Rechtssatz für 7Ob19/58; 6Ob168/59; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0098986

Geschäftszahl

7Ob19/58; 6Ob168/59; 8Ob158/70; 1Ob61/71; 8Ob276/71; 7Ob69/72; 4Ob594/72; 5Ob128/73; 7Ob230/73; 6Ob37/74; 6Ob130/74; 4Ob60/74; 1Ob39/75; 4Ob557/77 (4Ob558/77); 4Ob537/78; 6Ob784/79; 7Ob67/80; 6Ob726/80; 6Ob843/81; 1Ob727/83; 8Ob506/89; 6Ob529/89; 3Ob513/94; 3Ob7/95; 1Ob122/18z; 4Ob14/21v; 4Ob22/21w; 1Ob98/21z; 8Ob107/23b; 9Ob67/23b; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §871
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Der Beklagte, der Irreführung geltend machen will, muss der Klage die Einwendung entgegensetzen, dass er den Vertrag wegen Irrtums anfechte. Mangels einer solchen Erklärung seitens des Irregeführten kann die Nichtigkeit des Geschäftes nicht wahrgenommen werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 19/58
    Entscheidungstext OGH 29.01.1958 7 Ob 19/58
    Veröff: EvBl 1958/160 S 271
  • 6 Ob 168/59
    Entscheidungstext OGH 09.07.1959 6 Ob 168/59
  • 8 Ob 158/70
    Entscheidungstext OGH 07.07.1970 8 Ob 158/70
    Veröff: SZ 43/123
  • 1 Ob 61/71
    Entscheidungstext OGH 25.03.1971 1 Ob 61/71
  • 8 Ob 276/71
    Entscheidungstext OGH 16.11.1971 8 Ob 276/71
    Beisatz: Das Wort "Irrtum" muss jedoch nicht ausdrücklich verwendet werden. (T1)
    Anm: Veröff: MietSlg 23071
  • 7 Ob 69/72
    Entscheidungstext OGH 15.03.1972 7 Ob 69/72
    Beisatz: Hier: Kläger. (T2)
  • 4 Ob 594/72
    Entscheidungstext OGH 07.11.1972 4 Ob 594/72
    Auch
  • 5 Ob 128/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 5 Ob 128/73
    Beisatz: Keine Berücksichtigung des Irrtums von Amts wegen. (T3) Veröff: SZ 46/84 = EvBl 1974/182 S 398
  • 7 Ob 230/73
    Entscheidungstext OGH 19.12.1973 7 Ob 230/73
  • 6 Ob 37/74
    Entscheidungstext OGH 14.03.1974 6 Ob 37/74
  • 6 Ob 130/74
    Entscheidungstext OGH 26.08.1974 6 Ob 130/74
    Veröff: MietSlg 26061
  • 4 Ob 60/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 60/74
    Beisatz: Zeitwidrige Kündigung. (T4)
  • 1 Ob 39/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1975 1 Ob 39/75
  • 4 Ob 557/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 557/77
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T3
    Beisatz: Es genügt, dass die sie begründenden Tatsachen vorgetragen werden. (T5)
  • 4 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 537/78
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 6 Ob 784/79
    Entscheidungstext OGH 06.02.1980 6 Ob 784/79
    Beis wie T3
  • 7 Ob 67/80
    Entscheidungstext OGH 15.01.1981 7 Ob 67/80
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 54/7
  • 6 Ob 726/80
    Entscheidungstext OGH 25.02.1981 6 Ob 726/80
    Vgl auch
  • 6 Ob 843/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1982 6 Ob 843/81
    Beis wie T3
  • 1 Ob 727/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 727/83
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die bloße Behauptung, die gelieferte Sache habe sich in der Folge als unbrauchbar erwiesen, reicht für eine Anfechtung des Vertrages gemäß § 871 ABGB nicht aus. (T6) Veröff: HS XIV/XV/20
  • 8 Ob 506/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 8 Ob 506/89
    Beisatz: Ein in erster Instanz nicht erhobener Irrtumseinwand kann im Rechtsmittelverfahren nicht nachgeholt werden. (T7)
  • 6 Ob 529/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 6 Ob 529/89
    Vgl auch; Beisatz: Für das Vorliegen der Voraussetzungen der von ihm in Anspruch genommenen Tatbestände nach den §§ 870, 871 ABGB ist aber der Anfechtende behauptungspflichtig und beweispflichtig. (T8)
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
    Beis wie T3
  • 3 Ob 7/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 3 Ob 7/95
    Beisatz: Hier: Einrede im Oppositionsprozess. (T9)
  • 1 Ob 122/18z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 122/18z
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 14/21v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2021 4 Ob 14/21v
    nur T8
  • 4 Ob 22/21w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 22/21w
    Beis wie T8
  • 1 Ob 98/21z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 1 Ob 98/21z
    Vgl; Beis wie T8
  • 8 Ob 107/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 8 Ob 107/23b
    vgl; Beisatz nur wie T1; Beisatz nur wie T5
  • 9 Ob 67/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.06.2024 9 Ob 67/23b
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    nur T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0098986

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19580129_OGH0002_0070OB00019_5800000_001

Rechtssatz für 6Ob368/60; 8Ob154/72; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016196

Geschäftszahl

6Ob368/60; 8Ob154/72; 7Ob185/73; 7Ob246/74; 2Ob572/80; 6Ob726/80; 6Ob695/83; 7Ob542/86; 3Ob64/86; 8Ob692/86; 1Ob551/94; 10Ob2066/96p; 1Ob32/98g; 8Ob46/15w; 3Ob40/23p; 10Ob36/23a; 3Ob188/24d; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §871 CI
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

"Durch den anderen Teil veranlasst" ist der Irrtum im Sinne des Paragraph 871, ABGB auch dann, wenn er nicht vom Vertragsgegner selbst, sondern von einer Person hervorgerufen wurde, die für den Vertragsgegner bei Vertragsabschluss oder bei dessen Vorbereitung tätig war, zB von einem Agenten, wobei es gleichgültig ist, ob er Abschlussvollmacht hatte oder nicht.

RG vom 05.02.1941, römisch acht 694/39; Veröff: DREvBl 1941/163

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 368/60
    Entscheidungstext OGH 26.10.1960 6 Ob 368/60
    Veröff: SZ 33/114
  • 8 Ob 154/72
    Entscheidungstext OGH 05.09.1972 8 Ob 154/72
    Vgl auch; Beisatz: Auch Erklärungen des Agenten über den Inhalt und Sinn des schriftlichen Vertragstextes stellen Wissenserklärungen dar, deren Unrichtigkeit dem Geschäftsherrn zuzurechnen ist und die unter den sonstigen Voraussetzungen zur Vertragsanfechtung nach §§ 870 f ABGB führen kann Gschnitzer in Klang 2. Auflage IV 114, 130. (T1)
  • 7 Ob 185/73
    Entscheidungstext OGH 21.11.1973 7 Ob 185/73
  • 7 Ob 246/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 7 Ob 246/74
    Veröff: JBl 1975,318 = NZ 1976,158 = SZ 47/148
  • 2 Ob 572/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 572/80
    Beisatz: Vertreter der Lieferfirma der nicht nur den Kaufvertrag zwischen Lieferfirma und Leasinggeber, sondern auch den Leasingvertrag vorbereitete. (T2) Veröff: MietSlg 33096
  • 6 Ob 726/80
    Entscheidungstext OGH 25.02.1981 6 Ob 726/80
    Auch
  • 6 Ob 695/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 6 Ob 695/83
    Beis wie T2
  • 7 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
    Auch
  • 3 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 64/86
    Vgl auch
  • 8 Ob 692/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1987 8 Ob 692/86
  • 1 Ob 551/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 551/94
    Vgl; Beisatz: Dem Vertragspartner, der sich eines Gehilfen bedient, ist die Veranlassung des Irrtums des anderen Vertragspartners nur dann zuzurechnen, wenn die Erklärung des Gehilfen, die dazu führte, erkennbar zu seinem Aufgabenbereich beim Zustandekommen des Vertrags gehörte; für die sorglose Verkennung der Fehlvorstellung des Vertragspartners hat der Geschäftsherr nur dann einzustehen, wenn die Tätigkeit des Gehilfen typischerweise hiezu die Möglichkeit gewährt. (T3) Veröff: SZ 67/136
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
    Vgl; Beis wie T3
  • 1 Ob 32/98g
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 32/98g
    nur: "Durch den anderen Teil veranlaßt" ist der Irrtum im Sinne des § 871 ABGB auch dann, wenn er nicht vom Vertragsgegner selbst, sondern von einer Person hervorgerufen wurde, die für den Vertragsgegner bei Vertragsabschluß oder bei dessen Vorbereitung tätig war. (T4)
  • 8 Ob 46/15w
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 46/15w
    Auch; nur T4
  • 3 Ob 40/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.09.2023 3 Ob 40/23p
    Beisatz nur wie T4
  • 10 Ob 36/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2024 10 Ob 36/23a
    Beisatz wie T4
    Beisatz: hier: Fahrzeug mit Abschalteinrichtung (Thermofenster). (T5)
  • 3 Ob 188/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 3 Ob 188/24d
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0016196

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19601026_OGH0002_0060OB00368_6000000_002

Rechtssatz für 7Ob124/66; 1Ob34/72; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016199

Geschäftszahl

7Ob124/66; 1Ob34/72; 1Ob625/77 (1Ob626/77; 1Ob627/77); 1Ob745/79; 7Ob651/81; 5Ob551/83; 8Ob538/90; 7Ob653/92; 7Ob568/95; 8Ob19/12w; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §871 BIII
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Der Irrtum über das Baujahr eines Gebrauchtwagens ist ein wesentlicher.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 124/66
    Entscheidungstext OGH 13.07.1966 7 Ob 124/66
    Veröff: SZ 39/131 = EvBl 1966/492 S 627 = ZVR 1967/96 S 99
  • 1 Ob 34/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 1 Ob 34/72
    Veröff: SZ 45/38 = JBl 1972,469
  • 1 Ob 625/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 625/77
  • 1 Ob 745/79
    Entscheidungstext OGH 05.03.1980 1 Ob 745/79
    Auch; Veröff: SZ 53/37 = JBl 1981,203
  • 7 Ob 651/81
    Entscheidungstext OGH 09.07.1981 7 Ob 651/81
    Beisatz: Umsomehr der Irrtum über den Zustand des Motors. (T1)
  • 5 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 5 Ob 551/83
  • 8 Ob 538/90
    Entscheidungstext OGH 31.05.1990 8 Ob 538/90
    Ähnlich; Beisatz hier: Vorschadensfreiheit (T2)
  • 7 Ob 653/92
    Entscheidungstext OGH 27.01.1993 7 Ob 653/92
    Abweichend; Veröff: EvBl 1993/77 S 343
  • 7 Ob 568/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 7 Ob 568/95
    Ähnlich; Beisatz: Der Irrtum über die Unfallfreiheit kann wesentlich sein, weil Vorschäden schon an sich die Fahreigenschaft des Fahrzeuges beeinträchtigen können. Dies muß umso mehr bei einem Irrtum über einen die Betriebssicherheit tatsächlich massiv beeinträchtigenden, weil mangelhaft reparierten Vorschaden gelten. (T3)
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0016199

