche Auflösung einer stillen Gesellschaft durch den Vorstand - widerspricht zwingenden Bestimmungen des Aktiengesetzes und bewirkt Nichtigkeit nicht bloß der Satzungsbestimmung über die Beendigung des Dividendenvorzugs, sondern nach der maßgeblichen objektiven Auslegung der gesamten Regelung über den Dividendenvorzug.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080293

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_003

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080294

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Die Einrede der Nichtigkeit nach Paragraph 199, Absatz eins, Ziffer 3, AktG kann auch von der Aktiengesellschaft gegen die Anfechtungsklage eines Aktionärs erhoben werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080294

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_004

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080295

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Norm

AktG §53 Abs2

Rechtssatz

Diese Verteilungsregel kann für die Verteilung des auf ein durch Hauptversammlungsbeschluß verkürztes Rumpfgeschäftsjahr entfallenden Gewinns nicht nutzbar gemacht werden, wenn nicht - wie dort - unterschiedliche Leistungen sonst gleichberechtigter Aktionäre bei der Gewinnverteilung zu berücksichtigen sind, sondern lediglich auf einen von der Regel abweichenden Zeitfaktor - die Kürzung des Geschäftsjahrs zwecks Umstellung seines Beginns - Bedacht zu nehmen ist, der aber alle Aktionäre gleichermaßen trifft, ob sie nun ihre Einlage zur Gänze geleistet bzw ob sie Anspruch auf eine Vorzugsdividende haben oder nicht. Wird das für die anstehende Gewinnverteilung maßgebliche Geschäftsjahr aufgrund eines satzungsändernden Beschlusses der Hauptversammlung zur Umstellung des Beginns des Normgeschäftsjahrs gekürzt, so gebietet das auch eine entsprechende Kürzung der vom Nennbetrag der Aktien zu berechnenden, aber auf das Regeljahr abstellenden Prozentsätze "pro rata temporis".

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080295

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_005

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080296

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Der zulässige Inhalt der Rechte, die einer Aktiengattung eingeräumt werden, ist im Gesetz nicht näher bestimmt und kann deshalb von der Satzung frei gestaltet werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080296

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_006

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080298

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Eine gemischte Bedingung liegt dann vor, wenn ihr Eintritt sowohl vom Zufall als auch vom Parteiwillen abhängig ist. Eine reine Wollensbedingung, deren Herbeiführung allein vom Willen einer der Parteien abhängig ist, kommt - so sie auflösend ist - einem vereinbarten Rücktrittsrecht im wesentlichen gleich.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080298

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_008

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080301

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Zum Wesen der Aktiengesellschaft, ihrer Organstruktur und der damit im Zusammenhang stehenden Organzuständigkeiten gehört es demnach insbesondere auch, daß der Vorstand von jeder Kompetenz zur Entscheidung über die der Hauptversammlung allein vorbehaltenen Gestaltung durch die Aktionäre ausgeschlossen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080301

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_011

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080303

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Rechtssatz

Auch bei der Prüfung der Teilnichtigkeit oder Gesamtnichtigkeit eines satzungsändernden Hauptversammlungsbeschlusses ist so vorzugehen, daß bei Anwendung der Auslegungsgrundsätze des Paragraphen 6 und 7 ABGB im konkreten Fall brauchbare Ergebnisse erzielt werden. Im Rahmen der gebotenen objektiven Auslegung kommt es auf Wortlaut, Zweck und systematischen Zusammenhang des zusammengesetzten Hauptversammlungsbeschlusses an.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080303

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_013

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080304

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Norm

AktG §199
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Totalnichtigkeit greift jedenfalls dann ein, wenn anzunehmen ist, daß der übrige Beschlußteil ohne den unmittelbar von der Nichtigkeit betroffenen Teil nicht zum Beschluß erhoben worden wäre.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080304

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_014

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080305

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95)

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Norm

AktG §200 Abs2 Satz1
  1. AktG § 200 heute
  2. AktG § 200 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 200 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991

Rechtssatz

Nach Ablauf der im Paragraph 200, Absatz 2, erster Satz AktG normierten Ausschlußfrist kann sich auf die frühere Nichtigkeit grundsätzlich niemand mehr, also auch nicht die Gesellschaft neu stützen, auch wenn es dadurch nicht zur Sanierung der nichtigen Verbandswillensbildung, sondern nur des Nichtigkeitstatbestandes gekommen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080305

