Rechtssatz für 8ObA7/05w 9ObA161/07b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120564

Geschäftszahl

8ObA7/05w; 9ObA161/07b

Entscheidungsdatum

07.02.2008

Rechtssatz

Im Falle einer Veräußerung eines Unternehmens im Konkurs, die zur Weiterführung des unverändert fortbestehenden Betriebes durch den Erwerber führt, gehen die Arbeitsverhältnisse der Betriebsratsmitglieder (unabhängig von Paragraph 3, Absatz 2, AVRAG) ex lege auf den Erwerber über, welcher die Eintrittsautomatik keinesfalls verdrängt.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 7/05w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 8 ObA 7/05w
    Veröff: SZ 2006/12
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    Auch; Beisatz: Hier: "Begünstigter Behinderter." (T1); Beisatz: Der tragende Grund für diese Rechtsprechung zum Bestandschutz der Belegschaftsvertreter liegt in der Bestrebung, der Belegschaft des Betriebs, solange dieser unverändert fortbesteht, die im ArbVG vorgesehene Vertretung zu sichern. Schutzobjekt dieser Regelung ist jedenfalls auch die Belegschaft. Diese Gründe treffen auf den Kläger als begünstigten Behinderten iSd BEinstG nicht zu. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120564

Dokumentnummer

JJR_20060126_OGH0002_008OBA00007_05W0000_001

Rechtssatz für 9ObA106/06p 9ObA161/07b...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0122994

Geschäftszahl

9ObA106/06p; 9ObA161/07b; 9ObA123/08s

Entscheidungsdatum

08.10.2008

Rechtssatz

Auch im Fall der Veräußerung eines ganzen Unternehmens im Konkurs kommt Paragraph 3, Absatz eins, AVRAG nicht zur Anwendung.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 106/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 106/06p
    Veröff: SZ 2007/210
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    Beisatz: Auch im Fall der Veräußerung eines ganzen Unternehmens im Konkurs kommt § 3 Abs 1 AVRAG nicht zur Anwendung. Ein Übergang findet auch für begünstigte Behinderte nicht statt. (T1)
  • 9 ObA 123/08s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 ObA 123/08s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122994

Im RIS seit

18.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2011

Dokumentnummer

JJR_20071219_OGH0002_009OBA00106_06P0000_001

Rechtssatz für 5Ob324/85 8Ob1/95 8Ob84...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064997

