Rechtssatz für 11Os59/86 (11Os60/86); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095238

Geschäftszahl

11Os59/86 (11Os60/86); 14Os113/89; 11Os23/89; 12Os122/89; 11Os75/89 (11Os76/89); 12Os119/90 (12Os120/90); 11Os52/05i; 13Os1/07g; 12Os100/12s; 14Os139/22f

Entscheidungsdatum

25.04.2023

Norm

StGB §159 Abs1 Z1
StPO §281 Abs1 Z5 B
  1. StGB § 159 heute
  2. StGB § 159 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 159 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  4. StGB § 159 gültig von 01.08.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2000
  5. StGB § 159 gültig von 01.07.1982 bis 31.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1982
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Beim fortgesetzten Delikt der fahrlässigen Krida ist die genaue Eingrenzung des Tatzeitraums - von der Verjährungsfrage abgesehen - rechtlich ohne Bedeutung, betrifft mithin keinen entscheidungswesentlichen Umstand (so schon 9 Os 68/82 zu Paragraph 159, Absatz eins, Ziffer 2, StGB).

Entscheidungstexte

  • 11 Os 59/86
    Entscheidungstext OGH 04.11.1986 11 Os 59/86
    Veröff: SSt 57/84
  • 14 Os 113/89
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 14 Os 113/89
  • 11 Os 23/89
    Entscheidungstext OGH 26.01.1990 11 Os 23/89
    Vgl auch; Beisatz: Eine exakte Übereinstimmung zwischen Anklagesatz und Urteilsspruch in zeitlicher Hinsicht ist nicht erforderlich. (T2) Veröff: RZ 1990/115 S 260
  • 12 Os 122/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 12 Os 122/89
  • 11 Os 75/89
    Entscheidungstext OGH 01.06.1990 11 Os 75/89
    Vgl aber
  • 12 Os 119/90
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 12 Os 119/90
    Beisatz: Sukzessive Deliktsverwirklichung. (T3)
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Auch
  • 13 Os 1/07g
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 11.04.2007 13 Os 1/07g
    Verstärkter Senat; Vgl; Beiatz: Soweit in früherer Rechtsprechung unter dem Begriff des „fortgesetzten Delikts" (nach Maßgabe zuweilen geforderter, indes uneinheitlich gehandhabter weiterer Erfordernisse) mehrere den gleichen Tatbestand (ob versucht oder vollendet) erfüllende, mit einem „Gesamtvorsatz" begangene Handlungen zu einer dem Gesetz nicht bekannten rechtlichen Handlungseinheit mit der Konsequenz zusammengefasst wurden, dass durch die je für sich selbständigen gleichartigen Straftaten doch nur eine einzige strafbare Handlung begründet würde, hat der Oberste Gerichtshof diese Rechtsfigur der Sache nach bereits mit der Bejahung ihrer prozessualen Teilbarkeit durch die Grundsatzentscheidung SSt 56/88 = EvBl 1986/123 aufgegeben. Seither reduziert er deren Bedeutung auf den unverzichtbaren Kernbereich der der Rechtsfigur zugrunde liegenden Vorstellung, den er als tatbestandliche Handlungseinheit bezeichnet.In der Anerkennung des Fortsetzungszusammenhangs bloß nach Maßgabe tatbestandlicher Handlungseinheiten liegt gezielte Ablehnung einer absoluten Sicht des fortgesetzten Delikts und ein Bekenntnis zur deliktsspezifischen Konzeption. Denn der Unterschied zwischen der Rechtsfigur des fortgesetzten Delikts und der tatbestandlichen Handlungseinheit besteht darin, dass die Rechtsfigur des fortgesetzten Delikts aus dem allgemeinen Teil des materiellen Strafrechts abgeleitet wird, die der tatbestandlichen Handlungseinheit aber gleichartige Handlungen nach Maßgabe einzelner Tatbestände zusammenfasst. Die Kriterien einer Zusammenfassung können demnach durchaus deliktsspezifisch verschieden sein, ohne dass daraus das ganze Strafrechtssystem erfassende Widersprüche auftreten.Von einer tatbestandlichen Handlungseinheit spricht man im Anschluss an Jescheck/Weigend5 (711 ff) bei einfacher Tatbestandsverwirklichung, also der Erfüllung der Mindestvoraussetzungen des gesetzlichen Tatbestands, insbesondere bei mehraktigen Delikten und Dauerdelikten (tatbestandliche Handlungseinheit ieS) und dort, wo es nur um die Intensität der einheitlichen Tatausführung geht (SSt 56/88), demnach bei wiederholter Verwirklichung des gleichen Tatbestands in kurzer zeitlicher Abfolge, also bei nur quantitativer Steigerung (einheitliches Unrecht) und einheitlicher Motivationslage (einheitliche Schuld), auch wenn höchstpersönliche Rechtsgüter verschiedener Träger verletzt werden, sowie bei fortlaufender Tatbestandsverwirklichung, also der Annäherung an den tatbestandsmäßigen Erfolg durch mehrere Einzelakte im Fall einheitlicher Tatsituation und gleicher Motivationslage, etwa beim Übergang vom Versuch zur Vollendung oder bei einem Einbruchsdiebstahl in zwei Etappen (tatbestandliche Handlungseinheit iwS). (T4)
  • 12 Os 100/12s
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 100/12s
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0095238

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2023

Dokumentnummer

JJR_19861104_OGH0002_0110OS00059_8600000_005

Rechtssatz für 11Os51/15g; 14Os145/14a; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0130056

Geschäftszahl

11Os51/15g; 14Os145/14a; 11Os52/15d; 11Os93/14g; 12Os156/15f; 11Os53/15a (11Os141/15t); 11Os10/16d; 12Os100/16x (12Os101/16v); 12Os85/17t; 12Os34/18v; 11Os32/21x; 12Os23/22g (12Os24/22d); 12Os128/21x; 14Os139/22f; 13Os33/24p

Entscheidungsdatum

11.09.2024

Norm

EMRK Art6 Abs3 litd
StPO §126 Abs4
StPO §281 Abs1 Z4
StPO idF BGBl I 2014/71 §126 Abs5
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 126 gültig von 14.08.2015 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  5. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  6. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  10. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die Abweisung eines auf die Tätigkeit des Sachverständigen im Ermittlungsverfahren wegen struktureller Befangenheit gestützten Antrags auf dessen Nichtbeiziehung im Hauptverfahren kann (nach der vor BGBl römisch eins 2014/71 geltenden Rechtslage) nur dann wegen Verstoßes gegen Artikel 6, Absatz 3, Litera d, zweiter Fall EMRK mit Verfahrensrüge bekämpft werden, wenn der Sachverständige mit oder ohne Auftrag der Staatsanwaltschaft Ermittlungen in Form eines Erkundungsbeweises durchgeführt hat und sich das erkennende Gericht bei der Feststellung entscheidender Tatsachen primär (also ohne Kontrollbeweise) auf sein Gutachten stützt. Die beiden Voraussetzungen müssen kumulativ vorliegen.

