Rechtssatz für 15Os113/93 11Os19/95 14...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0065949

Geschäftszahl

15Os113/93; 11Os19/95; 14Os129/15z

Entscheidungsdatum

12.04.2016

Rechtssatz

Der Gewahrsam an einem vinkulierten Sparbuch und die Kenntnis des Losungswortes ist dem Erwerb der Verfügungsberechtigung über eine Spareinlage nicht gleichzusetzen. Vielmehr ergibt sich aus der Bestimmung des Paragraph 18, KWG, daß die Bank auch einem durch Vorlage des Sparbuches und Angabe des Losungswortes dem äußeren Anschein nach legitimierten Abheber bei Bedenken gegen dessen materielle Berechtigung die Auszahlung verweigern kann und in Kenntnis der mangelnden Verfügungsberechtigung auch verweigern muß (Paragraph 1295, Absatz 2, ABGB; vergleiche Fremuth - Laurer - Pötzlberger - Ruess, KWG 2.Auflage RdZ 10 zu Paragraph 18, KWG). Wer daher ein vinkuliertes Sparbuch unter Angabe des Losungswortes vorlegt, um von einem Sparkonto abzuheben, weist damit nicht nur seine formelle Legitimation nach; dieses Verhalten schließt auch die stillschweigende Behauptung ein, zur Verfügung über die Spareinlage (materiell) berechtigt zu sein (EvBl 1982/134).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 113/93
    Entscheidungstext OGH 28.10.1993 15 Os 113/93
    Veröff: EvBl 1994/29 S 133
  • 11 Os 19/95
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 11 Os 19/95
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0065949

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19931028_OGH0002_0150OS00113_9300000_001

Rechtssatz für 8Ob22/07d 9Ob108/06g 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0122364

Geschäftszahl

8Ob22/07d; 9Ob108/06g; 3Ob37/08z; 6Ob53/08z; 3Ob207/11d; 14Os129/15z; 2Ob103/15h

Entscheidungsdatum

25.05.2016

Norm

ABGB §427
ABGB §943
BWG §31
BWG §32
BWG §40
  1. BWG § 31 heute
  2. BWG § 31 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  3. BWG § 31 gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  4. BWG § 31 gültig von 01.07.2002 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  5. BWG § 31 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  6. BWG § 31 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  7. BWG § 31 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000
  1. BWG § 32 heute
  2. BWG § 32 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  3. BWG § 32 gültig von 01.07.2010 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2010
  4. BWG § 32 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  5. BWG § 32 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  6. BWG § 32 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000
  1. BWG § 40 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 118/2016
  2. BWG § 40 gültig von 31.12.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2011
  3. BWG § 40 gültig von 01.07.2010 bis 30.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2010
  4. BWG § 40 gültig von 01.11.2009 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2009
  5. BWG § 40 gültig von 01.01.2008 bis 30.10.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2007
  6. BWG § 40 gültig von 01.10.2003 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  7. BWG § 40 gültig von 15.06.2003 bis 30.09.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  8. BWG § 40 gültig von 01.07.2002 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  9. BWG § 40 gültig von 01.07.2002 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  10. BWG § 40 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  11. BWG § 40 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  12. BWG § 40 gültig von 01.10.1998 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  13. BWG § 40 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 11/1998
  14. BWG § 40 gültig von 01.08.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 446/1996
  15. BWG § 40 gültig von 01.01.1994 bis 31.07.1996

Rechtssatz

Die Identifizierungspflicht nach dem BWG spielt für die Beurteilung der Frage, ob die Schenkung eines Sparbuches wirksam zustandegekommen ist, keine Rolle.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 22/07d
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 22/07d
    Beisatz: Ungeachtet der Identifizierungsvorschriften des BWG wird daher ein mit Losungswort versehenes Sparbuch durch Übergabe und Mitteilung des Losungswortes ins Eigentum des Übernehmers übertragen. Die schenkungsweise Zession einer Forderung bedarf der Form eines Notariatsaktes dann nicht, wenn eine wirkliche Übergabe im Sinn des § 427 ABGB stattgefunden hat. (T1)
    Veröff: SZ 2007/74
  • 9 Ob 108/06g
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 108/06g
    Vgl auch; Beisatz: Sowohl § 40 BWG als auch § 32 Abs 4 Z 2 BWG dienen der Umsetzung der Geldwäscherichtlinie 91/308/EWG idF Richtlinie 2001/97/EG sowie der Empfehlungen der FATF, somit der Bekämpfung der Geldwäsche beziehungsweise auch der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Die Identifizierung und insbesondere die Dokumentation des Kunden dient diesem Zweck (8 Ob 22/07d mit umfangreichen Zitaten und Aufarbeitung der Literatur). Hingegen versteht sich die Regelung des § 32 Abs 4 Z 2 BWG nicht als ein Übertragungsverbot. (T2)
    Veröff: SZ 2007/149
  • 3 Ob 37/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 37/08z
  • 6 Ob 53/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 6 Ob 53/08z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 207/11d
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 207/11d
    Auch
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch
  • 2 Ob 103/15h
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 103/15h
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122364

