Rechtssatz für 3Ob683/51 1Ob472/56 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0005982

Geschäftszahl

3Ob683/51; 1Ob472/56; 5Ob467/59; 5Ob622/59; 5Ob223/60; 6Ob25/61; 2Ob550/77; 1Ob745/77; 3Ob640/78; 5Ob704/78; 2Ob528/82; 1Ob542/82; 5Ob30/83; 1Ob517/84; 7Ob581/85; 7Ob631/85; 1Ob696/85; 1Ob542/86; 3Ob542/86; 2Ob525/87; 6Ob540/87; 8Ob574/87; 4Ob510/88; 7Ob601/89; 7Ob573/90; 8Ob515/91; 4Ob1537/92; 7Ob596/93; 7Ob597/94; 1Ob2330/96w; 6Ob302/98z; 10Ob352/99h; 10Ob52/00w; 7Ob80/01t; 7Ob147/01w; 7Ob181/01w; 7Ob196/01a; 7Ob82/02p; 6Ob244/07m; 10Ob58/08i; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g

Entscheidungsdatum

21.04.2009

Norm

AußStrG §2 Abs2 Z5 F1
AußStrG §16 BII2g
AußStrG §249 Abs2
AußStrG §249 Abs3
AußStrG §251
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIA7
ZPO §477 Abs1 Z4 und Z9 D4

Rechtssatz

Die Verletzung des gleichen rechtlichen Gehörs begründet auch im Außerstreitverfahren eine Nichtigkeit.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 683/51
    Entscheidungstext OGH 05.12.1951 3 Ob 683/51
  • 1 Ob 472/56
    Entscheidungstext OGH 19.09.1956 1 Ob 472/56
    Beisatz: Beschluss nach § 142 Abs 2 ABGB ohne Anhörung des anderen Elternteils. (T1)
  • 5 Ob 467/59
    Entscheidungstext OGH 11.11.1959 5 Ob 467/59
    Beisatz: Ob die Nullität in der ersten oder in der zweiten Instanz unterläuft, ist bezüglich der Zulässigkeit der Beschwerde an den OGH gleichgültig. (T2)
  • 5 Ob 622/59
    Entscheidungstext OGH 02.03.1960 5 Ob 622/59
  • 5 Ob 223/60
    Entscheidungstext OGH 08.07.1960 5 Ob 223/60
  • 6 Ob 25/61
    Entscheidungstext OGH 22.02.1961 6 Ob 25/61
  • 2 Ob 550/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 2 Ob 550/77
  • 1 Ob 745/77
    Entscheidungstext OGH 21.12.1977 1 Ob 745/77
  • 3 Ob 640/78
    Entscheidungstext OGH 26.09.1978 3 Ob 640/78
  • 5 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 5 Ob 704/78
    Vgl; Beisatz hier: Entmündigungsverfahren (T3)
  • 2 Ob 528/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 528/82
  • 1 Ob 542/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 542/82
    Auch; Beisatz hier: Beurteilung der Prozessfähigkeit einer Partei. (T4)
  • 5 Ob 30/83
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 5 Ob 30/83
    Beisatz hier: Nichtbeiziehung des Untervermieters im Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 1 MRG. (T5) Veröff: SZ 56/109 = JBl 1985,43
  • 1 Ob 517/84
    Entscheidungstext OGH 14.03.1984 1 Ob 517/84
    Auch
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
  • 7 Ob 631/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 631/85
    Auch
  • 1 Ob 696/85
    Entscheidungstext OGH 27.11.1985 1 Ob 696/85
    Auch
  • 1 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 542/86
  • 3 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 542/86
    Auch
  • 2 Ob 525/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 525/87
  • 6 Ob 540/87
    Entscheidungstext OGH 30.04.1987 6 Ob 540/87
    Auch; Beisatz: Hier: Sachwalterbestellungsverfahren (T6)
  • 8 Ob 574/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 574/87
  • 4 Ob 510/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 510/88
    Auch
  • 7 Ob 601/89
    Entscheidungstext OGH 15.06.1989 7 Ob 601/89
  • 7 Ob 573/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 7 Ob 573/90
  • 8 Ob 515/91
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 8 Ob 515/91
  • 4 Ob 1537/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 4 Ob 1537/92
  • 7 Ob 596/93
    Entscheidungstext OGH 27.10.1993 7 Ob 596/93
  • 7 Ob 597/94
    Entscheidungstext OGH 31.08.1994 7 Ob 597/94
  • 1 Ob 2330/96w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2330/96w
  • 6 Ob 302/98z
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 302/98z
    Auch
  • 10 Ob 352/99h
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 352/99h
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Unterbleiben einer Zustellung der Rekursschrift an die Betroffene. (T7)
  • 10 Ob 52/00w
    Entscheidungstext OGH 23.03.2000 10 Ob 52/00w
  • 7 Ob 80/01t
    Entscheidungstext OGH 18.04.2001 7 Ob 80/01t
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 7 Ob 147/01w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 147/01w
    Beisatz: Hier: Unterbleiben der Zustellung einer Rekursschrift an den Unterhaltsschuldner und den Präsidenten des OLG in einem Verfahren nach § 399a EO (§ 4 Z 5 UVG in Verbindung mit § 382a EO). (T8)
  • 7 Ob 181/01w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 181/01w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 7 Ob 196/01a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 196/01a
    Beisatz: Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn der Unterhaltsschuldner weder in der (streitigen) Unterhaltssache einvernommen wurde noch ihm zumindest der Unterhaltsfestsetzungsantrag des Unterhaltssachwalters mit oder ohne Aufforderung nach § 185 Abs 3 AußStrG zugestellt wurde. (T9)
  • 7 Ob 82/02p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 82/02p
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 244/07m
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 244/07m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Hier: Zum Vorbringen des eine Unterhaltsherabsetzung beantragenden Vaters, es sei ihm aufgrund konkreter gesundheitlicher Beschwerden nicht möglich einer Erwerbsarbeit nachzugehen, hätten Beweise aufgenommen werden müssen. (T19)
  • 10 Ob 58/08i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 58/08i
    Vgl auch; Beisatz: Im Rechtsmittelsystem des neuen AußStrG, das den Begriff der Nichtigkeit vermeidet, wird die Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs ausdrücklich als Revisionsrekursgrund normiert (§ 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG). (T20)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl auch; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T21); Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T22); Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0005982

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2012

Dokumentnummer

JJR_19511205_OGH0002_0030OB00683_5100000_001

Rechtssatz für 6Ob584/79 8Ob557/82 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0036484

Geschäftszahl

6Ob584/79; 8Ob557/82; 6Ob592/85; 3Ob106/85 (3Ob107/85); 1Ob688/88; 3Ob187/94 (3Ob188/94); 6Ob557/95; 7Ob61/05d; 10Ob91/08t

Entscheidungsdatum

21.04.2009

Norm

AußStrG 2005 §5 Abs2
ZPO §115
ZPO §116 I
ZPO §477 Z4 D4
  1. ZPO § 115 heute
  2. ZPO § 115 gültig ab 01.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  3. ZPO § 115 gültig von 01.03.1983 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1982
  1. ZPO § 477 heute
  2. ZPO § 477 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 477 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Führt eine Vernachlässigung der vorprozessualen Sorgfalt des Klägers (zur Erkundungspflicht und Bescheinigungspflicht vergleiche SZ 25/10, EvBl 1955/22, SZ 38/45 ua) zur Bestellung eines Prozeßkurators nach den Paragraphen 115, 116, ZPO, ohne daß die Voraussetzungen hiezu tatsächlich vorgelegen sind, dann ist die Kuratorbestellung und das in der Folge mit ihm durchgeführte Verfahren - wie im Fall einer erschlichenen Kuratorbestellung vergleiche EvBl 1951/403, SZ 27/102 ua) - nichtig.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 584/79
    Entscheidungstext OGH 29.08.1979 6 Ob 584/79
    Veröff: JBl 1980,267
  • 8 Ob 557/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 557/82
  • 6 Ob 592/85
    Entscheidungstext OGH 20.06.1985 6 Ob 592/85
    Auch; Beisatz: Nicht dann, wenn selbst bei Beachtung der gebotenen vorprozessualen Sorgfaltspflicht der Beklagten der Kläger tatsächlich nicht hätte erreicht werden können. (T1)
  • 3 Ob 106/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 106/85
    Auch
  • 1 Ob 688/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 688/88
    Beisatz: Hier: Abwesenheitskurator (T2)
  • 3 Ob 187/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 3 Ob 187/94
  • 6 Ob 557/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1995 6 Ob 557/95
    Vgl; Beisatz: Keine Nichtigkeit, wenn durch Kuratorbestellung (wegen mangelnder Zustellmöglichkeit) nicht der Grundsatz des Parteiengehörs verletzt wurde. (T3)
  • 7 Ob 61/05d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 61/05d
    Auch; Beisatz: Verletzung des rechtlichen Gehörs einer Partei iSd § 97 Abs 2 AußStrG 2005 bei Bestellung eines Kurators ohne Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen. (T4)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T5); Veröff: SZ 2009/49

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0036484

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2012

Dokumentnummer

JJR_19790829_OGH0002_0060OB00584_7900000_001

Rechtssatz für 8Ob333/98y 7Ob61/05d 10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111369

Geschäftszahl

8Ob333/98y; 7Ob61/05d; 10Ob91/08t; 3Ob161/09m

Entscheidungsdatum

30.09.2009

Norm

ZPO §477 Abs1 Z4 D4
  1. ZPO § 477 heute
  2. ZPO § 477 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 477 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Die Gewährung des rechtlichen Gehörs stellt einen derart fundamentalen Grundsatz des Verfahrensrechts dar, dass dessen Verletzung regelmäßig als Nichtigkeit im Sinne des (gemäß Paragraph 171, KO anwendbaren) Paragraph 477, Absatz eins, Ziffer 4, ZPO zu beurteilen ist (so schon 9 Ob 382/97k, 1 Ob 305/98d).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 333/98y
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 8 Ob 333/98y
  • 7 Ob 61/05d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 61/05d
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T1); Veröff: SZ 2009/49
  • 3 Ob 161/09m
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 161/09m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111369

Im RIS seit

27.02.1999

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2012

Dokumentnummer

JJR_19990128_OGH0002_0080OB00333_98Y0000_002

Rechtssatz für 4Ob2351/96f 10Ob77/07g...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107115

