Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
43/01 Wehrrecht allgemein

Rechtssatz

Die Einberufung zu einer Kaderübung gem Paragraph 29, Absatz 6, WehrG ist auf Grund einer freiwilligen Meldung zur Leistung solcher Waffenübungen, welche von der Militärbehörde (fristgerecht) angenommen wurde, nicht deshalb rechtswidrig, weil ihr der Betreffende nicht zustimmt und er meint, daß seine Eignung hiefür sowie die militärischen Erfordernisse nicht gegeben seien. Stellte die "Absolvierung einer ABC-Ausbildung" bloß das Motiv für die Abgabe der freiwilligen Meldung dar, so hindert der Umstand, daß der Betreffende in der Folge dieser Ausbildung nicht erhalten hat, jedenfalls nicht die Einberufung zu Kaderübungen (Hinweis auf das einen ähnlichen Fall betreffende E 6.6.1989, 88/11/0165).

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Allgemein Anwendbarkeit zivilrechtlicher Bestimmungen Verträge und Vereinbarungen im öffentlichen Recht VwRallg6/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X01

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

WehrG 1978 §36 Abs1;
WehrG 1978 §37 Abs2 litb;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 88/11/0042 E 26. April 1988 RS 1

Stammrechtssatz

Wurde ein Antrag gem Paragraph 37, Absatz 2, Litera b, WehrG 1978 rechtskräftig

abgewiesen, so ist - ungeachtet einer dagegen erhobenen VwGH-

Beschwerde - ein Einberufungsbefehl zulässig (Hinweis auf E 22.9.1986, 86/12/0180, und 22.1.1987, 86/12/0276). Es gibt selbst für den Fall, dass ein derartiger Antrag im Verwaltungsverfahren noch unerledigt ist, keine gesetzliche Regelung, die die Erlassung eines Einberufungsbefehles hindert.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X02

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X02

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §28 Abs1 Z5;
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 82/16/0158 E 27. Oktober 1983 RS 4

Stammrechtssatz

Verweisungen auf den Inhalt eines in einem anderen Verfahren eingebrachten Schriftsatzes stellen keine gesetzmäßige Darlegung der Beschwerdegründe in Sinne des Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 5, VwGG 1965 dar und sind unbeachtlich (Hinweis auf E 29.3.1982, 81/12/0194).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X03

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X03

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

WehrG 1978 §29 Abs6;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 88/11/0165 E 6. Juni 1989 VwSlg 12943 A/1989 RS 4

Stammrechtssatz

Der Wehrpflichtige ist innerhalb einer bestimmten Frist von seiner Eignung - wobei das Gesetz die Behörde nicht zu einer Konkretisierung der jeweiligen Eignung verhält - und der Absicht, ihn zu Kaderübungen heranzuziehen, zu verständigen. Ob der Wehrpflichtige die Meinung der Militärbehörde über seine Eignung für die in Aussicht genommene Kaderfunktion(en) teilt oder nicht, ist nicht von Belang.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X04

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X04

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

WehrG 1978 §23 Abs2;
WehrG 1978 §24 Abs8;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 88/11/0282 E 17. Jänner 1989 RS 1

Stammrechtssatz

Wurde jemand von der Stellungskommission iSd Paragraph 23, Absatz 2, WehrG für tauglich befunden, so ist von der Tauglichkeit auszugehen, solange nicht eine neuerliche Stellung ein anderes Ergebnis erbringt (Hinweis auf E 3.5.1988, 88/11/0021).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X05

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X05

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

AVG §58 Abs2;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
WehrG 1978 §29 Abs1;
WehrG 1978 §29 Abs6;

Rechtssatz

Die Abhaltung von Kaderübungen entspricht an sich militärischen Erfordernissen und bedarf demnach keiner näheren Begründung im Einberufungsbefehl (Hinweis E 3.5.1988, 88/11/0010, hins der Kaderübungen nach Paragraph 29, Absatz 6, WehrG, und E 19.2.1988, 87/11/0197).

Schlagworte

Begründungspflicht Beweiswürdigung und Beweismittel Allgemein Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel Begründung Begründungsmangel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X06

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X06

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

WehrG 1978 §27 Abs3 Z3;
WehrG 1978 §28 Abs4;
WehrG 1978 §32;

Beachte

Abgegangen hievon mit verstärktem Senat (demonstrative Auflistung): 90/11/0021 E VS 9. November 1990 VwSlg 13306 A/1990 RS 4; (RIS: abwh)

Rechtssatz

Wurde bereits der Grundwehrdienst in der Dauer von sechs Monaten und darüber hinaus ein freiwillig verlängerter Grundwehrdienst (jetzt: Wehrdienst als Zeitsoldat) geleistet, sodass sich insgesamt eine Präsenzdienstleistung von mehr als acht Monaten errechnet, so entfällt auf Grund analoger Anwendung des Paragraph 28, Absatz 4, WehrG die Verpflichtung zur Leistung von Truppenübungen (Hinweis auf E 6.6.1959, 88/11/0165).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X07

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X07

Rechtssatz für 88/11/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

88/11/0066

Entscheidungsdatum

17.10.1989

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §33 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Die Beschwerde gegen den Einberufungsbefehl ist nicht iSd VwGH (Hinweis auf B 13.10.1987, 87/11/0073, 3.3.1989, 88/11/0171) - dadurch gegenstandslos geworden (und daher das Verfahren gem Paragraph 33, Absatz eins, VwGG einzustellen), dass der Bf anlässlich seiner neuerlichen Stellung von der Stellungskommission der bel Beh für "Untauglich" erklärt wurde und daher nicht mehr zum Präsenzdienst einberufen werden kann. Der Bf hat nämlich in seiner schriftlichen Stellungnahme sein weiterbestehendes rechtliches Interesse an der Überprüfung des angefochtenen Bescheides auf seine Rechtmäßigkeit u. a. damit begründet, dass gegen ihn wegen Nichtbefolgung dieses Einberufungsbefehles ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden sei. Dieses Verfahren ist bisher noch nicht abgeschlossen worden. Es muss daher jedenfalls aus diesem Grunde weiterhin von der Möglichkeit ausgegangen werden, dass der Bf durch den angefochtenen Bescheid in seinen Rechten verletzt worden ist.

Schlagworte

Zurückziehung Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Parteienrechte und Beschwerdelegitimation Verwaltungsverfahren Rechtsverletzung des Beschwerdeführers Beschwerdelegitimation bejaht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988110066.X08

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1988110066_19891017X08