Geschäftszahl

5Ob324/85; 8Ob1/95; 8Ob84/03s; 8Ob99/04y; 9ObA161/07b; 8Ob133/08d

Entscheidungsdatum

16.12.2008

Norm

KO §66
KO §69
KO §70
KO §173 Abs5
KO §176 Abs2 H

Rechtssatz

Das Gericht hat, wenn sich - im Hinblick auf Paragraph 176, Absatz 2, KO allenfalls auch erst im Rekursverfahren - Bedenken gegen das Zutreffen der Konkurseröffnungsvoraussetzungen, der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ergeben, auch bei Vorliegen eines Schuldnerantrags gemäß Paragraph 173, Absatz 5, KO alle für seine Beurteilung erheblichen Tatsachen von Amts wegen zu erheben und festzustellen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 324/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 5 Ob 324/85
    Veröff: SZ 59/3 = EvBl 1987/28 S 119 = JBl 1986,190
  • 8 Ob 1/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 1/95
    Vgl auch
  • 8 Ob 84/03s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 Ob 84/03s
  • 8 Ob 99/04y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 Ob 99/04y
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    Auch; Beisatz: Das Konkursgericht ist, auch was das Vorliegen der Insolvenz des Schuldners betrifft, berechtigt und verpflichtet, seinen allfälligen Zweifeln von Amts wegen nachzugehen, wenn es Anzeichen für eine missbräuchliche Konkursantragstellung durch einen solventen Schuldner gibt. (T1)
  • 8 Ob 133/08d
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 133/08d
    Auch; Beisatz: Grundsätzlich braucht der Schuldner, der die Eröffnung des Konkurses über sein Vermögen beantragt, die Zahlungsunfähigkeit nicht glaubhaft zu machen, weil im Allgemeinen davon ausgegangen werden kann, dass kein Schuldner grundlos die Eröffnung des Konkurses über sein Vermögen beantragen werde. Das Gericht ist allerdings gemäß § 173 Abs 5 KO, auch was das Vorliegen der Insolvenz des Schuldners betrifft, berechtigt und verpflichtet, seinen Zweifeln von Amts wegen nachzugehen, wenn es Anzeichen für eine missbräuchliche Konkursantragstellung durch einen solventen Schuldner gibt. Das Gericht hat daher, wenn sich - im Hinblick auf § 176 Abs 2 KO allenfalls auch erst im Rekursverfahren - Bedenken gegen das Zutreffen der Konkurseröffnungsvoraussetzungen ergeben, auch bei Vorliegen eines Schuldnerantrags gemäß § 173 Abs 5 KO alle für seine Beurteilung erheblichen Tatsachen von Amts wegen zu erheben und festzustellen. Diese Voraussetzungen gelten auch für das Schuldenregulierungsverfahren (§ 181 KO). (T2); Beisatz: Gerade im Schuldenregulierungsverfahren ist eine strenge Prüfung der Zahlungsunfähigkeit unerlässliches Korrektiv, wäre es doch andernfalls jedermann ermöglicht, seine Verbindlichkeiten innerhalb von 7 Jahren „los zu werden". Die Restschuldbefreiung im Insolvenzverfahren soll aber nur ein „letztes Auffangnetz" darstellen. (T3); Veröff: SZ 2008/183

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0064997

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2013

Dokumentnummer

JJR_19860114_OGH0002_0050OB00324_8500000_001

Rechtssatz für 8ObA211/96 8ObA105/97t...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0102121

Geschäftszahl

8ObA211/96; 8ObA105/97t; 9ObA73/97v; 9ObA153/98k; 9ObA140/99z; 8ObS219/99k; 9ObA5/00a; 8ObS91/00s; 8ObA7/01i; 9ObA232/02m; 9ObA41/03z; 8ObA122/03d; 8ObA64/07f; 9ObA161/07b; 9ObA17/18t

Entscheidungsdatum

24.07.2018

Norm

AVRAG §3
EWG-RL 77/187/EWG - Betriebsübergangsrichtlinie 377L0187

Rechtssatz

Für die richtlinienkonforme Auslegung des Paragraph 3, AVRAG sind auch die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes zur Richtlinie 77/187/EWG maßgeblich.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 211/96
    Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 ObA 211/96
  • 8 ObA 105/97t
    Entscheidungstext OGH 23.05.1997 8 ObA 105/97t
    Veröff: SZ 70/101
  • 9 ObA 73/97v
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 73/97v
    Vgl auch; Beisatz: § 3 Abs 1 AVRAG entspricht Art 3 Abs 1 dieser RL. (T1) Veröff: SZ 70/219
  • 9 ObA 153/98k
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 153/98k
    Beisatz: Wenngleich die Richtlinie 98/50/EG des Rates vom 29. 6. 1998, womit die Richtlinie 77/187/EWG geändert wurde, noch nicht umgesetzt ist, ist ihr im Wege der richtlinienkonformen Interpretation dennoch Beachtung zu widmen, weil die Änderung des Art 1 im wesentlichen nur jene Leitsätze zusammenfasst, welche vom EuGH zur bereits geltenden Richtlinie geprägt wurden. (T2) Veröff: SZ 71/216
  • 9 ObA 140/99z
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 9 ObA 140/99z
  • 8 ObS 219/99k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2000 8 ObS 219/99k
  • 9 ObA 5/00a
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 ObA 5/00a
    Beis wie T2
  • 8 ObS 91/00s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 ObS 91/00s
    Auch
  • 8 ObA 7/01i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2001 8 ObA 7/01i
  • 9 ObA 232/02m
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 9 ObA 232/02m
  • 9 ObA 41/03z
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 41/03z
    Auch
  • 8 ObA 122/03d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2004 8 ObA 122/03d
    Beis ähnlich wie T2
  • 8 ObA 64/07f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 8 ObA 64/07f
    Auch; Beisatz: § 3 AVRAG ist nach stRsp des Obersten Gerichtshofes im Sinne einer richtlinienkonformen Interpretation unter Berücksichtigung der Entscheidungen des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften zur Richtlinie 77/187/EWG betreffend die Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Wahrung von Ansprüchen der Arbeitnehmer bei Übergang von Unternehmen, Betrieben oder Betriebsteilen bzw der nunmehrigen Richtlinie2001/23/EG (Betriebsübergangsrichtlinie) auszulegen. (T3)
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    Beisatz: Für die richtlinienkonforme Auslegung sind die Entscheidungen des EuGH maßgeblich. (T4)
  • 9 ObA 17/18t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 17/18t
    Beis wie T3; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102121