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19660713_OGH0002_0070OB00124_6600000_001

Rechtssatz für 7Ob239/68; 5Ob76/69; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018554

Geschäftszahl

7Ob239/68; 5Ob76/69; 7Ob10/70; 8Ob343/71; 1Ob58/72; 1Ob43/74; 6Ob562/78; 8Ob605/78; 1Ob680/80; 3Ob535/90; 2Ob209/07k; 1Ob184/13k; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §928
HGB §377 Abs5 B
  1. ABGB § 928 heute
  2. ABGB § 928 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Ein Verkäufer handelt nicht schon arglistig im Sinne des Paragraph 377, Absatz 5, HGB, wenn er eine Ware in Kenntnis eines Mangels verkauft hat; er muss vielmehr hiebei gegen eine Aufklärungspflicht verstoßen haben. Die Aufklärungspflicht wird namentlich bei solchen Umständen anzunehmen sein, die für den Entschluss des Käufers derart von Bedeutung sind, dass er bei ihrer Kenntnis den Vertrag möglicherweise nicht oder nicht zu den gleichen Bedingungen abgeschlossen hätte. Während im allgemeinen das Bewusstsein des Verkäufers, der Käufer hätte bei Kenntnis des Mangels den Kaufvertrag nicht oder zu anderen Bedingungen abgeschlossen, Voraussetzung für die Annahme der Arglist ist, bedarf es dieses Bewusstseins dann nicht, wenn einer Ware Eigenschaften fehlen, die typischerweise vom Verkehr als so wesentlich angesehen werden, dass eine Aufklärung üblich ist (hier: Farbechtheit der Überzüge von Campingmöbeln).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 239/68
    Entscheidungstext OGH 11.12.1968 7 Ob 239/68
    Veröff: SZ 41/174 = EvBl 1969/221 S 326 = HS 6360
  • 5 Ob 76/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 76/69
    nur: Ein Verkäufer handelt nicht schon arglistig im Sinne des § 377 Abs 5 HGB, wenn er eine Ware in Kenntnis eines Mangels verkauft hat; er muss vielmehr hiebei gegen eine Aufklärungspflicht verstoßen haben. Die Aufklärungspflicht wird namentlich bei solchen Umständen anzunehmen sein, die für den Entschluss des Käufers derart von Bedeutung sind, dass er bei ihrer Kenntnis den Vertrag möglicherweise nicht oder nicht zu den gleichen Bedingungen abgeschlossen hätte. (T1)
    Veröff: SZ 42/60 = EvBl 1969/340 S 518 = JBl 1969,663
  • 7 Ob 10/70
    Entscheidungstext OGH 28.01.1970 7 Ob 10/70
    nur T1; Beisatz: Verkauf eines beschädigten und mangelhaft reparierten Personenkraftwagens als fabriksneu. (T2)
  • 8 Ob 343/71
    Entscheidungstext OGH 25.01.1972 8 Ob 343/71
    nur T1; Beisatz: Verkauf eines Fahrgestells als Werkausführung, das durch erheblich technische Umgestaltung in der Werksausführung verändert worden ist. (T3)
    Veröff: HS 8320/3
  • 1 Ob 58/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 1 Ob 58/72
  • 1 Ob 43/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 1 Ob 43/74
    Beisatz: Hier: Angabe der doppelten Heizleistung eines Heizkessels. (T4)
    Veröff: SZ 47/41 = JBl 1974,369
  • 6 Ob 562/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 6 Ob 562/78
    nur T1
  • 8 Ob 605/78
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 605/78
    nur: Die Aufklärungspflicht wird namentlich bei solchen Umständen anzunehmen sein, die für den Entschluss des Käufers derart von Bedeutung sind, dass er bei ihrer Kenntnis den Vertrag möglicherweise nicht oder nicht zu den gleichen Bedingungen abgeschlossen hätte. (T5)
    Beisatz: Verkauf eines Plexiglashauses zum Gebrauch als Hausdach (feuerpolizeiwidrig). (T6)
  • 1 Ob 680/80
    Entscheidungstext OGH 03.12.1980 1 Ob 680/80
    nur T1; Veröff: SZ 53/164
  • 3 Ob 535/90
    Entscheidungstext OGH 19.09.1990 3 Ob 535/90
    nur: Ein Verkäufer handelt nicht schon arglistig im Sinne des § 377 Abs 5 HGB, wenn er eine Ware in Kenntnis eines Mangels verkauft hat; er muss vielmehr hiebei gegen eine Aufklärungspflicht verstoßen haben. (T7)
  • 2 Ob 209/07k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 209/07k
    Vgl auch; nur T1
  • 1 Ob 184/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 184/13k
    Vgl; Beisatz: Die Aufklärungspflicht ist bei solchen Umständen anzunehmen, die für den Entschluss des Käufers derart von Bedeutung sind, dass er bei ihrer Kenntnis den Vertrag möglicherweise nicht oder nicht zu den gleichen Bedingungen abgeschlossen hätte. (T8)
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

Schlagworte

Auto Kfz PKW

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0018554

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19681211_OGH0002_0070OB00239_6800000_001

Rechtssatz für 5Ob76/69; 2Ob528/76; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018767

Geschäftszahl

5Ob76/69; 2Ob528/76; 9Ob38/05m; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §932 VI
HGB §377 Abs5 B
  1. ABGB § 932 heute
  2. ABGB § 932 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2021
  3. ABGB § 932 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  4. ABGB § 932 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Liegt ein arglistiges Verschweigen eines Mangels vor, so hat der Käufer auch ohne Mängelanzeige das Wandlungsrecht nach Paragraph 932, ABGB.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 76/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 76/69
    Veröff: EvBl 1969/340 S 518 = JBl 1969,663 = SZ 42/60
  • 2 Ob 528/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 2 Ob 528/76
  • 9 Ob 38/05m
    Entscheidungstext OGH 30.09.2005 9 Ob 38/05m
    Auch
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    Beisatz: Das verpönte Verhalten des Verkäufers im Sinn des § 377 Abs 5 UGB kann – auch im Rahmen des Spezieskaufs – bis zur Ablieferung der Sache gesetzt werden. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0018767

Im RIS seit

23.04.1969

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19690423_OGH0002_0050OB00076_6900000_001

Rechtssatz für 5Ob76/69; 3Ob187/25h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0062534

Geschäftszahl

5Ob76/69; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

HGB §377 Abs5 B

Rechtssatz

Die Arglist des Verkäufers braucht für den Abschluß des Kaufvertrages nicht kausal gewesen zu sein. Es ist auch nicht nötig, daß der Käufer gerade infolge der Arglist des Verkäufers von der Untersuchung der Ware und der Abwendung der Mängelrüge Abstand genommen hat.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 76/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 76/69
    Veröff: SZ 42/60 = EvBl 1969/340 S 518 = JBl 1969,663
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0062534

Im RIS seit

23.04.1969

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19690423_OGH0002_0050OB00076_6900000_002

Rechtssatz für 1Ob114/71; 7Ob246/74; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016200

