Rechtssatz für 9ObA602/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050865

Geschäftszahl

9ObA602/92

Entscheidungsdatum

16.12.1992

Rechtssatz

Ruhegeldregelungen, die durch AG - Beiträge finanziert werden, sind zulässiger Inhalt eines KollV. Verpflichtung von Arbeitnehmer zur Beitragsleistung durch KollV unwirksam.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R. Resch) = RdW 1993,81 (siehe Runggaldier 78)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0050865

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_003

Rechtssatz für 9ObA602/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0052736

Geschäftszahl

9ObA602/92

Entscheidungsdatum

16.12.1992

Norm

BPG §1 Abs1
  1. BPG § 1 heute
  2. BPG § 1 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2012
  3. BPG § 1 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2009
  4. BPG § 1 gültig von 01.01.1997 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 754/1996
  5. BPG § 1 gültig von 01.07.1990 bis 31.12.1996

Rechtssatz

In den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen weder der Ergänzung einer gesetzlichen Pension noch der Versorgung wegen Altersinvalidität oder Invalidität dienende Leistungen. Sogenannte Administrativpensionen, die ausschließlich die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und allenfalls die Zurücklegung einer bestimmten Dienstzeit voraussetzen, sind keine Versorgungszusagen im Sinne des BPG.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R Resch) = RdW 1993,81 (Runggaldier,78)

Schlagworte

SW: Arbeitszeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0052736

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_005

Rechtssatz für 9ObA602/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064004

Geschäftszahl

9ObA602/92

Entscheidungsdatum

16.12.1992

Norm

KollV für die Bediensteten der Ersten DDSG 01.12.1959 (Pensionsvereinbarung) allg

Rechtssatz

Der KollV vom 23.09.1991 zur Abänderung des KollV vom 01.12.1959 in der Fassung vom 28.03.1989 ist wirksam, soweit

a) nach den Punkten römisch eins b - c bestehende Anwartschaften zum Stichtag 30.09.1991 festgeschrieben und nicht mehr weiter erhöht werden;

b) nach den Punkten römisch eins e und f die bedingte Pension durch den Sozialplan und eine befristete Abfertigung ersetzt wird.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R Resch) = RdW 1993,81 (Rungaldier, 78)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0064004

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_006

Rechtssatz für 9ObA602/92

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0085717

Geschäftszahl

9ObA602/92

Entscheidungsdatum

16.12.1992

Rechtssatz

Abweisung des Begehrens auf Feststellung der Gültigkeit und Wirksamkeit eines Kollektivvertrages wegen zu weiter Fassung und mangelnder Bestimmtheit.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R Resch) = RdW 1993,81 (Rungaldier, 78)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0085717

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_007

Rechtssatz für 9ObA602/92 9ObA255/97h...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0052705

Geschäftszahl

9ObA602/92; 9ObA255/97h; 8ObA161/98d; 8ObA277/98p; 9ObA195/99p; 8ObA281/99b; 8ObA158/02x; 9ObA36/04s; 8ObA50/06w; 9ObA146/12d; 9ObA64/17b

Entscheidungsdatum

28.11.2017

Rechtssatz

Anwendung des BPG nur auf nach dem 01.07.1990 erworbene Anwartschaften. Paragraph 7, BPG soll lediglich sicherstellen, dass ein Arbeitgeberwechsel nicht zum Verfall von Anwartschaften führt. Paragraph 8, BPG ist auf die Einstellung des Erwerbes künftiger Anwartschaften durch KollV nicht anwendbar. Paragraph 9, BPG ist auf jeden Eingriff in angefallene Leistungen anzuwenden und gemäß Paragraph 19, BPG daher auch für die Kollektivvertragsparteien bindend. Das Gleichbehandlungsgebot des Paragraph 18, Absatz eins, BPG richtet sich an den Arbeitgeber. Bei Eingriff durch KollV oder BV ist im Wege des Paragraph 879, ABGB der verfassungsrechtliche Gleichheitssatz anzuwenden (auch auf nach 01.07.1990 erworbene Anwartschaften).

