Rechtssatz für 5Ob202/65; 6Ob29/69; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018136

Geschäftszahl

5Ob202/65; 6Ob29/69; 1Ob139/70; 6Ob76/71; 1Ob253/71; 1Ob204/73; 7Ob635/77; 1Ob596/78; 3Ob4/80; 7Ob624/80; 2Ob575/80; 3Ob513/81; 3Ob630/81; 1Ob529/82; 7Ob550/83; 1Ob23/83; 7Ob596/84; 8Ob585/85; 7Ob617/86; 6Ob680/86; 6Ob577/87; 1Ob608/89; 4Ob503/91; 1Ob645/92; 4Ob541/95; 3Ob7/95; 1Ob123/98i; 3Ob318/98f; 9ObA80/00f; 5Ob273/01k; 1Ob58/02i; 7Ob116/05t; 9Ob6/08k; 1Ob95/10t; 2Ob185/14s; 10ObS96/24a; 6Ob233/24v; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

ABGB §916 A
  1. ABGB § 916 heute
  2. ABGB § 916 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 916, ABGB gilt zwischen den vertragsschließenden Parteien nicht das simulierte, sondern das dissimulierte Rechtsgeschäft.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 202/65
    Entscheidungstext OGH 30.09.1965 5 Ob 202/65
  • 6 Ob 29/69
    Entscheidungstext OGH 12.02.1969 6 Ob 29/69
  • 1 Ob 139/70
    Entscheidungstext OGH 18.06.1970 1 Ob 139/70
  • 6 Ob 76/71
    Entscheidungstext OGH 16.04.1971 6 Ob 76/71
  • 1 Ob 253/71
    Entscheidungstext OGH 14.10.1971 1 Ob 253/71
    Veröff: MietSlg 23084
  • 1 Ob 204/73
    Entscheidungstext OGH 05.12.1973 1 Ob 204/73
  • 7 Ob 635/77
    Entscheidungstext OGH 15.09.1977 7 Ob 635/77
  • 1 Ob 596/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 596/78
  • 3 Ob 4/80
    Entscheidungstext OGH 12.03.1980 3 Ob 4/80
  • 7 Ob 624/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 7 Ob 624/80
    Vgl; Beisatz: Zwischen den Vertragsparteien wirkt das zum Scheine geschlossene Rechtsgeschäft deshalb nicht, weil es zwischen ihnen nicht gewollt ist und daher auch keiner der Vertragspartner auf die Wirksamkeit der Erklärungen seines Gegners vertraut hat. (T1)
  • 2 Ob 575/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 2 Ob 575/80
    Beisatz: Unabhängig von den für den Abschluss des Scheingeschäftes maßgeblichen Motiven. (T2)
  • 3 Ob 513/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 3 Ob 513/81
    Auch; Beis wie T1 nur: Zwischen den Vertragsparteien wirkt das zum Scheine geschlossene Rechtsgeschäft deshalb nicht, weil es zwischen ihnen nicht gewollt ist. (T3)
  • 3 Ob 630/81
    Entscheidungstext OGH 11.11.1981 3 Ob 630/81
  • 1 Ob 529/82
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 529/82
  • 7 Ob 550/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 550/83
  • 1 Ob 23/83
    Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 23/83
    Vgl auch; nur T3
  • 7 Ob 596/84
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 7 Ob 596/84
    Auch; Beisatz: Teilnichtigkeit nur hinsichtlich der nicht gewollten Vertragsteile. (T4)
  • 8 Ob 585/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 585/85
  • 7 Ob 617/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 617/86
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 59/108 = JBl 1986,786 = NZ 1987,131 = RZ 1986/66 S 245
  • 6 Ob 680/86
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 6 Ob 680/86
    Auch
  • 6 Ob 577/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 6 Ob 577/87
  • 1 Ob 608/89
    Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 608/89
  • 4 Ob 503/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 503/91
    Auch; Beisatz: Das dissimulierte Geschäft ist nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen; es ist also wirksam, wenn es den Erfordernissen eines gültigen Rechtsgeschäftes entspricht. (T5)
  • 1 Ob 645/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 645/92
    Auch; Beis wie T5 nur: Das dissimulierte Geschäft ist nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen. (T6)
  • 4 Ob 541/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 541/95
  • 3 Ob 7/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 3 Ob 7/95
    Beis wie T6
  • 1 Ob 123/98i
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 123/98i
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 3 Ob 318/98f
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 318/98f
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Mietvertrag. (T7)
  • 9 ObA 80/00f
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 ObA 80/00f
    Vgl auch; Beisatz: Umgehungsgeschäft ist in Bezug auf Form, Erlaubtheit, Klagbarkeit und Steuererfolg nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen ist. Für die Verpöntheit beziehungsweise Nichtigkeit ist auf das umgangene Geschäft abzustellen. (T8); Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 36 RL-BA 1977. (T9); Veröff: SZ 73/65
  • 5 Ob 273/01k
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 273/01k
    Auch
  • 1 Ob 58/02i
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 58/02i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 7 Ob 116/05t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 116/05t
    Auch
  • 9 Ob 6/08k
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 6/08k
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer Gegenleistung, die nur der Finanzbehörde gegenüber vorgetäuscht werden sollte. (T10)
  • 1 Ob 95/10t
    Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 95/10t
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Da aus dem Scheincharakter Nichtigkeit resultiert, bedarf es keiner Anfechtung mittels Rechtsgestaltungsklage. (T11)
  • 2 Ob 185/14s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 185/14s
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: "Relatives Scheingeschäft". (T12)
  • 10 ObS 96/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 ObS 96/24a
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz nur wie T2; Beisatz wie T3
  • 6 Ob 233/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.01.2026 6 Ob 233/24v
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0018136

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19650930_OGH0002_0050OB00202_6500000_001

Rechtssatz für 14ObA11/87; 5Ob503/87; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018103

Geschäftszahl

14ObA11/87; 5Ob503/87; 4Ob503/91; 1Ob58/02i; 4Ob250/04z; 7Ob116/05t; 9Ob6/08k; 2Ob185/14s; 9Ob22/22h; 1Ob8/24v; 10ObS96/24a; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

ABGB §916 A
  1. ABGB § 916 heute
  2. ABGB § 916 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Paragraph 916, ABGB setzt die übereinstimmende Absicht beider Parteien voraus, eine Willenserklärung dem anderen gegenüber nur zum Schein abzugeben. Nur in einem solchen Fall wirkt das zum Schein abgeschlossene Geschäft nicht, weil es ja nicht gewollt ist und keiner der Partner auf die Wirksamkeit der Erklärung vertraut hat.

Entscheidungstexte

  • 14 ObA 11/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 14 ObA 11/87
  • 5 Ob 503/87
    Entscheidungstext OGH 04.12.1987 5 Ob 503/87
  • 4 Ob 503/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 503/91
  • 1 Ob 58/02i
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 58/02i
  • 4 Ob 250/04z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 250/04z
    Beisatz: Wer sich auf das Vorliegen eines Scheingeschäfts beruft, hat den Abschluss eines solchen zu beweisen. (T1)
  • 7 Ob 116/05t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 116/05t
    Auch
  • 9 Ob 6/08k
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 6/08k
    Auch; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer Gegenleistung, die nur der Finanzbehörde gegenüber vorgetäuscht werden sollte. (T2)
  • 2 Ob 185/14s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 185/14s
    Auch
  • 9 Ob 22/22h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 22/22h
    Beisatz: Hier: „Vereinbarung“ eines Vorkaufsrechts als Scheingeschäft. (T3)
  • 1 Ob 8/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.07.2024 1 Ob 8/24v
    Beisatz: Hier: (verneinte) Anwaltshaftung wegen unterlassenem Einwand eines Scheingeschäfts. Anstellung/Anmeldung der Ehegattin als Ordinationsgehilfin. (T4)
  • 10 ObS 96/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 ObS 96/24a
    vgl; Beisatz wie T1
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0018103

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19870224_OGH0002_014OBA00011_8700000_001

Rechtssatz für 12Os87/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094836

Geschäftszahl

12Os87/88; 12Os53/90 (12Os54/90); 11Os96/96; 12Os62/97; 15Os18/97; 11Os34/98; 11Os55/02; 12Os14/01; 11Os12/05g; 13Os15/05p; 12Os94/06z; 11Os19/12x (11Os91/12k); 14Os79/12t; 15Os1/13f; 11Os101/13g (11Os139/13wq); 11Os52/15d; 14Os74/16p; 14Os115/16t; 13Os55/17p; 11Os51/18m; 17Os8/18g; 13Os8/19d; 14Os93/19m; 14Os102/19k; 12Os34/18v; 14Os124/19w; 14Os27/20g; 11Os56/22b; 12Os60/23z; 14Os61/23m; 14Os61/23m; 15Os58/25f; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

StGB §153
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ob ein effektiver Vermögensnachteil eingetreten ist, ist durch Vergleich der Vermögenslage vor und nach der missbräuchlichen Handlung im Wege der Gesamtsaldierung zu ermitteln. Dieser Schaden kann durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der Passiven, Entgehenlassen eines Gewinns oder überhaupt durch jedes wirtschaftliche Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung entstehen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 87/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 12 Os 87/88
  • 12 Os 53/90
    Entscheidungstext OGH 06.09.1990 12 Os 53/90
    nur: Ob ein effektiver Vermögensnachteil eingetreten ist, ist durch Vergleich der Vermögenslage vor und nach der mißbräuchlichen Handlung im Wege der Gesamtsaldierung zu ermitteln. (T1)
    Beisatz: Unter Berücksichtigung einer allfälligen unmittelbaren Schadenskompensation. (T2)
  • 11 Os 96/96
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 11 Os 96/96
    nur T1
  • 12 Os 62/97
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 12 Os 62/97
    nur T1; Beisatz: Hier: Verpfändung einer im Eigentum des Machtgebers stehenden Liegenschaft zugunsten einer Privatschuld des Machthabers. Relevant ist daher der Grundstückswert im Zeitpunkt vor und nach der inkriminierten Einverleibung der Hypothek. (T3)
  • 15 Os 18/97
    Entscheidungstext OGH 30.10.1997 15 Os 18/97
    nur T1; Beis wie T2
  • 11 Os 34/98
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 11 Os 34/98
    nur T1
  • 11 Os 55/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 11 Os 55/02
    nur T1; Beisatz: Bei Missbrauch einer Befugnis zur Kreditvergabe (durch Bankangestellte) hängt der Vermögensnachteil von der Einbringlichkeit der Rückforderung im Zeitpunkt der Kreditschuldentstehung ab. Bonität des Schuldners lässt keinen Schaden entstehen, wogegen wirtschaftliche Unvertretbarkeit der Kreditzuzählung zu einem Nachteil in der Höhe der Kreditsumme führt, selbst wenn Rückzahlungen erfolgen, die dann den Charakter bloßer nachträglicher Schadensminderung haben. Die Annahme teilweiser Einbringlichkeit der Kreditforderung reduziert die Schadenshöhe auf den uneinbringlichen Forderungsteil. (T4)
  • 12 Os 14/01
    Entscheidungstext OGH; AUSL EGMR, OGH, AUSL EGMR 23.05.2002 12 Os 14/01
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Als ein den Schaden mindernder Vermögensvorteil kommt aber nur eine im wohlverstandenen Interesse des Machtgebers liegende Gegenleistung in Betracht. (T5)
  • 11 Os 12/05g
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 11 Os 12/05g
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Bei Missbrauch einer Befugnis zur Kreditvergabe hängt der Vermögensnachteil von der Einbringlichkeit der Rückforderung im Zeitpunkt der Kreditschuldentstehung ab. (T6)
    Beisatz: Zuzüglich bestehender Sicherheiten. (T7)
  • 13 Os 15/05p
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 13 Os 15/05p
    Vgl auch; Beis ähnlich T4; Beisatz: Dass nachträglich ein Pfandrecht grundbücherlich einverleibt wurde, ist für die Beurteilung des deliktischen Verhaltens (und den Schadenseintritt) ohne Relevanz. (T8)
  • 12 Os 94/06z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 12 Os 94/06z
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Bei Missbrauch einer Befugnis zur Kreditvergabe (durch Bankangestellte) hängt der Vermögensnachteil von der Einbringlichkeit der Rückforderung im Zeitpunkt der Kreditschuldentstehung ab. Wirtschaftliche Unvertretbarkeit der Kreditzuzahlung führt zu einem Nachteil in der Höhe der Kreditsumme, selbst wenn Rückzahlungen erfolgen, die dann den Charakter bloßer nachträglicher Schadensminderung haben. (T9)
  • 11 Os 19/12x
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 19/12x
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Bei Missbrauch einer Befugnis zur Kreditvergabe (durch Bankangestellte) hängt der Vermögensnachteil von der Einbringlichkeit der Rückforderung im Zeitpunkt der Kreditschuldentstehung ab. Bonität des Schuldners lässt keinen Schaden entstehen, wogegen wirtschaftliche Unvertretbarkeit der Kreditzuzählung zu einem Nachteil in der Höhe der Kreditsumme führt, selbst wenn Rückzahlungen erfolgen, die dann den Charakter bloßer nachträglicher Schadensminderung haben. (T10)
  • 14 Os 79/12t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2013 14 Os 79/12t
    Vgl; Ähnlich Beis wie T4; Ähnlich Beis wie T6; Beisatz: Hier: Finanzierungsleasing. (T11)
  • 15 Os 1/13f
    Entscheidungstext OGH 22.05.2013 15 Os 1/13f
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 101/13g
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 11 Os 101/13g
    Vgl; Beis ähnlich wie T8
    Beisatz: Hier: Späteres Bemühen um Erlangung von Landeshaftungen zur Absicherung der Kreditvaluta ist ein solches um Schadensgutmachung. (T12)
  • 11 Os 52/15d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 11 Os 52/15d
    Auch; Beisatz: Soll nach dem Tatplan eine Rückzahlung der (gesamten) Kreditsumme gar nicht stattfinden, tritt der Schaden jedenfalls bereits im Zeitpunkt des Mittelabflusses ein. Die wirtschaftliche Vertretbarkeit der Kreditierung betrifft dann keine entscheidende Tatsache. (T13)
  • 14 Os 74/16p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 14 Os 74/16p
    Auch
  • 14 Os 115/16t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 14 Os 115/16t
    Auch; Beis wie T4
  • 13 Os 55/17p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 55/17p
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T12; Beisatz: Da der Kreditvertrag seit dem Inkrafttreten des DaKRÄG BGBl I 2010/28 (nicht mehr als Realvertrag, sondern) als Konsensualvertrag konzipiert ist, entsteht die Verbindlichkeit auch bei solchen Verträgen nunmehr schon im Abschlusszeitpunkt. (T14)
  • 11 Os 51/18m
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 11 Os 51/18m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T14
  • 17 Os 8/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 17 Os 8/18g
    Vgl; Beisatz: Für die Aufrechenbarkeit von Vermögensverringerung und ‑vermehrung kommt es nicht auf deren exakte Gleichzeitigkeit, sondern darauf an, dass es sich um unmittelbare Auswirkungen derselben rechtsgeschäftlichen Vertretungshandlung handelt, was insbesondere bei einander im Austauschverhältnis gegenüberstehenden Leistungen der Fall ist. Dann ist eine Gegenleistung auch aufrechenbar, wenn sie vor dem Vermögensabfluss erbracht wurde. (T15)
    Beisatz: Auf Anfechtbarkeit, Rechtsungültigkeit oder zivilrechtliche Einklagbarkeit der Gegenleistung kommt es nicht an. (T16)
  • 13 Os 8/19d
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 13 Os 8/19d
    Auch; nur T1
  • 14 Os 93/19m
    Entscheidungstext OGH 07.10.2019 14 Os 93/19m
    Vgl; Beis wie T9; nur T10
  • 14 Os 102/19k
    Entscheidungstext OGH 07.10.2019 14 Os 102/19k
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 12 Os 34/18v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 14 Os 124/19w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Os 124/19w
    Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Der Vermögensschaden (in Höhe des wirtschaftlichen Gegenwerts der erbrachten Leistung) tritt schon durch die Erbringung von Leistungen ohne gleichzeitige Begründung einer für den Machtgeber realisierbaren (weil ihm bekannten) Forderung ein. (T17)
  • 14 Os 27/20g
    Entscheidungstext OGH 21.07.2020 14 Os 27/20g
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 11 Os 56/22b
    Entscheidungstext OGH 15.11.2022 11 Os 56/22b
    Vgl
  • 12 Os 60/23z
    Entscheidungstext OGH 07.09.2023 12 Os 60/23z
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 20.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 15 Os 58/25f
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 15 Os 58/25f
    vgl
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0094836

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19881124_OGH0002_0120OS00087_8800000_001

Rechtssatz für 12Os19/93 (12Os20/93); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0061132

Geschäftszahl

12Os19/93 (12Os20/93); 14Os63/93; 12Os65/93; 12Os120/93; 13Os144/93; 14Os170/93; 11Os174/93; 12Os162/93; 11Os194/93; 15Os100/94; 11Os40/95; 15Os44/95; 11Os128/95; 11Os58/96; 11Os88/96; 15Os132/96; 12Os112/96; 12Os162/96; 12Os55/97; 12Os75/97; 15Os99/97; 12Os111/98; 11Os13/01; 13Os105/01 (13Os111/01); 12Os128/06z; 11Os158/09h; 11Os137/14b; 12Os131/18h; 15Os73/23h; 14Os11/25m; 14Os20/25k; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

GRBG §2
StPO §180 Abs1
  1. StPO § 180 heute
  2. StPO § 180 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 180 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 180 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/1997
  5. StPO § 180 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 180 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 180 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Bei der Prüfung des dringenden Tatverdachtes muss es für den - gesetzessystematisch jedweder Sachverhaltsermittlung enthobenen - OGH mit Rücksicht auf das aus seiner Position als höchste Instanz in Strafsachen resultierende Gewicht seiner Aussprüche eine wesentliche Maxime sein, jeglichen Anschein einer vorwegnehmenden Würdigung der die Verdachtsintensität tragenden Sachverhaltsprämissen zu vermeiden. Grundlegend ist ferner, dass dann, wenn ein solcher Verdacht mit Bezug auf eine Tat gegeben ist, es in dem auf die Prüfung der Haftfrage beschränkten Verfahren keiner weiteren Untersuchung bedarf, ob auch hinsichtlich der übrigen, den Gegenstand der Voruntersuchung bildenden Fakten der gegen den Beschuldigten gerichtete Verdacht im Sinne des Paragraph 180, StPO verdichtet ist.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 19/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 12 Os 19/93
  • 14 Os 63/93
    Entscheidungstext OGH 08.04.1993 14 Os 63/93
    nur: Bei der Prüfung des dringenden Tatverdachtes muss es für den - gesetzessystematisch jedweder Sachverhaltsermittlung enthobenen - OGH mit Rücksicht auf das aus seiner Position als höchste Instanz in Strafsachen resultierende Gewicht seiner Aussprüche eine wesentliche Maxime sein, jeglichen Anschein einer vorwegnehmenden Würdigung der die Verdachtsintensität tragenden Sachverhaltsprämissen zu vermeiden. (T1); Beisatz: Der OGH hat jedoch sehr wohl zu prüfen, ob der der rechtlichen Beurteilung im angefochtenen Beschluss unterstellte Sachverhalt in den bisherigen Verfahrensergebnissen Deckung findet. (T2) Veröff: EvBl 1993/151 S 599
  • 12 Os 65/93
    Entscheidungstext OGH 27.05.1993 12 Os 65/93
    Vgl auch; nur: Grundlegend ist ferner, dass dann, wenn ein solcher Verdacht mit Bezug auf eine Tat gegeben ist, es in dem auf die Prüfung der Haftfrage beschränkten Verfahren keiner weiteren Untersuchung bedarf, ob auch hinsichtlich der übrigen, den Gegenstand der Voruntersuchung bildenden Fakten der gegen den Beschuldigten gerichtete Verdacht im Sinne des § 180 StPO verdichtet ist. (T3)
  • 12 Os 120/93
    Entscheidungstext OGH 31.08.1993 12 Os 120/93
    Vgl auch; Beisatz: Der freien richterlichen Beweiswürdigung in einem allfälligen Erkenntnisverfahren ist vom OGH im Rahmen der Prüfung der Grundrechtsbeschwerde nicht vorzugreifen. (T4)
  • 13 Os 144/93
    Entscheidungstext OGH 22.09.1993 13 Os 144/93
    nur T1
  • 14 Os 170/93
    Entscheidungstext OGH 09.11.1993 14 Os 170/93
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Der freien Beweiswürdigung des Schöffensenates ist vom OGH im Rahmen der Prüfung der Grundrechtsbeschwerde nicht vorzugreifen. (T5)
  • 11 Os 174/93
    Entscheidungstext OGH 26.11.1993 11 Os 174/93
    Vgl auch
  • 12 Os 162/93
    Entscheidungstext OGH 02.12.1993 12 Os 162/93
    nur T3
  • 11 Os 194/93
    Entscheidungstext OGH 05.01.1994 11 Os 194/93
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T4
  • 15 Os 100/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 15 Os 100/94
    nur T1
  • 11 Os 40/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 11 Os 40/95
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T5
  • 15 Os 44/95
    Entscheidungstext OGH 10.04.1995 15 Os 44/95
    nur T1
  • 11 Os 128/95
    Entscheidungstext OGH 12.09.1995 11 Os 128/95
    nur T1; Beis wie T2
  • 11 Os 58/96
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 11 Os 58/96
    nur T1
  • 11 Os 88/96
    Entscheidungstext OGH 11.06.1996 11 Os 88/96
    nur T1; Beis wie T2
  • 15 Os 132/96
    Entscheidungstext OGH 19.08.1996 15 Os 132/96
    Vgl auch; nur: Grundlegend ist ferner, dass dann, wenn ein solcher Verdacht mit Bezug auf eine Tat gegeben ist, es in dem auf die Prüfung der Haftfrage beschränkten Verfahren keiner weiteren Untersuchung bedarf, ob auch hinsichtlich der übrigen, den Gegenstand der Voruntersuchung bildenden Fakten der gegen den Beschuldigten gerichtete Verdacht im Sinne des § 180 StPO verdichtet ist. (T6)
  • 12 Os 112/96
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 12 Os 112/96
    Vgl auch; nur T3
  • 12 Os 162/96
    Entscheidungstext OGH 11.12.1996 12 Os 162/96
    Ähnlich; nur T1
  • 12 Os 55/97
    Entscheidungstext OGH 24.04.1997 12 Os 55/97
    Vgl auch; nur T3
  • 12 Os 75/97
    Entscheidungstext OGH 02.06.1997 12 Os 75/97
    nur T1
  • 15 Os 99/97
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 15 Os 99/97
    Vgl auch; nur T3
  • 12 Os 111/98
    Entscheidungstext OGH 03.09.1998 12 Os 111/98
    Vgl auch; nur T3
  • 11 Os 13/01
    Entscheidungstext OGH 13.02.2001 11 Os 13/01
    Auch
  • 13 Os 105/01
    Entscheidungstext OGH 14.08.2001 13 Os 105/01
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 12 Os 128/06z
    Entscheidungstext OGH 14.12.2006 12 Os 128/06z
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Dringender Tatverdacht hinsichtlich weiterer haftbegründender Fakten wurde vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. (T7)
  • 11 Os 158/09h
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 11 Os 158/09h
    Auch; Beis wie T7
  • 11 Os 137/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 137/14b
    Vgl; Beisatz: Liegen einer Haft mehrere Straftaten zugrunde, kann eine Grundrechtsverletzung durch eine strafgerichtliche Entscheidung oder Verfügung nur erblickt werden, wenn die genannten Haftvoraussetzungen hinsichtlich keiner einzigen dieser Straftaten gegeben sind, weil erst dann die Haft als solche gesetzwidrig wäre. (T8)
  • 12 Os 131/18h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 12 Os 131/18h
    Auch
  • 15 Os 73/23h
    Entscheidungstext OGH 05.07.2023 15 Os 73/23h
    vgl
  • 14 Os 11/25m
    Entscheidungstext OGH 18.02.2025 14 Os 11/25m
    vgl; Beisatz wie T8
  • 14 Os 20/25k
    Entscheidungstext OGH 05.03.2025 14 Os 20/25k
    vgl; Beisatz wie T8
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0061132