NB: Anlassfall (Artikel 140, Absatz 7, B‑VG) in VfGH G 180 aus 2014, ua, E.v. 10. März 2015; vergleiche RS0129690.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 51/15g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 51/15g
  • 14 Os 145/14a
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 145/14a
    Auch; Beisatz: Umstände, die nach Maßgabe dieser Kriterien einen Austausch des Sachverständigen in der Hauptverhandlung erfordert hätten, wurden vom Angeklagten auch in der vom Obersten Gerichtshof ermöglichten Stellungnahme nicht genannt. (T1)
  • 11 Os 52/15d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 11 Os 52/15d
    Beis wie T1
  • 11 Os 93/14g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2016 11 Os 93/14g
    Auch; Beisatz: Hier: Befangenheit des Sachverständigen wurde infolge Ermittlungen in Form eines Erkundungsbeweises bejaht. Keine ausreichenden Kontrollbeweise. (T2)
  • 12 Os 156/15f
    Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 156/15f
    Auch
  • 11 Os 53/15a
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 11 Os 53/15a
    Auch
  • 11 Os 10/16d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 11 Os 10/16d
    Beis wie T1
  • 12 Os 100/16x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 100/16x
    Auch
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
    Vgl aber; Beisatz: Wurde ein Gutachten bereits im Geltungszeitraum des § 126 Abs 5 StPO idF BGBl I 2014/71 eingeholt, stand es dem Angeklagten im Ermittlungsverfahren offen, eine Bestellung des Sachverständigen im Rahmen gerichtlicher Beweisaufnahme zu verlangen. Wurde derartiges nicht begehrt, kann die „strukturelle“ Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren im Hinblick auf den dadurch (der Sache nach) abgegebenen Grundrechtsverzicht nicht mehr geltend gemacht werden. (T3)
  • 12 Os 34/18v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
  • 11 Os 32/21x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 11 Os 32/21x
    Vgl
  • 12 Os 23/22g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 23/22g
    Vgl
  • 12 Os 128/21x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 128/21x
    Vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl; Beisatz wie T3
  • 13 Os 33/24p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 33/24p
    vgl; Beisatz nur wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130056

Im RIS seit

22.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2024

Dokumentnummer

JJR_20150602_OGH0002_0110OS00051_15G0000_001

Rechtssatz für 14Os94/20k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0133376

Geschäftszahl

14Os94/20k; 14Os115/21z (14Os7/22v); 12Os113/21s; 12Os95/22w; 14Os139/22f; 11Os80/23h; 15Os40/23f; 11Os84/23x; 12Os68/24b; 14Os71/24h; 11Os136/24w; 11Os17/25x

Entscheidungsdatum

29.07.2025

Norm

StPO §281 Abs1 Z5
StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Stehen die Urteilsfeststellungen über entscheidende Tatsachen zueinander im Widerspruch oder sind sie sonst undeutlich, sind Widerspruch und Undeutlichkeit aus Ziffer 5, anfechtbar. Geht die Undeutlichkeit aber so weit, dass die davon betroffene Feststellung oder Negativfeststellung auch vom Rechtsmittelgericht nicht ausgemacht werden kann, ist diese als nicht getroffen anzusehen. Das begründet ‑ auch von Amts wegen wahrzunehmende ‑ materielle Nichtigkeit nach Ziffer 9, Litera a, oder 10.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 94/20k
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 94/20k
  • 14 Os 115/21z
    Entscheidungstext OGH 18.01.2022 14 Os 115/21z
    Vgl
  • 12 Os 113/21s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2021 12 Os 113/21s
    Vgl
  • 12 Os 95/22w
    Entscheidungstext OGH 07.11.2022 12 Os 95/22w
    Vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 11 Os 80/23h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2023 11 Os 80/23h
    vgl; Beisatz: Hier: Beschluss auf Ablehnung der bedingten Entlassung aus der strafrechtlichen Unterbringung nach § 21 Abs 1 StGB. (T1)
  • 15 Os 40/23f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 40/23f
    vgl
  • 11 Os 84/23x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2023 11 Os 84/23x
    vgl
  • 12 Os 68/24b
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 68/24b
    vgl
  • 14 Os 71/24h
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 71/24h
    vgl
  • 11 Os 136/24w
    Entscheidungstext OGH 06.05.2025 11 Os 136/24w
    vgl
  • 11 Os 17/25x
    Entscheidungstext OGH 29.07.2025 11 Os 17/25x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2020:RS0133376

Im RIS seit

19.01.2021

Zuletzt aktualisiert am

11.09.2025

Dokumentnummer

JJR_20201103_OGH0002_0140OS00094_20K0000_001

Rechtssatz für 15Os52/14g (15Os53/14d); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0129955

Geschäftszahl

15Os52/14g (15Os53/14d); 15Os72/15z; 15Os97/14z; 15Os27/18m; 11Ns37/21m; 12Os128/21x; 14Os139/22f; 11Os141/25g

Entscheidungsdatum

13.01.2026

Norm

StPO §47 Abs1
StPO §126 Abs4
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 126 gültig von 14.08.2015 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  5. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  6. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  10. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993

Rechtssatz

Die Behauptung von Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren aufgrund seiner Tätigkeit im Auftrag der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren macht den Grund des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 126, Absatz 4, erster Satz) StPO, nicht aber jenen der Ziffer 2, geltend, steht doch keine vormalige Tätigkeit des Sachverständigen als Organ der Kriminalpolizei, als Staatsanwalt oder als Richter in Rede.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 52/14g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 52/14g
  • 15 Os 72/15z
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 72/15z
    Vgl
  • 15 Os 97/14z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2015 15 Os 97/14z
    Auch
  • 15 Os 27/18m
    Entscheidungstext OGH 12.04.2018 15 Os 27/18m
    Auch
  • 11 Ns 37/21m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 11 Ns 37/21m
    Vgl
  • 12 Os 128/21x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 128/21x
    Vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 11 Os 141/25g
    Entscheidungstext OGH 13.01.2026 11 Os 141/25g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0129955

Im RIS seit

02.04.2015

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20150114_OGH0002_0150OS00052_14G0000_004

Rechtssatz für 13Os43/14v; 15Os147/14b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0130055

Geschäftszahl

13Os43/14v; 15Os147/14b; 11Os52/15d; 15Os97/14z; 13Os142/14b; 13Os143/14z; 11Os93/14g; 12Os156/15f; 12Os119/15i; 11Os26/16g; 13Os66/16d; 15Os83/16v (15Os84/16s); 12Os100/16x (12Os101/16v); 11Os7/17i; 12Os85/17t; 12Os34/18v; 11Os32/21x; 12Os23/22g (12Os24/22d); 12Os128/21x; 14Os139/22f; 13Os33/24p; 11Os141/25g

Entscheidungsdatum

13.01.2026

Norm

StPO §47 Abs1 Z3, StPO §126 Abs4
StPO §281 Abs1 Z4
StPO idF BGBl I 2014/71 §126 Abs5
EMRK Art6
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Allein aus dem Umstand, dass ein Sachverständiger bereits im Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft beigezogen wurde, folgt nicht der generelle Ausschluss dieses Sachverständigen für die Bestellung in der Hauptverhandlung. Vielmehr ist auch bei dieser Verfahrenskonstellation im Rahmen einer Einzelfallprüfung eine allfällige Befangenheit anhand der Regelung des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer 3, StPO in Verbindung mit Paragraph 126, Absatz 4, erster Satz StPO zu beurteilen. Ein Antrag, einen im Ermittlungsverfahren über Auftrag der Staatsanwaltschaft tätig gewesenen Sachverständigen nicht auch für die Hauptverhandlung zu bestellen, muss demnach Anhaltspunkte aufzeigen, die im Zusammenhang mit der konkreten Tätigkeit dieses Sachverständigen im Ermittlungsverfahren gegen dessen völlige Neutralität sprechen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 43/14v
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 43/14v
  • 15 Os 147/14b
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 147/14b
    Vgl auch; Beisatz: Die im Erkenntnis des VfGH vom 10. März 2015, G 180/2014, Rz 39, genannte Konstellation (Erkundungsbeweisführung des Sachverständigen im Ermittlungsverfahren und primär auf das Gutachten gestützte Feststellung entscheidender Tatsachen durch das Gericht) erfasst die Fälle von auf Art 6 Abs 3 lit d EMRK gegründeter Befangenheit nicht abschließend. Vielmehr können im Einzelfall auch andere aus der Tätigkeit des Sachverständigen im Ermittlungsverfahren resultierende Gründe dessen Befangenheit bewirken, so etwa, wenn der Sachverständige im Rahmen seiner Tätigkeit ein besonderes Naheverhältnis zu Vertretern der auftraggebenden Staatsanwaltschaft entwickelt hat, das an seiner Unparteilichkeit zweifeln lässt. (T1)
  • 11 Os 52/15d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 11 Os 52/15d
    Auch; Beisatz: Häufige Beschäftigung eines Experten in Strafverfahren begründet ‑ selbst bei Einbeziehung wirtschaftlicher Momente ‑ objektiv keine Voreingenommenheit für einen bestimmten Prozess. (T2)
  • 15 Os 97/14z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2015 15 Os 97/14z
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 142/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 142/14b
    Auch
  • 13 Os 143/14z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 143/14z
    Auch
  • 11 Os 93/14g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2016 11 Os 93/14g
    Auch; Beisatz: Hier: Befangenheit des Sachverständigen wurde infolge Ermittlungen in Form eines Erkundungsbeweises bejaht. Keine ausreichenden Kontrollbeweise. (T3)
  • 12 Os 156/15f
    Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 156/15f
    Auch
  • 12 Os 119/15i
    Entscheidungstext OGH 07.04.2016 12 Os 119/15i
    Auch
  • 11 Os 26/16g
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 11 Os 26/16g
    Auch; Beis wie T2
  • 13 Os 66/16d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 66/16d
  • 15 Os 83/16v
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 15 Os 83/16v
    Auch
  • 12 Os 100/16x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 100/16x
    Auch; Beisatz: Befangenheit des im Ermittlungsverfahren bestellten Sachverständigen ergibt sich nicht schon daraus, dass er im Rahmen der Befundaufnahme eigenständige Erhebungen durchführt oder solche beim Auftraggeber anregt, insbesondere dann, wenn nur mittels Zwangsmaßnahmen die Beischaffung entsprechend benötigter Unterlagen oder sonstiger Beweisergebnisse möglich wäre. (T4)
  • 11 Os 7/17i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 11 Os 7/17i
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
    Vgl aber; Beisatz: Wurde ein Gutachten bereits im Geltungszeitraum des § 126 Abs 5 StPO idF BGBl I 2014/71 eingeholt, stand es dem Angeklagten im Ermittlungsverfahren offen, eine Bestellung des Sachverständigen im Rahmen gerichtlicher Beweisaufnahme zu verlangen. Wurde derartiges nicht begehrt, kann die „strukturelle“ Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren im Hinblick auf den dadurch (der Sache nach) abgegebenen Grundrechtsverzicht nicht mehr geltend gemacht werden. (T5)
  • 12 Os 34/18v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
    Beis wie T1
  • 11 Os 32/21x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 11 Os 32/21x
    Vgl
  • 12 Os 23/22g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 23/22g
    Vgl
  • 12 Os 128/21x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 128/21x
    Vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl; Beisatz wie T5
  • 13 Os 33/24p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 33/24p
    vgl; Beisatz nur wie T5
  • 11 Os 141/25g
    Entscheidungstext OGH 13.01.2026 11 Os 141/25g
    vgl; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130055