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R Resch) = RdW 1993,81 (Rungaldier,78)
  • 9 ObA 255/97h
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 255/97h
    nur: Anwendung des BPG nur auf nach dem 01.07.1990 erworbene Anwartschaften. Bei Eingriff durch KollV oder BV ist im Wege des § 879 ABGB der verfassungsrechtliche Gleichheitssatz anzuwenden (auch auf nach 01.07.1990 erworbene Anwartschaften). (T1)
  • 8 ObA 161/98d
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 ObA 161/98d
    Auch; nur: Das Gleichbehandlungsgebot des § 18 Abs 1 BPG richtet sich an den Arbeitgeber. (T2); nur T1
  • 8 ObA 277/98p
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 8 ObA 277/98p
    nur: Anwendung des BPG nur auf nach dem 01.07.1990 erworbene Anwartschaften. (T3)
  • 9 ObA 195/99p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 9 ObA 195/99p
    nur T2
  • 8 ObA 281/99b
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 ObA 281/99b
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Aus Art V Abs 4 Z 2 (Übergangsbestimmungen und Schlussbestimmungen) ergibt sich, dass der Gesetzgeber frühere, von den Bestimmungen des BPG abweichende Regelungen in direkten Leistungszusagen über den Verlust bereits erworbener Anwartschaften nur in ganz bestimmten Fällen, nämlich bei einvernehmlicher Auflösung des Arbeitsverhältnisses oder bei Arbeitgeberkündigung auf Grund eines in einem Disziplinarverfahren festgestellten schuldhaften Verhaltens, anerkennen wollte, im Übrigen somit als verpönt erachtete. (T4)
  • 8 ObA 158/02x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 ObA 158/02x
    Vgl auch; Beisatz: Die Unverfallbarkeitsbestimmungen des BPG ebenso wie die Übergangs-und Schlussbestimmungen des Art V Abs 4 Z 2 BPG betreffen nach dem klaren Wortlaut nur den Verlust erworbener Anwartschaften infolge Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Eintritt des Leistungsfalles, nicht aber den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Eintritt des Leistungsfalls, bei welchem die Möglichkeiten des Arbeitgebers, einseitig von bereits angefallenen Leistungen abzugehen, eng begrenzt sind. (T5)
  • 9 ObA 36/04s
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 ObA 36/04s
    nur T3
  • 8 ObA 50/06w
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 ObA 50/06w
    Vgl; Beisatz: Das ausdrücklich an den Arbeitgeber gerichtete Gleichbehandlungsgebot des § 18 BPG erfasst nämlich die Arbeitnehmer (beziehungsweise die im Leistungsbezug stehenden vormaligen Arbeitnehmer), nicht die vorzeitig ausgeschiedenen Arbeitnehmer. (T6)
  • 9 ObA 146/12d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 146/12d
    Auch
  • 9 ObA 64/17b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 64/17b
    Auch; nur: Bei Eingriff durch einen Kollektivvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ist im Wege des § 879 ABGB der verfassungsrechtliche Gleichheitssatz anzuwenden. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0052705

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_004

Rechtssatz für 9ObA602/92; 8ObA57/97h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037479

Geschäftszahl

9ObA602/92; 8ObA57/97h; 9ObA9/99k; 9ObA38/03h; 9ObA128/04w; 9ObA66/05d; 8ObA13/13i; 9ObA18/16m; 9ObA39/17a; 9ObA5/20f; 9ObA1/21v; 9ObA94/23y