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19930311_OGH0002_0120OS00019_9300000_001

Rechtssatz für 11Os54/93; 11Os84/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0061078

Geschäftszahl

11Os54/93; 11Os84/93; 14Os113/93; 13Os173/94 (13Os174/94); 11Os5/97; 15Os50/02; 14Os54/04; 12Os147/04; 11Os103/07t; 15Os91/08h; 14Os163/08i; 14Os60/09v (14Os63/09k; 14Os64/09g); 14Os46/10m; 13Os57/10x; 14Os48/12h; 15Os79/13a; 15Os102/13h; 14Os36/14x; 14Os106/14s; 11Os141/14s; 14Os123/14s; 11Os11/15z; 11Os16/15k; 11Os64/15v; 14Os15/16m; 12Os72/16d; 14Os2/18b; 13Os47/18p (13Os51/18a); 14Os129/21h; 14Os82/21x; 14Os133/22y; 12Os129/25z; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Rechtssatz

Gegenstand einer Grundrechtsbeschwerde nach Paragraph eins, Absatz eins, GRBG können nur gerichtliche Entscheidungen oder Verfügungen nach Erschöpfung des Instanzenzuges sein. Betroffen sind demnach Beschlüsse, gegen die kein Rechtsmittel zulässig ist, oder Rechtsmittelentscheidungen, die ihrerseits keinem weiteren Rechtszug unterliegen, in letzterem Fall aber nur diese und nicht (auch) die vorangegangenen Entscheidungen von Vorinstanzen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 54/93
    Entscheidungstext OGH 30.03.1993 11 Os 54/93
    Veröff: EvBl 1993/116 S 460
  • 11 Os 84/93
    Entscheidungstext OGH 19.05.1993 11 Os 84/93
  • 14 Os 113/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 14 Os 113/93
  • 13 Os 173/94
    Entscheidungstext OGH 03.11.1994 13 Os 173/94
    Vgl auch
  • 11 Os 5/97
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 11 Os 5/97
    Vgl auch
  • 15 Os 50/02
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 15 Os 50/02
    Vgl auch; Beisatz: Gegenstand der Grundrechtsbeschwerde ist nur die Entscheidung der funktionell letzten Instanz. (T1)
  • 14 Os 54/04
    Entscheidungstext OGH 05.05.2004 14 Os 54/04
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 12 Os 147/04
    Entscheidungstext OGH 04.02.2005 12 Os 147/04
    Auch
  • 11 Os 103/07t
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 11 Os 103/07t
    Auch
  • 15 Os 91/08h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2008 15 Os 91/08h
    Vgl
  • 14 Os 163/08i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 14 Os 163/08i
    Auch
  • 14 Os 60/09v
    Entscheidungstext OGH 07.07.2009 14 Os 60/09v
    Beisatz: Eine Grundrechtsverletzung iS des § 1 Abs1 GRBG liegt stets dann vor, wenn eine haftrelevante Vorschrift in letzter Instanz missachtet oder deren Missachtung durch eine Unterinstanz nicht festgestellt und bereinigt, erforderlichenfalls ausgeglichen worden ist. (T2)
    Beisatz: Da Art 5 Abs 1 MRK den Freiheitsentzug überhaupt nur „auf die gesetzlich vorgeschriebene Weise" zulässt, schlagen insoweit Verletzungen einfachgesetzlicher Vorschriften nämlich direkt auf das Grundrecht auf Freiheit und Sicherheit durch (14Os108/08a, 13Os160/08s). (T3)
  • 14 Os 46/10m
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 46/10m
  • 13 Os 57/10x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 57/10x
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 14 Os 48/12h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 14 Os 48/12h
    Vgl; Beisatz: Da die gegenständliche ‑ mit einem Eingriff in das Grundrecht auf persönliche Freiheit nach Art 5 MRK verbundene ‑ Anordnung der Vorsitzenden auf Vorführung des Angeklagten demnach kein Beschluss, sondern eine auf den Fortgang des Verfahrens gerichtete Verfügung (vgl § 35 Abs 2 zweiter Fall StPO) ist, steht dem Angeklagten kein Instanzenzug offen (§ 1 Abs 1 GRBG), vielmehr unmittelbar dagegen gerichtete Grundrechtsbeschwerde an den Obersten Gerichtshof zu. (T4)
  • 15 Os 79/13a
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 79/13a
    Auch; Beis wie T2
  • 15 Os 102/13h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2013 15 Os 102/13h
  • 14 Os 36/14x
    Entscheidungstext OGH 06.05.2014 14 Os 36/14x
  • 14 Os 106/14s
    Entscheidungstext OGH 17.10.2014 14 Os 106/14s
    Auch; Beis wie T2
  • 11 Os 141/14s
    Entscheidungstext OGH 09.12.2014 11 Os 141/14s
  • 14 Os 123/14s
    Entscheidungstext OGH 01.12.2014 14 Os 123/14s
    Vgl; Beisatz: Gegen eine in der Hauptverhandlung erfolgte – mit einem Eingriff in das Grundrecht auf persönliche Freiheit nach Art 5 MRK verbundene – Verhängung von Beugehaft (§§ 154 Abs 2 iVm § 248 Abs 1 erster Satz, § 93 Abs 2 und Abs 4 StPO) steht dem Betroffenen grundsätzlich unmittelbar dagegen gerichtete Grundrechtsbeschwerde an den Obersten Gerichtshof zu. Einer bis zum Schluss des Beweisverfahrens erster Instanz nicht effektuierten Verhängung einer Beugehaft, deren Vollzug nach diesem Zeitpunkt zufolge Wegfalls des Zwecks der Maßnahme und des fehlenden Strafcharakters von Beugemitteln aus rechtlichen Gründen unter keinen Umständen in Frage kommt, fehlt es dagegen an funktionaler Grundrechtsrelevanz. (T5)
  • 11 Os 11/15z
    Entscheidungstext OGH 06.02.2015 11 Os 11/15z
    Auch; Beisatz: Verfügungen, die sich bloß mittelbar auf das betroffene Grundrecht auswirken, weil sie nicht aktuell über die Verhängung oder Fortsetzung des Freiheitsentzugs absprechen, können mit Grundrechtsbeschwerde nicht bekämpft werden. Der Betroffene hat vielmehr darauf hinzuwirken, dass die aufgeworfene Frage Gegenstand einer haftrelevanten Entscheidung wird. (T6)
    Beisatz: Hier: Abberaumung einer Haftverhandlung. (T7)
  • 11 Os 16/15k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2015 11 Os 16/15k
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 11 Os 64/15v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 11 Os 64/15v
    Auch
  • 14 Os 15/16m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2016 14 Os 15/16m
    Auch; Beis wie t2; Beis wie T3
  • 12 Os 72/16d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2016 12 Os 72/16d
  • 14 Os 2/18b
    Entscheidungstext OGH 15.01.2018 14 Os 2/18b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 13 Os 47/18p
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 47/18p
    Auch
  • 14 Os 129/21h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2021 14 Os 129/21h
    Vgl
  • 14 Os 82/21x
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 14 Os 82/21x
    Vgl; Beis wie T2
  • 14 Os 133/22y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2022 14 Os 133/22y
    Vgl; Beis wie T2
  • 12 Os 129/25z
    Entscheidungstext OGH 12.11.2025 12 Os 129/25z
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0061078

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19930330_OGH0002_0110OS00054_9300000_001

Rechtssatz für 13Os158/00; 14Os139/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0114487

Geschäftszahl

13Os158/00; 14Os139/04; 14Os16/05t; 14Os119/05i (14Os120/05m); 15Os16/06a; 11Os41/06y; 14Os50/06t (14Os60/06i; 14Os61/06m); 12Os49/06g; 13Os70/06b; 12Os63/06s; 15Os75/06b; 12Os87/06w; 12Os143/06f (12Os144/06b; 12Os145/06z; 12Os146/06x); 13Os49/07s; 14Os70/07m (14Os81/07d); 12Os112/07y; 15Os148/07i; 14Os168/07y (14Os5/08d); 11Os35/08v; 11Os49/08b; 14Os65/08b; 15Os60/08z; 14Os68/08f (14Os70/08p); 12Os63/08v; 15Os178/08b (15Os179/08z); 15Os183/08p; 14Os184/08b; 13Os16/09s; 15Os91/09k; 15Os94/09a; 14Os43/09v; 14Os59/09x; 13Os55/09a (13Os73/09y); 14Os145/09v (14Os146/09s); 14Os16/10z (14Os17/10x); 14Os46/10m; 13Os110/10s; 11Os136/10z; 15Os20/11x; 14Os44/11v; 11Os80/11s; 12Os26/12h (12Os29/12z); 15Os63/12x; 13Os26/13t; 15Os102/13h; 14Os106/14s; 11Os34/15g (11Os40/15i); 13Os43/15w; 15Os31/15w; 13Os59/15y; 13Os68/15x; 11Os69/15d; 15Os91/15v; 15Os135/15i; 14Os99/16i; 14Os2/18b; 14Os119/18h; 15Os49/20z; 14Os127/20p; 14Os80/23f; 12Os99/23k; 15Os143/23b; 14Os125/23y; 14Os13/24d; 11Os129/24s; 12Os38/25t; 14Os16/26y; 12Os35/26b; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

ARHG §29 Abs5
GRBG §1 Abs1
  1. ARHG § 29 heute
  2. ARHG § 29 gültig ab 01.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2020
  3. ARHG § 29 gültig von 01.01.2017 bis 31.05.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  4. ARHG § 29 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2013
  5. ARHG § 29 gültig von 01.01.2008 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2007
  6. ARHG § 29 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  7. ARHG § 29 gültig von 01.03.1997 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  8. ARHG § 29 gültig von 01.07.1980 bis 28.02.1997

Rechtssatz

Aus den Worten "nach Erschöpfung des Instanzenzuges" in Paragraph eins, Absatz eins, GRBG stellt sich die Frage, ob neben einer funktionellen auch eine inhaltliche Subsidiarität der Grundrechtsbeschwerde gegenüber einer ordentlichen Beschwerde zu beachten ist.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 158/00
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 13 Os 158/00
  • 14 Os 139/04
    Entscheidungstext OGH 23.11.2004 14 Os 139/04
    Auch
  • 14 Os 16/05t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 14 Os 16/05t
    Vgl; Beisatz: Instanzenzug nicht ausgeschöpft, insoweit gelindere Mittel erst in der Grundrechtsbeschwerde geltend gemacht werden. (T1)
  • 14 Os 119/05i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 14 Os 119/05i
    Vgl; Beisatz: Hier: Der Beschwerdeführer hat die unterbliebene Beiziehung eines Dolmetschers zu seiner nach § 180 Abs 1 StPO vorgeschriebenen Vernehmung in der Beschwerde gegen die erstinstanzlichen Beschlüsse nicht geltend gemacht und daher den Instanzenzug nicht ausgeschöpft. (T2)
  • 15 Os 16/06a
    Entscheidungstext OGH 28.02.2006 15 Os 16/06a
    Vgl
  • 11 Os 41/06y
    Entscheidungstext OGH 09.05.2006 11 Os 41/06y
    Vgl; Beisatz: Hier: Soweit die Beschwerde die Dringlichkeit des Tatverdachtes kritisiert, scheitert sie bereits an der Unterlassung einer entsprechenden Bekämpfung in der Beschwerde gegen die Beschlüsse der Untersuchungsrichterin und demgemäß an der Erschöpfung des Instanzenzuges. (T3)
  • 14 Os 50/06t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 50/06t
    Vgl
  • 12 Os 49/06g
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 49/06g
    Auch; Beisatz: Nichtrelevierung der Einstufung von Folgen im Sinne des § 180 Abs 2 Z 3 lit a StPO als schwer im Rahmen der Haftbeschwerde an das OLG. (T4)
  • 13 Os 70/06b
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 13 Os 70/06b
    Vgl; Beisatz: Hier: Der dem § 193 Abs 1 StPO widerstreitende, eine Säumigkeit im Sinn dieser Bestimmung begründende Ablauf der Voruntersuchung blieb ungerügt. (T5)
  • 12 Os 63/06s
    Entscheidungstext OGH 22.06.2006 12 Os 63/06s
    Vgl auch; Beisatz: Soweit die Beschwerde die Annahme des Haftgrundes der Tatbegehungsgefahr kritisiert, scheitert sie bereits an der Unterlassung einer entsprechenden Bekämpfung in der Beschwerde gegen den Beschluss des Untersuchungsrichters und demgemäß am Erfordernis der Erschöpfung des Instanzenzuges. (T6)
  • 15 Os 75/06b
    Entscheidungstext OGH 20.07.2006 15 Os 75/06b
    Vgl auch; Beisatz: Dem Ausspruch des Oberlandesgerichtes über die Fortsetzung der Auslieferungshaft wiederum mangelt es an funktionaler Grundrechtsrelevanz, weil er im Hinblick auf den - vom Auszuliefernden im Übrigen nicht bekämpften - Fortsetzungsbeschluss des Untersuchungsrichters und die gesetzliche Anordnung, dass nach Zulässigerklärung der Auslieferung die Auslieferungshaft durch die Haftfrist nicht mehr begrenzt ist (§ 29 Abs 5 ARHG), für die Freiheitsbeschränkung nicht ursächlich war. (T7)
  • 12 Os 87/06w
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 12 Os 87/06w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6
  • 12 Os 143/06f
    Entscheidungstext OGH 10.01.2007 12 Os 143/06f
    Vgl; Beisatz: Hier: Instanzenzug nicht ausgeschöpft, insoweit das Vorbringen zu den Haftgründen im ordentlichen Beschwerdeverfahren nicht thematisiert wurde. (T8)
  • 13 Os 49/07s
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 13 Os 49/07s
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unverhältnismäßigkeit. (T9)
  • 14 Os 70/07m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 14 Os 70/07m
    Vgl auch; Beisatz: Insoweit sich die Grundrechtsbeschwerde hier sektoral gegen den dringenden Tatverdacht wendet, ist ihr mangels Erschöpfung des Instanzenzuges ein Erfolg zu versagen, wurde jener doch in der Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Beschluss keiner Anfechtung unterzogen. (T10)
  • 12 Os 112/07y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2007 12 Os 112/07y
    Auch
  • 15 Os 148/07i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 15 Os 148/07i
    Vgl; nur T3
  • 14 Os 168/07y
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 14 Os 168/07y
    Vgl; Beisatz: Indem die Beschwerde hier die Verhältnismäßigkeit der Haft anzweifelt und eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes behauptet, scheitert sie an der Unterlassung einer entsprechenden Bekämpfung in der Beschwerde gegen den Beschluss des Untersuchungsrichters und demgemäß an der Erschöpfung des Instanzenzuges. (T11)
  • 11 Os 35/08v
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 11 Os 35/08v
    Vgl; Beisatz: Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots (§ 177 Abs 1 StPO) wurde in der Beschwerde gegen den Fortsetzungsbeschluss der Einzelrichterin nicht geltend gemacht, sodass insoweit der Instanzenzug nicht ausgeschöpft wurde. (T12)
  • 11 Os 49/08b
    Entscheidungstext OGH 09.04.2008 11 Os 49/08b
    Vgl; Beisatz: Soweit die Beschwerde vorbringt, Verhängung und Dauer der Untersuchungshaft seien unverhältnismäßig, scheitert sie an der mangelnden Erschöpfung des Instanzenzugs, wurde ein solches Vorbringen doch in der Haftbeschwerde nicht erstattet. (T13)
  • 14 Os 65/08b
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 14 Os 65/08b
    Vgl auch
  • 15 Os 60/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 60/08z
    Vgl; Beis wie T13
  • 14 Os 68/08f
    Entscheidungstext OGH 02.06.2008 14 Os 68/08f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T10
  • 12 Os 63/08v
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 63/08v
    Vgl; Beis wie T8
  • 15 Os 178/08b
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 15 Os 178/08b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Vorwurf der unterlassenen Ausscheidung des Verfahrens gegen den Beschwerdeführer im Zuge der Hauptverhandlung. (T14)
  • 15 Os 183/08p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 15 Os 183/08p
    Ähnlich; Beisatz: Instanzenzug nicht ausgeschöpft, weil in der Beschwerde gegen die Bewilligung der Hausdurchsuchung nur die Voraussetzungen für deren Durchführung bestritten und im Einspruch wegen Rechtsverletzung wiederum bloß Verstöße gegen deren Durchführung regelnde Gesetzesbestimmungen kritisiert wurden, jedoch eine das Grundrecht auf persönliche Freiheit verletzende Festnahme oder Anhaltung der Beschwerdeführerinnen im Zuge der Hausdurchsuchung nicht aufgezeigt worden ist. Die Grundrechtsbeschwerde war daher als unzulässig zurückzuweisen. (T15)
  • 14 Os 184/08b
    Entscheidungstext OGH 14.01.2009 14 Os 184/08b
    Beis wie T12
  • 13 Os 16/09s
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 13 Os 16/09s
    Vgl auch; Beisatz: Subsidiarität im ohne vorangegangene Entscheidung des EGMR durchgeführten Erneuerungsverfahren bedeutet (bloß) Erschöpfung des Instanzenzugs in Ansehung der nach grundrechtlichen Maßstäben zu prüfenden (Einzel-)Entscheidung. (T16)
  • 15 Os 91/09k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 15 Os 91/09k
    Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Beschwerde nur angemeldet, nicht ausgeführt. (T17)
  • 15 Os 94/09a
    Entscheidungstext OGH 20.07.2009 15 Os 94/09a
    Auch; Beisatz: Soweit die Grundrechtsbeschwerde das Vorliegen der Haftgründe bestreitet, scheitert sie an der mangelnden Erschöpfung des Instanzenzuges, wurde doch ein entsprechendes Vorbringen in der Haftbeschwerde nicht erstattet. (T18)
  • 14 Os 43/09v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 14 Os 43/09v
    Beis wie T12
  • 14 Os 59/09x
    Entscheidungstext OGH 04.06.2009 14 Os 59/09x
    Vgl; Beis ähnlich wie T13
  • 13 Os 55/09a
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 13 Os 55/09a
    Vgl; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T14; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Nach Maßgabe der durch § 1 Abs 1 GRBG verlangten, nicht bloß formalen (nämlich durch Anrufung des Rechtsmittelgerichts), vielmehr auch inhaltlichen Ausschöpfung (vgl § 88 Abs 1 erster Satz StPO) sind im Verfahren über eine Grundrechtsbeschwerde nur jene - nicht allein die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts betreffenden - Argumente im Sinn des § 3 Abs 1 GRBG beachtlich, welche der Beschwerdeführer bereits in einer zulässigen Beschwerde gegenüber dem Rechtsmittelgericht geltend gemacht hatte. Die durch § 61 Abs 1 Z 1 StPO angeordnete notwendige Verteidigung „im gesamten Verfahren, wenn und solange" der Beschuldigte (§ 48 Abs 2 StPO) „in Untersuchungshaft oder gemäß § 173 Abs 4 StPO angehalten wird", ermöglicht ohne weiteres die Einhaltung dieser (bloß) in Betreff der Beschwerdeführung vor dem Höchstgericht geltenden Prozessvoraussetzung. Daher sind nachträglich eingetretene oder bekannt gewordene Umstände aufgrund der ausdrücklichen Anordnung des § 89 Abs 2 zweiter Satz StPO bei der Entscheidung des Rechtsmittelgerichts zu berücksichtigen, unter dem Aspekt der Ausschöpfung des Instanzenzugs sind diese jedoch unbeachtlich. (T19)
  • 14 Os 145/09v
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 14 Os 145/09v
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 14 Os 16/10z
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 16/10z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T19 nur: Nach Maßgabe der durch § 1 Abs 1 GRBG verlangten, nicht bloß formalen (nämlich durch Anrufung des Rechtsmittelgerichts), vielmehr auch inhaltlichen Ausschöpfung (vgl § 88 Abs 1 erster Satz StPO) sind im Verfahren über eine Grundrechtsbeschwerde nur jene - nicht allein die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts betreffenden - Argumente im Sinn des § 3 Abs 1 GRBG beachtlich, welche der Beschwerdeführer bereits in einer zulässigen Beschwerde gegenüber dem Rechtsmittelgericht geltend gemacht hatte. (T20)
  • 14 Os 46/10m
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 46/10m
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 13 Os 110/10s
    Entscheidungstext OGH 30.09.2010 13 Os 110/10s
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Der Grundsatz der Einmaligkeit des Rechtsmittels findet zwar auf die ‑ nicht begründungspflichtige ‑ (Haft-)Beschwerde keine Anwendung; Ergänzungen des Rechtsmittelvorbringens gelten jedoch nur dann als Teil der Beschwerde, wenn sie innerhalb der (hier ‑ vgl § 176 Abs 5 StPO ‑ dreitägigen) Rechtsmittelfrist erstattet werden. Neuerungen im Rahmen der Äußerung zur Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft (§ 24 StPO) hat das Beschwerdegericht zwar zu berücksichtigen (§ 89 Abs 2 zweiter Satz StPO); unter dem Aspekt der Ausschöpfung des Instanzenzugs sind sie jedoch unbeachtlich. (T21)
  • 11 Os 136/10z
    Entscheidungstext OGH 27.10.2010 11 Os 136/10z
    Vgl; Beis wie T17
  • 15 Os 20/11x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 20/11x
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 44/11v
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 14 Os 44/11v
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 11 Os 80/11s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 80/11s
    Vgl auch
  • 12 Os 26/12h
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 12 Os 26/12h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11
  • 15 Os 63/12x
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 30.05.2012 15 Os 63/12x
    Vgl
  • 13 Os 26/13t
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 13 Os 26/13t
    Vgl; vgl auch Beis wie T1; Beisatz: Wurde der Einwand, die Untersuchungshaft sei als Hausarrest (§ 173a StPO) fortzusetzen, in der dem angefochtenen Beschluss zu Grunde liegenden Beschwerde nicht erhoben, ist insoweit die Zulässigkeitsvoraussetzung der Erschöpfung des Instanzenzugs nicht erfüllt. (T22)
  • 15 Os 102/13h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2013 15 Os 102/13h
    Auch; Beis wie T20
  • 14 Os 106/14s
    Entscheidungstext OGH 17.10.2014 14 Os 106/14s
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T18
  • 11 Os 34/15g
    Entscheidungstext OGH 08.04.2015 11 Os 34/15g
    Auch; Beis wie T21
  • 13 Os 43/15w
    Entscheidungstext OGH 24.04.2015 13 Os 43/15w
    Auch; Beisatz: Hier: Anfechtung des Beschlusses in „seinem gesamten Inhalt und Umfang“. (T23)
  • 15 Os 31/15w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 31/15w
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T13
  • 13 Os 59/15y
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 13 Os 59/15y
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 13 Os 68/15x
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 13 Os 68/15x
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 11 Os 69/15d
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 11 Os 69/15d
    Auch; Beis wie T21
  • 15 Os 91/15v
    Entscheidungstext OGH 28.07.2015 15 Os 91/15v
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 135/15i
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 15 Os 135/15i
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Geltendmachung eines behaupteten Beweisverwertungsverbots in der Beschwerde gegen den ‑ sich ebenso wie die OLG‑Entscheidung auf eine (erstmals in der Grundrechtsbeschwerde kritisierte) Erkundigung stützenden ‑ erstinstanzlichen Haftbeschluss. (T24)
  • 14 Os 99/16i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 14 Os 99/16i
  • 14 Os 2/18b
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 14 Os 2/18b
    Auch
  • 14 Os 119/18h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 14 Os 119/18h
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 49/20z
    Entscheidungstext OGH 11.05.2020 15 Os 49/20z
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 127/20p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 127/20p
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T18
  • 14 Os 80/23f
    Entscheidungstext OGH 03.08.2023 14 Os 80/23f
    vgl; Beisatz wie T13; Beisatz wie T18
  • 12 Os 99/23k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2023 12 Os 99/23k
    vgl; Beisatz wie T19; Beisatz wie T21
  • 15 Os 143/23b
    Entscheidungstext OGH 06.12.2023 15 Os 143/23b
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T18
  • 14 Os 125/23y
    Entscheidungstext OGH 06.12.2023 14 Os 125/23y
    vgl; Beisatz wie T19; Beisatz wie T21
  • 14 Os 13/24d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2024 14 Os 13/24d
    vgl; Beisatz wie T11; Beisatz wie T12
  • 11 Os 129/24s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 11 Os 129/24s
    vgl
  • 12 Os 38/25t
    Entscheidungstext OGH 08.04.2025 12 Os 38/25t
    vgl; Beisatz wie T18
  • 14 Os 16/26y
    Entscheidungstext OGH 17.02.2026 14 Os 16/26y
    vgl; Beisatz wie T19; Beisatz wie T21
  • 12 Os 35/26b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2026 12 Os 35/26b
    vgl; Beisatz wie T6; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9; Beisatz wie T11; Beisatz wie T12; Beisatz wie T13; Beisatz wie T14; Beisatz wie T15; Beisatz wie T20
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T20; Beisatz wie T21