Im RIS seit

22.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20150415_OGH0002_0130OS00043_14V0000_003

Rechtssatz für 12Os85/17t; 15Os27/18m; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0131744

Geschäftszahl

12Os85/17t; 15Os27/18m; 11Ns37/21m; 14Os2/22h; 12Os22/23m; 14Os139/22f; 13Os33/24p; 11Os141/25g

Entscheidungsdatum

13.01.2026

Norm

StPO idF BGBl I 2014/71 §126 Abs5

Rechtssatz

Wurde ein Gutachten bereits im Geltungszeitraum des Paragraph 126, Absatz 5, StPO in der Fassung BGBl römisch eins 2014/71 eingeholt, stand es dem Angeklagten im Ermittlungsverfahren offen, eine Bestellung des Sachverständigen im Rahmen gerichtlicher Beweisaufnahme zu verlangen. Wurde derartiges nicht begehrt, kann die „strukturelle“ Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren im Hinblick auf den dadurch (der Sache nach) abgegebenen Grundrechtsverzicht nicht mehr geltend gemacht werden.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
  • 15 Os 27/18m
    Entscheidungstext OGH 12.04.2018 15 Os 27/18m
    Auch
  • 11 Ns 37/21m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 11 Ns 37/21m
    Vgl
  • 14 Os 2/22h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2022 14 Os 2/22h
    Vgl
  • 12 Os 22/23m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2023 12 Os 22/23m
    vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 13 Os 33/24p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 33/24p
    vgl
  • 11 Os 141/25g
    Entscheidungstext OGH 13.01.2026 11 Os 141/25g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131744

Im RIS seit

03.01.2018

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20171116_OGH0002_0120OS00085_17T0000_001

Rechtssatz für 15Os133/02; 15Os124/05g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117228

Geschäftszahl

15Os133/02; 15Os124/05g; 15Os12/06p; 15Os26/06x; 13Os11/07b; 14Os147/06h; 13Os81/07x; 14Os137/07i; 12Os123/07s; 13Os138/07d; 13Os160/07i; 14Os31/08b; 12Os154/07z; 15Os63/07i; 14Os92/08y (14Os93/08w); 13Os83/08t; 13Os117/08t; 12Os84/08g; 13Os180/08g; 12Os78/09a; 13Os93/09i; 13Os33/09s; 13Os5/10z; 15Os32/10k; 13Os134/10w; 12Os24/12i; 13Os74/12z; 17Os19/12s; 12Os140/12y; 12Os138/12d; 12Os29/13a; 15Os114/13y; 11Os8/14g; 13Os78/13i (13Os79/13m; 13Os81/13f); 11Os85/14f; 11Os120/15d; 20Os12/15p; 26Os14/15a; 14Os60/16d; 11Os67/17p; 14Os23/18s; 15Os82/18z; 15Os87/18k; 12Os86/18s; 15Os70/19m; 15Os118/19w (15Os119/19t); 12Os101/20z; 15Os146/19p; 14Os53/21g; 14Os73/21y; 28Ds8/20w; 12Os151/21d; 12Os147/21s; 13Os9/22f; 14Os37/22f; 12Os120/22x; 15Os8/23z; 14Os139/22f; 15Os55/23m; 12Os46/23s; 12Os133/23k; 13Os34/23h; 14Os67/24w; 11Os68/24w; 15Os46/24i; 15Os76/24a; 14Os61/23m; 14Os73/25d; 24Ds4/24h; 21Ds6/25g