Entscheidungsdatum

18.03.2024

Rechtssatz

Die von der Rechtsprechung insbesondere zur Frage der Bestimmtheit von Feststellungsbegehren entwickelten Grundsätze sind auch auf die besonderen Feststellungsverfahren anzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R Resch) = RdW 1993,81; hiezu Runggaldier RdW 1993,78
  • 8 ObA 57/97h
    Entscheidungstext OGH 12.03.1998 8 ObA 57/97h
    Veröff: SZ 71/51
  • 9 ObA 9/99k
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 ObA 9/99k
    Vgl auch
  • 9 ObA 38/03h
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 38/03h
    Vgl auch
  • 9 ObA 128/04w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2005 9 ObA 128/04w
    Auch; Beisatz: Nach § 228 ZPO kann das Bestehen oder Nichtbestehen von Rechten oder Rechtsverhältnissen mit Feststellungsklage dann geltend gemacht werden, wenn ein rechtliches Interesse an dieser Feststellung besteht; sein Fehlen führt nach ständiger Rechtsprechung zur Abweisung der Klage. Nichts anderes gilt für den Antrag nach § 54 Abs 2 ASGG. (T1); Veröff: SZ 2005/169
  • 9 ObA 66/05d
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 66/05d
    Vgl auch; Beisatz: Feststellungsanträge zur Klärung abstrakter Rechtsfragen, welchen bloß theoretische Bedeutung zukommt, erfüllen die Voraussetzungen eines rechtlichen Interesses im Rahmen eines Feststellungsantrages nach § 54 Abs 2 ASGG nicht, weil abstrakte Rechtsfragen grundsätzlich nicht feststellungsfähig sind. Der Antrag nach § 54 Abs 2 ASGG dient nämlich der Prävention und der Prozessökonomie. (T2)
  • 8 ObA 13/13i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 ObA 13/13i
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2013/120
  • 9 ObA 18/16m
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 18/16m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 39/17a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 ObA 39/17a
  • 9 ObA 5/20f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2020 9 ObA 5/20f
  • 9 ObA 1/21v
    Entscheidungstext OGH 27.01.2021 9 ObA 1/21v
    Beisatz: Hier: § 54 Abs 1 ASGG. (T3)
  • 9 ObA 94/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2024 9 ObA 94/23y
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0037479

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2024

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_001

Rechtssatz für 9ObA602/92; 9ObA133/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0038552

Geschäftszahl

9ObA602/92; 9ObA133/93; 9ObA802/94; 9ObA255/97h; 8ObA61/97x; 8ObA20/99w; 9ObA106/00d; 8ObA170/00h; 8ObA236/01s; 8ObA288/01p; 9ObA246/02w; 8ObA52/03k; 9ObA31/05g; 9ObA30/05k; 9ObA68/04x; 9ObA57/05f; 8ObA19/06m; 8ObA53/06m; 8ObA29/06g; 9ObA84/07d; 8ObA47/08g; 9ObA66/07g; 9ObA42/09f; 8ObA32/11f; 9ObA80/11x; 8ObA98/11m; 9ObA118/12m; 9ObA146/12d; 9ObA104/13d; 9ObA88/19k; 8ObA53/19f; 9ObA140/21k; 9ObA113/21i; 8ObA59/22t; 9ObA74/22f; 8ObS6/23z; 9ObA76/23a

