Rechtssatz für 1Ob190/55; 6Ob228/60; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022916

Geschäftszahl

1Ob190/55; 6Ob228/60; 7Ob163/67; 1Ob50/73; 1Ob129/74; 7Ob675/79; 7Ob646/80; 6Ob521/81; 7Ob595/84; 3Ob571/84 (3Ob572/84); 8Ob519/85 (8Ob520/85); 7Ob516/88; 7Ob23/90; 10Ob2066/96p; 1Ob33/02p; 9Ob34/09d; 1Ob172/12v; 3Ob191/13d; 9Ob32/15v; 6Ob176/16z; 9Ob88/16f; 3Ob183/25w; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Der Schadenersatzanspruch, den Paragraph 932, ABGB dem Erwerber bzw Besteller vorbehält, setzt eine rechtswidriges, schuldhaftes Verhalten des Veräußerers oder Unternehmers voraus. Der Besteller oder Erwerber müssen daher, wenn sie einen über die Gewährleistung hinausgehenden Schadenersatzanspruch geltend machen, jedenfalls behaupten und erweisen, dass der Mangel durch ein rechtswidriges, schuldhaftes Verhalten des Beklagten verursacht wurde und weiters erweisen, worin dieses rechtswidrige Verhalten besteht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 190/55
    Entscheidungstext OGH 13.04.1955 1 Ob 190/55
    Veröff: HS 1847/73
  • 6 Ob 228/60
    Entscheidungstext OGH 22.06.1960 6 Ob 228/60
  • 7 Ob 163/67
    Entscheidungstext OGH 08.11.1967 7 Ob 163/67
  • 1 Ob 50/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 50/73
    nur: Der Schadenersatzanspruch, den § 932 ABGB dem Erwerber bzw Besteller vorbehält, setzt eine rechtswidriges, schuldhaftes Verhalten des Veräußerers oder Unternehmers voraus. (T1) Veröff: SZ 46/39 = EvBl 1973/216 S 461
  • 1 Ob 129/74
    Entscheidungstext OGH 23.10.1974 1 Ob 129/74
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 675/79
    Entscheidungstext OGH 28.06.1979 7 Ob 675/79
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 646/80
    Entscheidungstext OGH 28.08.1980 7 Ob 646/80
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 521/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 521/81
    Auch; Beisatz: Haftung auch für Erfüllungsgehilfen (T2) Veröff: SZ 54/116 = EvBl 1982/3 S 15 = JBl 1982,534
  • 7 Ob 595/84
    Entscheidungstext OGH 11.10.1984 7 Ob 595/84
    Beis wie T2; Beisatz: Ist jedoch der Kausalzusammenhang mit einer Handlung oder Unterlassung des Schuldners erwiesen oder weist die Sachlage typisch auf dessen Verschulden hin, so hat der Gläubiger seiner ihm nach § 1298 ABGB obliegenden Beweispflicht genügt und es hat sich der Schuldner gemäß § 1298 ABGB vom Vorwurf des Verschuldens zu entlasten und die Gefahr des Misslingens dieses Beweises zu tragen. (T3)
  • 3 Ob 571/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1985 3 Ob 571/84
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 519/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 519/85
    Beis wie T3; Veröff: JBl 1986/107
  • 7 Ob 516/88
    Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 516/88
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Zulieferer kann nicht als Erfüllungsgehilfe angesehen werden, für den der Erzeuger gemäß § 1313 a ABGB einzustehen hätte. (T4) Veröff: JBl 1988,650
  • 7 Ob 23/90
    Entscheidungstext OGH 20.09.1990 7 Ob 23/90
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Die Kausalität resultiert aus der Veräußerung, die Rechtswidrigkeit folgt aus der Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten oder des Vertrages, das Verschulden aus der Nichtaufklärung über den Mangel trotz Kenntnis oder Kennenmüßens bei Anwendung der gehörigen Aufmerksamkeit. (T5) Veröff: SZ 63/160 = ZVR 1992/58 S 121
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 33/02p
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 33/02p
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Der Händler haftet dem Käufer gegenüber nur für die Erfüllung der ihn selbst treffenden Pflichten (Auswahl eines geeigneten Erzeugers, einwandfreie Lagerung der Ware, Hinweis auf Gefahren, ordnungsgemäße Verpackung). Da der Händler nach dem Inhalt des Kaufvertrags zur Herstellung der Kaufsache nicht verpflichtet ist, hat er für das Verschulden des Produzenten auch nicht einzustehen. Der Käufer kann vom Händler regelmäßig nicht erwarten, dass dieser eine eigene kostspielige technische Kontrolle der Kaufsache vornimmt. (T6)
  • 9 Ob 34/09d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 34/09d
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
    Auch; Beisatz: Die Anspruchsgrundlage des Mangelfolgeschaden sind die allgemeinen Bestimmungen der §§ 1295 ff ABGB. (T7)
  • 9 Ob 32/15v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 9 Ob 32/15v
    Beis wie T3
  • 6 Ob 176/16z
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 176/16z
    Beis wie T7
  • 9 Ob 88/16f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 Ob 88/16f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Beklagten haben den ihnen nach § 1298 ABGB obliegenden Beweis ihres fehlenden Verschuldens nicht erbracht. (T8)
  • 3 Ob 183/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.11.2025 3 Ob 183/25w
    Beisatz wie T1
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0022916

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19550413_OGH0002_0010OB00190_5500000_001

Rechtssatz für 6Ob153/59; 5Ob659/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018539

Geschäftszahl

6Ob153/59; 5Ob659/81; 5Ob775/82; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Zur Frage der Anpreisung oder ernst gemeinten Zusage bei einem Autokauf.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 153/59
    Entscheidungstext OGH 10.06.1959 6 Ob 153/59
  • 5 Ob 659/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 659/81
    Auch; nur: Zur Frage der Anpreisung oder ernst gemeinten Zusage (T1) Beisatz: Um Gewährleistungsfolgen auszulösen, muß die betreffende Eigenschaftszusage bzw Leistungszusage Vertragsinhalt geworden sein. (T2)
  • 5 Ob 775/82
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 5 Ob 775/82
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Erweckte Qualitätserwartung bei einer Eigentumswohnung (T3) Veröff: MietSlg 35105(31)
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0018539

Im RIS seit

10.06.1959

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19590610_OGH0002_0060OB00153_5900000_001

Rechtssatz für 1Ob657/76; 1Ob656/78; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018290

Geschäftszahl

1Ob657/76; 1Ob656/78; 1Ob636/80; 3Ob592/79; 5Ob552/81 (5Ob553/81); 5Ob530/82 (5Ob531/82); 3Ob512/82; 1Ob626/82; 5Ob688/82 (5Ob689/82; 5Ob690/82); 7Ob622/82; 6Ob747/83; 1Ob599/85; 8Ob562/90; 1Ob573/95; 4Ob278/97d; 2Ob355/98i; 9Ob342/98d; 8Ob14/08d; 6Ob134/08m; 6Ob8/18x; 4Ob133/22w; 8Ob126/22w; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §918 III
ABGB §921
ABGB §932 I
ABGB §932 IV
ABGB §932 V
ABGB §1042 D
ABGB §1396
  1. ABGB § 918 heute
  2. ABGB § 918 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 921 heute
  2. ABGB § 921 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

1.1 Da dem Verkäufer ein Anspruch auf Verbesserung nicht zusteht, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst besorgen und den Kaufpreis entsprechend mindern.

2.1 Der Aufwand für Verbesserungsarbeiten ist dann, wenn der Verkäufer zur Verbesserung nicht aufgefordert wurde, nur im Rahmen des nach der relativen Berechnungsmethode ermittelten Minderungsanspruch gerechtfertigt.

2.2 Ist der Verkäufer mit der Verbesserung in Verzug, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst vornehmen und Ersatz gemäß Paragraph 1042, ABGB fordern.

2.3 Bei schuldhaftem Verzug kann er die konkreten Aufwendungen nach schadenersatzrechtlichen Gesichtspunkten (Paragraphen 918, 921, ABGB) begehren.

3.1 Die Aufforderung zur Verbesserung ist an den Verkäufer, nicht an den Zessionar der Kaufpreisforderung zu richten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 657/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 657/76
    Veröff: SZ 49/124
  • 1 Ob 656/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 656/78
    nur: Da dem Verkäufer ein Anspruch auf Verbesserung nicht zusteht, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst besorgen und den Kaufpreis entsprechend mindern. (T1) nur: Der Aufwand für Verbesserungsarbeiten ist dann, wenn der Verkäufer zur Verbesserung nicht aufgefordert wurde, nur im Rahmen des nach der relativen Berechnungsmethode ermittelten Minderungsanspruch gerechtfertigt. (T2)
  • 1 Ob 636/80
    Entscheidungstext OGH 27.08.1980 1 Ob 636/80
    Auch; Veröff: JBl 1982,486 (kritisch Berger JBl 1982,464) = NZ 1981,105 = SZ 53/107
  • 3 Ob 592/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 3 Ob 592/79
    nur: Ist der Verkäufer mit der Verbesserung in Verzug, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst vornehmen und Ersatz gemäß § 1042 ABGB fordern. (T3); Beisatz: Ein solcher Anspruch ist aber davon abhängig, dass der Verkäufer vorerst zur Verbesserung aufgefordert wurde und dieser Aufforderung nicht fristgerecht nachgekommen ist. (T4)
  • 5 Ob 552/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 5 Ob 552/81
    nur T1; nur T2; nur: Bei schuldhaftem Verzug kann er die konkreten Aufwendungen nach schadenersatzrechtlichen Gesichtspunkten (§§ 918, 921 ABGB) begehren. (T5); Beisatz: Werkvertrag (T6)
  • 5 Ob 530/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 530/82
    Vgl auch; nur: Ist der Verkäufer mit der Verbesserung in Verzug, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst vornehmen und Ersatz gemäß § 1042 ABGB fordern. Bei schuldhaftem Verzug kann er die konkreten Aufwendungen nach schadenersatzrechtlichen Gesichtspunkten (§§ 918, 921 ABGB) begehren. (T7)
  • 3 Ob 512/82
    Entscheidungstext OGH 14.04.1982 3 Ob 512/82
    nur T2; nur T3
  • 1 Ob 626/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 626/82
    nur: Da dem Verkäufer ein Anspruch auf Verbesserung nicht zusteht, kann der Käufer die Verbesserung auch selbst besorgen und den Kaufpreis entsprechend mindern. Der Aufwand für Verbesserungsarbeiten ist dann, wenn der Verkäufer zur Verbesserung nicht aufgefordert wurde, nur im Rahmen des nach der relativen Berechnungsmethode ermittelten Minderungsanspruch gerechtfertigt. (T8) nur T7; Beis wie T6
  • 5 Ob 688/82
    Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 688/82
    Auch; nur T7
  • 7 Ob 622/82
    Entscheidungstext OGH 28.10.1982 7 Ob 622/82
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für den Verbraucher im Sinne des KSchG. (T9) Veröff: SZ 55/159
  • 6 Ob 747/83
    Entscheidungstext OGH 01.12.1983 6 Ob 747/83
    Vgl auch; nur T2
  • 1 Ob 599/85
    Entscheidungstext OGH 09.10.1985 1 Ob 599/85
    Auch; nur T7; Beis wie T6; Veröff: JBl 1986,371
  • 8 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 562/90
    nur T8; nur T7
  • 1 Ob 573/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 573/95
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 278/97d
    Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 278/97d
    Vgl auch; Beisatz: War der Beklagte aber auf Grund dieser privatrechtlichen Vereinbarung zur Vornahme der zur Beseitigung ernster Schäden erforderlichen Arbeiten verpflichtet, dann kann die Klägerin von ihm gemäß § 1042 ABGB auch den Ersatz des für die Beseitigung der Schäden entstandenen Aufwandes verlangen. (T10)
  • 2 Ob 355/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 355/98i
    Vgl auch; nur T2
  • 9 Ob 342/98d
    Entscheidungstext OGH 02.06.1999 9 Ob 342/98d
    nur T3; nur T5
  • 8 Ob 14/08d
    Entscheidungstext OGH 16.06.2008 8 Ob 14/08d
    Vgl aber; Beisatz: Zur neuen Rechtslage nach dem Gewährleistungsrecht idF BGBl I Nr 48/2001. (T11); Bem: Siehe auch RS0123968. (T12); Veröff: SZ 2008/87
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beisatz: Der Verbesserungsschuldner hat nur das zu leisten, was er sich erspart hat. Auf diese Weise wird der Gläubiger in der Regel nicht die gesamten Verbesserungskosten ersetzt bekommen. Da der Gewährleistungspflichtige nach § 1042 ABGB nur das als Bereicherung herauszugeben hat, was er sich dadurch erspart hat, dass er nicht zur Verbesserung herangezogen wurde, erfährt er im Vergleich zur Verbesserung keine zusätzlichen Belastungen. (T13); Beisatz: § 1042 ABGB ist - wenn überhaupt - nur dann anwendbar, wenn der Übernehmer tatsächlich einen Aufwand zur Schadensbeseitigung selbst tätigt. Ein Ausgleich fiktiver Aufwendungen ist dem Bereicherungsrecht fremd. (T14)
  • 6 Ob 8/18x
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 8/18x
    Vgl auch; Beis wie T14 nur: Ein Ausgleich fiktiver Aufwendungen ist dem Bereicherungsrecht fremd. (T15)
  • 4 Ob 133/22w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 4 Ob 133/22w
    Vgl; Beis wie T15
  • 8 Ob 126/22w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 Ob 126/22w
    Vgl; Der Rückerstattungsanspruch kann auf § 1042 ABGB gestützt werden, weil zwischen den Streitteilen kein Vertragsverhältnis bestand, sodass jene Bedenken gegen die Anwendbarkeit des § 1042 ABGB im zweipersonalen Verhältnis (aufgrund des Primats der zweiten Chancen und des Leistungsstörungsrechts an sich) entgegenstehen, nicht zum Tragen kommen. (T16)
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T4; nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0018290