Entscheidungsdatum

09.04.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10 A
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Lässt eine Analyse des Urteils trotz einer für Dritte bestehenden Unklarheit in Hinsicht auf die Feststellung entscheidender Tatsachen bei näherem Hinsehen aus der Sicht des Rechtsmittelgerichts die Beurteilung zu, dass die Tatrichter die entscheidenden Tatsachen feststellen wollten, liegt Nichtigkeit aus Ziffer 9 und Ziffer 10, nicht vor. Die Undeutlichkeit führt dann nur bei Anfechtung durch den Beschwerdeführer zur Urteilsaufhebung (Ziffer 5,) (WK-StPO Paragraph 281, Rz 19).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 133/02
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 15 Os 133/02
  • 15 Os 124/05g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 15 Os 124/05g
    Vgl
  • 15 Os 12/06p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 12/06p
    Vgl auch
  • 15 Os 26/06x
    Entscheidungstext OGH 08.06.2006 15 Os 26/06x
    Vgl auch; Beisatz: „Erkennbare Annahme der Tatrichter" (T1)
  • 13 Os 11/07b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 11/07b
    Auch
  • 14 Os 147/06h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2007 14 Os 147/06h
    Auch
  • 13 Os 81/07x
    Entscheidungstext OGH 16.07.2007 13 Os 81/07x
    Vgl auch; Beisatz: Hier zum Grundrechtsbeschwerdegesetz. (T2)
  • 14 Os 137/07i
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 137/07i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die - aus § 281 Abs 1 Z 3 StPO ungerügt - im Spruch und auch in den Gründen unterbliebene Anführung des Tatbestandsmerkmals „unbefugt" beim Vergehen nach § 50 Abs 1 Z 1 WaffG bildete deshalb keinen Grund für eine Maßnahme nach § 290 Abs 1 StPO, weil für den Obersten Gerichtshof der betreffende Feststellungswille der Tatrichter aus einer Gesamtschau der Urteilspassagen unzweifelhaft erkennbar war. (T3)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch
  • 13 Os 138/07d
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 13 Os 138/07d
    Vgl auch; Beisatz: Da der Oberste Gerichtshof den Willen der Tatrichter, Feststellungen zu einer entscheidenden Tatsache zu treffen, in der Gesamtheit der Entscheidungsgründe deutlich genug erkennen kann, scheidet amtswegiges Einschreiten aus dem Grunde der Z 9 lit a aus (§ 290 Abs 1 StPO). (T4)
  • 13 Os 160/07i
    Entscheidungstext OGH 09.01.2008 13 Os 160/07i
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 31/08b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2008 14 Os 31/08b
    Vgl auch
  • 12 Os 154/07z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 154/07z
    Auch
  • 15 Os 63/07i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 63/07i
    Vgl; Beisatz: Es hat eine Gesamtbetrachtung der erstrichterlichen Urteilsannahmen, deren integrierenden Bestandteil auch die im ersten Rechtsgang getroffenen Feststellungen bilden zu erfolgen. (T5)
  • 14 Os 92/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 92/08y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kein Anlass für eine Maßnahme nach § 290 Abs 1 StPO bei einem im Erkenntnis unterbliebenen, aus den Gründen (insbesondere der rechtlichen Beurteilung) gerade noch hinreichend hervorleuchtenden Feststellungswillen des Urteils hinsichtlich der Annahme der Qualifikation nach § 107 Abs 2 StPO. (T6)
  • 13 Os 83/08t
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 27.08.2008 13 Os 83/08t
    Vgl auch; Beisatz: Da dem Wahrspruch zugrundeliegende Fragen Geschworenen, also Laienrichtern gestellt werden, geht es nicht an, Undeutlichkeiten des Wahrspruchs, die auf der Fragestellung beruhen, durch Einbeziehung der pragmatischen Sprachebene zu beseitigen, weil nicht unterstellt werden kann, dass auch die Geschworenen die Frage so verstanden haben wie der Oberste Gerichtshof (WK-StPO § 281 Rz 616). (T7)
  • 13 Os 117/08t
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 117/08t
    Vgl auch
  • 12 Os 84/08g
    Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 84/08g
    Vgl
  • 13 Os 180/08g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2009 13 Os 180/08g
    Vgl
  • 12 Os 78/09a
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 12 Os 78/09a
    Vgl
  • 13 Os 93/09i
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 93/09i
    Vgl
  • 13 Os 33/09s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 33/09s
    Auch
  • 13 Os 5/10z
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 5/10z
    Auch
  • 15 Os 32/10k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 32/10k
    Vgl auch
  • 13 Os 134/10w
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 134/10w
    Auch
  • 12 Os 24/12i
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Os 24/12i
    Vgl auch
  • 13 Os 74/12z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 74/12z
    Vgl auch
  • 17 Os 19/12s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2013 17 Os 19/12s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Sache nach bejahter Tatvorsatz trotz „Feststellung“, der Angeklagte habe ohne Vorsatz gehandelt. (T8)
  • 12 Os 140/12y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 140/12y
    Vgl auch
  • 12 Os 138/12d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 138/12d
    Vgl auch
  • 12 Os 29/13a
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 12 Os 29/13a
    Vgl auch
  • 15 Os 114/13y
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 114/13y
    Vgl
  • 11 Os 8/14g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 8/14g
    Auch; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T5
  • 13 Os 78/13i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2014 13 Os 78/13i
    Auch; Beisatz: Es ist zulässig, Konstatierungen mittels Verweises auf bestimmte Aktenteile zu treffen. Auch diesfalls muss aber der Wille der Tatrichter, konkrete (entscheidende) Tatsachen festzustellen, klar erkennbar sein. Diesem Erfordernis werden der pauschale Verweis auf drei schriftliche Sachverständigengutachten und deren Erörterung im Rahmen der Hauptverhandlung sowie die Erklärung, sich „die Ausführungen des Sachverständigen zu eigen“ zu machen, in keiner Weise gerecht. (T9)
  • 11 Os 85/14f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 85/14f
  • 11 Os 120/15d
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 120/15d
    Beisatz: Dies gilt auch für ein in gekürzter Form (§ 270 Abs 4 StPO) ausgefertigtes Urteil. (T10)
  • 20 Os 12/15p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2015 20 Os 12/15p
    Vgl auch
  • 26 Os 14/15a
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 26 Os 14/15a
    Vgl auch
  • 14 Os 60/16d
    Entscheidungstext OGH 02.08.2016 14 Os 60/16d
    Auch
  • 11 Os 67/17p
    Entscheidungstext OGH 08.08.2017 11 Os 67/17p
    Auch
  • 14 Os 23/18s
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 23/18s
    Auch
  • 15 Os 82/18z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 82/18z
    Auch
  • 15 Os 87/18k
    Entscheidungstext OGH 25.07.2018 15 Os 87/18k
    Auch
  • 12 Os 86/18s
    Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Os 86/18s
    Auch
  • 15 Os 70/19m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2019 15 Os 70/19m
    Vgl
  • 15 Os 118/19w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2019 15 Os 118/19w
    Vgl
  • 12 Os 101/20z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2020 12 Os 101/20z
    Vgl
  • 15 Os 146/19p
    Entscheidungstext OGH 30.06.2020 15 Os 146/19p
    Vgl
  • 14 Os 53/21g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 53/21g
    Vgl
  • 14 Os 73/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 73/21y
    Vgl
  • 28 Ds 8/20w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2021 28 Ds 8/20w
    Vgl
  • 12 Os 151/21d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2022 12 Os 151/21d
    Vgl
  • 12 Os 147/21s
    Entscheidungstext OGH 24.02.2022 12 Os 147/21s
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 9/22f
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 13 Os 9/22f
    Vgl
  • 14 Os 37/22f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 14 Os 37/22f
    Vgl
  • 12 Os 120/22x
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 120/22x
    Vgl
  • 15 Os 8/23z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 8/23z
    vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 15 Os 55/23m
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 55/23m
    vgl
  • 12 Os 46/23s
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 46/23s
    vgl; Beisatz wie T7
  • 12 Os 133/23k
    Entscheidungstext OGH 11.01.2024 12 Os 133/23k
    vgl
  • 13 Os 34/23h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2024 13 Os 34/23h
    vgl
  • 14 Os 67/24w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 67/24w
    vgl
  • 11 Os 68/24w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2024 11 Os 68/24w
    vgl; Beisatz wie T7
  • 15 Os 46/24i
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 46/24i
    vgl
  • 15 Os 76/24a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2024 15 Os 76/24a
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 14 Os 73/25d
    Entscheidungstext OGH 24.07.2025 14 Os 73/25d
    vgl
  • 24 Ds 4/24h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 24 Ds 4/24h
    vgl
  • 21 Ds 6/25g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2026 21 Ds 6/25g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117228

Im RIS seit

28.12.2002

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20021128_OGH0002_0150OS00133_0200000_001

Rechtssatz für 14Os3/00; 15Os13/05h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0113145

Geschäftszahl

14Os3/00; 15Os13/05h; 14Os100/08z; 14Os87/12v; 14Os139/22f; 13Os41/26t

Entscheidungsdatum

24.06.2026

Norm

StGB §159 Abs1 Z2
StPO §281 Abs1 Z8
  1. StGB § 159 heute
  2. StGB § 159 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 159 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  4. StGB § 159 gültig von 01.08.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2000
  5. StGB § 159 gültig von 01.07.1982 bis 31.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1982
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Tatzeitraum - kein tatidentitätsbestimmendes Merkmal. In der Übernahme des in der Anklage bezeichneten Tatzeitraumes des Vergehens der fahrlässigen Krida nach Paragraph 159, Absatz eins, Ziffer 2, StPO ("bis zum heutigen Tag") im Urteil, ohne dass in der Hauptverhandlung die Anklage auf den Zeitraum zwischen Anklageerhebung und Urteilsfällung ausgedehnt worden wäre, liegt keine Anklageüberschreitung. Da es sich nämlich bei diesem Vergehen um ein Erfolgs- und alternatives Mischdelikt handelt, gehört die Begehungszeit nicht zu den wesentlichen, die Identität der Tat bestimmenden Merkmalen.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 3/00
    Entscheidungstext OGH 01.02.2000 14 Os 3/00
  • 15 Os 13/05h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 15 Os 13/05h
    Auch; nur: Da es sich nämlich bei diesem Vergehen um ein Erfolgs- und alternatives Mischdelikt handelt, gehört die Begehungszeit nicht zu den wesentlichen, die Identität der Tat bestimmenden Merkmalen. (T1); Beisatz: Bei Vergehen nach § 159 StGB ist die genaue Bestimmung des Tatzeitraumes - von der Frage der Verjährung abgesehen - ohne rechtliche Bedeutung. (T2)
  • 14 Os 100/08z
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 100/08z
    Vgl
  • 14 Os 87/12v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 87/12v
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl; Beisatz wie T2
  • 13 Os 41/26t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 41/26t
    vgl; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113145