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_015

Rechtssatz für 7Ob592/90 6Ob585/91 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0010424

Geschäftszahl

7Ob592/90; 6Ob585/91; 8Ob12/93; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 8Ob39/95; 8Ob7/95; 8Ob2124/96b; 7Ob2091/96t; 6Ob2100/96h; 4Ob233/00v; 4Ob191/04y

Entscheidungsdatum

19.10.2004

Rechtssatz

Bei Publikums-Kommanditgesellschaften ist im allgemeinen davon auszugehen, daß der Beitrittsinteressent bei der Aufnahme der Vertragsverhandlungen sein besonderes Vertrauen nicht allein und auch nicht in erster Linie der Kommanditgesellschaft entgegenbringt. Die künftigen Kommanditisten ( hier: stille Gesellschafter ), die im wesentlichen das zur Erreichung des Gesellschaftszweckes erforderliche Eigenkapital aufzubringen haben, werden öffentlich geworben. Die angesprochenen Interessenten dürfen davon ausgehen, daß die für den Werkprospekt Verantwortlichen diesen mit der erforderlichen Sorgfalt geprüft haben und sie über alle Umstände aufklären, die für den Entschluß, sich als Kommanditist zu beteiligen, von wesentlicher Bedeutung sind. Die genannten Personen haften deshalb dem der Gesellschaft beigetretenen Anleger für Schadenersatz aus Verschulden bei Vertragsabschluß sowie für die Verletzung von Aufklärungs- und Sorgfaltspflichten schon vor Geschäftsabschluß. War der für den Prospekt verantwortliche Steuerberater auch Treuhänder der stillen Gesellschafter, so war er auch gehalten, in deren Interesse tätig zu werden und zur Unabhängigkeit von der Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 592/90
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 7 Ob 592/90
    Veröff: SZ 63/136 = ecolex 1990,688 = GesRZ 1992,54 = RdW 1990,443
  • 6 Ob 585/91
    Entscheidungstext OGH 05.09.1991 6 Ob 585/91
    nur: Die angesprochenen Interessenten dürfen davon ausgehen, daß die für den Werkprospekt Verantwortlichen diesen mit der erforderlichen Sorgfalt geprüft haben und sie über alle Umstände aufklären, die für den Entschluß, sich als Kommanditist zu beteiligen, von wesentlicher Bedeutung sind. Die genannten Personen haften deshalb dem der Gesellschaft beigetretenen Anleger für Schadenersatz aus Verschulden bei Vertragsabschluß sowie für die Verletzung von Aufklärungs- und Sorgfaltspflichten schon vor Geschäftsabschluß. (T1) Beisatz: Kreis der haftenden Personen umfaßt Initiatoren, Gründer und Gestalter der Kommanditgesellschaft, die sie beherrschen oder Einfluß auf sie haben und mit deren Willen und Wissen der Prospekt in Verkehr gebracht wurde. (T2) Veröff: RdW 1992,12
  • 8 Ob 12/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 8 Ob 12/93
    vgl auch nur T1; Beisatz: Keine Prospekthaftung der Publikums-Kommanditgesellschaft selbst, auch nicht gegenüber einem atypischen stillen Gesellschafter. (T3) Veröff: SZ 66/111 = EvBl 1994/69 S 317
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Vgl; nur T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 68/144
  • 8 Ob 7/95
    Entscheidungstext OGH 21.12.1995 8 Ob 7/95
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 39/95
    Entscheidungstext OGH 08.02.1996 8 Ob 39/95
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 2124/96b
    Entscheidungstext OGH 24.07.1996 8 Ob 2124/96b
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/166
  • 7 Ob 2091/96t
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 2091/96t
    Ähnlich; nur: Die angesprochenen Interessenten dürfen davon ausgehen, daß die für den Werkprospekt Verantwortlichen diesen mit der erforderlichen Sorgfalt geprüft haben und sie über alle Umstände aufklären, die für den Entschluß, sich als Kommanditist zu beteiligen, von wesentlicher Bedeutung sind. (T4) Beisatz: Hier: Ein Kapitalanleger ganz allgemein. (T5)
  • 6 Ob 2100/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 2100/96h
    Veröff SZ 70/179
  • 4 Ob 233/00v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 233/00v
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 73/163
  • 4 Ob 191/04y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2004 4 Ob 191/04y
    Auch; nur T1

