Rechtssatz für 5Ob269/71 (5Ob270/71-5Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026514

Geschäftszahl

5Ob269/71 (5Ob270/71-5Ob274/71); 5Ob204/73; 4Ob99/73; 7Ob742/78; 8Ob147/82; 7Ob518/85; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 8Ob30/86; 1Ob35/87; 2Ob23/88; 8Ob614/93; 4Ob578/95; 2Ob95/98d; 4Ob265/99w; 7Ob11/03y; 2Ob231/08x; 1Ob128/15b; 7Ob231/16w; 5Ob21/18a; 4Ob115/18t; 6Ob233/18k; 6Ob84/21b; 5Ob80/23k

Entscheidungsdatum

24.10.2023

Rechtssatz

Paragraph 1299, ABGB gilt für alle Berufe, die eine besondere Sachkenntnis erfordern, gleichgültig, ob sie selbständig oder unselbständig ausgeübt werden. Die Aufzählung der angeführten Gesetzesstelle ist keine erschöpfende.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 269/71
    Entscheidungstext OGH 01.02.1972 5 Ob 269/71
    Veröff: Arb 8954 = DRdA 1972,246 (kritisch Fenyves und Holzer)
  • 5 Ob 204/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 204/73
    nur: § 1299 ABGB gilt für alle Berufe, die eine besondere Sachkenntnis erfordern. (T1)
    Beisatz: Hier: Briefmarkenhändler (T2)
  • 4 Ob 99/73
    Entscheidungstext OGH 29.01.1974 4 Ob 99/73
    nur T1; Beisatz: Führer einer Werkslokomotive. (T3)
  • 7 Ob 742/78
    Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 742/78
    nur T1; nur: Die Aufzählung der angeführten Gesetzesstelle ist keine erschöpfende. (T4)
  • 8 Ob 147/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 8 Ob 147/82
    nur T1; Beisatz: Pilot (T5)
    Veröff: ZVR 1984/246 S 243
  • 7 Ob 518/85
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 7 Ob 518/85
    nur T1
  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    nur T1; Veröff: ZVR 1986/132 S 307
  • 8 Ob 30/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 30/86
    nur T1; Beisatz: Hier: Schiffsführer (T6)
  • 1 Ob 35/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 1 Ob 35/87
    nur T1; Veröff: SZ 60/236
  • 2 Ob 23/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 23/88
    nur T1; Beisatz: Hier: Pilot (T7)
  • 8 Ob 614/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 614/93
    Auch; Beisatz: Hier: Dienstnehmer des Wiener Bodenbereitstellungsfonds und Stadterneuerungsfonds. (T8)
  • 4 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 578/95
    nur: § 1299 ABGB gilt für alle Berufe, die eine besondere Sachkenntnis erfordern, gleichgültig, ob sie selbständig oder unselbständig ausgeübt werden. (T9)
    Beisatz: § 1299 ABGB gilt für alle Berufe und Geschäfte, die eine besondere Sachkenntnis und Anstrengung erfordern. (T10)
  • 2 Ob 95/98d
    Entscheidungstext OGH 11.03.1999 2 Ob 95/98d
    Vgl; Beisatz: Der nicht hauptberufliche Schiffsführer konnte darauf vertrauen, dass das Aufriggen durch eine Werft ordnungsgemäß erfolgte. (T11)
  • 4 Ob 265/99w
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 265/99w
    Auch
  • 7 Ob 11/03y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 11/03y
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Fußpflegerin. (T12)
  • 2 Ob 231/08x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 2 Ob 231/08x
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Die Frage nach dem an die Handlungsweise von Piloten anzulegenden Sorgfaltsmaßstab ist keine Tatfrage, sondern eine Rechtsfrage. (T13)
  • 1 Ob 128/15b
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 128/15b
    Vgl auch
  • 7 Ob 231/16w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 231/16w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 5 Ob 21/18a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 21/18a
    Beis wie T10
  • 4 Ob 115/18t
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 115/18t
    Auch; Beisatz: Hier: Tätowierung. (T14)
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 84/21b
    Entscheidungstext OGH 06.08.2021 6 Ob 84/21b
    Vgl; Beis wie T10
  • 5 Ob 80/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.10.2023 5 Ob 80/23k
    Beisatz wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0026514

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2023

Dokumentnummer

JJR_19720201_OGH0002_0050OB00269_7100000_002

Rechtssatz für 8Ob207/83; 1Ob35/87; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0026557

Geschäftszahl

8Ob207/83; 1Ob35/87; 4Ob574/95 (4Ob1642/95); 7Ob2113/96b; 1Ob262/98f; 4Ob12/04z; 3Ob103/04z; 5Ob224/05k; 4Ob137/10s; 4Ob181/10m; 10Ob93/11s; 7Ob18/14v; 7Ob220/14z; 10Ob50/15y; 6Ob233/18k; 6Ob39/19g; 6Ob84/21b; 5Ob80/23k

Entscheidungsdatum

24.10.2023

Rechtssatz

Jeder, der eine besondere Tätigkeit ausübt, muss auch dafür einstehen, dass er die nötigen Fähigkeiten hat.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 207/83
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 207/83
  • 1 Ob 35/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 1 Ob 35/87
    Auch; Veröff: SZ 60/236
  • 4 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 574/95
    Auch; Beisatz: Auch derjenige haftet nach § 1299 ABGB, der, ohne Fachmann zu sein, eine Arbeit übernimmt, die in der Regel wegen der notwendigen Kenntnisse nur von einem Fachmann besorgt zu werden pflegt. (T1)
  • 7 Ob 2113/96b
    Entscheidungstext OGH 16.04.1997 7 Ob 2113/96b
    Auch; Beisatz: Sachverständiger ist jeder, der eine Tätigkeit ausübt, die besondere Fähigkeiten erfordert. (T2)
  • 1 Ob 262/98f
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 1 Ob 262/98f
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 12/04z
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 12/04z
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Besitzt er diese Kenntnisse nicht oder handelt er nicht danach, so begründet dies nicht bloß leichte Fahrlässigkeit. (T3)
  • 3 Ob 103/04z
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 103/04z
  • 5 Ob 224/05k
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 224/05k
    Auch; Beisatz: Hier: Schiffsführer. (T4)
  • 4 Ob 137/10s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 137/10s
    Auch; Beisatz: Hier: Selbständiger Vermittler von besonders günstigen Verträgen über den Erwerb von fabriksneuen Kraftfahrzeugen. (T5)
  • 4 Ob 181/10m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 181/10m
    Auch; Beis wie T5
  • 10 Ob 93/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
    Auch
  • 7 Ob 18/14v
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 18/14v
  • 7 Ob 220/14z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 220/14z
    Auch
  • 10 Ob 50/15y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 50/15y
    Vgl auch
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Beis wie T2
  • 6 Ob 39/19g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 39/19g
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Auch das Fehlen einer Gewerbeberechtigung entlastet daher nicht. (T6)
  • 6 Ob 84/21b
    Entscheidungstext OGH 06.08.2021 6 Ob 84/21b
    Beis wie T2
  • 5 Ob 80/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.10.2023 5 Ob 80/23k
    Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0026557

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2023

Dokumentnummer

JJR_19840911_OGH0002_0080OB00207_8300000_002

Rechtssatz für 6Ob2100/96h; 4Ob174/11h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0108623

Geschäftszahl

6Ob2100/96h; 4Ob174/11h; 4Ob90/14k; 4Ob155/14v; 9Ob38/14z; 1Ob6/15m; 1Ob182/18y; 7Ob181/18w; 6Ob233/18k; 1Ob160/23w