Geschäftszahl

1Ob114/71; 7Ob246/74; 5Ob243/75; 5Ob586/76; 7Ob661/76; 1Ob543/77; 1Ob734/79; 2Ob572/80; 5Ob592/81; 5Ob792/81; 4Ob141/82; 6Ob695/83; 7Ob1503/85; 7Ob639/85; 8Ob584/85; 3Ob1509/86; 7Ob542/86; 3Ob64/86; 10Ob523/87; 7Ob735/87; 6Ob617/88; 7Ob630/89; 1Ob654/89; 3Ob546/90; 6Ob600/90; 1Ob551/94; 1Ob596/95; 3Ob7/95; 8Ob2064/96d; 2Ob131/97x; 9Ob274/98d; 2Ob112/00k; 9Ob186/02x; 5Ob41/03w; 1Ob5/04y; 4Ob250/04z; 5Ob159/07d; 2Ob230/07y; 2Ob14/10p; 4Ob44/11s; 2Ob176/10m; 4Ob129/12t; 6Ob25/16v; 2Ob127/16i; 4Ob41/19m; 8Ob52/19h; 8Ob96/23k; 5Ob87/24s; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §870 A
ABGB §871 CI
ABGB §875
ABGB §1313a
  1. ABGB § 870 heute
  2. ABGB § 870 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979
  1. ABGB § 875 heute
  2. ABGB § 875 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Derjenige, der sich bei der Führung von Vertragsverhandlungen eines Gehilfen bedient, haftet für einen von diesem veranlassten Irrtum wie für einen von ihm selbst veranlassten. Entscheidend für die Gleichsetzung des Verhandlungsführers mit dem Erklärungsgegner ist es, dass dieser jenen zum Mann seines Vertrauens machte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 114/71
    Entscheidungstext OGH 29.04.1971 1 Ob 114/71
    Veröff: SZ 44/59 = QuHGZ 1972 1/95 = JBl 1972,203 = HS 8091
  • 7 Ob 246/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 7 Ob 246/74
    Veröff: SZ 47/148 = JBl 1975,318 = NZ 1976,158
  • 5 Ob 243/75
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 243/75
    Veröff: SZ 49/13 = EvBl 1976/193 S 398
  • 5 Ob 586/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 586/76
    nur: Derjenige, der sich bei der Führung von Vertragsverhandlungen eines Gehilfen bedient, haftet für einen von diesem veranlassten Irrtum wie für einen von ihm selbst veranlassten. (T1)
  • 7 Ob 661/76
    Entscheidungstext OGH 07.10.1976 7 Ob 661/76
    nur T1
  • 1 Ob 543/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 1 Ob 543/77
    nur T1
  • 1 Ob 734/79
    Entscheidungstext OGH 10.09.1980 1 Ob 734/79
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 572/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 572/80
    Auch; nur T1; Veröff: MietSlg 33096
  • 5 Ob 592/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 592/81
    Vgl auch
  • 5 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 792/81
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 141/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 141/82
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 695/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 6 Ob 695/83
    nur T1
  • 7 Ob 1503/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 1503/85
    Auch
  • 7 Ob 639/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 639/85
    nur T1; Beisatz: Hier: Finanzierer bedient sich des Verkäufers als seiner Hilfsperson bei der Anbahnung eines Finanzierungsvertrages. (T2) Veröff: SZ 58/183 = ÖBA 1986,356
  • 8 Ob 584/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 584/85
    Auch
  • 3 Ob 1509/86
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 1509/86
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 64/86
    Vgl auch; Veröff: ZfRV 1987,205 (dort falsch zitiert 3 Ob 4/86)
  • 10 Ob 523/87
    Entscheidungstext OGH 23.02.1988 10 Ob 523/87
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 735/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 735/87
    Vgl; Beisatz: Der Schuldner, der auf Veranlassung der Bank mit seinen Bekannten wegen der Übernahme einer Bürgschaft verhandelt, ist nicht schon deshalb Verhandlungsbeauftragter der Bank, weil diese ihn zu den Verhandlungen veranlasst und ein dem Schuldner gleichgerichtetes Interesse an der Bürgschaftsübernahme hat. (T3) Veröff: ÖBA 1988,1037
  • 6 Ob 617/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 6 Ob 617/88
    Veröff: RdW 1988,449 = WBl 1989,19 (Wilhelm) = ÖBA 1988,176 (Iro)
  • 7 Ob 630/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 630/89
    Auch; Veröff: JBl 1990,175
  • 1 Ob 654/89
    Entscheidungstext OGH 20.12.1989 1 Ob 654/89
    Veröff: AnwBl 1990,455; hiezu Kritik Auer AnwBl 1990,542
  • 3 Ob 546/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 3 Ob 546/90
    nur T1; Veröff: SZ 63/189
  • 6 Ob 600/90
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 6 Ob 600/90
    Veröff: SZ 64/32 = EvBl 1991/105 S 499
  • 1 Ob 551/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 551/94
    Vgl; Beisatz: Dem Vertragspartner, der sich eines Gehilfen bedient, ist die Veranlassung des Irrtums des anderen Vertragspartners nur dann zuzurechnen, wenn die Erklärung des Gehilfen, die dazu führte, erkennbar zu seinem Aufgabenbereich beim Zustandekommen des Vertrags gehörte; für die sorglose Verkennung der Fehlvorstellung des Vertragspartners hat der Geschäftsherr nur dann einzustehen, wenn die Tätigkeit des Gehilfen typischerweise hiezu die Möglichkeit gewährt. (T4) Veröff: SZ 67/136
  • 1 Ob 596/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 596/95
    Auch
  • 3 Ob 7/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 3 Ob 7/95
    nur: Entscheidend für die Gleichsetzung des Verhandlungsführers mit dem Erklärungsgegner ist es, dass dieser jenen zum Mann seines Vertrauens machte. (T5)
  • 8 Ob 2064/96d
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2064/96d
    Auch
  • 2 Ob 131/97x
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 131/97x
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 274/98d
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 Ob 274/98d
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 112/00k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 2 Ob 112/00k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 186/02x
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 Ob 186/02x
    Auch; Beisatz: Die Klägerin hat sich das Verhalten ihres Verhandlungsgehilfen (über § 1313a ABGB), der die Beklagten in mehrfacher Weise arglistig getäuscht hat, zurechnen zu lassen. (T6)
  • 5 Ob 41/03w
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 41/03w
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 1 Ob 5/04y
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 5/04y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 4 Ob 250/04z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 250/04z
    Auch
  • 5 Ob 159/07d
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 159/07d
  • 2 Ob 230/07y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 230/07y
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 14/10p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 14/10p
    Vgl
  • 4 Ob 44/11s
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 44/11s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier wurde ein nicht vom Verkäufer beauftragter Vermittler von Aktien als Dritter iSd § 875 ABGB qualifiziert. (T7); Veröff: SZ 2011/83
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    nur T1; Beisatz: Der den Irrtum Veranlassende muss nicht Stellvertreter des Geschäftsherrn, von diesem aber jedenfalls mit der Verhandlungsführung beauftragt sein. (T8)
  • 4 Ob 129/12t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 129/12t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Frage der Zurechnung eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens zur ausführenden Bank. (T9); Veröff: SZ 2012/139
  • 6 Ob 25/16v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 25/16v
    Vgl; Beisatz: Der Immobilienmakler ist regelmäßig Verhandlungsgehilfe, sodass der Geschäftsherr zumindest für von ihm verursachte Irrtümer einstehen muss. Das Wissen des Verhandlungs­gehilfen ist dem Geschäftsherrn zuzurechnen (hier: Beauftragung eines Maklers durch den dazu ermächtigten Bruder der Eigentümerin). (T10)
  • 2 Ob 127/16i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 127/16i
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 41/19m
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 41/19m
    nur T1
  • 8 Ob 52/19h
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 52/19h
    nur T1
  • 8 Ob 96/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 11.01.2024 8 Ob 96/23k
    vgl
  • 5 Ob 87/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.07.2024 5 Ob 87/24s
    Beisatz wie T10
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0016200

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19710429_OGH0002_0010OB00114_7100000_002

Rechtssatz für 4Ob19/74; 1Ob88/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032529

Geschäftszahl

4Ob19/74; 1Ob88/75; 2Ob48/79; 8Ob152/79; 2Ob542/79 (2Ob543/79); 8Ob7/80; 7Ob587/80; 5Ob713/80; 5Ob695/82; 3Ob547/83; 8Ob229/83 (8Ob230/83); 3Ob583/86; 8Ob84/87; 9ObA116/89; 9ObA250/89; 1Ob1574/92; 4Ob510/93; 8Ob2361/96f; 7Ob2400/96h; 7Ob387/97f; 1Ob193/98h; 9ObA306/98k; 9Ob105/00g; 9ObA137/00p; 8ObA88/01a; 3Ob46/01p; 8ObA58/01i; 3Ob280/02a; 1Ob24/05v; 7Ob206/05b; 9Ob30/08i; 1Ob224/09m; 1Ob115/10h; 9ObA111/10d; 1Ob17/17g; 6Ob206/16m; 7Ob48/19p; 4Ob115/20w; 7Ob221/22h; 10ObS18/24f; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Nur ein Irrtum über von den Parteien als feststehend angenommene Umstände, also über die "Vergleichsgrundlage", kann - unter den Voraussetzungen der Paragraph 870, ff ABGB - eine Vergleichsanfechtung rechtfertigen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 19/74
    Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 19/74
    Veröff: Arb 9209 = SozM IE,112
  • 1 Ob 88/75
    Entscheidungstext OGH 04.06.1975 1 Ob 88/75
  • 2 Ob 48/79
    Entscheidungstext OGH 08.05.1979 2 Ob 48/79
  • 8 Ob 152/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 152/79
  • 2 Ob 542/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 542/79
  • 8 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 7/80
  • 7 Ob 587/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 7 Ob 587/80
  • 5 Ob 713/80
    Entscheidungstext OGH 28.10.1980 5 Ob 713/80
  • 5 Ob 695/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
    Auch
  • 3 Ob 547/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 3 Ob 547/83
  • 8 Ob 229/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 8 Ob 229/83
    Beisatz: Weiters ist die Anfechtung auch zulässig, wenn der Gegner den Irrtum listig hervorgerufen hat. (T1)
  • 3 Ob 583/86
    Entscheidungstext OGH 03.12.1986 3 Ob 583/86
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 84/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 8 Ob 84/87
    Veröff: ZVR 1989/15 S 22
  • 9 ObA 116/89
    Entscheidungstext OGH 14.06.1989 9 ObA 116/89
    Auch; Beisatz: Auch ein Rechtsirrtum einer Partei berechtigt daher nicht zur Anfechtung eines Vergleiches. Der Irrtum über einen von der Bereinigungswirkung erfassten Streitpunkt (Vergleichspunkt) berechtigt nur bei listiger Irreführung durch den Gegner zur Anfechtung. (T2) Veröff: JBl 1990,333
  • 9 ObA 250/89
    Entscheidungstext OGH 18.10.1989 9 ObA 250/89
    Auch
  • 1 Ob 1574/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 1574/92
    Auch; Beisatz: Irrtum über jene Umstände, die von beiden Parteien als feststehend angenommen wurden und die sie somit nicht der Streitbereinigung unterwerfen wollten. (T3) Veröff: RZ 1993/95 S 280
  • 4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
    Beisatz: Gemeinsamer Irrtum reicht aus. (T4)
  • 8 Ob 2361/96f
    Entscheidungstext OGH 12.12.1996 8 Ob 2361/96f
    Beis wie T4
  • 7 Ob 2400/96h
    Entscheidungstext OGH 12.04.1997 7 Ob 2400/96h
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 387/97f
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 7 Ob 387/97f
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Anerkenntnis. (T5)
  • 1 Ob 193/98h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 193/98h
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Auch ein Rechtsirrtum einer Partei berechtigt daher nicht zur Anfechtung eines Vergleiches. (T6); Beisatz: Ein Vergleich kann nicht angefochten werden, wenn ein Partner beim Abschluss über den wahren Sachverhalt geirrt hat (§ 1387 ABGB). (T7)
  • 9 ObA 306/98k
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 ObA 306/98k
    Beis wie T4
  • 9 Ob 105/00g
    Entscheidungstext OGH 31.05.2000 9 Ob 105/00g
  • 9 ObA 137/00p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 ObA 137/00p
    Beis wie T3
  • 8 ObA 88/01a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 8 ObA 88/01a
  • 3 Ob 46/01p
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 3 Ob 46/01p
    Vgl auch
  • 8 ObA 58/01i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 58/01i
    Beisatz: Für die Voraussetzungen der Irrtumsanfechtung trifft grundsätzlich die Behauptungslast und Beweislast den Anfechtenden. (T8)
    Beisatz: Es können jedoch nur solche Umstände als unstrittige Vergleichsgrundlage angesehen werden, bei denen auch dem Vertragspartner ersichtlich ist, dass insoweit eine übereinstimmende Ansicht beider Vertragsparteien vorliegt. (T9)
  • 3 Ob 280/02a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 280/02a
    Vgl auch; Beisatz: Ein Irrtum über die Streitpunkte kann im Allgemeinen nicht zur Anfechtung des Vergleichs führen. (T10)
  • 1 Ob 24/05v
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 24/05v
    Beis wie T4; Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Der auf einer unrichtigen Grundlage beruhende Vergleich kann nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich von jedem der Streitteile angefochten werden. (T11)
  • 7 Ob 206/05b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 206/05b
  • 9 Ob 30/08i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 Ob 30/08i
    Auch
  • 1 Ob 224/09m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 224/09m
    Beis wie T10
  • 1 Ob 115/10h
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 115/10h
  • 9 ObA 111/10d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 ObA 111/10d
    Vgl
  • 1 Ob 17/17g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 17/17g
    Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 6 Ob 206/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 6 Ob 206/16m
    Auch
  • 7 Ob 48/19p
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 48/19p
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 4 Ob 115/20w
    Entscheidungstext OGH 22.09.2020 4 Ob 115/20w
    Beis wie T2
  • 7 Ob 221/22h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 7 Ob 221/22h
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T10
  • 10 ObS 18/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 12.03.2024 10 ObS 18/24f
    vgl
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    nur T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0032529

