Rechtssatz für 8Ob5/12m 4Ob158/12g 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127767

Geschäftszahl

8Ob5/12m; 4Ob158/12g; 8Ob5/12m

Entscheidungsdatum

24.10.2012

Norm

B-VG Art89 Abs2
B-VG Art140 Abs1
GGG TP2
GGG TP3
  1. B-VG Art. 89 heute
  2. B-VG Art. 89 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 89 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  6. B-VG Art. 89 gültig von 07.04.1964 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  7. B-VG Art. 89 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 89 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Der Oberste Gerichtshof stellt gemäß Artikel 89, Absatz 2, B-VG (Artikel 140, B-VG) an den Verfassungsgerichtshof den Antrag, die Anmerkung 1a zu Tarifpost 2 sowie die Anmerkung 1a zu Tarifpost 3 GGG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 29 aus 2010, als verfassungswidrig aufzuheben.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 5/12m
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 Ob 5/12m
  • 4 Ob 158/12g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 158/12g
    Vgl
  • 8 Ob 5/12m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 Ob 5/12m
    Beisatz: Der Verfassungsgerichtshof hob mit Erkenntnis vom 30. Juni 2012, G 14/12‑10 (G 30/12‑10; G 42/12‑09) die angefochtenen gesetzlichen Bestimmungen als verfassungswidrig auf. Die Aufhebung tritt mit 30. Juni 2012 in Kraft, frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127767

Im RIS seit

13.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2013

Dokumentnummer

JJR_20120228_OGH0002_0080OB00005_12M0000_001

Rechtssatz für 3Ob596/79; 7Ob613/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0002397

Geschäftszahl

3Ob596/79; 7Ob613/95; 8ObA401/97x; 4Ob195/98z; 8Ob12/01z; 9ObA100/06f; 4Ob86/07m; 2Ob105/08t; 8Ob5/12m; 1Ob108/15m; 4Ob52/24m

Entscheidungsdatum

04.04.2024

Norm

EO §78
EO §393
EO §402
ZPO §52
  1. EO § 78 heute
  2. EO § 78 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 78 gültig von 01.05.2011 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  4. EO § 78 gültig von 01.01.1898 bis 30.04.2011
  1. EO § 393 heute
  2. EO § 393 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 393 gültig von 12.08.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 393 gültig von 01.06.2009 bis 11.08.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  5. EO § 393 gültig von 01.07.2006 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2006
  6. EO § 393 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  7. EO § 393 gültig von 01.05.1997 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 759/1996
  8. EO § 393 gültig von 01.03.1990 bis 30.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 96/1990
  1. EO § 402 heute
  2. EO § 402 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 402 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  4. EO § 402 gültig von 01.01.1993 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1992

Rechtssatz

Ergibt sich jedoch schon vor der endgültigen Entscheidung im Hauptverfahren, dass Maßnahmen im Provisorialverfahren in Bezug auf den Anspruch oder auf die Gefährdung nicht berechtigt oder nicht notwendig waren, so können dem Gegner der gefährdeten Partei die durch die Bekämpfung dieser unberechtigten Maßnahmen entstandenen Kosten sofort bestimmt und der gefährdeten Partei der Ersatz aufgetragen werden. Es besteht in einem solchen Fall Kostenersatzpflicht infolge Obsiegens im Zwischenstreit; über den Kostenersatzanspruch kann gemäß Paragraph 402, 78, EO und 52 Absatz eins, ZPO sofort entschieden werden, weil die Entscheidungsgrundlagen bereits vollständig vorliegen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 596/79
  • 7 Ob 613/95
    Entscheidungstext OGH 18.10.1995 7 Ob 613/95
    Vgl auch; Beisatz: Gelingt dem Beklagten die Abwehr des Sicherungsantrages, dann ist die Entscheidung über seine Kosten des Provisorialverfahrens nicht vorzubehalten. Er hat vielmehr Anspruch auf Ersatz dieser Kosten gemäß §§ 78, 402 EO, §§ 41, 52 Abs 1 ZPO. (T1)
  • 8 ObA 401/97x
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 8 ObA 401/97x
    Vgl auch; nur: Ergibt sich jedoch schon vor der endgültigen Entscheidung im Hauptverfahren, dass Maßnahmen im Provisorialverfahren in Bezug auf den Anspruch oder auf die Gefährdung nicht berechtigt oder nicht notwendig waren, so können dem Gegner der gefährdeten Partei die durch die Bekämpfung dieser unberechtigten Maßnahmen entstandenen Kosten sofort bestimmt und der gefährdeten Partei der Ersatz aufgetragen werden. (T2); Beisatz: Kosten der Revisionsrekursbeantwortung. (T3)
  • 4 Ob 195/98z
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 195/98z
    Vgl; Beisatz: Hat die Klägerin im Provisorialverfahren den auf § 399 EO gestützten Einschränkungsantrag der Beklagten erfolgreich abgewehrt und damit in einem vom endgültigen Ausgang des Provisorialverfahrens losgelösten Zwischenstreit obsiegt, besteht Kostenersatzpflicht der unterlegenen Antragstellerin, über die gem. § 52 Abs 1 ZPO sofort entschieden werden kann, weil die Entscheidungsgrundlagen bereits vollständig vorliegen. (T4)
  • 8 Ob 12/01z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2001 8 Ob 12/01z
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 100/06f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 ObA 100/06f
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 86/07m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 86/07m
    Beisatz: Hier: Abweisung wegen Unbestimmtheit des Sicherungsantrags. (T5)
  • 2 Ob 105/08t
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 105/08t
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 5/12m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 Ob 5/12m
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 108/15m
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 108/15m
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 52/24m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 Ob 52/24m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0002397