Im RIS seit

20.06.2007

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2016

Dokumentnummer

JJR_20070521_OGH0002_0080OB00022_07D0000_001

Rechtssatz für 12Os129/05w 15Os63/07i...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120597

Geschäftszahl

12Os129/05w; 15Os63/07i; 15Os155/11z; 15Os133/13t; 14Os129/15z; 11Os73/15t; 11Os128/16g (11Os129/16d); 14Ns8/18i

Entscheidungsdatum

10.04.2018

Rechtssatz

Täuschung durch unterlassene Aufklärung kann auch lediglich einen Teilaspekt eines einheitlich ein „aktives Tun" darstellenden Gesamtverhaltens bilden (WK-StGB - 2 Paragraph 146, Rz 22).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 129/05w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 12 Os 129/05w
  • 15 Os 63/07i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 63/07i
    Vgl
  • 15 Os 155/11z
    Entscheidungstext OGH 25.04.2012 15 Os 155/11z
    Ähnlich; Beisatz: Das Verschweigen einzelner Tatsachen gehört oft zu einem Gesamtverhalten mit bestimmtem Erklärungswert, das einheitlich als aktives Tun zu beurteilen ist. (T1)
    Beisatz: Eine im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Auflösung von Sparbüchern und Behebung vom Girokonto des Opfers erfolgte Verfügung über das Vermögen desselben durch Anlegen von Sparbüchern lautend auf den Namen des Täuschenden und deren Ansichnehmen unter gleichzeitigem Verschweigen von Tatsachen, deren Kenntnis durch den Getäuschten die Durchführung dieser Vermögensverschiebung faktisch verhindern würde, kann in diesem Sinn eine ‑ noch vor der Vermögensübertragung erfolgte ‑ Täuschung durch aktives Tun sein. (T2)
  • 15 Os 133/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 15 Os 133/13t
    Auch
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch; Beisatz: Täuschung über das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzung für die Gewährung von Sozialhilfe durch das Verschweigen von Vermögen. (T3)
  • 11 Os 73/15t
    Entscheidungstext OGH 19.05.2016 11 Os 73/15t
    Auch
  • 11 Os 128/16g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2017 11 Os 128/16g
    Auch; Beisatz: In einem solchen Fall kommt es auf die Voraussetzungen des § 2 StGB nicht an. (T4)
  • 14 Ns 8/18i
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Ns 8/18i
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120597

Im RIS seit

25.03.2006

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2018

Dokumentnummer

JJR_20060223_OGH0002_0120OS00129_05W0000_002

Rechtssatz für 9Os56/75 13Os62/76 9Os8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093543

Geschäftszahl

9Os56/75; 13Os62/76; 9Os85/76; 11Os12/82; 12Os68/86; 11Os143/87; 15Os84/88; 12Os99/89; 15Os108/90; 16Os20/91; 13Os8/92; 15Os7/93; 15Os113/93; 11Os19/95; 13Os129/98; 15Os167/03; 13Os20/08b; 14Os180/08i; 15Os57/11p (15Os58/11k, 15Os59/11g, 15Os60/11d, 15Os61/11a); 14Os99/11g; 12Os17/12k; 11Os34/15g (11Os40/15i); 14Os129/15z; 12Os4/17f; 14Os71/18z

Entscheidungsdatum

03.08.2018

Rechtssatz

Ein vinkuliertes Sparkasseneinlagebuch ist ohne Rücksicht darauf, ob dem Täter das Losungswort bekannt ist oder nicht, kein taugliches Objekt eines Diebstahls. Unternimmt es der Täter aber in der Folge, ein solches Sparkasseneinlagebuch dadurch zu realisieren, dass er einen anderen über seine Berechtigung zur Verfügung über die betreffende Spareinlage in Irrtum führt, so hat er - bei Vorliegen der übrigen Tatbestandsmerkmale - Betrug zu verantworten (keine Änderung der Rechtslage gegenüber dem StG-Recht; vergleiche hiezu EvBl 1965/17 ua).

