Rechtssatz für 9Os212/68 15Os129/17k (1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090716

Geschäftszahl

9Os212/68; 15Os129/17k (15Os130/17g)

Entscheidungsdatum

22.11.2017

Rechtssatz

Für das Dauerdelikt ist kennzeichnend, daß durch die Handlungen ein andauernder Erfolg geschaffen wird, dessen Bestehenlassen selbst zum Tatbild gehört.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 212/68
    Entscheidungstext OGH 16.06.1970 9 Os 212/68
    Veröff: SSt 41/30
  • 15 Os 129/17k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 129/17k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0090716

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19700616_OGH0002_0090OS00212_6800000_004

Rechtssatz für 13Os72/90 (13Os73/90) 17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090573

Geschäftszahl

13Os72/90 (13Os73/90); 17Os4/17t; 15Os129/17k (15Os130/17g); 11Os66/18t; 12Os97/18h; 15Os117/18x; 11Os60/19m; 14Ns74/19x

Entscheidungsdatum

25.02.2020

Rechtssatz

Beim sogenannten Dauerdelikt beginnt der Lauf der Verjährungsfrist erst, sobald der rechtswidrige Zustand beendet ist. Ob ein bestimmter Straftatbestand ein Dauerdelikt normiert, ist unter Bedacht auf den Sinn des Zeitwortes, mit dem das verpönte Täterverhalten umschrieben wird, durch dessen Auslegung zu ermitteln.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 72/90
    Entscheidungstext OGH 09.01.1991 13 Os 72/90
  • 17 Os 4/17t
    Entscheidungstext OGH 06.03.2017 17 Os 4/17t
    Auch;Beisatz: Strafbarer Besitz von Gegenständen ist idR als Dauerdelikt konzipiert. Die Verjährungsfrist beginnt daher iSd § 57 Abs 2 StGB erst mit Beendigung des Besitzes zu laufen. (T1)
    Beisatz: Zu unerlaubtem Umgang mit Suchtgiften nach § 27 Abs 1 Z 1 zweiter Fall SMG. (T2)
  • 15 Os 129/17k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 129/17k
    Auch; Beisatz: § 283 Abs 1 (und Abs 2; sowie auch Abs 4) StGB ist in den Fällen einer über den Veröffentlichungszeitpunkt hinausreichenden Publizität (eines über das erstmalige Zugänglichmachen hinausgehenden Zugänglichbleibens der Äußerung) als Dauerdelikt konzipiert. (T3)
    Beisatz: Hier: Verhetzung im Internet als Dauerdelikt. (T4)
  • 11 Os 66/18t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 66/18t
    Vgl auch; Beisatz: Für ein Medieninhaltsdelikt im Sinn des § 1 Abs 1 Z 12 MedienG, also eine durch den Inhalt eines Mediums begangene, mit gerichtlicher Strafe bedrohte Handlung, die in einer an einen größeren Personenkreis gerichteten Mitteilung oder Darbietung besteht, gilt gemäß § 28 MedienG die Spezialvorschrift des § 32 MedienG. Danach beginnt die Frist der Verjährung der Strafbarkeit eines Medieninhaltsdelikts zu der Zeit, da mit der Verbreitung im Inland begonnen wird. § 58 Abs 1 StGB, der eine Regelung für Erfolgsdelikte enthält, ist ausdrücklich nicht anzuwenden (so schon 15 Os 129/17k). Unabhängig von der Dauer der Verbreitung beginnt die Verjährungsfrist daher mit dem Zeitpunkt des Beginns der Verbreitung (auch) im Inland. (T5)
  • 12 Os 97/18h
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 12 Os 97/18h
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 15 Os 117/18x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 117/18x
    Auch; Beis wie T1
  • 11 Os 60/19m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 11 Os 60/19m
    nur T1
  • 14 Ns 74/19x
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Ns 74/19x
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0090573

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19910109_OGH0002_0130OS00072_9000000_001

Rechtssatz für 15Os129/17k (15Os130/17g); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0131770

Geschäftszahl

15Os129/17k (15Os130/17g); 15Os100/24f

Entscheidungsdatum

13.11.2024

Norm

StGB §283
  1. StGB § 283 heute
  2. StGB § 283 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. StGB § 283 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 283 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  5. StGB § 283 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2011
  6. StGB § 283 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StGB § 283 gültig von 01.03.1988 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Paragraph 283, Absatz eins, (und Absatz 2,; sowie auch Absatz 4,) StGB ist in den Fällen einer über den Veröffentlichungszeitpunkt hinausreichenden Publizität (eines über das erstmalige Zugänglichmachen hinausgehenden Zugänglichbleibens der Äußerung) als Dauerdelikt konzipiert.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131770