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19800730_OGH0002_0030OB00596_7900000_002

Entscheidungstext 8Ob5/12m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8Ob5/12m

Entscheidungsdatum

24.10.2012

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Spenling als Vorsitzenden, den Hofrat Hon.-Prof. Dr. Kuras, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner und die Hofräte Mag. Ziegelbauer und Dr. Brenn als weitere Richter in Rechtssache der gefährdeten Partei R***** Ges.m.b.H., *****, vertreten durch Dr. Klaus Plätzer, Rechtsanwalt in Salzburg, gegen die Gegner der gefährdeten Partei 1. B***** AG, *****, 2. B***** OG, *****, 3. B***** B***** AG, *****, letztere vertreten durch Dr. Josef Milchram, Dr. Anton Ehm, Mag. Thomas Mödlagl, Rechtsanwälte in Wien, wegen Erlassung einer einstweiligen Verfügung, über den Revisionsrekurs der Drittantragsgegnerin gegen den Beschluss des Landesgerichts Salzburg als Rekursgericht vom 9. November 2011, GZ 22 R 421/11g-8, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Salzburg vom 15. September 2011, GZ 23 C 577/11a-3, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den vorbehaltenen

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die gefährdete Partei ist schuldig, der Drittantragsgegnerin binnen 14 Tagen die mit 5.880,96 EUR (darin 980,16 EUR USt) bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens zu ersetzen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Mit Beschluss des erkennenden Senats vom 28. Februar 2012 wurde dem Revisionsrekurs der drittgefährdeten Partei Folge gegeben und die Entscheidungen der Vorinstanzen im Sinn einer Abweisung des Sicherungsantrags gegenüber der Rechtsmittelwerberin abgeändert. Der Ausspruch über die Kosten des Rechtsmittelsverfahrens wurde bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs über den gleichzeitig gestellten Antrag gemäß Artikel 89, Absatz 2, 140, B-VG, die Anmerkung 1a zu Tarifpost 2 sowie die Anmerkung 1a zu Tarifpost 3 GGG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 29 aus 2010, als verfassungswidrig aufzuheben, vorbehalten.

Über (unter anderem) diesen Antrag des Obersten Gerichtshofs hob der Verfassungsgerichtshof mit Erkenntnis vom 30. Juni 2012, G 14/12-10 (G 30/12-10, G 42/12-09) die angefochtenen gesetzlichen Bestimmungen als verfassungswidrig auf. Die Aufhebung tritt mit 30. Juni 2013 in Kraft, frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

Nach Abschluss des Normenprüfungsverfahrens sind in Fortsetzung des Revisionsrekursverfahrens die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zu bestimmen. Dem Gegner einer gefährdeten Partei können die durch die Bekämpfung einer unberechtigten Maßnahme im Provisorialverfahren entstandenen zweckentsprechenden Kosten auch schon vor der endgültigen Entscheidung im Hauptverfahren sofort bestimmt und der gefährdeten Partei der Ersatz aufgetragen werden (RIS-Justiz RS0002397).

Bei der Bestimmung des Kostenersatzes ist darauf Bedacht zu nehmen, dass nach Artikel 140, Absatz 7, B-VG ein als verfassungswidrig aufgehobenes Gesetz auf die vor Inkrafttreten der Aufhebung verwirklichten Tatbestände mit Ausnahme des Anlassfalls weiterhin anzuwenden ist, sofern der Verfassungsgerichtshof nicht in seinem aufhebenden Erkenntnis anderes ausspricht. Die Anlassfallwirkung kommt in der vorliegenden Rechtssache zum Tragen, sodass die Rechtsgrundlage für die von der Drittantragsgegnerin mittels Einziehungsermächtigung bezahlten Pauschalgebühren zweiter und dritter Instanz weggefallen ist. Gemäß Paragraph 30, Absatz 2, Ziffer eins, GGG sind Gerichtsgebühren zurückzuzahlen, wenn sie ohne Zahlungsauftrag entrichtet wurden, sich aber in der Folge ergibt, dass überhaupt nichts oder ein geringerer Betrag geschuldet wurde.

Bei der Bestimmung der von der gefährdeten Partei zu ersetzenden Verfahrenskosten waren Pauschalgebühren daher nicht mehr zu berücksichtigen.

Textnummer

E102516

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:0080OB00005.12M.1024.000

Im RIS seit

18.12.2012

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2012

Dokumentnummer

JJT_20121024_OGH0002_0080OB00005_12M0000_000