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19740514_OGH0002_0040OB00019_7400000_003

Rechtssatz für 1Ob197/75; 1Ob766/76; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082957

Geschäftszahl

1Ob197/75; 1Ob766/76; 1Ob599/78; 5Ob731/78; 1Ob791/79; 5Ob573/80; 1Ob789/80; 7Ob651/81; 1Ob808/81; 5Ob695/82; 7Ob1503/85; 8Ob654/86; 6Ob617/88; 7Ob1/89; 7Ob630/89; 2Ob642/90; 1Ob545/92; 9ObA303/93 (9ObA304/93); 7Ob568/95; 1Ob617/95; 7Ob611/95; 8Ob2064/96d; 2Ob112/00k; 9Ob213/02t; 9Ob247/02t; 4Ob83/06v; 8Ob19/12w; 4Ob11/13s; 3Ob23/13y; 4Ob29/17v; 9Ob15/17x; 10Ob4/21t; 8Ob70/23m; 6Ob160/22f; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §871 BIII
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Ein Irrtum ist dann wesentlich, wenn der Erklärende ohne ihn das Geschäft nicht abgeschlossen hätte, wogegen ein unwesentlicher Irrtum vorliegt, wenn das Geschäft mit anderem Inhalt abgeschlossen worden wäre; die Parteien hätten im letzteren Fall zwar bei Kenntnis der wahren Sachlage auch kontrahiert, jedoch unter anderen Bedingungen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 197/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 197/75
    Veröff: SZ 48/112 = NZ 1977,59 = JBl 1977,31
  • 1 Ob 766/76
    Entscheidungstext OGH 15.11.1976 1 Ob 766/76
    Zweiter Rechtsgang
  • 1 Ob 599/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 599/78
  • 5 Ob 731/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1979 5 Ob 731/78
    Beisatz: Der hypothetische Parteiwille ist zu ermitteln. Bei Unmöglichkeit ist zu fragen, wie redliche Parteien handeln würden. (T1)
  • 1 Ob 791/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 1 Ob 791/79
    nur: Ein Irrtum ist dann wesentlich, wenn der Erklärende ohne ihn das Geschäft nicht abgeschlossen hätte. (T2)
    Veröff: SZ 53/13 = JBl 1981,425
  • 5 Ob 573/80
    Entscheidungstext OGH 02.09.1980 5 Ob 573/80
    Beis wie T1; Beisatz: Ist dies der Fall, so wird den Parteien durch die Korrektur des Vertrages nicht ein neuer Vertrag aufgezwungen, den sie gar nicht schließen wollten und auch nie abgeschlossen hätten, sondern gerade vielmehr jener Vertrag herbeigeführt, den sie bei irrtumsfreiem Handeln ohnedies abgeschlossen hätten. (T3)
    Veröff: SZ 53/108
  • 1 Ob 789/80
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 789/80
    nur T2
  • 7 Ob 651/81
    Entscheidungstext OGH 09.07.1981 7 Ob 651/81
    nur T2
  • 1 Ob 808/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 808/81
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: SZ 55/2 = ZVR 1983/141 S 175
  • 5 Ob 695/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
    Auch; nur: Ein Irrtum ist dann wesentlich, wenn der Erklärende ohne ihn das Geschäft nicht abgeschlossen hätte, wogegen ein unwesentlicher Irrtum vorliegt, wenn das Geschäft mit anderem Inhalt abgeschlossen worden wäre. (T4)
    Beis wie T1; Beisatz: Dass eine der Parteien zu einer Vereinbarung anderen Inhalts bereit gewesen wäre, reicht nicht aus um den Irrtum als unwesentlich anzusehen. (T5)
  • 7 Ob 1503/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 1503/85
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 8 Ob 654/86
    Entscheidungstext OGH 22.01.1987 8 Ob 654/86
    nur T4; Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: ImmZ 1987,216
  • 6 Ob 617/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 6 Ob 617/88
    Auch; Beis wie T5; Veröff: RdW 1988,449 = BankArch 1989,176 (Iro)
  • 7 Ob 1/89
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 1/89
    nur T2; Veröff: EvBl 1989/118 S 457 = VersRdSch 1989,249
  • 7 Ob 630/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 630/89
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: JBl 1990,175
  • 2 Ob 642/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 2 Ob 642/90
    nur T4; Veröff: ecolex 1991,318
  • 1 Ob 545/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 545/92
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T1
  • 9 ObA 303/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 9 ObA 303/93
    Vgl auch; nur T4; Beis wie T1: Veröff: SZ 67/31
  • 7 Ob 568/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 7 Ob 568/95
    Beis wie T1; Beisatz: Bei Fehlen konkreter Anhaltspunkte für den hypothetischen Parteiwillen aus dem Verhalten der Parteien ist die Verkehrsauffassung nach objektivem Maßstab ausschlaggebend. (T6)
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Beis wie T1
  • 7 Ob 611/95
    Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 611/95
    Auch
  • 8 Ob 2064/96d
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2064/96d
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 2 Ob 112/00k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 2 Ob 112/00k
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 9 Ob 213/02t
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 Ob 213/02t
    Auch; nur T2
  • 9 Ob 247/02t
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 247/02t
    nur T4; Beis wie T1; Veröff: SZ 2003/70
  • 4 Ob 83/06v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 83/06v
    nur T4
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Vgl auch
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Vgl auch; nur T4
  • 3 Ob 23/13y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 23/13y
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 9 Ob 15/17x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 15/17x
    Auch; nur: Unwesentlicher Irrtum, wenn das Geschäft mit anderem Inhalt abgeschlossen worden wäre. (T7)
  • 10 Ob 4/21t
    Entscheidungstext OGH 30.03.2021 10 Ob 4/21t
    Vgl; Beis wie T3
  • 8 Ob 70/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.11.2023 8 Ob 70/23m
  • 6 Ob 160/22f
    Entscheidungstext OGH 20.11.2023 6 Ob 160/22f
    vgl; Beisatz: Hier: Diesel-Abgasskandal (T8)
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0082957

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19751029_OGH0002_0010OB00197_7500000_002

Rechtssatz für 6Ob521/81; 10Ob74/04m; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026094

Geschäftszahl

6Ob521/81; 10Ob74/04m; 8Ob12/05f; 7Ob166/06x; 9Ob13/09s; 2Ob10/10z; 4Ob240/15w; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Den Händler trifft die Pflicht zur Kontrolle der gehandelten Ware und zur notwendigen Aufklärung. Für den Sorgfaltsmaßstab des Händlers ist dabei Paragraph 1299, ABGB maßgebend. Es kommt also nicht auf den Sorgfaltsmaßstab des Durchschnittsmenschen, sondern auch die übliche Sorgfalt jener Personen an, die derartige Tätigkeiten ausüben (objektiver Maßstab). Entscheidend ist also der Leistungsstandard der betreffenden Berufungsgruppe. Das Ausmaß der Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden. Es wäre wirtschaftlich sinnlos, wenn nicht nur der Fabrikationsbetrieb, sondern jeder einzelne Zwischenhändler kostspielige Maßnahmen zur Kontrolle der Produktion treffen müsste.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 521/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 521/81
    Veröff: SZ 54/116 = EvBl 1982/3 S 15 = JBl 1982,534
  • 10 Ob 74/04m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2005 10 Ob 74/04m
    Auch
  • 8 Ob 12/05f
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 12/05f
    Beisatz: Dass es wirtschaftlich sinnlos wäre, wenn nicht nur der Fabrikationsbetrieb, sondern jeder einzelne Zwischenhändler kostspielige Maßnahmen zur Kontrolle der Produkte treffen müsste, trifft aber auf den Fall des Handels mit aus im Regelfall von bäuerlichen Betrieben stammenden Futtermitteln (hier: Hafer) nicht zu. (T1); Beisatz: Der Händler landwirtschaftlicher Produkte kann sich nicht dadurch entlasten, dass er darauf verweist, dass bisher negative Auswirkungen eines Feldpilzes auf Pferde nicht bekannt gewesen seien. Vielmehr müsste der Händler nachweisen, dass eine Kontaminierung mit diesem Pilz entweder in höchstem Grade unwahrscheinlich gewesen sei oder aber dass eine Beeinträchtigung der Stuten durch die Verfütterung von mit Zearalenon kontaminiertem Hafer mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem damaligen Wissensstand keine Auswirkungen hatte. Die bloße Nichtkenntnis allfälliger Auswirkungen entlastet die Beklagte, die jeder diesbezügliche Zweifel trifft, unter den gegebenen Umständen (Kenntnis negativer Auswirkungen des Feldpilzes auf andere Tierarten) nicht. Erstattet daher der Händler von Futtermitteln, die Gesundheitsbeeinträchtigungen (hier: Fertilitätsstörungen) hervorrufen, kein Vorbringen, aus welchem abzuleiten ist, dass ihm die Untersuchung des von ihm verkauften Futtermittels auf Giftstoffe nicht zumutbar gewesen wäre, ist ihm der Entlastungsbeweis gemäß § 1298 ABGB nicht gelungen. (T2)
  • 7 Ob 166/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 166/06x
  • 9 Ob 13/09s
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 13/09s
    Auch
  • 2 Ob 10/10z
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 10/10z
    Vgl auch
  • 4 Ob 240/15w
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 240/15w
    Auch
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0026094

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19810827_OGH0002_0060OB00521_8100000_001

Rechtssatz für 7Ob765/83; 1Ob525/85; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016201