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19761027_OGH0002_0010OB00657_7600000_001

Rechtssatz für 8Ob510/80; 1Ob729/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018239

Geschäftszahl

8Ob510/80; 1Ob729/80; 1Ob730/82; 1Ob627/84; 1Ob599/85; 1Ob565/86; 7Ob32/87; 7Ob699/89; 1Ob536/90; 7Ob550/90 (7Ob551/90); 3Ob526/91; 1Ob573/95; 3Ob511/96; 2Ob2140/96m; 4Ob38/97k; 1Ob351/97t; 2Ob355/98i; 4Ob47/01t; 3Ob304/02f; 9Ob66/04b; 5Ob292/05k; 3Ob267/09z; 9Ob85/09d; 9ObA118/10h; 2Ob135/10g; 1Ob181/11s; 5Ob53/12y; 1Ob184/12h; 3Ob54/13g; 2Ob74/12i; 9Ob44/13f; 3Ob191/13d; 7Ob21/15m; 1Ob132/15s; 8Ob9/17g; 9Ob88/16f; 6Ob47/20k; 3Ob212/21d; 4Ob82/22w; 5Ob233/23k; 3Ob158/25v; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §918 III
ABGB §920
ABGB §921
ABGB §933a
  1. ABGB § 918 heute
  2. ABGB § 918 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 920 heute
  2. ABGB § 920 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 921 heute
  2. ABGB § 921 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 933a heute
  2. ABGB § 933a gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001

Rechtssatz

Haftet ein Schuldner für den Nichterfüllungsschaden, dann hat er dem Gläubiger den Schaden zu ersetzen, der diesem durch die pflichtwidrige Nichterfüllung entstand (positives Vertragsinteresse); der Gläubiger muss daher vermögensmäßig so gestellt werden, wie wenn ordnungsgemäß erfüllt worden wäre.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 510/80
    Entscheidungstext OGH 22.05.1980 8 Ob 510/80
  • 1 Ob 729/80
    Entscheidungstext OGH 17.12.1980 1 Ob 729/80
    Veröff: SZ 3/173 = JBl 1981,537 (teilweise kritisch Koziol)
  • 1 Ob 730/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 1 Ob 730/82
    Veröff: SZ 55/185
  • 1 Ob 627/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 627/84
    Veröff: SZ 57/129
  • 1 Ob 599/85
    Entscheidungstext OGH 09.10.1985 1 Ob 599/85
    Veröff: JBl 1986,371
  • 1 Ob 565/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 565/86
    Veröff: RdW 1987,49
  • 7 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 32/87
    Beisatz: Der Schuldner hat also den Wert der geschuldeten Sache und den entgangenen Gewinn zu ersetzen. (T1)
    Veröff: VersRdSch 1988,132
  • 7 Ob 699/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 699/89
    Beisatz: Berücksichtigung frustrierter Aufwendungen im Rahmen des Erfüllungsinteresses in Ausnahmefällen, so etwa, wenn Aufwendungen eines Vertragsteiles durch den schuldhaften Verzug des anderen sinnlos geworden sind und zur Erlangung der verzögerten Leistung wiederholt werden müssen. (JBl 1981,537). (T2)
    Veröff: ecolex 1990,213
  • 1 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 07.03.1990 1 Ob 536/90
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 63/37 = EvBl 1990/1295,599 = JBl 1990,648 (Raschauer) = ecolex 1990,279 = RdW 1990,155
  • 7 Ob 550/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 7 Ob 550/90
    Veröff: SZ 63/65
  • 3 Ob 526/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 3 Ob 526/91
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 573/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 573/95
    Auch
  • 3 Ob 511/96
    Entscheidungstext OGH 24.01.1996 3 Ob 511/96
    Veröff: SZ 69/11
  • 2 Ob 2140/96m
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 2 Ob 2140/96m
    Auch
  • 4 Ob 38/97k
    Entscheidungstext OGH 11.03.1997 4 Ob 38/97k
    Auch
  • 1 Ob 351/97t
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 351/97t
    Auch; Beisatz: Beim Werkvertrag ist als Erfüllungsinteresse das für den Verbesserungsaufwand erforderliche Deckungskapital zu qualifizieren. Dabei ist das Erfüllungsinteresse nicht auf die Höhe der objektiven Wertminderung beschränkt. (T3)
  • 2 Ob 355/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 355/98i
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 47/01t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 47/01t
    Auch
  • 3 Ob 304/02f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 304/02f
    Vgl auch; Beisatz: Der Geschädigte muss so gestellt werden, wie wenn der Schädiger ordnungsgemäß und vollständig geleistet hätte. (T4)
  • 9 Ob 66/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 66/04b
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Der Gläubiger hat also Anspruch auf jene erforderlichen (dh kausalen) Verbesserungskosten, die die Erreichung des Erfüllungszustandes ermöglichen. (T5)
  • 5 Ob 292/05k
    Entscheidungstext OGH 20.04.2006 5 Ob 292/05k
    Beis wie T4
  • 3 Ob 267/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 267/09z
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 9 Ob 85/09d
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 85/09d
    Auch; Beisatz: Für die Ermittlung des Nichterfüllungsschadens hat eine Gesamtbetrachtung stattzufinden. (T6)
    Veröff: SZ 2010/53
  • 9 ObA 118/10h
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 118/10h
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Auch; Veröff: SZ 2011/45
  • 1 Ob 181/11s
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 1 Ob 181/11s
    Auch
  • 5 Ob 53/12y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 53/12y
    Auch Beis wie T5
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 3 Ob 54/13g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 54/13g
    Beis wie T6
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    Beisatz: Hier: Nichterfüllungsschaden bei Verletzung einer Stop-Loss-Order durch eine Bank. (T7)
    Veröff: SZ 2013/42
  • 9 Ob 44/13f
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 9 Ob 44/13f
    Beisatz: Zur Erleichterung der Schadensermittlung kommt eine Heranziehung der Bestimmung des § 273 Abs 1 ZPO in Betracht (so schon 9 Ob 85/09d). (T8)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
  • 7 Ob 21/15m
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 21/15m
    Auch; Beisatz: Hier: Vermögensverwaltungsvertrag. (T9)
  • 1 Ob 132/15s
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 132/15s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 8 Ob 9/17g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 Ob 9/17g
    Auch
  • 9 Ob 88/16f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 Ob 88/16f
    Beisatz: Ist der Mangel behebbar, steht dem Übernehmer der Anspruch auf das Erfüllungsinteresse zu. (T10)
  • 6 Ob 47/20k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 6 Ob 47/20k
    Beisatz: Der Nichterfüllungsschaden kann nicht ohne weiteres mit der Betriebswirtschaft entlehnten termini wie „Ertrag“ oder „Gewinn“ gleichgesetzt werden. Es ist auch zu berücksichtigen, wenn dem Unternehmen Einnahmen entgangen sind, die zur Deckung der Fixkosten hätten herangezogen werden können. (T11)
  • 3 Ob 212/21d
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 3 Ob 212/21d
    Vgl; Beis wie T4
  • 4 Ob 82/22w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2022 4 Ob 82/22w
    Beisatz: Unter Abzug der Eigenleistung (hier: Pachtvertrag). (T12)
  • 5 Ob 233/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.07.2024 5 Ob 233/23k
    Beisatz wie T4
  • 3 Ob 158/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.02.2026 3 Ob 158/25v
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T10
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T5

Schlagworte

Stop Loss Order

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0018239

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19800522_OGH0002_0080OB00510_8000000_003

Rechtssatz für 1Ob775/80; 6Ob521/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0023638

Geschäftszahl

1Ob775/80; 6Ob521/81; 2Ob583/84; 7Ob604/84; 7Ob614/86; 7Ob625/87; 6Ob317/02i; 1Ob265/03g; 2Ob201/04d; 7Ob166/06x; 6Ob256/06z; 2Ob10/10z; 1Ob158/10g; 1Ob11/11s; 5Ob184/23d; 8Ob17/24v; 7Ob135/25s; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Der Händler ist im allgemeinen nicht verpflichtet, eigene kostspielige Versuche zur Prüfung der Tauglichkeit einer Ware bei gewissen Verwendungen vorzunehmen. Er kann sich insoweit regelmäßig auf die ihm vom Produzenten gegebenen Hinweise verlassen, sofern er nicht auf Grund ihm bereits bekannt gewordener Schadensfälle Zweifel an deren Richtigkeit haben muss. Vom (inländischen) Repräsentanten des (ausländischen) Produzenten kann aber, selbst wenn er ausschließlich Händler ist, ein besonders hohes Maß an Sorgfalt bei der Aufklärung des Erwerbers eines Produkts verlangt werden. Dem Repräsentanten des Produzenten wird ein durch eine im Innenverhältnis zwischen dem Produzenten und dem Vertragshändler bestehende Informationspflicht objektiv gerechtfertigtes besonderes Warenvertrauen entgegengebracht; es kann von ihm erwartet werden, dass er über die Anwendbarkeit des Produkts in besonderem Maße unterrichtet ist. Bei enger wirtschaftlicher Verflechtung des Repräsentanten mit dem Produzenten (Handelsbetrieb und Produktionsbetrieb weisen weitgehend gleiche Firma auf) kann erwartet werden, dass dem Händler auch Insiderwissen des Produzenten verschafft wird. Es kann dem Händler als Organisationsmangel angelastet werden, wenn er sich von Umständen, die die Gefahrenträchtigkeit des Produktes bei gewissen Arten von Verwendungen betreffen, mögen solche Umstände auch nur dem Produzenten bekannt geworden sein, keine Kenntnis verschaffte. Die Beweislast für mangelndes Verschulden trifft den Händler.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 775/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 775/80
    Veröff: SZ 54/13 = EvBl 1981/159 S 464
  • 6 Ob 521/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 521/81
    nur: Der Händler ist im allgemeinen nicht verpflichtet, eigene kostspielige Versuche zur Prüfung der Tauglichkeit einer Ware bei gewissen Verwendungen vorzunehmen. Er kann sich insoweit regelmäßig auf die ihm vom Produzenten gegebenen Hinweise verlassen, sofern er nicht auf Grund ihm bereits bekannt gewordener Schadensfälle Zweifel an deren Richtigkeit haben muss. (T1); Beisatz: Auch hinsichtlich der Gebrauchsanleitung muss es in der Regel genügen, wenn der Händler die Gebrauchsanweisung des Herstellers dem Käufer weitergibt, soweit er nicht aus ihm bereits bekannt gewordenen Schadensfällen Zweifel an der Richtigkeit derselben haben muss oder sich aus seiner Kenntnis des individuellen Verwendungszweckes seines Abnehmers Hinweispflichten ergeben. (T2) Veröff: SZ 54/116 = EvBl 1982/3 S 15 = JBl 1982,534
  • 2 Ob 583/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 2 Ob 583/84
    Auch; Beisatz: Haftung, wenn sich der Zwischenhändler in einem Rahmenvertrag verpflichtete, den Käufer zu unterstützen, insbesondere ihn mit know - how zu versorgen. (T3) Veröff: RdW 1985,210 = JBl 1985,673
  • 7 Ob 604/84
    Entscheidungstext OGH 30.07.1985 7 Ob 604/84
    nur T1
  • 7 Ob 614/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 614/86
  • 7 Ob 625/87
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 625/87
    nur T1
  • 6 Ob 317/02i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 317/02i
    Auch
  • 1 Ob 265/03g
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 1 Ob 265/03g
    Vgl aber; nur T1; Beisatz: Hier: Bejahung der Haftung des Werkunternehmers für das Verschulden der von ihm einbezogenen Erzeugerin. (T4); Veröff: SZ 2004/19
  • 2 Ob 201/04d
    Entscheidungstext OGH 04.11.2004 2 Ob 201/04d
    Auch
  • 7 Ob 166/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 166/06x
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 256/06z
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 6 Ob 256/06z
    Auch; nur T1; Beisatz: Den Händler trifft aber hinsichtlich der Qualität des Kaufgegenstands eine gewisse Prüfungspflicht, wenn besondere Umstände gegeben sind, die eine Überprüfung der Kaufsache nahelegen, insbesondere wenn er aufgrund ihm bereits bekannt gewordener Schadensfälle Zweifel an der Qualität der Kaufsache haben muss. (T5); Beisatz: Hier: Verlagsvertrag - Kenntnis des Verlags von Schadensfällen nicht festgestellt. (T6); Veröff: SZ 2007/3
  • 2 Ob 10/10z
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 10/10z
    Vgl auch
  • 1 Ob 158/10g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 158/10g
    nur T1; Beisatz: Dies gilt grundsätzlich auch für Werkunternehmer. (T7)
  • 1 Ob 11/11s
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 11/11s
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 184/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.12.2023 5 Ob 184/23d
    vgl; nur T1; Beisatz wie T5
  • 8 Ob 17/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.03.2025 8 Ob 17/24v
    vgl
  • 7 Ob 135/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 135/25s
    nur T1
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    nur T1; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0023638