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19960229_OGH0002_008OBA00211_9600000_002

Rechtssatz für 5Ob2344/96h; 5Ob2329/96b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106113

Geschäftszahl

5Ob2344/96h; 5Ob2329/96b; 5Ob25/97f; 1Ob226/98m; 5Ob267/98w; 5Ob36/02h; 9ObA109/02y; 6Ob254/05d; 9ObA38/06p; 9ObA60/06y; 9ObA106/06p; 9ObA161/07b; 5Ob166/08k; 9ObA109/09h; 5Ob153/09z; 5Ob124/10m; 5Ob5/11p; 3Ob89/12b; 10ObS63/12f; 5Ob197/12z; 10ObS177/13x; 5Ob55/14w; 1Ob73/14p; 11Os26/14d; 11Os86/14b; 11Os103/14b (11Os104/14z); 10Ob58/14y; 10ObS158/15f; 12Os15/17y; 5Ob175/18y; 5Ob19/19h; 5Ob146/20m; 10ObS87/21y; 5Ob5/22d; 5Ob95/22i; 2Ob59/23z; 5Ob233/22h; 10ObS114/23x; 10ObS25/24k; 4Ob1/25p; 10ObS123/24x; 11Os72/24h

Entscheidungsdatum

01.04.2025

Rechtssatz

Die teleologische Reduktion einer gesetzlichen Regelung erfordert den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks, an dem sich die (letztlich Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung orientieren soll. Im Mietrecht ist dieses Problem besonders schwierig zu lösen, weil sich den gesetzlichen Regelungen kaum einheitliche Wertungsprinzipien entnehmen lassen. Rechtsänderungen stellen meist mühevoll zustandegekommene Kompromisse mit den sich daraus nahezu notwendig einhergehenden Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten dar, sodass der Wille des Gesetzgebers nur allzuleicht verfehlt werden kann, wenn sich die Gesetzesauslegung vom Wortlaut entfernt (hier: Paragraph 46 a, Absatz 4, MRG).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 2344/96h
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 5 Ob 2344/96h
  • 5 Ob 2329/96b
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 5 Ob 2329/96b
  • 5 Ob 25/97f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 5 Ob 25/97f
  • 1 Ob 226/98m
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 1 Ob 226/98m
    Veröff: SZ 71/157
  • 5 Ob 267/98w
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 07.04.2000 5 Ob 267/98w
    Verstärkter Senat; Vgl auch; nur: Im Mietrecht ist dieses Problem besonders schwierig zu lösen, weil sich den gesetzlichen Regelungen kaum einheitliche Wertungsprinzipien entnehmen lassen. Rechtsänderungen stellen meist mühevoll zustandegekommene Kompromisse dar. (T1); Beisatz: Hier: § 12a Abs 1 MRG und § 12a Abs 2 MRG. (T2); Veröff: SZ 73/66
  • 5 Ob 36/02h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 36/02h
    nur: Die teleologische Reduktion einer gesetzlichen Regelung erfordert den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks, an dem sich die (letztlich Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung orientieren soll. (T3)
  • 9 ObA 109/02y
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 ObA 109/02y
    nur T3; Beisatz: Hier: Teleologischen Reduktion des besonderen Kündigungsschutzes für Betriebsratsmitglieder bei Massenänderungskündigungen ist nicht angezeigt. (T4); Veröff: SZ 2002/137
  • 6 Ob 254/05d
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 254/05d
    nur T3; Beisatz: § 245 Abs 1 HGB. (T5); Veröff: SZ 2005/177
  • 9 ObA 38/06p
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 9 ObA 38/06p
    Vgl auch; Beisatz: Eine teleologische Reduktion würde den klaren Nachweis voraussetzen, dass eine umschreibbare Fallgruppe von den Grundwertungen oder Zwecken des Gesetzes entgegen seinem Wortlaut gar nicht getroffen wird und dass sie sich von den „eigentlich gemeinten" Fallgruppen so weit unterscheidet, dass die Gleichbehandlung sachlich ungerechtfertigt und willkürlich wäre. (T6); Veröff: SZ 2006/109
  • 9 ObA 60/06y
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 9 ObA 60/06y
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 106/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 106/06p
    nur T3; Beisatz: Hier: § 3 Abs 2 AVRAG. (T7); Veröff: SZ 2007/210
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    nur T3
  • 5 Ob 166/08k
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 5 Ob 166/08k
    Auch; Beisatz: Die Mietzinserhöhung nach § 46a Abs 2, 4 MRG ist in den dem auslösenden Umstand folgenden 15 Kalenderjahren vorzunehmen. Die Rechtsansicht, § 46a Abs 2 MRG sei einschränkend dahin auszulegen, dass dem Vermieter eingeräumt werde, in 15 Kalenderjahren, die aber nicht unmittelbar aneinander anschließen müssen, den Mietzins auf das angemessene Zinsausmaß anzuheben, widerspricht dessen Wortlaut. (T8)
  • 9 ObA 109/09h