Im RIS seit

15.01.2018

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2024

Dokumentnummer

JJR_20171122_OGH0002_0150OS00129_17K0000_001

Rechtssatz für 1Os257/49; 5Os1150/53; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090813

Geschäftszahl

1Os257/49; 5Os1150/53; 12Os50/66; 10Os121/67; 11Os161/71; 13Os52/72; 13Os84/72; 12Os179/72; 10Os51/74; 10Os98/75; 13Os110/75; 11Os1/76; 10Os156/76; 13Os165/76; 10Os56/77; 9Os149/80; 12Os62/81; 12Os47/81; 9Os149/81; 13Os175/82; 9Os116/83; 9Os84/84; 13Os106/84; 13Os160/84; 10Os1/85; 11Os78/85; 12Os135/85; 12Os38/86; 12Os110/86; 9Os114/86; 10Os55/87; 13Os61/87; 14Os90/88; 14Os190/88; 14Os154/89 (14Os155/89); 13Os86/91; 12Os44/92; 15Os29/93; 15Os90/93; 14Os26/94 (14Os29/94); 11Os83/94; 13Os141/94; 15Os191/94; 14Os22/95; 15Os6/95; 13Os41/97; 11Os49/97; 1Bkd1/95; 12Os31/03; 12Os46/03; 12Os131/04; 12Os60/04; 12Os92/05d; 15Os127/05y; 15Os10/06v; 11Os116/06b; 13Os74/07t; 1Bkd3/07; 13Os24/08s; 14Os92/08y (14Os93/08w); 13Os35/10m; 12Os190/10y; 13Os17/11s; 12Os115/14z; 13Os25/15y; 14Os41/15h; 13Os134/15b (13Os135/15z; 13Os136/15x); 26Os15/15y; 15Os129/17k (15Os130/17g); 13Os95/18x; 14Os85/23s; 13Os53/23b; 15Os45/25v; 12Os84/25g

Entscheidungsdatum

17.09.2025

Rechtssatz

Unanwendbarkeit des Paragraph 265, StPO (nunmehr Paragraph 31, StGB), wenn ein Teil mehrerer strafbarer Handlungen vor, ein Teil davon nach Fällung des früher ergangenen Strafurteiles begangen wurde.