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19810128_OGH0002_0010OB00775_8000000_001

Rechtssatz für 1Ob662/85; 2Ob701/86; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018588

Geschäftszahl

1Ob662/85; 2Ob701/86; 1Ob122/99v; 3Ob24/05h; 8Ob25/10z; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 4Ob174/11h; 4Ob114/19x; 5Ob40/21z; 2Ob241/22p; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Die Angabe (Lichtbilder) im Katalog (Prospekt) des Reiseveranstalters sind als (ausdrückliche) Zusicherung der dort genannten Eigenschaften und nicht nur als unverbindliche Werbung zu beurteilen, weil in der Regel keine individuellen Leistungsbeschreibungen Gegenstand der Vertragsverhandlungen sind, sondern die Reisen üblicherweise nach der Beschreibung in den aufgelegten Katalogen gebucht werden. Der Veranstalter ist sich bewusst, dass die Kataloge für die Reisenden die wichtigste Informationsquelle sind, und nimmt deshalb ein besonderes Vertrauen der Reisewilligen in deren Richtigkeit und Vollständigkeit für sich in Anspruch. Das gilt vor allem auch, wenn der Reiseveranstalter seine Kataloge an die vermittelnden Reisebüros und seine Bediensteten ausgibt, die sich bei der Beratung der Reisewilligen nur auf diese Unterlagen stützen können. Die dem Vertragsabschluss zugrunde gelegten Katalogangaben und Prospektangaben und konkreten Leistungsbeschreibungen - Strandentfernung und Strandzustand, Ortsbeschreibung etc - sind daher, wenn nichts anderes besprochen und vereinbart wird, als zugesicherte Eigenschaften zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 662/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 662/85
    Veröff: SZ 58/174 = JBl 1986,245 = RZ 1986/43 S 140
  • 2 Ob 701/86
    Entscheidungstext OGH 10.11.1987 2 Ob 701/86
    Vgl auch; Veröff: JBl 1988,375 (Schwimann) = IPRax 1989,303 (Schwimann, 317)
  • 1 Ob 122/99v
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 122/99v
    Ähnlich; nur: Die Angabe (Lichtbilder) im Katalog (Prospekt) des Reiseveranstalters sind als (ausdrückliche) Zusicherung der dort genannten Eigenschaften und nicht nur als unverbindliche Werbung zu beurteilen, weil in der Regel keine individuellen Leistungsbeschreibungen Gegenstand der Vertragsverhandlungen sind, sondern die Reisen üblicherweise nach der Beschreibung in den aufgelegten Katalogen gebucht werden. (T1); Beisatz: Wurde das Rechtsgeschäft aufgrund eines Prospekts mit präziser Beschreibung der Sacheigenschaften geschlossen, so sind diese Angaben keine unverbindlichen Werbeaussagen, sondern zugesicherte Eigenschaften (hier: Brainscanner). (T2)
  • 3 Ob 24/05h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 24/05h
    nur: Die Angabe (Lichtbilder) im Katalog (Prospekt) des Reiseveranstalters sind als (ausdrückliche) Zusicherung der dort genannten Eigenschaften zu beurteilen. (T3); Beisatz: Hier: Angabe in einem Zeitungsinserat („Seegrundstück"). (T4)
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Vgl auch; Beisatz: Als Inhalt einer Erklärung gelten jene Eigenschaften, die üblicherweise bei entsprechenden Geschäften vorausgesetzt werden, außerdem solche, die besonders bedungen wurden. Was bedungen wurde und geschuldet wird, bestimmt sich zunächst nach den öffentlichen Äußerungen des Übergebers, so etwa den Angaben in dem Vertragsabschluss zugrunde liegenden Prospekten und Werbebroschüren, soweit keine davon abweichende individuelle Beratung erfolgt ist. (T5); Beisatz: Enthält die Werbebroschüre einer Bank echte Zusicherungen, hat diese jedenfalls davon auszugehen, dass der Kunde seine Offerte nur mit dem entsprechenden Inhalt abgeben will, sodass bei Annahme durch die Bank diese Zusicherungen als vereinbart gelten (so auch die in einem Parallelverfahren ergangene Entscheidung 4 Ob 65/10b). (T6); Beisatz: Hier: Irrtumsanfechtung. (T7); Veröff: SZ 2010/113
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T7
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Vgl auch; nur T1; Vgl Beis wie T5; Vgl Beis wie T4; Beisatz: Die in einem Zeitungsinserat gemachten Angaben des Veräußerers über die Beschaffenheit eines Grundstücks, die dem Erwerber zur Kenntnis gelangten, sind in die Vertragsauslegung einzubeziehen. (T8)
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Fact Sheets zu einem Fonds. (T9)
  • 4 Ob 114/19x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 114/19x
    Vgl
  • 5 Ob 40/21z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 5 Ob 40/21z
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 241/22p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 2 Ob 241/22p
    Beisatz nur wie T5; Beisatz nur wie T8: Hier: Verweis auf ein umweltbewusstes Handeln und verbrauchs- und schadstoffarme Fahrzeugmotoren im übergebenen Prospekt. (TXX)
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0018588

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19851113_OGH0002_0010OB00662_8500000_001

Rechtssatz für 7Ob2361/96y; 10Ob13/05t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106613

Geschäftszahl

7Ob2361/96y; 10Ob13/05t; 1Ob113/05g; 6Ob94/09f; 7Ob94/14w; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §1295 Ia4
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Tritt bei Käufern von Fliesen ein Schaden auf Grund mangelnder Frostbeständigkeit dieser Fliesen ein, hieße es die Sorgfaltspflicht des Händlers überspannen, würde ihm die Verpflichtung auferlegt, die vom Erzeuger zugesicherten bestimmten Eigenschaften (hier: Frostbeständigkeit) der vom Händler bloß vertriebenen Waren durch eigene Tests überprüfen zu müssen. Der Händler muß sich mangels besonderer Umstände oder konkreter Verdachtsmomente insbesondere bei einer Massenware auf die Auskünfte des Produzenten verlassen können. Ein Verschulden des Händlers liegt daher nicht vor.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 2361/96y
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2361/96y
  • 10 Ob 13/05t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 13/05t
    Vgl auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof nimmt demnach eine Überprüfungs-, allenfalls erweiterte Erkundigungspflicht des Zwischenhändlers in bestimmten Konstellationen an. Ob nun aber "konkrete Verdachtsmomente" vorhanden sind, die den Zwischenhändler an der bedungenen Eignung des Produkts zweifeln lassen müssen und daher Überprüfungs- und Erkundigungspflichten nach sich ziehen, kann ebenso wie die Frage nach dem Umfang solcher Pflichten typischerweise nur einzelfallbezogen und nicht (zB nach Produktkategorien) generalisierend beurteilt werden. (T1)
  • 1 Ob 113/05g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 113/05g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Konstruktionsfehler des Motors. (T2)
  • 6 Ob 94/09f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 94/09f
    Vgl; Beisatz: Nur: Der Händler muss sich mangels besonderer Umstände oder konkreter Verdachtsmomente auf die Auskünfte des Produzenten verlassen können. (T3)
  • 7 Ob 94/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 94/14w
    Vgl
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106613

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19970129_OGH0002_0070OB02361_96Y0000_001

Rechtssatz für 10Ob2066/96p; 9Ob50/10h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107680

Geschäftszahl

10Ob2066/96p; 9Ob50/10h; 4Ob98/13k; 10Ob29/16m; 5Ob119/19i; 7Ob97/20w; 10Ob49/20h; 5Ob40/21z; 2Ob241/22p; 5Ob57/24d; 5Ob200/24h; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Die Mangelhaftigkeit eines Leistungsgegenstandes ist nicht abstrakt, sondern immer aufgrund des konkreten Veräußerungsvertrages zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Veröff: SZ 2010/91
  • 4 Ob 98/13k
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 98/13k
  • 10 Ob 29/16m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2017 10 Ob 29/16m
    Veröff: SZ 2017/74
  • 5 Ob 119/19i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 119/19i
  • 7 Ob 97/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 97/20w
  • 10 Ob 49/20h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 10 Ob 49/20h
  • 5 Ob 40/21z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 5 Ob 40/21z
  • 2 Ob 241/22p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 2 Ob 241/22p
    Beisatz: Hier: Zusicherung eines abgasreduzierten, schadstoffarmen und umweltfreundlichen Fahrzeuges. (T1)
  • 5 Ob 57/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 57/24d
  • 5 Ob 200/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 5 Ob 200/24h
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107680

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19970211_OGH0002_0100OB02066_96P0000_001

Rechtssatz für 1Ob140/00w; 1Ob14/05y; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0114333

Geschäftszahl

1Ob140/00w; 1Ob14/05y; 8Ob63/05f; 9Ob50/10h; 2Ob7/10h; 2Ob135/10g; 2Ob176/10m; 9Ob61/11b; 8Ob60/12z; 2Ob196/13g; 8Ob57/14m; 1Ob71/15w; 4Ob198/15v; 8Ob126/15k; 7Ob156/16s; 10Ob72/16k; 1Ob239/16b; 9Ob45/17h; 7Ob40/18k; 4Ob168/18m; 5Ob119/19i; 7Ob97/20w; 5Ob193/21z; 10Ob2/23a; 2Ob42/23z; 3Ob140/22t; 6Ob149/22p; 6Ob150/22k; 7Ob43/23h; 3Ob142/22m; 4ob215/23f; 4Ob96/24g; 5Ob53/24s; 5Ob57/24d; 5Ob132/24h; 3Ob34/25h; 5Ob200/24h; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Ob eine Eigenschaft im Sinne des Gesetzes als gewöhnlich vorausgesetzt anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern davon, was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung erschließen durfte und ist daher an der Verkehrsauffassung zu messen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 140/00w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 140/00w
    Veröff: SZ 73/159
  • 1 Ob 14/05y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 14/05y
    nur: Ob eine Eigenschaft im Sinne des Gesetzes als gewöhnlich vorausgesetzt anzusehen ist, ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T1)
    Veröff: SZ 2005/82
  • 8 Ob 63/05f
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 63/05f
    nur T1; Beisatz: Weist ein Fahrzeug mit Klimaanlage nur eine Heizleistung von „höchstens" 20Grad auf, fehlt ihm eine gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaft. (T2)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Beisatz: Der Kaufgegenstand muss auch der Natur des Geschäfts oder der geschlossenen Verabredung entsprechend benützt und verwendet werden können. (T3)
    Veröff: SZ 2010/91
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
    Auch; Beisatz: Für die Konkretisierung des Leistungsinhalts im Einzelnen sind die Verkehrsauffassung und die Natur des Geschäfts von Bedeutung. (T4)
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Auch; Auch Beis wie T3; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 9 Ob 61/11b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 61/11b
    Auch
  • 8 Ob 60/12z
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 60/12z
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 2 Ob 196/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 196/13g
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T5)
  • 1 Ob 71/15w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 71/15w
    Vgl; Veröff: SZ 2015/36
  • 4 Ob 198/15v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 198/15v
    Beisatz: Dass es sich beim konkreten Mangel um einen Serienfehler handelt, ändert am grundsätzlichen Bestehen des Gewährleistungsanspruchs nichts. (T6)
  • 8 Ob 126/15k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 8 Ob 126/15k
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 7 Ob 156/16s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 156/16s
    Beis wie T4; Beisatz: Diese Grundsätze sind auch auf den Kauf einer Jahrzehnte alten Wohnung anzuwenden, sodass Mängel und Alterserscheinungen, die nach Bauart und Alter einer Wohnung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, vom Käufer hingenommen werden müssen. (T7)
    Beisatz: Beim Kauf einer als „unsaniert“ bezeichneten Wohnung in einem im Jahr 1945 erbauten Haus kann nicht ohne weiteres erwartet werden, dass die Elektroinstallationen dem Stand der Technik im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entsprechen. (T8)
  • 10 Ob 72/16k
    Entscheidungstext OGH 11.11.2016 10 Ob 72/16k
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 239/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 239/16b
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 45/17h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 45/17h
    Vgl; Beis wie T5
  • 7 Ob 40/18k
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 40/18k
    Auch
  • 4 Ob 168/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 168/18m
    Beis wie T3
  • 5 Ob 119/19i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 119/19i
    Beis wie T3
  • 7 Ob 97/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 97/20w
    Beis wie T3
  • 5 Ob 193/21z
    Entscheidungstext OGH 01.06.2022 5 Ob 193/21z
    Beis wie T5
  • 10 Ob 2/23a
    Entscheidungstext OGH 21.02.2023 10 Ob 2/23a
    Vgl; Beis nur wie T3; Beisatz: Hier: Kfz mit unzulässiger Abschalteinrichtung iSd Art 5 Abs 2 VO 715/2007 weist als Sachmangel nicht die gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften auf. (T9)
  • 2 Ob 42/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2023 2 Ob 42/23z
    vgl; Beisatz nur wie T5
  • 3 Ob 140/22t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2023 3 Ob 140/22t
    vgl; Beisatz nur wie T3; Beisatz wie T9
  • 6 Ob 149/22p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 6 Ob 149/22p
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T9
  • 6 Ob 150/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 6 Ob 150/22k
    Beisatz wie T9: Hier. VW Tiguan mit Dieselmotor EA 189 (T10)
  • 7 Ob 43/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 7 Ob 43/23h
    Beisatz wie T5
    Beisatz: Hier: Mangel allein wegen der Verwendung nicht CE-gekennzeichneter Bauprodukte nur, wenn eine CE-Kennzeichnung vereinbart wurde. (T11)
  • 3 Ob 142/22m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2023 3 Ob 142/22m
    Beisatz nur wie T3
    Beisatz wie T9: Hier: Audi A4 Avant, Motortyp EA 189 (T13)
  • 4 ob 215/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 ob 215/23f
    vgl; nur T1; nur T5
  • 4 Ob 96/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 96/24g
    vgl; nur T1; nur T5
  • 5 Ob 53/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 53/24s
    Beisatz wie T3
  • 5 Ob 57/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 57/24d
  • 5 Ob 132/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 02.04.2025 5 Ob 132/24h
  • 3 Ob 34/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2025 3 Ob 34/25h
  • 5 Ob 200/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 5 Ob 200/24h
    nur T3
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114333