Entscheidungsdatum

16.12.2024

Norm

ABGB §879 BI
ABGB §879 BIIo
B-VG Art7
StGG Art5
1.ZPMRK Art1 II2
1.ZPMRK Art1 V2
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Mittelbare Drittwirkung der Grundrechte im Wege der Konkretisierung der Generalklausel des Paragraph 879, ABGB auf den normativen Teil des KollV. Bei einem Eingriff in auf KollV beruhenden Anwartschaften kommt vor allem der Eigentumsschutz und der Gleichheitssatz in Betracht. Das Sachlichkeitsgebot ist bei Vorliegen von berücksichtigungswürdigen Interessen des Betriebes und der Arbeitnehmer erfüllt; Wegfall der Anwartschaft auf Administrativpension bei Aufrechterhaltung der Anwartschaft auf Zuschusspension berührt nicht den Wesenskern der betrieblichen Altersversorgung. Verhältnismäßigkeit des Eingriffes ist bei kollektivvertraglicher Regelung grundsätzlich anzunehmen. Der Gleichheitsgrundsatz ist nur gewahrt, wenn bei Einschränkung der Anwartschaften auf die durch die unterschiedliche Dauer der Berufsausübung bedingten unterschiedlichen Vertrauenspositionen Bedacht genommen wird. Dies ist jedenfalls bei der generellen Einstellung des Erwerbs künftiger Anwartschaften der Fall.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 602/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 602/92
    Veröff: SZ 65/163 = DRdA 1993,369 (R. Resch)
  • 9 ObA 133/93
    Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 133/93
    Vgl auch; nur: Mittelbare Drittwirkung der Grundrechte im Wege der Konkretisierung der Generalklausel des § 879 ABGB auf den normativen Teil des KollV. Bei einem Eingriff in auf KollV beruhenden Anwartschaften kommt vor allem der Eigentumsschutz und der Gleichheitssatz in Betracht. (T1); Beisatz: Hier: Betriebsvereinbarung (T2)
  • 9 ObA 802/94
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 ObA 802/94
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 255/97h
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 255/97h
    Vgl auch; Beisatz: Keine Grundrechtsverletzung durch die in die Befugnisse der Kollektivvertragsparteien fallende Änderung von Pensionsansprüchen bereits ausgeschiedener Arbeitnehmer durch Verschlechterung von kollektivvertraglichen Regelungen. Eigentumsbeschränkungen sind zulässig, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind, nicht den Wesensgehalt des Grundrechtes berühren und nicht unverhältnismäßig sind. Der Schutz gilt nämlich nicht für Eingriffe jeder Art und Intensität. (T3); Beisatz: Hier: Streichung der Haushaltszulage. (T4)
  • 8 ObA 61/97x
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 ObA 61/97x
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3 nur: Eigentumsbeschränkungen sind zulässig, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind, nicht den Wesensgehalt des Grundrechtes berühren und nicht unverhältnismäßig sind. (T5); Beisatz: Bei Eingriff in einzelvertragliche Regelungen wird darüber hinaus zu beachten sein, dass der aus einem im Rahmen der Privatautonomie geschlossenen Vertrag berechtigte noch weniger als der seine Rechte aus einem Kollektivvertrag ableitende Arbeitnehmer mit einer nachträglichen Verschlechterung seiner Rechtsstellung durch die Kollektivvertragsparteien rechnen muss. Ein Eingriff - sofern man ihn bezüglich bereits bestehender einzelvertraglicher Regelungen überhaupt für zulässig erachtet - wird daher nur dann aus dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit sachlich zu rechtfertigen sein, wenn ansonsten der Fortbestand des Betriebes gefährdet wäre. (T6)
  • 8 ObA 20/99w
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 ObA 20/99w
    nur: Gleichheitsgrund ist nur gewahrt, wenn bei Einschränkung der Anwartschaften auf die durch die unterschiedliche Dauer der Berufsausübung bedingten unterschiedlichen Vertrauenspositionen Bedacht genommen wird. (T7); Beis wie T2
  • 9 ObA 106/00d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 ObA 106/00d
    Vgl auch; nur: Das Sachlichkeitsgebot ist bei Vorliegen von berücksichtigungswürdigen Interessen des Betriebes und der Arbeitnehmer erfüllt. Verhältnismäßigkeit des Eingriffes ist grundsätzlich anzunehmen. Gleichheitsgrund ist nur gewahrt, wenn bei Einschränkung der Anwartschaften auf die durch die unterschiedliche Dauer der Berufsausübung bedingten unterschiedlichen Vertrauenspositionen Bedacht genommen wird. (T8); Beis wie T5; Beisatz: Eine schematische Gleichbehandlung der von der plötzlichen Kürzung der Ruhegeldanwartschaften Betroffenen ohne Rücksicht auf die Dauer der Berufsausübung und die dadurch bedingten unterschiedlichen Vertrauenspositionen widerspricht schon grundsätzlich dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Es ist vielmehr eine Differenzierung nach der Dauer der erworbenen Beitragszeiten geboten. Durch eine einschränkende Regelung wird das Sachlichkeitsgebot erst bei Vorliegen berücksichtigungswürdiger erheblicher betrieblicher Interessen und solcher der Arbeitnehmer erfüllt. (T9); Beisatz: Es sind Übergangsfristen zu fordern, damit nicht plötzlich und unerwartet in die Rechtspositionen und Vertrauenspositionen eingegriffen wird. (T10)