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 ObA 109/09h
    Vgl; Beisatz: Die teleologische Reduktion stellt bei zu weit geratenen gesetzlichen Tatbeständen das Gegenstück zur Analogie dar. Sie verschafft der ratio legis gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung, indem sich die (letztlich den Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung am Gesetzeszweck orientiert. (T9); Beisatz: Hier: § 4 Z 1 lit a ASGG. (T10);
    Veröff: SZ 2009/150
  • 5 Ob 153/09z
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 153/09z
    Vgl; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T9; Bem: Teleologische Reduktion von § 13 AnfO abgelehnt. (T11);
    Veröff: SZ 2009/155
  • 5 Ob 124/10m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 124/10m
    Vgl auch; Beisatz: Die teleologische Reduktion ist im Mietrecht grundsätzlich problematisch. (T12)
  • 5 Ob 5/11p
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 5/11p
    Vgl; nur T3; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T9
  • 3 Ob 89/12b
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 89/12b
    Auch; nur T3
  • 10 ObS 63/12f
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 ObS 63/12f
    Vgl; Veröff: SZ 2012/74
  • 5 Ob 197/12z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 197/12z
    Auch; nur T3
  • 10 ObS 177/13x
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 177/13x
    Vgl; Beis wie T10
  • 5 Ob 55/14w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 55/14w
    nur T3; Beisatz: Eine teleologische Reduktion des § 59 Abs 3 AußStrG um den Verweis auf § 60 Abs 2 JN ist ausgeschlossen, setzt dies doch den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks voraus, an dem sich die letztlich den Gesetzeswortlaut korrigierende Auslegung orientieren soll. Davon kann hier aber deshalb nicht ausgegangen werden, weil der Gesetzgeber durch den Verweis auf § 60 Abs 2 JN diese Bestimmung ganz bewusst zum Maßstab für die Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Rechtsmittelgericht machen wollte. (T13)
  • 1 Ob 73/14p
    Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 73/14p
    Auch; nur T3
  • 11 Os 26/14d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2014 11 Os 26/14d
    Vgl; Beisatz: Antrag auf Aufhebung wegen Verfassungswidrigkeit jener Bestimmungen der StPO, die im Spannungsverhältnis zu Art 6 Abs 3 lit d zweiter Fall MRK stehen. (T14)
  • 11 Os 86/14b
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 86/14b
    Vgl; Beis wie T14
  • 11 Os 103/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 103/14b
    Auch; Beis wie T14
  • 10 Ob 58/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 58/14y
    Auch; nur ähnlich T3; Veröff: SZ 2015/10
  • 10 ObS 158/15f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 ObS 158/15f
    Auch; nur T3
  • 12 Os 15/17y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 15/17y
    Auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 175/18y
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 175/18y
    nur T1
  • 5 Ob 19/19h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 19/19h
    nur T3
  • 5 Ob 146/20m
    Entscheidungstext OGH 10.12.2020 5 Ob 146/20m
    vgl; Beisatz nur T6
    Anm: Veröff: SZ 2020/119
  • 10 ObS 87/21y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 10 ObS 87/21y
    Vgl; nur T3
  • 5 Ob 5/22d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2022 5 Ob 5/22d
  • 5 Ob 95/22i
    Entscheidungstext OGH 22.08.2022 5 Ob 95/22i
    nur T3
  • 2 Ob 59/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 2 Ob 59/23z
    vgl; Beisatz: Hier: § 1503 Abs 7 Z 5 ABGB. (T15)
  • 5 Ob 233/22h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.07.2023 5 Ob 233/22h
    Beisatz wie T3: Hier: § 10 Abs 2 WEG 2002 (T16)
  • 10 ObS 114/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.06.2024 10 ObS 114/23x
    vgl; nur T3
  • 10 ObS 25/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.10.2024 10 ObS 25/24k
    vgl; Beisatz wie T3
  • 4 Ob 1/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2025 4 Ob 1/25p
    Beisatz wie T6
    Beisatz: Keine teleologische Reduktion des § 33 Abs 1 Satz 2 MRG. (T17)
  • 10 ObS 123/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2025 10 ObS 123/24x
    nur T3
  • 11 Os 72/24h
    Entscheidungstext OGH 01.04.2025 11 Os 72/24h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106113

