Rechtssatz für 1Ob844/52 3Ob377/56 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0045335

Geschäftszahl

1Ob844/52; 3Ob377/56; 3Ob126/57; 5Ob304/71; 7Ob610/78; 1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Norm

ABGB §37 G
ABGB §879 CIIa
DevG §22 Abs1
  1. ABGB § 37 gültig von 01.01.1979 bis 01.01.1979 aufgehoben durch BGBl. Nr. 304/1978
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992

Rechtssatz

Ausländische Zollvorschriften und Devisengesetze haben nur territoriale Wirkung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 844/52
    Entscheidungstext OGH 29.10.1952 1 Ob 844/52
  • 3 Ob 377/56
    Entscheidungstext OGH 19.09.1956 3 Ob 377/56
    nur: Ausländische Devisengesetze haben nur territoriale Wirkung. (T1)
  • 3 Ob 126/57
    Entscheidungstext OGH 27.03.1958 3 Ob 126/57
    nur T1
  • 5 Ob 304/71
    Entscheidungstext OGH 08.02.1972 5 Ob 304/71
    nur T1; Veröff: SZ 45/13
  • 7 Ob 610/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 610/78
    nur T1; Beisatz: Auch dann, wenn der Rechtsfall materiellrechtlich nach ausländischem Recht zu beurteilen ist. (T2)
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    Vgl aber; Beisatz: Ist aber auf ein Rechtsgeschäft deutsches Recht anwendbar, so ist ausländisches öffentliches Recht ebenso wie devisenrechtliche Verbotsgesetze des Auslands (hier: Österreich) in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich nicht anzuwenden. Allerdings kann sich nach deutschem wie nach österreichischem Recht die Beachtlichkeit ausländischer Verbotsgesetze aus völkerrechtlichen Verträgen ergeben, die in Bundesrecht transformiert sind. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0045335

Dokumentnummer

JJR_19521029_OGH0002_0010OB00844_5200000_002

Rechtssatz für 5Ob754/81 5Ob306/84 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0054304

Geschäftszahl

5Ob754/81; 5Ob306/84; 6Ob706/85; 1Ob707/88; 2Ob573/92; 1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Rechtssatz

Die devisenrechtliche Frage ist kraft Sonderanknüpfung durch die Eingriffsnormen des DevG im Rahmen seines eigenen Anknüpfungswillens (Paragraphen 2, ff DevG) nach österreichischem Recht zu beantworten, so daß nicht an das Schuldstatut angeschlossen werden kann.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 754/81
    Entscheidungstext OGH 18.01.1983 5 Ob 754/81
    Veröff: EvBl 1983/83 S 327
  • 5 Ob 306/84
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 5 Ob 306/84
  • 6 Ob 706/85
    Entscheidungstext OGH 22.10.1987 6 Ob 706/85
    Veröff: ÖBA 1988,397
  • 1 Ob 707/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 707/88
    Veröff: SZ 62/33 = IPRax 1991,60 (Hoyer)
  • 2 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 30.09.1992 2 Ob 573/92
    Veröff: EvBl 1993/110 S 455 = ÖBA 1994,641 (Schurig) = WBl 1993,25
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    Beisatz: Auf deutsches Devisenrecht kommt es insoweit nicht an. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0054304

Dokumentnummer

JJR_19830118_OGH0002_0050OB00754_8100000_003

Rechtssatz für 4Ob512/93 2Ob2364/96b 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076742

Geschäftszahl

4Ob512/93; 2Ob2364/96b; 1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Rechtssatz

