Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0018547

Entscheidungsdatum

10.10.1990

Geschäftszahl

2Ob535/90; 1Ob564/95; 1Ob140/00w; 3Ob127/04d; 6Ob27/05x; 1Ob14/05y; 3Ob24/05h; 4Ob227/06w; 8Ob46/07h; 1Ob262/07x; 9Ob50/10h; 1Ob42/11z; 4Ob191/10g; 9Ob61/11b; 3Ob143/12v; 1Ob14/13k; 2Ob196/13g; 3Ob191/13d; 4Ob44/14w; 8Ob57/14m; 7Ob4/16p; 9Ob64/16a; 1Ob239/16b; 7Ob45/17v; 9Ob45/17h; 2Ob206/16g; 6Ob90/18f; 4Ob168/18m; 5Ob7/19v; 6Ob106/19k; 5Ob119/19i

Norm

ABGB §922

Rechtssatz

Eine Leistung ist nur dann mangelhaft im Sinne des § 922 ABGB, wenn sie qualitativ oder quantitativ hinter dem Geschuldeten, das heißt dem Vertragsinhalt, zurückbleibt.

Entscheidungstexte

TE OGH 1990-10-10 2 Ob 535/90

Veröff: SZ 63/171 = JBl 1991,383

TE OGH 1995-05-29 1 Ob 564/95

Veröff: SZ 68/105

TE OGH 2000-10-24 1 Ob 140/00w

Veröff: SZ 73/159

TE OGH 2004-11-24 3 Ob 127/04d

Vgl auch; Beisatz: Was nicht Vertragsbestandteil im Sinn des § 922 ABGB wurde, kann keine Gewährleistungsfolgen auslösen. (T1)

TE OGH 2005-05-19 6 Ob 27/05x

Vgl auch

TE OGH 2005-05-24 1 Ob 14/05y

Veröff: SZ 2005/82

TE OGH 2005-10-20 3 Ob 24/05h

TE OGH 2007-03-20 4 Ob 227/06w

Auch; Beisatz: Gewährleistungsansprüche bestehen erst dann, wenn das Geleistete vom konkret Geschuldeten abweicht. (T2)

Veröff: SZ 2007/38

TE OGH 2007-05-21 8 Ob 46/07h

TE OGH 2008-09-16 1 Ob 262/07x

Auch

TE OGH 2010-07-28 9 Ob 50/10h

Veröff: SZ 2010/91

TE OGH 2011-03-31 1 Ob 42/11z

TE OGH 2011-03-23 4 Ob 191/10g

Vgl auch; Beisatz: Hier: § 1096 ABGB. (T3)

Veröff: SZ 2011/35

TE OGH 2011-12-21 9 Ob 61/11b

TE OGH 2012-09-19 3 Ob 143/12v

TE OGH 2013-06-27 1 Ob 14/13k

TE OGH 2013-12-19 2 Ob 196/13g

Beisatz: Hier: Lieferung eines fahrbereiten, verkehrstauglichen Traktors, allerdings in einem der Anzahl der Betriebsstunden entsprechenden Zustand und mit ‑ bei Kälte erst nach einigen Kilometern ‑ funktionierender Lastschaltung. (T4)

TE OGH 2014-01-22 3 Ob 191/13d

TE OGH 2014-03-25 4 Ob 44/14w

TE OGH 2014-06-26 8 Ob 57/14m

Auch; Beisatz: Eine Mangelhaftigkeit im Sinne einer Vertragswidrigkeit besteht in einer qualitativen oder quantitativen Abweichung der Leistung vom vertraglich Geschuldeten. Der geschuldete Vertragsgegenstand wird durch die gewöhnlich vorausgesetzten oder die ausdrücklich oder stillschweigend zugesicherten Eigenschaften bestimmt. (T5)

Beisatz: Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T6)

Beisatz: Die Vertragswidrigkeit eines Leistungsgegenstands ist nicht abstrakt, sondern immer aufgrund des konkreten Veräußerungsvertrags zu beurteilen. (T7)

TE OGH 2016-03-16 7 Ob 4/16p

Beisatz: Beim Kauf eines „Wohnungseigentums“ wird erwartet, dass der Käufer das Miteigentum an einer Liegenschaft erwirbt, im Grundbuch als Wohnungseigentümer einverleibt wird und ihm die alleinige Befugnis zur Nutzung bestimmter Wohnungen zusteht. Ob ausgehend von der Leistungsbeschreibung in Verbindung mit der vereinbarten Übertragung der Rechtsstellung überhaupt ein Rechtsmangel vorliegt, kann hier dahingestellt bleiben, weil der von den Parteien vereinbarte Gewährleistungsverzicht greift. (T8)

TE OGH 2016-10-28 9 Ob 64/16a

Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2017-05-24 1 Ob 239/16b

TE OGH 2017-07-05 7 Ob 45/17v

TE OGH 2017-09-27 9 Ob 45/17h

Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2017-12-14 2 Ob 206/16g

TE OGH 2018-06-28 6 Ob 90/18f

Beis wie T1; Beis wie T5

TE OGH 2018-12-20 4 Ob 168/18m

TE OGH 2019-02-20 5 Ob 7/19v

TE OGH 2019-06-27 6 Ob 106/19k

TE OGH 2019-11-27 5 Ob 119/19i

Beis wie T5

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0018547