Entscheidungstexte

  • 9 Os 56/75
    Entscheidungstext OGH 17.09.1975 9 Os 56/75
    Veröff: SSt 46/45
  • 13 Os 62/76
    Entscheidungstext OGH 18.08.1976 13 Os 62/76
    Vgl; Beisatz: Stellungnahme der GenProk im Akt, dass auch eine missbräuchliche Abhebung von einem durch Losungswort vinkulierten Sparbuch durch den Verwahrer - der keine Erlaubnis zu Abhebungen hatte - Betrug ist. (T1)
  • 9 Os 85/76
    Entscheidungstext OGH 30.09.1976 9 Os 85/76
  • 11 Os 12/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 11 Os 12/82
    nur: Unternimmt es der Täter aber in der Folge, ein solches Sparkasseneinlagebuch dadurch zu realisieren, dass er einen anderen über seine Berechtigung zur Verfügung über die betreffende Spareinlage in Irrtum führt, so hat er - bei Vorliegen der übrigen Tatbestandsmerkmale - Betrug zu verantworten. (T2) Veröff: EvBl 1982/134 S 440 = SSt 53/18
  • 12 Os 68/86
    Entscheidungstext OGH 03.07.1986 12 Os 68/86
    Beisatz: Selbst wenn der Täter das Losungswort kennt, tritt der Vermögensschaden erst mit der Realisierung eines vinkulierten Sparbuchs ein, weshalb erst mit der (versuchten) Realisierung eine strafbare Handlung gegen fremdes Vermögen (durch - versuchten - Betrug) in Betracht kommt. (T3)
  • 11 Os 143/87
    Entscheidungstext OGH 22.12.1987 11 Os 143/87
  • 15 Os 84/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 15 Os 84/88
    Vgl auch; Beisatz: Ein vinkuliertes Sparbuch ist kein Wertträger, selbst wenn der Täter das Losungswort kennt. (T4) Veröff: RZ 1989/20 S 67
  • 12 Os 99/89
    Entscheidungstext OGH 14.09.1989 12 Os 99/89
    Beis wie T4
  • 15 Os 108/90
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 15 Os 108/90
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Betrug kommt neben Urkundenunterdrückung (§ 229 StGB) in Betracht. (T5) Veröff: JBl 1991,808
  • 16 Os 20/91
    Entscheidungstext OGH 17.05.1991 16 Os 20/91
    Beis wie T5
  • 13 Os 8/92
    Entscheidungstext OGH 20.05.1992 13 Os 8/92
    Beisatz: Vinkulierte Sparbücher sind keine Wertträger (SSt 44/45 uva) und können solchermaßen auch nicht Gegenstand einer Raubtat und damit auch nicht eines Raubkomplottes sein. (T6)
  • 15 Os 7/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 15 Os 7/93
    Vgl auch; Beisatz: Das Wegwerfen eines vinkulierten Sparbuchs begründet das Vergehen der Urkundenunterdrückung nach § 229 Abs 1 StGB, nicht jenes der dauernden Sachentziehung nach § 135 Abs 1 StGB. (T7)
  • 15 Os 113/93
    Entscheidungstext OGH 28.10.1993 15 Os 113/93
    Vgl auch; Veröff: EvBl 1994/29 S 133
  • 11 Os 19/95
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 11 Os 19/95
  • 13 Os 129/98
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 13 Os 129/98
    nur: Ein vinkuliertes Sparkasseneinlagebuch ist ohne Rücksicht darauf, ob dem Täter das Losungswort bekannt ist oder nicht, kein taugliches Objekt eines Diebstahls. (T8)
  • 15 Os 167/03
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 15 Os 167/03
    nur T8; Beis wie T4
  • 13 Os 20/08b
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 13 Os 20/08b
    Vgl auch
  • 14 Os 180/08i
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 180/08i
    Vgl; nur T8; Beisatz: Hier: Bankomatkarte ohne aufgeladene Quick-Chip-Funktion. (T9)
  • 15 Os 57/11p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 57/11p
    Vgl auch; nur T8; Beis ähnlichwie T4; Beis ähnlich wie T5
  • 14 Os 99/11g
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 14 Os 99/11g
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 12 Os 17/12k
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 17/12k
    Vgl auch; Beisatz: Mangels Feststellung der Sicherung des Sparbuchs durch ein Losungswort liegt ein Rechtsfehler vor, weil die bloße Bezeichnung „Sparbuch“ für die rechtsrichtige Subsumtion nicht ausreicht. Die ‑ mit Bereicherungsvorsatz begangene ‑ Wegnahme von als selbstständige Wertträger zu beurteilenden Urkunden ist § 127 StGB zu unterstellen, die Unterdrückung anderer Urkunden (beispielsweise legitimierter Sparbücher) demgegenüber nach § 229 Abs 1 StGB zu bestrafen. (T10)
  • 11 Os 34/15g
    Entscheidungstext OGH 08.04.2015 11 Os 34/15g
    Vgl; Beis wie T10
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch
  • 12 Os 4/17f
    Entscheidungstext OGH 06.04.2017 12 Os 4/17f
    Auch; Beis wie T10
  • 14 Os 71/18z
    Entscheidungstext OGH 03.08.2018 14 Os 71/18z
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0093543