Entscheidungsdatum

30.01.2024

Rechtssatz

Der Prospektbegriff ist im umfassenden Sinn zu verstehen. Maßgeblich ist dafür, ob der Werbeprospekt des freien Kapitalmarktes dem Vertrieb der Anlage dient und dabei als Schriftstück generell geeignet ist, den Anlageentschluß eines potentiellen Anlegers in Ansehung einer konkreten Anlage zu beeinflußen, indem er den Anschein ausreichender und objektiver Anlageinformation erweckt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 2100/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 2100/96h
    Veröff SZ 70/179
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl; Beisatz: Bei der Prospekthaftung ist zwischen der Haftung nach § 11 KMG für Kapitalmarktprospekte und jener nach allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen für Werbeprospekte, Fact Sheets (soweit sie nicht Teil des Kapitalmarktprospektes sind) udgl zu unterscheiden. (T1)
  • 4 Ob 90/14k
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 90/14k
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 155/14v
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 4 Ob 155/14v
    Beis wie T1
  • 9 Ob 38/14z
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 38/14z
  • 1 Ob 6/15m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 6/15m
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 182/18y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 182/18y
  • 7 Ob 181/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 181/18w
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Beisatz: Entscheidend ist nicht die Form einer Information, sondern ob durch diese zu einem erkennbar veranlagungsrelevanten Umstand ein Vertrauenstatbestand geschaffen wurde. (T2)
  • 1 Ob 160/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2024 1 Ob 160/23w
    Beisatz: Hier: Prospekthaftungsansprüche gegen Rechtsanwalt bzw tätig gewordene Rechtsanwaltsgesellschaft. (T3)
    Beisatz: Die Beklagten errichteten keinen Prospekt, der dem Vertrieb der Anlage dienen hätte sollen. Sie waren in die Errichtung der Verträge eingebunden, ohne dass sie die Klägerin zur Kapitalanlage bewogen hätten. (T4)

Schlagworte

gemeinsamer Vertragserrichter

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108623

Im RIS seit

11.10.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19970911_OGH0002_0060OB02100_96H0000_001

Rechtssatz für 2Ob533/95; 3Ob180/03x; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077491

Geschäftszahl

2Ob533/95; 3Ob180/03x; 7Ob31/13d; 4Ob112/15x; 6Ob233/18k; 1Ob160/23w; 6Ob25/25g

Entscheidungsdatum

26.03.2025

Norm

IPRG §48 Abs1
Rom II-VO Art4 Abs3

Rechtssatz

Wenn der Schädiger typischerweise mit der Schädigung jenseits der Grenzen des Handlungsstaates rechnen musste, besteht eine stärkere Beziehung zum Recht des Erfolgsortes, nach dem auch die Frage des Mitverschuldens zu beurteilen ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 24.05.1995 2 Ob 533/95
  • 3 Ob 180/03x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 180/03x
    nur: Wenn der Schädiger typischerweise mit der Schädigung jenseits der Grenzen des Handlungsstaates rechnen musste, besteht eine stärkere Beziehung zum Recht des Erfolgsortes. (T1)
  • 7 Ob 31/13d
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 31/13d
  • 4 Ob 112/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 112/15x
    Auch; Beisatz: Zivilrechtliche Prospekthaftung: Anknüpfung nach dem Recht des Ortes, wo zielgerichtet auf den Entschluss der Anleger eingewirkt wurde. (T2)
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 160/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2024 1 Ob 160/23w
    vgl; Beisatz: Hier: Anknüpfung von Prospekthaftungsansprüchen nicht abschließend geklärt, weil Anspruchsberechtigung schon nach geltend gemachtem österreichischen Sachrecht zu verneinen war. (T3)
  • 6 Ob 25/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.03.2025 6 Ob 25/25g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0077491

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19950524_OGH0002_0020OB00533_9500000_002

Rechtssatz für 7Ob2091/96t; 4Ob353/98k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107352

Geschäftszahl

7Ob2091/96t; 4Ob353/98k; 3Ob89/99f; 4Ob191/04y; 9ObA86/07y; 10Ob69/11m; 10Ob9/12i; 4Ob174/11h; 5Ob233/11t; 10Ob88/11f; 6Ob190/12b; 9Ob43/13h; 3Ob108/13y; 2Ob41/14i; 4Ob90/14k; 5Ob26/14f; 4Ob155/14v; 9Ob63/14a; 4Ob249/14t; 1Ob71/14v; 3Ob212/15w; 4Ob112/15x; 6Ob229/15t; 3Ob148/16k; 7Ob31/17k; 7Ob65/17k; 7Ob181/18w; 6Ob233/18k; 6Ob46/19m; 9Ob23/19a; 1Ob188/21k; 1Ob160/23w; 10Ob23/23i; 4Ob119/24i; 10Ob35/24f; 7Ob164/24d; 7Ob165/24a; 8Ob144/24w; 8Ob130/24m; 3Ob200/24v