Geschäftszahl

7Ob765/83; 1Ob525/85; 7Ob1/89; 1Ob27/89 (1Ob28/89); 7Ob653/92; 7Ob568/95; 1Ob617/95; 9Ob247/02t; 4Ob83/06v; 8Ob19/12w; 4Ob11/13s; 4Ob29/17v; 8Ob137/17f; 6Ob160/22f; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §871 BIII
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Für die Beurteilung der Wesentlichkeit des Irrtums ist der hypothetische Parteiwille entscheidend. Der Irrtum ist dann wesentlich, wenn der Erklärende ohne ihn das Geschäft nicht geschlossen hätte.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 765/83
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 7 Ob 765/83
  • 1 Ob 525/85
    Entscheidungstext OGH 17.04.1985 1 Ob 525/85
  • 7 Ob 1/89
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 1/89
    Veröff: EvBl 1989/118 S 457 = VersRdSch 1989,249
  • 1 Ob 27/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 27/89
    Veröff: JBl 1990,321 = MietSlg 41/34
  • 7 Ob 653/92
    Entscheidungstext OGH 27.01.1993 7 Ob 653/92
    nur: Für die Beurteilung der Wesentlichkeit des Irrtums ist der hypothetische Parteiwille entscheidend. (T1)
    Veröff: EvBl 1993/77 S 343
  • 7 Ob 568/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 7 Ob 568/95
    nur T1; Beisatz: Maßgebender Zeitpunkt ist jener des Vertragsabschlusses. (T2)
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch
  • 9 Ob 247/02t
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 247/02t
    Beisatz: Erst wenn die Feststellung des hypothetischen Willens der konkreten Parteien unmöglich ist, ist zu fragen, wie normale Personen redlicherweise gehandelt hätten. (T3)
    Veröff: SZ 2003/70
  • 4 Ob 83/06v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 83/06v
    Beis wie T3
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Beis wie T3
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 137/17f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 137/17f
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Eine nachträgliche Änderung des Kursinhalts im Rahmen eines Ausbildungsvertrages begründet keinen Mangel in der Wurzel des Rechtsgeschäfts, der zur Anfechtung des Vertrags wegen Irrtums berechtigt. (T4)
  • 6 Ob 160/22f
    Entscheidungstext OGH 20.11.2023 6 Ob 160/22f
    vgl; Beisatz: Hier: Diesel-Abgasskandal (T5)
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0016201

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0070OB00765_8300000_001

Rechtssatz für 3Ob541/85; 7Ob555/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026535

Geschäftszahl

3Ob541/85; 7Ob555/88; 8Ob528/89; 5Ob640/89; 1Ob24/94; 2Ob537/95 (2Ob538/95); 7Ob2113/96b; 9Ob327/97x; 4Ob265/99w; 7Ob185/00g; 7Ob316/01y; 7Ob247/02b; 2Ob165/03h; 3Ob103/04z; 3Ob222/04z; 8Ob12/05f; 9Ob66/05d; 10Ob30/06v; 6Ob48/07p; 8Ob127/09y; 9Ob13/09s; 10Ob16/11t; 7Ob82/14f; 7Ob59/15z; 10Ob50/15y; 6Ob16/16w; 7Ob224/16s; 6Ob233/17h; 10Ob20/19t; 1Ob111/19h; 6Ob84/21b; 4Ob111/22k; 8ObA93/22t; 6Ob155/23x; 9Ob52/25z; 9Ob80/24s; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §1299 A3
RAO §9
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Bei Paragraph 1299, ABGB geht es um den durchschnittlichen Fachmann des jeweiligen Gebietes, der prinzipiell auch der maßgerechte im Sinn dieser Bestimmung ist. Der Sorgfaltsmaßstab darf nicht überspannt werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 541/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 3 Ob 541/85
    Veröff: SZ 58/176
  • 7 Ob 555/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Ob 555/88
    nur: Der Sorgfaltsmaßstab darf nicht überspannt werden. (T1)
  • 8 Ob 528/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 528/89
    Auch; nur: Bei § 1299 ABGB geht es um den durchschnittlichen Fachmann des jeweiligen Gebietes, der prinzipiell auch der maßgerechte im Sinn dieser Bestimmung ist. (T2)
    Beisatz: Es geht um den Leistungsstandard seiner Berufsgruppe. (T3)
  • 5 Ob 640/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 5 Ob 640/89
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 24/94
    Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 24/94
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Der Sorgfaltsmaßstab wird durch die typischen und demnach objektiv bestimmten Fähigkeiten eines Angehörigen des betreffenden Verkehrskreises bestimmt. (T4)
  • 2 Ob 537/95
    Entscheidungstext OGH 24.05.1995 2 Ob 537/95
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 2113/96b
    Entscheidungstext OGH 16.04.1997 7 Ob 2113/96b
    Auch
  • 9 Ob 327/97x
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 327/97x
    Auch; Beisatz: Der Rechtsanwalt hat grundsätzlich alle zur Vermeidung eines Rechtsverlustes seines Mandanten erforderlichen Maßnahmen zu treffen. (T5)
  • 4 Ob 265/99w
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 265/99w
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 185/00g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 185/00g
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Bringt eine Maßnahme zur Vermeidung (Verminderung) eines Schadens des Mandanten keine Nachteile mit sich (wie dies bei der Erhebung eines Mitverschuldenseinwandes der Fall ist), muss sie der Rechtsanwalt jedenfalls ergreifen, auch wenn sie möglicherweise nicht notwendig ist. Nur im Falle einer ausdrücklichen und gegenteiligen Weisung des (freilich zuvor vollständig und pflichtgemäß belehrten und damit in voller Kenntnis der Sachlage und Rechtslage befindlichen) Mandanten ließe sich dann eine dennoch erfolgte Unterlassung eines solchen Mitverschuldenseinwandes rechtfertigen. (T6)
  • 7 Ob 247/02b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 247/02b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 165/03h
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 2 Ob 165/03h
    Beisatz: Es kommt auf die übliche Sorgfalt jener Personen an, die die betreffende Tätigkeit ausüben. (Hier: Schiffsführer) (T7)
  • 3 Ob 103/04z
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 103/04z
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 222/04z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 222/04z
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Die Frage, welche Sorgfaltspflicht bei einem bestimmten Arbeitsvorgang einzuhalten ist, kann wegen ihrer Einzelfallbezogenheit nicht als erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO gewertet werden. (T8)
  • 8 Ob 12/05f
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 12/05f
    Beis wie T3; Beis wie T7 nur: Es kommt auf die übliche Sorgfalt jener Personen an, die die betreffende Tätigkeit ausüben. (T9) Beisatz: Der Händler landwirtschaftlicher Produkte kann sich nicht dadurch entlasten, dass er darauf verweist, dass bisher negative Auswirkungen eines Feldpilzes auf Pferde nicht bekannt gewesen seien. Vielmehr müsste der Händler nachweisen, dass eine Kontaminierung mit diesem Pilz entweder in höchstem Grade unwahrscheinlich gewesen sei oder aber dass eine Beeinträchtigung der Stuten durch die Verfütterung von mit Zearalenon kontaminiertem Hafer mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem damaligen Wissensstand keine Auswirkungen hatte. Die bloße Nichtkenntnis allfälliger Auswirkungen entlastet die Beklagte, die jeder diesbezügliche Zweifel trifft, unter den gegebenen Umständen (Kenntnis negativer Auswirkungen des Feldpilzes auf andere Tierarten) nicht. Erstattet daher der Händler von Futtermitteln, die Gesundheitsbeeinträchtigungen (hier: Fertilitätsstörungen) hervorrufen, kein Vorbringen, aus welchem abzuleiten ist, dass ihm die Untersuchung des von ihm verkauften Futtermittels auf Giftstoffe nicht zumutbar gewesen wäre, ist ihm der Entlastungsbeweis gemäß § 1298 ABGB nicht gelungen. (T10)
  • 9 Ob 66/05d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 Ob 66/05d
  • 10 Ob 30/06v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 30/06v
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 48/07p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 48/07p
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 8 Ob 127/09y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 8 Ob 127/09y
    Vgl auch; nur T1
  • 9 Ob 13/09s
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 13/09s
    nur: Bei § 1299 ABGB geht es um den durchschnittlichen Fachmann des jeweiligen Gebietes. Der Sorgfaltsmaßstab darf nicht überspannt werden. (T11)
    Beisatz: Hier: Von einem Kunsthändler beim Bilderankauf einzuhaltende Sorgfalt. (T12)
  • 10 Ob 16/11t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 16/11t
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 82/14f
    Entscheidungstext OGH 04.06.2014 7 Ob 82/14f
    Auch; Beisatz: Der Maßstab ist nicht die spezifische individuelle Erfahrung eines Mitglieds einer bestimmten Untergruppe eines Berufszweigs, sondern das durchschnittlich in der Branche zu erwartende Wissen. (T13)
    Beisatz: Hier: Architekten (T14)
  • 7 Ob 59/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
  • 10 Ob 50/15y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 50/15y
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 16/16w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 16/16w
    Auch; nur T11; Beis wie T13
  • 7 Ob 224/16s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 224/16s
    Beis wie T8; Beis wie T13
  • 6 Ob 233/17h
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 233/17h
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Ein durchschnittlicher Radiologe hätte das Karzinom des Klägers als Zufallsbefund nicht erkannt - Haftung verneint. (T15)
  • 10 Ob 20/19t
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 10 Ob 20/19t
    Vgl; Beis wie T4
  • 1 Ob 111/19h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 111/19h
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Bei Einhaltung der gebotenen Sorgfalt in der orthopädischen Abteilung wäre ein Neurologe beizuziehen gewesen, da neurologische Schädigungen mit einer nicht zu vernachlässigenden Wahrscheinlichkeit Komplikationen der konkret durchgeführten Operation sind. (T16)
  • 6 Ob 84/21b
    Entscheidungstext OGH 06.08.2021 6 Ob 84/21b
    Vgl; Beis wie T8
  • 4 Ob 111/22k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2022 4 Ob 111/22k
    Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Von einem durchschnittlichen Radiologen konnte das Erkennen der (das Karzinom indizierenden) Gewebsvermehrung nicht erwartet werden – Haftung verneint. (T17)
  • 8 ObA 93/22t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 ObA 93/22t
    nur T1
  • 6 Ob 155/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.12.2023 6 Ob 155/23x
    vgl; Beisatz: Bei der auch im medizinischen Bereich immer öfters vorkommenden Arbeitsteilung zwischen mehreren Ärzten hat eine stufenweise - fachbezogene - Aufklärung stattzufinden; sie muss (und kann) aber nicht über den eigenen medizinischen Verantwortungsbereich hinausreichen. (T18)
  • 9 Ob 52/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.04.2025 9 Ob 52/25z
    Beisatz wie T8
  • 9 Ob 80/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.01.2025 9 Ob 80/24s
    Beisatz nur wie T8
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl; Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0026535

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19851113_OGH0002_0030OB00541_8500000_001

Rechtssatz für 1Ob35/92; 4Ob1518/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026541