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19750917_OGH0002_0090OS00056_7500000_003

Rechtssatz für 15Os108/90 11Os31/02 12...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094579

Geschäftszahl

15Os108/90; 11Os31/02; 12Os117/02; 13Os107/07w; 14Os144/10y; 14Os184/10f; 15Os83/14s; 14Os129/15z; 14Os123/17w; 15Os10/22t

Entscheidungsdatum

27.07.2022

Norm

StGB §133 F
StGB §153
  1. StGB § 133 heute
  2. StGB § 133 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 133 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 133 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 133 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Vinkulierte Sparbücher - genauer: die zugehörige Spareinlage (als "Giralgeld") - können unter der Voraussetzung, dass sie dem Täter vom Berechtigten in den Alleingewahrsam übertragen (und damit "anvertraut") wurden, Objekte einer Veruntreuung sein; ihre Zueignung wird erst durch eine entsprechende Verfügung über die Einlage bewirkt. Wird allerdings ein Sparbuch nicht ausschließlich zur Verwahrung oder zu einer bestimmten Verwendung übergeben, sondern vielmehr dem Übernehmer darüber hinausgehend eine Dispositionsbefugnis über die Einlage eingeräumt, dann kommt - neben dem Tatbestand nach Paragraph 229, StGB - nicht Veruntreuung, sondern Untreue (Paragraph 153, StGB) in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 108/90
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 15 Os 108/90
    Veröff: JBl 1991,808
  • 11 Os 31/02
    Entscheidungstext OGH 03.09.2002 11 Os 31/02
    Auch; Beisatz: Giralgeld gilt nur dann als anvertraut, wenn dem Täter an ihm Alleingewahrsam (oder Obergewahrsam) überlassen wurde, nicht aber im Fall der Begründung bloßen (gleichrangigen oder nachgeordneten) Mitgewahrsams. (T1)
  • 12 Os 117/02
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 12 Os 117/02
    Auch; nur: Vinkulierte Sparbücher - genauer: die zugehörige Spareinlage (als "Giralgeld") - können unter der Voraussetzung, dass sie dem Täter vom Berechtigten in den Alleingewahrsam übertragen (und damit "anvertraut") wurden, Objekte einer Veruntreuung sein. (T2)
  • 13 Os 107/07w
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 107/07w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Veruntreuung eines Bankguthabens. (T3)
  • 14 Os 144/10y
    Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 144/10y
    Vgl
  • 14 Os 184/10f
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 14 Os 184/10f
    Vgl auch; nur T2
  • 15 Os 83/14s
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 83/14s
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch
  • 14 Os 123/17w
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 123/17w
    Vgl
  • 15 Os 10/22t
    Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 10/22t
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0094579

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.10.2022

Dokumentnummer

JJR_19901030_OGH0002_0150OS00108_9000000_003

Rechtssatz für 11Os23/83; 14Os73/90; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0089546

Geschäftszahl

11Os23/83; 14Os73/90; 12Os153/12k; 12Os121/14g; 14Os129/15z; 12Os76/21z (12Os104/21t); 14Os118/21s; 15Os38/22k

Entscheidungsdatum

08.03.2023

Norm

StPO §321
StPO §345 Abs1 Z8
StGB §2 D
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Vorsatz des Unterlassungstäters muß sich auf das Vorliegen der tatbestandsmäßigen Situation sowie auf die Möglichkeit einer eigenen erfolgsabwendenden Handlung beziehen und auch die eigene Garantenstellung umfassen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 23/83
    Entscheidungstext OGH 14.03.1983 11 Os 23/83
    Veröff: JBl 1983,494 = SSt 54/21
  • 14 Os 73/90
    Entscheidungstext OGH 07.08.1990 14 Os 73/90
    Beisatz: Das gebotene Tun muss nicht bis ins einzelne konkret vorgestellt werden. Der Unterlassungstäter muss sich nur dessen bewusst sein, dass er erfolgswendend tätig werden könnte und muss sich entschließen, das zu unterlassen. (T1)
  • 12 Os 153/12k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 12 Os 153/12k
  • 12 Os 121/14g
    Entscheidungstext OGH 11.06.2015 12 Os 121/14g
    Vgl
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
  • 12 Os 76/21z
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 76/21z
    Vgl
  • 14 Os 118/21s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2022 14 Os 118/21s
    Vgl; Beisatz: Die Rechtsbelehrung an die Geschworenen (§ 321 StPO) muss daher auch eine Aufklärung über diese Vorsatzelemente enthalten, ebenso eine solche zum Gleichwertigkeitskorrektiv. (T2)
  • 15 Os 38/22k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 38/22k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0089546