Im RIS seit

23.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20001024_OGH0002_0010OB00140_00W0000_003

Rechtssatz für 4Ob47/01t; 3Ob183/10y; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0115060

Geschäftszahl

4Ob47/01t; 3Ob183/10y; 10Ob61/18w; 10Ob48/19k; 3Ob72/20i; 5Ob70/23i; 5Ob57/24d; 8Ob19/25i; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §932 V
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Ist der Mangel noch nicht verbessert und fordert der Besteller das Deckungskapital für die Mängelbehebungskosten, so hat er Anspruch auf Ersatz der objektiv notwendigen Behebungskosten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 47/01t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 47/01t
  • 3 Ob 183/10y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 183/10y
    Vgl auch
  • 10 Ob 61/18w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 10 Ob 61/18w
  • 10 Ob 48/19k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2019 10 Ob 48/19k
    Beisatz: Maßgeblich sind die voraussichtlichen Mängelbehebungskosten, deren Höhe nach den allgemeinen Beweislastregeln der Geschädigte zu beweisen hat. (T1)
  • 3 Ob 72/20i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 3 Ob 72/20i
    Beis wie T1
  • 5 Ob 70/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 5 Ob 70/23i
    Beisatz wie T1
  • 5 Ob 57/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 57/24d
  • 8 Ob 19/25i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.02.2025 8 Ob 19/25i
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115060

Im RIS seit

21.04.2001

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20010322_OGH0002_0040OB00047_01T0000_002

Rechtssatz für 8Ob14/08d; 1Ob15/09a; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0123968

Geschäftszahl

8Ob14/08d; 1Ob15/09a; 2Ob176/10m; 4Ob80/12m; 6Ob77/12k; 1Ob184/12h; 7Ob177/13z; 7Ob196/13v; 7Ob228/14a; 9Ob45/17h; 1Ob38/25g; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §932 Abs1 VIIa
ABGB §932 Abs2 VIIb
ABGB §932 Abs4 VIIb
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Dem Willen des Gesetzgebers kann nicht entnommen werden, dass der in Paragraph 932, Absatz 2 und 4 ABGB normierte „Vorrang der Verbesserung" die Konsequenz haben solle, dass der Übernehmer bei „voreiliger Selbstvornahme" der Verbesserung endgültig mit den gesamten Kosten der Verbesserung belastet bleiben soll.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 14/08d
    Entscheidungstext OGH 16.06.2008 8 Ob 14/08d
    Bemerkung: Mit ausführlicher Darstellung der Lehre. (T1); Veröff: SZ 2008/87
  • 1 Ob 15/09a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 15/09a
    Beisatz: Er kann vielmehr den Ersatz seines Aufwands jedenfalls insoweit ersetzt verlangen, als dieser Aufwand auch den Übergeber getroffen hätte. (T2)
    Beisatz: Sofern dem Übergeber im Einzelfall aus besonderen Gründen geringere Kosten aufgelaufen wären, ist er gehalten, dies zu behaupten und zu beweisen. (T3)
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Vgl auch
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Vgl auch; Beisatz: Hat der Geschädigte die Reparatur selbst durchgeführt, hat er Anspruch darauf, dass ihm als Geschäftsführer ohne Auftrag der notwendige und zweckmäßig gemachte Aufwand ersetzt wird; diesen Aufwand bilden alle Werte (Auslagen, Verbindlichkeiten, Zeitversäumnis), die zum Zweck der Geschäftsführung verbraucht wurden. (T4)
  • 6 Ob 77/12k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 77/12k
    Beis wie T2
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 177/13z
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 177/13z
    Beis wie T2
  • 7 Ob 196/13v
    Entscheidungstext OGH 08.11.2013 7 Ob 196/13v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 228/14a
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 228/14a
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 Ob 45/17h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 45/17h
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 38/25g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 1 Ob 38/25g
    Beisatz wie T2
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123968

Im RIS seit

16.07.2008

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20080616_OGH0002_0080OB00014_08D0000_001

Rechtssatz für 2Ob135/10g; 1Ob184/12h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126731

Geschäftszahl

2Ob135/10g; 1Ob184/12h; 9Ob31/13v; 4Ob96/16w; 8Ob9/17g; 10Ob29/16m; 1Ob138/17a; 8Ob22/20y; 7Ob116/21s; 3Ob200/25w; 4Ob201/25z

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §932 Abs4 VIIg
ABGB §933a
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 933a heute
  2. ABGB § 933a gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001

Rechtssatz

Die Voraussetzungen für den Geldersatz entsprechen jenen, unter denen der Übernehmer gemäß Paragraph 932, Absatz 4, ABGB Preisminderung und Wandlung verlangen kann.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Veröff: SZ 2011/45
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
  • 9 Ob 31/13v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 Ob 31/13v
  • 4 Ob 96/16w
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 96/16w
    Beisatz: Daher gilt auch hier der Vorrang von Verbesserung oder Austausch. (T1)
  • 8 Ob 9/17g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 Ob 9/17g
    Auch; Beisatz: Als sekundären Rechtsbehelf ‑ also bei Unmöglichkeit oder Unverhältnismäßigkeit bzw bei Verweigerung oder Verzögerung der Verbesserung oder des Austauschs, oder aber bei erheblichen Unannehmlichkeiten oder Unzumutbarkeit für den Übernehmer ‑ kann der Gewährleistungsberechtigte grundsätzlich Geldersatz in Form des Erfüllungsinteresses verlangen. (T2)
  • 10 Ob 29/16m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2017 10 Ob 29/16m
    Veröff: SZ 2017/74
  • 1 Ob 138/17a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 138/17a
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 22/20y
    Entscheidungstext OGH 12.05.2020 8 Ob 22/20y
    Beisatz: Lässt der Übernehmer – wie hier – die mangelhafte Sache bei einem Dritten verbessern, kann er die Verbesserungskosten der Berechnung des Geldersatzes zugrunde legen. (T3)
    Beisatz: Es ist durch Vertragsauslegung zu klären, ob die zu einer deutlichen Werterhöhung führende Verbesserung noch als vertraglich geschuldet angesehen werden kann oder nicht. Ergibt die Vertragsauslegung, dass die Verbesserungsleistung nicht mehr von der Erfüllungspflicht umfasst ist, ist der Mangel unbehebbar und eine Verbesserung nicht geschuldet. (T4)
  • 7 Ob 116/21s
    Entscheidungstext OGH 29.09.2021 7 Ob 116/21s
    Beis nur wie T2
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T2
  • 4 Ob 201/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2026 4 Ob 201/25z
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126731

Im RIS seit

27.05.2011

Zuletzt aktualisiert am

27.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20110407_OGH0002_0020OB00135_10G0000_003

Rechtssatz für 2Ob176/10m; 4Ob250/16t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127170

Geschäftszahl

2Ob176/10m; 4Ob250/16t; 1Ob152/18m; 5Ob40/21z; 1Ob77/23i; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Rechtssatz

Nach dem ersten Satz des Paragraph 922, Absatz 2, ABGB ist die Frage, ob die Sache dem Vertrag entspricht, auch danach zu beurteilen, was der Übernehmer aufgrund der über sie gemachten öffentlichen Äußerungen des Übergebers oder bestimmter dritter Personen (Hersteller, EWR-Importeur, Quasi-Hersteller), vor allem in der Werbung und in den der Sache beigefügten Angaben, erwarten kann.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Beisatz: Die in einem Zeitungsinserat gemachten Angaben des Veräußerers über die Beschaffenheit eines Grundstücks, die dem Erwerber zur Kenntnis gelangten, sind in die Vertragsauslegung einzubeziehen. (T1)
  • 4 Ob 250/16t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 250/16t
    Vgl; nur: Die Werbung ist in die Vertragsauslegung einzubeziehen. (T2)
  • 1 Ob 152/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 1 Ob 152/18m
    Auch; Beisatz: Keine solche öffentliche Äußerung liegt vor, wenn dem Kaufinteressenten ein Exposé über eine Liegenschaft übergeben wird. (T3)
  • 5 Ob 40/21z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 5 Ob 40/21z
    Beis wie T1; nur T2
  • 1 Ob 77/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2023 1 Ob 77/23i
    Beisatz wie T1; nur T2
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127170

Im RIS seit

04.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20110622_OGH0002_0020OB00176_10M0000_001

Rechtssatz für 4Ob80/12m; 4Ob55/16s; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127994

Geschäftszahl

4Ob80/12m; 4Ob55/16s; 1Ob209/16s; 6Ob99/24p; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §932 Abs2 Va
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die unentgeltliche Ersatzlieferung (iSd Artikel 3, Absatz 3, Verbrauchsgüterkauf-RL), zu der der Verkäufer infolge mangelhafter Erfüllung verpflichtet ist (Paragraph 932, Absatz 2, ABGB: „Austausch der Sache“), umfasst nach der Rechtsprechung des EuGH (verbundene Rs C‑65/09, C-87/09 Rn 48, 55) das Wahlrecht des Verkäufers, entweder selbst den Ausbau des mangelhaften Verbrauchsguts aus der Sache, in die es eingebaut wurde, vorzunehmen und das als Ersatz gelieferte Verbrauchsgut in diese Sache einzubauen, oder die Kosten zu tragen, die für diesen Ausbau und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts notwendig sind.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Beisatz: War der Verkäufer allein zu einem Austausch der Waren ohne Demontage oder Kostentragung hiefür bereit, liegt ein Sachverhalt vor, bei dem der Übergeber die (vollständige) Verbesserung oder den (vollständigen) Austausch verweigert hat (§ 932 Abs 4 zweiter Satz erster Fall ABGB). Dies hat zur Folge, dass er mit seinen Gewährleistungspflichten in Verzug geraten ist. Damit war der Käufer befugt, auf die Gewährleistungsbehelfe der zweiten Stufe (Preisminderung oder Wandlung) umzusteigen. (T1)
    Beisatz: Dem Verkäufer steht die Einrede offen, der Käufer habe die Ware vor Auftreten des Mangels nicht gutgläubig gemäß seiner Art und seinem Verwendungszweck eingebaut. (T2)
  • 4 Ob 55/16s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 55/16s
    Auch; Beisatz: Dies gilt nicht zwingend auch für den echten Garantievertrag. (T3)
  • 1 Ob 209/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 209/16s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2017/13
  • 6 Ob 99/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.08.2025 6 Ob 99/24p
    vgl
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127994

Im RIS seit

03.09.2012

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20120710_OGH0002_0040OB00080_12M0000_001

Rechtssatz für 1Ob209/16s; 10Ob65/17g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0131250

Geschäftszahl

1Ob209/16s; 10Ob65/17g; 3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Norm

ABGB §932 Abs4
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Liefert der Verkäufer eine mangelhafte Sache, so hat er sie im Rahmen eines Austauschs dem Käufer, der sie zwischenzeitig gutgläubig eingebaut hat, auf eigene Kosten auszubauen und die mangelfreie Sache einzubauen oder diese Kosten zu ersetzen. Er darf auch bei hohen Aus‑ und Einbaukosten die einzig mögliche primäre Abhilfe nicht per se ablehnen; vielmehr kann er nur die Herabsetzung seiner Verpflichtung auf den anhand des Vertrags unter Berücksichtigung von dessen Gegenstand und Zweck im Hinblick auf die Vertragswidrigkeit und den Wert der Sache in vertragsgemäßen Zustand zu ermittelnden „angemessenen Beitrag“ fordern.