Entscheidungstexte

  • 1 Os 257/49
    Entscheidungstext OGH 16.09.1949 1 Os 257/49
    Veröff: JBl 1950,16
  • 5 Os 1150/53
    Entscheidungstext OGH 14.10.1953 5 Os 1150/53
    Veröff: EvBl 1954/112 S 150
  • 12 Os 50/66
    Entscheidungstext OGH 04.05.1966 12 Os 50/66
    Veröff: EvBl 1966/465 S 579
  • 10 Os 121/67
    Entscheidungstext OGH 07.03.1968 10 Os 121/67
    Vgl aber; Beisatz: Sinngemäße Anwendung möglich, wenn in einem neuen Urteil abgeurteilte Taten teils vor, teils nach einem vorangegangenen Urteil begangen wurden (diese sinngemäße Anwendung des § 265 StPO führt hier dazu, dass die Vorstrafe den Charakter eines ins Gewicht fallenden Erschwerungsumstandes verliert). (T1) Veröff: EvBl 1968/372 S 580
  • 11 Os 161/71
    Entscheidungstext OGH 29.10.1971 11 Os 161/71
    Beisatz: Doch kann bei der Strafbemessung nicht darüber hinweggegangen werden, dass ein wesentlicher Teil der nunmehr zur Aburteilung gelangten Taten vor dem früheren Urteil verübt wurde, und dass bei Bekanntsein dieser Taten eine Mitaburteilung seinerzeit möglich gewesen wäre. (T2) Veröff: EvBl 1972/153 S 272 = SSt 42/45
  • 13 Os 52/72
    Entscheidungstext OGH 17.08.1972 13 Os 52/72
    Beis wie T2
  • 13 Os 84/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 13 Os 84/72
  • 12 Os 179/72
    Entscheidungstext OGH 11.12.1972 12 Os 179/72
  • 10 Os 51/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 10 Os 51/74
  • 10 Os 98/75
    Entscheidungstext OGH 30.09.1975 10 Os 98/75
  • 13 Os 110/75
    Entscheidungstext OGH 28.10.1975 13 Os 110/75
    Vgl auch; Beisatz: Berücksichtigung einer Vorverurteilung gemäß § 31 StGB nur, wenn der Täter alle nachträglich abgeurteilten Taten vor der Fällung des früheren Urteils begangen hat; Abgehen davon nur, wenn das mitabgeurteilte, nach Fällung des früheren Urteils begangene Delikt geringfügig und auf die Strafbemessung im Hinblick auf die Schwere der vorher begangenen Straftaten praktisch nicht von Bedeutung ist. (T3)
  • 11 Os 1/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 11 Os 1/76
  • 10 Os 156/76
    Entscheidungstext OGH 07.12.1976 10 Os 156/76
    Beis wie T2
  • 13 Os 165/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 13 Os 165/76
  • 10 Os 56/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 10 Os 56/77
    Vgl; Beis ähnlich T3 nur: Abgehen davon nur, wenn das mitabgeurteilte, nach Fällung des früheren Urteils begangene Delikt geringfügig und auf die Strafbemessung im Hinblick auf die Schwere der vorher begangenen Straftaten praktisch nicht von Bedeutung ist. (T4)
  • 9 Os 149/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 9 Os 149/80
  • 12 Os 62/81
    Entscheidungstext OGH 25.06.1981 12 Os 62/81
  • 12 Os 47/81
    Entscheidungstext OGH 13.08.1981 12 Os 47/81
  • 9 Os 149/81
    Entscheidungstext OGH 12.01.1982 9 Os 149/81
  • 13 Os 175/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 13 Os 175/82
  • 9 Os 116/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 9 Os 116/83
  • 9 Os 84/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 9 Os 84/84
  • 13 Os 106/84
    Entscheidungstext OGH 17.07.1984 13 Os 106/84
    Beisatz: Eine gesonderte Festsetzung von Zusatzstrafen für einzelne Fakten ist ausgeschlossen: § 28 StGB. (T5)
  • 13 Os 160/84
    Entscheidungstext OGH 18.10.1984 13 Os 160/84
  • 10 Os 1/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 10 Os 1/85
    Beis wie T2
  • 11 Os 78/85
    Entscheidungstext OGH 25.06.1985 11 Os 78/85
    Vgl auch
  • 12 Os 135/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 12 Os 135/85
    Beisatz: Dass ein Teil der Straftaten vor dem früheren gesetzt wurde, ist lediglich bei der Strafbemessung zu berücksichtigen. Die Zusammenrechnung hat aber auch in diesem Fall alle gleichartigen Straftaten zu umfassen. (T6)
  • 12 Os 38/86
    Entscheidungstext OGH 22.05.1986 12 Os 38/86
  • 12 Os 110/86
    Entscheidungstext OGH 04.09.1986 12 Os 110/86
    Vgl auch; Beisatz: § 31 StGB setzt voraus, dass alle im neuen Urteil zur Aburteilung gelangenden Straftaten vor Fällung des früheren Urteils begangen wurden. (T7)
  • 9 Os 114/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 9 Os 114/86
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Os 55/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 10 Os 55/87
    Vgl auch; Beisatz: Auch kein Milderungsgrund, wenn der weitaus überwiegende Teil der Straftaten nach der vorgehenden Verurteilung begangen wurde. (T8)
  • 13 Os 61/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 13 Os 61/87
    Beis wie T3
  • 14 Os 90/88
    Entscheidungstext OGH 22.06.1988 14 Os 90/88
  • 14 Os 190/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 14 Os 190/88
  • 14 Os 154/89
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 14 Os 154/89
    Beis wie T7
  • 13 Os 86/91
    Entscheidungstext OGH 16.10.1991 13 Os 86/91
    Beis wie T7
  • 12 Os 44/92
    Entscheidungstext OGH 07.05.1992 12 Os 44/92
  • 15 Os 29/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 15 Os 29/93
  • 15 Os 90/93
    Entscheidungstext OGH 26.08.1993 15 Os 90/93
    Vgl auch; Beisatz: Auch kein besonderer Milderungsgrund. (T9)
  • 14 Os 26/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 14 Os 26/94
    Vgl; Beis wie T2
  • 11 Os 83/94
    Entscheidungstext OGH 19.07.1994 11 Os 83/94
  • 13 Os 141/94
    Entscheidungstext OGH 19.10.1994 13 Os 141/94
  • 15 Os 191/94
    Entscheidungstext OGH 02.02.1995 15 Os 191/94