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2023

Dokumentnummer

JJR_19830314_OGH0002_0110OS00023_8300000_004

Rechtssatz für 10Ob61/07d; 9Ob108/06g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0122157

Geschäftszahl

10Ob61/07d; 9Ob108/06g; 8Ob37/09p; 4Ob170/11w; 14Os129/15z; 5Ob38/23h

Entscheidungsdatum

22.05.2023

Norm

BWG §32 Abs4 Z2
  1. BWG § 32 heute
  2. BWG § 32 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  3. BWG § 32 gültig von 01.07.2010 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2010
  4. BWG § 32 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  5. BWG § 32 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2000
  6. BWG § 32 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000

Rechtssatz

Beim Verbot der Auszahlung an einen anderen als den erstidentifizierten Sparbuchinhaber gemäß Paragraph 32, Absatz 4, Ziffer 2, BWG handelt es sich jedenfalls um eine gesetzliche Bestimmung, welche die Berechtigung der Bank zur (schuldbefreienden) Zahlung regelt. Da es sich bei der Bestimmung des Paragraph 32, Absatz 4, Ziffer 2, BWG um (allseits) zwingendes Recht handelt, kann die Anwendung dieser Regelung durch Parteienvereinbarung nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Wortlaut des Auszahlungsverbotes des Paragraph 32, Absatz 4, Ziffer 2, BWG steht einer Auszahlung an einen - mit einer banküblichen Vollmacht oder einem sonstigen Nachweis einer Vertretungsmacht ausgestatteten - Bevollmächtigten des Kunden nicht entgegen. Auszahlungen an den (wirklichen) Vertreter des identifizierten Kunden sind daher in Übereinstimmung mit den allgemeinen Grundsätzen des Privatrechtes und Paragraph 1424, ABGB wirksam. Die Bestimmung des Paragraph 32, Absatz eins, Ziffer 4, BWG will die Geldwäsche verhindern, wofür es genügt, wenn sich der Vertreter entsprechend Paragraph 40, Absatz eins, BWG identifiziert und seine Vertretungsbefugnis anhand geeigneter Bescheinigungen überprüft wird. Demgemäß sind auch Auszahlungen aus Namenssparbüchern bzw Großbetragssparbüchern an Personen, die zwar nicht tatsächlich bevollmächtigt sind, die jedoch nach den Regeln der Anscheinsvollmacht dem nach Paragraph 40, Absatz eins, BWG identifizierten Kunden zuzurechnen sind, als rechtswirksam zu beurteilen. Dazu ist jedoch erforderlich, dass der Anschein durch ein Verhalten des identifizierten Kunden geschaffen wurde.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 61/07d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 61/07d
    Veröff: SZ 2007/105
  • 9 Ob 108/06g
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 108/06g
    nur: Der Wortlaut des Auszahlungsverbotes des § 32 Abs 4 Z 2 BWG steht einer Auszahlung an einen - mit einer banküblichen Vollmacht oder einem sonstigen Nachweis einer Vertretungsmacht ausgestatteten - Bevollmächtigten des Kunden nicht entgegen. Auszahlungen an den (wirklichen) Vertreter des identifizierten Kunden sind daher in Übereinstimmung mit den allgemeinen Grundsätzen des Privatrechtes und § 1424 ABGB wirksam. Die Bestimmung des § 32 Abs 1 Z 4 BWG will die Geldwäsche verhindern. (T1); Veröff: SZ 2007/149
  • 8 Ob 37/09p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 Ob 37/09p
    nur: Beim Verbot der Auszahlung an einen anderen als den erstidentifizierten Sparbuchinhaber gemäß § 32 Abs 4 Z 2 BWG handelt es sich jedenfalls um eine gesetzliche Bestimmung, welche die Berechtigung der Bank zur (schuldbefreienden) Zahlung regelt. Da es sich bei der Bestimmung des § 32 Abs 4 Z 2 BWG um (allseits) zwingendes Recht handelt, kann die Anwendung dieser Regelung durch Parteienvereinbarung nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Wortlaut des Auszahlungsverbotes des § 32 Abs 4 Z 2 BWG steht einer Auszahlung an einen - mit einer banküblichen Vollmacht oder einem sonstigen Nachweis einer Vertretungsmacht ausgestatteten - Bevollmächtigten des Kunden nicht entgegen. Es genügt, wenn sich der Vertreter entsprechend § 40 Abs 1 BWG identifiziert und seine Vertretungsbefugnis anhand geeigneter Bescheinigungen überprüft wird. (T2)
  • 4 Ob 170/11w
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 170/11w
    Vgl auch; Beisatz: Namenssparbücher, die nicht unter § 31 Abs 3 BWG fallen (also keine auf Namen lautende „Kleinbetragssparbücher“), sind Rektapapiere; der Vorleger muss daher seine Berechtigung nachweisen. (T3); Beisatz: Zu Kleinbetragssparbüchern siehe RS0127716. (T4)
    Veröff: SZ 2012/27
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch
  • 5 Ob 38/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.05.2023 5 Ob 38/23h
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122157