Entscheidungsdatum

23.07.2025

Rechtssatz

Prospekthaftungsansprüche bestehen, wenn ein Anleger durch falsche, unvollständige oder irreführende Prospektangaben zur Zeichnung einer Kapitalanlage bewegt wird. Es handelt sich dabei um eine typisierte Vertrauenshaftung aus Verschulden bei Vertragsabschluss. Der Prospekt bildet im Regelfall die Grundlage für den wirtschaftlich bedeutsamen und mit Risken verbundenen Beteiligungsbeschluss. Aus diesem Grund muss sich der potentielle Kapitalanleger grundsätzlich auf die sachliche Richtigkeit und Vollständigkeit der im Prospekt enthaltenen Angaben verlassen dürfen. Daher haben alle jene Personen für eine sachlich richtige und vollständige Information einzustehen, die durch ihr nach außen in Erscheinung tretendes Mitwirken an der Prospektgestaltung einen besonderen - zusätzlichen - Vertrauenstatbestand schaffen. Dazu gehören insbesondere auch solche Personen und Unternehmen, die mit Rücksicht auf ihre allgemein anerkannte herausgehobene berufliche und wirtschaftliche Stellung oder ihre Eigenschaft als berufsmäßige Sachkenner eine Garantenstellung einnehmen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 2091/96t
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 2091/96t
  • 4 Ob 353/98k
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 353/98k
  • 3 Ob 89/99f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 89/99f
    Vgl auch
  • 4 Ob 191/04y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2004 4 Ob 191/04y
    nur: Prospekthaftungsansprüche bestehen, wenn ein Anleger durch falsche, unvollständige oder irreführende Prospektangaben zur Zeichnung einer Kapitalanlage bewegt wird. Es handelt sich dabei um eine typisierte Vertrauenshaftung aus Verschulden bei Vertragsabschluss. Der Prospekt bildet im Regelfall die Grundlage für den wirtschaftlich bedeutsamen und mit Risken verbundenen Beteiligungsbeschluss. Aus diesem Grund muss sich der potentielle Kapitalanleger grundsätzlich auf die sachliche Richtigkeit und Vollständigkeit der im Prospekt enthaltenen Angaben verlassen dürfen. (T1)
  • 9 ObA 86/07y
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 86/07y
    nur T1; nur: Prospekthaftungsansprüche bestehen, wenn ein Anleger durch falsche, unvollständige oder irreführende Prospektangaben zur Zeichnung einer Kapitalanlage bewegt wird. (T2)
  • 10 Ob 69/11m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 Ob 69/11m
    Vgl auch
  • 10 Ob 9/12i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 Ob 9/12i
    Auch
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl; Beisatz: Hier: Fact Sheets. (T3)
  • 5 Ob 233/11t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 233/11t
    Vgl
  • 10 Ob 88/11f
    Entscheidungstext OGH 10.09.2012 10 Ob 88/11f
    Vgl
  • 6 Ob 190/12b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 190/12b
    Vgl auch; Beisatz: Prospektkontrolle durch den Repräsentanten eines ausländischen Kapitalanlagefonds nach § 26 Abs 2 InvFG 1993. (T4)
    Beisatz: Der Prospektkontrollor haftet grundsätzlich nicht für die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit des Prospekts, sondern für erfolgte unrichtige oder unvollständige Kontrollen, sofern sie auf eigenem groben Verschulden bzw grobem Verschulden seiner Leute oder sonstiger Personen beruhen, die zur Prospektkontrolle herangezogen wurden. (T5)
    Beisatz: Der Zweck des § 26 InvFG 1993 liegt darin, dem potentiellen Anleger durch das Vorsehen verpflichtender Prospektinhalte eine umfassende und objektive Grundlage für seine Erwerbsentscheidung zu bieten. Es geht um die Sanktionierung irreführender Anlegerinformationen. Daher ist ein Prospektkontrollor, „der einen gänzlich gesetzwidrigen Prospekt - für ein per se unzulässiges Produkt - nicht beanstandet“, allein aus diesem Grund von § 26 InvFG 1993 und § 11 KMG nicht erfasst. (T6)
  • 9 Ob 43/13h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 9 Ob 43/13h
    Auch; nur: Es handelt sich dabei um eine typisierte Vertrauenshaftung aus Verschulden bei Vertragsabschluss. Der Prospekt bildet im Regelfall die Grundlage für den wirtschaftlich bedeutsamen und mit Risken verbundenen Beteiligungsbeschluss. Aus diesem Grund muss sich der potentielle Kapitalanleger grundsätzlich auf die sachliche Richtigkeit und Vollständigkeit der im Prospekt enthaltenen Angaben verlassen dürfen. Daher haben alle jene Personen für eine sachlich richtige und vollständige Information einzustehen, die durch ihr nach außen in Erscheinung tretendes Mitwirken an der Prospektgestaltung einen besonderen - zusätzlichen - Vertrauenstatbestand schaffen. (T7)
  • 3 Ob 108/13y
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 108/13y
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Primeo Fund. (T8)
  • 2 Ob 41/14i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 41/14i
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Herald Fonds. (T9)
    Beisatz: Hier: Hinweis auf die Möglichkeit der managed accounts und Übertragung der Verwaltung an einen einzigen Manager ausreichend. (T10)
  • 4 Ob 90/14k
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 90/14k
    nur T7
  • 5 Ob 26/14f
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 26/14f
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Die Tatsache, dass de facto der Manager als Subdepotverwahrer und nicht die Depotbank selbst die Gelder unmittelbar über ein „Managed Account“ verwahrte, stellt eine wesentliche Risikoerhöhung für den potentiellen Anleger dar, weshalb es sich um einen Umstand handelt, über den der Prospektkontrollor iSd § 26 Abs 2 InvFG 1993 aufzuklären hatte. (T11)
    Beisatz: Der den Herald Fonds betreffende Verkaufsprospekt ist in entscheidenden Punkten wesentlich undeutlicher als jener des Primeo Fonds, den der Oberste Gerichtshof bisher als (noch) ausreichend vollständig und nicht irreführend beurteilt hat. (T12)
    Beisatz: Dabei ist hervorzuheben, dass in Wahrheit die Aussage in 2 Ob 41/14i zur Richtigkeit und Vollständigkeit des Prospekts des Herald Fonds für die Entscheidung nicht tragend war: Der Oberste Gerichtshof verneinte nämlich bereits die Kausalität eines allfälligen Prospektmangels für die Veranlagungsentscheidung des dortigen Klägers. (T13)
  • 4 Ob 155/14v
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 4 Ob 155/14v
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Zweimalige Anführung des Internetauftritts der Beklagten auf der Titelseite des Verkaufsprospekts mit der Angabe, der Kapitalmarktprospekt liege an der genannten Adresse der Beklagten auf stehe auf deren Homepage zum Download bereit. (T14)
  • 9 Ob 63/14a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 Ob 63/14a
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5 nur: Der Prospektkontrollor haftet grundsätzlich nicht für die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit des Prospekts, sondern für erfolgte unrichtige oder unvollständige Kontrollen. (T15)
    Beis wie T6 nur: Der Zweck des § 26 InvFG 1993 liegt darin, dem potentiellen Anleger durch das Vorsehen verpflichtender Prospektinhalte eine umfassende und objektive Grundlage für seine Erwerbsentscheidung zu bieten. (T16)
    Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T12;
    Beisatz: Ein Prospekt, der die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht richtig wiedergibt oder in einer für die Anlageentscheidung relevanten Weise missverständlich formuliert ist, entspricht den gesetzlichen Vorgaben nicht. (T17)
    Beisatz: Es besteht ein entscheidender Unterschied zwischen dem Prospekt des Primeo Fonds, der jenes massive Risiko, das sich auch tatsächlich verwirklicht hat, (noch) ausreichend dargelegt hat, und jenem des Herald Fonds, der dieses Risiko durch die gewählten Formulierungen offenbar bewusst verschleiern wollte. (T18)
    Bem: Der erkennende Senat schließt sich den Ausführungen des fünften Senats zu 5 Ob 26/14f an. (T19)
    Bem: Teilweise abweichend zu 2 Ob 41/14i. (T20)
  • 4 Ob 249/14t
    Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 249/14t
    Vgl
  • 1 Ob 71/14v
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 71/14v
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 3 Ob 212/15w
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 212/15w
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T17; Beis wie T18; Beis wie T19; Beis wie T20
  • 4 Ob 112/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 112/15x
    Auch; Beisatz: Auszugehen ist davon, dass es sich um eine Eigenhaftung des nach außen hin in Erscheinung Tretenden erga omnes handelt, die aufgrund der Schaffung eines Vertrauenstatbestands unabhängig von der Haftung der den Wertpapierkaufvertrag oder Finanzdienstleistungsvertrag schließenden Parteien entsteht. Es liegt sohin eine Dritthaftung vor, weil jemand haftet, der mit dem unmittelbaren Vertragsverhältnis in keinem direkten Zusammenhang steht. (T21)
    Beisatz: Hier: Prüfung zivilrechtlicher Prospekthaftungsansprüche nach deutschem Recht. (T22)
  • 6 Ob 229/15t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 229/15t
    Auch; Beis wie T18; Beisatz: Die Haftung wegen mangelhafter Prospektkontrolle setzt gemäß § 11 Abs 1 Z 2a KMG grobe Fahrlässigkeit voraus, wobei ‑ hier im Falle des „Herald Fonds“ ‑ nur positives Wissen um die tatsächlichen Gegebenheiten ein grobes Verschulden des Prospektkontrollors begründen würde, während die bloße Unkenntnis dieser Umstände jedenfalls ohne Hinzutreten weiterer Aspekte höchstens als leicht fahrlässig zu qualifizieren wäre. Entscheidend ist daher, was den Mitarbeitern des Prospektkontrollors unter Zugrundelegung der positiven Kenntnis von den tatsächlichen Gegebenheiten bei der Prospektprüfung aufgefallen ist bzw auffallen hätte müssen. (T23)
  • 3 Ob 148/16k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 148/16k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T23; Beisatz: Hier: Primeo Fund. (T24)
  • 7 Ob 31/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 31/17k
    Vgl; Beisatz: Hier: Primeo Executive (Juli 2006) und Primeo Select (April 2007). Abgrenzung zu den Entscheidungen zum Herald Fonds und zur Entscheidung 3 Ob 148/16k. (T25)
  • 7 Ob 65/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 65/17k
    Vgl; Beis wie T25
  • 7 Ob 181/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 181/18w
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Beis wie T21
  • 6 Ob 46/19m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2019 6 Ob 46/19m
    Beis wie T21
  • 9 Ob 23/19a
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 9 Ob 23/19a
    nur T2
  • 1 Ob 188/21k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2022 1 Ob 188/21k
    Auch; Beis nur wie T1; Beis wie T5; Beis wie T15
  • 1 Ob 160/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2024 1 Ob 160/23w
    Beisatz wie T1: Hier: Prospekthaftungsansprüche gegen Rechtsanwalt bzw tätig gewordene Rechtsanwaltsgesellschaft. (T26)
    Beisatz: Die Beklagten errichteten keinen Prospekt, der dem Vertrieb der Anlage dienen hätte sollen. Sie waren in die Errichtung der Verträge eingebunden, ohne dass sie die Klägerin zur Kapitalanlage bewogen hätten. (T27)
  • 10 Ob 23/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.02.2024 10 Ob 23/23i
    vgl; Beisatz nur wie T1; Beisatz nur wie T2; Beisatz nur wie T5; Beisatz nur wie T15
    Beisatz: Hier: Kein grobes Verschulden bei (ex-ante) vertretbarer Annahme des Nicht-Vorliegens einer Veranlagungsgemeinschaft in Immobilien iSd § 14 KMG. (T28)
  • 4 Ob 119/24i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.08.2024 4 Ob 119/24i
    vgl; nur: Alle Personen haben für eine sachlich richtige und vollständige Information einzustehen, die durch ihr nach außen in Erscheinung tretendes Mitwirken einen besonderen Vertrauenstatbestand schaffen. (T29); Beisatz wie T5; Beisatz wie T15
  • 10 Ob 35/24f
    Entscheidungstext OGH 10.09.2024 10 Ob 35/24f
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T15
  • 7 Ob 164/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2024 7 Ob 164/24d
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T15
  • 7 Ob 165/24a
    Entscheidungstext OGH 20.11.2024 7 Ob 165/24a
    nur T1; Beisatz wie T5; Beisatz wie T15
  • 8 Ob 144/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.02.2025 8 Ob 144/24w
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T15
  • 8 Ob 130/24m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.12.2024 8 Ob 130/24m
    nur T1; nur T15
  • 3 Ob 200/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2025 3 Ob 200/24v
    nur T1