Schlagworte

Prospekthaftung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0010424

Dokumentnummer

JJR_19900712_OGH0002_0070OB00592_9000000_001

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95) 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080299

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95); 8Ob6/10f

Entscheidungsdatum

21.12.2010

Norm

AktG §199 Abs1 Z3
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Nicht schon die Verletzung jeder zwingenden Vorschrift begründet Nichtigkeit.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 8 Ob 6/10f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 6/10f
    Vgl; Beisatz: Selbst formell zustandegekommene Beschlüsse der Hauptversammlung sind gemäß § 199 Abs 1 AktG nichtig, wenn sie durch ihren Inhalt Vorschriften verletzen, die im öffentlichen Interesse gelegen sind oder ihrem Inhalt nach gegen die guten Sitten verstoßen. Ob der Beschluss für die Gesellschaft nützlich ist, spielt keine Rolle. (T1); Veröff: SZ 2010/160

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080299

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_009

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95) 12...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0080300

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95); 12Os117/12s (12Os118/12p)

Entscheidungsdatum

30.01.2014

Norm

AktG §199 Abs1 Z3
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Das Wesen der Aktiengesellschaft ist insbesondere durch ihre Eigenpersönlichkeit als juristische Person, die darauf beruhende Trennung der Rechtssphäre der Aktiengesellschaft von jener ihrer Mitglieder, das Grundkapital und seine Zerlegung in Aktien, die fehlende Haftung der Aktionäre, die Struktur der Organe als Folge von Aufbau und Organisation, die Dividendenausschüttung nur aus Reingewinnen und andere im wesentlichen gleichgewichtige Kriterien charakterisiert.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 12 Os 117/12s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2014 12 Os 117/12s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080300

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2014

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_010

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95) 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080291

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95); 6Ob169/16w

Entscheidungsdatum

24.10.2016

Rechtssatz

Satzungen von Aktiengesellschaften sind nach den für generelle Normen geltenden Grundsätze der Paragraphen 6, f ABGB auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 6 Ob 169/16w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 169/16w
    Beisatz: Daran vermögen auch die Umstände nichts zu ändern, dass eine Satzungsbestimmung bisher möglicherweise stets anders gehandhabt wurde und dass sich ca 95 % der Aktien im Besitz zweier Familien befinden. (T1); Veröff: SZ 2016/109

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080291

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob42/73 6Ob20/79 3Ob55...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008834

Geschäftszahl

4Ob42/73; 6Ob20/79; 3Ob551/80; 1Ob46/94; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 1Ob1/95; 6Ob178/99s; 2Ob196/01i; 10Ob3/06y; 7Ob274/07f; 5Ob130/09t; 5Ob28/17d; 5Ob94/18m

Entscheidungsdatum

18.07.2018

Rechtssatz

Satzungen sind nach den Normenauslegungsgrundsätzen der Paragraphen 6 und 7 ABGB auszulegen (JBl 1950,507, Arb 7.174, 7,467, EvBl 1972/337, EvBl 1973/1).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 42/73
    Entscheidungstext OGH 03.07.1973 4 Ob 42/73
  • 6 Ob 20/79
    Entscheidungstext OGH 02.04.1980 6 Ob 20/79
    Beisatz: Eine am Zweck des Genossenschaftsvertrages ausgerichtete Auslegung mehrdeutiger, lückenhafter, einander scheinbar widersprechender oder auch wechselseitig einschränkender Regelungen hat davon auszugehen, daß das Statut im Rahmen des Gesetzes nach den allgemeinen und besonderen Bedürfnissen der Genossenschaft deren Funktionieren sichern und befördern sollen. (T1) Veröff: HS X/XI/23
  • 3 Ob 551/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 3 Ob 551/80
    Beisatz: Regulativ der Wihup Genossenschaft (Taxiunternehmen). (T2)
  • 1 Ob 46/94
    Entscheidungstext OGH 27.01.1995 1 Ob 46/94
    Auch
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Auch; Veröff: SZ 68/144
  • 1 Ob 1/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 1/95
    Auch; Beisatz: Hier: Wassergenossenschaften. (T3) Veröff: SZ 68/132
  • 6 Ob 178/99s
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 178/99s
    Vgl auch
  • 2 Ob 196/01i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 196/01i
    Vgl auch
  • 10 Ob 3/06y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 3/06y
  • 7 Ob 274/07f
    Entscheidungstext OGH 23.01.2008 7 Ob 274/07f
    Beisatz: Hier: Auslegung von § 20 der Bestimmungen für Tischtennis-Wettbewerbe in Österreich des Dachverbandes der Landestischtennisverbände. (T4)
  • 5 Ob 130/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
    Vgl; Bem: Hier: Vereinsstatuten. (T5); Beisatz: Maßgebend ist der objektive Sinn statutarischer Bestimmungen. Unklare oder eine mehrfache Deutung zulassende Bestimmungen sind in vernünftiger und billiger Weise so auszulegen, dass ihre Anwendung im Einzelfall brauchbare und vernünftige Ergebnisse zeitigt. (T6)
  • 5 Ob 28/17d
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 28/17d
    Beis wie T6
  • 5 Ob 94/18m
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 94/18m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0008834