Geschäftszahl

4Ob2351/96f; 10Ob77/07g; 10Ob91/08t; 9Ob15/12i; 9Ob70/14f

Entscheidungsdatum

06.10.2014

Norm

AußStrG 2005 §5 Abs2
AußStrG §9 A2
AußStrG §9 C1
AußStrG §9 Q
AußStrG §14 A1
AußStrG §14 A5
ABGB §276 Ie
ABGB §276 IIa
ZPO §116 I
ZPO §116 IV
ZPO §116 V
ZPO §460
ZPO §502 A
ZPO §514 D
ZPO §528 A
  1. ABGB § 276 heute
  2. ABGB § 276 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 276 gültig von 01.07.2007 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  4. ABGB § 276 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 276 gültig von 01.01.1812 bis 30.06.2001
  1. ABGB § 276 heute
  2. ABGB § 276 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 276 gültig von 01.07.2007 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  4. ABGB § 276 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 276 gültig von 01.01.1812 bis 30.06.2001
  1. ZPO § 460 heute
  2. ZPO § 460 gültig ab 14.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2023
  3. ZPO § 460 gültig von 01.05.2022 bis 13.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 460 gültig von 01.01.2020 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  5. ZPO § 460 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  6. ZPO § 460 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  7. ZPO § 460 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2003
  8. ZPO § 460 gültig von 01.01.2003 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  9. ZPO § 460 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1999
  10. ZPO § 460 gültig von 01.01.1987 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 70/1985
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 514 heute
  2. ZPO § 514 gültig ab 01.05.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. ZPO § 528 heute
  2. ZPO § 528 gültig ab 01.01.2034 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2025
  3. ZPO § 528 gültig von 01.01.2026 bis 31.12.2033 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2025
  4. ZPO § 528 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  5. ZPO § 528 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  6. ZPO § 528 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  7. ZPO § 528 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  8. ZPO § 528 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Solange ein Beschluss, mit dem ein Abwesenheitskurator bestellt wurde, aufrecht ist (weder mit Rechtsmittel bekämpft noch von Amts wegen beseitigt), ist der Abwesenheitskurator befugt, für den von ihm zu Vertretenden einzuschreiten und Rechtsmittel zu erheben. Zwar ist das mit einem zu Unrecht bestellten Kurator abgewickelte Verfahren nichtig, doch ist das vom Kurator erhobene Rechtsmittel zulässig und daher nicht mangels Rechtsmittellegitimation als unzulässig zurückzuweisen. Die Nichtigkeit ist aus Anlass eines solchen Rechtsmittels wahrzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2351/96f
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2351/96f
  • 10 Ob 77/07g
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 Ob 77/07g
    Auch; Beisatz: Die Befugnis des Abwesenheitskurators, für den Kuranden einzuschreiten und Rechtsmittel zu erheben, kann nicht verneint werden, solange der Bestellungsbeschluss aufrecht ist. (T1)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T2); Veröff: SZ 2009/49
  • 9 Ob 15/12i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 Ob 15/12i
    Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich kommt dem ordnungsgemäß bestellten Abwesenheitskurator nach § 116 ZPO eine umfassende Vertretungsbefugnis im jeweiligen Verfahren zu und damit auch die „Einlassung“ in das Verfahren im Sinne des Art 24 EuGVVO. (T3)
  • 9 Ob 70/14f
    Entscheidungstext OGH 06.10.2014 9 Ob 70/14f
    Vgl; Beisatz teilweise abweichend zu T3; Beisatz: Der EuGH hat die Begründung der internationalen Zuständigkeit durch die Verfahrenseinlassung des Abwesenheitskurators nach Art 24 EuGVVO allgemein verneint. (T4)
    Bem: Zum vorangegangenen Vorabentscheidungsverfahren siehe RS0128523. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0107115

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19961126_OGH0002_0040OB02351_96F0000_001

Rechtssatz für 7Ob61/05d 10Ob91/08t 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120123

Geschäftszahl

7Ob61/05d; 10Ob91/08t; 3Ob121/13k; 1Ob21/17w

Entscheidungsdatum

26.04.2017

Norm

AußStrG 2005 §97 Abs2 Z2

Rechtssatz

Verletzung des rechtlichen Gehörs einer Partei iSd Paragraph 97, Absatz 2, AußStrG 2005 bei Bestellung eines Kurators ohne Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 61/05d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 61/05d
    Beisatz: Die telefonische Verständigung des Wiederaufnahmsklägers von einem Wiederaufnahmeverfahren in Serbien durch den dort zuständigen Richter genügt nicht für die Kenntnis des Wiederaufnahmsklägers. Vielmehr ist die Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftsatzes erforderlich. (T1)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T2); Veröff: SZ 2009/49
  • 3 Ob 121/13k
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 121/13k
    Auch; Beisatz: Das bloße Wissen von einem Verfahren ersetzt die Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftsatzes nicht (so schon 7 Ob 61/05d). (T3)
  • 1 Ob 21/17w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 21/17w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zustellmangel im ukrainischen Scheidungsverfahren. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120123

Im RIS seit

10.08.2005

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2017

Dokumentnummer

JJR_20050711_OGH0002_0070OB00061_05D0000_001

Rechtssatz für 10Ob91/08t 1Ob109/17m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124758

Geschäftszahl

10Ob91/08t; 1Ob109/17m

Entscheidungsdatum

12.07.2017

Norm

AußStrG 2005 §5 Abs2 Z2 litb
ZPO §115
ZPO §116 I

Rechtssatz

Die zu den Paragraphen 115, 116, ZPO ergangene Rechtsprechung zur jedenfalls erforderlichen Befragung leicht erreichbarer Angehöriger (RIS-Justiz RS0036476; RS0036484) gilt auch für Kuratorenbestellungen nach §5 Abs2 Z2 litb AußStrG.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Veröff: SZ 2009/49
  • 1 Ob 109/17m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 109/17m
    Auch; Beisatz: Hier: prozessualer Zustellkurator nach § 5 Abs 2 Z 1 lit b AußStrG 2005. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124758

Im RIS seit

21.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

26.09.2017

Dokumentnummer

JJR_20090421_OGH0002_0100OB00091_08T0000_001

Rechtssatz für 10Ob91/08t; 8Ob145/17g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124759

Geschäftszahl

10Ob91/08t; 8Ob145/17g; 3Ob41/19d; 6Ob14/21h

Entscheidungsdatum

15.03.2021

Norm

AußStrG 2005 §5 Abs2 Z1
AußStrG 2005 §5 Abs2 Z2 litb

Rechtssatz

In einem konkreten Verfahren hat das Gericht selbst (nur) Kollisions- oder Zustellkuratoren gemäß §5 Abs2 Z1 AußStrG zu bestellen. Zur Bestellung eines Abwesenheitskurators nach Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer 2, Litera b, AußStrG fehlt jedenfalls die Zuständigkeit, weil es für eine solche Bestellung lediglich durch die Anzeige deren Notwendigkeit an das zuständige Gericht hätte „sorgen" dürfen.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Veröff: SZ 2009/49
  • 8 Ob 145/17g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 145/17g
    Auch
  • 3 Ob 41/19d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 3 Ob 41/19d
  • 6 Ob 14/21h
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 6 Ob 14/21h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124759

Im RIS seit

21.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20090421_OGH0002_0100OB00091_08T0000_002

Rechtssatz für 7Ob190/99p 7Ob142/05s 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0112828

Geschäftszahl

7Ob190/99p; 7Ob142/05s; 1Ob244/05x; 10Ob91/08t; 10Ob32/21k

Entscheidungsdatum

22.02.2022

Rechtssatz

Die Paragraphen 116, ff ZPO sind auch in Verfahren Außerstreitsachen anwendbar. Auch dort hat der Antragsteller bei konkurrierenden Voraussetzungen die Wahl, ob er die Bestellung eines Kurators nach Paragraph 116, ZPO durch das für das konkrete außerstreitige Verfahren zuständige Gericht oder eines Abwesenheitskurators nach Paragraph 276, ABGB durch das Pflegschaftsgericht begehrt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 190/99p
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 7 Ob 190/99p
    Veröff: SZ 72/155
  • 7 Ob 142/05s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 142/05s
    nur: Die §§ 116 ff ZPO sind auch in Verfahren Außerstreitsachen anwendbar. (T1)
  • 1 Ob 244/05x
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 244/05x
    Vgl; nur T1
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl; Beisatz: In einem konkreten Verfahren hat das Gericht selbst (nur) Kollisions- oder Zustellkuratoren gemäß §5 Abs2 Z1 AußStrG zu bestellen. Zur Bestellung eines Abwesenheitskurators nach § 5 Abs 2 Z 2 lit b AußStrG fehlt jedenfalls die Zuständigkeit, weil es für eine solche Bestellung lediglich durch die Anzeige deren Notwendigkeit an das zuständige Gericht hätte „sorgen" dürfen. (T2); Veröff: SZ 2009/49
  • 10 Ob 32/21k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 10 Ob 32/21k
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112828

Im RIS seit

19.11.1999

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2022

Dokumentnummer

JJR_19991020_OGH0002_0070OB00190_99P0000_001

Rechtssatz für 6Ob573/92 2Ob574/93 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076391

Geschäftszahl

6Ob573/92; 2Ob574/93; 1Ob607/93; 8Ob532/94; 1Ob633/94; 1Ob516/95; 6Ob542/95 (6Ob543/95); 3Ob2163/96a; 2Ob2370/96k; 8Ob31/98m; 7Ob48/98d; 7Ob16/00d; 1Ob191/01x; 1Ob38/02y; 9Ob157/02g; 1Ob242/02y; 8Ob103/02h; 1Ob78/03g; 3Ob1/05a; 3Ob128/05b; 3Ob257/05y; 7Ob289/05h; 7Ob298/05g; 6Ob209/06p; 4Ob45/07g; 10Ob1/08g; 10Ob91/08t; 10Ob40/09v; 10Ob60/09k; 10Ob46/09a; 10Ob49/09t; 10Ob59/09p; 10Ob3/10d; 10Ob5/10y; 1Ob160/09z; 10Ob36/10g; 10Ob32/10v; 10Ob51/10p; 10Ob67/10s; 10Ob13/12b; 10Ob43/13s (10Ob44/13p); 10Ob107/15f; 10Ob7/16a; 10Ob37/16p; 10Ob24/17b; 10Ob33/17a; 10Ob71/17i; 10Ob105/18s; 10Ob30/19p; 10Ob23/19h; 10Ob51/20b; 10Ob31/22i; 10Ob41/22k

Entscheidungsdatum

17.01.2023

Norm

FamLAG §12a
UVG §7 Abs1 Z1
  1. UVG § 7 heute
  2. UVG § 7 gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  3. UVG § 7 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  4. UVG § 7 gültig von 07.11.1985 bis 31.12.2004