Schlagworte

gemeinsamer Vertragserrichter

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107352

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19970226_OGH0002_0070OB02091_96T0000_001

Rechtssatz für 6Ob2100/96h; 7Ob77/10i; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0108624

Geschäftszahl

6Ob2100/96h; 7Ob77/10i; 10Ob9/12i; 4Ob174/11h; 9Ob43/13h; 3Ob108/13y; 7Ob235/12b; 4Ob90/14k; 5Ob26/14f; 4Ob155/14v; 1Ob71/14v; 7Ob31/17k; 7Ob65/17k; 1Ob182/18y; 6Ob233/18k; 8Ob144/24w; 3Ob200/24v

Entscheidungsdatum

23.07.2025

Rechtssatz

Maßstab für die schadenersatzrechtliche Beurteilung eines Prospekts wegen inhaltlicher Mängel, im besonderen Unvollständigkeit, sind nicht die Einzeltatsachen, sondern es kommt darauf an, welches Gesamtbild der Prospekt durch seine Aussagen über das beworbene Anlageobjekt in Ansehung von der Vermögenslage, Ertragslage und Liquiditätslage macht. Die unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Angaben müssen darüber hinaus wesentlich, das heißt so beschaffen sein, dass sich unter Anlegung eines objektiven Maßstabes ein durchschnittlicher, verständiger Anleger von diesen Angaben bei einer Auswahlentscheidung unter mehreren Anlagemöglichkeiten beeinflussen lässt, sie somit bei seiner Anlageentscheidung, dem Abwägen zwischen Ertragsgesichtspunkten und Risikogesichtspunkten gerade zu Gunsten dieses Anlageobjektes mitberücksichtigt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 2100/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 2100/96h
    Veröff SZ 70/179
  • 7 Ob 77/10i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 77/10i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/40
  • 10 Ob 9/12i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 Ob 9/12i
    Auch
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl; Beisatz: Hier: Fact Sheets. (T1)
  • 9 Ob 43/13h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 9 Ob 43/13h
  • 3 Ob 108/13y
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 108/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Primeo Fund. (T2)
  • 7 Ob 235/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/12b
    Vgl auch
  • 4 Ob 90/14k
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 90/14k
    nur: Die unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Angaben müssen darüber hinaus wesentlich, das heißt so beschaffen sein, dass sich unter Anlegung eines objektiven Maßstabes ein durchschnittlicher, verständiger Anleger von diesen Angaben bei einer Auswahlentscheidung unter mehreren Anlagemöglichkeiten beeinflussen lässt, sie somit bei seiner Anlageentscheidung, dem Abwägen zwischen Ertragsgesichtspunkten und Risikogesichtspunkten gerade zu Gunsten dieses Anlageobjektes mitberücksichtigt. (T3)
  • 5 Ob 26/14f
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 26/14f
    Vgl auch; Beisatz: Der den Herald Fonds betreffende Verkaufsprospekt ist in entscheidenden Punkten wesentlich undeutlicher als jener des Primeo Fonds, den der Oberste Gerichtshof bisher als (noch) ausreichend vollständig und nicht irreführend beurteilt hat. (T4)
  • 4 Ob 155/14v
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 4 Ob 155/14v
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 71/14v
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 71/14v
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 31/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 31/17k
    Vgl; Beisatz: Hier: Primeo Executive (Juli 2006) und Primeo Select (April 2007). Abgrenzung zu den Entscheidungen zum Herald Fonds. (T5)
  • 7 Ob 65/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 65/17k
    Vgl; Beis wie T5
  • 1 Ob 182/18y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 182/18y
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Auch
  • 8 Ob 144/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.02.2025 8 Ob 144/24w
    vgl
  • 3 Ob 200/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2025 3 Ob 200/24v
    nur: Maßstab für die schadenersatzrechtliche Beurteilung eines Prospekts wegen inhaltlicher Mängel, im Besonderen dessen Unvollständigkeit, sind nicht die Einzeltatsachen, sondern kommt es vielmehr darauf an, welches Gesamtbild der Prospekt durch seine Aussagen über das beworbene Anlageobjekt in Bezug auf die Vermögenslage, Ertragslage und Liquiditätslage macht. Die unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Angaben müssen darüber hinaus so beschaffen sein, dass sich unter Anlegung eines objektiven Maßstabs ein durchschnittlicher, verständiger Anleger von diesen Angaben bei einer Auswahlentscheidung unter mehreren Anlagemöglichkeiten beeinflussen lässt. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108624

Im RIS seit

11.10.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19970911_OGH0002_0060OB02100_96H0000_002

Rechtssatz für 2Ob42/95; 1Ob186/99f; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0087551

Geschäftszahl

2Ob42/95; 1Ob186/99f; 3Ob221/02z; 7Ob238/05h; 6Ob163/06y; 10Ob66/07i; 4Ob112/15x; 6Ob233/18k; 2Ob64/25p

Entscheidungsdatum

18.09.2025

Rechtssatz

Die Anwendung des Ausweichklauseltatbestandes des Paragraph 48, Absatz eins, Satz 2 IPRG ist jedenfalls dann zu bejahen, wenn sowohl Personalstatut (Paragraph 9,) als auch gewöhnlicher Aufenthalt beider Parteien im selben Drittstaat zusammenfallen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 42/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 42/95
    Veröff: SZ 68/141
  • 1 Ob 186/99f
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 186/99f
    Ähnlich
  • 3 Ob 221/02z
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 221/02z
    Auch
  • 7 Ob 238/05h
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 7 Ob 238/05h
  • 6 Ob 163/06y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 163/06y
    Vgl aber; Beisatz: Der Eintritt eines bloßen Vermögensschadens im Inland reicht für die Anwendung österreichischen Rechts nicht aus. (T1)
  • 10 Ob 66/07i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 66/07i
    Vgl auch; Beisatz: Für die Anwendung der Ausweichklausel des § 48 Abs 1 Satz 2 IPRG müssen die haftungsrelevanten Beziehungen der Parteien zu einem anderen Recht so deutlich überwiegen, dass die Verbindungen zum Handlungsort nur nebensächlich und zufällig erscheinen. (T2)
  • 4 Ob 112/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 112/15x
    Auch; Beisatz: Zivilrechtliche Prospekthaftung: Anknüpfung nach dem Recht des Ortes, wo zielgerichtet auf den Entschluss der Anleger eingewirkt wurde. (T3)
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Ausweichklausel nach Art 4 Abs 3 Rom II-VO. Dabei ist eine restriktive Handhabung geboten. (T4)
  • 2 Ob 64/25p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.09.2025 2 Ob 64/25p
    Beisatz: Hier: Ansprüche eines Miterben gegen einen anderen Miterben, der sich Teile des Nachlassvermögens unrechtmäßig angeeignet hat, wobei beide Parteien ihren Wohnsitz in Österreich haben und über die österreichischen Staatsangehörigkeit verfügen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087551