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114487

Im RIS seit

19.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20001220_OGH0002_0130OS00158_0000000_001

Rechtssatz für 14Os47/02; 14Os128/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0116421

Geschäftszahl

14Os47/02; 14Os128/03; 14Os138/03; 13Os89/04; 13Os46/05x; 11Os48/05a; 14Os59/06t (14Os60/06i; 14Os61/06m); 13Os81/07x; 14Os118/07w; 14Os135/07w (14Os140/07f); 14Os149/07d (14Os150/07a); 13Os181/08d; 14Os11/09p; 11Os87/09t; 14Os56/09f; 14Os46/10m; 11Os17/14f; 12Os51/14p; 12Os21/15b; 12Os4/20k; 15Os54/20k; 15Os61/20i; 12Os101/20z; 15Os122/20k; 12Os22/22k; 15Os63/23p; 15Os49/25g (15Os50/25d); 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

StPO §179 Abs4 Z2
StPO §182 Abs4
  1. StPO § 179 heute
  2. StPO § 179 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 179 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 179 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 182 heute
  2. StPO § 182 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 182 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 182 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 182 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983

Rechtssatz

Der Fortsetzungsbeschluss des Oberlandesgerichtes hat denjenigen des Untersuchungsrichters nicht zu beurteilen, sondern zu ersetzen und nach Paragraph 179, Absatz 4, Ziffer 2, StPO auch eine Subsumtion der Tat, welcher der Beschuldigte dringend verdächtig ist, zu enthalten.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 47/02
    Entscheidungstext OGH 02.05.2002 14 Os 47/02
  • 14 Os 128/03
    Entscheidungstext OGH 19.09.2003 14 Os 128/03
    Beisatz: Er stellt demnach eine neue - reformatorische - Entscheidung dar. (T1)
  • 14 Os 138/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 138/03
    Auch; nur: Der Fortsetzungsbeschluss des Oberlandesgerichtes hat denjenigen des Untersuchungsrichters nicht zu beurteilen, sondern zu ersetzen. (T2); Beis wie T1
  • 13 Os 89/04
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 89/04
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 13 Os 46/05x
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 13 Os 46/05x
    Auch; nur T2
  • 11 Os 48/05a
    Entscheidungstext OGH 06.05.2005 11 Os 48/05a
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 14 Os 59/06t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 59/06t
    Auch; nur T2
  • 13 Os 81/07x
    Entscheidungstext OGH 16.07.2007 13 Os 81/07x
    nur T2; Beis wie T1
  • 14 Os 118/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 14 Os 118/07w
    Auch
  • 14 Os 135/07w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2007 14 Os 135/07w
    nur T2; Beis wie T1
  • 14 Os 149/07d
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 149/07d
    nur T2; Beisatz: Er stellt solcherart eine neue - reformatorische - Entscheidung dar. (T3)
  • 13 Os 181/08d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 13 Os 181/08d
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 14 Os 11/09p
    Entscheidungstext OGH 13.02.2009 14 Os 11/09p
  • 11 Os 87/09t
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 11 Os 87/09t
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 14 Os 56/09f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 14 Os 56/09f
  • 14 Os 46/10m
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 46/10m
    nut T2; Beis wie T3
  • 11 Os 17/14f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2014 11 Os 17/14f
    Auch
  • 12 Os 51/14p
    Entscheidungstext OGH 08.05.2014 12 Os 51/14p
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 12 Os 21/15b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2015 12 Os 21/15b
    Auch; Beisatz: Eine von der des Erstgerichts abweichende Begründung des dringenden Tatverdachts kann daher nicht gegen das Verbot von Überraschungsentscheidungen verstoßen. (T4)
  • 12 Os 4/20k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2020 12 Os 4/20k
    Vgl
  • 15 Os 54/20k
    Entscheidungstext OGH 22.05.2020 15 Os 54/20k
  • 15 Os 61/20i
    Entscheidungstext OGH 15.06.2020 15 Os 61/20i
    Vgl
  • 12 Os 101/20z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2020 12 Os 101/20z
    Vgl
  • 15 Os 122/20k
    Entscheidungstext OGH 17.11.2020 15 Os 122/20k
    Vgl
  • 12 Os 22/22k
    Entscheidungstext OGH 02.03.2022 12 Os 22/22k
    Vgl
  • 15 Os 63/23p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2023 15 Os 63/23p
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T2
  • 15 Os 49/25g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2025 15 Os 49/25g
    vgl
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116421

Im RIS seit

01.06.2002

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20020502_OGH0002_0140OS00047_0200000_001

Rechtssatz für 11Os75/03; 15Os105/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117747

Geschäftszahl

11Os75/03; 15Os105/04; 13Os48/06t; 14Os59/06t (14Os60/06i; 14Os61/06m); 13Os70/06b; 15Os98/06k; 15Os24/07d; 12Os53/12d; 11Os8/14g; 14Os15/16m; 14Os2/18b; 14Os27/18d (14Os28/18a); 11Os31/22a; 14Os133/22y; 12Os129/25z; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

GRBG §2 Abs1
StPO §193 Abs2
StPO §180 Abs1
StPO §193 Abs1
  1. StPO § 193 heute
  2. StPO § 193 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 193 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 193 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 180 heute
  2. StPO § 180 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 180 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 180 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/1997
  5. StPO § 180 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 180 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 180 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 193 heute
  2. StPO § 193 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 193 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 193 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983

Rechtssatz

Verfahrensverzögerungen sind nur dann grundrechtsrelevant, wenn hiedurch die Dauer der Untersuchungshaft insgesamt unangemessen verlängert wird.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 75/03
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 11 Os 75/03
  • 15 Os 105/04
    Entscheidungstext OGH 09.09.2004 15 Os 105/04
    Auch
  • 13 Os 48/06t
    Entscheidungstext OGH 15.05.2006 13 Os 48/06t
    Gegenteilig; Beisatz: Eine ins Gewicht fallende Säumigkeit in Haftsachen ist auch ohne Verletzung des § 180 Abs1 zweiter Satz StPO grundrechtswidrig im Sinn einer Verletzung des § 193 Abs 1 StPO (hier: Ausschreibung der Hauptverhandlung ohne Ladung einer Zeugin, auf die sich der Angeklagte zur Alibibeweisführung berufen hatte). (T1)
  • 14 Os 59/06t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 59/06t
    Vgl aber
  • 13 Os 70/06b
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 13 Os 70/06b
    Gegenteilig; Beis wie T1
  • 15 Os 98/06k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2006 15 Os 98/06k
    Gegenteilig; Beis wie T1
  • 15 Os 24/07d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2007 15 Os 24/07d
    Gegenteilig; Beis wie T1 nur: Eine ins Gewicht fallende Säumigkeit in Haftsachen ist auch ohne Verletzung des § 180 Abs1 zweiter Satz StPO grundrechtswidrig im Sinn einer Verletzung des § 193 Abs 1 StPO. (T2)
  • 12 Os 53/12d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2012 12 Os 53/12d
  • 11 Os 8/14g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 8/14g
  • 14 Os 15/16m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2016 14 Os 15/16m
    Auch; Beisatz: Auch eine (auf einer ins Gewicht fallenden Säumigkeit in Haftsachen beruhende, die Verhältnismäßigkeit nach § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO nicht notwendig in Frage stellende) Verletzung des Beschleunigungsgebots nach §§ 9 Abs 2, 177 Abs 1 StPO ist ‑ ebenso wie das Unterlassen ihres Aufgriffs oder Ausgleichs durch eine Kontrollinstanz ‑ grundrechtswidrig. (T3)
  • 14 Os 2/18b
    Entscheidungstext OGH 15.01.2018 14 Os 2/18b
    Auch
  • 14 Os 27/18d
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 27/18d
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hat das Oberlandesgericht ohnehin verfahrensbeschleunigende Maßnahmen durch die Staatsanwaltschaft angeordnet, hat die Grundrechtsbeschwerde darzulegen, weshalb dies keinen angemessenen Ausgleich für die anerkannte Verletzung des Beschleunigungsgebots darstellen, die Entscheidung also grundrechtswidrig sein sollte. (T4)
  • 11 Os 31/22a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2022 11 Os 31/22a
    Vgl
  • 14 Os 133/22y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2022 14 Os 133/22y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 12 Os 129/25z
    Entscheidungstext OGH 12.11.2025 12 Os 129/25z
    vgl; Beisatz wie T3
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117747

Im RIS seit

24.07.2003

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20030624_OGH0002_0110OS00075_0300000_001

Rechtssatz für 14Os59/06t (14Os60/06i; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120817

Geschäftszahl

14Os59/06t (14Os60/06i; 14Os61/06m); 13Os125/06s; 12Os12/07t; 13Os81/07x; 14Os135/07w (14Os140/07f); 13Os127/07m; 13Os160/07i; 12Os3/08w; 12Os76/08f; 14Os108/08a; 13Os181/08d; 14Os11/09p; 11Os87/09t; 14Os56/09f; 13Os120/09k; 14Os130/10i; 14Os9/12y; 11Os94/13b; 13Os19/13p; 11Os8/14g; 11Os17/14f; 12Os51/14p; 11Os137/14b; 11Os49/15p; 12Os87/15h; 14Os99/16i; 13Os109/16b; 12Os98/18f; 15Os132/18b; 15Os112/19p; 15Os54/20k; 15Os61/20i; 12Os101/20z; 14Os84/21s; 13Os85/21f; 15Os63/23p; 15Os73/23h; 14Os13/24d; 14Os11/25m; 14Os20/25k; 12Os107/25i; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

GRBG §10
StPO §179 Abs4 Z2
StPO §179 Abs4 Z4
StPO §182 Abs4
StPO §260 Abs1
StPO §281 Abs1 Z5
  1. StPO § 179 heute
  2. StPO § 179 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 179 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 179 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 179 heute
  2. StPO § 179 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 179 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 179 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 182 heute
  2. StPO § 182 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 182 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 182 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 182 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 260 heute
  2. StPO § 260 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 260 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 260 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StPO § 260 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2001
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Nach Paragraph 179, Absatz 4, Ziffer 4, StPO (Paragraph 182, Absatz 4, zweiter Satz StPO) hat jeder Beschluss eines Oberlandesgerichtes über die Fortsetzung der Untersuchungshaft „die bestimmten Tatsachen, aus denen sich der dringende Tatverdacht" für das Oberlandesgericht ergibt, zu enthalten. Das bedeutet, dass einerseits mit Bestimmtheit anzugeben ist, welcher - in Hinsicht auf die mit hoher Wahrscheinlichkeit als begründet angesehenen strafbaren Handlungen (rechtlichen Kategorien, also Tatbeständen; vergleiche Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO) rechtlich als entscheidend beurteilte - Sachverhalt angenommen wurde (sog Feststellungsebene), andererseits klarzustellen ist, auf welchen ganz bestimmten Tatumständen (Beweisergebnissen, sog erheblichen Tatsachen) diese Sachverhaltsannahmen über die sog entscheidenden Tatsachen ruhen (sog Begründungsebene). Geschieht dies nicht, liegt eine Grundrechtsverletzung vor (Paragraph 10, GRBG in Verbindung mit Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, erster Fall StPO). Insoweit unterscheidet sich die formale Begründungspflicht für Haftbeschlüsse nicht von derjenigen für ein Strafurteil.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 59/06t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 59/06t
  • 13 Os 125/06s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 125/06s
    Vgl auch
  • 12 Os 12/07t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2007 12 Os 12/07t
    Vgl auch
  • 13 Os 81/07x
    Entscheidungstext OGH 16.07.2007 13 Os 81/07x
    Beisatz: Das Beschwerdegericht kann sich dabei auch auf die Feststellung haftrelevanter Umstände einiger weniger Taten aus einer umfangreichen Verdachtslage beschränken, doch müssen diese hafttragend sein. (T1)
    Beisatz: Den gesetzlichen Deutlichkeitserfordernissen wird nicht entsprochen, wenn sich das Beschwerdegericht damit begnügt, die Sachverhaltsannahmen des Untersuchungsrichters zu zitieren und diese - ohne Herstellung eines Zusammenhangs zur dort vorgenommenen Faktenbezeichnung - teilweise zu kommentieren, ohne jedoch zu irgendeiner der dem Beschuldigten angelasteten Taten eine klare und für Dritte nachvollziehbare Aussage darüber zu treffen, von welchen eigenen Sachverhaltsannahmen es ausging oder auf welchen konkreten Beweisergebnissen diese basieren. (T2)
    Beisatz: Um Undeutlichkeit zu vermeiden genügt es nicht, undeutlich auf den Akteninhalt, frühere Beschlüsse oder Entscheidungen des Erstgerichts zu verweisen, vage mehrere Varianten eines möglichen Tatgeschehens anzudeuten und dazu weitgehend pauschal Bezugsstellen aktenkundiger polizeilicher Erhebungsergebnisse zu zitieren. (T3)
  • 14 Os 135/07w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2007 14 Os 135/07w
    Beisatz: Hier: Grundrechtsverletzung bejaht. (T4)
    Beisatz: Die Defizite der Sachverhaltsannahmen erfordern eine unverzügliche Klärung der Haftvoraussetzungen im Rahmen einer Haftverhandlung, nicht aber die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses. (T5)
  • 13 Os 127/07m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2007 13 Os 127/07m
  • 13 Os 160/07i
    Entscheidungstext OGH 09.01.2008 13 Os 160/07i
    Vgl auch
  • 12 Os 3/08w
    Entscheidungstext OGH 31.01.2008 12 Os 3/08w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 12 Os 76/08f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 12 Os 76/08f
    Vgl
  • 14 Os 108/08a
    Entscheidungstext OGH 13.08.2008 14 Os 108/08a
    Vgl auch
  • 13 Os 181/08d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 13 Os 181/08d
    Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Das Beschwerdegericht kann sich zwar darauf beschränken, Sachverhaltsannahmen zum dringenden Tatverdacht nur insoweit zu treffen, als dies für die Haftvoraussetzung des § 173 Abs 1 StPO erforderlich ist. Die solcherart für dringend wahrscheinlich gehaltenen Straftaten müssen jedoch stets den Anforderungen des § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO entsprechen. (T6)
  • 14 Os 11/09p
    Entscheidungstext OGH 13.02.2009 14 Os 11/09p
    Vgl; Beis wie T6
  • 11 Os 87/09t
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 11 Os 87/09t
    Vgl
  • 14 Os 56/09f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 14 Os 56/09f
    Beis wie T3
  • 13 Os 120/09k
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 120/09k
    Auch
  • 14 Os 130/10i
    Entscheidungstext OGH 01.10.2010 14 Os 130/10i
    Auch
  • 14 Os 9/12y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 14 Os 9/12y
  • 11 Os 94/13b
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 11 Os 94/13b
    Auch
  • 13 Os 19/13p
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 13 Os 19/13p
    Auch; Auch Beis wie T5; Beisatz: Setzt das Oberlandesgericht im Rahmen einer Beschwerdeentscheidung (§ 87 Abs 1 StPO) die Untersuchungshaft fort, muss es selbst Sachverhaltsannahmen zum dringenden Tatverdacht treffen, welche die rechtliche Beurteilung, ob durch die solcherart als sehr wahrscheinlich angenommenen Tatsachen ‑ objektiv wie subjektiv ‑ eine hafttragende strafbare Handlung begründet wird, ermöglichen. (T7)
  • 11 Os 8/14g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 8/14g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 11 Os 17/14f
    Entscheidungstext OGH 24.02.2014 11 Os 17/14f
  • 12 Os 51/14p
    Entscheidungstext OGH 08.05.2014 12 Os 51/14p
    Auch
  • 11 Os 137/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 137/14b
    Vgl
  • 11 Os 49/15p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 11 Os 49/15p
    Auch
  • 12 Os 87/15h
    Entscheidungstext OGH 24.07.2015 12 Os 87/15h
    Auch; Beis wie T7
  • 14 Os 99/16i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 14 Os 99/16i
    Auch
  • 13 Os 109/16b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 13 Os 109/16b
    Auch
  • 12 Os 98/18f
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 98/18f
    Auch
  • 15 Os 132/18b
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 15 Os 132/18b
    Beis wie T7
  • 15 Os 112/19p
    Entscheidungstext OGH 01.10.2019 15 Os 112/19p
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 15 Os 54/20k
    Entscheidungstext OGH 22.05.2020 15 Os 54/20k
    Vgl
  • 15 Os 61/20i
    Entscheidungstext OGH 15.06.2020 15 Os 61/20i
    Vgl
  • 12 Os 101/20z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2020 12 Os 101/20z
    Vgl
  • 14 Os 84/21s
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 14 Os 84/21s
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 85/21f
    Entscheidungstext OGH 09.08.2021 13 Os 85/21f
    Vgl; Beis nur wie T7
  • 15 Os 63/23p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2023 15 Os 63/23p
    vgl
  • 15 Os 73/23h
    Entscheidungstext OGH 05.07.2023 15 Os 73/23h
    vgl; Beisatz wie T7
  • 14 Os 13/24d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2024 14 Os 13/24d
    vgl
  • 14 Os 11/25m
    Entscheidungstext OGH 18.02.2025 14 Os 11/25m
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7
  • 14 Os 20/25k
    Entscheidungstext OGH 05.03.2025 14 Os 20/25k
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7
  • 12 Os 107/25i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 12 Os 107/25i
    vgl; Beisatz wie T7
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120817