Geschäftszahl

1Ob35/92; 4Ob1518/95; 7Ob513/96; 7Ob247/02b; 3Ob222/04z; 10Ob30/06v; 6Ob48/07p; 10Ob16/11t; 7Ob137/12s; 10Ob50/15y; 6Ob16/16w; 7Ob224/16s; 5Ob21/18a; 10Ob20/19t; 1Ob111/19h; 6Ob84/21b; 5Ob80/23k; 2Ob165/23p; 6Ob142/23k; 9Ob80/24s; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Der vom Sachverständigen einzuhaltende Sorgfaltsmaßstab wird durch typischen und demnach objektiv bestimmten Fähigkeiten eines Angehörigen des betreffenden Verkehrskreises bestimmt. Entscheidend ist der Leistungsstandard der betreffenden Berufsgruppe vergleiche SZ 57/140; SZ 54/13).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 35/92
    Entscheidungstext OGH 22.10.1992 1 Ob 35/92
    Veröff: SZ 65/136
  • 4 Ob 1518/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1995 4 Ob 1518/95
  • 7 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 20.11.1996 7 Ob 513/96
    nur: Der vom Sachverständigen einzuhaltende Sorgfaltsmaßstab wird durch typischen und demnach objektiv bestimmten Fähigkeiten eines Angehörigen des betreffenden Verkehrskreises bestimmt. (T1)
    Beisatz: Hier: Die Ermittlung des Ertragswertes einer Liegenschaft gehört zum typischen Anforderungskatalog für Sachverständige bei Liegenschaftsschätzungen. Die Unterlassung der Ertragswertberücksichtigung bei Ermittlung des Verkehrswertes einer Liegenschaft für eine Kreditvergabe ist als grob fahrlässig zu beurteilen. (T2)
    Veröff: SZ 69/258
  • 7 Ob 247/02b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 247/02b
    Auch; nur: Entscheidend ist der Leistungsstandard der betreffenden Berufsgruppe. (T3)
  • 3 Ob 222/04z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 222/04z
    Beisatz: Die Frage, welche Sorgfaltspflicht bei einem bestimmten Arbeitsvorgang einzuhalten ist, kann wegen ihrer Einzelfallbezogenheit nicht als erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO gewertet werden. (T4)
  • 10 Ob 30/06v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 30/06v
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 48/07p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 48/07p
    Vgl; Beis wie T4
  • 10 Ob 16/11t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 16/11t
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 137/12s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 137/12s
    nur T3
  • 10 Ob 50/15y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 50/15y
    Auch
  • 6 Ob 16/16w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 16/16w
    Auch; Beisatz: Durch § 1299 ABGB wird der Sorgfaltsmaßstab auf den Leistungsstandard der jeweiligen Berufsgruppe erhöht. (T5)
  • 7 Ob 224/16s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 224/16s
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T4
  • 5 Ob 21/18a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 21/18a
    Beis wie T5
  • 10 Ob 20/19t
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 10 Ob 20/19t
    Vgl auch; nur T1
  • 1 Ob 111/19h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 111/19h
    Beis wie T4; Beisatz: Hier: Bei Einhaltung der gebotenen Sorgfalt in der orthopädischen Abteilung wäre ein Neurologe beizuziehen gewesen, da neurologische Schädigungen mit einer nicht zu vernachlässigenden Wahrscheinlichkeit Komplikationen der konkret durchgeführten Operation sind. (T6)
  • 6 Ob 84/21b
    Entscheidungstext OGH 06.08.2021 6 Ob 84/21b
    Beis wie T4
  • 5 Ob 80/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.10.2023 5 Ob 80/23k
  • 2 Ob 165/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 165/23p
    vgl; Beisatz: Hier: Berufskraftfahrer. (T7)
  • 6 Ob 142/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.08.2024 6 Ob 142/23k
    vgl; Beisatz: Hier: Aufsichtsratsmitglied (T8)
  • 9 Ob 80/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.01.2025 9 Ob 80/24s
    vgl; Beisatz wie T4
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0026541

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19921022_OGH0002_0010OB00035_9200000_002

Rechtssatz für 4Ob2091/96w; 7Ob250/03w; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0093831

Geschäftszahl

4Ob2091/96w; 7Ob250/03w; 9Ob66/06f; 4Ob29/17v; 3Ob242/18m; 1Ob98/21z; 3Ob94/21a; 3Ob40/23p; 2Ob122/23i; 10Ob36/23a; 7Ob31/24w; 3Ob188/24d; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Bei der Irrtumsanfechtung muss der Kläger einen Sachverhalt behaupten, aus dem sich ergibt, dass der Geschäftsirrtum des Klägers wesentlich war und entweder vom Beklagten veranlasst wurde oder diesem aus den Umständen offenbar auffallen musste oder rechtzeitig aufgeklärt wurde.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2091/96w
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2091/96w
  • 7 Ob 250/03w
    Entscheidungstext OGH 10.11.2003 7 Ob 250/03w
    Auch
  • 9 Ob 66/06f
    Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 Ob 66/06f
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v
  • 3 Ob 242/18m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 242/18m
  • 1 Ob 98/21z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 1 Ob 98/21z
    Vgl
  • 3 Ob 94/21a
    Entscheidungstext OGH 21.10.2021 3 Ob 94/21a
    Vgl
  • 3 Ob 40/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.09.2023 3 Ob 40/23p
  • 2 Ob 122/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 122/23i
    Beisatz: Hier: Fahrzeug mit "Abgasstrategie". (T1)
  • 10 Ob 36/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2024 10 Ob 36/23a
    Beisatz: hier: Fahrzeug mit Abschalteinrichtung (Thermofenster). (T2)
  • 7 Ob 31/24w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.04.2024 7 Ob 31/24w
  • 3 Ob 188/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 3 Ob 188/24d
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0093831

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19960430_OGH0002_0040OB02091_96W0000_001

Rechtssatz für 4Ob167/11d; 7Ob238/12v; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127766

Geschäftszahl

4Ob167/11d; 7Ob238/12v; 2Ob78/15g; 2Ob145/21v; 3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Die Wortfolge "vorsätzlich oder grob fahrlässig" in Paragraph 377, Absatz 5, UGB bezieht sich sowohl auf "verschweigen" als auch auf "verursachen". Der Verkäufer kann sich daher nicht auf eine unterbliebene Rüge berufen, wenn er den Mangel selbst grob fahrlässig nicht erkannt und deshalb verschwiegen hat, oder wenn er den Mangel kannte, ihm aber aufgrund grober Fahrlässigkeit verborgen blieb, dass der Käufer davon keine Kenntnis hatte und den Vertrag sonst womöglich nicht oder anders geschlossen hätte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 167/11d
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 167/11d
    Beisatz: Hier war die Lieferung labormäßig untersuchter Bioware geschuldet. (T1)
  • 7 Ob 238/12v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 238/12v
    Auch
  • 2 Ob 78/15g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 78/15g
    Auch
  • 2 Ob 145/21v
    Entscheidungstext OGH 16.09.2021 2 Ob 145/21v
  • 3 Ob 187/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 187/25h
    Beisatz: Dies ist etwa der Fall, wenn dem Verkäufer der Mangel der Sache aufgrund gravierender Sorglosigkeit unbekannt geblieben ist und er deshalb seiner Aufklärungsspflicht (zu dieser vgl RS0018554) nicht entsprochen hat. (T2)
    Beisatz: Das verpönte Verhalten des Verkäufers im Sinn des § 377 Abs 5 UGB kann – auch im Rahmen des Spezieskaufs – bis zur Ablieferung der Sache gesetzt werden. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127766

Im RIS seit

13.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20120327_OGH0002_0040OB00167_11D0000_001

Entscheidungstext 3Ob187/25h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Entscheidungsart

Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung)

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2026/157 S 95 - Zak 2026,95 = RdW 2026/186 S 251 - RdW 2026,251

Geschäftszahl

3Ob187/25h

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Brenn als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen Dr. Weixelbraun-Mohr und Dr. Kodek und die Hofräte Dr. Stefula und Mag. Schober als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei T*, vertreten durch die Kühleitner & Lochbichler Rechtsanwälte GmbH in Schwarzach im Pongau, gegen die beklagte Partei F*, vertreten durch die Aigner Fischer Stranzinger Rechtsanwälte KG in Hohenzell, und den Nebenintervenienten F*, vertreten durch die Rechtsanwälte Haberl und Huber GmbH & Co KG in Vöcklabruck, wegen 6.400 EUR sA, über die Revisionen der beklagten Partei und des Nebenintervenienten gegen das Urteil des Landesgerichts Wels als Berufungsgericht vom 30. Juli 2025, GZ 22 R 51/25v-44, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts Vöcklabruck vom 11. Dezember 2024, GZ 50 C 177/23m-36, abgeändert wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

Den Revisionen wird nicht Folge gegeben.

Die beklagte Partei und der Nebenintervenient haben die Kosten des Revisionsverfahrens jeweils selbst zu tragen.

Text

Entscheidungsgründe:

[1]            Im April 2022 erwarb der Kläger im Wege des „vermittlungsweisen Verkaufs“ über den Nebenintervenienten einen Elektro-Gabelstapler der Marke „Still“ um 5.800 EUR vom Beklagten. Im Zuge der Verkaufsgespräche zwischen dem Kläger und dem Nebenintervenienten wurde das Baujahr des Gabelstaplers nicht angesprochen. Der Kläger vertraute in dieser Hinsicht auf ein Inserat des Nebenintervenienten, in dem dieser das Baujahr mit 2004 angegeben hatte. Besprochen wurde nur, dass die Gewährleistung ausgeschlossen werde. Tatsächlich wies der Gabelstapler das Baujahr 1992 auf, was auf einem im Bereich des Führerhauses montierten Typenschild auch ersichtlich war. Im Jahr 2004 war nur eine neue Batterie eingebaut worden.

[2]            Nach dem mündlichen Vertragsabschluss erhielt die Ehefrau des Nebenintervenienten Unterlagen vom Beklagten, in denen das tatsächliche Baujahr ersichtlich war. Dennoch gab sie in dem von ihr ausgefüllten Kaufvertragsformular das Baujahr des Gabelstaplers mit 2004 an und übermittelte den schriftlichen Kaufvertrag an den Kläger, der diesen noch vor der Übergabe des Gabelstaplers an ihn unterfertigte.

[3]            Der Kläger verwendete den Gabelstapler nur selten. Bereits im November 2022 stellte er fest, dass die Batterie korrodiert bzw übergelaufen war. Im Dezember 2022 konnte ein Hydraulikschlauch nicht mehr repariert werden, weil dafür die Batterie ausgebaut hätte werden müssen, was aufgrund ihres Zustands aber nicht mehr möglich war. In diesem Zustand ist der Gabelstapler wertlos.