Im RIS seit

02.03.2000

Zuletzt aktualisiert am

16.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20000201_OGH0002_0140OS00003_0000000_004

Rechtssatz für 14Os73/01; 13Os178/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0115712

Geschäftszahl

14Os73/01; 13Os178/03; 13Os135/03; 11Os115/05d; 11Os52/05i; 13Os42/06k; 12Os52/06y; 13Os85/06h; 11Os104/04; 12Os7/06f; 11Os154/07t; 13Os67/09s (13Os96/09f); 13Os12/10d; 14Os63/11p; 14Os79/12t; 15Os1/13f; 14Os119/14b (14Os120/14z); 15Os52/14g (15Os53/14d); 11Os5/15t; 11Os53/15a (11Os141/15t); 15Os26/16m; 11Os26/16g; 11Os10/16d; 14Os29/17x; 13Os80/17i; 13Os67/18d; 13Os80/18s; 12Os34/18v; 13Os92/19g; 13Os19/20y; 15Os16/20x; 15Os81/20f; 13Os66/21m; 15Os74/21b (15Os75/21z); 15Os100/21a; 12Os23/22g (12Os24/22d); 14Os139/22f; 11Os34/23v; 14Os50/23v; 13Os33/24p; 14Os130/23h; 14Os65/25b; 14Os115/25f; 14Os37/26m (14Os38/26h); 13Os24/26t

Entscheidungsdatum

30.06.2026

Norm

StPO §120 A
StPO §126
StPO §127 Abs3
StPO §248
StPO §281 Abs1 Z4
  1. StPO § 120 heute
  2. StPO § 120 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 120 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 120 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  5. StPO § 120 gültig von 31.12.1975 bis 28.02.1997
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 126 gültig von 14.08.2015 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  5. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  6. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  7. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  10. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 127 heute
  2. StPO § 127 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  3. StPO § 127 gültig von 01.06.2009 bis 31.08.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StPO § 127 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 127 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die - außer dem Fall des Paragraph 252, Absatz eins, StPO - in dessen Abhörung bestehende Beiziehung eines Sachverständigen zur Hauptverhandlung kann durch das Vorbringen erheblicher Einwendungen verhindert werden, auch wenn dieser bereits ein schriftliches Gutachten abgegeben hat (EvBl 1997/82). Nach Paragraph 248, Absatz eins, erster Satz StPO hat das Gericht bei der Beurteilung solcher Einwendungen auf ihre rechtliche Erheblichkeit die für den Untersuchungsrichter in der Voruntersuchung erteilten Vorschriften zu beobachten, soweit sie nicht ihrer Natur nach als in der Hauptverhandlung unausführbar erscheinen. Auf den Anschein der Befangenheit gestützte Einwendungen sind dabei von solchen zu scheiden, die mit mangelnder Sachkenntnis der als Sachverständiger abzuhörenden Person begründet werden.

Ob sich die als Sachverständiger beizuziehende Person schon vor der Hauptverhandlung eine Meinung über den Fall gebildet hat, ist für die Beurteilung des Anscheins der Befangenheit schon deshalb ohne Bedeutung, weil eine vorläufige Meinungsbildung spätestens mit Abgabe des schriftlichen Gutachtens füglich nicht mehr zu bestreiten ist und solcherart ansonsten kein mit der Abgabe eines schriftlichen Gutachtens beauftragter Gutachter in der Hauptverhandlung abgehört werden dürfte - ein Ergebnis das offen den Verfahrensgesetzen widerspricht und den Grundsatz indirekt als zutreffend erweist. Abhörung oder Verlesung des abgegebenen schriftlichen Gutachtens sind infolge Anscheins von Befangenheit vielmehr nur dann unzulässig, wenn zu erkennen ist, dass der Sachverständige sein Gutachten auch dann zu ändern nicht gewillt sein werde oder würde, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen. Allein aus einer vom Gutachtensauftrag nicht erfassten und daher unangebrachten rechtlichen Beurteilung zur Stellungnahme übermittelter Texte kann eine solche Befürchtung jedoch nicht abgeleitet werden. Von vornherein unbedenklich sind Aussagen wissenschaftlicher Publikationen aus dem Sachbereich des Gutachtensauftrages. Sie indizieren Befähigung, nicht Befangenheit.