Rechtssatz

Der Versagungsgrund nach Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer eins, UVG hat nicht eine erwiesene oder doch bescheinigte materielle Unrichtigkeit der titelmäßigen Unterhaltsansprüche, auf die die Vorschüsse gewährt werden sollen, zur Voraussetzung, sondern knüpft die Rechtsfolge der Versagung (Herabsetzung oder Einstellung) an das Bestehen begründeter Bedenken gegen den aufrechten materiellen Bestand des zu bevorschussenden gesetzlichen Unterhaltsanspruches im titelmäßigen Ausmaß. Bloß objektiv gerechtfertigte Zweifel reichen zur Versagung nicht hin, vielmehr müsste schon eine zur Zeit der Schaffung des Exekutionstitels bestandene oder durch Änderung der Unterhaltsbemessungsgrundlagen inzwischen eingetretene Unangemessenheit der titelmäßigen Unterhaltsfestsetzung nach den bei der Entscheidung über einen Vorschussantrag zu berücksichtigenden Tatumstände mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen sein.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 27.08.1992 6 Ob 573/92
    Veröff: EvBl 1993/34 S 168 = ÖA 1993,29
  • 2 Ob 574/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 574/93
    Veröff: EvBl 1994/43 S 198
  • 1 Ob 607/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 607/93
    Auch
  • 8 Ob 532/94
    Entscheidungstext OGH 31.08.1994 8 Ob 532/94
  • 1 Ob 633/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 633/94
    Auch
  • 1 Ob 516/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 516/95
    Auch
  • 6 Ob 542/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 542/95
  • 3 Ob 2163/96a
    Entscheidungstext OGH 10.07.1996 3 Ob 2163/96a
  • 2 Ob 2370/96k
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2370/96k
  • 8 Ob 31/98m
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 8 Ob 31/98m
    Auch
  • 7 Ob 48/98d
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 7 Ob 48/98d
  • 7 Ob 16/00d
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 16/00d
    Vgl auch
  • 1 Ob 191/01x
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 191/01x
    Vgl; Beisatz: Begründete Bedenken gegen das Weiterbestehen einer bereits titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien sind nach Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Unterhaltsschuldners in geradezu typischer Weise dann gerechtfertigt, wenn sich der Unterhaltstitel auf monatliche Leistungen bezieht, die das zur Finanzierung einer bescheidenen Lebensführung erforderliche Maß übersteigen. (T1); Veröff: SZ 74/138
  • 1 Ob 38/02y
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 38/02y
    Auch; Beisatz: "Begründete Bedenken" nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG dahin, dass die titulierte Unterhaltsschuld von der gesetzlichen Unterhaltspflicht zufolge einer wesentlichen Änderung der Umstände abweicht, können nach der Aktenlage auch ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens bestehen, weil derartige Bedenken schon allein durch die Tatsache der Konkurseröffnung über das Vermögen des Unterhaltsschuldners erweckt werden könnten. Umgekehrt ist aber auch nach Konkurseröffnung eine nach typischen - also für den Regelfall geltenden - Voraussetzungen beurteilbare Sachlage denkbar, bei der "begründete Bedenken" gegen das gänzliche beziehungsweise teilweise Weiterbestehen der titulierten Unterhaltsschuld nach materiellrechtlichen Kriterien im Allgemeinen (noch) nicht aufgeworfen werden. (T2)
  • 9 Ob 157/02g
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 157/02g
  • 1 Ob 242/02y
    Entscheidungstext OGH 28.10.2002 1 Ob 242/02y
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 103/02h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 Ob 103/02h
    Vgl auch; Beisatz: Übersteigt der dem geldunterhaltspflichtigen Elternteil zukommende Unterhaltsabsetzbetrag jenen Betrag, um den eine steuerliche Entlastung im Sinne der vom Obersten Gerichtshof aufgrund des Erkenntnisses des VfGH vom 19. Juni 2002, G 7/02, erschlossenen Grundsätze (1 Ob 97/02z) vorzunehmen ist, liegt kein Versagungsgrund gemäß § 7 Abs 1 Z 1 UVG vor. (T3)
  • 1 Ob 78/03g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 78/03g
    Beisatz: Sind die Voraussetzungen für eine Anspannung des Unterhaltsschuldners gegeben, so liegen keine begründeten Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG vor. (T4); Veröff: SZ 2003/118
  • 3 Ob 1/05a
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 1/05a
    Auch
  • 3 Ob 128/05b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 128/05b
    Vgl auch; Beisatz: Es ist eine Frage des jeweiligen Einzelfalls, ob begründete Bedenken gegen das Bestehen (oder die Höhe) der festgesetzten Unterhaltspflicht iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG bestehen, was idR schon gegen das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage spricht. (T5)
  • 3 Ob 257/05y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 257/05y
    Auch; nur: Der Versagungsgrund nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG knüpft die Rechtsfolge der Versagung (Herabsetzung oder Einstellung) an das Bestehen begründeter Bedenken gegen den aufrechten materiellen Bestand des zu bevorschussenden gesetzlichen Unterhaltsanspruches im titelmäßigen Ausmaß. Bloß objektiv gerechtfertigte Zweifel reichen zur Versagung nicht hin. (T6); Beisatz: Es muss vielmehr nach der Sachlage bei der Entscheidung über den Vorschussantrag mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen sein, dass die im Exekutionstitel festgesetzte Unterhaltspflicht nicht (mehr) besteht oder, der gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht entsprechend, zu hoch festgesetzt ist. (T7); Beisatz: § 7 Abs 1 UVG soll vor allem einer missbräuchlichen Inanspruchnahme von Unterhaltsvorschüssen vorbeugen und es dem Gericht im Falle einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse ermöglichen, die Vorschüsse in der der gesetzlichen Unterhaltspflicht entsprechenden Höhe zu bemessen. (T8)
  • 7 Ob 289/05h
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 7 Ob 289/05h
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 298/05g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 298/05g
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 209/06p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 209/06p
    Beis wie T4
  • 4 Ob 45/07g
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 45/07g
    Auch; Beisatz: Hier: Voraussichtlich länger dauernde Haft und schon davor sehr schlechte finanzielle des Situation des Geldunterhaltsschuldners bei sehr hohen Unterhaltsbeiträgen. (T9)
  • 10 Ob 1/08g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 10 Ob 1/08g
    Auch; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bestehen bei Einleitung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen regelmäßig begründete Bedenken im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG, wobei die Eröffnung eines Schuldenregulierungsverfahrens der Konkurseröffnung gleichzuhalten ist. (T10)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2009/49
  • 10 Ob 40/09v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 Ob 40/09v
  • 10 Ob 60/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 10 Ob 60/09k
    Auch; Beisatz: Der Abschluss eines Zahlungsplans ist für sich allein nicht geeignet, Bedenken am Bestehen der Unterhaltspflicht im Sinn des § 7 Abs 1 UVG hervorzurufen. (T11)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 10 Ob 49/09t
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 10 Ob 49/09t
    Vgl auch
  • 10 Ob 59/09p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 10 Ob 59/09p
    Vgl auch
  • 10 Ob 3/10d
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 Ob 3/10d
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Allein aufgrund des Umstands, dass über das Vermögen des Unterhaltsschuldners ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet worden ist und dieses mit einem Abschöpfungsverfahren geendet hat, bestehen keine begründeten Bedenken iSd § 7 Abs 1 Z 1 UVG. (T12)
  • 10 Ob 5/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 Ob 5/10y
    Beis wie T8
  • 1 Ob 160/09z
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 1 Ob 160/09z
    Verstärkter Senat; Vgl auch; Beis gegenteilig wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; Veröff: SZ 2010/48
  • 10 Ob 36/10g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 10 Ob 36/10g
    Vgl auch; Beisatz: Begründete Bedenken im Sinn des § 16 Abs 2 UVG idF FamRÄG 2009, BGBl I 2009/75 liegen - der bisherigen Rechtsprechung zu § 7 Abs 1 Z 1 UVG entsprechend - insbesondere dann nicht vor, wenn die Voraussetzungen für die Anspannung des Unterhaltsschuldners auf einen Unterhalt in Titelhöhe gegeben sind. (T13); Bem: Siehe RS0126041. (T14)
  • 10 Ob 32/10v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 10 Ob 32/10v
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 51/10p
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 10 Ob 51/10p
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 10 Ob 67/10s
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 10 Ob 67/10s
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T13; Bem wie T14; Veröff: SZ 2010/122
  • 10 Ob 13/12b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 Ob 13/12b
    Auch
  • 10 Ob 43/13s
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 43/13s
    Auch; Beisatz: Der aufgrund eines Exekutionstitels gewährte Vorschuss soll der jeweiligen materiellen Unterhaltspflicht entsprechen und zwar unabhängig davon, ob eine Unrichtigkeit schon zum Zeitpunkt der Schaffung des Titels bestand oder sich aus einer zwischenzeitigen Änderung der Verhältnisse ergibt. (T15)
  • 10 Ob 107/15f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 Ob 107/15f
    Auch
  • 10 Ob 7/16a
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 10 Ob 7/16a
    Auch; Beis wie T15
  • 10 Ob 37/16p
    Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 Ob 37/16p
    Vgl aber; Beisatz: Seit dem FamRÄG 2009 besteht die Möglichkeit der Versagung der Vorschüsse nicht mehr auf der Grundlage von „begründeten Bedenken“ (§ 7 Abs 1 Z 1 UVG alt). Vielmehr ordnet § 7 Abs 1 Z 1 UVG idF des FamRÄG 2009 an, dass sich die materielle Unrichtigkeit des bestehenden Unterhaltstitels ohne weitere klärende Erhebungen aus der Aktenlage ergeben muss. (T16)
    Beisatz: Damit soll verdeutlicht werden, dass im Rahmen der Prüfung nach § 7 Abs 1 Z 1 UVG neu kein hypothetisches Unterhaltsfestsetzungsverfahren durchzuführen ist. (T17)
  • 10 Ob 24/17b
    Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 Ob 24/17b
    Auch; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des aktenkundig infolge Verlust des Arbeitsplatzes und Notstandshilfebezug verringerten Einkommens des Unterhaltsschuldners. (T18)
  • 10 Ob 33/17a
    Entscheidungstext OGH 13.09.2017 10 Ob 33/17a
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Jedenfalls setzt die Anwendung des Anspannungsgrundsatzes aber voraus, dass ausreichende, beweismäßig erfassbare Fakten für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners vorhanden sind. Sind aktenmäßige Anhaltspunkte für die materielle Unrichtigkeit des bestehenden Unterhaltstitels im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 UVG gegeben, können diese nicht mit Hilfe einer unbegründeten Anwendung des Anspannungsgrundsatzes beseitigt werden. (T19)
  • 10 Ob 71/17i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 Ob 71/17i
    Auch; Beis ähnlich wie T16; Beisatz. Hier: Nicht als gesetzliche Unterhaltsansprüche zu qualifizierende Kosten des Besuchs einer Privatschule. (T20)
  • 10 Ob 105/18s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 10 Ob 105/18s
    Vgl auch; Beisatz: Hier. Materieller Wegfall der Unterhaltspflicht durch Wegfall der Voraussetzungen für eine Anspannung des Unterhaltsschuldners auf ein fiktives Erwerbseinkommen. (T21)
  • 10 Ob 30/19p
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 10 Ob 30/19p
    Vgl; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 10 Ob 23/19h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 10 Ob 23/19h
    Vgl aber; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 10 Ob 51/20b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2021 10 Ob 51/20b
    Bei wie T15 nur: Der aufgrund des Exekutionstitels gewährte Vorschuss soll der jeweiligen materiellen gesetzlichen Unterhaltspflicht entsprechen. (T22)
    Beis wie T16
  • 10 Ob 31/22i
    Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 Ob 31/22i
    nur Beis wie T16; Beis wie T17
  • 10 Ob 41/22k
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 10 Ob 41/22k
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Die Aufgabe der Erwerbstätigkeit in Österreich und Emigration in die USA durch einen Unterhaltspflichtigen kubanischer Herkunft und nunmehr unbekannten Aufenthalts, bald nach Abschluss einer Unterhaltsvereinbarung, rechtfertigen mit Blick darauf, dass das Bewilligungsverfahren ohne weitere Erhebungen durchzuführen ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Annahme, dass die in der Unterhaltsvereinbarung festgesetzte Unterhaltsverpflichtung zwischenzeitig materiell unrichtig geworden wäre. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0076391

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2023

Dokumentnummer

JJR_19920827_OGH0002_0060OB00573_9200000_001

Rechtssatz für 1Ob2/52; 3Ob460/54; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0036476

Geschäftszahl

1Ob2/52; 3Ob460/54; 7Ob488/57; 4Ob347/60; 6Ob584/79; 3Ob138/79; 8Ob557/82; 6Ob592/85; 3Ob187/94 (3Ob188/94); 8ObA132/98i; 10Ob288/98w; 1Ob301/04b; 7Ob142/05s; 1Ob244/05x; 10Ob91/08t; 10Ob2/13m; 6Ob16/14t; 1Ob109/17m; 3Ob41/19d; 5Ob181/19g; 5Ob203/19t; 6Ob58/21d; 10Ob32/21k; 5Ob231/23s