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19730703_OGH0002_0040OB00042_7300000_001

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95) 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080302

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95); 6Ob104/17p; 6Ob187/17v; 6Ob105/19p

Entscheidungsdatum

19.12.2019

Norm

AktG §199
GmbH §41
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Gestaltet ein Hauptversammlungsbeschluss sachlich verschiedene Materien, die keine untrennbare Einheit bilden und deshalb auch Gegenstand mehrerer voneinander gesonderter Beschlüsse sein könnten, so wirkt sich die Nichtigkeit bloß eines der (trennbaren) Teile nicht auf die anderen Teile desselben Beschlusses aus. Wird dagegen der Hauptversammlungsbeschluss aufgrund eines einheitlichen, nach Materien nicht zerlegbaren Antrags gefasst, kommt Teilnichtigkeit nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
  • 6 Ob 104/17p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 104/17p
    Beisatz: In aller Regel gibt die Gesellschaft durch die Zusammenfassung von mehreren Beschlussgegenständen in einem einheitlichen Abstimmungsvorgang zu verstehen, dass der Hauptversammlungsbeschluss eine rechtliche und/oder wirtschaftliche Einheit bilden soll. Ein solcher Fall liegt auch vor, wenn nicht die Änderung einzelner Bestimmungen der Satzung, sondern deren Neufassung beschlossen wird, mögen auch in der Neufassung etliche Bestimmungen mit denen der vorherigen Fassung ident sein. Diese Erwägungen sind auch im GmbH-Recht anwendbar. (T1)
    Veröff: SZ 2017/150
  • 6 Ob 187/17v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 187/17v
    Beisatz: Hier: Abstimmung über die Einführung einer Gerichtsstandsklausel in der Satzung, die als einheitlicher, nach Materien nicht zerlegbarer Antrag anzusehen ist. (T2)
    Veröff: SZ 2017/151
  • 6 Ob 105/19p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 6 Ob 105/19p
    Veröff: SZ 2019/126

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080302

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_012

Rechtssatz für 7Ob109/74; 3Ob551/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008816

Geschäftszahl

7Ob109/74; 3Ob551/80; 5Ob507/81; 5Ob664/83; 6Ob647/85; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 4Ob334/98s; 6Ob178/99s; 2Ob196/01i; 3Ob152/02b; 2Ob51/05x; 7Ob54/05z; 10Ob3/06y; 7Ob274/07f; 10Ob36/07b; 2Ob138/08w; 6Ob280/08g; 6Ob194/09m; 1Ob125/09b; 5Ob130/09t; 6Ob180/17i; 5Ob28/17d; 5Ob94/18m; 8Ob77/20m