Im RIS seit

13.07.2006

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20060613_OGH0002_0140OS00059_06T0000_001

Rechtssatz für 14Os108/08a; 13Os122/08b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0124006

Geschäftszahl

14Os108/08a; 13Os122/08b; 13Os37/09d; 13Os57/10x; 11Os53/11w; 14Os167/11g; 15Os118/11h; 11Os131/13v; 11Os8/14g; 13Os77/16x; 15Os110/17s; 14Os27/18d (14Os28/18a); 14Os133/22y; 13Os129/22b; 12Os129/25z; 15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

B-VG Art90a
GRBG §1 Abs1
GRBG §2 Abs1
StPO §48 Abs2
StPO §106 Abs1 Z2
StPO §107 Abs4
StPO §108 Abs1 Z2
StPO §173 Abs1 B
StPO §177 Abs1
  1. B-VG Art. 90a heute
  2. B-VG Art. 90a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 90a gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  1. StPO § 48 heute
  2. StPO § 48 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 48 gültig von 01.01.2015 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 48 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 48 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  6. StPO § 48 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StPO § 48 gültig von 31.12.1975 bis 28.02.1997
  1. StPO § 106 heute
  2. StPO § 106 gültig ab 01.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2015
  3. StPO § 106 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  4. StPO § 106 gültig von 19.01.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2011
  5. StPO § 106 gültig von 01.01.2008 bis 18.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  6. StPO § 106 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  7. StPO § 106 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 108 heute
  2. StPO § 108 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 108 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 108 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 108 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  6. StPO § 108 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  7. StPO § 108 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 173 heute
  2. StPO § 173 gültig ab 21.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2023
  3. StPO § 173 gültig von 28.12.2019 bis 20.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  4. StPO § 173 gültig von 01.01.2008 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 173 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 177 heute
  2. StPO § 177 gültig ab 01.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  3. StPO § 177 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 177 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 177 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  6. StPO § 177 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993

Rechtssatz

Hat die Staatsanwaltschaft über Einspruch wegen Rechtsverletzung ergangene stattgebende Entscheidungen des Gerichts (Paragraph 106, Absatz eins, Ziffer 2, StPO) dadurch zu befolgen, dass sie „den entsprechenden Rechtszustand mit den" ihr „zu Gebote stehenden Mitteln herzustellen" hat (Paragraph 107, Absatz 4, StPO), und sind Staatsanwälte nach Artikel 90 a, B-VG Organe der Gerichtsbarkeit, so kann nicht zweifelhaft sein, dass diese Pflicht per analogiam auch bezüglich der in Haftsachen ergehenden gerichtlichen Entscheidungen besteht, weil sonst das Beschleunigungsgebot in Haftsachen, das wegen seiner grundrechtlichen Bedeutung gleich zweimal als subjektives Recht des Beschuldigten (Paragraph 48, Absatz 2, StPO) ausdrücklich im neuen Gesetz hervorgestrichen wird, weitgehend der gerichtlichen Kontrolle entzogen würde und gegenüber dem alten Recht eine vom Gesetzgeber keinesfalls beabsichtigte, nicht hinnehmbare Lücke im (Grund-)Rechtsschutz entstünde. Dem Gericht ist mithin die Anordnung konkreter verfahrensbeschleunigender Maßnahmen keineswegs untersagt vergleiche auch Paragraph 108, Absatz eins, Ziffer 2, StPO). Diese können unter Umständen auch zur Hintanhaltung einer Grundrechtsverletzung geboten sein.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 108/08a
    Entscheidungstext OGH 13.08.2008 14 Os 108/08a
    Beisatz: Hier: Vom OLG im Rahmen der Entscheidung über eine Haftbeschwerde ausgesprochene Anordnung der Ausscheidung des Verfahrens gegen einen von mehreren Beschuldigten gemäß § 27 StPO zwecks Verfahrensbeschleunigung. (T1)
  • 13 Os 122/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 122/08b
    Auch; Beisatz: Gegen eine Verletzung des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen im Bereich der Staatsanwaltschaft, der es im neu geregelten Ermittlungsverfahren (unter anderem) grundsätzlich obliegt, Sachverständige zu bestellen (§ 126 Abs 3 StPO) und erforderlichenfalls die Erstattung von Befund und Gutachten zu urgieren (vgl § 127 Abs 5 StPO), kann gerichtlicher Rechtsschutz erreicht werden, indem ein auf Verletzung des Beschleunigungsgebots gestützter Antrag „auf Enthaftung" oder - bedeutungsgleich -„auf Freilassung" gestellt wird (dessen auf die häufigste Beschwerdeintention, nämlich Beendigung der Haft, abgestellte gesetzliche Bezeichnung [§ 174 Abs 3 Z 8, § 176 Abs 1 Z 2 StPO] nichts daran ändert, dass damit auch gezielt bloß die Einhaltung haftrelevanter Vorschriften begehrt werden kann) und nötigenfalls gegen die darüber ergangene Entscheidung Beschwerde geführt wird: Erfordert auch die Verletzung des Beschleunigungsgebots für sich allein noch keine Freilassung (vgl demgegenüber § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO), wohl aber - selbstverständlich - das konzentrierte Hinwirken auf eine (jedenfalls von da an) in ganz besonderem Maß vorrangige Verfahrensführung, kann auf diesem Weg ein konkreter Auftrag des Gerichts erster oder (im Beschwerdefall) zweiter Instanz an die Staatsanwaltschaft erwirkt werden, dem besonderen Beschleunigungsgebot in Haftsachen durch (nötigenfalls vom Gericht näher zu bezeichnende) Maßnahmen Rechnung zu tragen. Diese Bindung der Staatsanwaltschaft an Aufträge des Gerichts aufgrund der Verletzung eines subjektiven Rechts lässt sich aus den Bestimmungen über den Einspruch wegen Rechtsverletzung nach § 106 Abs 1 Z 2 StPO ableiten. Gibt das Gericht dem Einspruch statt, hat die Staatsanwaltschaft, sofern sie diesem nicht schon entsprochen hat (§ 106 Abs 4 StPO), den entsprechenden Rechtszustand herzustellen (§ 107 Abs 4 StPO). Für den Fall der Verletzung eines subjektiven Rechts durch die Staatsanwaltschaft, mit dem das Gericht im Weg eines - auf Prüfung der Einhaltung einer die Haft betreffenden Vorschrift zielenden - Antrags auf Freilassung befasst wird, kann (per analogiam) nichts anderes gelten. (T2)
  • 13 Os 37/09d
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 07.05.2009 13 Os 37/09d
    Auch; Beisatz: Hat die Staatsanwaltschaft das zunächst Verabsäumte inzwischen nachgeholt, ist zwar für einen gerade darauf gerichteten Auftrag - naturgemäß - kein Raum mehr. Diesfalls obliegt es allerdings dem (wegen der Verzögerung mit Haftbeschwerde angerufenen) Oberlandesgericht, nach Möglichkeit Abhilfe gegen Folgen der Säumnis zu schaffen, um ein Fortwirken der Verzögerung hinanzuhalten. (T3)
    Beisatz: Im gegebenen Fall war mit der vom Oberlandesgericht konstatierten Verletzung der Verpflichtung, dem Verfahrenshilfeverteidiger unverzüglich Kopien des Aktes von Amts wegen zuzustellen, eine gewichtige Schmälerung der Verteidigungsrechte verbunden, denn der Beschuldigte war durch diese Säumnis nicht in der Lage, zur Vorbereitung der Haftverhandlung die ihm nach dem Gesetz zustehenden Verteidigungsrechte (vgl § 176 Abs 4 StPO) effizient in Anspruch zu nehmen. Indem das Oberlandesgericht die ins Gewicht fallende Säumnis der Staatsanwaltschaft zwar als nicht zu vertretende Verzögerung der Gewährung von Akteneinsicht beanstandete, daran aber keine konkreten Maßnahmen wie insbesondere einen Auftrag zu umgehender neuerlicher Haftprüfung durch das Erstgericht knüpfte, stattdessen selbst die Fortsetzung der Untersuchungshaft beschloss, ohne dem Beschuldigten oder seinem Verteidiger noch Gelegenheit zu inhaltlicher Stellungnahme zur Haftfrage (nach Erhalt einer vollständigen Aktenkopie) zu geben, verletzte es den Beschuldigten im Grundrecht auf persönliche Freiheit. (T4)
  • 13 Os 57/10x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 57/10x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Trifft das Gericht nach § 176 Abs 1 Z 2 iVm § 175 Abs 5 StPO die Pflicht, über einen sogenannten Enthaftungsantrag unverzüglich zu entscheiden und haben nach § 177 Abs 1 erster Satz StPO sämtliche am Strafverfahren beteiligten Behörden darauf hinzuwirken, dass die Haft so kurz wie möglich dauere, so kann nicht zweifelhaft sein, dass eine ohne ersichtlichen Grund erst am 11. Tag nach Einlangen (nach gerichtlicher Urgenz) übermittelte Stellungnahme der Staatsanwaltschaft den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht. Dass Ostern in diesen Zeitraum fiel, spielt keine entscheidende Rolle. (T5)
  • 11 Os 53/11w
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 53/11w
    Vgl; Vgl Beis wie T2
  • 14 Os 167/11g
    Entscheidungstext OGH 29.12.2011 14 Os 167/11g
    Auch; Beis wie T2 nur: Erfordert auch die Verletzung des Beschleunigungsgebots für sich allein noch keine Freilassung (vgl demgegenüber § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO), wohl aber - selbstverständlich - das konzentrierte Hinwirken auf eine (jedenfalls von da an) in ganz besonderem Maß vorrangige Verfahrensführung, kann auf diesem Weg ein konkreter Auftrag des Gerichts erster oder (im Beschwerdefall) zweiter Instanz an die Staatsanwaltschaft erwirkt werden, dem besonderen Beschleunigungsgebot in Haftsachen durch (nötigenfalls vom Gericht näher zu bezeichnende) Maßnahmen Rechnung zu tragen. Diese Bindung der Staatsanwaltschaft an Aufträge des Gerichts aufgrund der Verletzung eines subjektiven Rechts lässt sich aus den Bestimmungen über den Einspruch wegen Rechtsverletzung nach § 106 Abs 1 Z 2 StPO ableiten. Gibt das Gericht dem Einspruch statt, hat die Staatsanwaltschaft, sofern sie diesem nicht schon entsprochen hat (§ 106 Abs 4 StPO), den entsprechenden Rechtszustand herzustellen (§ 107 Abs 4 StPO). Für den Fall der Verletzung eines subjektiven Rechts durch die Staatsanwaltschaft, mit dem das Gericht im Weg eines - auf Prüfung der Einhaltung einer die Haft betreffenden Vorschrift zielenden - Antrags auf Freilassung befasst wird, kann (per analogiam) nichts anderes gelten. (T6)
    Beis wie T3
  • 15 Os 118/11h
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 118/11h
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T2
  • 11 Os 131/13v
    Entscheidungstext OGH 10.12.2013 11 Os 131/13v
    Auch; Beis wie T2
  • 11 Os 8/14g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 8/14g
    Vgl
  • 13 Os 77/16x
    Entscheidungstext OGH 25.07.2016 13 Os 77/16x
    Vgl; Beisatz: Geltendmachung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots in Haftsachen (§§ 9 Abs 2, 177 Abs 1 StPO), setzt die Behauptung voraus, das Oberlandesgericht habe es verabsäumt, in seiner Haftentscheidung nach Möglichkeit Abhilfe gegen die vermeintlichen Verzögerungen zu schaffen. (T7)
  • 15 Os 110/17s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 110/17s
    Auch; Beis wie T7
  • 14 Os 27/18d
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 27/18d
    Auch; Beisatz: Hat das Oberlandesgericht ohnehin verfahrensbeschleunigende Maßnahmen durch die Staatsanwaltschaft angeordnet, hat die Grundrechtsbeschwerde darzulegen, weshalb dies keinen angemessenen Ausgleich für die anerkannte Verletzung des Beschleunigungsgebots darstellen, die Entscheidung also grundrechtswidrig sein sollte. (T8)
  • 14 Os 133/22y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2022 14 Os 133/22y
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 129/22b
    Entscheidungstext OGH 11.01.2023 13 Os 129/22b
    vgl
  • 12 Os 129/25z
    Entscheidungstext OGH 12.11.2025 12 Os 129/25z
    vgl
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124006

Im RIS seit

12.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20080813_OGH0002_0140OS00108_08A0000_001

Rechtssatz für 11Os132/06f; 11Os131/06h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0122737

Geschäftszahl

11Os132/06f; 11Os131/06h; 14Os138/07m; 15Os156/07s (15Os157/07p); 14Os35/08s; 15Os72/08i; 11Os19/08s; 13Os33/08i; 15Os22/08m; 12Os71/08w; 13Os173/08b; 13Os141/07w; 14Os178/08w; 12Os125/08m; 13Os16/09s; 14Os21/09h; 11Os106/09m (11Os108/09f); 15Os171/08y; 13Os144/09i; 15Os168/09h; 13Os36/09g; 15Os127/09d; 11Os121/09t; 11Os141/10k; 11Os119/10z; 15Os130/10x; 13Os130/10g (13Os136/10i); 15Os147/10x; 15Os28/10x; 11Os162/10y; 11Os142/10g; 14Os187/10x; 15Os98/10s; 15Os184/10p; 14Os21/11m; 11Os14/11k; 11Os86/11y; 12Os65/11t; 11Os53/11w; 15Os81/11t; 15Os175/10i; 11Os104/11w; 14Os12/11p; 11Os107/11m; 15Os101/11h; 12Os174/11x; 11Os169/11d; 11Os7/12g; 15Os174/11v; 15Os92/11k; 15Os4/12w; 15Os118/11h; 14Os12/12i; 14Os2/12v; 15Os114/11w; 12Os34/12k (12Os75/12i); 13Os44/12p; 17Os11/12i; 17Os24/12a; 14Os21/13i (14Os22/13m); 15Os31/13t; 15Os157/12w; 15Os150/12s; 13Os139/12h; 11Os73/13i; 14Os145/13z; 13Os89/13g (13Os90/13d); 13Os71/13k; 15Os151/12p (15Os32/13i); 12Os64/13y (13Os66/13t); 12Os113/13d; 11Os177/13h; 12Os110/13p; 14Os154/13y (14Os155/13w); 13Os106/13g; 13Os66/13z; 14Os96/13v (14Os143/13f; 14Os144/13b); 17Os13/14m (17Os14/14h; 17Os32/14f; 17Os33/14b); 14Os47/14i; 15Os56/14w; 15Os100/14s; 12Os85/14p; 12Os111/14m; 13Os86/14t; 15Os149/14x; 15Os33/15i; 14Os28/15x; 15Os154/14g (15Os81/15y; 15Os82/15w); 15Os115/14x; 11Os95/15b (11Os154/15d); 15Os132/15y; 14Os17/16f; 14Os110/15f; 15Os45/17g (15Os46/17d); 15Os78/17k; 15Os111/17p (12Os112/17k); 15Os104/18k; 14Os90/18v; 14Os83/18i; 14Os145/18g (14Os146/18d); 23Ds2/19z; 14Ns67/19t; 11Os142/19w; 14Os122/19a (14Os123/19y); 14Os130/19b (14Os131/19z; 14Ns78/19k); 14Os104/19d; 11Os50/20t (11Os71/20f); 12Os51/20x; 13Os73/20i; 14Os84/20i; 11Os121/20h; 11Os100/20w (11Os101/20t); 14Os61/20g; 13Os44/21a; 14Os60/22p; 13Os58/22m; 13Os106/22w; 15Os82/23g (15Os83/23d); 11Os71/23k; 12Os88/23t; 15Os78/23v (15Os87/23t); 12Os10/24y; 14Os89/23d; 13Os60/24h (13Os61/24f; 13Os62/24b; 13Os63/24z); 15Os122/24s; 15Os17/25a (15Os18/25y); 13Ns44/25m; 15Os116/25k; 15Os32/26h; 12Os37/26x

Entscheidungsdatum

28.04.2026

Norm

MRK Art13
MRK Art34
MRK Art35 Abs1
MRK Art35 Abs2
StPO §363a
  1. StPO § 363a heute
  2. StPO § 363a gültig ab 01.03.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996