Wurde das schriftliche Gutachten bereits abgegeben, bedarf es zur Beiziehung eines weiteren Sachverständigen wegen fehlender Sachkenntnis des Beauftragten eines an den Kriterien der Paragraphen 125, f StPO ausgerichteten Antragsvorbringens. Denn auch der Untersuchungsrichter hätte sich daran auszurichten (Paragraph 248, Absatz eins, erster Satz StPO).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 73/01
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 14 Os 73/01
  • 13 Os 178/03
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 178/03
    Vgl auch; nur: Abhörung oder Verlesung des abgegebenen schriftlichen Gutachtens sind infolge Anscheins von Befangenheit nur dann unzulässig, wenn zu erkennen ist, dass der Sachverständige sein Gutachten auch dann zu ändern nicht gewillt sein werde oder würde, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen. (T1)
  • 13 Os 135/03
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 135/03
    Vgl
  • 11 Os 115/05d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 115/05d
    nur: Die Beiziehung eines Sachverständigen zur Hauptverhandlung kann durch das Vorbringen erheblicher Einwendungen verhindert werden, auch wenn dieser bereits ein schriftliches Gutachten abgegeben hat (EvBl 1997/82). Nach § 248 Abs 1 erster Satz StPO hat das Gericht bei der Beurteilung solcher Einwendungen auf ihre rechtliche Erheblichkeit die für den Untersuchungsrichter in der Voruntersuchung erteilten Vorschriften zu beobachten, soweit sie nicht ihrer Natur nach als in der Hauptverhandlung unausführbar erscheinen. Wurde das schriftliche Gutachten bereits abgegeben, bedarf es zur Beiziehung eines weiteren Sachverständigen wegen fehlender Sachkenntnis des Beauftragten eines an den Kriterien der §§ 125 f StPO ausgerichteten Antragsvorbringens. (T2)
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Auch; nur: Allein aus einer vom Gutachtensauftrag nicht erfassten und daher unangebrachten rechtlichen Beurteilung zur Stellungnahme übermittelter Texte kann eine solche Befürchtung nicht abgeleitet werden. (T3)
    Beisatz: Hier: Dass dem betriebswirtschaftlichen Experten aus seiner Sicht das Verhalten der Angeklagten „kridaträchtig scheint", ist für sich allein (vgl WK-StPO § 281 Rz 371, WK-StPO § 120 Rz 6 aE) nicht geeignet, auch nur den Anschein einer Befangenheit zu begründen. (T4)
  • 13 Os 42/06k
    Entscheidungstext OGH 23.08.2006 13 Os 42/06k
    Auch; Beisatz: Befangenheit eines Sachverständigen liegt nur vor, wenn zu erkennen ist, dass dieser sein Gutachten auch dann zu ändern nicht gewillt sein werde oder würde, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen. Selbst wenn im schriftlichen Gutachten überflüssigerweise zu Rechtsfragen Stellung genommen worden wäre, wäre allein daraus kein Anhaltspunkt für Befangenheit abzuleiten. (T5)
  • 12 Os 52/06y
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 52/06y
    Vgl auch; Beisatz: Der StPO ist ein Recht der Parteien, die vom Gericht ausgewählten Sachverständigen formell abzulehnen, fremd. Eine Überprüfung gutachterlicher Expertisen kann vielmehr prozessordnungskonform nur mittels erheblicher Einwendungen (§ 120 StPO) erwirkt werden. Beziehen sich diese auf die Sachkenntnis des Gutachters, ist die Kritik an den Kriterien der §§ 125f StPO auszurichten. Auf den Anschein der Befangenheit gegründete Einwendungen sind nur dann beachtlich, wenn zu erkennen ist, dass der Sachverständige sein Gutachten auch dann zu ändern nicht gewillt sein werde oder würde, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen. (T6)
  • 13 Os 85/06h
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 13 Os 85/06h
    Auch; nur: Die - außer dem Fall des § 252 Abs 1 StPO - in dessen Abhörung bestehende Beiziehung eines Sachverständigen zur Hauptverhandlung kann durch das Vorbringen erheblicher Einwendungen verhindert werden, auch wenn dieser bereits ein schriftliches Gutachten abgegeben hat (EvBl 1997/82). Auf den Anschein der Befangenheit gestützte Einwendungen sind dabei von solchen zu scheiden, die mit mangelnder Sachkenntnis der als Sachverständiger abzuhörenden Person begründet werden. Abhörung oder Verlesung des abgegebenen schriftlichen Gutachtens sind infolge Anscheins von Befangenheit nur dann unzulässig, wenn zu erkennen ist, dass der Sachverständige sein Gutachten auch dann zu ändern nicht gewillt sein werde oder würde, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen. (T7)
  • 11 Os 104/04
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 11 Os 104/04
    Auch; nur T2
  • 12 Os 7/06f
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 12 Os 7/06f
    Auch; nur: Nach § 248 Abs 1 erster Satz StPO hat das Gericht bei der Beurteilung solcher Einwendungen auf ihre rechtliche Erheblichkeit die für den Untersuchungsrichter in der Voruntersuchung erteilten Vorschriften zu beobachten, soweit sie nicht ihrer Natur nach als in der Hauptverhandlung unausführbar erscheinen. (T8)
  • 11 Os 154/07t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 154/07t
    Vgl auch
  • 13 Os 67/09s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 67/09s
    Auch; nur T1
  • 13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
    Auch; nur T1; nur T3; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Ob sich die als Sachverständiger beizuziehende Person schon vor der Hauptverhandlung eine Meinung über den Fall gebildet hat, ist für die Beurteilung des Anscheins der Befangenheit schon deshalb ohne Bedeutung, weil eine vorläufige Meinungsbildung spätestens mit Abgabe des schriftlichen Gutachtens abgeschlossen ist. (T9)
  • 14 Os 63/11p
    Entscheidungstext OGH 28.08.2012 14 Os 63/11p
    Vgl; Beisatz: Liegt ein für den Beschwerdeführer nachteiliges Gutachten bereits vor, kann bei (in dessen Vernehmung bestehender) Beiziehung dieses Sachverständigen zur Hauptverhandlung nur durch Aufzeigen von nach Durchführung eines Verbesserungsverfahrens bestehen gebliebenen Mängeln im Sinn des § 127 Abs 3 erster Satz StPO das Gutachten eines weiteren Sachverständigen unter der Sanktion der Z 4 erwirkt werden. Auf mangelnde Sachkunde des Sachverständigen gegründete Einwendungen sind nach Erstattung von Befund und Gutachten nicht mehr zulässig. (T10)
  • 14 Os 79/12t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2013 14 Os 79/12t
    Vgl; Ähnlich Beis wie T10
  • 15 Os 1/13f
    Entscheidungstext OGH 22.05.2013 15 Os 1/13f
    Vgl; Beis wie T10
  • 14 Os 119/14b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 14 Os 119/14b
    Auch; Beis wie T10
  • 15 Os 52/14g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 52/14g
    Auch
  • 11 Os 5/15t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 11 Os 5/15t
    Auch; nur T7
  • 11 Os 53/15a
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 11 Os 53/15a
    Auch; Beis wie T10
  • 15 Os 26/16m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 15 Os 26/16m
    Auch
  • 11 Os 26/16g
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 11 Os 26/16g
    Auch; Beis wie T10
  • 11 Os 10/16d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2016 11 Os 10/16d
    Auch; Beis wie T10
  • 14 Os 29/17x
    Entscheidungstext OGH 05.09.2017 14 Os 29/17x
    Vgl
  • 13 Os 80/17i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 80/17i
    Auch; Beis wie T10
  • 13 Os 67/18d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2018 13 Os 67/18d
    nur ähnlich wie T10
  • 13 Os 80/18s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 13 Os 80/18s
    Auch; Beis wie T10
  • 12 Os 34/18v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
    Vgl; Beis wie T10
  • 13 Os 92/19g
    Entscheidungstext OGH 11.12.2019 13 Os 92/19g
    Vgl; Beis ähnlich T10
  • 13 Os 19/20y
    Entscheidungstext OGH 07.04.2020 13 Os 19/20y
    Vgl; Beis wie T10
  • 15 Os 16/20x
    Entscheidungstext OGH 18.05.2020 15 Os 16/20x
    Vgl; Beis wie T10
  • 15 Os 81/20f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2020 15 Os 81/20f
    Vgl; Beis wie T10
  • 13 Os 66/21m
    Entscheidungstext OGH 14.07.2021 13 Os 66/21m
    Vgl; Beis nur wie T10
  • 15 Os 74/21b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2021 15 Os 74/21b
    Vgl
  • 15 Os 100/21a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 100/21a
    Vgl
  • 12 Os 23/22g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 23/22g
    Vgl; Beis wie T10
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 11 Os 34/23v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 34/23v
    vgl; Beisatz wie T10
  • 14 Os 50/23v
    Entscheidungstext OGH 06.09.2023 14 Os 50/23v
    vgl; Beisatz wie T10
  • 13 Os 33/24p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 33/24p
    vgl; Beisatz nur wie T10
  • 14 Os 130/23h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 130/23h
    vgl
  • 14 Os 65/25b
    Entscheidungstext OGH 24.07.2025 14 Os 65/25b
    vgl; Beisatz wie T10
  • 14 Os 115/25f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 14 Os 115/25f
    vgl; Beisatz: Ein aus § 281 Abs 1 Z 4 StPO geschütztes Recht auf Beiziehung eines weiteren Sachverständigen besteht nur, wenn der Nichtigkeitswerber in der Hauptverhandlung einen formalen Mangel von Befund oder Gutachten des beigezogenen Sachverständigen aufgezeigt hätte, ein solcher Mangel – im Rahmen eines Verbesserungsverfahrens (§ 127 Abs 3 StPO) – durch Vernehmung des Sachverständigen nicht beseitigt worden wäre und er darauf durch entsprechende Antragstellung – unter substantiierter Auseinandersetzung mit den vom Sachverständigen vorgenommenen Modifikationen und Ergänzungen – reagiert hätte. (T11)
  • 14 Os 37/26m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2026 14 Os 37/26m
    vgl; Beisatz wie T10
  • 13 Os 24/26t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 24/26t
    vgl; nur T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115712

Im RIS seit

25.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_20010925_OGH0002_0140OS00073_0100000_001

Entscheidungstext 14Os139/22f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Fachgebiet

Wirtschaftsstrafsachen

Geschäftszahl

14Os139/22f

Entscheidungsdatum

25.04.2023

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 25. April 2023 durch die Senatspräsidentin des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger als Vorsitzende, die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Mann und Dr. Setz-Hummel LL.M., den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Haslwanter LL.M. sowie die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Sadoghi in Gegenwart der Schriftführerin Mag. Fitzthum in der Strafsache gegen M* P* wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 161, Absatz eins, StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt als Schöffengericht vom 27. Juli 2022, GZ 80 Hv 141/20d-170, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Graz zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

[1] Mit dem angefochtenen Urteil wurde – soweit hier von Bedeutung – M* P* der Vergehen der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen nach Paragraph 159, Absatz eins,, Absatz 4, Ziffer eins, (Absatz 5, Ziffer 4,) in Verbindung mit Paragraph 161, Absatz eins, StGB (römisch eins) und nach Paragraph 159, Absatz 2, (Absatz 5, Ziffer 4,) in Verbindung mit Paragraph 161, Absatz eins, StGB (römisch zwei) sowie des Verbrechens der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 161, Absatz eins, StGB (römisch drei) schuldig erkannt.