Im RIS seit

26.07.2007

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2023

Dokumentnummer

JJR_20070626_OGH0002_0100OB00061_07D0000_001

Rechtssatz für 12Os68/84; 12Os135/85; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094297

Geschäftszahl

12Os68/84; 12Os135/85; 9Os114/86; 13Os67/97; 13Os105/02; 14Os10/04; 14Os96/05g; 14Os89/10k; 15Os155/11z; 13Os121/12m; 12Os121/14g; 14Os129/15z; 13Os90/24w

Entscheidungsdatum

18.12.2024

Rechtssatz

Eine Täuschung kann auch durch Unterlassen begangen werden, wenn der Täter zufolge einer ihn im besonderen treffenden Rechtspflicht verpflichtet ist, den Irrtum des anderen aufzuklären. Ist eine Partei kraft Gesetzes verpflichtet, eine Änderung von Verhältnissen der Behörde oder sonstigen öffentlichen Institution bekanntzugeben, so ist die Unterlassung dieser Bekanntgabe allein schon Täuschung über Tatsachen im Sinne des Paragraph 146, StGB.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 68/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 12 Os 68/84
    Veröff: ÖJZ-LSK 1984/177
  • 12 Os 135/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 12 Os 135/85
    nur: Ist eine Partei kraft Gesetzes verpflichtet, eine Änderung von Verhältnissen der Behörde oder sonstigen öffentlichen Institution bekanntzugeben, so ist die Unterlassung dieser Bekanntgabe allein schon Täuschung über Tatsachen im Sinne des § 146 StGB. (T1)
  • 9 Os 114/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 9 Os 114/86
    Vgl auch; nur: Eine Täuschung kann auch durch Unterlassen begangen werden, wenn der Täter zufolge einer ihn im besonderen treffenden Rechtspflicht verpflichtet ist, den Irrtum des anderen aufzuklären. (T2) Beisatz: Eine langjährige Geschäftsbeziehung erzeugt mit Rücksicht auf das damit geschaffene Vertrauensverhältnis eine Rechtspflicht zur Aufklärung des Vertragspartners über wesentlich geänderte Umstände (Zahlungsunfähigkeit bzw Zahlungsunwilligkeit), deren Mißachtung einer positiven Täuschungserklärung gleichwertig ist. (T3)
  • 13 Os 67/97
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 13 Os 67/97
    nur T1
  • 13 Os 105/02
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 13 Os 105/02
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Das Verschweigen von Einkünften ist auch nach der Antragstellung auf Notstandshilfe tatbildlich. (T4)
  • 14 Os 10/04
    Entscheidungstext OGH 17.02.2004 14 Os 10/04
    Auch; nur T2; Beis ähnlich T3; Beisatz: Eine garantenbegründende Aufklärungspflicht kommt nur bei besonderen Vertrauensverhältnissen oder auf Grund eines vorangegangenen (nicht vorsätzlich irreführenden) Verhaltens iSd Ingerenzprinzips in Betracht. (T5)
  • 14 Os 96/05g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 96/05g
    Vgl auch; nur T2
  • 14 Os 89/10k
    Entscheidungstext OGH 20.07.2010 14 Os 89/10k
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 15 Os 155/11z
    Entscheidungstext OGH 25.04.2012 15 Os 155/11z
    Auch; nur T2
  • 13 Os 121/12m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 121/12m
    Vgl auch
  • 12 Os 121/14g
    Entscheidungstext OGH 11.06.2015 12 Os 121/14g
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Auch
  • 13 Os 90/24w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2024 13 Os 90/24w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0094297

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2025

Dokumentnummer

JJR_19840628_OGH0002_0120OS00068_8400000_002

Rechtssatz für 13Os114/01; 15Os100/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0115553