Rechtssatz

Bei einem nicht auf ein Urteil des EGMR gestützten Erneuerungsantrag handelt es sich um einen subsidiären Rechtsbehelf. Demgemäß gelten alle gegenüber dem EGMR normierten Zulässigkeitsvoraussetzungen der Artikel 34 und 35 Absatz eins und 2 MRK sinngemäß auch für derartige Anträge. So kann der Oberste Gerichtshof unter anderem erst nach Rechtswegausschöpfung angerufen werden. Hieraus folgt für die Fälle, in denen die verfassungskonforme Auslegung von Tatbeständen des materiellen Strafrechts in Rede steht, dass diese Problematik vor einem Erneuerungsantrag mit Rechts- oder Subsumtionsrüge (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, oder Ziffer 10,, Paragraph 468, Absatz eins, Ziffer 4,, Paragraph 489, Absatz eins, zweiter Satz StPO) geltend gemacht worden sein muss. Steht die Verfassungskonformität einer Norm als solche in Frage, hat der Angeklagte unter dem Aspekt der Rechtswegausschöpfung anlässlich der Urteilsanfechtung auf die Verfassungswidrigkeit des angewendeten Strafgesetzes hinzuweisen, um so das Rechtsmittelgericht zu einem Vorgehen nach Artikel 89, Absatz 2, B-VG zu veranlassen. Wird der Rechtsweg im Sinn der dargelegten Kriterien ausgeschöpft, hat dies zur Folge, dass in Strafsachen, in denen der Oberste Gerichtshof in zweiter Instanz entschieden hat, dessen unmittelbarer (nicht auf eine Entscheidung des EGMR gegründeter) Anrufung mittels Erneuerungsantrags die Zulässigkeitsbeschränkung des Artikel 35, Absatz 2, Litera b, erster Fall MRK entgegensteht, weil der Antrag solcherart „im wesentlichen" mit einer schon vorher vom Obersten Gerichtshof geprüften „Beschwerde" übereinstimmt.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 132/06f
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 11 Os 132/06f
  • 11 Os 131/06h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 11 Os 131/06h
  • 14 Os 138/07m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 14 Os 138/07m
    Auch; nur: Es gelten alle gegenüber dem EGMR normierten Zulässigkeitsvoraussetzungen der Art 34 und 35 Abs 1 und 2 MRK sinngemäß auch für derartige Anträge. (T1)
  • 15 Os 156/07s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 15 Os 156/07s
    Auch
  • 14 Os 35/08s
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 35/08s
    Auch; nur T1; Beisatz: Ein Zulässigkeitskriterium für die Befassung des EGMR durch Erhebung einer Individualbeschwerde ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs nach Art 35 Abs 1 MRK. (T2); Beisatz: Hier: Dadurch, dass der Beschuldigte eine Änderung der Zuständigkeit durch Behauptung der Befangenheit beziehungsweise des Anscheins von Voreingenommenheit einzelner Justizorgane zu erreichen versuchte, hat er einen dafür nicht vorgesehenen Rechtsweg beschritten. Schon deswegen verwehrt sich eine Erneuerung desselben. (T3)
  • 15 Os 72/08i
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 15 Os 72/08i
    Auch; nur T1; Beisatz: Ein Zulässigkeitskriterium für die Befassung des EGMR durch Erhebung einer Individualbeschwerde ist das Einhalten einer sechsmonatigen Frist nach der endgültigen innerstaatlichen Entscheidung (Art 35 Abs 1 MRK). (T4)
  • 11 Os 19/08s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 19/08s
    Vgl; Beisatz: In Ansehung des relevierten Verstoßes gegen den Grundsatz des fair trial durch - nach Ansicht der Einschreiterin - unzureichendes Zur-Kenntnis-Bringen von früheren Verfahrensergebnissen an den Schöffensenat und Nichtladung im ersten Rechtsgang beantragter Zeugen ist der Instanzenzug nicht erschöpft, weil ein entsprechender Vorwurf im Rahmen der gegen das Ersturteil ergriffenen Nichtigkeitsbeschwerde nicht erhoben worden ist (Art 35 Abs 1 MRK). (T5)
  • 13 Os 33/08i
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 13 Os 33/08i
    Vgl auch
  • 15 Os 22/08m
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 05.06.2008 15 Os 22/08m
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine Antragstellung nach § 363a StPO vor Feststellung einer Konventionsverletzung durch den EGMR ist nur dann zulässig, wenn die von Art 34 MRK verlangte Opfereigenschaft fortbesteht, der innerstaatliche Instanzenzug ausgeschöpft wurde und eine sechsmonatige Frist nach der endgültigen innerstaatlichen Entscheidung eingehalten wurde. (T6); Beisatz: Der Fristsetzungsantrag nach § 91 GOG ist ein wirksamer und ausreichender Rechtsbehelf zur Verhütung einer unangemessenen langen Dauer des Verfahrens beziehungsweise zur Hintanhaltung ungebührlicher Verzögerungen und damit effektiver Rechtsbehelf im Sinn der (vertikalen) Erschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzugs. (T7)
  • 12 Os 71/08w
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 71/08w
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Der Erneuerungswerber hat die im Erneuerungsantrag behauptete Verletzung des Beschleunigungsgebots in seiner Berufung gegen den Strafausspruch nicht geltend gemacht und so den innerstaatlichen Instanzenzug nicht ausgeschöpft. (T8)
  • 13 Os 173/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 13 Os 173/08b
    Vgl
  • 13 Os 141/07w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 141/07w
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Mangelnde Opfereigenschaft im Sinn des Art 34 MRK. (T9)
  • 14 Os 178/08w
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 178/08w
    Beisatz: Hier: Unzulässiger Erneuerungsantrag, wenn in diesem die bereits zuvor in der Nichtigkeitsbeschwerde behaupteten Grundrechtsverletzungen (unzureichende Sprachkenntnisse des Dolmetsch und unterlassene Übersetzung von Zeugenaussagen) geltend gemacht werden. (T10); Beisatz: Wurde die im Erneuerungsantrag behauptete Grundrechtsverletzung in Bezug auf schöffen- und geschworenengerichtliche Urteile in einer dagegen erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde geltend gemacht, steht einer nochmaligen Anrufung des Obersten Gerichtshofs die Zulässigkeitsbeschränkung des § 35 Abs 2 lit b erster Fall MRK entgegen, weil der Antrag solcherart „im Wesentlichen" mit einer schon vorher durch ihn geprüften „Beschwerde" übereinstimmt. (T11); Beisatz: Wurde eine Nichtigkeitsbeschwerde hinwieder gar nicht erhoben oder ein entsprechendes Vorbringen - wie hier in Bezug auf die übrigen im Erneuerungsantrag angesprochenen „Grundrechtsverletzungen" - darin unterlassen, fehlt es an der Zulässigkeitsvoraussetzung der Rechtswegausschöpfung (Art 35 Abs 1 MRK; vgl auch § 1 Abs 1 GRBG). (T12)
  • 12 Os 125/08m
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 125/08m
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Dem Erfordernis der Ausschöpfung des Rechtswegs wird entsprochen, wenn von allen effektiven Rechtsbehelfen Gebrauch gemacht wurde (vertikale Erschöpfung) und die geltend gemachte Konventionsverletzung zumindest der Sache nach und in Übereinstimmung mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften im Instanzenzug vorgebracht wurde (horizontale Erschöpfung). (T13)
  • 13 Os 16/09s
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 13 Os 16/09s
    Auch; Beisatz: Die Übernahme der in Art 34 und 35 Abs 1 und 2 MRK normierten Zulässigkeitsvoraussetzungen erfolgt sinngemäß, was die Unbeachtlichkeit der spezifisch aus dem völkerrechtlichen Charakter der MRK sich ergebenden Zugangsbeschränkungen für das (allein innerstaatliche) Erneuerungsverfahren bedingt. Subsidiarität im ohne vorangegangene Entscheidung des EGMR durchgeführten Erneuerungsverfahren bedeutet demnach (bloß) Erschöpfung des Instanzenzugs in Ansehung der nach grundrechtlichen Maßstäben zu prüfenden (Einzel-)Entscheidung. (T14)
  • 14 Os 21/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 21/09h
    Vgl; Beisatz: Für den Vollzug von Freiheitsstrafen und vorbeugenden Maßnahmen wegen gerichtlich strafbarer Handlungen schließt § 1 Abs 2 GRBG die Grundrechtsbeschwerde und solcherart auch den dazu subsidiären Erneuerungsantrag ausdrücklich aus. (T15); Beisatz: Damit ist Grundrechtsschutz durch den Obersten Gerichtshof in Betreff der Bedingungen (des Vollzugs) von Freiheitsentzug gesetzlich nicht vorgesehen. Dies gilt auch für die (im § 1 Abs 2 GRBG - solcherart lückenhaft - nicht ausdrücklich erwähnte) Untersuchungshaft (vgl die §§ 182 ff des vierten Abschnitts des neunten Hauptstücks der StPO; Fahndung, Festnahme und die Zulässigkeit der Untersuchungshaft finden sich in den Abschnitten eins bis drei des neunten Hauptstücks der StPO), weil eine insoweit differenzierte Rechtsschutzbetrachtung (zwischen dem Vollzug von Untersuchungshaft und Strafhaft) keine sachliche Rechtfertigung hätte. (T16)
  • 11 Os 106/09m
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR, AUSL_EGMR 13.10.2009 11 Os 106/09m
    Beis wie T13
  • 15 Os 171/08y
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 14.10.2009 15 Os 171/08y
    Beis wie T13
  • 13 Os 144/09i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 144/09i
    Auch
  • 15 Os 168/09h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 15 Os 168/09h
    Vgl; Beisatz: Weil die Opfereigenschaft nach Art 34 MRK nur dann anzunehmen ist, wenn der Beschwerdeführer substantiiert und schlüssig vorträgt, in einem bestimmten Konventionsrecht verletzt zu sein, muss auch ein Erneuerungsantrag deutlich und bestimmt darlegen, worin eine - vom angerufenen Obersten Gerichtshof sodann selbst zu beurteilende - Grundrechtsverletzung iSd § 363a Abs 1 StPO zu erblicken sei. (T17)
  • 13 Os 36/09g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 36/09g
    Auch; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Unterlassener Fristsetzungsantrag nach § 91 Abs 1 GOG. (T18)
  • 15 Os 127/09d
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 15 Os 127/09d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T13; Beis wie T17; Beisatz: Die bloß behauptete auf die Erwirkung belastender Aussagen gegen den Beschuldigten gerichtete Ausübung rechtswidrigen Drucks auf Zeugen per se, ohne dass derartige Beweisergebnisse tatsächlich herbeigeführt oder im Strafverfahren verwertet worden wären, bewirkt nicht bereits eine Verletzung des Grundrechts auf ein faires Verfahren nach Art 6 Abs 1 MRK und legt damit auch nicht eine Grundrechtsverletzung iSd § 363a Abs 1 StPO deutlich und bestimmt dar. (T19)
  • 11 Os 121/09t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 11 Os 121/09t
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T17
  • 11 Os 141/10k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 11 Os 141/10k
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T13; Beis wie T7; Beis wie T18
  • 11 Os 119/10z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2010 11 Os 119/10z
    Vgl; nur: Bei einem nicht auf ein Urteil des EGMR gestützten Erneuerungsantrag handelt es sich um einen subsidiären Rechtsbehelf. (T20); Beisatz: Können im Ermittlungsverfahren zu Unrecht verweigerte Beschuldigtenrechte im Hauptverfahren iSd Art 13 MRK wirksam durchgesetzt werden, ist ein Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens während des offenen Hauptverfahrens unzulässig. (T21); Bem: Siehe auch RS0126370. (T22)
  • 15 Os 130/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 130/10x
    Vgl; Beis wie T17
  • 13 Os 130/10g
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.12.2010 13 Os 130/10g
    Auch
  • 15 Os 147/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 147/10x
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Erkenntnisse des Obersten Gerichtshofs können ohne vorherige Anrufung des EGMR nicht Gegenstand eines Erneuerungsantrags sein. (T23)
  • 15 Os 28/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 28/10x
    Vgl; Beis wie T17
  • 11 Os 162/10y
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 11 Os 162/10y
    Auch; nur: Bei einem nicht auf ein Urteil des EGMR gestützten Erneuerungsantrag handelt es sich um einen subsidiären Rechtsbehelf. Demgemäß gelten alle gegenüber dem EGMR normierten Zulässigkeitsvoraussetzungen der Art 34 und 35 Abs 1 und 2 MRK sinngemäß auch für derartige Anträge. (T24)
  • 11 Os 142/10g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 11 Os 142/10g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einspruchsentscheidung des OLG; Opfereigenschaft iSd Art 34 MRK verneint. (T25)
  • 14 Os 187/10x
    Entscheidungstext OGH 05.04.2011 14 Os 187/10x
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis wie T13
  • 15 Os 98/10s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 98/10s
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T18
  • 15 Os 184/10p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 184/10p
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 14 Os 21/11m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 21/11m
    Auch; nur T1
  • 11 Os 14/11k
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 11 Os 14/11k
    Vgl auch; nur T20; Beisatz: Hinsichtlich des Grundrechts auf persönliche Freiheit (Art 5 MRK) gelangen ausschließlich die Bestimmungen des GRBG zur Anwendung. (T26)
  • 11 Os 86/11y
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 86/11y
    Vgl auch; nur T1; nur T20; nur T24; Beis wie T4; Beis wie T15; Beisatz: Die bekämpfte Entscheidung ist bestimmt zu bezeichnen. (T27)
  • 12 Os 65/11t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 12 Os 65/11t
    Vgl; Beis wie T2
  • 11 Os 53/11w
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 53/11w
    Vgl auch; nur T24; Beis wie T13; Beisatz: Einem Erneuerungsantrag wegen unangemessener Verfahrensdauer steht die mangelnde Rechtswegausschöpfung nach Art 35 Abs 1 MRK entgegen, wenn bei einer Verletzung des Beschleunigungsgebots des § 9 Abs 1 StPO durch die Staatsanwaltschaft kein Antrag nach § 106 Abs 1 Z 1 StPO gestellt wurde. (T28)
  • 15 Os 81/11t
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 81/11t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T17
  • 15 Os 175/10i
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 175/10i
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T17
  • 11 Os 104/11w
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 104/11w
    Vgl; Beis wie T15; Beis wie T16 nur: Damit ist bei Vollzug von Freiheitsstrafen ein Grundrechtsschutz durch den Obersten Gerichtshof nicht vorgesehen. (T29)
  • 14 Os 12/11p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 12/11p
    Auch; nur T1; Beis wie T17
  • 11 Os 107/11m
    Entscheidungstext OGH 06.10.2011 11 Os 107/11m
    Vgl; Beisatz: Das Fehlen der nach § 363b Abs 2 Z 1 StPO zwingend erforderlichen Unterschrift eines Verteidigers ist einer Verbesserung nicht zugänglich. (T30)
  • 15 Os 101/11h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 15 Os 101/11h
    Vgl auch; nur T24; Beis wie T17
  • 12 Os 174/11x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 12 Os 174/11x
    Vgl; nur T1; nur T20; Beis wie T21; Bem wie T22
  • 11 Os 169/11d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 11 Os 169/11d
    Vgl auch; Auch Beis wie T2; Vgl auch Beis wie T8; Beisatz: Hier: Erstmalig im Erneuerungsantrag erhobener Einwand der Schuldunfähigkeit. (T31)
  • 11 Os 7/12g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 11 Os 7/12g
    Auch; nur T1
  • 15 Os 174/11v
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 174/11v
    Auch; Beis wie T7
  • 15 Os 92/11k
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 92/11k
    Vgl; Vgl auch Beis wie T17; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T13
  • 15 Os 4/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 4/12w
    Vgl auch; nur T1
  • 15 Os 118/11h
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 118/11h
    Vgl; nur T1; Auch Beis wie T28
  • 14 Os 12/12i
    Entscheidungstext OGH 03.04.2012 14 Os 12/12i
    Beisatz: Anerkennung der durch die gegenständliche Säumnis bei der Urteilsausfertigung bereits bewirkten unangemessen langen Verfahrensdauer als Konventionsverstoß (Art 6 Abs 1 MRK) und dessen Ausgleich (durch ausdrückliche und messbare Strafmilderung) kann ‑ iSd Art 13 MRK gleichermaßen ‑ wirksam im Verfahren über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung (vgl § 34 Abs 2 StGB) durchgesetzt werden, womit dem Erneuerungsantrag insoweit mangelnde Rechtswegausschöpfung (Art 35 Abs 1 MRK) entgegensteht. (T32)
  • 14 Os 2/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 14 Os 2/12v
    Vgl; Beis wie T26
  • 15 Os 114/11w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 114/11w
    Auch; Beis wie T17; Ähnlich Beis wie T13
  • 12 Os 34/12k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 34/12k
    Vgl auch; Auch Beis wie T11; Auch Beis wie T12
  • 13 Os 44/12p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 44/12p
    nur T24
  • 17 Os 11/12i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2012 17 Os 11/12i
    Vgl; nur T1; Beisatz: Der unter bloß scheinbarer Berufung auf ein Grundrecht gestellte Antrag ist daher in sinngemäßer Anwendung des Art 35 Abs 3 MRK unzulässig. Unzulässige Anträge können nach § 363b Abs 2 StPO zurückgewiesen werden. Insoweit ist § 363b Abs 2 StPO unter dem Aspekt der von 13 Os 135/06m erstmals ausgesprochenen (seither von der ständigen Rechtsprechung bestätigten) analogen Erweiterung des § 363a Abs 1 StPO planwidrig lückenhaft (vgl Art 35 Abs 4 MRK). (T33)
  • 17 Os 24/12a
    Entscheidungstext OGH 12.12.2012 17 Os 24/12a
    vgl; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof eröffnet in ständiger Rechtsprechung zwar die Möglichkeit ‑ auch ohne vorheriges Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ‑ Verletzungen von Grund- und Menschenrechten durch eine Entscheidung oder Verfügung eines untergeordneten Strafgerichts im Weg eines auf § 363a Abs 1 StPO gestützten Antrags geltend zu machen. Dieser hat aber unter anderem die in Art 34 und 35 Abs 1 MRK normierten Zulässigkeitsvoraussetzungen zu erfüllen. (T34)
    Beisatz: Hier: Der Großteil des Antrags lässt bereits die (konkrete) Bezugnahme auf eine Entscheidung oder Verfügung eines Strafgerichts vermissen. (T35)
  • 14 Os 21/13i
    Entscheidungstext OGH 09.04.2013 14 Os 21/13i
    Beis wie T17; Beisatz: Bekämpft der Erneuerungsantrag bloß die Beweiswürdigung, so legt er damit keine Verletzung der Unschuldsvermutung dar. (T36)
  • 15 Os 31/13t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 15 Os 31/13t
    Auch; nur T24; Beisatz: Dies hat zur Folge, dass nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs dessen unmittelbarer Anrufung mittels Erneuerungsantrags die Zulässigkeitsbeschränkung des Art 35 Abs 2 lit b erster Fall MRK entgegensteht, weil der Antrag solcherart „im Wesentlichen“ mit dem schon vorher vom Obersten Gerichtshof geprüften Rechtsbehelf des Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 364 StPO) übereinstimmt. (T37)
  • 15 Os 157/12w
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 15 Os 157/12w
    Auch; nur T1; nur T20; nur T24; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T21; Bem wie T22
  • 15 Os 150/12s
    Entscheidungstext OGH 22.05.2013 15 Os 150/12s
    Auch; nur T24; Beis wie T17
  • 13 Os 139/12h
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 13 Os 139/12h
    Auch, nur ähnlich T1
  • 11 Os 73/13i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 11 Os 73/13i
    Auch; Beis wie T13
  • 14 Os 145/13z
    Entscheidungstext OGH 05.11.2013 14 Os 145/13z
    Vgl; Beis wie T17
  • 13 Os 89/13g
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 89/13g
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T21; Beisatz: Der grundsätzlich subsidiäre Erneuerungsantrag ist unzulässig, wenn das durch Art 6 Abs 1 erster Satz MRK garantierte Recht auf Entscheidung durch ein unabhängiges und unparteiisches Gericht durch Antragstellung in der Hauptverhandlung verbunden mit Urteilsanfechtung nach den Regeln der §§ 45 Abs 1, 281 Abs 1 Z 1 StPO wirksam durchgesetzt werden kann, weil vor oder in der Hauptverhandlung getroffene negative Entscheidungen nach § 45 StPO keine Bindungswirkung entfalten. (T38)
  • 13 Os 71/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 71/13k
    Auch; Vgl auch Beis wie T13; Auch Beis wie T17
  • 15 Os 151/12p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 151/12p
    Auch; Beis wie T17
  • 12 Os 64/13y
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 64/13y
    nur T24; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T11; Auch Beis wie T13; Vgl auch Beis wie T12; Vgl auch Beis wie T23; Vgl auch Beis wie T37
  • 12 Os 113/13d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 12 Os 113/13d
    Auch; Auch Beis wie T17
  • 11 Os 177/13h
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 177/13h
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T23; Beis wie T37; Beisatz: Kein Senat des Obersten Gerichtshofs kann - den Fall des vom Ansatz her anders gelagerten, sogenannten Reassumierens bei irrigem Ausgehen von unrichtigen tatsächlichen Umständen (RIS-Justiz RS0101052) ausgenommen - dem von den Verurteilten gestellten Antrag entsprechen, eine bestimmte Entscheidung - noch dazu eines anderen Senats - des Obersten Gerichtshofs aufzuheben und in idem zu entscheiden. (T39)
  • 12 Os 110/13p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 12 Os 110/13p
    Auch; nur T24; Beis wie T13
  • 14 Os 154/13y
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 14 Os 154/13y
    Vgl; Beisatz: Erneuerungsanträge gegen Entscheidungen, die der Erneuerungswerber mit Beschwerde anfechten kann, sind unzulässig. (T40)
  • 13 Os 106/13g
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 13 Os 106/13g
    Auch; nur T24; Beis wie T17
  • 13 Os 66/13z
    Entscheidungstext OGH 03.10.2013 13 Os 66/13z
    Vgl; Ähnlich Beis wie T21
  • 14 Os 96/13v
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 96/13v
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T13; Beis wie T17; Beisatz: In Betracht kommt eine Entscheidung, die letztinstanzlich infolge eines effektiven Rechtsmittels und in Bezug auf den Beschwerdegegenstand ergangen ist. (T41)
  • 17 Os 13/14m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 13/14m
    Auch; Beis ähnlich wie T13
  • 14 Os 47/14i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 14 Os 47/14i
    Auch
  • 15 Os 56/14w
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 15 Os 56/14w
    auch; Beisatz: Der Erneuerungsantrag stimmt im Wesentlichen mit einem bereits vom Obersten Gerichtshof behandelten Erneuerungsantrag überein. (T42)
  • 15 Os 100/14s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 15 Os 100/14s
    Auch; nur T24; Beis wie T11; Beis wie T23; Beis wie T37; Beis wie T39
  • 12 Os 85/14p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 85/14p
    Beis wie T11; Beis wie T23; Beis wie T39
  • 12 Os 111/14m
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 12 Os 111/14m
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T17
  • 13 Os 86/14t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 13 Os 86/14t
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T23
  • 15 Os 149/14x
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 149/14x
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Unterlassung der Anfechtung des Ersturteils. (T43)
  • 15 Os 33/15i
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 33/15i
    Auch; Beis wie T16; Beis wie T26
  • 14 Os 28/15x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 14 Os 28/15x
    Auch; Beis wie T17
  • 15 Os 154/14g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2015 15 Os 154/14g
    Auch; Beisatz: Es gelten auch die Zulässigkeitsvoraussetzungen des Art 35 Abs 3 lit b MRK. (T44)
  • 15 Os 115/14x
    Entscheidungstext OGH 07.10.2015 15 Os 115/14x
    Auch; Beis wie T44
  • 11 Os 95/15b
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 11 Os 95/15b
    Auch; Beis wie T21
  • 15 Os 132/15y
    Entscheidungstext OGH 09.12.2015 15 Os 132/15y
    Auch; Beis wie T13
  • 14 Os 17/16f
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 17/16f
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Wird im Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens die Verfassungswidrigkeit eines Gesetzes behauptet, kann es unter dem Aspekt der (vertikalen) Rechtswegerschöpfung notwendig sein, aus Anlass der gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Berufung einen Antrag auf Normenkontrolle (Art 140 Abs 1 Z 1 lit d B‑VG) zu stellen. (T45)
  • 14 Os 110/15f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 14 Os 110/15f
    Auch; Beisatz: Wenn ein Rechtsbehelf nur deshalb erfolglos war, weil er nicht in der vorgeschriebenen Form eingelegt wurde, Fristen versäumt wurden oder andere formelle Voraussetzungen unbeachtet blieben, sind die Bedingungen des Art 35 Abs 1 MRK nicht erfüllt, sofern nicht Verfahrensvorschriften in missbräuchlicher Weise zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers angewendet wurden. (T46)
  • 15 Os 45/17g
    Entscheidungstext OGH 19.07.2017 15 Os 45/17g
    Auch; Beis wie T13
  • 15 Os 78/17k
    Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 78/17k
    Auch; Beis wie T13
  • 15 Os 111/17p
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 15 Os 111/17p
    Auch; Beisatz: Die Geltendmachung einer grundrechtswidrigen Doppelverfolgung (in Form der Durchführung einer Hauptverhandlung) im Rahmen des subsidiären Rechtsbehelfs der Erneuerung des Strafverfahrens scheitert an der Unterlassung der (vertikalen) Erschöpfung des Rechtswegs, wenn die der gerichtlichen Verfolgung zugrunde liegende Fortführung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft (§ 195 Abs 3 StPO) trotz Bestehens eines Verfolgungshindernisses durch einen ‑ gegenständlich aber nicht ergriffenen ‑ Einspruch wegen Rechtsverletzung (§ 106 StPO) überprüfbar gewesen wäre. (T47)
  • 15 Os 104/18k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 104/18k
    Auch; Beis wie T12
  • 14 Os 90/18v
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 14 Os 90/18v
    Auch; Beis wie T42
  • 14 Os 83/18i
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 14 Os 83/18i
    Auch; Beis wie T17
  • 14 Os 145/18g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 14 Os 145/18g
    Auch; Beis wie T26
  • 23 Ds 2/19z
    Entscheidungstext OGH 10.05.2019 23 Ds 2/19z
    Beis wie T39
  • 14 Ns 67/19t
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Ns 67/19t
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T26
  • 11 Os 142/19w
    Entscheidungstext OGH 14.01.2020 11 Os 142/19w
    Beis wie T13; Beis wie T17
  • 14 Os 122/19a
    Entscheidungstext OGH 14.01.2020 14 Os 122/19a
    Vgl; Beisatz: Dass eine Grundrechtsbeschwerde und ein ‑ zu dieser subsidiärer ‑ Erneuerungsantrag nach § 363a StPO ohne vorangegangenes Urteil des EGMR (RS0122228) nicht zustehen, wenn sich ein behaupteter Verstoß gegen Art 5 MRK auf die Bedingungen (des Vollzugs) von Freiheitsentzug bezieht, schließt nicht aus, dass die Behauptung der Verletzung anderer Grundrechte (insb Art 3 und 8 MRK) während eines Freiheitsentzugs mittels Erneuerungsantrags geltend gemacht werden kann (in diesem Sinn bereits 14 Os 37/15w, der Sache nach auch 11 Os 148/09p; zu ursprünglich von der Strafvollzugsbehörde entschiedenen Strafvollzugssachen s aber 14 Ns 32/17t). (T48)
  • 14 Os 130/19b
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Os 130/19b
    Vgl; Beis wie T30
  • 14 Os 104/19d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 14 Os 104/19d
    Vgl; Beis wie T30
  • 11 Os 50/20t
    Entscheidungstext OGH 15.07.2020 11 Os 50/20t
    Vgl; Beis wie T13
  • 12 Os 51/20x
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 12 Os 51/20x
    Vgl
  • 13 Os 73/20i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2020 13 Os 73/20i
    Vgl; Beis wie T12
  • 14 Os 84/20i
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 84/20i
    Vgl; Beis wie T28
  • 11 Os 121/20h
    Entscheidungstext OGH 08.01.2021 11 Os 121/20h
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 100/20w
    Entscheidungstext OGH 23.12.2020 11 Os 100/20w
    Vgl; Beis wie T17; Beis wie T46
  • 14 Os 61/20g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 14 Os 61/20g
    Vgl; Beis wie T13; Beisatz: Die Geltendmachung einer Verletzung von Art 1 1.ZPMRK (im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung einer Beschlagnahme nach § 115 Abs 4 StPO im Ermittlungsverfahren) im Rahmen des subsidiären Rechtsbehelfs der Erneuerung des Strafverfahrens scheitert an der Unterlassung der (vertikalen) Erschöpfung des Rechtswegs, wenn sich der Erneuerungswerber nicht mit einem gegen das Unterbleiben der Aufhebung der Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft trotz Vorliegens der Aufhebungsgründe des § 115 Abs 6 StPO gerichteten Einspruch wegen Rechtsverletzung nach § 106 StPO zur Wehr gesetzt, sondern vielmehr bloß die Nichtentsprechung eines Begehrens auf eine (im Gesetz nicht vorgesehene) Überweisung des auf einem Bankkonto erliegenden, durch Drittverbot beschlagnahmten Guthabens auf ein Konto des Oberlandesgerichts „unter Fortsetzung der Beschlagnahme“ gerügt hat. (T49)
  • 13 Os 44/21a
    Entscheidungstext OGH 14.07.2021 13 Os 44/21a
    Vgl; Beis nur wie T26
  • 14 Os 60/22p
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 14 Os 60/22p
    Vgl; Beis wie T30
  • 13 Os 58/22m
    Entscheidungstext OGH 07.09.2022 13 Os 58/22m
    Vgl; Beis nur wie T30
  • 13 Os 106/22w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2023 13 Os 106/22w
    Vgl; Beis wie T17
  • 15 Os 82/23g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 82/23g
    vgl
  • 11 Os 71/23k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2023 11 Os 71/23k
    vgl
  • 12 Os 88/23t
    Entscheidungstext OGH 07.09.2023 12 Os 88/23t
    vgl; Beisatz wie T16
  • 15 Os 78/23v
    Entscheidungstext OGH 04.10.2023 15 Os 78/23v
    vgl; Beisatz: Erneuerungsanträge, die sich nicht auf ein Urteil des EGMR stützen, können nur innerhalb der in Art 35 Abs 1 MRK normierten (durch Art 4 des 15. ZPMRK verkürzten) Frist von vier Monaten nach Erschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzugs an den Obersten Gerichtshof gerichtet werden. (T50)
  • 12 Os 10/24y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 12 Os 10/24y
    vgl; Beisatz wie T16
  • 14 Os 89/23d
    Entscheidungstext OGH 18.03.2024 14 Os 89/23d
    vgl; Beisatz wie T7; Beisatz wie T18
  • 13 Os 60/24h
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 60/24h
    vgl; nur T30
  • 15 Os 122/24s
    Entscheidungstext OGH 09.12.2024 15 Os 122/24s
    vgl; Beisatz wie T36
  • 15 Os 17/25a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2025 15 Os 17/25a
    vgl; nur T1; Beisatz wie T17
  • 13 Ns 44/25m
    Entscheidungstext OGH 24.09.2025 13 Ns 44/25m
    vgl; nur T23
  • 15 Os 116/25k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2025 15 Os 116/25k
    vgl; Beisatz: hier: Keine Opfereigenschaft mehr, nachdem das inländische Übergabeverfahren - mangels weiteren Vorliegens eines Europäischen Haftbefehls oder einer Ausschreibung im SIS zur Festnahme - bereits ohne Übergabe des Betroffenen beendet wurde. (T51)
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T13
  • 12 Os 37/26x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2026 12 Os 37/26x
    vgl; Beisatz wie T17