Entscheidungsdatum

28.09.2020

Rechtssatz

Unklare oder eine mehrfache Deutung zulassende Satzungsbestimmungen sind nach ihrem billigen und vernünftigen Sinn so auszulegen, dass bei ihrer Anwendung im konkreten Fall brauchbare Ergebnisse erzielt werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 109/74
    Entscheidungstext OGH 20.06.1974 7 Ob 109/74
    Veröff: SZ 47/78 = NZ 1975,75 = RZ 1974/114 S 210
  • 3 Ob 551/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 3 Ob 551/80
    Beisatz: Regulativ der Wihup Genossenschaft (Taxiunternehmen). (T1)
  • 5 Ob 507/81
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 5 Ob 507/81
    Veröff: SZ 54/16 = EvBl 1981/129 S 392 = JBl 1982,41 = GesRZ 1981,102
  • 5 Ob 664/83
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 5 Ob 664/83
    Auch; Beisatz: Hier: Vereinsinterne Wahlordnung; Lückenfüllung, die den in der Regelung zum Ausdruck kommenden Wertmaßstäben Rechnung trägt und die allgemeinen und besonderen Bedürfnisse des Vereins berücksichtigt. (T2)
  • 6 Ob 647/85
    Entscheidungstext OGH 14.11.1985 6 Ob 647/85
    Veröff: SZ 58/178 = EvBl 1986/132 S 531
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 4 Ob 334/98s
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 334/98s
    Veröff: SZ 72/41
  • 6 Ob 178/99s
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 178/99s
    Vgl auch
  • 2 Ob 196/01i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 196/01i
    Vgl auch
  • 3 Ob 152/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 152/02b
    Veröff: SZ 2003/132
  • 2 Ob 51/05x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 2 Ob 51/05x
    Veröff: SZ 2005/57
  • 7 Ob 54/05z
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 54/05z
  • 10 Ob 3/06y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 3/06y
    Beisatz: Im vorliegenden Fall bejaht der Oberste Gerichtshof, dass die konkrete Schiedsklausel („Streitigkeiten aus dem Mitgliedsverhältnis zwischen der Gesellschaft einerseits und einem oder mehreren Mitgliedern andererseits") auch den Streit über den Ausschluss eines Genossenschaftsmitgliedes von der konkreten Schiedsklausel umfasst. (T3)
  • 7 Ob 274/07f
    Entscheidungstext OGH 23.01.2008 7 Ob 274/07f
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung von § 20 der Bestimmungen für Tischtennis-Wettbewerbe in Österreich des Dachverbandes der Landestischtennisverbände. (T4)
  • 10 Ob 36/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 Ob 36/07b
    Auch
  • 2 Ob 138/08w
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 138/08w
  • 6 Ob 280/08g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 280/08g
    Beisatz: Hier: Schiedsklausel in Vereinsstatut. (T5)
  • 6 Ob 194/09m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 194/09m
    Beisatz: Hier: Vereinsstatuten, welche keine Regelung über den Umgang mit allfälligen Befangenheitsgründen bei Bestellung und Zusammensetzung des Schiedsgerichts enthalten, sind dahin auszulegen, dass sie den Erfordernissen des § 8 VerG 2002 entsprechen. (T6)
  • 1 Ob 125/09b
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 125/09b
    Auch; Veröff: SZ 2009/135
  • 5 Ob 130/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
    Bem: Hier: Vereinsstatuten. (T7)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch
  • 5 Ob 28/17d
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 28/17d
  • 5 Ob 94/18m
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 94/18m
    Vgl auch
  • 8 Ob 77/20m
    Entscheidungstext OGH 28.09.2020 8 Ob 77/20m
    Beisatz: Hier: Schlichtungsvereinbarung nach § 8 VerG 2002. (T8)
    Anm: Veröff: SZ 2020/93

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0008816

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19740629_OGH0002_0070OB00109_7400000_001

Rechtssatz für 1Ob586/94 (1Ob595/95); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080297