Nur wenn der Käufer seinerseits den auf ihn entfallenden angemessenen Anteil der Kosten nicht selbst tragen will und der Austausch oder die Verbesserung samt Aus‑ und Einbaukosten dann für den Verkäufer mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre, kann dieser den Käufer gemäß Paragraph 932, Absatz 4, ABGB auf die sekundären Behelfe beschränken. Der Käufer kann in einem solchen Fall auch vom Unternehmer nur noch Preisminderung begehren oder wandeln. Der Verkäufer muss Austausch und Verbesserung ohne angemessene Kostenbeteiligung des Käufers weder allein bewerkstelligen noch zahlen (vorschießen).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 209/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 209/16s
    Veröff: SZ 2017/13
  • 10 Ob 65/17g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 10 Ob 65/17g
    Auch; Beisatz: Im ersten Schritt ist daher stets zu klären, ob überhaupt ein unverhältnismäßiger Aufwand des Unternehmers vorliegt. Erst wenn dies zu bejahen ist, ist im zweiten Schritt die angemessene Beitragsleistung des Verbrauchers festzulegen. (T1)
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131250

Im RIS seit

22.03.2017

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20170210_OGH0002_0010OB00209_16S0000_001

Rechtssatz für 2Ob535/90; 1Ob564/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018547

Geschäftszahl

2Ob535/90; 1Ob564/95; 1Ob140/00w; 3Ob127/04d; 6Ob27/05x; 1Ob14/05y; 3Ob24/05h; 4Ob227/06w; 8Ob46/07h; 1Ob262/07x; 9Ob50/10h; 1Ob42/11z; 4Ob191/10g; 9Ob61/11b; 3Ob143/12v; 1Ob14/13k; 2Ob196/13g; 3Ob191/13d; 4Ob44/14w; 8Ob57/14m; 7Ob4/16p; 9Ob64/16a; 1Ob239/16b; 7Ob45/17v; 9Ob45/17h; 2Ob206/16g; 6Ob90/18f; 4Ob168/18m; 5Ob7/19v; 6Ob106/19k; 5Ob119/19i; 3Ob34/20a; 6Ob240/19s; 7Ob97/20w; 10Ob49/20h; 3Ob143/20f; 8Ob113/21g; 5Ob193/21z; 10Ob2/23a; 5Ob131/22h; 2Ob42/23z; 3Ob140/22t; 3Ob30/23t; 6Ob149/22p; 6Ob150/22k; 7Ob70/23d; 7Ob43/23h; 3Ob142/22m; 2Ob142/23f; 8Ob126/23x; 6Ob160/22f; 2Ob243/23h; 4ob215/23f; 4Ob96/24g; 5Ob53/24s; 5Ob57/24d; 5Ob132/24h; 5Ob200/24h; 6Ob9/25d; 3Ob200/25w; 2Ob210/25h; 3Ob73/26w

Entscheidungsdatum

23.06.2026

Rechtssatz

Eine Leistung ist nur dann mangelhaft im Sinne des Paragraph 922, ABGB, wenn sie qualitativ oder quantitativ hinter dem Geschuldeten, das heißt dem Vertragsinhalt, zurückbleibt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 535/90
    Entscheidungstext OGH 10.10.1990 2 Ob 535/90
    Veröff: SZ 63/171 = JBl 1991,383
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Veröff: SZ 68/105
  • 1 Ob 140/00w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 140/00w
    Veröff: SZ 73/159
  • 3 Ob 127/04d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 127/04d
    Vgl auch; Beisatz: Was nicht Vertragsbestandteil im Sinn des § 922 ABGB wurde, kann keine Gewährleistungsfolgen auslösen. (T1)
  • 6 Ob 27/05x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
    Vgl auch
  • 1 Ob 14/05y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 14/05y
    Veröff: SZ 2005/82
  • 3 Ob 24/05h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 24/05h
  • 4 Ob 227/06w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 227/06w
    Auch; Beisatz: Gewährleistungsansprüche bestehen erst dann, wenn das Geleistete vom konkret Geschuldeten abweicht. (T2)
    Veröff: SZ 2007/38
  • 8 Ob 46/07h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 46/07h
  • 1 Ob 262/07x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 262/07x
    Auch
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Veröff: SZ 2010/91
  • 1 Ob 42/11z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 42/11z
  • 4 Ob 191/10g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 1096 ABGB. (T3)
    Veröff: SZ 2011/35
  • 9 Ob 61/11b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 61/11b
  • 3 Ob 143/12v
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 143/12v
  • 1 Ob 14/13k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 14/13k
  • 2 Ob 196/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 196/13g
    Beisatz: Hier: Lieferung eines fahrbereiten, verkehrstauglichen Traktors, allerdings in einem der Anzahl der Betriebsstunden entsprechenden Zustand und mit ‑ bei Kälte erst nach einigen Kilometern ‑ funktionierender Lastschaltung. (T4)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
  • 4 Ob 44/14w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Auch; Beisatz: Eine Mangelhaftigkeit im Sinne einer Vertragswidrigkeit besteht in einer qualitativen oder quantitativen Abweichung der Leistung vom vertraglich Geschuldeten. Der geschuldete Vertragsgegenstand wird durch die gewöhnlich vorausgesetzten oder die ausdrücklich oder stillschweigend zugesicherten Eigenschaften bestimmt. (T5)
    Beisatz: Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T6)
    Beisatz: Die Vertragswidrigkeit eines Leistungsgegenstands ist nicht abstrakt, sondern immer aufgrund des konkreten Veräußerungsvertrags zu beurteilen. (T7)
  • 7 Ob 4/16p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 4/16p
    Beisatz: Beim Kauf eines „Wohnungseigentums“ wird erwartet, dass der Käufer das Miteigentum an einer Liegenschaft erwirbt, im Grundbuch als Wohnungseigentümer einverleibt wird und ihm die alleinige Befugnis zur Nutzung bestimmter Wohnungen zusteht. Ob ausgehend von der Leistungsbeschreibung in Verbindung mit der vereinbarten Übertragung der Rechtsstellung überhaupt ein Rechtsmangel vorliegt, kann hier dahingestellt bleiben, weil der von den Parteien vereinbarte Gewährleistungsverzicht greift. (T8)
  • 9 Ob 64/16a
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 64/16a
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 1 Ob 239/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 239/16b
  • 7 Ob 45/17v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 45/17v
  • 9 Ob 45/17h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 45/17h
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 206/16g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 206/16g
  • 6 Ob 90/18f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 6 Ob 90/18f
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 4 Ob 168/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 168/18m
  • 5 Ob 7/19v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 7/19v
  • 6 Ob 106/19k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 106/19k
  • 5 Ob 119/19i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 119/19i
    Beis wie T5
  • 3 Ob 34/20a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2020 3 Ob 34/20a
  • 6 Ob 240/19s
    Entscheidungstext OGH 24.09.2020 6 Ob 240/19s
  • 7 Ob 97/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 97/20w
    Vgl; Beis wie T5
  • 10 Ob 49/20h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 10 Ob 49/20h
  • 3 Ob 143/20f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2021 3 Ob 143/20f
    Vgl
  • 8 Ob 113/21g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2021 8 Ob 113/21g
  • 5 Ob 193/21z
    Entscheidungstext OGH 01.06.2022 5 Ob 193/21z
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 10 Ob 2/23a
    Entscheidungstext OGH 21.02.2023 10 Ob 2/23a
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Kfz mit unzulässiger Abschalteinrichtung iSd Art 5 Abs 2 VO 715/2007. (T9)
  • 5 Ob 131/22h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2023 5 Ob 131/22h
    Beisatz wie T1
  • 2 Ob 42/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2023 2 Ob 42/23z
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6
  • 3 Ob 140/22t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2023 3 Ob 140/22t
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T9
  • 3 Ob 30/23t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.06.2023 3 Ob 30/23t
    vgl; Beisatz wie T9
  • 6 Ob 149/22p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 6 Ob 149/22p
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T9
  • 6 Ob 150/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 6 Ob 150/22k
    Beisatz wie T9: Hier: VW Tiguan mit Dieselmotor EA 189 (T10)
  • 7 Ob 70/23d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.06.2023 7 Ob 70/23d
    Beisatz wie T6
  • 7 Ob 43/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 7 Ob 43/23h
    Beisatz: Hier: Mangel allein wegen der Verwendung nicht CE-gekennzeichneter Bauprodukte nur, wenn eine CE-Kennzeichnung vereinbart wurde. (T11)
  • 3 Ob 142/22m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2023 3 Ob 142/22m
    Beisatz wie T5
    Beisatz wie T9: Hier: Audi A4 Avant, Motortyp EA 189 (T13)
  • 2 Ob 142/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.09.2023 2 Ob 142/23f
    Beisatz: Hier: Mangelhaftigkeit bejaht, weil Pelletskessel ohne Pufferspeicher für das beim Kläger vorhandene Wärmeabnahmesystem nicht geeignet ist und nicht dem Stand der Technik entspricht. (T14)
  • 8 Ob 126/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.12.2023 8 Ob 126/23x
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T2; Beisatz wie T7
    Beisatz: Hier: Zusicherung der „Verkehrs- und Betriebssicherheit“ eines KFZ. (T15)
  • 6 Ob 160/22f
    Entscheidungstext OGH 20.11.2023 6 Ob 160/22f
    vgl; Beisatz wie T9: Hier: gebrauchter PKW Audi Q5, 2.0 l TDI quattro, Dieselmotor Typ EA189 Euro 5 (T16)
  • 2 Ob 243/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2024 2 Ob 243/23h
    Beisatz: Hier: Gewährleistung beim Gebrauchtwagenkauf (T17)
  • 4 ob 215/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 ob 215/23f
    nur T6
  • 4 Ob 96/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 96/24g
    nur T6
  • 5 Ob 53/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 53/24s
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T7
  • 5 Ob 57/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 57/24d
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6
  • 5 Ob 132/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 02.04.2025 5 Ob 132/24h
    vgl; Beisatz wie T5
  • 5 Ob 200/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 5 Ob 200/24h
    Beisatz nur wie T7
  • 6 Ob 9/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.02.2026 6 Ob 9/25d
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7
  • 2 Ob 210/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.02.2026 2 Ob 210/25h
    nur T6: Hier: Haltbarkeitsdauer einer Unterdachbahn, die nicht Gegenstand der Vertragsverhandlungen war. Die Entscheidung des Berufungsgerichtes, wonach eine der Lebensdauer der Dacheindeckung entsprechende Haltbarkeitsdauer gewöhnlich vorausgesetzt aber nicht zugesichert ist, ist nicht korrekturbedürftig. (T18)
  • 3 Ob 73/26w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2026 3 Ob 73/26w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0018547

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19901010_OGH0002_0020OB00535_9000000_001

Rechtssatz für 7Ob543/76; 1Ob636/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018483

Geschäftszahl

7Ob543/76; 1Ob636/80; 3Ob592/79; 1Ob829/81; 5Ob696/81; 5Ob17/81; 1Ob823/82; 5Ob637/82; 1Ob727/83; 1Ob540/86; 1Ob618/86; 1Ob656/86; 7Ob538/91; 1Ob679/90; 1Ob2005/96a; 10Ob136/98t; 3Ob213/15t; 3Ob200/25w; 9Ob9/26b

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ABGB §922
ABGB §932 I
ABGB §932 V
ABGB §1167
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1167 heute
  2. ABGB § 1167 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  3. ABGB § 1167 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Der Verbesserungsanspruch ist ein Rest des ursprünglichen Anspruches auf Erfüllung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 543/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 7 Ob 543/76
    Veröff: JBl 1976,537
  • 1 Ob 636/80
    Entscheidungstext OGH 27.08.1980 1 Ob 636/80
    Veröff: EvBl 1981/59 S 206 = NZ 1981,105 = SZ 53/107
  • 3 Ob 592/79
    Entscheidungstext OGH 12.08.1980 3 Ob 592/79
  • 1 Ob 829/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 829/81
    Veröff: SZ 55/29
  • 5 Ob 696/81
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 696/81
    Auch; Veröff: JBl 1984,147
  • 5 Ob 17/81
    Entscheidungstext OGH 01.06.1982 5 Ob 17/81
  • 1 Ob 823/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 1 Ob 823/82
  • 5 Ob 637/82
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 637/82
    Veröff: HS XIV/XV/4
  • 1 Ob 727/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 727/83
    727/83
    Veröff: HS XIV/XV/20
  • 1 Ob 540/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 540/86
  • 1 Ob 618/86
    Entscheidungstext OGH 17.11.1986 1 Ob 618/86
  • 1 Ob 656/86
    Entscheidungstext OGH 03.12.1986 1 Ob 656/86
    Auch; Veröff: WBl 1987,37 = EvBl 1987/49 S 210
  • 7 Ob 538/91
    Entscheidungstext OGH 23.05.1991 7 Ob 538/91
    Beisatz: Gerade die weitere Erfüllung lehnt der Masseverwalter durch seinen Rücktritt ab. (T1) Veröff: WBl 1991,403 = SZ 64/63 = ecolex 1992,160
  • 1 Ob 679/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 679/90
    Auch; Veröff: ecolex 1992,36
  • 1 Ob 2005/96a
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 1 Ob 2005/96a
  • 10 Ob 136/98t
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 10 Ob 136/98t
  • 3 Ob 213/15t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 213/15t
    Auch
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz: Daher kann vom Gewährleistungspflichtigen nicht mehr verlangt werden als das, wozu er sich vertraglich verpflichtet hat. (T2)
  • 9 Ob 9/26b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2026 9 Ob 9/26b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0018483