    Beisatz: Unabdingbare Voraussetzung für die Anwendbarkeit des § 31 StGB ist, dass alle in einem Urteil zur Aburteilung gelangenden Straftaten vor der Fällung des früheren Urteils begangen worden sind. (T10)
  • 14 Os 22/95
    Entscheidungstext OGH 10.03.1995 14 Os 22/95
  • 15 Os 6/95
    Entscheidungstext OGH 09.03.1995 15 Os 6/95
    Beis wie T2
  • 13 Os 41/97
    Entscheidungstext OGH 16.04.1997 13 Os 41/97
    Beis wie T7
  • 11 Os 49/97
    Entscheidungstext OGH 06.05.1997 11 Os 49/97
    Beis wie T7
  • 1 Bkd 1/95
    Entscheidungstext OGH 06.11.1998 1 Bkd 1/95
    Vgl auch; Beisatz: Die Bedachtnahme auf eine Vorverurteilung setzt voraus, dass über alle Verfehlungen nach der Zeit ihrer Begehung bereits im Vorverfahren hätte geurteilt werden können (WK-StGB - 2 § 31 Rz 2). (T11)
  • 12 Os 31/03
    Entscheidungstext OGH 05.06.2003 12 Os 31/03
    Vgl auch; Beisatz: Die Bestimmung des § 31 StGB ist nur dann anzuwenden, wenn eine gemeinsame Aburteilung aller Taten bereits im früheren Verfahren zeitlich möglich gewesen wäre. (T12)
  • 12 Os 46/03
    Entscheidungstext OGH 03.07.2003 12 Os 46/03
    Vgl auch; Beisatz: Bedingung für die Anwendbarkeit des §31 StGB ist, dass alle im neuen Urteil zur Aburteilung gelangenden Straftaten vor Fällung des früheren Urteils, auf das nunmehr Bedacht genommen werden soll, begangen worden sind. (T13)
  • 12 Os 131/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 12 Os 131/04
    Vgl auch; Beisatz: Eine Bedachtnahme nach §31 StGB setzt voraus, dass sämtliche der nachträglichen Verurteilung zugrunde liegenden Taten vor dem Vorurteil (erster Instanz) begangen wurden. (T14)
  • 12 Os 60/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 12 Os 60/04
    Auch; Beisatz: § 31 Abs 1 (erster Satz) StGB setzt voraus, dass sämtliche der nachträglichen Verurteilung zu Grunde liegende Taten - ein Dauerdelikt zur Gänze - vor dem Vor-Urteil I. Instanz begangen wurden, somit eine gemeinsame Verfahrensführung in erster Instanz möglich gewesen wäre (WK-StGB - 2 § 31 Rz 2). (T15)
  • 12 Os 92/05d
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 12 Os 92/05d
    Auch
  • 15 Os 127/05y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 15 Os 127/05y
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T12
  • 15 Os 10/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 10/06v
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T13 nur: § 31 Abs 1 (erster Satz) StGB setzt voraus, dass sämtliche der nachträglichen Verurteilung zu Grunde liegende Taten vor dem Vor-Urteil I. Instanz begangen wurden, somit eine gemeinsame Verfahrensführung in erster Instanz möglich gewesen wäre (WK-StGB - 2 § 31 Rz 2). (T16); Beisatz: Sämtliche der nachträglichen Verurteilung zugrundeliegenden Taten müssen also vor dem Vor-Urteil erster Instanz begangen worden sein. Daran ändert der Umstand nichts, dass das Berufungsverfahren eine zweite Tatsacheninstanz kennt, weil eine Vereinigung nach § 56 StPO dann nicht mehr möglich ist (WK-StGB - 2 § 31 Rz 2). (T17)
  • 11 Os 116/06b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 116/06b
    Vgl auch; Beis wie T16
  • 13 Os 74/07t
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 74/07t
    Auch
  • 1 Bkd 3/07
    Entscheidungstext OGH 03.12.2007 1 Bkd 3/07
    Vgl; Beisatz: Das ununterbrochene Unterlassen der auf Grund des bestehenden Mandatsverhältnisses bestehenden Pflicht zur vollständigen Verbücherung des Kaufvertrages und somit das Aufrechterhalten eines rechtswidrigen Zustandes ist als Dauerdelikt zu qualifizieren. Auf bestehende Vorverurteilungen kann daher erst nach Abschluss der Tathandlung Bedacht genommen werden. (T18)
  • 13 Os 24/08s
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 24/08s
    Auch
  • 14 Os 92/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 92/08y
    Auch; Beis wie T7
  • 13 Os 35/10m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 35/10m
    Auch
  • 12 Os 190/10y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 190/10y
  • 13 Os 17/11s
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 17/11s
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T7; Bem: Neuerliche ausdrückliche Ablehnung (iSd stRsp) der Anwendung der §§ 31,40 StGB in „Hybridfällen“. (T19)
  • 12 Os 115/14z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2015 12 Os 115/14z
  • 13 Os 25/15y
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 25/15y
  • 14 Os 41/15h
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 41/15h
  • 13 Os 134/15b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 134/15b
    Auch
  • 26 Os 15/15y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 26 Os 15/15y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T18; Beisatz: Hier: Fortwährendes Nichtentsprechen von Aufträgen der Rechtsanwaltskammer als Dauerdelikt. (T20)
  • 15 Os 129/17k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 129/17k
    Auch; Beis wie T15
  • 13 Os 95/18x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2018 13 Os 95/18x
    Auch
  • 14 Os 85/23s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2023 14 Os 85/23s
    vgl; Beisatz wie T15
  • 13 Os 53/23b
    Entscheidungstext OGH 20.09.2023 13 Os 53/23b
    vgl
  • 15 Os 45/25v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2025 15 Os 45/25v
    vgl; Beisatz wie T15; Beisatz wie T19
  • 12 Os 84/25g
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 12 Os 84/25g
    vgl; Beisatz wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0090813