[4]            Der Wert des Gabelstaplers ist praktisch ausschließlich vom Batteriezustand abhängig. Der vom Kläger gezahlte Kaufpreis wäre daher nur dann annähernd gerechtfertigt gewesen, wenn zu diesem Zeitpunkt ein „Topzustand“ der Batterie bestanden hätte, was bei der im Jahr 2004 eingebauten „Bleibatterie“ technisch praktisch nicht vorstellbar ist. Dass der Marktwert des Gabelstaplers bei Verkauf und Übergabe an den Kläger unter 2.900 EUR lag, konnte aber nicht festgestellt werden.

[5]       Ebenso wenig konnte festgestellt werden, dass der Kläger den Gabelstapler nicht erworben hätte, wenn ihm das tatsächliche Baujahr 1992 bekannt gewesen wäre.

[6] Der Kläger begehrte gestützt auf Irrtum, List und Verkürzung über die Hälfte die Aufhebung des Kaufvertrags und die Rückzahlung des Kaufpreises sowie Schadenersatz in Höhe von 600 EUR für frustrierte Transportkosten. Weder der Beklagte noch der Nebenintervenient hätten ihn auf das tatsächliche Baujahr hingewiesen, sondern ihn im Glauben gelassen, dass es sich um ein Gerät mit dem Baujahr 2004 handle. Da er auf das im schriftlichen Kaufvertrag zugesicherte Baujahr vertraut habe und den Gabelstapler bei Kenntnis seines tatsächlichen Alters nicht gekauft hätte, sei er einem vom Beklagten bzw vom Nebenintervenienten veranlassten Irrtum unterlegen, der ihn zur Rückabwicklung berechtigte. Die Folgen des Paragraph 377, Absatz 2, UGB träfen ihn nicht, weil ihm der Beklagte bzw der Nebenintervenient den Mangel zumindest grob fahrlässig verschwiegen hätte. Zudem lägen auch die Voraussetzungen des Paragraph 934, ABGB vor.

[7]            Der Beklagte hielt dem entgegen, dass das tatsächliche Baujahr durch das am Gabelstapler montierte Typenschild erkennbar gewesen sei, sodass dem Kläger eine Sorglosigkeit in eigenen Angelegenheiten anzulasten sei. Im Übrigen sei der wertbestimmende Faktor nicht das Alter des Gabelstaplers, sondern der Zustand der Batterie, die im Jahr 2004 gewechselt worden sei. Insofern sei auch der vereinbarte Kaufpreis angemessen.

[8] Der Nebenintervenient wendete ein, dass ihm die genauen Daten des Gabelstaplers vor dem Verkauf nicht bekannt gewesen seien und er dessen Baujahr aufgrund einer am Gabelstapler angebrachten Plakette mit 2004 angenommen habe. Dass sich dieses Datum tatsächlich auf die neue Batterie und nicht den Gabelstapler bezogen habe, habe er erst nach dem Verkauf erfahren. Abgesehen davon habe der Kläger keine fristgerechte Mängelrüge erhoben, sodass gemäß Paragraph 377, Absatz 2, UGB eine Irrtumsanfechtung ausscheide.

[9] Das Erstgericht gab der Klage im zweiten Rechtsgang statt. Der Kläger sei hinsichtlich des Baujahrs des Gabelstaplers zwar einem Irrtum unterlegen. Ob dieser auch wesentlich gewesen sei, weil der Kläger den Vertrag bei Kenntnis des tatsächlichen Baujahrs nicht geschlossen hätte, habe aber ebenso wenig festgestellt werden können wie sein hypothetischer Parteiwille. Es komme daher darauf an, wie normale Personen in dieser Situation redlicherweise gehandelt hätten. Dabei sei davon auszugehen, dass das zugesicherte Baujahr eine wesentliche Eigenschaft des Kaufvertrags sei, weshalb redliche Parteien den Vertrag trotz des Batteriewechsels im Jahr 2004 nicht geschlossen hätten. Unter Zugrundelegung eines objektiven Maßstabs liege daher ein wesentlicher Irrtum vor, der zur Vertragsaufhebung berechtige. Paragraph 377, Absatz 2, UGB komme nicht zur Anwendung, weil es als grob fahrlässig anzusehen sei, wenn dem Nebenintervenienten bzw dessen Ehefrau das richtige Baujahr trotz ihnen zur Verfügung stehender Unterlagen nicht auffalle.

[10] Das Berufungsgericht wies die Klage im Umfang des begehrten Schadenersatzes von 600 EUR rechtskräftig ab und bestätigte im Übrigen die Entscheidung des Erstgerichts. Der hypothetische Wille des Klägers sei nicht feststellbar gewesen, weil das Erstgericht zur Frage, ob der Kläger den Gabelstapler auch bei Kenntnis des richtigen Baujahrs gekauft hätte, eine Negativfeststellung getroffen habe. Damit sei die Frage der Wesentlichkeit des Irrtums anhand des Verhaltens redlicher Personen anstelle des Klägers zu beurteilen. Wenn das Erstgericht dabei davon ausgehe, dass ein redlicher Käufer den Gabelstapler nicht gekauft hätte, sei das nicht zu beanstanden. Zutreffend sei auch die Ansicht des Erstgerichts, dass maßgeblicher Zeitpunkt für die Ausnahme des Paragraph 377, Absatz 5, UGB jener der Ablieferung bzw des Gefahrübergangs sei und das vorsätzliche oder grob fahrlässige Verhalten auch nach dem Vertragsschluss gesetzt werden könne. Dies entspreche auch der überwiegenden Auffassung zu Artikel 40, UN-Kaufrecht, der mit der Bestimmung des Paragraph 377, Absatz 5, UGB vergleichbar sei.

[11] Die Revision erklärte das Berufungsgericht gemäß Paragraph 508, ZPO nachträglich für zulässig, weil zur Frage, ob ein Verhalten im Sinn des Paragraph 377, Absatz 5, UGB auch im Rahmen des Spezieskaufs bis zur Ablieferung der Sache Bedeutung habe, noch keine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs vorliege.

[12]           Gegen diese Entscheidung richten sich die Revisionen des Beklagten und des Nebenintervenienten, mit denen sie die Abweisung auch des restlichen Klagebegehrens anstreben. Hilfsweise stellen sie einen Aufhebungsantrag.

[13]     Der Kläger beteiligte sich am Revisionsverfahren nicht.

Rechtliche Beurteilung

[14]     Die Revisionen sind zur Klarstellung der Rechtslage zulässig, sie sind aber nicht berechtigt.

römisch eins. Allgemeines

[15] 1. Voranzustellen ist, dass die Revisionswerber die Stellung des Nebenintervenienten als Verhandlungsgehilfe des Beklagten vergleiche RS0016200; RS0016196; Kramer/Martini in Straube/Ratka/Rauter, UGB I4 Paragraph 378, Rz 22) und dessen Passivlegitimation nicht mehr bestreiten.

[16] 2. Die Rechtsmittelwerber wenden sich zunächst gegen die Ansicht der Vorinstanzen, dass auch ein nach dem Vertragsabschluss gesetztes Verhalten im Sinn des Paragraph 377, Absatz 5, UGB dazu führe, dass sie sich nicht mehr auf die Folgen einer unterlassenen Rüge berufen könnten. Zudem bestreiten sie, dass sich aus dem Sachverhalt ein wesentlicher Irrtum des Klägers ableiten lasse.

römisch zwei. Zur Rügeobliegenheit nach Paragraph 377, UGB

[17] 1. Im Anlassfall ist nicht mehr strittig, dass der Verkauf des Gabelstaplers sowohl für den Kläger als auch für den Beklagten ein unternehmensbezogenes Geschäft war. Die Vorinstanzen sind auch zutreffend davon ausgegangen, dass kein versteckter Mangel im Sinn des Paragraph 377, Absatz 3, UGB vorliegt und der Kläger gegen seine Rügeobliegenheit nach Paragraph 377, Absatz eins, UGB verstoßen hat. Im Revisionsverfahren ist somit zu klären, ob sich der Kläger auf Paragraph 377, Absatz 5, UGB stützen kann.

[18] 2.1. Nach dieser Bestimmung kann sich der Verkäufer auf die Folgen einer unterlassenen Rüge (Paragraph 377, Absatz 2, UGB) dann nicht berufen, wenn er den Mangel vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht oder verschwiegen hat.

[19] 2.2. Nach ständiger Rechtsprechung bezieht sich die Wortfolge „vorsätzlich oder grob fahrlässig“ sowohl auf das „Verschweigen“ als auch auf das „Verursachen“. Der Tatbestand ist daher unter anderem dann erfüllt, wenn der Verkäufer den Mangel der Sache selbst grob fahrlässig nicht erkannt und deshalb verschwiegen hat (RS0127766; Kramer/Martini Paragraphen 377, 378, Rz 20; Zöchling-Jud in U. Torggler, UGB3 Paragraph 377,, Paragraph 378, Rz 44). Dies ist etwa der Fall, wenn dem Verkäufer der Mangel der Sache aufgrund gravierender Sorglosigkeit unbekannt geblieben ist und er deshalb seiner Aufklärungsspflicht nicht entsprochen hat (7 Ob 238/12v Pkt 2.; Kerschner in Artmann UGB I3 Paragraphen 377 –, 378, Rz 68; vergleiche RS0018554).

[20] 2.3. Der Maßstab der Sorgfaltspflicht des Verkäufers orientiert sich dabei an Paragraph 1299, ABGB bzw Paragraph 347, UGB, sodass es entgegen der Ansicht der Rechtsmittelwerber nicht auf den Sorgfaltsmaßstab eines Durchschnittsmenschen, sondern auf die übliche Sorgfalt jener Personen ankommt, die derartige Tätigkeiten ausüben vergleiche RS0026535; RS0026094; vergleiche auch Cohen/Eckert in Zib/Dellinger UGB §377, Paragraph 378, Rz 115). Vor dem Hintergrund des an den Nebenintervenienten als Landmaschinenmechaniker-Meister und Landmaschinenhändler anzulegenden Sorgfaltsmaßstabs vergleiche RS0026541 [T1]; RS0026535 [T4]) begegnet die Ansicht der Vorinstanzen, dass diesem das tatsächliche Baujahr auffallen hätte müssen, keinen Bedenken. Abgesehen davon, dass von ihm erwartet werden kann, eine derart gravierende Abweichung im Baujahr schon optisch zu erkennen, ist von ihm jedenfalls zu fordern, das zugesicherte Baujahr anhand des am Gabelstaplers angebrachten Typenschilds zu verifizieren. Wenn ihm überdies noch eine Urkunde im Umfang einer Seite übermittelt wird, aus dem alle relevanten Daten, insbesondere auch das Baujahr und die Typenbezeichnung des Gabelstaplers ersichtlich sind, beruht die dennoch vorliegende Unkenntnis vom tatsächlichen Baujahr auf grober Fahrlässigkeit.