Ein Bierbezugsvertrag als Darlehensvertrag mit Nebenabrede fällt weder unter Paragraph 36, noch unter Paragraph 37, IPRG; er bleibt vielmehr ohne ausdrückliche Anknüpfungsvorschrift und ist daher einheitlich an jene Rechtsordnung anzuknüpfen, zu der nach allen relevanten Umständen im Einzelfall die stärkste Beziehung (Paragraph eins, Absatz eins, IPRG) besteht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 512/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 512/93
    Veröff: ZfRV 1994,32 (Hoyer)
  • 2 Ob 2364/96b
    Entscheidungstext OGH 09.07.1998 2 Ob 2364/96b
    Vgl
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    Ähnlich; Beisatz: Das entgeltliche Darlehen, das nicht Bankgeschäft ist, ist an sich in keinem der in den §§ 36 ff IPRG geregelten Schuldverhältnisse enthalten. (T1) Beisatz: Die Anwendung des § 1 Abs 1 IPRG erscheint jedenfalls dann gerechtfertigt, wenn nur so ein interessengerechtes Ergebnis im Einzelfall erzielt werden kann. Die Anwendung deutschen Rechts an Stelle österreichischen Rechts (zufolge § 36 IPRG) scheint im Fall eines entgeltlichen Darlehens auch durchaus sachgerecht, wenn nach dem Willen der Parteien die Kreditsumme zumindest zwei Gesellschaften zukommen sollte, von denen nur eine ihren Sitz in Österreich, die andere hingegen in der Bundesrepublik Deutschland hatte und die Darlehensvaluta sowohl in DM zuzuzählen als auch zurückzuzahlen war. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0076742

Dokumentnummer

JJR_19930309_OGH0002_0040OB00512_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob2083/96v 1Ob155/00a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0104530

Geschäftszahl

4Ob2083/96v; 1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Norm

IPRG §36
IPRG §37
  1. IPRG § 36 gültig von 01.01.1979 bis 30.11.1998 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 119/1998
  1. IPRG § 37 gültig von 01.01.1979 bis 30.11.1998 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 119/1998

Rechtssatz

Ein als Vorfinanzierung gegebenes Darlehen ist unabhängig davon, ob es verzinst oder unverzinst ist, nach dem Recht am Sitz des Schuldners zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2083/96v
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2083/96v
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    Abweichend; Beisatz: Das entgeltliche Darlehen, das nicht Bankgeschäft ist, ist an sich in keinem der in den §§ 36 ff IPRG geregelten Schuldverhältnisse enthalten. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104530

Dokumentnummer

JJR_19960430_OGH0002_0040OB02083_96V0000_002

Rechtssatz für 2Ob2364/96b 1Ob155/00a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110594

Geschäftszahl

2Ob2364/96b; 1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Rechtssatz

Für die Frage, ob eine Forderung nach Artikel römisch acht, Abschnitt 2 Litera b, IWF-ÜbK klagbar ist, kommt es nicht auf die Rechtslage zur Zeit des Vertragsabschlusses, sondern auf jene zur Zeit des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz an. Dieses Durchsetzungsverbot kommt daher auch dann nicht zum Tragen, wenn die ausländischen Devisenkontrollvorschriften zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung zwar noch bestehen, aber wegen devisenrechtlich erheblichen Wechsels der Staatsangehörigkeit oder der Wohnsitzverlegung im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz nicht mehr eingreifen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 2364/96b
    Entscheidungstext OGH 09.07.1998 2 Ob 2364/96b
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    nur: Für die Frage, ob eine Forderung nach Art VIII Abschnitt 2 lit b IWF-ÜbK klagbar ist, kommt es nicht auf die Rechtslage zur Zeit des Vertragsabschlusses, sondern auf jene zur Zeit des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz an. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110594

Dokumentnummer

JJR_19980709_OGH0002_0020OB02364_96B0000_001

Rechtssatz für 1Ob155/00a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0115051

Geschäftszahl

1Ob155/00a

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Norm

B-VG Art9
  1. B-VG Art. 9 heute
  2. B-VG Art. 9 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  3. B-VG Art. 9 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  4. B-VG Art. 9 gültig von 19.12.1945 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  5. B-VG Art. 9 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Die Völkerrechtslehre geht im Fall des Übergangs eines Gebiets eines Staates auf einen neuen Nachfolgestaat, insbesondere im Fall der gewaltsamen Losreißung und Unabhängigkeitserlangung eines Teils eines Staates grundsätzlich davon aus, dass der neue Staat (der Nachfolgestaat) nicht an die von dem früheren Staatsverband geschlossenen völkerrechtlichen Verträge gebunden und berechtigt ist, durch eine einseitige, an den Depositar gerichtete Erklärung in einen bereits in Kraft stehenden oder geschlossenen multilateralen Vertrag, der auch sein Gebiet umfasst, als Vertragsteil einzutreten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115051