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19760401_OGH0002_0070OB00543_7600000_001

Rechtssatz für 2Ob514/79; 6Ob521/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022662

Geschäftszahl

2Ob514/79; 6Ob521/81; 7Ob604/84; 5Ob571/85; 3Ob604/86; 7Ob516/88; 7Ob578/89; 1Ob564/94; 1Ob292/00y; 6Ob194/01z; 1Ob33/02p; 1Ob265/03g; 10Ob74/04m; 10Ob13/05t; 7Ob166/06x; 6Ob256/06z; 5Ob92/07a; 6Ob94/09f; 5Ob64/09m; 2Ob10/10z; 7Ob238/12v; 2Ob234/12v; 7Ob94/14w; 7Ob103/14v; 9Ob28/15f; 2Ob223/14d; 10Ob29/16m; 6Ob185/18a; 8Ob114/19a; 4Ob23/21t; 5Ob184/23d; 3Ob57/25s; 3Ob200/25w; 9Ob9/26b

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ABGB §1295 Ia2
ABGB §1295 IIf7d
ABGB §1313a I
ABGB §1313a IIIc
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Wer nach dem Inhalt des Kaufvertrages nicht zur Herstellung der Kaufsache verpflichtet ist, haftet nicht für jedes Verschulden des Produzenten, der Erzeuger ist nicht Erfüllungshilfe des Händlers.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 514/79
    Entscheidungstext OGH 08.05.1979 2 Ob 514/79
    Veröff: SZ 52/74 = EvBl 1980/2 S 12 = JBl 1979,653
  • 6 Ob 521/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 521/81
    Vgl; Veröff: SZ 54/116 = EvBl 1982/3 S 15 = JBl 1982,534
  • 7 Ob 604/84
    Entscheidungstext OGH 30.07.1985 7 Ob 604/84
    Auch; Beisatz: Frage offengelassen, ob der Produzent eines Bestandteils Erfüllungsgehilfe eines Werkunternehmers ist (hier: Herstellung einer Schleppliftanlage). (T1)
  • 5 Ob 571/85
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 5 Ob 571/85
    Veröff: JBl 1987,185
  • 3 Ob 604/86
    Entscheidungstext OGH 17.12.1986 3 Ob 604/86
    Veröff: JBl 1987,385
  • 7 Ob 516/88
    Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 516/88
    Auch; Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Der Zulieferer kann nicht als Erfüllungsgehilfe angesehen werden, für den der Erzeuger gemäß § 1313 a ABGB einzustehen hätte. (T2)
  • 7 Ob 578/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 578/89
    Beis wie T2
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Beis wie T2; Veröff. SZ 67/101
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
    nur: Der Erzeuger ist nicht Erfüllungshilfe des Händlers. (T3)
  • 6 Ob 194/01z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 194/01z
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 33/02p
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 33/02p
  • 1 Ob 265/03g
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 1 Ob 265/03g
    Vgl aber; nur T3; Beisatz: Der Händler haftet dem Käufer gegenüber nur für die Erfüllung der ihn selbst treffenden Pflichten (Auswahl eines geeigneten Erzeugers, einwandfreie Lagerung der Ware, Hinweis auf Gefahren, ordnungsgemäße Verpackung). Gleiches gilt im Grundsätzlichen für den Werkunternehmer. (Hier: Bejahung der Haftung des Werkunternehmers für das Verschulden der von ihm einbezogenen Erzeugerin.) (T4); Veröff: SZ 2004/19
  • 10 Ob 74/04m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2005 10 Ob 74/04m
  • 10 Ob 13/05t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 13/05t
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T4 nur: Der Händler haftet dem Käufer gegenüber nur für die Erfüllung der ihn selbst treffenden Pflichten (Auswahl eines geeigneten Erzeugers, einwandfreie Lagerung der Ware, Hinweis auf Gefahren, ordnungsgemäße Verpackung). (T5)
  • 7 Ob 166/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 166/06x
    Beis wie T5
  • 6 Ob 256/06z
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 6 Ob 256/06z
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Verlagsvertrag - Verlaggeber kein Erfüllungsgehilfe des Verlags. (T6); Veröff: SZ 2007/3
  • 5 Ob 92/07a
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 92/07a
    Beis wie T5; Beisatz: Von einem Händler, welcher im Rahmen seines Handelsgewerbes Waren vertreibt, kann angenommen werden, er besitze die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Eigenschaften der von ihm zum Verkauf angebotenen Waren beurteilen zu können. Besitzt der Händler diese Kenntnisse nicht, hat er sich diese zu verschaffen. (T7)
  • 6 Ob 94/09f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 94/09f
    nur T3
  • 5 Ob 64/09m
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 64/09m
    Auch
  • 2 Ob 10/10z
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 10/10z
    Vgl Beis wie T4 nur: Bejahung der Haftung des Werkunternehmers für das Verschulden der von ihm einbezogenen Erzeugerin. (T8)
    Beisatz: Eine unmittelbare Einbindung des Erzeugers einer Ware in die werkvertragliche Erfüllungshandlung des Werkunternehmers liegt nicht vor, wenn dieser das Vorprodukt des Lieferanten bloß nach einer allgemeinen schriftlichen Anleitung ohne Beteiligung des Lieferanten an der werkvertraglichen Erfüllungshandlung verarbeitet. (T9)
  • 7 Ob 238/12v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 238/12v
    Auch
  • 2 Ob 234/12v
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 234/12v
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Werkunternehmer ist dem Händler insofern grundsätzlich gleichgestellt. (T10)
  • 7 Ob 94/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 94/14w
  • 7 Ob 103/14v
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 103/14v
    Vgl auch
  • 9 Ob 28/15f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 Ob 28/15f
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T10; Beisatz: Die Produzentin wurde aufgrund der besonderen konkreten Fallgestaltung als Erfüllungsgehilfin der Händlerin angesehen. (T11)
  • 2 Ob 223/14d
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 223/14d
  • 10 Ob 29/16m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2017 10 Ob 29/16m
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein Tierzüchter ist als Hersteller der von ihm gezüchteten Tiere anzusehen, ein ‑ vom Züchter verschiedener ‑ Halter eines Deckrüden hingegen als Lieferant des Samens und damit einem Zulieferer eines Rohstoffes gleichzuhalten. Dieser ist daher in der Regel nicht als Erfüllungsgehilfe des Züchters im Vorbereitungsstadium zu qualifizieren. (T12) Veröff: SZ 2017/74
  • 6 Ob 185/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 185/18a
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 114/19a
    Entscheidungstext OGH 25.04.2020 8 Ob 114/19a
    Beisatz: Allein dadurch, dass die Lieferung des Produkts unmittelbar zwischen Hersteller und Käufer erfolgt, entsteht keine Pflicht, für ein Verschulden des Herstellers im Rahmen der Produkterzeugung einzustehen, für das der Verkäufer ohne eine solche Direktlieferung nicht einzustehen hätte. (T13)
    Beisatz: Bedient sich der Verkäufer zur Erfüllung seiner Pflichten des Herstellers, wird dieser (nur) in diesem Umfang Erfüllungsgehilfe des Verkäufers. (T14)
  • 4 Ob 23/21t
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 4 Ob 23/21t
    Vgl; Beis wie T10
  • 5 Ob 184/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.12.2023 5 Ob 184/23d
    Beisatz wie T5
  • 3 Ob 57/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 3 Ob 57/25s
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl
  • 9 Ob 9/26b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2026 9 Ob 9/26b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0022662

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19790508_OGH0002_0020OB00514_7900000_001

Rechtssatz für 2Ob514/79; 5Ob571/85; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022902

Geschäftszahl

2Ob514/79; 5Ob571/85; 7Ob625/87; 6Ob317/02i; 10Ob13/05t; 7Ob166/06x; 7Ob238/12v; 7Ob94/14w; 9Ob28/15f; 8Ob114/19a; 5Ob184/23d; 3Ob57/25s; 7Ob135/25s; 3Ob200/25w; 9Ob9/26b

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ABGB §1295 Ia2
ABGB §1295 IIf7d
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Der Händler (hier Drogist) haftet dem Käufer gegenüber nur für die Erfüllung der ihn selbst treffenden Pflichten, wie Auswahl eines geeigneten Erzeugers, einwandfreie Lagerung der Ware, Hinweis auf Gefahren, ordnungsgemäße Verpackung. Er haftet jedoch nicht für jedes Verschulden des Produzenten.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 514/79
    Entscheidungstext OGH 08.05.1979 2 Ob 514/79
    Veröff: SZ 52/74 = EvBl 1980/2 S 12 = JBl 1979,653
  • 5 Ob 571/85
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 5 Ob 571/85
    Veröff: JBl 1987,185
  • 7 Ob 625/87
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 625/87
    Auch
  • 6 Ob 317/02i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 317/02i
    Auch
  • 10 Ob 13/05t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 13/05t
    Auch
  • 7 Ob 166/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 166/06x
    Auch
  • 7 Ob 238/12v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 238/12v
    Auch
  • 7 Ob 94/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 94/14w
    Vgl
  • 9 Ob 28/15f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 Ob 28/15f
  • 8 Ob 114/19a
    Entscheidungstext OGH 25.04.2020 8 Ob 114/19a
    Beisatz: Allein dadurch, dass die Lieferung des Produkts unmittelbar zwischen Hersteller und Käufer erfolgt, entsteht keine Pflicht, für ein Verschulden des Herstellers im Rahmen der Produkterzeugung einzustehen, für das der Verkäufer ohne eine solche Direktlieferung nicht einzustehen hätte. (T1)
    Beisatz: Bedient sich der Verkäufer zur Erfüllung seiner Pflichten des Herstellers, wird dieser (nur) in diesem Umfang Erfüllungsgehilfe des Verkäufers. (T2)
  • 5 Ob 184/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.12.2023 5 Ob 184/23d
    vgl
  • 3 Ob 57/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 3 Ob 57/25s
  • 7 Ob 135/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 135/25s
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    vgl
  • 9 Ob 9/26b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2026 9 Ob 9/26b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0022902

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19790508_OGH0002_0020OB00514_7900000_004

Rechtssatz für 1Ob707/85; 2Ob355/98i; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018475

Geschäftszahl

1Ob707/85; 2Ob355/98i; 10Ob71/14k; 3Ob213/15t; 3Ob158/25v; 3Ob200/25w; 9Ob9/26b

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ABGB §922
ABGB §932 I
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Gewährleistungsansprüche sind nichts anderes als in besonderer Gestalt erhalten gebliebene Erfüllungsansprüche.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 707/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 707/85
  • 2 Ob 355/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 355/98i
    Beisatz: Demnach kann von einem Gewährleistungspflichtigen nicht mehr gefordert werden, als das, wozu er sich in Rahmen des Werkvertrages verpflichtet hat. (T1)
  • 10 Ob 71/14k
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 10 Ob 71/14k
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 213/15t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 213/15t
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Schon daran scheitert die Annahme einer Verpflichtung des Werkunternehmers (Übergebers), Vor‑ (und auch Nach‑)arbeiten durchzuführen/durchführen zu lassen, die notwendig sind, um ihm die Behebung der Mängel an seinem Gewerk zu ermöglichen, aber ein anderes Gewerk betreffen und deshalb außerhalb seiner werkvertraglichen Verpflichtung liegen. In diesem Fall ist es Sache des Werkbestellers (Übernehmers), dafür zu sorgen, dass dem dazu bereiten Werkunternehmer die Vornahme der Verbesserung ermöglicht wird (vgl 2 Ob 355/98i. Die dem Werkbesteller dadurch entstehenden Kosten sind Mangelfolgeschäden, die ‑ Verschulden des Werkunternehmers vorausgesetzt ‑ von diesem im Wege des Schadenersatzes verlangt werden können. (T2)
  • 3 Ob 158/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.02.2026 3 Ob 158/25v
    vgl; Beisatz wie T1
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
    Beisatz wie T1
  • 9 Ob 9/26b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2026 9 Ob 9/26b
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0018475

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19851211_OGH0002_0010OB00707_8500000_001

Rechtssatz für 9Ob64/13x; 7Ob94/14w; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0129424

Geschäftszahl

9Ob64/13x; 7Ob94/14w; 3Ob213/15t; 1Ob209/16s; 5Ob118/21w; 3Ob200/25w; 9Ob9/26b

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ABGB §932 Abs2
BWG §33 Abs8
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. BWG § 33 heute
  2. BWG § 33 gültig ab 18.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2025
  3. BWG § 33 gültig von 21.03.2016 bis 17.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2015
  4. BWG § 33 gültig von 11.06.2010 bis 20.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/2010
  5. BWG § 33 gültig von 21.04.2000 bis 10.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  6. BWG § 33 gültig von 01.01.1997 bis 20.04.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1996
  7. BWG § 33 gültig von 23.08.1996 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1996
  8. BWG § 33 gültig von 01.01.1994 bis 22.08.1996

Rechtssatz

Die insbesondere anhand des Wortlauts der Verbrauchergüterkauf‑RL 1999/44/EG richtlinienkonforme Auslegung des Paragraph 932, Absatz 2, ABGB ist auf Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern (Paragraph eins, KschG) beschränkt und erstreckt sich nicht auf Kaufverträge zwischen Unternehmern oder zwischen Verbrauchern. Es kann nicht angenommen werden, dass es dem Willen des österreichischen Gesetzgebers entspräche, eine so weitgehende Ausdehnung der Nachlieferungspflicht, wie sie der Europäische Gerichtshof in den Rechtssachen C‑65/09 (Weber) und C‑87/09 (Putz) für den Verbrauchsgüterkauf verbindlich vorgenommen hat, im Wege richtlinienkonformer Auslegung über den Verbrauchsgüterkauf hinaus auch auf andere Kaufverträge zu erstrecken.