[21] 3.1. Zur Frage, zu welchem Zeitpunkt das verpönte Verhalten im Sinn des Paragraph 377, Absatz 5, UGB gesetzt werden muss, hat der Oberste Gerichtshof bisher nur zum Gattungskauf Stellung genommen. Er sprach dabei aus, dass die Arglist in diesem Fall sowohl bei Abschluss des Vertrags als auch bei der Ablieferung der Ware vorliegen kann (7 Ob 575/81).

[22] 3.2. Die Lehre geht überwiegend davon aus, dass es für die Anwendung des Paragraph 377, Absatz 5, UGB generell, somit auch beim Spezieskauf, ausreicht, wenn das arglistige Verhalten bei der Ablieferung vorhanden war (Böhler, Grundwertungen zur Mängelrüge, 204; Schauer in Krejci, RK UGB, Paragraph 377, Rz 16 und 18; Kerschner Paragraphen 377 –, 378, Rz 66; Zöchling-Jud Paragraphen 377, 378, Rz 43; auch Cohen/Eckert Paragraphen 377, 378, Rz 116).

[23] 3.3. Der BGH judiziert zum insoweit vergleichbaren Paragraph 377, Absatz 5, dHGB, dass es für dessen Anwendung ausreicht, wenn die Arglist des Verkäufers im Zeitpunkt der Ablieferung gegeben ist (BGH VIII ZR 36/95 Pkt römisch zwei.2.d.).

[24] Auch die deutsche Lehre stellt weit überwiegend auf den Zeitpunkt der Ablieferung ab (Koch in Oetker HGB8 Paragraph 377, Rz 114; Achilles in Ebenroth/Boujong UGB5 Paragraph 377, Rz 201; Schwartze in Häublein/Hoffmann-Theinert/Poll BeckOK HGB Paragraph 377, Rz 79; Steimle/Dorniede in Röhricht/Westphalen/Haas/Mock/Wöstmann HGB8 Paragraph 377, Rz 53; differenzierend: Brüggemann in Staub HGB4 Paragraph 377, Rz 188, 191). Teilweise wird der Zeitpunkt des Gefahrübergangs als maßgeblich genannt (Grunewald in MünchKomm HGB6 Paragraph 377, Rz 90).

[25] 3.3. Entgegen der Ansicht der Revisionswerber ist es nicht sachgerecht, ein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten beim Spezieskauf nur anlässlich des Abschlusses des Vertrags zu berücksichtigen. Paragraph 377, UGB zielt zwar auf den Schutz des Verkäufers ab. Dieser Schutz soll aber nicht demjenigen zugute kommen, der den Mangel vorsätzlich oder grob fahrlässig verschwiegen hat (Kramer/Martini Paragraphen 377,, 378 Rz 2, 4; Kerschner Paragraphen 377 –, 378, Rz 62, 65). In diesem Fall entscheidet das Gesetz zu Gunsten des Käufers vergleiche SZ 41/174; SZ 47/41). Da es um dem Käufer zu offenbarende Umstände geht, die Auswirkungen auf den Vertrag gehabt und daher typischerweise zu einer Rüge geführt hätten, ist es konsequent, im Sinn der österreichischen und deutschen Lehre sowie auch der Rechtsprechung des BGH auf den für die unterlassene Untersuchung maßgeblichen Zeitpunkt, also die in Paragraph 377, Absatz eins, UGB genannte Ablieferung abzustellen. Die Richtigkeit dieser Ansicht zeigt sich besonders plakativ beim Kauf einer erst herzustellenden oder zu beschaffenden Ware sowie bei Werklieferverträgen im Sinn des Paragraph 381, Absatz 2, UGB. Kann man Paragraph 377, Absatz 5, UGB in diesen Fällen nicht auf ein vom Verkäufer im Vorhinein geplantes Vorgehen beziehen, so kommt ein arglistiges Verhalten nur im Zug der Erfüllung bzw Ablieferung der Sache in Betracht.

[26] 3.4. Soweit sich die Revisionswerber zur Untermauerung ihres Standpunkts auf die Ausführungen von Kramer/Martini (Paragraphen 377, 378, Rz 21) berufen, ergibt sich daraus nichts anderes. Die genannten Autoren verweisen nämlich auf die Ansicht von Grunewald (Paragraph 377, Rz 90), der aber nicht auf den Vertragsabschluss, sondern den Gefahrübergang abstellt. Der Gefahrübergang nach Paragraph 446, erster Satz dBGB ist im Regelfall aber ebenfalls jener der Übergabe bzw Ablieferung der Sache. Selbst Brüggemann (Paragraph 377, Rz 188) geht bei seinem differenzierenden Ansatz davon aus, dass es beim Spezieskauf nur „im Hauptfall“ auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ankommt.

[27] 4. Wenn die Vorinstanzen daher davon ausgehen, dass ein verpöntes Verhalten des Verkäufers im Sinn des Paragraph 377, Absatz 5, UGB auch im Rahmen des Spezieskaufs – im Einklang mit der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zum Gattungskauf – bis zur Ablieferung der Sache gesetzt werden kann, entspricht dieses Ergebnis der Rechtslage. Der von den Revisionswerbern vertretenen Auffassung ist hingegen nicht zu folgen.

[28] 5. Ergänzend ist noch festzuhalten, dass die Arglist des Verkäufers für den Abschluss des Kaufvertrags nicht kausal gewesen sein muss. Es ist auch nicht erforderlich, dass der Käufer gerade wegen der Arglist des Verkäufers von der Untersuchung der Ware Abstand genommen hat (RS0062534; Cohen/Eckert Paragraphen 377, 378, Rz 119; Kramer/Martini Paragraphen 377, 378, Rz 21; Kerschner Paragraphen 377 –, 378, Rz 70).

römisch drei. Zur Irrtumsanfechtung

[29] 1. Nach ständiger Rechtsprechung trifft die Behauptungs- und Beweislast für die Voraussetzungen einer Irrtumsanfechtung den Anfechtenden (RS0032529 [T8]; RS0098986 [T8]; 7 Ob 221/22h [Rz 38]). Stützt sich der Kläger auf Paragraph 871, ABGB, so muss er daher einen Sachverhalt behaupten und beweisen, aus dem sich ergibt, dass er einem Erklärungs- oder einem Geschäftsirrtum unterlegen ist, dass dieser wesentlich war und dass er entweder vom Anfechtungsgegner veranlasst wurde oder diesem aus den Umständen offenbar auffallen musste oder rechtzeitig aufgeklärt wurde (RS0093831; 3 Ob 188/24d [Rz 35]; 2 Ob 78/15g Pkt 3.1.).

[30]     2. Der Irrtum ist wesentlich, wenn der Erklärende ohne ihn das Geschäft nicht abgeschlossen hätte. Er ist dagegen unwesentlich, wenn das Geschäft mit anderem Inhalt zustande gekommen wäre, die Parteien also bei Kenntnis der wahren Sachlage zwar auch kontrahiert hätten, allerdings zu anderen Bedingungen (RS0082957; 8 Ob 70/23m [Rz 16]). Für die Beurteilung der Wesentlichkeit des Irrtums ist der hypothetische Parteiwille entscheidend. Ist die Feststellung des hypothetischen Willens der konkreten Parteien unmöglich, so ist nach der Rechtsprechung zu fragen, wie „normale“ Personen redlicherweise gehandelt hätten (RS0016201; RS0082957 [T1]; 6 Ob 160/22f [Rz 41]). Bei Fehlen konkreter Anhaltspunkte für den hypothetischen Parteiwillen aus dem Verhalten der Parteien ist also die Verkehrsauffassung nach objektivem Maßstab ausschlaggebend (4 Ob 29/17v).

[31]     3.1. Im Anlassfall hat das Erstgericht festgestellt, es sei nicht erwiesen, dass der Kläger den Gabelstapler bei Kenntnis seines Baujahrs nicht erworben hätte. Entgegen der Ansicht der Revisionswerber wurde damit nicht positiv festgestellt, dass der Kläger den Gabelstapler auch dann erworben hätte, wenn ihm das richtige Baujahr bekannt gewesen wäre. Dieser Feststellung kann vielmehr nur entnommen werden, dass nicht feststeht, dass der Kläger den Vertrag auch abgeschlossen hätte, wenn er das tatsächliche Baujahr gekannt hätte. Wenn das Berufungsgericht aus der vom Erstgericht gebrauchten doppelten Verneinung ableitet, es sei ungeklärt geblieben, wie sich der Kläger bei Kenntnis des Baujahrs des Gabelstaplers hypothetisch verhalten hätte, begegnet dies im Hinblick darauf, dass das Erstgericht insgesamt keinen Zweifel daran gelassen hat, den hypothetischen Parteiwillen nicht feststellen zu können, keinen Bedenken. Zur Frage, ob der Kläger bei Kenntnis des tatsächlichen Baujahrs des Gabelstaplers das Geschäft abgeschlossen hätte bzw ob der Kaufvertrag in diesem Fall zustande gekommen wäre, wurde somit eine Negativfeststellung getroffen.

[32]           Aufbauend darauf sind die Vorinstanzen im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung zutreffend davon ausgegangen, dass es für die Beurteilung der Wesentlichkeit des Irrtums in diesem besonderen Fall darauf ankommt, wie „normale“ Personen in der konkreten Situation redlicherweise gehandelt hätten.

[33]           3.2. Das Ergebnis dieser Beurteilung der Vorinstanzen bekämpfen die Revisionswerber inhaltlich nicht. Die Vorinstanzen können sich mit ihrer Ansicht, dass bei technischen Geräten bzw Gebrauchtfahrzeugen das Alter in der Regel einen wesentlichen Faktor für den Kaufentschluss bildet, zudem auf die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs stützen (RS0016199).

[34]     4. Die von den Vorinstanzen aus dem wesentlichen Irrtum abgeleiteten Rechtsfolgen bekämpfen die Revisionswerber ebenfalls nicht.

römisch vier. Ergebnis

[35]           Zusammenfassend gelingt es dem Beklagten und dem Nebenintervenienten nicht, eine Fehlbeurteilung der Vorinstanzen aufzuzeigen. Den Revisionen ist daher der Erfolg zu versagen.

[36] Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraphen 40, 50, ZPO.

Textnummer

E146658

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2026:0030OB00187.25H.0127.000

Im RIS seit

18.02.2026

Zuletzt aktualisiert am

23.04.2026

Dokumentnummer

JJT_20260127_OGH0002_0030OB00187_25H0000_000