[2]            Danach hat er in T* und andernorts als Geschäftsführer der W* GmbH, sohin als leitender Angestellter dieser juristischen Person

(römisch eins) von Jänner 2014 bis 31. Jänner 2016 grob fahrlässig (Paragraph 6, Absatz 3, StGB) die Zahlungsunfähigkeit der W* GmbH durch kridaträchtiges Handeln herbeigeführt, indem er es entgegen Grundsätzen ordentlichen Wirtschaftens unterließ, „Geschäftsbücher und geschäftliche Aufzeichnungen so zu führen und dabei sonstige geeignete und erforderliche Kontrollmaßnahmen“ in Form der Bildung von Rückstellungen und Veränderungen der Geschäftsgebarung zur Erhaltung der Liquidität zu ergreifen (US 7), „die ihm einen zeitnahen Überblick über die wahre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verschafft hätten“ und dadurch einen 1.000.000 Euro übersteigenden Befriedigungsausfall der Gläubiger in Höhe von 1.667.763,33 Euro bewirkt;

(römisch zwei) von 1. Februar 2016 bis 18. August 2016 in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit der W* GmbH grob fahrlässig (Paragraph 6, Absatz 3, StGB) die Befriedigung wenigstens eines ihrer Gläubiger dadurch vereitelt und geschmälert, dass er wie zu (römisch eins) dargestellt (weiterhin) kridaträchtig handelte;

(römisch drei) von Jänner 2014 bis März 2016 in wiederholten Angriffen Bestandteile des Vermögens der W* GmbH beiseite geschafft und deren Vermögen sonst wirklich verringert und dadurch die Befriedigung deren Gläubiger geschmälert, indem er an Mo* P* um 70.000 Euro überhöhte Gehaltszahlungen leistete, ohne dass diesen eine Gegenleistung gegenüberstand.

Rechtliche Beurteilung

[3] Die dagegen aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 3, 4, 5, 5 a und 10 StPO erhobene Nichtigkeitsbeschwerde ist nicht im Recht.

[4] Die Verfahrensrüge (Ziffer 3,) behauptet einen nichtigkeitsbegründenden Verstoß gegen Paragraph 126, Absatz 4, StPO infolge Beiziehung des bereits im Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft bestellten Sachverständigen Dr. *. Mit der Behauptung von „struktureller“ Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren aufgrund seiner Tätigkeit im Auftrag der Staatsanwaltschaft als deren „verlängerter Arm“ im Ermittlungsverfahren wird jedoch der Befangenheitsgrund des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 126, Absatz 4, erster Satz) StPO geltend gemacht (RIS-Justiz RS0129955), der – im Gegensatz zu den Befangenheitsgründen des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer eins und 2 StPO – nicht mit ausdrücklicher Nichtigkeit bewehrt ist (Paragraph 126, Absatz 4, zweiter Satz StPO; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 199). Ungeachtet der Formulierung in einem E-Mail der Staatsanwaltschaft (ON 63) steht hier keine vormalige Tätigkeit des Sachverständigen als Organ der Kriminalpolizei, als Staatsanwalt oder als Richter in Rede vergleiche zur Differenzierung nach den Befangenheitsgründen des Paragraph 47, Absatz eins, StPO Hinterhofer, WK-StPO Paragraph 126, Rz 171 ff; zum Vorliegen einer taxativen Aufzählung in Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 3, StPO RIS-Justiz RS0099118).

[5] Zu Unrecht moniert die Verfahrensrüge (Ziffer 4,) die Abweisung (ON 119a S 9 f) des auf Abberufung wegen „struktureller“ Befangenheit des Sachverständigen abzielenden Antrags des Angeklagten (ON 119a S 7) in der Hauptverhandlung vom (richtig:) 30. Juni 2021 wegen dessen Durchführung umfangreicher, eigenverantwortlicher und eigeninitiativer Ermittlungsmaßnahmen als „Organ der Ermittlungsbehörden“. Denn sie ignoriert, dass das in Rede stehende Gutachten (ON 72) bereits im Geltungszeitraum des Paragraph 126, Absatz 5, StPO in der Fassung BGBl I 2015/112 eingeholt wurde. Dem Angeklagten wäre es daher im Ermittlungsverfahren offen gestanden, eine Bestellung des Sachverständigen im Rahmen gerichtlicher Beweisaufnahmen zu verlangen. Wurde derartiges nicht begehrt, kann die „strukturelle“ Befangenheit des Sachverständigen im Hauptverfahren im Hinblick auf den dadurch (der Sache nach) abgegebenen Grundrechtsverzicht nicht mehr geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0131744, RS0130055 [T5], RS0130056 [T3]; Hinterhofer/Oshidari, Strafverfahren Rz 7.671 mwN). Dass er an der Stellung eines Antrags im Sinn des Paragraph 126, Absatz 5, erster Satz zweiter Halbsatz StPO gehindert gewesen wäre, behauptet der Beschwerdeführer im Übrigen nicht.

[6] Ebenso zu Recht wies das Schöffengericht diesen Antrag unter dem Aspekt einer weiters behaupteten persönlichen Befangenheit des Sachverständigen wegen wertender Ausführungen [im Gutachten], da dieser „bei mehreren möglichen Varianten stets von der für die Angeklagten ungünstigsten“ ausgegangen sei, ab (ON 119a S 9 f). Denn auf den Inhalt des schriftlichen Gutachtens gegründete Befangenheit eines Sachverständigen im Sinn des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 126, Absatz 4,) StPO liegt nach Abgabe desselben nur vor, wenn zu erkennen ist, dass der Sachverständige sein Gutachten auch dann nicht ändern würde oder hiezu gewillt wäre, wenn Verfahrensergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen (RIS-Justiz RS0115712). Solche Umstände wurden nicht vorgebracht.

[7] Der von der Mängelrüge erhobene Einwand der Undeutlichkeit (Ziffer 5, erster Fall) in Ansehung eines Teils des Tatzeitraums zu (römisch eins) lässt außer Acht, dass der Tatzeitraum – von der Frage der hier nicht angesprochenen Verjährung abgesehen – keine entscheidende Tatsache ist, die allein den gesetzlichen Bezugspunkt des in Anspruch genommenen Nichtigkeitsgrundes bildet (RIS-Justiz RS0113145 [T2], RS0095238, RS0117499; Kirchbacher in WK2 StGB Paragraph 159, Rz 108).

[8] Ein Widerspruch (Ziffer 5, dritter Fall) zwischen den Urteilskonstatierungen, wonach nicht festgestellt werden kann, in welchem Umfang und in welcher Qualität ab Anfang 2015 noch Buchhaltungsunterlagen vorhanden gewesen waren und deren Verbleib nicht festgestellt werden kann, einerseits und jenen, wonach es der Angeklagte pflichtwidrig unterlassen hat, entsprechende Kontrollmaßnahmen in Zusammenhang mit der erforderlichen Liquiditätssteuerung zu ergreifen, insbesondere weder Rückstellungen gebildet, noch Veränderungen in der Geschäftsgebarung vorgenommen hat, die der Erhaltung der Liquidität gedient hätten (US 7), andererseits, besteht nach den Gesetzen logischen Denkens nicht (RIS-Justiz RS0117402 [T15]; vergleiche im Übrigen RS0118736, RS0117934).

[9]            Auch die Urteilsannahmen, wonach der Angeklagte es ab Anfang Februar 2016 fortgesetzt unterlassen hat, derartige Kontrollmaßnahmen zur Liquiditätssteuerung zu ergreifen, vielmehr weiterhin an der bisherigen Geschäftsgebarung festgehalten hat, wodurch es zu weiteren Mittelabflüssen und einer damit einhergehenden, ansteigenden Schmälerung der Befriedigung der Gläubiger gekommen ist, können neben der oben zitierten Negativfeststellung bestehen (neuerlich RIS-Justiz RS0117402 [T15]).