Geschäftszahl

1Ob586/94 (1Ob595/95); 6Ob97/02m; 2Ob84/13m; 6Ob90/14z; 6Ob69/24a

Entscheidungsdatum

18.02.2025

Norm

AktG §195
AktG §197
AktG §198
AktG §199
  1. AktG § 195 heute
  2. AktG § 195 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 195 gültig von 01.07.1996 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996
  4. AktG § 195 gültig von 01.03.1994 bis 30.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 153/1994
  5. AktG § 195 gültig von 01.01.1966 bis 28.02.1994
  1. AktG § 198 heute
  2. AktG § 198 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 198 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Die Anfechtungsgründe rechtfertigen die Nichtigerklärung und damit die Beseitigung der bisherigen Geltung von Aktionärsbeschlüssen ex tunc; die Nichtigkeitsgründe (Paragraph 199, AktG), verhindern eine gültige Verbandswillensbildung von vornherein.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 6 Ob 97/02m
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 6 Ob 97/02m
    Vgl; Veröff: SZ 2002/131
  • 2 Ob 84/13m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 84/13m
    Vgl; Beisatz: Hier aber: Ein Beschluss der Hauptversammlung auf Durchführung einer vereinfachten Kapitalherabsetzung, obwohl die Voraussetzungen des § 183 AktG nicht erfüllt sind, ist nicht nichtig, sondern bloß anfechtbar. Die Entscheidung 2 Ob 476/49 = SZ 23/33, in der die Auffassung, ein Verstoß gegen §§ 183, 184 und 186 AktG sei mit Nichtigkeit behaftet, noch als nicht offenbar gesetzwidrig im Sinn des früheren § 16 AußStrG angesehen wurde, ist insoweit überholt. (T1); Veröff: SZ 2014/47
  • 6 Ob 90/14z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 90/14z
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2015/37
  • 6 Ob 69/24a
    Entscheidungstext OGH 18.02.2025 6 Ob 69/24a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0080297

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2025

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00586_9400000_007

Rechtssatz für 7Ob703/89; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0049464

Geschäftszahl

7Ob703/89; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 10Ob32/00d; 6Ob97/02m; 1Ob32/10b; 6Ob90/14z; 8Ob82/22z; 6Ob47/24s

Entscheidungsdatum

26.03.2025

Norm

AktG §195
AktG §197
AktG §199
AktG §241
VerG 2002 §7
  1. AktG § 195 heute
  2. AktG § 195 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 195 gültig von 01.07.1996 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996
  4. AktG § 195 gültig von 01.03.1994 bis 30.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 153/1994
  5. AktG § 195 gültig von 01.01.1966 bis 28.02.1994
  1. AktG § 199 heute
  2. AktG § 199 gültig ab 01.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2009
  3. AktG § 199 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  4. AktG § 199 gültig von 01.05.2001 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2001
  5. AktG § 199 gültig von 01.08.1990 bis 30.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 475/1990

Rechtssatz

Nichtigkeit besteht stets nur auf Grund einer Verletzung des Gesetzes, niemals wegen Verletzung der Satzung, und auch wegen Verletzung des Gesetzes nur in den im Gesetz genannten Fällen. In allen anderen Fällen besteht nur eine Anfechtbarkeit, soferne die Voraussetzungen hiefür gegeben sind. Die Fälle der Nichtigkeit sind im AktG erschöpfend aufgezählt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 703/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 703/89
    Veröff: SZ 62/190 = WBl 1990,118 = ecolex 1990,152 = GesRZ 1991,98
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    nur: Nichtigkeit besteht stets nur auf Grund einer Verletzung des Gesetzes, niemals wegen Verletzung der Satzung, und auch wegen Verletzung des Gesetzes nur in den im Gesetz genannten Fällen. In allen anderen Fällen. (T1) Veröff: SZ 68/144
  • 10 Ob 32/00d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 10 Ob 32/00d
    nur: Die Fälle der Nichtigkeit sind im AktG erschöpfend aufgezählt. (T2)
  • 6 Ob 97/02m
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 6 Ob 97/02m
    Vgl; Beisatz: Die Wiederwahl eines Aufsichtsratsmitglieds einer Aktiengesellschaft durch die Hauptversammlung, das in der Vergangenheit entgegen dem im §90 AktG normierten Prinzip der Organtrennung eine Vorstandstätigkeit ausübte, ist zwar nicht nichtig im Sinne des §199 Abs1 Z3 und Z4 AktG, aber gemäß §195 Abs1 AktG anfechtbar. (T3); Veröff: SZ 2002/131
  • 1 Ob 32/10b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 32/10b
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Hier: § 7 VerG 2002. (T4); Beisatz: Das VerG 2002 enthält aber ‑ zum Unterschied von § 199 Abs 1 Z 4 AktG ‑ keine Beschränkung auf eine inhaltliche Sittenwidrigkeit des Beschlusses eines Vereinsorgans. Beschlüsse können daher auch wegen der Art ihres Zustandekommens gegen die guten Sitten verstoßen und aus diesen Gründen nichtig sein. (T5)
  • 6 Ob 90/14z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 90/14z
    Veröff: SZ 2015/37
  • 8 Ob 82/22z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.11.2023 8 Ob 82/22z
    vgl; Beisatz wie T4
    Beisatz: Das VerG enthält keine Auflistung der Nichtigkeitsgründe. Grundsätzlich hat sich die Nichtigkeit auf gravierende Fälle fehlerhafter Beschlüsse zu beschränken; es müssen Gesetzesverstöße oder Verstöße gegen die guten Sitten vorliegen, und zwar von einem Gewicht, dass nicht einmal der Anschein rechtmäßigen Handelns gewahrt ist. In allen anderen Fällen besteht nur Anfechtbarkeit, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. (T6)
  • 6 Ob 47/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2025 6 Ob 47/24s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0049464