Geschäftszahl

13Os114/01; 15Os100/03; 13Os43/03; 12Os100/03; 13Os149/03; 15Os110/04; 13Os12/05x; 14Os49/05w; 14Os55/05b; 11Os114/01; 14Os96/05g; 15Os25/06z; 13Os90/08x; 14Os170/08v; 14Os54/09m; 13Os41/09t; 13Os140/09a; 15Os51/10d; 13Os18/11p; 12Os62/11a; 12Os74/11s; 14Os43/14a; 14Os108/14k; 11Os100/15p; 14Os129/15z; 11Os99/16t; 22Os2/16h; 17Os25/17f; 13Os21/18i; 11Os53/18f; 15Os30/19d; 26Ds17/18a; 14Os86/19g; 11Os9/20p; 15Os11/20m; 13Os55/20t; 13Os130/21y (13Os131/21w); 15Os150/21d; 13Os49/22p; 15Os59/22y; 12Os105/22s; 15Os112/22t (15Os113/22i); 15Os98/22h; 12Os142/22g; 24Ds16/22w; 14Os96/23h; 13Os86/23f; 12Os11/24w; 13Os115/23w (13Os116/23t); 14Os20/24h; 13Os106/23x (13Os107/23v); 12Os68/24b; 15Os129/24w; 15Os12/25s; 12Os22/25i; 13Os29/25a; 14Os38/25g; 12Os39/25i; 24Ds4/24h