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.11.2025

Dokumentnummer

JJR_19950824_OGH0002_0020OB00042_9500000_002

Rechtssatz für 7Ob513/96; 1Ob79/00z; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106433

Geschäftszahl

7Ob513/96; 1Ob79/00z; 5Ob18/00h; 7Ob273/00y; 6Ob81/01g; 3Ob67/05g; 3Ob93/05f; 6Ob39/06p; 2Ob191/06m; 1Ob78/07p; 8Ob51/08w; 4Ob63/09g; 10Ob32/11w; 7Ob77/11s; 9Ob20/12z; 9Ob56/11t; 1Ob91/12g; 2Ob125/12i; 4Ob249/14t; 6Ob141/16b; 7Ob38/17i; 10Ob4/18p; 6Ob233/18k; 4Ob245/18k; 3Ob16/19b; 4Ob105/19y; 1Ob165/19z; 8Ob7/21v; 6Ob239/20w; 7Ob60/21f; 10Ob34/21d; 10Ob59/22g; 9Ob52/25z; 10Ob17/25k; 6Ob196/24b; 6Ob23/25p; 7Ob69/25k; 4Ob34/25s; 8Ob50/25y; 1Ob170/25v

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Rechtssatz

Den Sachverständigen trifft eine objektiv-rechtliche Sorgfaltspflicht zu Gunsten eines Dritten, wenn er damit rechnen muss, dass sein Gutachten die Grundlage für dessen Disposition bilden werde.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 20.11.1996 7 Ob 513/96
    Veröff: SZ 69/258
  • 1 Ob 79/00z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2000 1 Ob 79/00z
    Beisatz: Hier: Schätzgutachten im Versteigerungsverfahren. (T1)
    Veröff: SZ 73/96
  • 5 Ob 18/00h
    Entscheidungstext OGH 05.09.2000 5 Ob 18/00h
    Beisatz: Der Dritte wird in den Schutzbereich einbezogen, wobei sich die Beantwortung der Frage, ob die Interessen eines Dritten mit der Gutachtenserstattung verfolgt werden, nach der Verkehrsübung, im Besonderen aber danach richtet, zu welchem Zweck das Gutachten erstattet wurde. (T2)
    Beisatz: Haftung des in einem Strafverfahren gerichtlich bestellten Sachverständigen gegenüber einem Zeugen des Strafverfahrens. (T3)
  • 7 Ob 273/00y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 273/00y
    Beis wie T2; Beisatz: Legt ein Sachverständiger in seinem Gutachten dessen Tauglichkeit zu einem bestimmten Zweck offen, so haftet er auch dafür, dass das Gutachten für diesen Zweck geeignet ist und diesen Anforderungen entspricht. Er kann sich später nicht darauf zurückziehen, dass er diese Behauptung nur zum Schein aufgestellt hat. Es kann von einem (nicht immer fachkundigen) Auftraggeber bzw geschützten Dritten nicht verlangt werden, selbst zu prüfen, ob das Gutachten den vom Gutachter selbst genannten Anforderungen formell entspricht oder nicht. Der aus dem Gutachten ersichtliche Gutachtensauftrag ist ausschlaggebend. Er ist der Maßstab an dem die Tauglichkeit und Richtigkeit des Gutachtens zu prüfen ist. Aus ihm ergibt sich auch, welche Interessen Dritter geschützt sind. (T4)
  • 6 Ob 81/01g
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 81/01g
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Aus dem Gutachtensauftrag ergibt sich, welche Interessen Dritter geschützt sind. Mögliche Kreditgeber oder Käufer genügen (so schon SZ 69/258). (T5)
  • 3 Ob 67/05g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 67/05g
    Auch
  • 3 Ob 93/05f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 93/05f
    Beisatz: Es kann nicht zweifelhaft sein, dass dieser Grundsatz auch dann zu gelten hat, wenn das unrichtige Gutachten zu einer schadensverursachenden Disposition nicht eines Dritten, sondern einer Prozesspartei Anlass gab. Maßgeblich ist aber auch in diesem Fall zur Frage einer schadensverursachenden Haftung der aus dem Gutachten ersichtliche Gutachtensauftrag an den Sachverständigen als der Maßstab, an dem die Tauglichkeit und Richtigkeit des Gutachtens zu messen ist. (T6)
  • 6 Ob 39/06p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 39/06p
    Vgl; Beisatz: Im Hinblick darauf, dass die Prüfung durch den Einlageprüfer idR erst nach Abschluss des Sacheinlagevertrages erfolgt, kann auch keine Rede davon sein, dass es der Verkehrsübung entspräche, dass das Gutachten des Sacheinlageprüfers auch dem Einleger als geeignete Vertrauensgrundlage dienen soll. (T7)
    Beisatz: Die Prüfung der Sacheinlage dient nur den Interessen der Gesellschaft, deren Gläubiger und allenfalls Dritter, nicht aber auch derjenigen des Einbringers. Aus diesem Grund kommt auch eine Haftung des Sacheinlageprüfers gegenüber dem Sacheinleger nicht in Betracht. (T8)
    Veröff: SZ 2006/35
  • 2 Ob 191/06m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 191/06m
    Beis wie T2; Beis wie T5 nur: Aus dem Gutachtensauftrag ergibt sich, welche Interessen Dritter geschützt sind. (T9)
  • 1 Ob 78/07p
    Entscheidungstext OGH 14.08.2007 1 Ob 78/07p
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Nur soweit die Aufgabe des Sachverständigen reicht, kann er dem Dritten verantwortlich werden. (T10)
  • 8 Ob 51/08w
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 Ob 51/08w
    Auch; Beisatz: Eine Haftung des Sachverständigen gegenüber Dritten wird dann anerkannt, wenn der Besteller des Gutachtens für den Sachverständigen erkennbar gerade auch die Interessen des Dritten mitverfolgt. (T11)
    Beisatz: In diesem Fall sind die objektiv rechtlichen Sorgfaltspflichten auf den Dritten zu erstrecken. Das ist dann der Fall, wenn der Sachverständige damit rechnen muss, dass sein Gutachten Dritten zur Kenntnis gelangen und diesen als Grundlage für ihre Dispositionen dienen wird. Geschützt ist demnach der Dritte, wenn eine Aussage erkennbar drittgerichtet ist, also ein Vertrauenstatbestand vorliegt, der für den Dritten eine Entscheidungsgrundlage darstellen soll. Wesentlich ist daher vor allem, zu welchem Zweck das Gutachten erstattet wurde. Mangels ausdrücklicher Bestimmung im Vertrag kann sich die Beurteilung nach der Verkehrsübung richten. (T12)
    Beisatz: Hier: Keine Haftung des Sachverständigen gegenüber dem Prozessgegner einer Versicherung bei Einholung eines Privatgutachtens durch die (hier: beklagte) Versicherung, welche durch das Gutachten die Richtigkeit und Angemessenheit der von der gegnerischen Seite vorgelegten KFZ-Reparaturrechnung überprüfen möchte, weil durch dieses Gutachten kein Vertrauenstatbestand geschaffen werden soll, der als Grundlage für die Dispositionen des Gegners der Versicherung (hier: des Klägers) dient, sondern vielmehr die Versicherung bei Einholung eines derartigen Gutachtens erkennbar nur eigene (wirtschaftliche) Interessen verfolgt. Dem Dritten gegenüber soll gerade kein Vertrauenstatbestand geschaffen werden, der als Grundlage für dessen eigene Dispositionen dient. Wollte man den Sachverständigen auch in einer solchen Konstellation dem Dritten gegenüber haftbar machen, würde das letztlich zum Ergebnis führen, dass der Privatsachverständige bei jeder inhaltlichen Unrichtigkeit seines Gutachtens, die zu (bloßen) Vermögensschäden eines Dritten (etwa wegen durch das Gutachten verursachter Zahlungsverzögerungen des Vertragspartners des Dritten) führt, zur (persönlichen) Haftung herangezogen werden könnte. Die Unterscheidung zwischen Vertrags- und Deliktshaftung würde damit weitgehend obsolet (vgl hiezu auch Harrer, Auskunft, Vertrauen und Haftung, Zak 2006, 403 ff). Der bloße Umstand, dass die Sphäre eines Dritten durch ein Privatgutachten berührt wird, ist somit noch nicht haftungsbegründend. Es müssen vielmehr nach dem dem Sachverständigen erkennbaren Zweck des Gutachtensauftrags gerade auch die Interessen eines oder mehrerer bestimmter Dritter mitverfolgt werden. (T13)