Entscheidungsdatum

19.02.2024

Rechtssatz

Nach Paragraphen 115, 116, ZPO muss der Antragsteller vorerst versuchen, den Aufenthalt des anderen Teiles zu ermitteln, und die Vergeblichkeit dieses Versuches, also seine unverschuldete Unkenntnis des Aufenthaltes, dem Gericht bescheinigen. Eine Verpflichtung, umfangreiche Erhebungen anzustellen, kann allerdings nicht in Frage kommen, wohl aber die Befragung von leicht erreichbaren Angehörigen, Wohnungsgenossen, Angestellten des Abwesenden und dergleichen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 2/52
    Entscheidungstext OGH 16.01.1952 1 Ob 2/52
    Veröff: SZ 25/10
  • 3 Ob 460/54
    Entscheidungstext OGH 28.07.1954 3 Ob 460/54
    Beisatz: Vorübergehende Abwesenheit des zeichnungsberechtigten Geschäftsführers einer GmbH. (T1)
  • 7 Ob 488/57
    Entscheidungstext OGH 23.10.1957 7 Ob 488/57
    Veröff: MietSlg 6112
  • 4 Ob 347/60
    Entscheidungstext OGH 13.09.1960 4 Ob 347/60
  • 6 Ob 584/79
    Entscheidungstext OGH 29.08.1979 6 Ob 584/79
    Vgl auch; Veröff: JBl 1980,267
  • 3 Ob 138/79
    Entscheidungstext OGH 12.12.1979 3 Ob 138/79
    Auch
  • 8 Ob 557/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 557/82
  • 6 Ob 592/85
    Entscheidungstext OGH 20.06.1985 6 Ob 592/85
    Auch
  • 3 Ob 187/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 3 Ob 187/94
  • 8 ObA 132/98i
    Entscheidungstext OGH 08.06.1998 8 ObA 132/98i
    Auch
  • 10 Ob 288/98w
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 10 Ob 288/98w
    Vgl auch
  • 1 Ob 301/04b
    Entscheidungstext OGH 19.04.2005 1 Ob 301/04b
    Vgl; Beisatz: Es sind zumutbare, wenngleich auch nicht sehr umfangreiche Erhebungen über den momentanen Aufenthaltsort des Zustellempfängers, insbesondere bei Verwandten und sonstigen Personen zu pflegen, die üblicherweise vom Aufenthalt einer Person Kenntnis haben. Auch naheliegende Nachforschungen bei ausländischen Behörden können geboten sein. (T2)
    Veröff: SZ 2005/56
  • 7 Ob 142/05s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 142/05s
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Sind aber auf Grund der Sachlage Nachforschungen bzw Erhebungen von vornherein wenig aussichtsreich bzw nicht erfolgversprechend, ist eine Kuratorenbestellung auch ohne diese möglich. (T3)
  • 1 Ob 244/05x
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 244/05x
    Beis wie T2; Beisatz: Welche Erhebungen erforderlich sind, ist jeweils von den konkreten Umständen und Verhältnissen abhängig, sodass deren notwendiges Ausmaß regelmäßig eine Frage des Einzelfalls ist. (T4)
    Beisatz: In einem amtswegigen Verfahren hat das Gericht die Vorraussetzungen für die amtswegige Bestellung eines Kurators selbst zu prüfen. (T5)
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Die zu den §§ 115, 116 ZPO ergangene Rechtsprechung zur jedenfalls erforderlichen Befragung leicht erreichbarer Angehöriger (RIS-Justiz RS0036476; RS0036484) gilt auch für Kuratorenbestellungen nach § 5 Abs 2 Z 2 lit b AußStrG (siehe RS0124758. (T6)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 10 Ob 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 2/13m
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Die Bestimmung des § 5 Abs 2 Z 1 lit b AußStrG ist dem § 116 ZPO nachgebildet. Die Bestellung eines Kurators nach § 116 ZPO bzw § 5 Abs 2 Z 1 lit b AußStrG setzt voraus, dass vorher erfolglos versucht wurde, den Aufenthalt des Betreffenden zu ermitteln. (T7)
  • 6 Ob 16/14t
    Entscheidungstext OGH 13.03.2014 6 Ob 16/14t
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3, Beis wie T4; Beis wie T7
  • 1 Ob 109/17m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 109/17m
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T7; Beisatz: Hier: prozessualer Zustellkurator nach § 5 Abs 2 Z 1 lit b AußStrG 2005. (T8)
  • 3 Ob 41/19d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 3 Ob 41/19d
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Ein prozessualer Zustellkurator ist nur zu bestellen, wenn der Aufenthalt – und nicht auch die Person – der Partei unbekannt ist. (T9)
  • 5 Ob 181/19g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2019 5 Ob 181/19g
  • 5 Ob 203/19t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 203/19t
    Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 6 Ob 58/21d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 58/21d
    Vgl; Beisatz: Die Unauffindbarkeit muss zeitnah zur Antragstellung bescheinigt sein. (T10)
  • 10 Ob 32/21k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 10 Ob 32/21k
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 5 Ob 231/23s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.02.2024 5 Ob 231/23s
    Beisatz wie T7; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0036476

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.03.2024

Dokumentnummer

JJR_19520116_OGH0002_0010OB00002_5200000_001

Rechtssatz für 16Ok10/05; 16Ok13/05; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119971

Geschäftszahl

16Ok10/05; 16Ok13/05; 16Ok16/05; 16Ok19/05; 16Ok22/05; 16Ok25/05; 16Ok9/05; 16Ok39/05; 16Ok40/05; 16Ok42/05; 1Ob236/05w; 7Ob66/06s; 3Ob78/06a; 3Ob76/08k; 16Ok9/08; 2Ob174/08i; 7Ob64/09a; 4Ob2/09m; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g; 10Ob46/09a; 6Ob154/10f; 7Ob166/10b; 5Ob237/09b; 5Ob11/11w; 4Ob119/11w; 3Ob204/12i; 7Ob156/13m; 7Ob129/13s; 5Ob68/15h; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 10Ob18/19y; 5Ob143/19v; 5Ob97/21g; 8Ob75/21v; 5Ob13/22f; 9Ob82/24k; 10Ob24/24p; 10Ob6/25t; 2Ob42/25b; 5Ob180/24t; 8Ob153/25w

Entscheidungsdatum

28.01.2026

Norm

AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1
MRK Art6
WettbG §11 Abs5
  1. WettbG § 11 heute
  2. WettbG § 11 gültig ab 10.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2021
  3. WettbG § 11 gültig von 25.05.2018 bis 09.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. WettbG § 11 gültig von 25.04.2017 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2017
  5. WettbG § 11 gültig von 01.03.2013 bis 24.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2013
  6. WettbG § 11 gültig von 01.01.2006 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2005
  7. WettbG § 11 gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2005

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs ist aus Anlass eines zulässigen Rekurses auch von Amts wegen wahrzunehmen (Paragraph 55, Absatz 3, in Verbindung mit Paragraph 58, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG).

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 10/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 10/05
    Veröff: SZ 2005/84
  • 16 Ok 13/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 13/05
  • 16 Ok 16/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 16/05
  • 16 Ok 19/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 19/05
  • 16 Ok 22/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 22/05
  • 16 Ok 25/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 25/05
  • 16 Ok 9/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 9/05
  • 16 Ok 39/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 39/05
  • 16 Ok 40/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 40/05
  • 16 Ok 42/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 42/05
  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
    Auch; Beisatz: Es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder des bisher unvertretenen Kindes eingegriffen würde. (T1)
  • 7 Ob 66/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 66/06s
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, der angefochtene Beschluss ließe sich ohne Eingriff in die Rechte des bisher im Verfahren nicht Vertretenen bestätigen. (T2)
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Ähnlich; Beis wie T2 nur: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist. (T3)
  • 16 Ok 9/08
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 16 Ok 9/08
    Auch; Beisatz: Der Stellenwert des Gehörgrundsatzes lässt sich am besten aus der Sanktionierung seiner Verletzung ersehen: Nach den Materialien ist diese Verletzung „ein schwer sanktionierter Verfahrensverstoß", der nicht nur mit Rechtsmittel, sondern auch von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens wahrzunehmen ist. (T4)
  • 2 Ob 174/08i
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung nach § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG. (T5)
    Veröff: SZ 2008/159
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Es muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T6)
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
    Vgl
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl; Beisatz: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog § 55 Abs 3 AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen, aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (§ 57 Z 4 AußStrG). (T7)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T8)
    Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T9)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 154/10f
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 154/10f
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2010/137
  • 5 Ob 237/09b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 237/09b
    Beis wie T3; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T10)
  • 5 Ob 11/11w
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 11/11w
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T7
  • 3 Ob 204/12i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 204/12i
    Auch; Beisatz: Das Aufgreifen einer Nichtigkeit wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs setzt ein zulässiges Rechtsmittel voraus. (T11)
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Auch
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T12)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 10 Ob 18/19y
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 18/19y
    Beis wie T3
  • 5 Ob 143/19v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 143/19v
    Beis wie T7
  • 5 Ob 97/21g
    Entscheidungstext OGH 27.07.2021 5 Ob 97/21g
    Vgl; Beis wie T7
  • 8 Ob 75/21v
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 8 Ob 75/21v
    Beisatz wie T7
    Anm: Veröff: SZ 2021/72
  • 5 Ob 13/22f
    Entscheidungstext OGH 02.11.2022 5 Ob 13/22f
    Beis wie T7; Beis wie T10
  • 9 Ob 82/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2024 9 Ob 82/24k
    Beisatz wie T6
    Beisatz: Keine Äußerungsmöglichkeit zu den Erhebungen des Zustellvorganges. (T13)
  • 10 Ob 24/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.04.2025 10 Ob 24/24p
    nur T3
  • 10 Ob 6/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2025 10 Ob 6/25t
    Beisatz wie T11; Beisatz wie T12
  • 2 Ob 42/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 42/25b
    Beisatz: Hier: Unterbliebene Zustellung des Inventars vor Einantwortung an einen Pflichtteilsberechtigten. (T14)
  • 5 Ob 180/24t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.09.2025 5 Ob 180/24t
    vgl; Beisatz wie T2
  • 8 Ob 153/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.01.2026 8 Ob 153/25w
    vgl; Beisatz wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119971

Im RIS seit

29.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20050530_OGH0002_0160OK00010_0500000_002

Rechtssatz für 5Ob174/05g; 1Ob236/05w; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120213