[10] Indem die Mängelrüge einen weiteren Widerspruch (Ziffer 5, dritter Fall) darin sieht, dass die Tatrichter im Referat der entscheidenden Tatsachen im Erkenntnis (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer eins, StPO) zu (römisch eins) bei einem Tatzeitraum bis 31. Jänner 2016 mit dem Betrag von 1.667.763,33 Euro „den Gesamtbetrag der angemeldeten Forderungen“ angenommen und gleichzeitig an mehreren Stellen ausgeführt haben, durch das Verhalten des Angeklagten ab 1. Februar 2016 habe sich der Forderungsausfall noch deutlich vergrößert, spricht sie neuerlich keine entscheidende Tatsache (siehe aber RIS-Justiz RS0106268) an, weil der Entfall der Wertqualifikation des Paragraph 159, Absatz 4, Ziffer eins, StGB gar nicht behauptet wird vergleiche im Übrigen US 8).

[11] Gleiches gilt für die Kritik (nominell Ziffer 5, dritter Fall, der Sache nach vierter Fall), wonach das Erstgericht in Bezug auf die subjektive Tatseite zu (römisch drei) nicht begründet habe, warum diese auch zu Beginn des Tatzeitraums (ab 2014) vorgelegen sei. Im Übrigen ist die (hier primär erfolgte) Ableitung der Feststellungen zur subjektiven Tatseite aus dem äußeren Tatgeschehen (US 15) unter dem Aspekt der Begründungstauglichkeit nicht zu beanstanden (RIS-Justiz RS0098671 und RS0116882). Die eigenständigen Schlussfolgerungen aus einer Passage aus dem Gutachten des Sachverständigen zur wirtschaftlichen Situation der W* GmbH in den Jahren 2013 und 2014 und der Einstellung der Zahlungen an Mo* P* „sehr kurz“ nach erkennbarer Zahlungsunfähigkeit stellen bloß in dieser Form unzulässige Beweiswürdigungskritik dar.

[12] Soweit der Angeklagte die Ausführungen zur Mängelrüge hilfsweise auch auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO stützt, vernachlässigt er, dass die Nichtigkeitsgründe des Paragraph 281, Absatz eins, StPO voneinander wesensmäßig verschieden und daher gesondert auszuführen sind, wobei unter Beibehaltung dieser klaren Trennung deutlich und bestimmt jene Punkte zu bezeichnen sind, durch die sich der Nichtigkeitswerber beschwert erachtet (RIS-Justiz RS0115902).

[13] Im Übrigen weckt die Rüge – ohne den gebotenen Bezug zum Akt vergleiche RIS-Justiz RS0119424 [T1]) – mit den Hinweisen auf eine an sich noch positive Entwicklung der Gesellschaft in den Jahren 2013 und 2014 und die Einstellung der Gehaltszahlungen an Mo* P* kurz nach dem im Urteil festgestellten Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit keine erheblichen Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen zur subjektiven Tatseite zu (römisch drei) (RIS-Justiz RS0119583, RS0118780), sondern hält diesen bloß eigene Überlegungen entgegen (siehe aber RIS-Justiz RS0100555).

[14] Die gegen die Annahme der Wertqualifikation des Paragraph 159, Absatz 4, Ziffer eins, StGB zu (römisch eins) gerichtete Subsumtionsrüge (Ziffer 10,) verweist zunächst auf den schon im Rahmen der Mängelrüge behaupteten angeblichen Widerspruch zwischen der im Referat der entscheidenden Tatsachen im Erkenntnis angeführten Höhe des Befriedigungsausfalls (im Ausmaß sämtlicher im Insolvenzverfahren angemeldeter Forderungen) und „an mehreren Stellen des Urteils“ getroffenen – nicht näher konkretisierten – Aussagen zu einer „deutlichen Vergrößerung“ des Forderungsausfalls ab 1. Februar 2016. Damit spricht sie auch unter dem Aspekt materieller Nichtigkeit (zum inneren Widerspruch als Gegenstand sowohl der Mängel- als auch der Rechts- und Subsumtionsrüge vergleiche Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 570 f; RIS-Justiz RS0133376) keine entscheidende Tatsache an, weil sie einen Einfluss dieses Widerspruchs auf die in Rede stehende Wertgrenze gar nicht mit Bestimmtheit behauptet.

[15] Davon abgesehen orientiert sich die Beschwerde mit diesem Vorbringen nicht am Urteilssachverhalt vergleiche aber RIS-Justiz RS0099810). Sie lässt nämlich die Feststellungen außer Acht, nach denen der Angeklagte es unterließ, entsprechende Kontrollmaßnahmen zu ergreifen und „die völlig unkontrollierte Geschäftsgebarung mit ein Grund dafür [war], dass es zur konkret eingetretenen Höhe des Ausfalls bei den Gläubigern in einem 1.000.000 Euro übersteigenden Betrag und zur weiteren Vergrößerung des Schadens bis Konkurseröffnung gekommen ist“, „der Eintritt eines solchen Ausmaßes an Insolvenzverbindlichkeiten und die weitere Vergrößerung des Ausfalls für die Gläubiger nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit“ für den Angeklagten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten war und sich diese Wahrscheinlichkeit auch konkret verwirklicht hat (US 8).

[16] Diese lassen, wie der Vollständigkeit halber anzumerken bleibt, aus Sicht des Obersten Gerichtshofs – entgegen der Auffassung der Generalprokuratur – mit hinreichender Deutlichkeit erkennen, dass die Tatrichter die für die Annahme der Wertqualifikation des Paragraph 159, Absatz 4, Ziffer eins, StGB sowie für die Abgrenzung der Tatbestände des Paragraph 159, Absatz eins und Absatz 2, StGB erforderlichen Feststellungen treffen wollten (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 19; RIS-Justiz RS0117228).

[17] Eben diese Konstatierungen übergeht die Beschwerde auch mit ihrer weiteren Behauptung fehlender Kausalität des tatbestandsmäßigen Handelns für die (gesamte) Höhe des Gläubigerausfalls zu (römisch eins).

[18]     Schließlich entzieht sich der Einwand eines Feststellungsmangels zur Höhe des Forderungsausfalls bei „rechtmäßigem Alternativverhalten“ (bloß) betreffend die Bildung von Rückstellungen für die Forderung der Therme * schon deshalb einer inhaltlichen Erwiderung, weil gleichfalls nicht am Urteilssachverhalt Maß genommen wird (RIS-Justiz RS0118580 [insb T14]).

[19] Bei ihrer spekulativen These, insoweit rechtmäßiges Verhalten hätte „bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu einer Insolvenz“ und zu „einem beträchtlichen Ausfall von Gläubigern“ geführt, geht die Rüge nämlich zum einen urteilsfremd von einer Forderung in Höhe von 916.845,40 Euro vergleiche dagegen US 6 f: „635.000 Euro samt Zinsen und Kosten“) und zum anderen davon aus, dem Angeklagten wäre „im Wesentlichen“ die Unterlassung der Bildung von Rückstellungen angelastet worden, womit sie die Feststellungen zu den – für den gesamten Befriedigungsausfall der Gläubiger kausalen – weiteren kridaträchtigen Handlungen übergeht (US 7 f in Verbindung mit US 1 und US 12 f). Dass ein Befriedigungsausfall von mehr als 1.000.000 Euro auch dann eingetreten wäre, wenn der Angeklagte – Grundsätzen ordentlichen Wirtschaftens entsprechend – Geschäftsbücher und geschäftliche Aufzeichnungen pflichtgemäß geführt und dabei die zur Erlangung eines zeitnahen Überblicks über die wahre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens geeigneten und erforderlichen Kontroll- und Liquiditäts-steuerungsmaßnahmen ergriffen sowie – angesichts ansteigender Liquiditätsprobleme und der seit 2013 drohenden Verpflichtung zur Bezahlung der Forderung der Therme * – Veränderungen in der Geschäftsgebarung zur Erhaltung der Liquidität vorgenommen hätte, behauptet die Beschwerde nicht.

[20] Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei der nichtöffentlichen Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO). Daraus folgt die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufung (Paragraph 285 i, StPO).

[21] Der Kostenausspruch beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Textnummer

E138196

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2023:0140OS00139.22F.0425.000

Im RIS seit

24.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

24.05.2023

Dokumentnummer

JJT_20230425_OGH0002_0140OS00139_22F0000_000