Entscheidungstexte

  • 9 Ob 64/13x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 64/13x
    Veröff: SZ 2014/30
  • 7 Ob 94/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 94/14w
  • 3 Ob 213/15t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 213/15t
    Auch
  • 1 Ob 209/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 209/16s
    Auch; Veröff: SZ 2017/13
  • 5 Ob 118/21w
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 5 Ob 118/21w
    Vgl; Beisatz: Hier: Auslegung des § 33 Abs 8 BWG idF BGBl 532/1993. (T1)
  • 3 Ob 200/25w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2026 3 Ob 200/25w
  • 9 Ob 9/26b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2026 9 Ob 9/26b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129424

Im RIS seit

26.06.2014

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2026

Dokumentnummer

JJR_20140325_OGH0002_0090OB00064_13X0000_001

Entscheidungstext 3Ob200/25w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Entscheidungsart

Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung)

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

3Ob200/25w

Entscheidungsdatum

23.02.2026

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Brenn als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen Dr. Weixelbraun-Mohr und Dr. Kodek und die Hofräte Dr. Stefula und Mag. Schober als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei M* Bau GmbH, *, vertreten durch Dr. Florian Striessnig, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei S* GmbH, *, vertreten durch Dr. Anton Cuber und Mag. Claudia Kopp-Helweh, Rechtsanwälte in Graz, wegen 10.995,87 EUR sA und Feststellung, über die Revisionen der klagenden Partei und der beklagten Partei gegen das Teilurteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz als Berufungsgericht vom 5. Juni 2025, GZ 4 R 194/24i-100, mit dem Urteil des Bezirksgerichts Fürstenfeld vom 26. September 2024, GZ 25 C 428/23i-86, in der Fassung des Berichtungsbeschlusses vom 24. Oktober 2024, GZ 25 C 428/23i-88, teilweise bestätigt und teilweise aufgehoben wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Den Revisionen beider Parteien wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben. Die Rechtssache wird (auch) hinsichtlich des Leistungsbegehrens an das Erstgericht zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

[1]                 Die Beklagte vertreibt Steinteppichprodukte, die Klägerin ist ein Bauunternehmen.

[2]                 Im Jahr 2019 verlegte die Klägerin im Außenbereich eines Wellnesshotels einen Steinteppich. Das dafür erforderliche Material, vor allem Gesteinskörner und Bindemittel, erwarb die Klägerin von der Beklagten. Da die Beklagte die dabei verwendeten Bindemittel unter anderem als chlorbeständig und hochfest angepriesen hatte, verließ sich die Klägerin darauf, dass sich Wasserkontakt nicht sonderlich auf diese auswirke.

[3]                 Tatsächlich kam es im Jahr 2022 zum Herauslösen einzelner Steine aus dem oberflächlichen Gefügeverbund, zu kleinflächigen oberflächlichen Steinausbrüchen, kleinflächigen Gefügeauflösungen der obersten Schicht, massiven Ausbrüchen der Gesteinskörner im Flankenbereich der Arbeitsfuge an der Bauteiloberfläche und einigen Rissen im Steinteppich.

[4]                 Diese Schäden gehen einerseits auf Verlegefehler der Klägerin, andererseits aber auch darauf zurück, dass eine permanente oder wiederkehrende Wasserbeaufschlagung, wie das bei Flächen mit Badebetrieb der Fall ist, zu einem Festigkeitsverlust beim Bindemittel T* führt.

[5]                 Die Kosten der Sanierung der mangelhaften Stellen des Steinteppichs belaufen sich auf 11.198,61 EUR brutto.

[6]                 Mit ihrer Klage begehrte die Klägerin gestützt auf Gewährleistung und Schadenersatz die Kosten der Sanierung der derzeit schadhaften Bereiche von 10.995,87 EUR sA sowie die Feststellung der Haftung der Beklagten für etwaige noch auftretende Schäden an weiteren Stellen des Steinteppichs. Die Beklagte biete die Steinteppiche als vorgegebene Kombination aus Gesteinen und einem darauf abgestimmten Bindemittel an. Dieses Produkt bewerbe sie als langlebig und hochwertig und das Bindemittel T* als chlorbeständig sowie für die Anwendung in Swimmingpools geeignet. Tatsächlich bestehe bei diesem Bindemittel jedoch ein Hydrolyse-Problem und eine Wasserunverträglichkeit, sodass das Bindemittel weder die zugesagten Eigenschaften aufweise, noch dem Stand der Technik entspreche. Für die Mängel ihrer Produkte habe die Beklagte gewährleistungsrechtlich einzustehen und daher entweder den schadhaften Steinteppich auf ihre Kosten aus- und einen mangelfreien einzubauen oder die dafür notwendigen Kosten zu ersetzen.

[7]                 Die Beklagte hielt dem entgegen, dass sie das verwendete Bindemittel von einem namhaften Produzenten bezogen und der Klägerin ein intaktes Produkt verkauft habe, was sich schon daran zeige, dass nur rund 45 Quadratmeter des verlegten Steinteppichs von den Mängeln betroffen seien. Auf Gewährleistung könne die Klägerin ihr Begehren daher nicht stützen. Eine auf Schadenersatz gestützte Haftung scheide mangels Verschuldens aus. Die nunmehr aufgetretenen Mängel des Steinteppichs seien vielmehr Ergebnis der nicht sach- und fachgerechten Verlegung durch die Klägerin.

[8]         Das Erstgericht gab dem Leistungsbegehren im Umfang von 4.479,44 EUR statt und wies das Mehrbegehren (von 6.516,43 EUR) sowie das Feststellungsbegehren ab. Da das verwendete Bindemittel nicht die von der Beklagten zugesicherten Eigenschaften aufweise, sei dieses mangelhaft. Schadenersatz scheide als Anspruchsgrundlage aber aus, weil die Beklagte keine Kenntnis vom Mangel gehabt und daher nicht schuldhaft gehandelt habe. Da die Beklagte mit der Beseitigung des Mangels in Verzug sei, könne die Klägerin nach Paragraph 932, Absatz 4, ABGB den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Unter Gewichtung der Ursachen der Schäden am Steinteppich im Sinn einer Sphärenzurechnung seien diese Kosten aber mit 40 % beschränkt.

[9]         Über Berufung beider Parteien bestätigte das Berufungsgericht (mit Teilurteil) die Entscheidung des Erstgerichts über das Leistungsbegehren. Die Entscheidung über das Feststellungsbegehren hob es hingegen auf und verwies die Rechtssache insoweit zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück. Die uneingeschränkte Eignung der verwendeten Bindemittel auch im Bereich von Bädern sei vor allem im Hinblick auf den Inhalt des Produktprospekts der Beklagten, wonach die von ihr vertriebenen Steinteppiche unter anderem auch in Außen- sowie Dauernassbereichen eingesetzt werden könnten, eine zugesicherte Eigenschaft. Dem würden die Bindemittel aber nicht gerecht, sodass ein Mangel im Sinn des Paragraph 922, ABGB vorliege, für den die Beklagte einzustehen habe. Da die Beklagte die Verbesserung verweigere, könne die Klägerin sogleich das für die Verbesserung notwendige Deckungskapital aus dem Titel der Gewährleistung fordern. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass der mangelhafte Zustand des Steinteppichs nicht bloß auf der eingeschränkten Eignung des Bindemittels T* in den Poolbereichen, sondern auch auf Verarbeitungsfehlern der Klägerin beruhe. Diese Kombination rechtfertige auch bei dem auf Paragraph 932, Absatz 4, ABGB beruhenden Anspruch der Klägerin die analoge Anwendung des Paragraph 1304, ABGB. Die vom Erstgericht als angemessene erachtete Aufteilung im Verhältnis von 60 : 40 zu Lasten der Klägerin bedürfe dabei keiner Korrektur.

[10]       Die Revision gegen das Teilurteil erklärte das Berufungsgericht für zulässig, weil zur Frage, ob eine analoge Anwendung des Paragraph 1304, ABGB im Rahmen der Gewährleistung in Betracht komme, noch keine gefestigte Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs vorliege.

[11]               Gegen das Teilurteil richten sich die Revisionen beider Parteien. Die Klägerin strebt dabei die gänzliche Stattgebung und die Beklagte die gänzliche Abweisung des Leistungsbegehrens an. Hilfsweise werden jeweils Aufhebungsanträge gestellt.

[12]               In ihren Revisionsbeantwortungen beantragen die Parteien jeweils, dem Rechtsmittel der Gegenseite nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

[13]               Beide Revisionen sind zulässig und im Sinn der subsidiären Aufhebungsanträge berechtigt.

römisch eins. Allgemeines:

[14]       1. Voranzustellen ist, dass Paragraph 932, ABGB hier noch in der Fassung des GewRÄG, BGBl I 2001/48, anwendbar ist, weil der Kaufvertrag vor dem GRUG, BGBl I 2021/175, geschlossen wurde. Dies hat im Anlassfall allerdings keine relevanten Auswirkungen.

[15]       2. Die Klägerin vertritt in ihrem Rechtsmittel weiterhin den Standpunkt, dass bei der verschuldensunabhängigen Gewährleistung eine Mitverantwortung des Übernehmers von vornherein ausscheide und daher die Voraussetzungen einer analogen Anwendung des Paragraph 1304, ABGB fehlten. Die Beklagte bestreitet, dass die Eignung der von ihr verkauften Bindemittel für Bäderbereich eine zugesicherte Eigenschaft sei. Zudem bezweifelt sie das Vorliegen eines Gewährleistungsfalls, weil sie aufgrund des Kaufvertrags mit der Klägerin nicht für Verlegearbeiten hafte, die die Klägerin ihren Kunden schulde.

römisch zwei. Zum Vorliegen eines Mangels:

[16]               1. Eine Leistung ist mangelhaft, wenn sie qualitativ oder quantitativ hinter dem Geschuldeten, also dem Vertragsinhalt zurückbleibt (RS0018547). Was geschuldet wird, wird durch die gewöhnlich vorausgesetzten oder die ausdrücklich oder stillschweigend zugesicherten Eigenschaften bestimmt. Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt dabei nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte (RS0018547 [T5, T6]; RS0114333; 5 Ob 57/24d [Rz 9]).

[17]       2. Gemäß Paragraph 922, Absatz 2, ABGB ist die Frage, ob die Sache dem Vertrag entspricht, auch nach den öffentlichen (Werbe-)Äußerungen des Übergebers oder bestimmter dritter Personen wie etwa Hersteller oder Importeur zu beurteilen vergleiche RS0127170). Diese fließen in die Auslegung, was konkret Leistungsgegenstand wurde vergleiche RS0018547 [T7]; RS0107680) mit ein (1 Ob 77/23i [Rz 33]). Enthält eine Werbebroschüre oder ein Prospekt des Verkäufers eine echte Zusicherung, muss dieser nämlich davon ausgehen, dass der Käufer seine Offerte nur mit dem entsprechenden Inhalt abgeben will. Sofern keine davon abweichende individuelle Beratung erfolgt, gilt die Zusicherung daher als vereinbart vergleiche RS0018588 [T5, T6]; 5 Ob 40/21z [Rz 21]). Dem Erwerber zur Kenntnis gelangte ernstzunehmende Angaben des Veräußerers über die Beschaffenheit des Kaufgegenstands sind daher zu berücksichtigen (RS0018588 [T8]; 2 Ob 241/22p [Rz 19]).