    Bem: Siehe dazu auch RS0026552. (T14)
  • 4 Ob 63/09g
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 63/09g
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Darstellung der Lehrmeinungen zur Haftung für inhaltliche Mängel von Druckwerken. (T15)
  • 10 Ob 32/11w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 32/11w
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Erstellung eines Gutachtens über die Freiheit von Baumängeln, welches – wie dem von den Verkäufern beauftragten Sachverständigen bekannt war – den Kaufentschluss der bereits einmal vom Vertrag zurückgetretenen Hauskäufer fördern sollte. (T16)
  • 7 Ob 77/11s
    Entscheidungstext OGH 07.09.2011 7 Ob 77/11s
    Auch; Beisatz: In Bezug auf die Frage der schadensverursachenden Haftung ist der Gutachtensauftrag jener Maßstab, an dem die Tauglichkeit und Richtigkeit des Gutachtens zu messen ist. (T17)
    Beis wie T10
  • 9 Ob 20/12z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 20/12z
    Auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Hier: Schätzgutachten für die Inventarisierung im Verlassenschaftsverfahren. (T18)
  • 9 Ob 56/11t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 56/11t
    Auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Hier: Haftung für Schätzgutachten im Zwangsversteigerungsverfahren. (T19)
    Veröff: SZ 2012/58
  • 1 Ob 91/12g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 1 Ob 91/12g
    Auch
  • 2 Ob 125/12i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 125/12i
  • 4 Ob 249/14t
    Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 249/14t
    Beisatz: Keine Haftung der Wirtschaftsauskunftei für in entgeltlich zur Verfügung gestellten „Business Reports“ enthaltene „Ratings“ eines Unternehmens, wenn sie von deren Verwendung zu Werbezwecken nicht wusste. (T20)
    Beisatz: Es wäre eine Überspannung der Sorgfaltspflicht, wollte man die Erstellerin solcher „Ratings“ trotz des ausdrücklichen Verbots der Weitergabe verpflichten, die Geschäftstätigkeit des bewerteten Unternehmens auf verbotswidrige Verwendung zu überwachen. (T21)
  • 6 Ob 141/16b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 141/16b
    Beis wie T17
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Beisatz: Sowohl beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter als auch bei objektiv‑rechtlichen Schutzpflichtverletzungen besteht Subsidiarität. Der Gläubiger hat kein schutzwürdiges Interesse, wenn er kraft eigener rechtlicher Sonderverbindungen mit seinem Vertragspartner einen deckungsgleichen Anspruch auf Schadenersatz hat. (T22)
    Beis wie T12; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T17; Beis wie T9
  • 10 Ob 4/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 Ob 4/18p
    Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Zur Haftung eines im staatsanwaltschaftlichem Ermittlungsverfahren bestellten Sachverständigen für infolge Unrichtigkeit ermittelter Schmerzperioden entstandene Prozesskosten. (T23)
    Veröff: SZ 2018/41
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
  • 4 Ob 245/18k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 245/18k
  • 3 Ob 16/19b
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 16/19b
    Beis wie T12; Beisatz: Ausschlaggebend ist, wie ein verständiger Informationsempfänger die Expertise auffassen durfte. (T24)
  • 4 Ob 105/19y
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 105/19y
    Beis wie T6; Beisatz: Im Allgemeinen muss der medizinische Sachverständige in einem Kunstfehlerprozess nicht mit Depressionen des Klägers/der Klägerin rechnen, die aus einem Prozessverlust resultieren. (T25)
  • 1 Ob 165/19z
    Entscheidungstext OGH 25.09.2019 1 Ob 165/19z
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T17
  • 8 Ob 7/21v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 8 Ob 7/21v
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 239/20w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 6 Ob 239/20w
    vgl; Beisatz: Hier: Rechtsverteidigungskosten eines getäuschten Investors, der beim Weiterverkauf von Aktien die ihm erteilte Fehlinformation im Vertrauen auf deren Richtigkeit weitergegeben und damit selbst scheinbare Täuschungshandlungen gesetzt hätten. (T26)
    Anm: Veröff: SZ 2021/28
  • 7 Ob 60/21f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2021 7 Ob 60/21f
  • 10 Ob 34/21d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2021 10 Ob 34/21d
    Beis wie T2
  • 10 Ob 59/22g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2023 10 Ob 59/22g
    vgl
  • 9 Ob 52/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.04.2025 9 Ob 52/25z
    Beisatz wie T9; Beisatz wie T10; Beisatz wie T24
  • 10 Ob 17/25k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 03.06.2025 10 Ob 17/25k
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T12
  • 6 Ob 196/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.06.2025 6 Ob 196/24b
    vgl; Beisatz wie T2
    Beisatz wie T12: Hier: Haftung des Sacheinlageprüfers für einen unrichtigen Prüfbericht (T27)
  • 6 Ob 23/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.06.2025 6 Ob 23/25p
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T12; Beisatz wie T27
  • 7 Ob 69/25k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2025 7 Ob 69/25k
    Beisatz: Hier: Haftung einer Gutachterin im Vorfeld der Abschlussprüfung. (T28); Beisatz wie T2; Beisatz wie T12
  • 4 Ob 34/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.09.2025 4 Ob 34/25s
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T12
  • 8 Ob 50/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.09.2025 8 Ob 50/25y
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T12; Beisatz wie T28
  • 1 Ob 170/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 1 Ob 170/25v
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T12; Beisatz wie T27