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122737

Im RIS seit

22.11.2007

Zuletzt aktualisiert am

24.08.2026

Dokumentnummer

JJR_20071023_OGH0002_0110OS00132_06F0000_002

Rechtssatz für 13Os48/06t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120790

Geschäftszahl

13Os48/06t; 14Os59/06t (14Os60/06i; 14Os61/06m); 13Os70/06b; 14Os77/06i; 15Os98/06k; 11Os84/06x (11Os87/06p); 15Os24/07d; 15Os55/07p; 11Os69/07t; 13Os79/07b; 15Os69/07x; 12Os77/07a; 14Os106/07f; 12Os148/07t; 15Os151/07f; 14Os13/08f; 15Os27/08x; 14Os65/08b; 14Os68/08f (14Os70/08p); 14Os108/08a; 13Os160/08s; 12Os186/08g; 14Os43/09v; 14Os59/09x; 13Os122/09d; 14Os149/09g; 15Os15/10k; 14Os24/10a; 15Os165/10v; 14Os18/12x; 11Os100/12h; 15Os129/12b; 14Os95/13x; 15Os27/14f; 12Os22/14y; 14Os37/14v; 15Os91/15v; 11Os30/16w; 14Os15/16m; 13Os78/16v; 13Os77/16x; 12Os139/16g; 12Os162/16i; 15Os110/17s; 12Os114/17g; 14Os2/18b; 15Os150/17y; 14Os27/18d (14Os28/18a); 12Os3/18k; 12Os45/18m; 12Os61/18i; 14Os75/18p; 14Os11/19b; 12Os13/19g; 11Os104/19g; 12Os119/19w; 15Os39/20d; 12Os38/21m (12Os39/21h); 14Os65/21x; 14Os129/21h; 15Os6/22d; 11Os31/22a; 11Os39/22b; 15Os36/22s; 14Os133/22y; 13Os31/23t; 13Os121/23b; 14Os13/24d; 11Os141/24f; 13Os111/24h; 13Os129/22b; 12Os129/25z; 12Os35/26b; 15Os32/26h; 15Os83/26h; 11Os89/26m

Entscheidungsdatum

25.08.2026

Norm

GRBG §1 Abs1
GRBG §2 Abs1
GRBG §3
StPO §5
StPO §170 Abs3
StPO §173 Abs1 B
StPO §174 Abs3 Z4
StPO §174 Abs4
StPO §176 Abs1 Z2
StPO §177 Abs1 B
StPO §180 Abs1
StPO §193 Abs1
  1. StPO § 173 heute
  2. StPO § 173 gültig ab 21.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2023
  3. StPO § 173 gültig von 28.12.2019 bis 20.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  4. StPO § 173 gültig von 01.01.2008 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 173 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 174 heute
  2. StPO § 174 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 174 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  4. StPO § 174 gültig von 16.03.2020 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2020
  5. StPO § 174 gültig von 01.01.2017 bis 15.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  6. StPO § 174 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2010
  7. StPO § 174 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  8. StPO § 174 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 174 heute
  2. StPO § 174 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 174 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  4. StPO § 174 gültig von 16.03.2020 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2020
  5. StPO § 174 gültig von 01.01.2017 bis 15.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  6. StPO § 174 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2010
  7. StPO § 174 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  8. StPO § 174 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 176 heute
  2. StPO § 176 gültig ab 16.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2020
  3. StPO § 176 gültig von 01.06.2012 bis 15.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2012
  4. StPO § 176 gültig von 01.01.2011 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. StPO § 176 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2010
  6. StPO § 176 gültig von 01.06.2009 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StPO § 176 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  8. StPO § 176 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  9. StPO § 176 gültig von 01.01.1994 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 176 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 177 heute
  2. StPO § 177 gültig ab 01.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  3. StPO § 177 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 177 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 177 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  6. StPO § 177 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 180 heute
  2. StPO § 180 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 180 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 180 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/1997
  5. StPO § 180 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 180 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 180 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 193 heute
  2. StPO § 193 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 193 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 193 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983

Rechtssatz

Was die sogenannte Verhältnismäßigkeit der Untersuchungshaft anlangt, prüft der Oberste Gerichtshof, ausgehend von der Vorgabe des GRBG, wonach nicht die Haft, vielmehr die vom OLG getroffene Entscheidung über die Haft den Prozessgegenstand bildet, in jüngerer, jedoch bereits gefestigter Rechtsprechung in zwei Schritten, ob angesichts der vom OLG angeführten bestimmten Tatsachen der von diesem gezogene Schluss auf ein ausgewogenes Verhältnis zur Bedeutung der Sache und der zu erwartenden Strafe vertretbar war (Paragraph 180, Absatz eins, zweiter Satz StPO) und - zusätzlich nach Maßgabe eigener Beweiswürdigung - ob die Gerichte alles ihnen Mögliche zur Abkürzung der Haft unternommen haben (Paragraph 193, Absatz eins, StPO). Eine ins Gewicht fallende Säumigkeit in Haftsachen ist auch ohne Verletzung des Paragraph 180, Absatz eins, zweiter Satz StPO grundrechtswidrig im Sinn einer Verletzung des Paragraph 193, Absatz eins, StPO.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 48/06t
    Entscheidungstext OGH 15.05.2006 13 Os 48/06t
  • 14 Os 59/06t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 14 Os 59/06t
    Auch
  • 13 Os 70/06b
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 13 Os 70/06b
  • 14 Os 77/06i
    Entscheidungstext OGH 28.07.2006 14 Os 77/06i
    Auch
  • 15 Os 98/06k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2006 15 Os 98/06k
    Auch
  • 11 Os 84/06x
    Entscheidungstext OGH 22.08.2006 11 Os 84/06x
    Vgl auch; Beisatz: Die bloße Behauptung einer Verletzung der „Bestimmung des § 193 StPO insoweit, als Verfahrensverzögerungen ursächlich für die unangemessene lange Dauer der Untersuchungshaft sind" wird dem Begründungsgebot des § 3 Abs 1 Satz 1 GRBG nicht gerecht, sodass sich das Rechtsmittel einer meritorischen Erledigung entzieht. (T1)
  • 15 Os 24/07d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2007 15 Os 24/07d
    Auch; nur: Eine ins Gewicht fallende Säumigkeit in Haftsachen ist auch ohne Verletzung des § 180 Abs 1 zweiter Satz StPO grundrechtswidrig im Sinn einer Verletzung des § 193 Abs 1 StPO. (T2)
  • 15 Os 55/07p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 15 Os 55/07p
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 11 Os 69/07t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2007 11 Os 69/07t
    Vgl auch; Beisatz: Auch in Bezug auf eine Übergabe ist eine Verhältnismäßigkeitsprüfung anzustellen. (T3)
  • 13 Os 79/07b
    Entscheidungstext OGH 09.07.2007 13 Os 79/07b
    Vgl auch; Beisatz: Bei vorläufiger Anhaltung gemäß § 429 Abs 4 StPO hat sich die Verhältnismäßigkeitsprüfung im Hinblick auf die fehlende zeitliche Beschränkung einer Maßnahme nach § 21 Abs 1 StGB nur an der Bedeutung der Sache zu orientieren. (T4)
  • 15 Os 69/07x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 15 Os 69/07x
    Auch; Beisatz: Hier: Grundrechtsverletzung infolge Untätigkeit des Gerichtes. (T5)
  • 12 Os 77/07a
    Entscheidungstext OGH 05.07.2007 12 Os 77/07a
  • 14 Os 106/07f
    Entscheidungstext OGH 22.08.2007 14 Os 106/07f
    Vgl auch; Beisatz: Die Festsetzung der Hauptverhandlung auf einen mehr als drei Monate nach Übermittlung des Aktes an die Vorsitzende liegenden Termins in einem keineswegs umfangreichen oder rechtlich schwierigen Verfahren, in dem die Angeklagte zudem seit fast zwei Monaten in Untersuchungshaft angehalten ist und neben der Ausschreibung der Hauptverhandlung, in der lediglich die Einvernahme von vier im Inland wohnhaften Zeugen geplant ist, keine weiteren Erhebungen im Zwischenverfahren erforderlich sind, widerspricht dem sich aus § 193 Abs 1 StPO ergebenden Beschleunigungsgebot. (T6)
  • 12 Os 148/07t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 12 Os 148/07t
    Auch; Beisatz: Die (grundrechtlich geforderte) im österreichischen Strafverfahrensrecht durch den Begriff der Verhältnismäßigkeit bestimmte Angemessenheit der Dauer einer Untersuchungshaft entzieht sich einer schematischen Beurteilung. Die Schwere der angelasteten Tat, die im vom Erstgericht gefundenen und trotz fehlender Rechtskraft Indizwirkung entfaltenden Strafmaß einen messbaren Ausdruck findet, sowie das Gewicht des angenommenen Haftgrundes sind bei der nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls vorzunehmenden Abwägung von essentieller Bedeutung. (T7)
    Beisatz: Umstände der von der Grundrechtsbeschwerde reklamierten Art - nämlich die sich aus der Haft ergebenden, bei jeder inhaftierten Person in mehr oder weniger starker Ausprägung auftretenden Beeinträchtigungen persönlicher, insbesondere familiärer Beziehungen - sind keine die Verhältnismäßigkeit der Untersuchungshaft nach § 180 Abs 1 StPO mitbestimmenden Faktoren. (T8)
  • 15 Os 151/07f
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 15 Os 151/07f
    Auch; Beisatz: Hier: Auslieferungshaft gem § 29 Abs 1 ARHG. Bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung ist nur auf die in § 173 Abs 1 letzter Satz StPO idF BGBl I 2007/93 (§ 180 Abs 1 letzter Satz StPO aF) genannten Kriterien und den Zeitpunkt der angefochtenen Entscheidung abzustellen. Mit den Hinweisen auf den Stand und die voraussichtliche Dauer des beim VwGH anhängigen Asylverfahrens sowie die behauptete Unzulässigkeit der Auslieferung orientiert sich die Beschwerde in dieser Hinsicht nicht am Gesetz. (T9)
  • 14 Os 13/08f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 14 Os 13/08f
    Vgl auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung kann eine grundrechtswidrige Verletzung des Beschleunigungsgebots aufgrund einer ins Gewicht fallenden Säumigkeit in Haftsachen auch ohne Verletzung der Verhältnismäßigkeit im Sinne des § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO nF vorliegen. (T10)
    Beisatz: Hier: Die bei der vorläufigen Anhaltung in diesem Zusammenhang allein maßgebliche Bedeutung der Sache ließ fallbezogen die Untätigkeit der Untersuchungsrichterin, die trotz Anhaltspunkte für die Möglichkeit einer Substituierung der vorläufigen Anhaltung einem Beweisantrag auf nochmalige Begutachtung nicht entsprach, noch gravierender erscheinen. (T11)
  • 15 Os 27/08x
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 15 Os 27/08x
    Beisatz: Nach dem Strafprozessreformgesetz (BGBl I 15/2004) nunmehr § 173 Abs 1 StPO und § 177 Abs 1 StPO. (T12)
  • 14 Os 65/08b
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 14 Os 65/08b
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 14 Os 68/08f
    Entscheidungstext OGH 02.06.2008 14 Os 68/08f
    Beisatz: Diese Grundsätze erfahren durch die explizite Statuierung des Beschleunigungsgebots in den §§ 9 Abs 2, 177 Abs 1 der neuen StPO keine Änderung und gewähren insbesondere nicht ohne weiteres den Anspruch auf sofortige Enthaftung. Dieser ist vielmehr nach § 9 Abs 2 StPO, aber auch Art 5 Abs 3 zweiter Satz MRK und Art 5 Abs 1 PersFrG nur bei einer unverhältnismäßig langen Verfahrensdauer gegeben, zwingt aber das Gericht nicht gleichsam automatisch zur Enthaftung. (T13)
  • 14 Os 108/08a
    Entscheidungstext OGH 13.08.2008 14 Os 108/08a
    Beisatz: Die richterliche Haftprüfung dient nicht bloß der Entscheidung über Fortdauer oder Aufhebung der Untersuchungshaft, sondern vielmehr darüber hinausgehend der Einhaltung sämtlicher haftrelevanter Vorschriften, sodass das Oberlandesgericht der Haftbeschwerde Folge geben kann, ohne den Beschwerdeführer zu enthaften (so auch schon 14 Os 43/07s). (T14)
    Beisatz: Prozessgegenstand jeder richterlichen Haftprüfung ist demnach stets auch die Einhaltung aller die Haft regelnden gesetzlichen Vorschriften. Dazu zählen unter anderem die Einhaltung der Begründungsvorschriften des § 174 Abs 3 Z 4 und Abs 4 zweiter Satz StPO, auf deren Befolgung der vom Zwangseingriff Betroffene demnach ebenso ein subjektives Recht hat (das er sogar mit Grundrechtsbeschwerde geltend machen kann; vgl nur RIS-Justiz RS0120817), und die Einhaltung des Beschleunigungsgebots, selbst wenn dessen Verletzung noch nicht zur Unverhältnismäßigkeit der Haft nach § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO und damit zur Enthaftung führt. (T15)
    Beisatz: Nach Maßgabe dieser am Erfordernis eines effektiven Grundrechtsschutzes ausgerichteten jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs kann vermittels eines Antrags auf Freilassung nach § 176 Abs 1 Z 2 StPO auch bloß eine - die Verhältnismäßigkeit des § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO gar nicht in Frage stellende - Verletzung des Beschleunigungsgebots nach §§ 9 Abs 2, 177 Abs 1 StPO releviert werden, ohne dass der Beschuldigte (§ 48 Abs 2 StPO) indes an einem anderen - gegenüber dem in Haftsachen bestehenden Rechtszug subsidiären (grundlegend: 14 Os 62/08m) - Rechtsbehelf gehindert wäre. (T16)
    Bem: Zur Verpflichtung der Staatsanwaltschaft, zwecks Verfahrensbeschleunigung im Rahmen der Entscheidung über eine Haftbeschwerde erteilte Anordnungen des Gerichts zu befolgen, siehe auch RS0124006. (T17)
  • 13 Os 160/08s
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 13 Os 160/08s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T16
  • 12 Os 186/08g
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 12 Os 186/08g
    Vgl; Beisatz: § 173 Abs 1 zweiter Satz StPO stellt nämlich allein auf die Relation der Haftdauer zur Bedeutung der Sache sowie zu der zu erwartenden Strafe ab. Beurteilungsbasis dieser beiden Kriterien ist nach der Systematik der Bestimmungen über die Untersuchungshaft die - entsprechend qualifizierte - Verdachtslage (§§ 173 Abs 1 erster Satz, 174 Abs 1 erster und zweiter Satz, Abs 3 Z 2 und Z 4, 177 Abs 2 StPO). (T18)
    Beisatz: In concreto wird diese - wie bereits dargelegt - durch den (noch nicht rechtskräftigen) Schuldspruch determiniert. (T19)
  • 14 Os 43/09v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 14 Os 43/09v
    Vgl; Beisatz: Hier: Unverhältnismäßigkeit der zum Zeitpunkt der Entscheidung des Oberlandesgerichts etwas mehr als zwei Jahre andauernden Untersuchungshaft ist angesichts der Höhe der in erster Instanz verhängten Freiheitsstrafe nicht gegeben. (T20)
  • 14 Os 59/09x
    Entscheidungstext OGH 04.06.2009 14 Os 59/09x
    Vgl; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T15
  • 13 Os 122/09d
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 122/09d
    Auch; Beisatz: Der Enthaftungsantrag des Angeklagten löste nicht bloß die Verpflichtung aus, ohne Verzug eine Haftverhandlung anzuberaumen, sondern - wie sich nicht zuletzt aus § 175 Abs 5 StPO ergibt - innerhalb dieser zeitlichen Vorgaben auch über den Antrag zu entscheiden. (T21)
  • 14 Os 149/09g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 14 Os 149/09g
    Auch; Beisatz: Keine die sofortige Enthaftung des Beschwerdeführers nach sich ziehende „Fristüberschreitung in U-Haft-Sachen", wenn die Wirksamkeit eines Beschlusses auf (Verhängung oder) Fortsetzung der Untersuchungshaft durch die Haftfrist nicht mehr begrenzt ist. (T22)
  • 15 Os 15/10k
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 15 Os 15/10k
    Beis wie T1;Beisatz: § 177 Abs 1 StPO. (T23)
    Beisatz: Im Hinblick auf die vielfältigen und auf eine Beschleunigung hinzielenden Verfahrensschritte (Aufklärungsersuchen, Urgenzen sowie die prozessual vorgesehenen Möglichkeiten zur Äußerung von Oberstaatsanwaltschaft und Verteidigung) liegt keine Säumnis des Oberlandesgerichts vor. (T24)
  • 14 Os 24/10a
    Entscheidungstext OGH 30.03.2010 14 Os 24/10a
    Vgl; Beis wie T12; Beis ählich wie T13
  • 15 Os 165/10v
    Entscheidungstext OGH 23.12.2010 15 Os 165/10v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T21; Beisatz: Hier: Keine Säumnis im Hinblick auf die angesichts der beantragten Fortsetzung der Untersuchungshaft als Hausarrest notwendige Anordnung der Bewährungshilfe, Beauftragung mit Umfelderhebungen und Klärung technischer Voraussetzungen der Überwachung durch die Justizanstalt. (T25)
  • 14 Os 18/12x
    Entscheidungstext OGH 21.02.2012 14 Os 18/12x
    Auch; Beis ähnlich wie T13
  • 11 Os 100/12h
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 100/12h
    Vgl auch
  • 15 Os 129/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 129/12b
    Auch; nur T2
  • 14 Os 95/13x
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 14 Os 95/13x
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Prüfung der Frage, ob der Haft‑(hier: Anhalte‑)Zweck durch gelindere Mittel erreicht werden kann, hat der Oberste Gerichtshof auf deutlich und bestimmt zu bezeichnende, in der angefochtenen Entscheidung übergangene, indes zu diesem Zeitpunkt bereits aktenmäßig belegte Tatumstände Rücksicht zu nehmen, ohne dass jedoch mangelnde Erörterung solcher Umstände für sich allein bereits eine Grundrechtsverletzung darstellen würde. (T26)
  • 15 Os 27/14f
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 15 Os 27/14f
    Auch; Beis wie T21
  • 12 Os 22/14y
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 12 Os 22/14y
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Prüfung der Frage, ob der Haftzweck durch gelindere Mittel erreicht werden kann, hat der Oberste Gerichtshof auf deutlich und bestimmt zu bezeichnende, in der angefochtenen Entscheidung übergangene, indes zu diesem Zeitpunkt bereits aktenmäßig belegte Umstände Rücksicht zu nehmen. (T27)
  • 14 Os 37/14v
    Entscheidungstext OGH 09.04.2014 14 Os 37/14v
    Vgl
  • 15 Os 91/15v
    Entscheidungstext OGH 28.07.2015 15 Os 91/15v
    Auch; Beis wie T1
  • 11 Os 30/16w
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 30/16w
    Auch; Beis wie T26
  • 14 Os 15/16m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2016 14 Os 15/16m
    Auch
  • 13 Os 78/16v
    Entscheidungstext OGH 25.07.2016 13 Os 78/16v
    Auch
  • 13 Os 77/16x
    Entscheidungstext OGH 25.07.2016 13 Os 77/16x
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T10; Beis wie T13
  • 12 Os 139/16g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2016 12 Os 139/16g
    Auch
  • 12 Os 162/16i
    Entscheidungstext OGH 30.12.2016 12 Os 162/16i
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die in § 21 Abs 2 erster und letzter Satz EU‑JZG genannten Fristen sind keine Fallfristen, deren Überschreitung zur Enthaftung des Betroffenen führt (vgl § 21 Abs 3 erster Satz EU‑JZG), sondern gesetzliche Konkretisierungen des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit. (T28)
  • 15 Os 110/17s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 110/17s
    Auch
  • 12 Os 114/17g
    Entscheidungstext OGH 12.10.2017 12 Os 114/17g
    Auch
  • 14 Os 2/18b
    Entscheidungstext OGH 15.01.2018 14 Os 2/18b
    Vgl
  • 15 Os 150/17y
    Entscheidungstext OGH 13.12.2017 15 Os 150/17y
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Verhältnismäßigkeit einer Festnahme prüft der Oberste Gerichtshof im Grundrechtsbeschwerdeverfahren, ob angesichts der vom Oberlandesgericht angeführten bestimmten Tatsachen der von diesem gezogene Schluss auf ein ausgewogenes Verhältnis zur Bedeutung der Sache (§ 170 Abs 3, § 5 StPO) vertretbar war . (T29)
  • 14 Os 27/18d
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 27/18d
    Auch; Beisatz: Hat das Oberlandesgericht ohnehin verfahrensbeschleunigende Maßnahmen durch die Staatsanwaltschaft angeordnet, hat die Grundrechtsbeschwerde darzulegen, weshalb dies keinen angemessenen Ausgleich für die anerkannte Verletzung des Beschleunigungsgebots darstellen, die Entscheidung also grundrechtswidrig sein sollte. (T30)
  • 12 Os 3/18k
    Entscheidungstext OGH 15.02.2018 12 Os 3/18k
    Auch; Beis wie T1
  • 12 Os 45/18m
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 12 Os 45/18m
    Auch; Beis wie T1
  • 12 Os 61/18i
    Entscheidungstext OGH 21.06.2018 12 Os 61/18i
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 75/18p
    Entscheidungstext OGH 11.07.2018 14 Os 75/18p
    Auch; Beis wie T26
  • 14 Os 11/19b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 14 Os 11/19b
    Auch; Beisatz: Der Beschwerdeführer hat gemäß § 3 Abs 1 erster Satz GRBG konkret darzulegen, in welcher (genau bezeichneten) Verzögerung der im Strafverfahren tätigen Behörden eine ins Gewicht fallende und somit grundrechtswidrige Säumigkeit vorliege. (T31)
  • 12 Os 13/19g
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 12 Os 13/19g
    Auch
  • 11 Os 104/19g
    Entscheidungstext OGH 02.08.2019 11 Os 104/19g
    Vgl
  • 12 Os 119/19w
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 12 Os 119/19w
    Vgl; Beis wie T8
  • 15 Os 39/20d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2020 15 Os 39/20d
    Vgl
  • 12 Os 38/21m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2021 12 Os 38/21m
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 14 Os 65/21x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 14 Os 65/21x
    Vgl
  • 14 Os 129/21h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2021 14 Os 129/21h
    Vgl
  • 15 Os 6/22d
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 15 Os 6/22d
    Vgl
  • 11 Os 31/22a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2022 11 Os 31/22a
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 11 Os 39/22b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2022 11 Os 39/22b
    Vgl
  • 15 Os 36/22s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 15 Os 36/22s
    Vgl
  • 14 Os 133/22y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2022 14 Os 133/22y
    Vgl
  • 13 Os 31/23t
    Entscheidungstext OGH 19.04.2023 13 Os 31/23t
    vgl; Beisatz wie T1
  • 13 Os 121/23b
    Entscheidungstext OGH 20.12.2023 13 Os 121/23b
    vgl; Beisatz wie T1
  • 14 Os 13/24d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2024 14 Os 13/24d
    vgl
  • 11 Os 141/24f
    Entscheidungstext OGH 12.12.2024 11 Os 141/24f
    vgl; Beisatz wie T13
  • 13 Os 111/24h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2024 13 Os 111/24h
    vgl; Beisatz wie T13
  • 13 Os 129/22b
    Entscheidungstext OGH 11.01.2023 13 Os 129/22b
    vgl; Beisatz wie T21; Beisatz wie T30
  • 12 Os 129/25z
    Entscheidungstext OGH 12.11.2025 12 Os 129/25z
    vgl; Beisatz wie T13; Beisatz wie T15
  • 12 Os 35/26b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2026 12 Os 35/26b
    vgl
  • 15 Os 32/26h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2026 15 Os 32/26h
    vgl; Beisatz wie T13
  • 15 Os 83/26h
    Entscheidungstext OGH 20.07.2026 15 Os 83/26h
    vgl
  • 11 Os 89/26m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.08.2026 11 Os 89/26m
    vgl; Beisatz: Hier: Übergabehaft (T32)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120790