[18]       3. Die Beurteilung der Vorinstanzen entspricht diesen Grundsätzen. Zwar ist richtig, dass abstrakt gehaltene, in Richtung einer objektiv als reklameartige Übertreibung zu verstehende Aussagen keine zugesicherten Eigenschaften sind und daher auch nicht Vertragsinhalt werden (4 Ob 114/19x Pkt 1.; vergleiche RS0018539). Bei der im Produktprospekt der Klägerin erfolgten Beschreibung des Steinteppichs als im Außen- und vor allem auch im Dauernassbereich einsetzbar, kann davon aber keine Rede sein. Es mag auch sein, dass die Beklagte insgesamt keine vollkommene Fehlerfreiheit sondern lediglich eine hohe Qualität zugesichert hat. Warum eine derartige Qualität bei einem Bindemittel für Dauernassbereiche erreicht wird, obwohl eine wiederkehrende Wasserbeaufschlagung zum Festigkeitsverlust führt, vermag die Beklagte nicht zu erklären.

römisch drei. Zum Anspruch auf Verbesserung:

[19]               1. Mit ihrer Klage begehrt die Klägerin die Kosten der noch vorzunehmenden Ausbesserung der derzeit mangelhaften Stellen des Steinteppichs. Sie fordert also das Deckungskapital für dessen (Teil-)Sanierung. Darin sind neben den Kosten für die notwendigen neuen Materialien auch die Kosten für die Entfernung des mangelhaften und Verlegung des neuen Steinteppichs enthalten. Dabei ist allerdings zu differenzieren.

[20]       2.1. Der Verbesserungsanspruch des Übernehmers nach Paragraph 932, ABGB verpflichtet den Übergeber zur Herstellung des vertragsgemäßen Zustands, der je nach Art des Mangels in der Verbesserung im engeren Sinn (Nachbesserung, Reparatur), im Austausch oder im Nachtrag des Fehlenden liegt. Da es sich bei Verbesserungsansprüchen materiell um nach der Übergabe offen gebliebene Erfüllungsansprüche handelt (RS0018483; RS0018475; Reischauer in Rummel/Lukas, ABGB4 Paragraph 932, Rz 193), kann vom Gewährleistungspflichtigen nicht mehr verlangt werden als das, wozu er sich vertraglich verpflichtet hat (RS0018475 [T1]; 3 Ob 213/15t Pkt 2.1.; Zöchling-Jud in Kletečka/Schauer ABGB-ON Paragraph 932, ABGB [Rz 6]).

[21]               2.2. Dies bedeutet für den Anlassfall, dass die Klägerin im Rahmen der Gewährleistung grundsätzlich nur die Verbesserung der vertraglich vereinbarten Leistung, das heißt die Lieferung mängelfreier Materialien begehren kann, nicht aber weitere Leistungen, die die Beklagte ihr nach dem Kaufvertrag nicht schuldet.

[22]       3.1. Angesichts dieser Konsequenz beruft sich die Klägerin auf die Rechtsprechung, wonach der Verkäufer einer mangelhaften Sache, die vom Käufer zwischenzeitig gutgläubig eingebaut wurde, diese auf eigene Kosten aus- und eine mangelfreie Sache einzubauen oder die dafür notwendigen Kosten zu ersetzen hat vergleiche RS0131250; RS0127994).

[23]       3.2. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Rechtsprechung auf der Auslegung der Verbrauchsgüterkauf-RL 1999/44/EG durch den Gerichtshof der Europäischen Union beruht (C-65/09 und C-87/09, Gebr. Weber und Putz). Der Oberste Gerichtshof hat dazu auch schon wiederholt klargestellt, dass sich das Gebot der richtlinienkonformen Auslegung des Paragraph 932, Absatz 2, ABGB auf Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern beschränkt und nicht auf Verträge zwischen Unternehmern zu erstrecken ist („gespaltene Auslegung“; RS0129424; 3 Ob 213/15t Pkt 1.3.; 7 Ob 94/14w Pkt 1.1., vergleiche auch BGH VIII ZR 226/11). Dieses Ergebnis wird durch die Umsetzung der mittlerweile in Kraft stehenden, zeitlich auf den Anlassfall aber nicht anwendbaren Warenkauf-RL 2019/771/EU vergleiche Artikel 24,) gestützt, weil der Gesetzgeber deren Artikel 14, Absatz 3, bewusst nur in Paragraph 13, Absatz 3, VGG umgesetzt und daher die bisherige Differenzierung bestätigt hat. Auch nach der aktuellen Gesetzeslage ist die Pflicht zum Aus- und Einbau einer Ware im Rahmen der Verbesserung somit auf Verbraucherverträge beschränkt (P. Bydlinski in KBB7 Paragraph 932, Rz 12a; Zöchling-Jud in Kletečka/Schauer, ABGB-ON Paragraph 932, Rz 13/1).

[24]       3.3. Außerhalb von Verbrauchergeschäften können Aus- und Einbaukosten als Mangelfolgeschäden dagegen nur im Wege des Schadenersatzes vom Übergeber verlangt werden. Verschuldensunabhängige Ansprüche auf Ein- und Ausbau stehen dem Übernehmer in diesem Fall nicht zu (9 Ob 64/13x Pkt 4.10; 3 Ob 213/15t Pkt 2.1; Ofner in Schwimann/Kodek ABGB5 Paragraph 932, Rz 16; Zöchling-Jud Paragraph 932, ABGB Rz 13; Paragraph 932, ABGB Rz 16; P. Bydlinski Paragraph 932, ABGB Rz 12a).

[25]       4. Als Zwischenergebnis folgt daher, dass die im begehrten Deckungskapital enthaltenen Ein- und Ausbaukosten entgegen der Ansicht der Vorinstanzen nicht nach Paragraph 932, Absatz 4, ABGB, sondern nur aus dem Titel des Schadenersatzes gefordert werden können.

römisch vier. Zu den eigentlichen Verbesserungskosten:

[26]       1. Die Vorinstanzen erachteten den Zuspruch des begehrten Deckungskapitals und damit auch der darin enthaltenen Kosten für die Verbesserung der mangelhaften Leistung (der Materialkosten) unter Verweis auf die zur Rechtslage vor dem GewRÄG (BGBl I 2001/48) ergangene alte Rechtsprechung (vor allem bis in die 1980-er Jahre) als zulässig. Nach dieser konnte der „Besteller“ im Fall der Weigerung des „Unternehmers“, die Verbesserung durchzuführen, an Stelle einer auf Verbesserung gerichteten Klage und Ersatzvornahme nach Paragraph 353, EO sogleich das notwendige Deckungskapital für die Verbesserung (auch) aus dem Titel der Gewährleistung fordern (RS0018753; RS0004753).

[27]       2.1. Diese Rechtsprechung betraf jedoch Werkverträge. Zu Kaufverträgen entsprach es vor dem GewRÄG hingegen der Rechtsprechung, dass der Käufer die Verbesserung auch selbst besorgen und den Kaufpreis entsprechend mindern konnte (8 Ob 14/08d mwN). War der Verkäufer mit der Verbesserung im Verzug, so konnte der Käufer diese auch selbst vornehmen und dann Ersatz gemäß Paragraph 1042, ABGB fordern oder bei schuldhaftem Verzug die konkreten Aufwendungen nach schadenersatzrechtlichen Gesichtspunkten (Paragraphen 918, 921, ABGB) begehren (RS0018290 [T4, T7]; vergleiche auch RS0123968). Die Kosten für die Verbesserung eines noch nicht behobenen Mangels (das Deckungskapital), wurden dem Übernehmer nur aus dem Titel des Schadenersatzes zuerkannt (1 Ob 636/80; vergleiche 6 Ob 134/08m; RS0115060).

[28]       2.2. Dies entspricht auch der Rechtslage nach dem GewRÄG vergleiche Hödl in Schwimann/Neumayr ABGB-TaKomm6, Paragraph 932, Rz 20). Demnach kann der Übernehmer gemäß Paragraph 933 a, Absatz eins, ABGB Schadenersatz fordern, wenn der Übergeber den Mangel verschuldet hat. Im Fall der Verweigerung oder der Verzögerung der Verbesserung kann der Übernehmer daher Geldersatz in Form des Erfüllungsinteresses verlangen, das den Ersatz der Verbesserungskosten und – bei Reparaturabsicht – des Deckungskapitals erfasst (RS0126731 [T2]; RS0018239 [T5]; 1 Ob 77/23i [Rz 33]; 8 Ob 72/16w Pkt 2.2.). Dabei handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch vergleiche 8 Ob 19/25i [Rz 6]; Reischauer Paragraph 933 a, Rz 148; Zöchling-Jud Paragraph 933 a, Rz 18).

[29]       2.3. Wenn die Klägerin daher das Deckungskapital für die noch vorzunehmende Verbesserung fordert, so macht sie damit den Mangelschaden geltend, der nur nach Paragraph 933 a, ABGB zusteht. Im Rahmen des Paragraph 932, Absatz 4, ABGB besteht jedenfalls beim vorliegenden Kaufvertrag hingegen kein Anspruch auf Deckungskapital.

römisch fünf. Ergebnis:

[30]       1. Entgegen der Ansicht der Vorinstanzen kann die Klägerin die von ihr begehrten Kosten der Sanierung der mangelbehafteten Bereiche des Steinteppichs somit nicht auf Paragraph 932, Absatz 4, ABGB stützen. Das begehrte Deckungskapital kann sie als Mangelschaden nach Paragraph 933 a, ABGB (Verbesserungskosten) und als Mangelfolgeschaden nach Paragraphen 1295, ff ABGB (darüber hinausgehende Sanierungskosten; RS0022916 [T7]) nur aus dem Titel des Schadenersatzes geltend machen. Auf einen Aufwandsersatz hat sich die Klägerin nicht berufen.

[31]               Die vom Berufungsgericht als erheblich erachtete Zulassungsfrage stellt sich demnach nicht.

[32]       2. Anspruch auf Ersatz des Deckungskapitals hat die Klägerin nur im Fall eines (rechtswidrig und) schuldhaften Verhaltens der Beklagten (zum Mangelschaden: 6 Ob 99/24p [Rz 41]; zum Mangelfolgeschaden: 3 Ob 183/25w [Rz 21]), wobei der Beklagten nach Paragraph 1298, ABGB der Beweis ihres fehlenden Verschuldens obliegt (RS0022916 [T3, T8]); P. Bydlinski, Paragraph 933 a, ABGB Rz 2 und 14). Im Rahmen des Schadenersatzes kommt auch ein Mitverschulden der Klägerin in Betracht (so schon 4 Ob 38/97k; Reischauer Paragraph 933 a, Rz 270).

[33]               3. Obwohl das Erstgericht in seiner rechtlichen Beurteilung davon ausgegangen ist, dass die Beklagte kein Verschulden trifft, weil sie keine Kenntnis von einem Mangel der Bindemittel hatte, ist eine abschließende Entscheidung über das Leistungsbegehren noch nicht möglich. Wie das Berufungsgericht zutreffend ausgeführt hat, reicht die Begründung des Erstgerichts nämlich nicht aus, um ein etwaiges schuldhaftes Verhalten der Beklagten beurteilen zu können. Vor allem wird damit keine Aussage dazu getroffen, ob die Beklagte den Mangel kennen musste oder nicht. Dazu fehlen jegliche Feststellungen.

[34]               4. Im fortgesetzten Verfahren wird das Erstgericht daher den Sachverhalt insoweit zu verbreitern haben.

[35]               Im Hinblick auf den Einwand der Beklagten, das Bindemittel von einem deutschen Produzenten erworben und dieses nur weiterverkauft zu haben, wird dabei zu berücksichtigen sein, dass der bloße Händler dem Käufer gegenüber nur für die ihn selbst treffenden Pflichten wie die Auswahl eines geeigneten Erzeugers, einwandfreie Lagerung der Ware und Hinweise auf Gefahren, nicht jedoch für jedes Verschulden des Produzenten haftet (RS0022662; RS0022902). Der Käufer kann von einem Händler regelmäßig auch nicht erwarten, dass dieser eine eigene kostspielige technische Kontrolle der Kaufsache vornimmt (RS0022916 [T6]; 5 Ob 184/23d [Rz 14]). Vor allem bei Massenware muss sich der Händler auf die Auskünfte des Produzenten verlassen können, sofern er nicht aufgrund besonderer Umstände oder konkreter Verdachtsmomente, wie etwa – was die Klägerin auch behauptet – bei schon bekannten Schadensfällen, Zweifel an deren Richtigkeit haben musste (RS0106613; RS0023638 [T1, T5]).

[36]               In diesem Kontext wird zudem die erstmals vom Berufungsgericht geäußerte Ansicht zu erörtern und durch entsprechende Feststellungen zu klären sein, ob die Beklagte der Klägerin tatsächlich ein „Komplettsystem“ aus aufeinander abgestimmten Komponenten, also einen verlegungsfertigen Steinteppich, oder nur einzelne Materialien für die selbständige Herstellung des Steinteppichs verkauft hat.

[37]       Letztlich wird die Klägerin im Hinblick darauf, dass die festgestellten Sanierungskosten höher sind als das begehrte Deckungskapital, aufzufordern sein, ihr Begehren entsprechend aufzuschlüsseln und zwischen den Verbesserungskosten und den darüber hinausgehenden Sanierungskosten zu unterscheiden vergleiche 3 Ob 122/25z [Rz 20]).

[38]       5. Der Kostenvorbehalt beruht auf Paragraph 52, Absatz eins, ZPO.

Textnummer

E146875

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2026:0030OB00200.25W.0223.000

Im RIS seit

12.03.2026

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2026

Dokumentnummer

JJT_20260223_OGH0002_0030OB00200_25W0000_000