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106433

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19961120_OGH0002_0070OB00513_9600000_001

Rechtssatz für 5Ob21/71; 2Ob194/71; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040189

Geschäftszahl

5Ob21/71; 2Ob194/71; 1Ob211/73; 2Ob360/74; 4Ob527/79; 4Ob345/82; 1Ob138/97v; 4Ob34/99z; 7Ob2/05b; 1Ob163/05k; 4Ob122/06d; 4Ob232/07g; 5Ob184/08g; 8Ob62/09i; 4Ob75/11z; 7Ob59/11v; 2Ob121/11z; 9ObA6/11i; 1Ob70/11t; 9Ob68/13k; 6Ob206/14h; 6Ob178/14s; 4Ob225/14p; 9ObA81/15z; 4Ob30/15p; 6Ob145/17t; 3Ob104/17s; 6Ob233/18k; 1Ob33/19p; 2Ob130/20m; 7Ob154/21d; 5Ob173/21h; 2Ob210/21b; 6Ob226/22m; 5Ob73/24g; 4Ob191/23a; 6Ob221/23b; 6Ob230/23a; 17Ob4/25z; 1Ob19/26i; 7Ob25/26s

Entscheidungsdatum

24.06.2026

Rechtssatz

Das Gericht hat von Amts wegen ausländisches Recht zu erforschen und anzuwenden, wenn die Aktenlage einen Anhaltspunkt für die Möglichkeit der Anwendung eines solchen Rechtes gibt (ZBl 1932/56 ua).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 21/71
    Entscheidungstext OGH 10.02.1971 5 Ob 21/71
    Veröff: RZ 1971,159
  • 2 Ob 194/71
    Entscheidungstext OGH 05.06.1972 2 Ob 194/71
    Veröff: ZVR 1973/179 S 241
  • 1 Ob 211/73
    Entscheidungstext OGH 16.01.1974 1 Ob 211/73
    Veröff: SZ 47/3
  • 2 Ob 360/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1975 2 Ob 360/74
  • 4 Ob 527/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 4 Ob 527/79
    Beisatz: Auch wenn sich die Parteien nicht darauf berufen. (T1)
    Veröff: JBl 1980,600 = ZfRV 1981,41 (kritisch Schwind)
  • 4 Ob 345/82
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 4 Ob 345/82
    Beis wie T1; Veröff: SZ 56/107 = ÖBl 1983,162 = GRURInt 1984,453 (Wirner)
  • 1 Ob 138/97v
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 138/97v
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/145
  • 4 Ob 34/99z
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 4 Ob 34/99z
    Auch
  • 7 Ob 2/05b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 7 Ob 2/05b
    Veröff: SZ 2005/11
  • 1 Ob 163/05k
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 163/05k
    Vgl aber; Beisatz: Dennoch hängt im Rechtsmittelverfahren die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage von der Erhebung der Rechtsrüge ab. (T2)
  • 4 Ob 122/06d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 122/06d
    Auch; Beisatz: Ist fremdes Recht maßgebend, so ist es nach § 3 IPRG von Amts wegen anzuwenden. (T3)
  • 4 Ob 232/07g
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 232/07g
  • 5 Ob 184/08g
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 184/08g
    Vgl auch
  • 8 Ob 62/09i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 62/09i
    Beisatz: Zwar trifft zu, dass in Fällen, in denen fremdes Recht maßgeblich ist, dieses von Amts wegen anzuwenden ist, und dass seine fehlerhafte Anwendung den Rechtsmittelgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung darstellen kann, jedoch hängt die amtswegige Prüfung der Rechtsanwendungsfrage im Rechtsmittelverfahren von der Erhebung eines zulässigen Rechtsmittels ab. (T4)
  • 4 Ob 75/11z
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 75/11z
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 59/11v
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 59/11v
    Auch
  • 2 Ob 121/11z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 121/11z
    Vgl; Vgl Beis wie T2; Vgl Beis wie T4; Beisatz: In der Rechtsrüge einer außerordentlichen Revision muss aber doch zumindest ansatzweise dargelegt werden, warum nach der richtig anzuwendenden Rechtsordnung ein günstigeres als das vom Berufungsgericht erzielte Ergebnis zu erwarten ist. (T5)
    Beisatz: Der bloße Hinweis auf ausländische Normen sowie der bloße Standpunkt, es liege ein Verfahrensmangel vor, ohne dessen „Relevanz“ aufzuzeigen, reicht nicht hin. (T6)
  • 9 ObA 6/11i
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 6/11i
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 1 Ob 70/11t
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 70/11t
    nur: Das Gericht hat von Amts wegen ausländisches Recht zu erforschen. (T7)
  • 9 Ob 68/13k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 68/13k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 206/14h
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 206/14h
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 178/14s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 178/14s
    Auch
  • 4 Ob 225/14p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 225/14p
    Auch
  • 9 ObA 81/15z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 81/15z
  • 4 Ob 30/15p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 30/15p
    Auch
  • 6 Ob 145/17t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 145/17t
    Beis wie T5
  • 3 Ob 104/17s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 104/17s
    Veröff: SZ 2017/95
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
    Vgl; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T6
  • 1 Ob 33/19p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2019 1 Ob 33/19p
    nur T7; Beisatz: Gemäß § 4 Abs 1 IPRG ist fremdes Recht von Amts wegen zu ermitteln, wobei zulässige Hilfsmittel dafür auch die Mitwirkung der Beteiligten, Auskünfte des Bundesministeriums für Justiz und Sachverständigengutachten sind. Die entsprechenden Kenntnisse muss sich der österreichische Richter sohin von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens selbst verschaffen. Wie sich der Richter die notwendigen Kenntnisse des fremden Rechts verschafft, liegt in seinem Ermessen. (T8);
    Veröff: SZ 2019/38
  • 2 Ob 130/20m
    Entscheidungstext OGH 05.08.2021 2 Ob 130/20m
  • 7 Ob 154/21d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 154/21d
    Vgl; Beis wie T5
  • 5 Ob 173/21h
    Entscheidungstext OGH 09.12.2021 5 Ob 173/21h
    Vgl; nur Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 210/21b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 2 Ob 210/21b
    Vgl; Beis wie T8
  • 6 Ob 226/22m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 6 Ob 226/22m
    Vgl; Beis wie T5
  • 5 Ob 73/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.06.2024 5 Ob 73/24g
    Beisatz wie T5
  • 4 Ob 191/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 191/23a
    vgl
  • 6 Ob 221/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2024 6 Ob 221/23b
    Beisatz wie T8
  • 6 Ob 230/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.11.2024 6 Ob 230/23a
  • 17 Ob 4/25z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.07.2025 17 Ob 4/25z
    Beisatz wie T5
  • 1 Ob 19/26i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.04.2026 1 Ob 19/26i
  • 7 Ob 25/26s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2026 7 Ob 25/26s
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0040189

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19710210_OGH0002_0050OB00021_7100000_001

Rechtssatz für 8Ob1580/92; 8Ob1010/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0042816

Geschäftszahl

8Ob1580/92; 8Ob1010/92; 9Ob1546/95; 1Ob224/06g; 3Ob72/07w; 8ObA5/08f; 8ObA89/08h; 4Ob151/09y; 6Ob3/11a; 3Ob196/10k; 6Ob247/10g; 6Ob41/11i; 9ObA28/11z; 8ObA40/10f; 6Ob65/11v; 9Ob87/10z; 7Ob29/11g; 3Ob62/11f; 7Ob79/11k; 9Ob17/11g; 9Ob5/11t; 1Ob77/12y; 7Ob5/12d; 5Ob5/13s; 9ObA57/13t; 9ObA49/14t; 9ObA130/14d; 9ObA12/15b; 9Ob62/14d; 4Ob135/15d; 9ObA60/15m; 9ObA64/16a; 1Ob191/16v; 9ObA17/17s; 4Ob86/17a; 9ObA113/16g; 9ObA97/17f; 6Ob107/17d; 9ObA71/17g; 1Ob192/17t; 9ObA128/17i; 1Ob239/17d; 1Ob14/18t; 1Ob103/18f; 9ObA143/17w; 9ObA22/18b; 8ObA63/18z; 6Ob233/18k; 9ObA123/19g; 2Ob22/20d; 1Ob159/20v; 8ObS10/20h; 5Ob103/21i; 8ObA70/21h; 9Ob18/22w; 8ObA65/22z; 2Ob36/23t; 8Ob38/23f; 2Ob182/23p; 10Ob25/23h; 6Ob228/23g; 8ObA15/24z; 10ObS57/24s; 7Ob95/24g; 2Ob138/24v; 2Ob173/24s; 4Ob169/24t; 17Ob18/24g; 17Ob21/24y; 1Ob175/24b; 6Ob81/25t; 5Ob173/24p; 17Ob18/25h; 3Ob159/25s; 4Ob111/25i; 3Ob218/24s; 1Ob181/25m; 2Ob168/25g; 4Ob140/25d; 9ObA68/25b; 5Ob162/25x; 3Ob50/26p; 9ObA30/26s; 4Ob28/26k