Im RIS seit

14.06.2006

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20060515_OGH0002_0130OS00048_06T0000_001

Entscheidungstext 15Os32/26h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Fachgebiet

Grundrechte

Geschäftszahl

15Os32/26h

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 7. April 2026 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Mag. Lendl als Vorsitzenden, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Michel-Kwapinski und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Farkas in Gegenwart der Schriftführerin FOI Kautz in der Strafsache gegen * B* und andere Beschuldigte sowie belangte Verbände wegen des Verbrechens des schweren Betrugs nach Paragraphen 146, 147, Absatz 3, 15, StGB und weiterer strafbarer Handlungen, AZ 24 St 3/23t der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (AZ 351 HR 113/24f des Landesgerichts für Strafsachen Wien), über die Grundrechtsbeschwerde des Beschuldigten * B* gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Beschwerdegericht vom 16. Februar 2026, AZ 22 Bs 1/26x, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

* B* wurde im Grundrecht auf persönliche Freiheit nicht verletzt.

Die Grundrechtsbeschwerde wird abgewiesen.

Text

Gründe:

[1]         Mit dem angefochtenen Beschluss (ON 2392.3) gab das Oberlandesgericht Wien der Haftbeschwerde des * B* (ON 2197.2) gegen den Beschluss des Landesgerichts für Strafsachen Wien vom 23. Dezember 2025 (ON 2189) nicht Folge und setzte die am 24. Jänner 2025 über ihn verhängte (ON 781) und bereits mehrfach fortgesetzte Untersuchungshaft aus dem Haftgrund der Tatbegehungsgefahr nach Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera a und Litera b, StPO fort.

[2]              Dabei ging es vom dringenden Verdacht aus, B* habe in I* und an anderen Orten im Bundesgebiet

1./ „Faktum Kapitalerhöhung“ (in Folge: „KEH“)

A./ Anfang/Mitte 2023 mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, nachstehende Investoren durch Täuschung über Tatsachen, nämlich die Vorgabe, sämtliche Gesellschafter würden sich an der von ihm vorgeschlagenen Kapitalerhöhung der S* H* GmbH beteiligen und die F* B* Privatstiftung werde den auf ihren Anteil entfallenden Betrag in Höhe von 35,35 Millionen Euro „in Cash“ einbringen, wobei es sich dabei tatsächlich „zumindest großteils“ um Gelder der Investoren handelte, sowie unter Vorgabe der wirtschaftlichen Verwendung der investierten Gelder für die S* H* GmbH samt Vorspiegelung deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zu Handlungen, nämlich zur Leistung zusätzlicher Investments in die damals bereits materiell insolvente S* H* GmbH verleitet (römisch eins./) bzw zu verleiten versucht (römisch zwei./), die die Nachgenannten in einem 300.000 Euro übersteigenden Betrag am Vermögen schädigte bzw schädigen sollte, und zwar

römisch eins./1./ * T* zur Überweisung von 2,10 Millionen Euro am 29. Juni 2023;

römisch eins./2./ Vertretungsbefugte der E* AG zur Überweisung von „rund“ 33,25 Millionen Euro am 28. Juni 2023;

römisch zwei./1./ Vertretungsbefugte der H*-Privatstiftung zur Zahlung von 52,5 Millionen Euro;

römisch zwei./2./ Vertretungsbefugte der F* GmbH zur Zahlung von „rund“ 8,6 Millionen Euro;

B./ Anfang/Mitte 2023 durch entsprechende Anweisung andere [im Wissen um deren vorsätzlichen Befugnisfehlgebrauch – vergleiche BS 10 f] dazu bestimmt, ihre Befugnis über fremdes Vermögen, und zwar jenes der nachgenannten Gesellschaften, zu verfügen oder diese zu verpflichten, zu missbrauchen und diese dadurch „in einem noch festzustellenden, 300.000 Euro jedenfalls übersteigenden Betrag“ am Vermögen zu schädigen, nämlich

römisch eins./ Dr. * M*

1./ als Vertretungsbefugten der S* H* GmbH zur Freigabe nachstehender Überweisungen ohne hinreichenden Rechtsgrund und ohne wirtschaftliche Rechtfertigung, und zwar am 29. Juni 2023

a./ von 7,35 Millionen Euro an die S* D* GmbH;

b./ von 28 Millionen Euro an die S* P* GmbH;

2./ als Zeichnungsberechtigten gemeinsam mit DI * St* als Vertretungsbefugten der S* D* GmbH zur Freigabe einer Überweisung von 35,35 Millionen Euro am 29. Juni 2023 mit dem Verwendungszweck „Übertrag“ von der S* D* GmbH an die F* B* Privatstiftung ohne hinreichenden Rechtsgrund und ohne wirtschaftliche Rechtfertigung;

römisch zwei./ Mag. * P*

1./ als Vertretungsbefugten der S* P* GmbH zur Freigabe einer Überweisung von 28 Millionen Euro an die S* D* GmbH am 29. Juni 2023 ohne hinreichenden Rechtsgrund und ohne wirtschaftliche Rechtfertigung;

2./ gemeinsam mit * Mö* als Vertretungsbefugte der S* D* AG zur Freigabe einer Überweisung von „rund“ 7,35 Millionen Euro am 29. Juni 2023 mit dem Verwendungszweck „Übertrag“ an die S* D* GmbH ohne hinreichenden Rechtsgrund und ohne wirtschaftliche Rechtfertigung;

3./ zwischen Juni und August 2023 als Vertretungsbefugten der L* GmbH zum Abschluss eines fremdüblichen Konditionen nicht entsprechenden und wirtschaftlich nicht vertretbaren Kreditvertrags über 35,35 Millionen Euro mit der F* B* Privatstiftung als Kreditnehmerin und zur Zustimmung zur direkten Überweisung des Kreditbetrags durch die S* D* GmbH;

römisch drei./ zwischen Juni und August 2023 DI * St* und Mag. * Stu* als Vertretungsbefugte der S* D* GmbH zum Abschluss eines fremdüblichen Konditionen nicht entsprechenden und wirtschaftlich nicht vertretbaren Kreditvertrags über 35,35 Millionen Euro mit der L* GmbH als Kreditnehmerin und zur Überweisung des Betrags an die F* B* Privatstiftung;

2./ „Faktum V* E* G*“ – (in Folge: „VEG“)

als faktischer Machthaber der S* H* GmbH DI * St* als Geschäftsführer der S* H* GmbH [im Wissen um dessen vorsätzlichen Befugnisfehlgebrauch – vergleiche BS 10 f] dazu bestimmt, seine Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, zu missbrauchen und dadurch die S* H* GmbH in einem 300.000 Euro übersteigenden Betrag am Vermögen zu schädigen, indem er DI St* anwies, am 18. August 2023 deren 12.500 Anteile an der V* E* G* S.à.r.l. (eingetragen in Luxemburg zu B*) zu einem Kaufpreis von 46.323.978,10 Euro an die I* Stiftung (eingetragen in Liechtenstein zu FL*) zu verkaufen und zeitgleich 578.905 Stück Namensaktien an der S* P* AG, die von S* P* GmbH als Treuhänderin gehalten wurden, zu einem überhöhten Kaufpreis in derselben Höhe von der I* Stiftung zu erwerben und die beiden Kaufpreisforderungen aufrechnen zu lassen;

3./ „Faktum Insolvenz B*“ – (in Folge: „KRB“)

römisch eins./ Bestandteile „seines Vermögens bzw als faktischer Geschäftsführer der S* H* GmbH jenes des genannten Unternehmens“ verheimlicht, veräußert, beiseite geschafft oder sonst „sein Vermögen bzw jenes der S* H* GmbH wirklich oder zum Schein verringert“ und dadurch die Befriedigung seiner Gläubiger bzw jener der S* H* GmbH oder wenigstens eines von ihnen vereitelt oder geschmälert vergleiche RIS-Justiz RS0120531 [T2]), wobei durch die Tat ein insgesamt 300.000 Euro übersteigender Schaden herbeigeführt wurde, und zwar „nach dem derzeitigen Ermittlungsstand, insbesondere“

1./ am 27. Jänner 2023 durch Überweisung eines Betrags von 2 Millionen Euro mit dem Verwendungszweck „Eigenkapital für Immobilieninvestments“ an N* B*;

2./ indem er eine ihm zustehende Forderung in Höhe von 167.742 Euro gegen I* B*, resultierend aus für das Wohnobjekt * I*, H*, am 24. November 2023 geleisteten Anzahlungen für Einrichtungsgegenstände, ebenso „pflichtwidrig“ in seinem Vermögensverzeichnis verschwieg „wie ein für dasselbe Wohnobjekt am 24. November 2023 erworbenes Sicherheitssystem im Wert von 7.190,96 Euro“;

3./ in den Jahren 2023 und 2024 in Bezug auf eine im Eigentum der S* H* GmbH stehende Schusswaffe der Marke Sc* (Waffennummer *) im Wert von 80.000 Euro und drei in seinem Eigentum stehende Waffen im Gesamtwert von 23.300 Euro, und zwar eine Doppelflinte H* (Waffennummer *) im Wert von 12.000 Euro, eine K* (Waffennummer *) im Wert von 6.800 Euro und eine Repetierbüchse Sa* (Waffennummer *) im Wert von 4.500 Euro, indem er diese an seinem Wohnort verbarg und zu den drei in seinem Eigentum stehenden Waffen vorgab, diese an die Fo* GmbH & Co KG verkauft und den Kaufpreis mit von ihm getätigten, tatsächlich im Dezember 2023 bezahlten Abschüssen im Jahr 2023 gegenverrechnet zu haben;

4./ im Frühjahr 2024 „durch Verheimlichung“ seines Eigentums an den Einrichtungsgegenständen der „Villa N“, * I*, im Wert von 8 Millionen Euro;

römisch zwei./ am 23. September 2024 ein falsches Beweismittel, und zwar eine inhaltlich unrichtige Rechnung über den vorgeblichen, tatsächlich nicht stattgefundenen, Verkauf der zu Punkt 3./I./3./ verheimlichten Schusswaffen von ihm an die Fo* GmbH & Co KG, datiert mit 18. Oktober 2023 und bezeichnet als „Weiterverrechnung Waffen Käufe“ und einer Rechnungssumme von 25.000 Euro, in einem Ermittlungsverfahren nach der Strafprozessordnung gebraucht, indem er diese im Rahmen einer Stellungnahme zum gegen ihn von der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) zu AZ 24 St 3/23t geführten Ermittlungsverfahren „im Zusammenhang mit seiner Insolvenz“ von seinem Verteidiger vorlegen ließ;

4./ „Faktum Garantieerklärung“

am 6. November 2023 mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, Dr. H* H* bzw Mag. C* Ha* und Mag. *G* als Vertretungsbefugte der H*-Privatstiftung durch Täuschung über Tatsachen, nämlich die wahrheitswidrige Abgabe einer Garantieerklärung, derzufolge die Dividende der S* D* AG in Höhe von anteilig 4,99 Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 an die H*-Privatstiftung ausbezahlt würde, und er für den Fall, dass die H*-Privatstiftung aus einem bestehenden Aktienkaufvertrag zur Zahlung weiterer 4,99 Millionen Euro „gezwungen werde“, fähig und willens sei, ihr „die verlustig gewordene Summe“ von (weiteren) 4,99 Millionen Euro binnen sieben Tagen zu bezahlen, zu einer Handlung, nämlich zur Überweisung von 4,99 Millionen Euro an * Ge* als Sanierungsbeauftragten der S* H* GmbH verleitet, die die H*-Privatstiftung in einem 300.000 Euro übersteigenden Betrag am Vermögen schädigte.

[3]         Diese Handlungen subsumierte das Oberlandesgericht Wien dem Verbrechen des schweren Betrugs nach Paragraphen 146, 147, Absatz 3 und 15 StGB (1./A./ und 4./), dem Verbrechen der Untreue nach Paragraphen 12, zweiter Fall, 153 Absatz eins und Absatz 3, zweiter Fall StGB (1./B./ und 2./), dem Verbrechen der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins und Absatz 2, StGB (3./I./) und dem Vergehen der Fälschung eines Beweismittels nach Paragraph 293, Absatz 2, StGB (3./II./).

[4]         Vorliegend nahm das Oberlandesgericht den Haftgrund der Tatbegehungsgefahr nach Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera a und Litera b, StPO an. Diesen stützte es (der Sache nach) auf die dem Beschuldigten angelasteten, wiederholt und während eines längeren Zeitraums begangenen, „teilweise schwerster Vermögensdelinquenz“ zuzurechnenden strafbaren Handlungen und die darin zum Ausdruck kommende „beharrliche, gegen das Rechtsgut des [fremden] Vermögens gerichtete kriminelle Energie“ (BS 108). Im Rahmen seiner Prognoseentscheidung nach Paragraph 173, Absatz 2, StPO führte es weiters aus, dass sich die (als sehr wahrscheinlich anzunehmenden) Anlasstaten als strafbare Handlungen „mit schweren (Faktum 1./ 'KEH', Faktum 2./ 'VEG', Faktum 3./ 'KRB', Unterpunkte römisch eins./ 1./, und 4./, sowie Faktum 4./) bzw nicht bloß leichten (Faktum 3./ 'KRB', Unterpunkte römisch eins./ 2./ und 3./ und römisch zwei./) Folgen“ darstellen würden (BS 81).

[5]         Unter dem Aspekt der – fallkonkret bejahten vergleiche BS 109) – Verhältnismäßigkeit der Haft (sowie erkennbar auch unter den Kautelen des Paragraph 178, Absatz 2, StPO) verwies das Beschwerdegericht darauf, dass die bisherige Dauer der Untersuchungshaft von „etwas mehr als einem Jahr“ durch „den sehr besonderen Umfang der Ermittlungen zu den dargelegten Verdachtslagen“ gerechtfertigt sei. Sie stehe – trotz der Unbescholtenheit des Beschuldigten und des erstmaligen Verspürens des Haftübels – angesichts „des beispiellosen Gesamtschadens“ weder zur Bedeutung der Sache „noch zu der mit Blick auf den anzuwendenden Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe im Fall eines verdachtskonformen Schuldspruchs zu erwartenden Freiheitsstrafe außer Verhältnis“.

Rechtliche Beurteilung

[6]         Gegen diesen Beschluss des Oberlandesgerichts richtet sich die (rechtzeitige) Grundrechtsbeschwerde des Beschuldigten B*, die (ausschließlich) einen Verstoß gegen das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen nach Paragraphen 9, Absatz 2 und 177 Absatz eins, StPO reklamiert.

[7]         römisch eins./ Eine Verletzung des Grundrechts auf persönliche Freiheit liegt – nach Maßgabe des Paragraph 2, Absatz eins, letzter Fall GRBG – vor, wenn eine haftrelevante Vorschrift in letzter Instanz missachtet oder deren Missachtung durch eine Unterinstanz nicht festgestellt und bereinigt, erforderlichenfalls ausgeglichen wurde vergleiche RIS-Justiz RS0061078 [T2]; Kirchbacher/Rami, WK-StPO Vor Paragraphen 170 –, 189, Rz 26).

[8]         Demnach ist auch eine – auf einer ins Gewicht fallenden Säumigkeit in Haftsachen beruhende, die Verhältnismäßigkeit nach Paragraph 173, Absatz eins, zweiter Satz StPO nicht notwendig in Frage stellende – Verletzung des Beschleunigungsgebots nach Paragraphen 9, Absatz 2, 177, Absatz eins, StPO – ebenso wie das Unterlassen ihres Aufgriffs oder Ausgleichs durch eine Kontrollinstanz – grundrechtswidrig (RIS-Justiz RS0120790, RS0117747 [T3]). Eine solche Verletzung zwingt jedoch nicht automatisch zur Enthaftung des Beschuldigten (RIS-Justiz RS0120790 [T13]).