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2025

Dokumentnummer

JJR_19891130_OGH0002_0070OB00703_8900000_002

Rechtssatz für 1Ob274/57; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034551

Geschäftszahl

1Ob274/57; 2Ob289/69 (2Ob346/69); 7Ob159/75; 7Ob251/75; 1Ob800/76; 3Ob664/78; 1Ob738/81; 6Ob557/85; 8Ob555/85; 2Ob656/85; 9ObA195/89; 9ObA189/91; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 5Ob321/98m; 5Ob311/98s; 5Ob47/02a; 5Ob283/03h; 7Ob317/03y; 2Ob38/13x; 1Ob90/25d

Entscheidungsdatum

09.09.2025

Rechtssatz

Der Grundsatz, dass Fallfristen von Amts wegen wahrzunehmen sind, ist keineswegs so zu verstehen, dass die tatsächlichen Voraussetzungen von Amts wegen zu untersuchen sind. Er besagt nur, dass es nicht der formellen Erhebung der Einwendung bedarf. Die tatsächlichen Voraussetzungen müssen aber bereits im Verfahren 1.Instanz behauptet und bewiesen werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 274/57
    Entscheidungstext OGH 06.06.1957 1 Ob 274/57
    Veröff: SZ 30/34
  • 2 Ob 289/69
    Entscheidungstext OGH 15.01.1970 2 Ob 289/69
  • 7 Ob 159/75
    Entscheidungstext OGH 02.10.1975 7 Ob 159/75
    Vgl auch
  • 7 Ob 251/75
    Entscheidungstext OGH 11.12.1975 7 Ob 251/75
    Vgl auch
  • 1 Ob 800/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 1 Ob 800/76
    Vgl auch; Veröff: SZ 50/5
  • 3 Ob 664/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 3 Ob 664/78
    Beisatz: § 967 ABGB (T1)
  • 1 Ob 738/81
    Entscheidungstext OGH 02.12.1981 1 Ob 738/81
    Auch; nur: Der Grundsatz, daß Fallfristen von Amts wegen wahrzunehmen sind, besagt, daß es nicht der formellen Erhebung der Einwendung bedarf. Die tatsächlichen Voraussetzungen müssen aber behauptet und bewiesen werden. (T2) Beisatz: § 970 b ABGB (T3) Veröff: JBl 1982,537 = ZVR 1983/10 S 17 = SZ 54/181
  • 6 Ob 557/85
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 6 Ob 557/85
    nur T2; Beisatz: Der Ablauf der Frist muß jedoch aus den Prozeßakten klar hervorgehen. (T4)
  • 8 Ob 555/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 555/85
  • 2 Ob 656/85
    Entscheidungstext OGH 26.11.1985 2 Ob 656/85
  • 9 ObA 195/89
    Entscheidungstext OGH 27.09.1989 9 ObA 195/89
    Vgl aber
  • 9 ObA 189/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 ObA 189/91
    Vgl
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 68/144
  • 5 Ob 321/98m
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 5 Ob 321/98m
    Auch; Beisatz: Hier: § 10 Abs 4 MRG (T5)
  • 5 Ob 311/98s
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 5 Ob 311/98s
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 47/02a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 47/02a
    Auch; Beis ähnlich T4; Beisatz: Hier: § 16 Abs 8 MRG. (T6)
  • 5 Ob 283/03h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 5 Ob 283/03h
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T6
  • 7 Ob 317/03y
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 317/03y
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: § 95 EheG. (T7)
  • 2 Ob 38/13x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 38/13x
    Vgl; nur T2
  • 1 Ob 90/25d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 09.09.2025 1 Ob 90/25d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0034551

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19570606_OGH0002_0010OB00274_5700000_002