Entscheidungsdatum

25.06.2026

Norm

ZPO §502 Abs1 HI2
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Der Umstand alleine, dass die zu lösenden Fragen in einer Vielzahl von Fällen auftreten, bewirkt nicht ihre Erheblichkeit im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 1580/92
    Entscheidungstext OGH 25.06.1992 8 Ob 1580/92
  • 8 Ob 1010/92
    Entscheidungstext OGH 25.06.1992 8 Ob 1010/92
  • 9 Ob 1546/95
    Entscheidungstext OGH 12.07.1995 9 Ob 1546/95
  • 1 Ob 224/06g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 1 Ob 224/06g
    Auch; Beisatz: Der Umstand allein, dass im konkreten Fall mehrere Vertragspartner Verträge abgeschlossen haben, die gleichartige (oder ähnliche) Klauseln enthalten, bewirkt nicht das Vorliegen einer Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T1)
  • 3 Ob 72/07w
    Entscheidungstext OGH 16.08.2007 3 Ob 72/07w
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 5/08f
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 5/08f
    Vgl auch; Beisatz: Dass im konkreten Fall 31 gleichlautende Klagebegehren zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden wurden, ändert nichts daran, dass ohne Aufzeigen einer im konkreten Anlassfall zu lösenden Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO die Voraussetzungen für die Zulässigkeit der außerordentlichen Revision nicht gegeben sind. (T2)
  • 8 ObA 89/08h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 ObA 89/08h
    Beisatz: Der Umstand, dass die zu lösenden Fragen in einer Vielzahl von Fällen auftreten, bewirkt ebensowenig wie der Umstand, dass mehrere Dienstnehmer gleichartige Arbeitsverträge abgeschlossen haben, das Vorliegen einer Rechtsfrage von der Qualität des § 502 Abs 1 ZPO. (T3)
  • 4 Ob 151/09y
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 151/09y
  • 6 Ob 3/11a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 3/11a
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
  • 6 Ob 247/10g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 247/10g
  • 6 Ob 41/11i
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 41/11i
  • 9 ObA 28/11z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 28/11z
  • 8 ObA 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 40/10f
  • 6 Ob 65/11v
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 65/11v
  • 9 Ob 87/10z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 87/10z
  • 7 Ob 29/11g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 29/11g
  • 3 Ob 62/11f
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 62/11f
  • 7 Ob 79/11k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 7 Ob 79/11k
  • 9 Ob 17/11g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 17/11g
  • 9 Ob 5/11t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 5/11t
  • 1 Ob 77/12y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 77/12y
  • 7 Ob 5/12d
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 5/12d
  • 5 Ob 5/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 5/13s
  • 9 ObA 57/13t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 57/13t
    Auch; Beisatz: Hier: Rechnungslegung über Mandantenbonifikation von Wirtschaftsberatern. (T4)
  • 9 ObA 49/14t
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 ObA 49/14t
    Auch; Beisatz: Der Umstand, dass weitere Gerichtsverfahren in der selben Rechtsfrage anhängig sind, bewirkt für sich allein ebenfalls noch nicht ihre Erheblichkeit iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T5)
  • 9 ObA 130/14d
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 130/14d
    Beisatz: Die wirtschaftliche Auswirkung einer Entscheidung allein kann keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung begründen. (T6)
  • 9 ObA 12/15b
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 ObA 12/15b
  • 9 Ob 62/14d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 62/14d
  • 4 Ob 135/15d
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 135/15d
    Beis wie T1
  • 9 ObA 60/15m
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 60/15m
  • 9 ObA 64/16a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 64/16a
  • 1 Ob 191/16v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 191/16v
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T7)
  • 9 ObA 17/17s
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 17/17s
    Beis wie T3
  • 4 Ob 86/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 86/17a
    Auch
  • 9 ObA 113/16g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 113/16g
  • 9 ObA 97/17f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 97/17f
  • 6 Ob 107/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 107/17d
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 9 ObA 71/17g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 71/17g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 192/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 192/17t
  • 9 ObA 128/17i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 128/17i
    Auch
  • 1 Ob 239/17d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 239/17d
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 14/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 14/18t
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 103/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 103/18f
  • 9 ObA 143/17w
    Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 143/17w
    Beis wie T3
  • 9 ObA 22/18b
    Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 22/18b
    Beis wie T3
  • 8 ObA 63/18z
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 ObA 63/18z
    Beis wie T3
  • 6 Ob 233/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
  • 9 ObA 123/19g
    Entscheidungstext OGH 25.05.2020 9 ObA 123/19g
    Vgl; Beisatz: Hier: Dienstordnung für die bei den Kammern der gewerblichen Wirtschaft beschäftigten Angestellten vom 2. 12. 1991 bzw Dienstvorschriften für die Angestellten der Kammern der gewerblichen Wirtschaft. (T8)
  • 2 Ob 22/20d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 2 Ob 22/20d
    Beis wie T1
  • 1 Ob 159/20v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2020 1 Ob 159/20v
    Auch
  • 8 ObS 10/20h
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 8 ObS 10/20h
    Vgl
  • 5 Ob 103/21i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 5 Ob 103/21i
    Beis wie T1
  • 8 ObA 70/21h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2021 8 ObA 70/21h
    Beis wie T3; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Gehaltsrechtliche Einstufung unter Verweis auf eine Dienstordnung (FH-DO). (T9)
  • 9 Ob 18/22w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2022 9 Ob 18/22w
    Beisatz: Hier: Die Klage eines geschädigten Aktionärs gegen ein Aufsichtsratsmitglied und die Abschlussprüferin. (T10)
  • 8 ObA 65/22z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 ObA 65/22z
    Beis wie T3
  • 2 Ob 36/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2023 2 Ob 36/23t
    Beisatz wie T1
  • 8 Ob 38/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 8 Ob 38/23f
    Beisatz wie T1: Die Revisionszulässigkeit ergibt sich auch nicht schon daraus, dass im konkreten Fall mehrere Vertragspartner der Beklagten Verträge abgeschlossen haben, die gleichartige Bedingungen enthalten, oder dass weitere ähnliche Gerichtsverfahren anhängig sind. (T11); Beisatz wie T3; Beisatz wie T5
  • 2 Ob 182/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 2 Ob 182/23p
    Beisatz wie T1
  • 10 Ob 25/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 10 Ob 25/23h
    vgl; Beisatz nur wie T1
  • 6 Ob 228/23g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.01.2024 6 Ob 228/23g
  • 8 ObA 15/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 8 ObA 15/24z
    Beisatz wie T3
  • 10 ObS 57/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.08.2024 10 ObS 57/24s
    vgl
  • 7 Ob 95/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.08.2024 7 Ob 95/24g
  • 2 Ob 138/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.09.2024 2 Ob 138/24v
    Beisatz: Hier: Beurteilung des Vorliegens einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr iSd § 9 EKHG (T12)
  • 2 Ob 173/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.11.2024 2 Ob 173/24s
  • 4 Ob 169/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 4 Ob 169/24t
    vgl; Beisatz: Der Umstand, dass mehreren Generikaherstellern in mehreren Verfahren Rechtsbruch vorgeworfen wird, wirft keine erhebliche Rechtsfrage auf. (T13)
  • 17 Ob 18/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2024 17 Ob 18/24g
  • 17 Ob 21/24y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2024 17 Ob 21/24y
  • 1 Ob 175/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2024 1 Ob 175/24b
  • 6 Ob 81/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.07.2025 6 Ob 81/25t
  • 5 Ob 173/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 05.08.2025 5 Ob 173/24p
  • 17 Ob 18/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 15.12.2025 17 Ob 18/25h
  • 3 Ob 159/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2025 3 Ob 159/25s
  • 4 Ob 111/25i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.12.2025 4 Ob 111/25i
  • 3 Ob 218/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.09.2025 3 Ob 218/24s
    vgl; Beisatz wie T1
  • 1 Ob 181/25m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.01.2026 1 Ob 181/25m
  • 2 Ob 168/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.11.2025 2 Ob 168/25g
    Beisatz wie T4: Hier: Verbandsverfahren zu einer Klausel, mit der im Rahmen eines Open-Air-Festivals ein „Müllpfand“ eingehoben wurde. (T14)
  • 4 Ob 140/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.01.2026 4 Ob 140/25d
    vgl
  • 9 ObA 68/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.02.2026 9 ObA 68/25b
  • 5 Ob 162/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.01.2026 5 Ob 162/25x
    Beisatz wie T1
    Beisatz: Hier: Preisänderungsklausel in einem Stromliefervertrag zwischen zwei Unternehmern. (T15)
  • 3 Ob 50/26p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2026 3 Ob 50/26p
    vgl; Beisatz wie T1
    Beisatz: Hier: Mietzinsbildungsklausel, die den Gesetzestext des § 52 Abs 6 Steiermärkisches Wohnbauförderungsgesetz 1993 (Stmk WFG) wiedergibt. (T16)
  • 9 ObA 30/26s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.06.2026 9 ObA 30/26s
    vgl; Beisatz wie T3
  • 4 Ob 28/26k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.05.2026 4 Ob 28/26k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0042816

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19920625_OGH0002_0080OB01580_9200000_002