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19961126_OGH0002_0050OB02344_96H0000_001

Rechtssatz für 6Ob167/00b; 8ObS13/05b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0114158

Geschäftszahl

6Ob167/00b; 8ObS13/05b; 8ObS27/05m; 6Nc3/06b; 9ObA106/06p; 9ObA161/07b; 8Ob25/09y; 8ObA58/09a; 4Ob120/10s; 8Ob124/10h; 9ObA121/13d; 9ObA5/14x; 8Ob96/13w; 9ObA20/14b; 9ObA91/14v; 9ObA98/14y; 2Ob21/14y; 9Ob31/15x; 3Ob142/16b; 4Ob124/18s; 7Ob241/18v; 10ObS161/21f; 3Ob216/21t; 5Ob197/21p; 8ObA58/22w; 9ObA11/22s; 4Ob199/22a; 9ObA103/22w; 9ObA21/23p; 8Ob127/24w; 9ObA57/25k; 4Ob15/25x

Entscheidungsdatum

16.12.2025

Norm

ABGB §6
Richtlinie 1999/70/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zu der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge (Befristungs-RL) §5 Nr1
Richtlinie 85/374/EWG vom 25.7.1985 (PH-RL) Art11

Rechtssatz

Richtlinienkonforme Interpretation darf den normativen Gehalt der nationalen Regelung nicht grundlegend neu bestimmen und kann im nationalen Recht keine neuen Institute (wie hier den angestrebten und in der Transparenz-Richtlinie gar nicht vorgesehenen Stimmrechtsausschluss) schaffen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 167/00b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 167/00b
    Veröff: SZ 73/131
  • 8 ObS 13/05b
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 ObS 13/05b
    nur: Richtlinienkonforme Interpretation darf den normativen Gehalt der nationalen Regelung nicht grundlegend neu bestimmen. (T1)
  • 8 ObS 27/05m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2005 8 ObS 27/05m
    nur T1; Beisatz: Eine richtlinienkonforme Interpretation vor Ablauf der Umsetzungsfrist scheidet unabhängig davon, ob eine solche überhaupt zulässig ist, somit jedenfalls dann aus, wenn sie dazu führen würde, dass einer nach Wortlaut und Sinn eindeutigen nationalen Regelung ein entgegengesetzter Sinn verliehen würde. (T2)
  • 6 Nc 3/06b
    Entscheidungstext OGH 20.03.2006 6 Nc 3/06b
    Vgl auch; Beisatz: Ein Durchgriff auf Bestimmungen einer noch nicht in österreichisches Recht umgesetzten Richtlinie während des Laufs der Umsetzungsfrist ist ausgeschlossen. (T3)
  • 9 ObA 106/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 106/06p
    nur T1; Veröff: SZ 2007/210
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    nur T1
  • 8 Ob 25/09y
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 25/09y
    Auch
  • 8 ObA 58/09a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 ObA 58/09a
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 12 Abs 7 GlBG idF BGBl I Nr 66/2004, der für den Fall einer diskriminierenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses nur einen Anfechtungstatbestand, aber keinen immateriellen Schadenersatz vorsah, kann auch im Wege richtlinienkonformer Auslegung nicht im Sinne der Anordnung eines immateriellen Schadenersatzanspruchs ausgelegt werden. (T4)
  • 4 Ob 120/10s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 120/10s
    Auch; nur T1; Beisatz: Richtlinienkonforme Interpretation kommt nur zur Anwendung, wenn das nationale Recht dem Rechtsanwender einen Spielraum einräumt. (T5)
    Veröff: SZ 2010/103
  • 8 Ob 124/10h
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 124/10h
    Vgl auch; Beisatz: Richtlinienkonforme Interpretation des § 28 Abs 2 KSchG. (T6)
  • 9 ObA 121/13d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 121/13d
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 ObA 5/14x
  • 8 Ob 96/13w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 96/13w
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 20/14b
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 ObA 20/14b
    Veröff: SZ 2014/67
  • 9 ObA 91/14v
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
    Auch; Beis wie T5
  • 9 ObA 98/14y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 98/14y
  • 2 Ob 21/14y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 21/14y
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 31/15x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 Ob 31/15x
