OGH
RS0122364
21.05.2007
8Ob22/07d; 9Ob108/06g; 3Ob37/08z; 6Ob53/08z; 3Ob207/11d; 14Os129/15z; 2Ob103/15h
ABGB §427; ABGB §943; BWG §31; BWG §32; BWG §40
Die Identifizierungspflicht nach dem BWG spielt für die Beurteilung der Frage, ob die Schenkung eines Sparbuches wirksam zustandegekommen ist, keine Rolle.
TE OGH 2007-05-21 8 Ob 22/07d
Beisatz: Ungeachtet der Identifizierungsvorschriften des BWG wird daher ein mit Losungswort versehenes Sparbuch durch Übergabe und Mitteilung des Losungswortes ins Eigentum des Übernehmers übertragen. Die schenkungsweise Zession einer Forderung bedarf der Form eines Notariatsaktes dann nicht, wenn eine wirkliche Übergabe im Sinn des Paragraph 427, ABGB stattgefunden hat. (T1)
Veröff: SZ 2007/74
TE OGH 2007-09-28 9 Ob 108/06g
Vgl auch; Beisatz: Sowohl Paragraph 40, BWG als auch Paragraph 32, Absatz 4, Ziffer 2, BWG dienen der Umsetzung der Geldwäscherichtlinie 91/308/EWG in der Fassung Richtlinie 2001/97/EG sowie der Empfehlungen der FATF, somit der Bekämpfung der Geldwäsche beziehungsweise auch der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Die Identifizierung und insbesondere die Dokumentation des Kunden dient diesem Zweck (8 Ob 22/07d mit umfangreichen Zitaten und Aufarbeitung der Literatur). Hingegen versteht sich die Regelung des Paragraph 32, Absatz 4, Ziffer 2, BWG nicht als ein Übertragungsverbot. (T2)
Veröff: SZ 2007/149
TE OGH 2008-04-10 3 Ob 37/08z
TE OGH 2008-05-08 6 Ob 53/08z
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
TE OGH 2012-01-18 3 Ob 207/11d
Auch
TE OGH 2016-04-12 14 Os 129/15z
Auch
TE OGH 2016-05-25 2 Ob 103/15h
Vgl auch
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122364