Geschäftszahl

5Ob174/05g; 1Ob236/05w; 7Ob66/06s; 3Ob235/05p; 3Ob78/06a; 8Ob17/06t; 6Ob41/06g; 6Ob182/06t; 6Ob146/06y; 5Ob249/07i; 3Ob44/08d; 5Ob187/07x (5Ob188/07v); 1Ob81/08f; 2Ob77/08z; 6Ob165/08w; 16Ok9/08; 3Ob131/08y; 2Ob174/08i; 8Ob159/08b; 10Ob56/08w; 5Ob1/09x; 10Ob58/08i; 7Ob64/09a; 3Ob71/09a; 4Ob2/09m; 8Ob31/09f; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g; 5Ob98/09m; 10Ob46/09a; 5Ob145/09y; 8Ob66/10d; 7Ob166/10b; 1Ob155/10s; 1Ob25/11z; 4Ob119/11w; 3Ob186/11s; 6Ob236/11s; 1Ob94/12y; 1Ob97/12i; 1Ob167/12h; 5Ob154/12a; 3Ob171/12m; 10Ob2/13m; 10Ob31/13a; 7Ob156/13m; 7Ob129/13s; 8Ob41/13g; 10Ob4/14g; 5Ob225/14w; 3Ob219/14y; 5Ob68/15h; 7Ob181/15s; 5Ob61/15d; 1Ob255/15d; 1Ob46/16w; 6Ob156/16h; 6Ob115/16d; 5Ob153/16k; 4Ob67/17g; 2Ob120/17m; 5Ob90/17x; 9Ob25/18v; 8Ob113/17a; 7Ob141/18p; 4Ob149/18t; 6Ob145/18v; 6Ob154/18t; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 2Ob46/18f (2Ob100/18x); 5Ob210/18w; 5Ob172/19h; 1Ob72/20z; 5Ob50/20v; 5Ob67/20v; 2Ob69/20s; 1Ob163/20g; 6Ob196/20x; 1Ob49/21v; 7Ob4/21w; 8Ob34/21i; 6Ob181/21t; 2Ob24/22a; 5Ob13/22f; 6Ob80/23t; 4Ob53/23g; 3Ob53/23z; 2Ob224/23i; 2Ob107/24k; 6Ob129/24z; 5Ob158/24g; 2Ob163/24w; 2Ob16/25d (2Ob17/25a); 10Ob6/25t; 2Ob42/25b; 1Ob33/25x; 7Ob94/25m; 16Ok10/25v; 2Ob33/26f

Entscheidungsdatum

26.03.2026

Norm

AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z2
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIA7
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIA12
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIB
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIA8

Rechtssatz

In Paragraph 66, AußStrG 2005 sind die Revisionsrekursgründe nunmehr taxativ aufgezählt. Unter Paragraph 66, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG wurden nicht alle bisher als Nichtigkeit geltend zu machenden Verfahrensfehler als Revisionsrekursgründe beibehalten. Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 174/05g
    Entscheidungstext OGH 20.09.2005 5 Ob 174/05g
  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
    Vgl; Beisatz: Eine im Rechtsmittel nicht geltend gemachte Nichtigkeit ist im Revisionsrekursverfahren - analog § 55 Abs 3 AußStrG - von Amts wegen wahrzunehmen, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder des bisher unvertretenen Kindes eingegriffen würde. (T1)
  • 7 Ob 66/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 66/06s
  • 3 Ob 235/05p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 235/05p
    Vgl; Beis wie T1
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl aber; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, der angefochtene Beschluss ließe sich ohne Eingriff in die Rechte des bisher im Verfahren nicht Vertretenen bestätigen. Zu eng ist die Ansicht, eine Aufhebung könne nur dann erfolgen, „wenn der Nichtigkeitsgrund zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte". (T2)
  • 8 Ob 17/06t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 17/06t
    nur: In § 66 AußStrG 2005 sind die Revisionsrekursgründe nunmehr taxativ aufgezählt. (T3)
  • 6 Ob 41/06g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 41/06g
    Auch
  • 6 Ob 182/06t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 182/06t
    Auch; nur: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. (T4)
  • 6 Ob 146/06y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 6 Ob 146/06y
    Veröff: SZ 2007/142
  • 5 Ob 249/07i
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 5 Ob 249/07i
    Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung für die amtswegige Wahrnehmung der Verletzung des rechtlichen Gehörs beziehungsweise der gesetzlichen Vertretung ist auch im Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof ein zulässiges Rechtsmittel. (T5)
    Beisatz: Wenn der Erhebung des Rechtsmittels die Unterbrechung des Verfahrens entgegensteht und es daher zurückzuweisen ist, dann liegt kein zulässiges Rechtsmittel vor. (T6)
    Veröff: SZ 2008/2
  • 3 Ob 44/08d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 44/08d
    Auch; nur T4
  • 5 Ob 187/07x
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 187/07x
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Wenn geltend gemacht wird, dass im erstinstanzlichen Verfahren keine der ZPO entsprechende Erörterung von Urkunden stattgefunden habe, zu denen eine möglicherweise entscheidungsrelevante Stellungnahme hätte abgegeben werden können, liegt aber kein Fall der §§ 56, 57 Z 1 und 58 AußStrG vor (§ 66 Abs 1 Z 1 AußStrG). (T7)
  • 1 Ob 81/08f
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 81/08f
    Vgl auch
  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
    Auch; nur T4; nur: Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte. (T8)
  • 6 Ob 165/08w
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 165/08w
    Beis wie T7; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat darzulegen, welches konkrete (zusätzliche) Vorbringen er erstattet beziehungsweise welche konkreten (weiteren) Beweismittel er angeboten hätte, wäre er dem Verfahren erster Instanz umfassend beigezogen worden. (T9)
  • 16 Ok 9/08
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 16 Ok 9/08
    nur T4; nur T8; Beisatz: Für die Entscheidung unerhebliches Vorbringen muss nicht gehört werden. (T10)
  • 3 Ob 131/08y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 131/08y
    Vgl; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Die Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs zwingt nach § 58 Abs 1 und 3 leg cit nicht in jedem Fall zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung. (T11)
  • 2 Ob 174/08i
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung nach § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG. (T12)
    Veröff: SZ 2008/159
  • 8 Ob 159/08b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 159/08b
  • 10 Ob 56/08w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 56/08w
    Auch; nur T8
  • 5 Ob 1/09x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 5 Ob 1/09x
    Vgl; nur T4; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nur dann wahrzunehmen, wenn sie Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T13)
    Beisatz: Um einen erheblichen Verfahrensverstoß durch Verletzung des rechtlichen Gehörs wirksam geltend zu machen, ist im Revisionsrekurs die Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels aufzuzeigen. Ansonsten ist die Rüge nicht gesetzeskonform ausgeführt. (T14)
  • 10 Ob 58/08i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 58/08i
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Beisatz: Es muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T15)
  • 3 Ob 71/09a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 71/09a
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
    Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nur dann wahrzunehmen, wenn dieser Fehler Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T16)
  • 8 Ob 31/09f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 31/09f
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog § 55 Abs 3 AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen, aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (§ 57 Z 4 AußStrG). (T17)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T18)
    Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T19)
  • 5 Ob 98/09m
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 98/09m
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist im außerstreitigen Verfahren nur dann wahrzunehmen, wenn die Gehörverletzung Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T20)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Auch; Beis wie T17
  • 5 Ob 145/09y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 145/09y
    nur T3
  • 8 Ob 66/10d
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 66/10d
    Auch; Beis wie T13; Beis ähnlich wie T14
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Veröff: SZ 2010/137
  • 1 Ob 155/10s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 155/10s
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T14 nur: Um einen erheblichen Verfahrensverstoß durch Verletzung des rechtlichen Gehörs wirksam geltend zu machen, ist im Revisionsrekurs die Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels aufzuzeigen. (T21)
    Veröff: SZ 2010/132
  • 1 Ob 25/11z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 25/11z
    Vgl auch; nur: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte. (T22)
    Beis wie T21
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 186/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 186/11s
    Auch; Veröff: SZ 2011/124
  • 6 Ob 236/11s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 236/11s
    Vgl auch
  • 1 Ob 94/12y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 94/12y
    nur T4
  • 1 Ob 97/12i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 97/12i
    Auch; nur T4; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 1 Ob 167/12h
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 167/12h
    Vgl; Beis wie T13
  • 5 Ob 154/12a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 154/12a
    Beis wie T20
  • 3 Ob 171/12m
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 171/12m
    nur T22
  • 10 Ob 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 2/13m
    Beis wie T15; Beis wie T21; Beisatz: Bloß abstrakte Erwägungen reichen nicht aus. (T23)
  • 10 Ob 31/13a
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 31/13a
    Auch; Beis wie T17
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Vgl auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
    Auch; Ähnlich nur T8
  • 8 Ob 41/13g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 41/13g
    Auch
  • 10 Ob 4/14g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 4/14g
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Auch
  • 3 Ob 219/14y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 219/14y
    Auch
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Auch
  • 7 Ob 181/15s
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 181/15s
    Auch
  • 5 Ob 61/15d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 61/15d
    Auch; Beisatz: Hier: Mangelnde Beteiligung des Verwalters im Verfahren nach § 52 Abs 1 Z 4 WEG. (T24)
  • 1 Ob 255/15d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 255/15d
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Erlagsverfahren. Unterlassene Rekurszustellung. (T25)
  • 1 Ob 46/16w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 46/16w
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T20; Beis wie T21
  • 6 Ob 156/16h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 6 Ob 156/16h
    Auch; Beis wie T21
  • 6 Ob 115/16d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 115/16d
    Auch; Beis wie T11
  • 5 Ob 153/16k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 5 Ob 153/16k
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14
  • 4 Ob 67/17g
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 67/17g
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 2 Ob 120/17m
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 120/17m
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T21
  • 5 Ob 90/17x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 90/17x
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 9 Ob 25/18v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 25/18v
  • 8 Ob 113/17a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 113/17a
    Beis wie T14; Beis wie T21
  • 7 Ob 141/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 7 Ob 141/18p
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2018/57
  • 4 Ob 149/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 149/18t
  • 6 Ob 145/18v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 145/18v
    Auch; Beis wie T15
  • 6 Ob 154/18t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 154/18t
    Auch; Beis ähnlich wie T15
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T26)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 2 Ob 46/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 46/18f
    nur T22; Beis wie T11; Beis wie T21
  • 5 Ob 210/18w
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 210/18w
    Beis wie T13; Beis wie T15
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h
    nur T22; Beis wie T11; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T20
  • 1 Ob 72/20z
    Entscheidungstext OGH 25.05.2020 1 Ob 72/20z
    Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T21; Beis wie T23
  • 5 Ob 50/20v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 5 Ob 50/20v
    Vgl; Beis wie T5
  • 5 Ob 67/20v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2020 5 Ob 67/20v
    Beis wie T15; Beis wie T17; nur T22; Beis wie T23
  • 2 Ob 69/20s
    Entscheidungstext OGH 06.08.2020 2 Ob 69/20s
    Vgl; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Unterlassung einer mündlichen Verhandlung; im Rechtsmittel keine Relevanz aufgezeigt. (T27)
  • 1 Ob 163/20g
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 163/20g
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 6 Ob 196/20x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 196/20x
    Beis wie T21
  • 1 Ob 49/21v
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 1 Ob 49/21v
  • 7 Ob 4/21w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 4/21w
    Beis wie T14
  • 8 Ob 34/21i
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 8 Ob 34/21i
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 6 Ob 181/21t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 6 Ob 181/21t
    Beis wie T9; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 2 Ob 24/22a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2022 2 Ob 24/22a
    Beis wie T14; Beis wie T21; Beis wie T27; Beisatz: Hier: vorläufige Entscheidung über den hauptsächlichen Aufenthalt. (T28)
  • 5 Ob 13/22f
    Entscheidungstext OGH 02.11.2022 5 Ob 13/22f
  • 6 Ob 80/23t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2023 6 Ob 80/23t
    vgl
  • 4 Ob 53/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 4 Ob 53/23g
    vgl; Beisatz wie T9; Beisatz wie T10; nur T22
  • 3 Ob 53/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.06.2023 3 Ob 53/23z
    vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T20
  • 2 Ob 224/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 2 Ob 224/23i
    Beisatz wie T11; nur T9; nur T20
  • 2 Ob 107/24k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2024 2 Ob 107/24k
  • 6 Ob 129/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.09.2024 6 Ob 129/24z
    Beisatz wie T9; Beisatz wie T20; nur T22
  • 5 Ob 158/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 158/24g
    vgl; Beisatz wie T23
  • 2 Ob 163/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.01.2025 2 Ob 163/24w
    Beisatz wie T14; Beisatz wie T21
    Beisatz: Hier: Einem Testamentsvollstrecker wurde die Teilnahme am Verfahren gänzlich verweigert, sodass dieser die möglichen Auswirkungen nicht aufzeigen konnte. Da er die ihm übertragenen Überwachungsaufgaben nicht wahrnehmen konnte, ist ein Einfluss auf die Entscheidung nicht ausgeschlossen. (T29)
  • 2 Ob 16/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.03.2025 2 Ob 16/25d
    vgl
  • 10 Ob 6/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2025 10 Ob 6/25t
  • 2 Ob 42/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 42/25b
    Beisatz wie T20; Beisatz wie T21
    Beisatz: Hier: Unterbliebene Zustellung des Inventars vor Einantwortung an einen Pflichtteilsberechtigten. (T30)
  • 1 Ob 33/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 1 Ob 33/25x
  • 7 Ob 94/25m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 07.08.2025 7 Ob 94/25m
    Beisatz wie T13; Beisatz wie T14
  • 16 Ok 10/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.01.2026 16 Ok 10/25v
    Beisatz wie T14; Beisatz wie T21
  • 2 Ob 33/26f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.03.2026 2 Ob 33/26f