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Eine richtlinienkonforme Auslegung darf einer nach Wortlaut und Sinn eindeutigen nationalen Regelung keinen durch die nationalen Auslegungsregeln nicht erzielbaren abweichenden oder gar entgegengesetzten Sinn geben. (T7)
  • 3 Ob 142/16b
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 142/16b
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 124/18s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 124/18s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Hinsichtlich der Verpflichtung zur richtlinienkonformen Interpretation verweist der EuGH auf den Methodenkatalog des nationalen Rechts. Die Pflicht zur richtlinienkonformen Interpretation reicht somit grundsätzlich bis zur Grenze der äußersten Wortlautschranke, erstreckt sich aber zudem auf die nach dem innerstaatlichen interpretativen Methodenkatalog zulässige Rechtsfortbildung durch Analogie oder teleologische Reduktion im Fall einer planwidrigen Umsetzungslücke. (T8)
    Beisatz: Richtlinienkonforme Interpretation der geltenden nationalen Rechtsvorschriften ist aber unzulässig, wenn diese zu einer Auslegung contra legem führen würde. Ebenso darf es nicht über diesen Umweg zu einer – sonst unzulässigen – unmittelbaren Wirkung von Richtlinienbestimmungen im horizontalen Verhältnis kommen. (T9); Veröff: SZ 2018/62
  • 7 Ob 241/18v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 241/18v
    Auch; Beisatz: Hier: Zum Rücktrittsrecht des Versicherungsnehmers vom Lebensversicherungsvertrag nach § 165a VersVG idF BGBl Nr 90/1993. (T10)
  • 10 ObS 161/21f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 ObS 161/21f
    Vgl; Beisatz: Hier: Auslegung der §§ 2 und 3 FamZeitbG iSd RL (EU) 2019/1158. (T11)
  • 3 Ob 216/21t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 3 Ob 216/21t
    Vgl; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: § 16 Abs 1 aF VKrG ist auch nach der Entscheidung des EuGH in Sachen Lexitor dahin auszulegen, dass laufzeitunabhängige Kosten bei vorzeitiger Kreditrückzahlung nicht zu reduzieren sind. (T12)
  • 5 Ob 197/21p
    Entscheidungstext OGH 01.06.2022 5 Ob 197/21p
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 8 ObA 58/22w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 ObA 58/22w
    Vgl; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: § 879 ABGB bietet keine Grundlage für eine richtlinienkonforme Interpretation iSd § 5 Nr 1 der Befristungs-RL, da die (fortlaufende) Befristung vom Gesetz vorgegeben wird (§§ 24, 27 TAG). Eine richtlinienkonforme Auslegung dieser Bestimmungen würde wiederum am ausdrücklichen gegenteiligen Wortlaut und vom Gesetzgeber verfolgten Ziel der §§ 24, 27 TAG scheitern. (T13)
  • 9 ObA 11/22s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2022 9 ObA 11/22s
    Vgl; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T13
  • 4 Ob 199/22a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 4 Ob 199/22a
    vgl; Beisatz wie T8
    Beisatz: Hier: Die absolute zehnjährige Erlöschensfrist des § 13 PHG ist auch in richtlinienkonformer Interpretation im Wege einer teleologischen Reduktion nicht von der Hemmungsanordnung des § 2 1. COVID-19-JuBG erfasst. (T14)
  • 9 ObA 103/22w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.03.2023 9 ObA 103/22w
    Beisatz wie T7
    Beisatz: Hier lässt der eindeutige Wortlaut der Bestimmung des § 187 L-DBR (nämlich eine Zusammenschau der Abs 2 und 5 mit Abs 1) keine richtlinienkonforme Auslegung zu. (T15)
  • 9 ObA 21/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.04.2023 9 ObA 21/23p
    vgl; Beisatz wie T13
  • 8 Ob 127/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.12.2024 8 Ob 127/24w
    vgl
  • 9 ObA 57/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 9 ObA 57/25k
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T7
  • 4 Ob 15/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2025 4 Ob 15/25x
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T7; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9
    Beisatz: Hier: Richtlinienkonforme Auslegung der §§ 42 Abs 1 und Abs 4, 42b Abs 1, Abs 2a und Abs 3 Z 1 UrhG anhand der InfoRL. (T16)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114158