  • 8 ObA 170/00h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 8 ObA 170/00h
    Vgl; nur T8; Beisatz: Wurde eine Betriebspension auf Grund einer zulässigen Betriebsvereinbarung zuerkannt, so steht es den Betriebsparteien auch grundsätzlich frei, diese für die Arbeitnehmer des Betriebes wieder zu verändern. Dabei haben aber die Partner der Betriebsvereinbarung genauso wie die Kollektivvertragsparteien zu berücksichtigen, dass bei einmal geschaffenen Rechtspositionen der Gestaltungsspielraum unter der Einschränkung der sachlichen Begründbarkeit und Verhältnismäßigkeit steht, wobei die vom unmittelbar an die Grundrechte gebundenen Bundesgesetzgeber im ASVG und im Pensionsrecht der Beamten vorgenommenen Änderungen für diese Beurteilung beachtliche Wertungen darstellen. (T11); Veröff: SZ 73/212
  • 8 ObA 236/01s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2002 8 ObA 236/01s
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Bei Einschnitten in Versorgungsleistungen ist auf die Dauer der Zugehörigkeit zum Alterssicherungssystem Rücksicht zu nehmen. Je länger die Zugehörigkeit besteht, desto maßvoller sollte der Eingriff sein. (T12)
  • 8 ObA 288/01p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 ObA 288/01p
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/83
  • 9 ObA 246/02w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 ObA 246/02w
    nur: Mittelbare Drittwirkung der Grundrechte im Wege der Konkretisierung der Generalklausel des § 879 ABGB auf den normativen Teil des KollV. (T13); Beisatz: Hier: Neufassung der Entlassungsgründe gemäß § 39 Abs 2 "Dienst- und Besoldungsordnung für die Bediensteten österreichischer Privatbahnen DBO". (T14)
  • 8 ObA 52/03k
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObA 52/03k
    Vgl auch; Beis wie T11 nur: Wurde eine Betriebspension auf Grund einer zulässigen Betriebsvereinbarung zuerkannt, so steht es den Betriebsparteien auch grundsätzlich frei, diese für die Arbeitnehmer des Betriebes wieder zu verändern. (T15)
  • 9 ObA 31/05g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 ObA 31/05g
    Vgl auch; nur T13; Veröff: SZ 2005/74
  • 9 ObA 30/05k
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 ObA 30/05k
    Vgl auch; nur T13
  • 9 ObA 68/04x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2005 9 ObA 68/04x
    nur: Das Sachlichkeitsgebot ist bei Vorliegen von berücksichtigungswürdigen Interessen des Betriebes erfüllt. Gleichheitsgrund ist nur gewahrt, wenn auf die durch die unterschiedliche Dauer der Berufsausübung bedingten unterschiedlichen Vertrauenspositionen Bedacht genommen wird. (T16); Beisatz: Die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs hat auf Grund der Gegenüberstellung der Interessen der Arbeitnehmer mit den betrieblichen Interessen zu erfolgen und kann daher immer nur unter Beachtung der konkreten Umstände des Einzelfalls erfolgen. Es kann aber nicht zweifelhaft sein, dass dann, wenn das Unternehmen „konkursreif" bzw ein „Sanierungsfall" ist, auch schmerzhafte Eingriffe als verhältnismäßig gewertet werden müssen. (T17)
  • 9 ObA 57/05f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 ObA 57/05f
    Vgl auch; Beisatz: Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, dass Betriebsvereinbarungen, die Betriebspensionen regeln, auch zu Lasten der Dienstnehmer des Betriebs abgeändert werden können, dass die Partner der Betriebsvereinbarung dabei aber verschiedene Grenzen der Sachlichkeit und der Verhältnismäßigkeit beachten müssen. Dies fußt nach ständiger Rechtsprechung auf der mittelbaren Drittwirkung der Grundrechte (Eigentumsschutz und Gleichheitssatz), die im Weg der Konkretisierung der Generalklausel des § 879 ABGB auch auf den normativen Teil von Betriebsvereinbarungen einwirken. Es ist daher davon auszugehen, dass eine ablösende Betriebsvereinbarung gegenüber aktiven Dienstnehmern im Vergleich zur früher geltenden Betriebsvereinbarung grundsätzlich eine Verschlechterung des Entgelts und der Pensionsanwartschaften wirksam vornehmen kann, sofern diese dem Sachlichkeitsgebot und der Verhältnismäßigkeit genügt. (T18); Veröff: SZ 2006/9
  • 8 ObA 19/06m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 ObA 19/06m
    Auch
  • 8 ObA 53/06m
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 ObA 53/06m
    Auch
  • 8 ObA 29/06g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 8 ObA 29/06g