Schlagworte

Revisionsrekursgründe, Nichtigkeit, Nichtigkeitsgründe, Verletzung des rechtlichen Gehörs

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120213

Im RIS seit

20.10.2005

Zuletzt aktualisiert am

01.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20050920_OGH0002_0050OB00174_05G0000_001

Rechtssatz für 3Ob71/54 (3Ob72/54); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0007095

Geschäftszahl

3Ob71/54 (3Ob72/54); 2Ob77/55; 2Ob405/55; 2Ob167/56; 2Ob426/57; 6Ob144/58; 4Ob352/62; 6Ob300/64; 6Ob26/65; 5Ob26/65; 8Ob97/65; 2Ob277/66; 1Ob290/66; 2Ob323/66; 6Ob117/68; 7Ob173/69 (7Ob174/69); 3Ob4/70; 7Ob217/71; 3Ob128/72 (3Ob129/72-3Ob134/72); 3Ob151/72; 3Ob90/74 (3Ob91/74-3Ob99/74); 5Ob156/75; 1Ob619/76; 5Ob620/76 (5Ob621/76); 3Ob137/76; 6Ob570/77; 2Ob544/78; 3Ob172/78; 4Ob63/80; 7Ob628/80 (7Ob629/80); 6Ob825/80; 1Ob644/81; 1Ob766/81; 6Ob792/81; 6Ob832/81; 2Ob537/82; 4Ob556/83; 3Ob1507/84; 3Ob68/85; 3Ob1006/87; 7Ob666/87 (7Ob667/87; 7Ob668/87); 8Ob544/89 (8Ob545/89); 1Ob580/95; 8Ob54/97t; 4Ob2351/96f; 8Ob23/99m; 8Ob129/00d; 3Ob259/99f; 9Ob109/01x; 9Ob305/01w; 7Ob28/02x; 9Ob295/01z; 4Ob228/02m; 8Ob232/02d; 7Ob172/03z; 4Ob54/04a; 3Ob314/05f; 1Ob51/07t; 4Ob109/07v; 3Ob171/08f; 3Ob256/08f; 10Ob91/08t; 2Ob152/09f; 8Ob92/10b; 4Ob119/11w; 10Ob32/12x; 8Ob139/12t; 3Ob41/13w; 4Ob84/14b; 8Ob12/15w; 9ObA52/15k; 1Ob32/16m; 2Ob62/17g; 8Ob44/17d; 2Ob50/19w; 9Ob67/21z; 5Ob65/22b; 2Ob18/25y; 2Ob50/26f

Entscheidungsdatum

28.04.2026

Rechtssatz

Sowohl im streitigen wie auch im außerstreitigen Verfahren gilt der Grundsatz, dass ein Nichtigkeitsgrund nur dann berücksichtigt werden kann, wenn ein zulässiges Rechtsmittel vorliegt (2 Ob 134/50, 1 Ob 515/50).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 71/54
    Entscheidungstext OGH 10.03.1954 3 Ob 71/54
  • 2 Ob 77/55
    Entscheidungstext OGH 09.02.1955 2 Ob 77/55
  • 2 Ob 405/55
    Entscheidungstext OGH 06.07.1955 2 Ob 405/55
  • 2 Ob 167/56
    Entscheidungstext OGH 14.03.1956 2 Ob 167/56
  • 2 Ob 426/57
    Entscheidungstext OGH 09.10.1957 2 Ob 426/57
  • 6 Ob 144/58
    Entscheidungstext OGH 18.06.1958 6 Ob 144/58
  • 4 Ob 352/62
    Entscheidungstext OGH 06.11.1962 4 Ob 352/62
  • 6 Ob 300/64
    Entscheidungstext OGH 11.11.1964 6 Ob 300/64
    Beisatz: Hier: Geltendmachung der mangelnden Parteifähigkeit. (T1)
  • 6 Ob 26/65
    Entscheidungstext OGH 27.01.1965 6 Ob 26/65
    Auch; Beisatz: Auch bei einer infolge Mangels des Berufungsantrages ungültigen Berufung, kann eine in der unteren Instanz unterlaufene Nichtigkeit nicht von Amts wegen berücksichtigt werden. (T2)
  • 5 Ob 26/65
    Entscheidungstext OGH 09.02.1965 5 Ob 26/65
  • 8 Ob 97/65
    Entscheidungstext OGH 30.03.1965 8 Ob 97/65
    Beisatz: Unzulässiger Rekurs. (T3)
  • 2 Ob 277/66
    Entscheidungstext OGH 19.10.1966 2 Ob 277/66
    Beisatz: Rekurs der erst beklagten Partei in der Sache der zweit beklagten Partei. (T4)
  • 1 Ob 290/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 1 Ob 290/66
    Beisatz: Ein verspäteter Rekurs, der zufolge bereits erworbener Rechte eines Dritten nicht berücksichtigt werden kann, kann ebenfalls nicht zum Anlass genommen werden, von Amts wegen eine unterlaufene Nichtigkeit wahrzunehmen. (T5)
    Veröff: SZ 39/200 = EvBl 1967/231 S 273
  • 2 Ob 323/66
    Entscheidungstext OGH 30.11.1966 2 Ob 323/66
    Veröff: EvBl 1967/223 S 270
  • 6 Ob 117/68
    Entscheidungstext OGH 24.04.1968 6 Ob 117/68
    Beisatz: Hier: § 60 JN, Unzulässigkeit mangels Beschwer. (T6)
  • 7 Ob 173/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 7 Ob 173/69
  • 3 Ob 4/70
    Entscheidungstext OGH 28.01.1970 3 Ob 4/70
  • 7 Ob 217/71
    Entscheidungstext OGH 15.12.1971 7 Ob 217/71
    Beisatz: So auch schon SZ 38/27; hier § 12 Abs 2 RatenG. (T7)
  • 3 Ob 128/72
    Entscheidungstext OGH 16.11.1972 3 Ob 128/72
  • 3 Ob 151/72
    Entscheidungstext OGH 12.01.1973 3 Ob 151/72
    Beisatz: Hier: Exekutionsverfahren (T8)
  • 3 Ob 90/74
    Entscheidungstext OGH 28.05.1974 3 Ob 90/74
    Beisatz: Einstweilige Verfügung (T9)
  • 5 Ob 156/75
    Entscheidungstext OGH 09.09.1975 5 Ob 156/75
  • 1 Ob 619/76
    Entscheidungstext OGH 19.05.1976 1 Ob 619/76
  • 5 Ob 620/76
    Entscheidungstext OGH 22.06.1976 5 Ob 620/76
  • 3 Ob 137/76
    Entscheidungstext OGH 12.10.1976 3 Ob 137/76
    Beisatz: Hier: § 528 Abs 1 Z 5 ZPO im Meistbotsverteilungsverfahren. (T10)
  • 6 Ob 570/77
    Entscheidungstext OGH 17.03.1977 6 Ob 570/77
    Beisatz: Schriftsatz mit Anträgen an das Erstgericht, unter anderem auf Aufhebung des Versäumungsurteils wegen Nichtigkeit, jedoch keine Berufungserklärung und Berufungsantrag. (T11)
  • 2 Ob 544/78
    Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 544/78
  • 3 Ob 172/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 3 Ob 172/78
  • 4 Ob 63/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 4 Ob 63/80
  • 7 Ob 628/80
    Entscheidungstext OGH 28.08.1980 7 Ob 628/80
    Beisatz: Unzulässigkeit mangels Rechtskraftvorbehalts. (T12)
  • 6 Ob 825/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 6 Ob 825/80
  • 1 Ob 644/81
    Entscheidungstext OGH 17.06.1981 1 Ob 644/81
  • 1 Ob 766/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 766/81
    Beisatz: Frage der Prozessfähigkeit. (T13)
  • 6 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 6 Ob 792/81
    Vgl auch; Beisatz: Der Mangel der gesetzlichen Vertretung des Kindes im Rekursverfahren ist nach Fällung der Rekursentscheidung nicht mehr verbesserbar und macht diese Entscheidung nichtig. Diese Nichtigkeit war aus Anlass des zulässigen Rechtsmittels von Amts wegen wahrzunehmen, die angefochtene Entscheidung als nichtig aufzuheben und der Rekurs des Scheinkurators zurückzuweisen. (T14)
  • 6 Ob 832/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 6 Ob 832/81
    Auch; Beisatz: Die Bestätigung der Zurückweisung eines unzulässigen Rechtsmittels ist keine Erledigung in der - rechtskräftig entschiedenen - Sache selbst, aus deren Anlass etwa unterlaufene Nichtigkeiten wahrgenommen werden könnten. (T15)
    Veröff: JBl 1983,94
  • 2 Ob 537/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 2 Ob 537/82
    Beisatz: Hier: Nichtanberaumung einer beantragten mündlichen Berufungsverhandlung. (T16)
  • 4 Ob 556/83
    Entscheidungstext OGH 06.09.1983 4 Ob 556/83
  • 3 Ob 1507/84
    Entscheidungstext OGH 28.03.1984 3 Ob 1507/84
    Auch
  • 3 Ob 68/85
    Entscheidungstext OGH 24.07.1985 3 Ob 68/85
  • 3 Ob 1006/87
    Entscheidungstext OGH 18.03.1987 3 Ob 1006/87
    Auch
  • 7 Ob 666/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 666/87
  • 8 Ob 544/89
    Entscheidungstext OGH 30.03.1989 8 Ob 544/89
  • 1 Ob 580/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 580/95
    Auch
  • 8 Ob 54/97t
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 8 Ob 54/97t
  • 4 Ob 2351/96f
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2351/96f
  • 8 Ob 23/99m
    Entscheidungstext OGH 29.04.1999 8 Ob 23/99m
  • 8 Ob 129/00d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 8 Ob 129/00d
  • 3 Ob 259/99f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2001 3 Ob 259/99f
    Auch
  • 9 Ob 109/01x
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 Ob 109/01x
  • 9 Ob 305/01w
    Entscheidungstext OGH 23.01.2002 9 Ob 305/01w
  • 7 Ob 28/02x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 7 Ob 28/02x
    Beis wie T12
  • 9 Ob 295/01z
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 Ob 295/01z
    Auch
  • 4 Ob 228/02m
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 228/02m
    Vgl auch; Beisatz: Das Rekursgericht darf mangels funktioneller Zuständigkeit nicht infolge Rekurses gegen die Entscheidung über einen Wiedereinsetzungsantrag die Nichtigkeit des Hauptverfahrens auszusprechen und die Klage zurückweisen. (T17)
  • 8 Ob 232/02d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 232/02d
    Beis wie T6 nur: Unzulässigkeit mangels Beschwer. (T18)
  • 7 Ob 172/03z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 172/03z
    Auch; Beisatz: Soweit über Teile des Anspruches bereits formell rechtskräftige Entscheidungen vorliegen, haben diese Bestand, da ein Nichtigkeitsgrund ohne (zulässiges) Rechtsmittel nicht wahrgenommen werden kann. (T19)
  • 4 Ob 54/04a
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 4 Ob 54/04a
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 314/05f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 314/05f
    nur: Ein Nichtigkeitsgrund kann nur dann berücksichtigt werden, wenn ein zulässiges Rechtsmittel vorliegt. (T20)
    Beisatz: Hier: Exekutionsverfahren. Der Oberste Gerichtshof könnte selbst eine dem angefochtenen Beschluss allenfalls anhaftende absolute Nichtigkeit nur auf Grund eines formal zulässigen Rechtsmittels wahrnehmen. (T21)
  • 1 Ob 51/07t
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 1 Ob 51/07t
    Vgl auch; Beisatz: Ein gemäß § 90 Abs 2 AußStrG 2005 unzulässiger Abänderungsantrag nach §§ 73 ff AußStrG 2005 kann nicht in einem Rekurs gegen den Adoptions-Bewilligungsbeschluss umgedeutet werden (vergleiche nur 10 ObS 146/06b). (T22)
  • 4 Ob 109/07v
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 109/07v
  • 3 Ob 171/08f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 171/08f
    Auch
  • 3 Ob 256/08f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 256/08f
    Auch; Beis wie T6
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Hier: Nichtigkeit des Verfahrens über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen, weil ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt wurde. (T23)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 2 Ob 152/09f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 152/09f
    Auch; Auch Beis wie T5
  • 8 Ob 92/10b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 92/10b
    Auch
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Vgl auch; Beisatz: Hier:Amtswegige Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs einer Erlagsgegnerin aufgrund eines (zulässigen) Rechtsmittels der Erlegerin bei einer gerichtlichen Hinterlegung nach § 1425 ABGB. (T24)
    Beisatz: Die Fragen der Rechts‑ und Parteifähigkeit sind im außerstreitigen Verfahren nach den zur ZPO aufgestellten Grundsätzen zu beurteilen. (T25)
  • 10 Ob 32/12x
    Entscheidungstext OGH 10.09.2012 10 Ob 32/12x
    Vgl auch
  • 8 Ob 139/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 139/12t
    Auch
  • 3 Ob 41/13w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 41/13w
  • 4 Ob 84/14b
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 84/14b
    Vgl auch
  • 8 Ob 12/15w
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 12/15w
    Auch
  • 9 ObA 52/15k
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 52/15k
  • 1 Ob 32/16m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 32/16m
  • 2 Ob 62/17g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 62/17g
    Vgl; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Unter Zulässigkeit ist die verfahrensrechtliche Statthaftigkeit zu verstehen; das Rechtsmittel darf daher nicht jedenfalls unzulässig sein, auf das Geltendmachen einer erheblichen Rechtsfrage kommt es nicht an. (T26)
  • 8 Ob 44/17d
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 44/17d
    Auch; nur T20
  • 2 Ob 50/19w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2019 2 Ob 50/19w
    Vgl
  • 9 Ob 67/21z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 9 Ob 67/21z
  • 5 Ob 65/22b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 5 Ob 65/22b
    Beis wie T15
  • 2 Ob 18/25y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 03.06.2025 2 Ob 18/25y
    Beisatz: Hier: Unzulässigkeit der meritorischen Behandlung durch das Rekursgericht (fehlendes Rechtsschutzinteresse). (T27)
  • 2 Ob 50/26f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 28.04.2026 2 Ob 50/26f