Entscheidungsdatum

17.09.2025

Norm

StPO §259 Z3
StPO §281 Abs1 Z10
  1. StPO § 259 heute
  2. StPO § 259 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 259 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Vom Vorwurf, eine ideell konkurrierende strafbare Handlung begründet zu haben, ist nicht freizusprechen (Unzulässigkeit eines sogenannten Qualifikationsfreispruchs).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 114/01
    Entscheidungstext OGH 22.08.2001 13 Os 114/01
  • 15 Os 100/03
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 15 Os 100/03
    Vgl auch; Beisatz: Subsumtionsfreispruch. (T1)
    Beisatz: Hier: Verurteilung nach §§ 201, 202 StGB und Freispruch von § 212 Abs 1 StGB. (T2)
  • 13 Os 43/03
    Entscheidungstext OGH 24.09.2003 13 Os 43/03
  • 12 Os 100/03
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 12 Os 100/03
    Auch; Beisatz: Im Falle fraglicher Idealkonkurrenz ist ein Freispruch von einer der mehreren möglichen Qualifikationen unzulässig. (T3)
    Beisatz: Hier: Verurteilung nach §§ 211 Abs 1, 212 Abs 1 StGB und Freispruch vor § 206 Abs 1 StGB. (T4)
  • 13 Os 149/03
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 13 Os 149/03
    Auch; Beisatz: Ein sogenannter Qualifikationsfreispruch ist rechtlich verfehlt, aber prozessual bedeutungslos. (T5)
  • 15 Os 110/04
    Entscheidungstext OGH 07.10.2004 15 Os 110/04
    Vgl auch
  • 13 Os 12/05x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 13 Os 12/05x
    Vgl
  • 14 Os 49/05w
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 49/05w
    Vgl
  • 14 Os 55/05b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2005 14 Os 55/05b
    Auch; Beisatz: Umso mehr ist ein Freispruch wegen eines bloßen Strafzumessungsaspektes unangebracht. (T6)
  • 11 Os 114/01
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 114/01
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 96/05g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 96/05g
    Vgl; Beisatz: Hier: Unbeachtlicher Formalfreispruch nach § 259 Z 2 StPO in Verkennung der bloß teilweisen Modifikation der Anklage und in der verfehlten Annahme, über ein nicht identes Tatgeschehen zu entscheiden. (T7)
  • 15 Os 25/06z
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 15 Os 25/06z
    Auch
  • 13 Os 90/08x
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 90/08x
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 14 Os 170/08v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 170/08v
    Vgl; Beisatz: Hier: §§ 146, 147 Abs 3 StGB. (T8)
    Beisatz: Weshalb einem - wenn auch in diesem Fall rechtlich verfehlten - Freispruch von einer (im konkreten Fall die Subsumtion nicht berührenden) Teilsumme, demnach also bloß einem Strafzumessungsaspekt (WK-StPO § 281 Rz 523, 563, § 293 Rz 15), die behauptete prozessuale Bedeutung zukommen sollte, erklärt die Beschwerde nicht. (T9)
  • 14 Os 54/09m
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 14 Os 54/09m
    Vgl
  • 13 Os 41/09t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 41/09t
    Vgl; Beis wie T1
  • 13 Os 140/09a
    Entscheidungstext OGH 08.04.2010 13 Os 140/09a
    Auch
  • 15 Os 51/10d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2010 15 Os 51/10d
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 13 Os 18/11p
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 18/11p
    Auch
  • 12 Os 62/11a
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 12 Os 62/11a
    Auch
  • 12 Os 74/11s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 12 Os 74/11s
    Auch
  • 14 Os 43/14a
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 43/14a
    Auch; Beis wie T5
  • 14 Os 108/14k
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 108/14k
    Vgl; Beisatz: Ein Qualifikationsfreispruch von der Annahme der Gewerbsmäßigkeit ist unzulässig. (T10)
  • 11 Os 100/15p
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 100/15p
    Auch; Beis wie T9
  • 14 Os 129/15z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 14 Os 129/15z
    Beisatz: Ein dennoch erfolgter Freispruch ist prozessual unbeachtlich und entfaltet im zweiten Rechtsgang keine Bindungswirkung. (T11)
  • 11 Os 99/16t
    Entscheidungstext OGH 11.10.2016 11 Os 99/16t
  • 22 Os 2/16h
    Entscheidungstext OGH 07.12.2016 22 Os 2/16h
  • 17 Os 25/17f
    Entscheidungstext OGH 08.01.2018 17 Os 25/17f
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 13 Os 21/18i
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 21/18i
  • 11 Os 53/18f
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 53/18f
    Auch;Beisatz: Hier: Nichtannahme eines ideal konkurrierenden Ermächtigungsdelikts wegen Fehlens der diesbezüglichen Ermächtigung des Verletzten ‑ Z 10. (T12)
  • 15 Os 30/19d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 15 Os 30/19d
    Beis wie T5; Beis wie T11
  • 26 Ds 17/18a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2019 26 Ds 17/18a
    Vgl; Beisatz: Die (Teil‑)Einstellung des Verfahrens in Bezug auf ein und dieselbe Tat ist – ähnlich einem bedeutungslosen Subsumtions‑ oder Qualifikationsfreispruch oder einer Subsumtionseinstellung unbeachtlich. (T13)
  • 14 Os 86/19g
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Os 86/19g
    Vgl
  • 11 Os 9/20p
    Entscheidungstext OGH 23.04.2020 11 Os 9/20p
    Vgl; Beis wie T5
  • 15 Os 11/20m
    Entscheidungstext OGH 04.03.2020 15 Os 11/20m
    Vgl
  • 13 Os 55/20t
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 55/20t
    Vgl
  • 13 Os 130/21y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2022 13 Os 130/21y
    Vgl
  • 15 Os 150/21d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2022 15 Os 150/21d
    Vgl
  • 13 Os 49/22p
    Entscheidungstext OGH 07.05.2022 13 Os 49/22p
    Vgl
  • 15 Os 59/22y
    Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 59/22y
    Vgl; Beis wie T5
  • 12 Os 105/22s
    Entscheidungstext OGH 04.11.2022 12 Os 105/22s
    Vgl; Beis wie T11
  • 15 Os 112/22t
    Entscheidungstext OGH 05.12.2022 15 Os 112/22t
    Vgl
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Vgl
  • 12 Os 142/22g
    Entscheidungstext OGH 23.02.2023 12 Os 142/22g
    Vgl
  • 24 Ds 16/22w
    Entscheidungstext OGH 27.03.2023 24 Ds 16/22w
    vgl; Beisatz wie T5
  • 14 Os 96/23h
    Entscheidungstext OGH 24.10.2023 14 Os 96/23h
    vgl; Beisatz wie T5
  • 13 Os 86/23f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2023 13 Os 86/23f
    vgl; Beisatz wie T5
  • 12 Os 11/24w
    Entscheidungstext OGH 29.02.2024 12 Os 11/24w
    vgl; Beisatz wie T5
  • 13 Os 115/23w
    Entscheidungstext OGH 22.05.2024 13 Os 115/23w
    vgl
  • 14 Os 20/24h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2024 14 Os 20/24h
    vgl
  • 13 Os 106/23x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2024 13 Os 106/23x
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T11
  • 12 Os 68/24b
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 68/24b
    vgl; Beisatz wie T6; Beisatz wie T9
    Beisatz: hier: Verfehlter Freispruch betreffend eine Suchtgiftmenge im Rahmen einer tatbestandlichen Handlungseinheit. (T14)
  • 15 Os 129/24w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2025 15 Os 129/24w
    vgl; Beisatz wie T14
  • 15 Os 12/25s
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 12/25s
    vgl
  • 12 Os 22/25i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2025 12 Os 22/25i
    vgl; Beisatz wie T9
  • 13 Os 29/25a
    Entscheidungstext OGH 04.06.2025 13 Os 29/25a
    vgl
  • 14 Os 38/25g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 38/25g
    vgl; Beisatz wie T14
  • 12 Os 39/25i
    Entscheidungstext OGH 01.07.2025 12 Os 39/25i
    vgl
  • 24 Ds 4/24h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 24 Ds 4/24h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115553

Im RIS seit

21.09.2001

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025

Dokumentnummer

JJR_20010822_OGH0002_0130OS00114_0100000_003