OGH
RS0108623
30.01.2024
6Ob2100/96h; 4Ob174/11h; 4Ob90/14k; 4Ob155/14v; 9Ob38/14z; 1Ob6/15m; 1Ob182/18y; 7Ob181/18w; 6Ob233/18k; 1Ob160/23w
ABGB §1295 IIf7b
ABGB §1299 E
BörseG §80
KMG §11
Der Prospektbegriff ist im umfassenden Sinn zu verstehen. Maßgeblich ist dafür, ob der Werbeprospekt des freien Kapitalmarktes dem Vertrieb der Anlage dient und dabei als Schriftstück generell geeignet ist, den Anlageentschluß eines potentiellen Anlegers in Ansehung einer konkreten Anlage zu beeinflußen, indem er den Anschein ausreichender und objektiver Anlageinformation erweckt.
TE OGH 1997-09-11 6 Ob 2100/96h
Veröff SZ 70/179
TE OGH 2012-04-17 4 Ob 174/11h
Vgl; Beisatz: Bei der Prospekthaftung ist zwischen der Haftung nach Paragraph 11, KMG für Kapitalmarktprospekte und jener nach allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen für Werbeprospekte, Fact Sheets (soweit sie nicht Teil des Kapitalmarktprospektes sind) udgl zu unterscheiden. (T1)
TE OGH 2014-10-21 4 Ob 90/14k
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2014-12-16 4 Ob 155/14v
Beis wie T1
TE OGH 2015-03-20 9 Ob 38/14z
TE OGH 2015-04-23 1 Ob 6/15m
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2019-01-23 1 Ob 182/18y
TE OGH 2019-01-30 7 Ob 181/18w
TE OGH 2019-01-24 6 Ob 233/18k
Beisatz: Entscheidend ist nicht die Form einer Information, sondern ob durch diese zu einem erkennbar veranlagungsrelevanten Umstand ein Vertrauenstatbestand geschaffen wurde. (T2)
TE OGH 2024-01-30 1 Ob 160/23w
Beisatz: Hier: Prospekthaftungsansprüche gegen Rechtsanwalt bzw tätig gewordene Rechtsanwaltsgesellschaft. (T3)
Beisatz: Die Beklagten errichteten keinen Prospekt, der dem Vertrieb der Anlage dienen hätte sollen. Sie waren in die Errichtung der Verträge eingebunden, ohne dass sie die Klägerin zur Kapitalanlage bewogen hätten. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108623