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0007095

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19540310_OGH0002_0030OB00071_5400000_002

Entscheidungstext 10Ob91/08t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

SZ 2009/49

Geschäftszahl

10Ob91/08t

Entscheidungsdatum

21.04.2009

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Schinko als Vorsitzenden sowie die Hofräte Dr. Fellinger, Dr. Hoch, Hon.-Prof. Dr. Neumayr und Dr. Schramm als weitere Richter in der Pflegschaftssache der mj Adriana S*****, geboren am 15. Februar 1991, *****, vertreten durch das Land Niederösterreich als Jugendwohlfahrtsträger (Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf, Jugendwohlfahrt, Schönkirchnerstraße 1, 2230 Gänserndorf), über den Revisionsrekurs der Minderjährigen gegen den Beschluss des Landesgerichts Korneuburg als Rekursgericht vom 27. Mai 2008, GZ 20 R 50/08f-U7, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Gänserndorf vom 28. Februar 2008, GZ 2 P 39/08m-U2, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Aus Anlass des Revisionsrekurses wird der Beschluss des Rekursgerichts und das diesem vorangegangene Verfahren ab dem (und einschließlich des) Beschluss(es) des Erstgerichts vom 10. 3. 2008, GZ 2 P 39/08m-U4, aufgehoben.

Der Revisionsrekurs der Minderjährigen wird auf diese Entscheidung verwiesen.

Text

Begründung:

Die am 15. 2. 1991 geborene Adriana S***** ist die Tochter von Iwona S***** und Wazlaw K*****. Die Minderjährige, die bei ihrer Mutter in Österreich lebt, und ihre Eltern sind polnische Staatsbürger. Ob die Mutter seit der Antragstellung (26. 2. 2008) in Österreich als Arbeitnehmerin unselbständig oder selbständig erwerbstätig oder als Arbeitslose sozialversichert war/ist, steht ebenso wenig fest wie der aktuelle Aufenthaltsort des Vaters, der nach seiner letzten bekannten Adresse in Polen lebte.

Am 26. 2. 2008 beantragte die Minderjährige, vertreten durch den Jugendwohlfahrtsträger, die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen gemäß Paragraphen 3, 4, Ziffer eins, UVG. Der Vater sei nach dem Unterhaltstitel (= Urteil des Amtsgerichts Jaworzno/Polen vom 24. 1. 2006) zu einem monatlichen Unterhaltsbeitrag von 111,94 EUR (450 Zl) verpflichtet. Die Führung einer Exekution scheine aussichtslos, weil vom Unterhaltsschuldner weder der Aufenthalt, noch ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Inland bekannt sei. Nach dem vorgelegten - vollstreckbaren - Urteil ist der Vater verpflichtet, der Minderjährigen „erhöhte" Alimente von 450 Zl seit 21. 11. 2005 monatlich zu zahlen. Es „ersetzt" die Alimente, die aufgrund des Vergleichs vor dem Amtsgericht Jaworzno am 10. 4. 2002 festgelegt wurden (ON U1).

Das Erstgericht wies den Antrag ab (ON U2). Die Unterhaltsvorschüsse seien gemäß Paragraph 7, Absatz eins, UVG ganz oder teilweise zu versagen, soweit in den Fällen der Paragraphen 3,, 4 Ziffer eins und 4 UVG begründete Bedenken bestünden, dass die im Exekutionstitel festgesetzte Unterhaltspflicht (noch) bestehe oder - der gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht entsprechend - zu hoch festgesetzt sei. Dabei sei ein strenger Maßstab anzulegen. Hier sei der Vater bereits am 24. 1. 2006 für seine minderjährige Tochter zu einem monatlichen Unterhaltsbetrag von 450 Zl verpflichtet worden; dies ohne Zugrundelegung irgendwelcher Einkommensverhältnisse des Vaters. Der Jugendwohlfahrtsträger, der Behauptungen und Beweise über das Vorliegen der Voraussetzungen für die Unterhaltsvorschussgewährung aufstellen und anbieten hätte müssen, bringe keinerlei Nachweise für die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners vor. Daher seien nicht nur wesentliche Voraussetzungen für die Unterhaltsbemessung nicht feststellbar, sondern es sei überhaupt nichts über Aufenthalt und Lebensbedingungen sowie Einkommen des Vaters bekannt. Somit sei weder eine konkrete Unterhaltsbemessung an Hand des Einkommens des Vaters noch eine solche aufgrund eines angenommenen fiktiven Einkommens im Wege des Anspannungsgrundsatzes möglich. Allein die Vermutung, dass der Vater allenfalls auch heute - mehr als zwei Jahre später - ein Einkommen zu erzielen vermöge, das ihm eine Unterhaltsleistung in Titelhöhe ermöglichen könnte, reiche für die Beurteilung der derzeitigen Leistungsfähigkeit des Vaters nicht aus. Da seine Leistungsfähigkeit mangels konkreter Anhaltspunkte derzeit nicht beurteilt werden könne und nicht einmal klar sei, ob und welches Einkommen er erziele, bestünden begründete Bedenken gegen seine Leistungspflicht.

Aufgrund des dagegen erhobenen Rekurses der Minderjährigen bestellte der Rechtspfleger des Erstgerichts am 10. 3. 2008 die Rechtsanwältin Dr. Heide S***** zur „Abwesenheitskuratorin" und stellte ihr - neben dem Bestellungsbeschluss - eine Ausfertigung der Abweisung des Vorschussantrags und die Ablichtung des Rechtsmittels zu (ON U4). Der Beschluss wurde allein durch die (handschriftliche) Eintragung der Namen des Abwesenden und der Abwesenheitskuratorin auf einem Formblatt, welches mit „#zvertr3-1 - Bestellung eines Abwesenheitskurators" bezeichnet ist und das unter dem Titel Begründung lediglich die Worte:

„für die Hauptvariante 1:

Abwesender: Wazlaw K*****

enthielt, verfasst. Beschlussausfertigungen dieses Beschlusses sind dem Akt nicht zu entnehmen.

Erhebungen zum Aufenthalt des Vaters, dessen Name und Geburtsdatum aktenkundig sind, wurden nicht durchgeführt. Nachdem die Abwesenheitskuratorin als Vertreterin des Vaters eine Rekursbeantwortung erstattet hatte, wurde im Vorlagebericht ausgesprochen, dass der Richter keine Veranlassung finde, dem Rechtsmittel stattzugeben, und der Akt dem Rekursgericht vorgelegt.

Das Rekursgericht bestätigte die Entscheidung des Erstgerichts und sprach zunächst aus, dass der Revisionsrekurs nicht zugelassen werde. Die Antragstellerin habe in erster Instanz lediglich vorgebracht, dass vom Vater weder der Aufenthalt noch ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Inland bekannt sei. Behauptungen, dass er jedoch in irgendeinem anderen Land, zB in Polen, einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehe oder zumindest nachgehen könnte, die den titelmäßigen Unterhaltsvorschuss noch rechtfertigen würden, seien nicht aufgestellt worden. Daher bestünden begründete Bedenken, dass die titelmäßige Leistungsfähigkeit des Vaters (noch) gegeben sei. Eine Rechtsfrage im Sinn des Paragraph 62, Absatz eins, AußStrG liege nicht vor.