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19490916_OGH0002_0010OS00257_4900000_001

Rechtssatz für 10Os128/72; 12Os144/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0076137

Geschäftszahl

10Os128/72; 12Os144/95; 13Ns9/11v; 20Os12/15p; 15Os129/17k (15Os130/17g); 13Os95/18x; 14Ns78/20m; 11Ns51/21w; 23Ds9/22h; 15Os100/24f; 21Ds4/25p

Entscheidungsdatum

10.12.2025

Rechtssatz

Bei einem Dauerdelikt wird durch die Straftat ein rechtswidriger Zustand geschaffen, den der Täter in der Folge aufrecht erhält und durch dessen Fortdauer der Straftatbestand ununterbrochen weiter verwirklicht wird vergleiche Rittler 2.Auflage römisch eins 88 und Jescheck 472). Dies ist zB der Fall bei einer unbefugten Gefangenhaltung (Paragraph 93, StG), der Teilnehmung durch Verhehlung (Paragraph 185, StG) und der Veruntreuung durch Vorenthalten einer anvertrauten Sache (Paragraph 183, StG), nicht jedoch bei dem Delikt nach dem Paragraph eins, USchG. Hier handelt es sich nicht um die Aufrechterhaltung eines durch eine bestimmte (einmalige) Tat eines aktiv handelnden Täters geschaffenen rechtswidrigen Zustandes, sondern um ein vorsätzliches Gefährdungsdelikt, welches durch grobe (meist wiederholte) Vernachlässigung der gesetzlichen Unterhaltspflicht, also in der Regel sogar durch Passivität des Täters (Nichterbringen der von ihm zu erbringenden Unterhaltsleistungen) verwirktlicht wird.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 128/72
    Entscheidungstext OGH 10.10.1972 10 Os 128/72
    Veröff: EvBl 1973/97 S 215
  • 12 Os 144/95
    Entscheidungstext OGH 18.01.1996 12 Os 144/95
    Vgl auch; Beisatz: Als Dauerdelikt pönalisiert § 99 Abs 1 StGB nicht nur die Herbeiführung, sondern auch die Aufrechterhaltung des Freiheitsentzuges. (T1)
  • 13 Ns 9/11v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2011 13 Ns 9/11v
    Vgl aber; Beisatz: Das Vergehen nach § 198 Abs 1 StGB ist ein Dauerdelikt. (T2)
  • 20 Os 12/15p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2015 20 Os 12/15p
    Auch; Beisatz: Hier: Verstoß eines Rechtsanwalts gegen § 19 RAO als Dauerdelikt. (T3)
  • 15 Os 129/17k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 129/17k
    Auch
  • 13 Os 95/18x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2018 13 Os 95/18x
    Auch; Beisatz: Das Vergehen der Urkundenunterdrückung nach § 229 Abs 1 StGB als Dauerdelikt. (T4)
  • 14 Ns 78/20m
    Entscheidungstext OGH 14.01.2021 14 Ns 78/20m
    Vgl
  • 11 Ns 51/21w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2021 11 Ns 51/21w
    Vgl; Beisatz: Hier: § 50 Abs 1 Z 2 WaffG. (T5)
  • 23 Ds 9/22h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2023 23 Ds 9/22h
    Vgl; Beisatz: Hier: Disziplinarvergehen nach § 1 Abs 1 erster Fall DSt durch Nichterfüllung der Aufklärungs- und Überwachungspflichten des Treuhänders nach § 7 Abs 1 iVm § 12 Abs 3 BTVG. (T6)
  • 15 Os 100/24f
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 15 Os 100/24f
    vgl
  • 21 Ds 4/25p
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 21 Ds 4/25p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0076137

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2026

Dokumentnummer

JJR_19721010_OGH0002_0100OS00128_7200000_001