Dokumentnummer

JJR_20010327_OGH0002_0010OB00155_00A0000_001

Rechtssatz für 1Ob26/71 4Ob504/80 8Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0019343

Geschäftszahl

1Ob26/71; 4Ob504/80; 8Ob512/81; 1Ob809/81; 3Ob532/86; 7Ob507/89; 12Os67/90; 6Ob610/92; 1Ob155/00a; 8Ob156/03d; 4Ob115/17s; 6Ob104/18i

Entscheidungsdatum

28.06.2018

Rechtssatz

Der Darlehensvertrag ist im Gegensatz zum Kreditvertrag ein Realvertrag. Die Sachen müssen dem Schuldner so übergeben werden, daß er hiedurch Eigentümer wird; ist dies nicht der Fall, ist der Darlehensvertrag nicht zustande gekommen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 26/71
    Entscheidungstext OGH 25.02.1971 1 Ob 26/71
    Veröff: EvBl 1972/19 S 40
  • 4 Ob 504/80
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 504/80
    Auch; Veröff: JBl 1981,90
  • 8 Ob 512/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 8 Ob 512/81
    Beisatz: Der durch die übereinstimmende Willensäußerung des Gläubigers und des Schuldners und durch die Übergabe der als Darlehen gegebenen Sache zustande kommt (Hier: Übergabe eines Sparbuches unter Angabe des hiefür geltenden Losungswort zur jederzeitigen Realisierung) (T1)
  • 1 Ob 809/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 809/81
    nur: Der Darlehensvertrag ist im Gegensatz zum Kreditvertrag ein Realvertrag. (T2) Beis wie T1 nur: Der durch die übereinstimmende Willensäußerung des Gläubigers und des Schuldners und durch die Übergabe der als Darlehen gegebenen Sache zustande kommt. (T3)
  • 3 Ob 532/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 3 Ob 532/86
    Vgl auch; nur T2
  • 7 Ob 507/89
    Entscheidungstext OGH 02.02.1989 7 Ob 507/89
    Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1989,741
  • 12 Os 67/90
    Entscheidungstext OGH 30.08.1990 12 Os 67/90
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 610/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 610/92
    Veröff: EvBl 1993/90 S 383
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
    Vgl; Beisatz: Nach deutscher Rechtsprechung und Lehre stellt sich das Darlehen im Sinne einer heute zunehmend und überwiegend vertretenen theoretischen Einordnung als Konsensualvertrag und nicht als Realvertrag dar, womit die Hingabe des Darlehens nicht mehr konstitutives Element des Vertragsabschlusses, sondern Erfüllungshandlung des Darlehensgebers ist und die Rückgabepflicht sogleich mit Vertragsabschluss entsteht. (T4)
  • 8 Ob 156/03d
    Entscheidungstext OGH 16.07.2004 8 Ob 156/03d
    Auch; nur T2; Beisatz: Hingegen ist der Kreditvertrag ein Konsensualvertrag. (T5)
  • 4 Ob 115/17s
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 115/17s
    Auch
  • 6 Ob 104/18i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 6 Ob 104/18i
    Gegenteilig; Beisatz: Nach § 983 ABGB idF BGBl I 2010/28 ist der Darlehensvertrag nunmehr als Konsensualvertrag ausgestaltet, der mit der Willenseinigung der Parteien zustande kommt. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0019343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19710225_OGH0002_0010OB00026_7100000_007

Rechtssatz für 7Ob121/00w; 1Ob155/00a; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0113594

Geschäftszahl

7Ob121/00w; 1Ob155/00a; 1Ob299/04h; 4Ob232/07g; 3Ob35/09g; 2Ob121/11z; 1Ob70/11t; 2Ob9/12f; 5Ob115/12s; 7Ob198/12m; 6Ob81/13z; 4Ob177/13b; 7Ob197/14t; 3Ob236/14y; 1Ob37/15w; 4Ob30/15p; 4Ob176/16k; 2Ob231/17k; 2Ob207/20k; 10ObS5/22s; 2Ob243/22g; 6Ob221/23b; 6Ob50/24g; 8ObA1/26v; 6Ob185/24k; 6Ob221/24d