[9]         Das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen (Paragraphen 9, Absatz 2 und 177 Absatz eins, StPO) soll eine zügige Bearbeitung der Strafsache garantieren, darf aber nicht zur Folge haben, dass dadurch die sorgfältige und vollständige materielle Wahrheitsfindung – unter Achtung (auch) der Rechte des Beschuldigten zur Äußerung und Beweisantragstellung bzw Beweismittelvorlage – und die umfassende Prüfung des Beweismaterials vernachlässigt wird (Kier, WK-StPO Paragraph 9, Rz 29; 14 Os 109/12d; vergleiche Karpenstein/Mayer/Elberling, EMRK Artikel 5, Rn 126; EGMR 5. 11. 2009, 29044/06, Shabani).

[10]       Der Erledigung ist voranzustellen, dass sich der in der angefochtenen Entscheidung als dringend eingestufte Tatverdacht auf vier „Ermittlungsstränge“ bezieht (1./ bis 4./), die teilweise in „Unterfakten“ gegliedert sind (1./ und 3./). Zur Aufklärung dieser Vorwürfe sind komplexe Ermittlungen (durch Zeugenvernehmungen im In- und Ausland; vergleiche dazu etwa ON 1761; ON 2077.1) erforderlich, wobei die Ermittlungstätigkeit auch in der Aufarbeitung „sichergestellter“ Datenmengen besteht, die „aufgrund des [offenkundig: großen] Umfanges“ noch andauert vergleiche ON 2309.1).

[11]          In einem solchen Fall hat die Grundrechtsbeschwerde bei ihrer Argumentation den gesamten hafttragenden Sachverhalt in den Blick zu nehmen. Aus einer isolierten Betrachtung bloß einzelner „Ermittlungsstränge“ allein lässt sich eine haftrelevante Verzögerung der Strafverfolgungsbehörden nicht ableiten.

[12]       Eine ins Gewicht fallende Säumigkeit erblickt die Grundrechtsbeschwerde darin, dass (bereits in der Haftbeschwerde [vgl ON 2197.2, 36 in Verbindung mit ON 2135.2] relevierte) Vernehmungen näher bezeichneter Beschuldigter und Zeugen von den Ermittlungsbehörden „derart spät“ oder überhaupt „noch gar nicht“ durchgeführt worden seien (Faktenkomplex 2./ [„VEG“]).

[13]       Dem Beschwerdevorbringen zuwider liegt jedoch der geltend gemachte Verstoß gegen das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen – nach Maßgabe eigener Beweiswürdigung des Obersten Gerichtshofs vergleiche RIS-Justiz RS0120790) – schon aus folgenden Gründen nicht vor:

[14]          Die Kritik in der Grundrechtsbeschwerde bezieht sich ausdrücklich nur auf den Zeitraum „im letzten halben Jahr vor Einbringung der Haftbeschwerde [am 29. Dezember 2025]“ (ON 2451.2, 11). Nach dem Akteninhalt wurde am Beginn des hier thematisierten Zeitraums mit dem „Zwischen-Bericht“ vom 16. Juni 2024 (ON 1366) ein Protokoll über die Vernehmung des Zeugen Dr. * Sto* (vom 13. Juni 2025) samt den von diesem übergebenen (bezughabenden) Dokumenten (auch) zum Themenkomplex „VEG“ von der Kriminalpolizei vorgelegt. Der ebenso zu diesem Faktenkomplex ergangene „15. Zwischenbericht“ vom 30. Juli 2025 betrifft eine Auswertung von (im Anhang ebenfalls vorgelegten) E-Mail-Korrespondenzen (ON 1596).

[15]       Im Zwischenbericht vom 6. August 2025 (ON 1592) berichtete das Bundeskriminalamt von der Auswertung „des Mobiltelefons und des Ipads von DI * St* zum Faktum 'V* E* G*'“. Die ON 1759.2 hat eine Vernehmung (vom 18. September 2025) des „zum Themenbereich VEG ... in Liechtenstein“ ermittelnden Staatsanwalts zum Inhalt. In Bezug auf die vom Beschuldigten beantragte Vernehmung des in der Schweiz aufhältigen Zeugen * L* erging am 18. September 2025 (ON 1.1035; ON 1761) ein (einen Fragenkatalog und bezughabende Beilagen enthaltendes) Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen, welches zunächst unbeantwortet blieb vergleiche ON 2364 in Verbindung mit ON 1.1373 zur – mittlerweile erfolgreichen – Urgenz dieses Rechtshilfeersuchens durch die WKStA am 10. Februar 2026).

[16]          Am 4. November 2025 erfolgte die Vernehmung des Beschuldigten * Ger* (ON 1980). Der „18. Zwischen-Bericht“ vom 2. Oktober 2025 (ON 1815.1) hat eine „ergänzende“ Auswertung unter einem vorgelegter E-Mails zum Inhalt, die auf „einen Einfluss des * B* auf die I* Stiftung hinweisen“ würden.

[17]       Den dem Amtsvermerk (ON 2077.1) zugrunde liegenden Ausführungen vom 28. November 2025 ist zu entnehmen, dass in Bezug auf die vom Beschuldigten am 31. Juli 2025 beantragte vergleiche ON 1566.2) „zeugenschaftliche Einvernahme des [in Deutschland wohnhaften] * J*“ mit den „Kollegen des LKA Bayern im Zuge des JIT korrespondiert“ worden sei und diese eine „zeitnahe Einvernahme“ des Genannten zugesagt hätten. Nach neuerlichen Kontaktaufnahmen im September 2025 und am 19. November 2025 mit dem LKA Bayern bezüglich eines Vernehmungstermins habe schließlich die Staatsanwaltschaft München am 26. November 2025 mitgeteilt, dass der Zeuge von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen würde.

[18]          Am 16. Dezember 2025 führte die WKStA zum in Rede stehenden Ermittlungsstrang eine Vernehmung mit dem Beschuldigten Mag. * P* durch (ON 2152). Am 28. Jänner 2026 legte die Kriminalpolizei einen „Zwischen-Bericht“ (ON 2309.1, 26 ff) mit bezughabenden Beilagen zum „Faktum VEG“ vor. Mag. P* wurde sodann am 30. Jänner 2026 (ON 2321) neuerlich von der WKStA vernommen.

[19]       Ausgehend von den dargestellten (bloß das „Faktum VEG“ betreffenden) Ermittlungstätigkeiten, insbesondere (auch) mit Blick auf die Notwendigkeit grenzüberschreitender Ermittlungshandlungen (im Wege von Rechtshilfeersuchen) sowie die aufzuarbeitenden Datenmengen und dem sich daraus ergebenden Erfordernis, die Tätigkeiten entsprechend dem Verfahrensfortschritt zu koordinieren und aufeinander abzustimmen, kann – entgegen dem Beschwerdevorbringen – von einer ins Gewicht fallenden Säumigkeit oder (gar) einer Inaktivität der Strafverfolgungsbehörden keine Rede sein. Solcherart war das Oberlandesgericht auch nicht gehalten, eine Grundrechtsverletzung festzustellen und konkrete Anordnungen zur Verfahrensbeschleunigung vergleiche RIS-Justiz RS0124006) auszusprechen.

[20]       römisch zwei./ Der weiteren Beschwerdekritik an der „stagnierenden Ermittlungstätigkeit“ in Bezug auf die Fakten 1./ („KEH“), 3./I./1./ und 3./I./4./ (jeweils Unterpunkte zum Faktenkomplex „KRB“) ermangelt es bereits an der von Paragraph eins, Absatz eins, GRBG verlangten horizontalen Erschöpfung des Instanzenzugs. Demnach sind im Verfahren über die Grundrechtsbeschwerde nur jene Argumente iSd Paragraph 3, Absatz eins, GRBG beachtlich, die innerhalb der Beschwerdefrist des Paragraph 176, Absatz 5, StPO auf die von Paragraph 88, Absatz eins, zweiter Satz StPO vorgeschriebene Weise vorgetragen wurden vergleiche RIS-Justiz RS0114487 [T20, T21]; Kier in WK² GRBG Paragraph eins, Rz 42).

[21]       Dazu ist es erforderlich, dass der Betroffene die in der Grundrechtsbeschwerde monierte Verletzung auch im Instanzenzug „jeweils inhaltlich zumindest der Sache nach“ und „in Übereinstimmung mit den Verfahrensvorschriften“ vorgebracht hat (Kier in WK² GRBG Paragraph eins, Rz 41; vergleiche zum Erfordernis „horizontaler Erschöpfung“ im Übrigen RIS-Justiz RS0122737 [T13]; Grabenwarter/Pabel, EMRK7 Paragraph 13, Rn 36; siehe auch EGMR 20. 3. 2018, 37685/10 und 22768/12, Radomilja und andere [Z 116 ff], sowie 14. 11. 2023, 24074/19, Canavci und andere [Z 70]). Dadurch soll dem Beschwerdegericht auch materiell die Möglichkeit gegeben werden, die behauptete Rechtsverletzung „zu verhindern bzw zu beseitigen“.

[22]       Eine Verletzung des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen ist „zumindest der Sache nach“ vorgebracht (im Sinn von „argumentativ ausgebreitet“ – vergleiche hiezu auch Hinterhofer/Oshidari, Strafverfahren Rz 11.95 und Ratz, ÖJZ 2005, 415 [416]; 14 Os 2/18b [zum Erfordernis einer „substantiierten“ Argumentationsführung]), wenn der Beschuldigte (in der Haftbeschwerde) ein hinreichend determiniertes Sachverhaltssubstrat für eine ins Gewicht fallende Säumigkeit der Strafverfolgungsbehörden vergleiche Kier, WK-StPO Paragraph 9, Rz 58 zu den Adressaten des Paragraph 9, Absatz 2, StPO) benennt. Solcherart hat er etwa konkret umschriebene, nicht oder bloß verzögert unternommene Ermittlungsschritte einer bestimmten Strafverfolgungsbehörde zu bezeichnen, aus denen sich (die von ihm behauptete) Säumigkeit oder Inaktivität ergeben soll vergleiche 14 Os 13/24d, 14 Os 15/16m, 14 Os 158/09f, 14 Os 167/11g).

[23]       In seiner Haftbeschwerde (ON 2197.2, 36) verwies der (sich im Übrigen gar nicht ausdrücklich auf einen Verstoß gegen das besondere Beschleunigungsgebot nach Paragraphen 9, Absatz 2 und 177 Absatz eins, StPO berufende) Beschuldigte in Bezug auf den Faktenkomplex „KEH“ (1./) zunächst darauf, dass sich die „von der WKStA anlässlich der Haftprüfungsverhandlung am 31.01.2025 angekündigte Beendigung“ der diesbezüglichen Ermittlungen „Mitte Februar 2025 ... auch objektiv“ als unzutreffend erwiesen habe. Weiters übte er Kritik an „von der Soko S*“ (nach seiner Ansicht) zu Unrecht als „Abschlussbericht“ bezeichneten Ermittlungsergebnissen vom 20. Oktober 2025 (ON 1888.1). Ausgehend von den oben dargestellten Grundsätzen sprechen diese Ausführungen eine unter dem Aspekt des Beschleunigungsgebots in Haftsachen relevante Säumigkeit oder Inaktivität der Strafverfolgungsbehörden bereits von vornherein nicht an. Selbiges gilt auch für die weiteren Darlegungen, die WKStA habe „erst unlängst“ mitgeteilt vergleiche hiezu deren Note vom 21. November 2025 – ON 1.1195), einem vom Beschuldigten am 7. November 2025 zu 1./ („KEH“) gestellten Beweisantrag (ON 1993.2) nachzukommen.

[24]          Ein solches, hinreichend konkretisiertes Substrat ist auch dem Teile des Faktenkomplexes „KRB“ (3./I./1./ und 3./I./4./) betreffenden Vorbringen in der Haftbeschwerde (ON 2197.2, 37) nicht zu entnehmen, wonach „bereits im Sommer dieses Jahres [2025] die von der WKStA angekündigten [nicht näher benannten] Zeugeneinvernahmen zu Teilfakten dieses Sachverhaltskomplexes … nach wie vor nicht durchgeführt“ worden seien und „seit Monaten angekündigte Abschlussberichte zu weiteren [bloß pauschal bezeichneten] Unterfakten“ bis dato ebenso wenig vorliegen würden. Die weiteren Ausführungen, es sei – entgegen der diesbezüglichen Darstellungen der WKStA – nicht von „zeitnahen Teilerledigungen“ auszugehen, erschöpfen sich in (bloßer) Kritik an der Vorgehensweise der Strafverfolgungsbehörde ohne jedoch konkret darzulegen, dass es in Bezug auf einen bestimmten Vorgang zu einem – unter dem Aspekt des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen aufzugreifenden – „Ermittlungsstillstand“ gekommen wäre. Dies gilt auch für die bloß allgemein gehaltenen Darlegungen, wonach die Ermittlungen zu den „verschiedenen Faktensträngen … offenkundig noch geraume Zeit“ andauern würden.

[25]          Auf die in der Grundrechtsbeschwerde in Bezug den Faktenkomplex 2./ („VEG“) thematisierte „bereits … rund 1 ½ Jahre“ andauernde Auswertung der „sichergestellten Unterlagen/Daten/E-Mails“ war inhaltlich ebenso wenig einzugehen, weil eine Verletzung des Beschleunigungsgebots insoweit in der Beschwerde gegen den Haftfortsetzungsbeschluss des Erstgerichts vom 23. Dezember 2025 nicht geltend gemacht wurde.

[26]       römisch drei./ Soweit sich die Grundrechtsbeschwerde auf die (behauptete) Verletzung des besonderen Beschleunigungsgebots in Bezug auf die den Fakten 3./I./2./, 3./I./3./ und 3./II./ (Faktenkomplex „KRB“) zugrunde liegenden Ermittlungstätigkeiten bezieht, betrifft sie bereits von vornherein keine für die vorliegend verfügte Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft maßgeblichen Sachverhalte vergleiche RIS-Justiz RS0120817 [T1, T6 und T7], RS0061132 [T8]).

[27]       Denn der im angefochtenen Beschluss des Oberlandesgerichts herangezogene (vom Betroffenen im Übrigen unbekämpft gebliebene) Haftgrund der Tatbegehungsgefahr wurde sowohl in der Ausformung des Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera a, StPO als auch in jener des Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera b, StPO angenommen (BS 1, 80 und 108). Die von der Grundrechtsbeschwerde ins Treffen geführten Fakten 3./I./2./ und 3./I./3./ qualifizierte das Beschwerdegericht (zufolge eines – für jede Tat isoliert gesehen – jeweils 300.000 Euro nicht nahekommenden Schadens) als Anlasstaten im Sinn des Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera b, StPO (siehe hiezu Kirchbacher/Rami, WK-StPO Paragraph 173, Rz 43, 46). Da jedoch nach dem angefochtenen Beschlussinhalt bereits die Faktenkomplexe „KEH“ (1./), „VEG“ (2./), „KRB“ (3./, davon die „Unterpunkte 3./I./1./ und 3./I./4./“) sowie „Garantieerklärung“ (4./) den Haftgrund der Tatbegehungsgefahr (in Form des Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera a, StPO) rechtfertigen vergleiche BS 81), spricht das in Bezug auf die Fakten 3./I./2./ und 3./I./3./ erstattete Vorbringen gerade keine für die vorliegend verfügte Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft maßgeblichen Sachverhalte an vergleiche auch 15 Os 3/22p [Rz 7 und 9]; 14 Os 127/20p; 14 Os 116/20w).

[28]       Selbiges gilt auch für die in der Haftbeschwerde monierte „stagnierende Ermittlungstätigkeit“ in Ansehung des Faktums 3./II./ als Anlasstat im Sinn des Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera b, StPO (BS 81). Zudem wurde der Haftgrund der Tatbegehungsgefahr ausschließlich auf Basis der dem Beschuldigten angelasteten strafbaren Handlungen gegen das Rechtsgut fremden Vermögens (siehe dazu Kirchbacher/Rami, WK-StPO Paragraph 173, Rz 42) herangezogen, und gerade nicht aufgrund des (gegen ein anderes Rechtsgut [RIS-Justiz RS0104973] gerichteten) als Vergehen der Fälschung eines Beweismittels nach Paragraph 293, Absatz 2, StGB subsumierten Verhaltens des Beschuldigten (3./II./; BS 108).

[29]          Soweit die Grundrechtsbeschwerde ihre Kritik auf die Ermittlungstätigkeiten „zum Unterfaktum 'Porsche'“ bezieht, lässt sie außer Acht, dass das Beschwerdegericht in Ansehung dieses Sachverhalts nicht von einem dringenden Tatverdacht ausging und dieses solcherart gerade nicht seiner (reformatorischen) Entscheidung über die Haftfortsetzung (als hafttragend) zugrunde legte (BS 4 ff und 58 f).

[30]       römisch vier./ Das Oberlandesgericht hat – dem Beschwerdevorbringen zuwider – auch keine Säumigkeit in Haftsachen dadurch zu verantworten, dass es den Entscheidungszeitraum „von höchstens fünf Wochen“ deutlich überschritten und die Entscheidung über die Haftbeschwerde „erst“ am 16. Februar 2026, kurz „vor Ablauf der Haftfrist“, getroffen habe.

[31]       Vorliegend erstreckte sich das Verfahren vor dem Beschwerdegericht über einen Zeitraum von rund sieben Wochen vergleiche ON 2201 zur Vorlage der Haftbeschwerde am 30. Dezember 2025 an die Rechtsmittelinstanz und ON 1.1387 zur Abfertigung des angefochtenen Beschlusses durch das Erstgericht am 17. Februar 2026). Das Oberlandesgericht hatte im Rahmen seiner reformatorisch zu treffenden Haftentscheidung (RIS-Justiz RS0116421, RS0120817) nicht nur (die den Beschuldigten betreffenden) Ermittlungsergebnisse eines außergewöhnlich umfangreichen, (bereits zum damaligen Zeitpunkt) mehr als 2000 Ordnungsnummern umfassenden Aktes zu beurteilen, sondern sich auch mit einer 37-seitigen Rechtsmittelschrift (ON 2197.2) argumentativ auseinanderzusetzen. Mit Blick darauf besteht (anders als in der von der Beschwerde zitierten Entscheidung 15 Os 82/93, nach deren Sachverhalt der Akt „lediglich“ aus zwei Bänden „samt Beilagen“ bestand) kein Hinweis auf eine vom (erstmals in diesem Verfahren mit der Haftfrage befassten) Oberlandesgericht zu verantwortende behördliche Inaktivität oder eine (grundrechtswidrige) Verfahrensverzögerung.

[32]       Die Grundrechtsbeschwerde war daher – in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur, jedoch entgegen der hiezu erstatteten Äußerung des Beschuldigten – ohne Kostenausspruch (Paragraph 8, GRBG) abzuweisen.

[33]       Bleibt anzumerken, dass die zu Punkt 1./B./II./3./ und 1./B./III./ angeführten Tathandlungen auf Basis der diesbezüglich dargestellten Verdachtsannahmen eine Subsumtion unter Paragraph 153, Absatz eins und Absatz 3, zweiter Fall StGB nicht zu tragen vermögen. In Ansehung der genannten Fakten ging das Oberlandesgericht davon aus, dass der Beschuldigte durch entsprechende Anweisungen die jeweils genannten Geschäftsführer (im Wissen um deren vorsätzlichen Befugnisfehlgebrauch und mit Schädigungsvorsatz) dazu bestimmt habe, als Machthaber der S* D* GmbH und der L* GmbH „fremdüblichen Konditionen nicht entsprechende und wirtschaftlich nicht vertretbare Kreditverträge“ über jeweils 35,35 Millionen Euro [im August 2023] „abzuschließen“, wobei die genannten Gesellschaften als Kreditgeber fungiert und durch die missbräuchlich erfolgten Kreditvergaben jeweils einen Vermögensschaden in Höhe von 35,35 Millionen Euro erlitten hätten (BS 29 f in Verbindung mit 6 f). Nach den weiteren Ausführungen im Haftfortsetzungsbeschluss sollten demgegenüber die beiden Kreditverträge allein dem Zweck dienen, die unter 1./B./I./2./ genannte, am 29. Juni 2023 „ohne hinreichenden Rechtsgrund und ohne wirtschaftliche Rechtfertigung“ erfolgte Überweisung von 35,35 Millionen Euro von der S* D* GmbH an die F* B* Privatstiftung „nachträglich“ zu „dokumentieren“ (BS 29).

[34]       Diese Verdachtsannahmen stehen jedoch in Widerspruch zueinander. Denn die Ausführungen, die beiden genannten Kreditverträge hätten „lediglich“ der nachträglichen bzw „Neu-Dokumentation“ (BS 29) des zu 1./B./I./2./ genannten, bereits am 29. Juni 2023 erfolgten Geldflusses auf das Konto der F* B* Privatstiftung gedient, weisen auf das Vorliegen „bloßer“ – rechtlich unwirksamer vergleiche RIS-Justiz RS0018103, RS0018136 [T1, T3]) – Scheingeschäfte hin, die (nach dem Willen der Parteien) gerade keine „neuen“ Kreditverbindlichkeiten begründen sollten (zum Kreditvertrag als Konsensualvertrag siehe RIS-Justiz RS0094836 [T14]). Solcherart bleiben die (dringenden) Verdachtsannahmen, wonach der Beschuldigte auch bei den Fakten 1./B./II./3./ und 1./B./III./ mit untreuerelevantem Schädigungsvorsatz gehandelt habe, ohne Sachverhaltsbezug vergleiche RIS-Justiz RS0119090).

[35]       Für die Erledigung der Grundrechtsbeschwerde war dies jedoch nicht von Bedeutung, weil schon der – nicht bekämpfte und keinen amtswegigen Bedenken begegnende – dringende Tatverdacht zu den Punkten 1./A./, 1./B./I./, 1./B./II./1./, 1./B./II./2./, 2./, 3./I./1./, 3./I./4./ und 4./ (in Ansehung des Haftgrundes der Tatbegehungsgefahr nach Paragraph 173, Absatz 2, Ziffer 3, Litera a, StPO) hafttragend ist vergleiche RIS-Justiz RS0120817 [T1, T6 und T7]; RS0061132 [T8]).

Textnummer

E147147

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2026:0150OS00032.26H.0407.000

Im RIS seit

15.04.2026

Zuletzt aktualisiert am

22.04.2026

Dokumentnummer

JJT_20260407_OGH0002_0150OS00032_26H0000_000