Dagegen richtet sich der Revisionsrekurs samt Zulassungsvorstellung der Minderjährigen, mit dem Antrag, die Beschlüsse der Vorinstanzen aufzuheben und die Sache an das Erstgericht zurückzuverweisen.

Das Erstgericht legte dieses Rechtsmittel „verbunden mit dem Antrag auf Abänderung des Zulässigkeitsausspruchs" dem Obersten Gerichtshof im Wege des Rekursgerichts vor.

Mit Beschluss vom 23. 7. 2008 änderte das Rekursgericht den „Unzulässigkeitsausspruch" dahin ab, dass der ordentliche Revisionsrekurs doch zulässig sei. Die Argumentation der Antragstellerin, dass das Rekursgericht von der Judikatur des Obersten Gerichtshofs abgewichen sei, finde in den Entscheidungen „EFSlg 111.549, 114.565 und 114.566" (= 3 Ob 257/05y samt gleichlautenden E der LG Krems/Donau, Linz, Salzburg, Wels und des LGZ Wien) weitgehend Deckung; es könnte daher sein, dass das Rekursgericht „allenfalls (zumindest von einem Teil)" der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs abgewichen sei.

Als Beisatz zu dieser Entscheidung sprach das Rekursgericht gegenüber dem durch die Abwesenheitskuratorin vertretenen Vater und dem Bund aus, dass ihnen die Beantwortung des Revisionsrekurses freigestellt werde; Revisionsrekursbeantwortungen wurden aber nicht erstattet.

Mit Beschluss des erkennenden Senats vom 14. 10. 2008 wurden die Akten dem Rekursgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, eine Gleichschrift des Revisionsrekurses samt Ausfertigung des Beschlusses vom 23. 7. 2008, 20 R 50/08f, auch der Mutter zur allfälligen Erstattung einer Revisionsrekursbeantwortung binnen 14 Tagen zuzustellen. Nach fruchtlosem Verstreichen dieser Frist wurden die Akten dem Obersten Gerichtshof neuerlich zur Entscheidung vorgelegt.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist aus dem vom Rekursgericht angeführten Grund zulässig.

Die Revisionsrekurswerberin macht geltend, die Beurteilung des Rekursgerichts weiche von der Judikatur des Obersten Gerichtshofs ab, wonach bloß objektiv gerechtfertigte Zweifel nicht ausreichten, um einen Unterhaltsvorschuss zu versagen, weil hiezu eine zur Zeit der Titelschaffung gegebene oder inzwischen eingetretene Unangemessenheit der titelmäßigen Unterhaltsfestsetzung vorliegen müsse, die „mit hoher Wahrscheinlichkeit" anzunehmen sei. Mangels konkreter Anhaltspunkte sei von einer solchen nach der Aktenlage nicht auszugehen. Daher hätten Erhebungen durchgeführt werden müssen.

Dazu wurde Folgendes erwogen:

1.1. Zur Auslegung des Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer eins, UVG hat der Oberste Gerichtshof bereits wiederholt ausgesprochen, die gänzliche oder teilweise Versagung der Vorschüsse sei an das Bestehen begründeter Bedenken gegen den aufrechten materiellen Bestand des zu bevorschussenden Unterhaltsanspruchs im titelmäßigen Ausmaß geknüpft, wobei objektiv gerechtfertigte Zweifel noch nicht ausreichten; es müsse vielmehr nach der Sachlage bei der Entscheidung über den Vorschussantrag mit „hoher Wahrscheinlichkeit" anzunehmen sein, dass die im Exekutionstitel festgesetzte Unterhaltspflicht nicht (mehr) bestehe oder, der gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht entsprechend, zu hoch festgesetzt sei (3 Ob 1/05a mwN; RIS-Justiz RS0076391). Paragraph 7, Absatz eins, UVG solle vor allem einer missbräuchlichen Inanspruchnahme von Unterhaltsvorschüssen vorbeugen und es dem Gericht im Falle einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse ermöglichen, die Vorschüsse in der der gesetzlichen Unterhaltspflicht entsprechenden Höhe zu bemessen (3 Ob 257/05y mwN = RIS-Justiz RS0076391 [T8]).

1.2. Davon, dass diese Voraussetzungen hier erfüllt sind, kann - mangels konkreter Anhaltspunkte für eine solche wesentliche Änderung der Verhältnisse - keine Rede sein; bereits in ihrem Rekurs hat sich die Rechtsmittelwerberin nämlich zu Recht darauf berufen, dass - auch dann, wenn der Aufenthalt des Unterhaltsschuldners unbekannt ist - „absolut nichts" dagegen spricht, dass der Vater in Polen nach wie vor einer Tätigkeit nachgeht, die bereits der seinerzeitigen Erhöhung seiner Unterhaltspflicht (iSd vorgelegten Urteils) zugrunde gelegt worden ist (ON U3). Die Antragsabweisung durch die Vorinstanzen steht somit in Widerspruch zu den dargelegten Grundsätzen der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs.

2.1. Aus Anlass des zulässigen Revisionsrekurses der Minderjährigen sind folgende Umstände wahrzunehmen, die zur Aufhebung des Beschlusses ON U4 und des sich daran anschließenden, mit dem Abwesenheitskurator geführten Verfahrens führen:

2.2. Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats sind im Verfahren über die Gewährung von Unterhaltsvorschüssen die vom Jugendwohlfahrtsträger vertretene Minderjährige, ihre Mutter als Zahlungsempfängerin, aber auch der Vater als Unterhaltsschuldner vergleiche Paragraph 14, UVG) Parteien im Sinn des Paragraph 2, Absatz eins, AußStrG (RIS-Justiz RS0120860 [T12] uva). Im vorliegenden Verfahren hat der Rechtspfleger des Erstgerichts dem Vater einen „Abwesenheitskurator" (Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer 2, Litera b, AußStrG) bestellt. Dabei ist er offenbar vom - ungeprüften - Vorbringen im Vorschussantrag ausgegangen, dass der Aufenthalt des Unterhaltsschuldners unbekannt sei. Er hat dazu jedoch keinerlei Nachforschungen angestellt. Nicht einmal die nach der zu den Paragraphen 115, 116, ZPO ergangenen Rechtsprechung jedenfalls erforderliche Befragung leicht erreichbarer Angehöriger wurde durchgeführt (RIS-Justiz RS0036476; RS0036484; vergleiche auch 8 Ob 33/05v mwN [zu dem von Lehre und Rechtsprechung geforderten „strengen Maßstab" bei der Kuratorenbestellung]), obwohl diese Rechtsprechung auch für Kuratorenbestellungen nach Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer 2, Litera b, AußStrG gilt vergleiche zu Paragraph 6, AußStrG aF: 1 Ob 244/05x mwN).

2.3. Der Bestellungsbeschluss entspricht aber auch aus folgenden Gründen nicht dem Gesetz:

Zum einen ist die Bestellung eines Abwesenheitskurators gemäß Paragraph 19, Absatz eins, Ziffer 5, Litera c, RPflG Richtersache, wenn der Abwesende - wie hier - nicht österreichischer Staatsbürger ist oder wenn Anhaltspunkte für den Aufenthalt im Ausland gegeben sind; zum anderen fehlte dem Erstgericht zu dieser Beschlussfassung jedenfalls die Zuständigkeit, weil es für eine solche Bestellung lediglich durch die Anzeige deren Notwendigkeit an das zuständige Gericht hätte „sorgen" dürfen; in einem konkreten Verfahren hat das Gericht selbst nämlich (nur) Kollisions- oder Zustellkuratoren gemäß Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer eins, AußStrG zu bestellen (Fucik/Kloiber AußStrG Paragraph 5, Rz 5; Rechberger AußStrG Paragraph 5, Rz 5 f).

3. Im Allgemeinen vertritt die Rechtsprechung zu der nicht gesetzmäßig erfolgten Kuratorenbestellung den Standpunkt, solange ein Beschluss, mit dem ein Abwesenheitskurator bestellt wurde, aufrecht sei (weder mit Rechtsmittel bekämpft noch von Amts wegen beseitigt), sei der Abwesenheitskurator zwar befugt, für den von ihm zu Vertretenden einzuschreiten; das mit einem zu Unrecht bestellten Kurator abgewickelte Verfahren sei jedoch nichtig und diese Nichtigkeit sei aus Anlass eines zulässigen Rechtsmittels wahrzunehmen (RIS-Justiz RS0107115; RS0007095):

Die Gewährung des rechtlichen Gehörs stellt nämlich einen derart fundamentalen Grundsatz des Verfahrensrechts dar, dass dessen Verletzung regelmäßig als Nichtigkeit im Sinne des Paragraph 477, Absatz eins, Ziffer 4, oder 5 ZPO zu beurteilen ist (RIS-Justiz RS0111369). Nichtigkeit liegt vor, wenn einer Partei die Möglichkeit, vor Gericht zu verhandeln, durch einen ungesetzlichen Vorgang entzogen wird bzw wenn eine Partei in dem Verfahren gar nicht oder, falls sie eines gesetzlichen Vertreters bedarf, nicht durch einen solchen vertreten war (Paragraph 477, Absatz eins, Ziffer 4 und 5 ZPO). Wird ohne entsprechende Voraussetzungen für eine Partei ein Kurator bestellt, so ist das durchgeführte Verfahren nichtig (RIS-Justiz RS0036484; Kodek in Rechberger³ Paragraph 477, ZPO Rz 8), also etwa auch das rechtliche Gehör der Partei im Sinne des Paragraph 97, Absatz 2, Ziffer 2, AußStrG nicht gewahrt (zu allem: 7 Ob 61/05d = RIS-Justiz RS0120123).

4. Das bis 31. 12. 2004 geltende AußStrG 1854 enthielt weder ursprünglich (Paragraph 16, leg cit: „Nullität") noch in der letzten Fassung (Paragraph 16, leg cit in der Fassung WGN 1989) eine Definition der Nichtigkeitsgründe. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs wurde vom Obersten Gerichtshof aber, soweit überblickbar, als solcher stets anerkannt (stRsp, RIS-Justiz RS0005982; 3 Ob 131/08y mwN). Dagegen wird im Rechtsmittelsystem des neuen AußStrG, das den Begriff der Nichtigkeit vermeidet, die Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs ausdrücklich als Revisionsrekursgrund normiert (Paragraph 66, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit , Paragraph 58, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG).

5.1. Allerdings wurden in Paragraph 66, AußStrG, dessen Aufzählung taxativ zu verstehen ist, nicht alle zuvor als Nichtigkeit geltend zu machenden Verfahrensfehler als Revisionsrekursgründe beibehalten. So ist etwa der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des Paragraph 58, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG nunmehr dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog Paragraph 55, Absatz 3, AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen vergleiche RIS-Justiz RS0119971), aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (Paragraph 57, Ziffer 4, AußStrG; RIS-Justiz RS0120213; zu allem: 5 Ob 1/09x).

5.2. Im vorliegenden Fall war der Vater mangels Teilnahme am bisher durchgeführten Verfahren zu einem diesbezüglichen Vorbringen gar nicht in der Lage. Die Verletzung seines rechtlichen Gehörs muss daher im Revisionsrekursverfahren auch zur Aufhebung des mit dem zu Unrecht bestellten Abwesenheitskurator durchgeführten Verfahrens führen vergleiche 2 Ob 77/08z).

Textnummer

E90737

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0100OB00091.08T.0421.000

Im RIS seit

21.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

20.02.2012

Dokumentnummer

JJT_20090421_OGH0002_0100OB00091_08T0000_000