Entscheidungsdatum

24.03.2026

Norm

ZPO §502 HIII6
IPRG §3
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Nach Paragraph 3, IPRG ist fremdes Recht wie in seinem ursprünglichen Geltungsbereich anzuwenden; es kommt in erster Linie auf die dort von der Rechtsprechung geprägte Anwendungspraxis an. Eine erhebliche Rechtsfrage iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO liegt dann vor, wenn gegen diese Rechtsanwendungsgrundsätze des Paragraph 3, IPRG verstoßen und bei der Entscheidung des Rechtsstreites durch die inländischen Gerichte eine im ursprünglichen Geltungsbereich des maßgeblichen fremden Rechtes in Rechtsprechung und Lehre gefestigte Ansicht hintangesetzt worden ist (so schon 3 Ob 121/92).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 121/00w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 121/00w
  • 1 Ob 155/00a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 155/00a
  • 1 Ob 299/04h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2005 1 Ob 299/04h
  • 4 Ob 232/07g
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 232/07g
    nur: Nach § 3 IPRG ist fremdes Recht wie in seinem ursprünglichen Geltungsbereich anzuwenden; es kommt in erster Linie auf die dort von der Rechtsprechung geprägte Anwendungspraxis an. (T1)
  • 3 Ob 35/09g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 35/09g
    Beisatz: Es ist daher nach § 4 IPRG das fremde Recht (und die Anwendungspraxis dazu) von Amts wegen zu ermitteln. (T2)
    Beisatz: Hier: Deutschland. (T3)
  • 2 Ob 121/11z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 121/11z
    Vgl
  • 1 Ob 70/11t
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 70/11t
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 9/12f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 9/12f
    Vgl auch
  • 5 Ob 115/12s
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 115/12s
    Ähnlich
  • 7 Ob 198/12m
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 198/12m
    Auch
  • 6 Ob 81/13z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 81/13z
    nur T1
  • 4 Ob 177/13b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 177/13b
    Vgl
  • 7 Ob 197/14t
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 197/14t
    Vgl
  • 3 Ob 236/14y
    Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 236/14y
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 37/15w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 37/15w
    Vgl auch; Beisatz: Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, das Rekursgericht hätte das anzuwendende fremde Recht unvollständig oder unrichtig ermittelt und angewandt, wenn nicht erkennbar ist, inwieweit bei der Anwendung des fremden Rechts eine im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG erhebliche Rechtsfrage zu beantworten wäre. (T4)
  • 4 Ob 30/15p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 30/15p
    nur T1
  • 4 Ob 176/16k
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 176/16k
    Auch, Beisatz: In der Rechtsrüge einer außerordentlichen Revision müsste aber zumindest ansatzweise dargelegt werden, warum nach der – den Behauptungen nach – richtig anzuwendenden Rechtsordnung ein günstigeres als das vom Berufungsgericht erzielte Ergebnis zu erwarten ist. Nur dann wäre auch dargetan, dass dieses Ergebnis den Rechtsanwendungsgrundsätzen des § 3 IPRG widerspricht. (T5)
  • 2 Ob 231/17k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 231/17k
  • 2 Ob 207/20k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2021 2 Ob 207/20k
    nur T1
    Beisatz: Hier: Ungarn. (T6)
    Anm: Veröff: SZ 2021/101
  • 10 ObS 5/22s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 ObS 5/22s
    Vgl; Beisatz: Hier: Polnisches Melderecht. (T7)
  • 2 Ob 243/22g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 2 Ob 243/22g
    Vgl
  • 6 Ob 221/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2024 6 Ob 221/23b
    vgl
  • 6 Ob 50/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2025 6 Ob 50/24g
    nur T1
  • 8 ObA 1/26v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2026 8 ObA 1/26v
    Beisatz wie T1: Hier: belarussisches Arbeitsrecht (T8)
  • 6 Ob 185/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.01.2026 6 Ob 185/24k
  • 6 Ob 221/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.01.2026 6 Ob 221/24d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113594

Im RIS seit

28.06.2000

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20000529_OGH0002_0070OB00121_00W0000_001