    Auch; nur T13
  • 9 ObA 84/07d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 84/07d
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 8 ObA 47/08g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 47/08g
    Vgl auch; Beisatz: Es entspricht der ständigen Judikatur des Obersten Gerichtshofs, dass Betriebsvereinbarungen, die Betriebspensionen regeln, auch zu Lasten der Arbeitnehmer des Betriebs abgeändert werden können, dass die Partner der Betriebsvereinbarung dabei aber verschiedene Grenzen der Verhältnismäßigkeit und der Begründbarkeit beachten müssen. Dies fußt nach ständiger Judikatur auf der mittelbaren Drittwirkung der Grundrechte (Eigentumsschutz und Gleichheitssatz), die im Wege der Konkretisierung der Generalklausel des § 879 ABGB auch auf den normativen Teil von Betriebsvereinbarungen und Kollektivverträgen durchschlagen und einwirken (RIS-Justiz RS0038552). Die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs ist bei kollektivrechtlichen Änderungen grundsätzlich zu vermuten, da sie ja nur unter Mitwirkung der zur Wahrung der Interessen der Arbeitnehmer berufenen Gewerkschaft bzw des Betriebsrats erfolgen können. (T19)
  • 9 ObA 66/07g
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 ObA 66/07g
    Auch; nur: Verhältnismäßigkeit des Eingriffes ist bei kollektivvertraglicher Regelung grundsätzlich anzunehmen. (T20)
  • 9 ObA 42/09f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 9 ObA 42/09f
    Vgl auch; nur T1; nur T20; Beis wie T18 nur: Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, dass Betriebsvereinbarungen, die Betriebspensionen regeln, auch zu Lasten der Dienstnehmer des Betriebs abgeändert werden können, dass die Partner der Betriebsvereinbarung dabei aber verschiedene Grenzen der Sachlichkeit und der Verhältnismäßigkeit beachten müssen. (T21)
    Beis wie T19 nur: Die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs ist bei kollektivrechtlichen Änderungen grundsätzlich zu vermuten, da sie ja nur unter Mitwirkung der zur Wahrung der Interessen der Arbeitnehmer berufenen Gewerkschaft bzw des Betriebsrats erfolgen können. (T22)
  • 8 ObA 32/11f
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 32/11f
    Auch; nur T13
  • 9 ObA 80/11x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 ObA 80/11x
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Unterschiedlicher Vorrückungszeitraum nach § 28 KV‑BAGS, KollV für Arbeitnehmerinnen, die bei Mitgliedern der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits‑ und Sozialberufe beschäftigt sind. (T23)
  • 8 ObA 98/11m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 ObA 98/11m
    Vgl auch; nur T1
  • 9 ObA 118/12m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 9 ObA 118/12m
    Vgl; Beisatz: Hier: Sachlichkeitsgebot für Sonderverträge. (T24)
  • 9 ObA 146/12d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 146/12d
    Auch
  • 9 ObA 104/13d
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 104/13d
    Auch; nur T20; Beis ähnlich wie T18; Beis wie T19; Beis wie T22
  • 9 ObA 88/19k
    Entscheidungstext OGH 27.08.2019 9 ObA 88/19k
    Auch; nur T20; Beis wie T19; Beisatz: Bei der Prüfung, ob eine Kollektivvertragsbestimmung gegen den Gleichheitssatz verstößt, ist zu berücksichtigen, dass den Kollektivvertragsparteien ein weiter rechtspolitischer Gestaltungsspielraum sowohl hinsichtlich der angestrebten Ziele als auch der zur Zielerreichung eingesetzten Mittel zusteht. (T25)
  • 8 ObA 53/19f
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 8 ObA 53/19f
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 9 ObA 140/21k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 9 ObA 140/21k
    Vgl; Beis nur wie T20; Beisatz: Hier: Zu § 20 DO.B iVm § 12a DO.B und zu § 13 Abs 1 Z 3 DO.B.; Nichtberücksichtigung der Zeiten des Sonderurlaubs für die Einstufung ins Gehaltsschema. (T26)
  • 9 ObA 113/21i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 ObA 113/21i
    Vgl; Beis wie T19
  • 8 ObA 59/22t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2022 8 ObA 59/22t
    Vgl; Beis wie T25; Beisatz: Hier: § 238 DO.B. (T27)
  • 9 ObA 74/22f
    Entscheidungstext OGH 16.02.2023 9 ObA 74/22f
    Vgl; Beis wie T25; Beis wie T27; Anm: So bereits 8 ObA 59/22t. (T28)
  • 8 ObS 6/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.01.2024 8 ObS 6/23z
    vgl; Beisatz: Hier: Auslegung von Art XIII Punkt 6 des Kollektivvertrags für Arbeiter im Güterbeförderungsgewerbe („Unglücksfall“). (T29)
  • 9 ObA 76/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2024 9 ObA 76/23a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0038552

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2025

Dokumentnummer

JJR_19921216_OGH0002_009OBA00602_9200000_002