Im RIS seit

29.09.2000

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20000830_OGH0002_0060OB00167_00B0000_010

Rechtssatz für 9ObS4/90; 3Ob44/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008979

Geschäftszahl

9ObS4/90; 3Ob44/93; 4Ob38/95; 5Ob36/02h; 8ObS4/03a; 6Ob254/05d; 9ObA38/06p; 9ObA60/06y; 4Ob146/07k; 5Ob148/07m; 9ObA161/07b; 9ObA109/09h; 6Ob233/09x; 5Ob153/09z; 5Ob124/10m; 5Ob5/11p; 10ObS63/12f; 1Ob157/13i; 10ObS85/13t; 10ObS177/13x; 1Ob73/14p; 9Ob27/14g; 10Ob58/14y; 10ObS50/15y; 8Ob87/15z; 10ObS158/15f; 6Ob144/17w; 4Ob124/18s; 5Ob204/18p; 8Ob50/19i; 2Ob167/19a; 5Ob164/19g; 5Ob58/21x; 1Ob62/21f; 2Ob76/21x; 5Ob5/22d; 7Ob52/22f; 8ObA60/22i; 8ObA58/22w; 9ObA11/22s; 2Ob59/23z; 2Ob169/23a; 10ObS39/23t; 10ObS110/23h; 4Ob155/23g; 9ObA57/23g; 10ObS114/23x; 9ObA50/23b; 10ObS46/24y; 4Ob1/25p; 10ObS123/24x; 10Ob15/25s; 3Ob188/25f

Entscheidungsdatum

17.12.2025

Rechtssatz

Die teleologische Reduktion verschafft der ratio legis nicht gegen einen zu engen, sondern gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung. Die (verdeckte) Lücke besteht im Fehlen einer nach der ratio notwendigen Ausnahme. Vorausgesetzt ist stets der Nachweis, dass eine umschreibbare Fallgruppe von den Grundwertungen oder Zwecken des Gesetzes entgegen seinem Wortlaut gar nicht getroffen wird und dass sie sich von den "eigentlich gemeinten" Fallgruppen so weit unterscheidet, dass die Gleichbehandlung sachlich ungerechtfertigt und willkürlich wäre. Es ist jedoch nicht zulässig, durch teleologische Reduktion eine gesetzliche Vorschrift zur Gänze ihres Inhaltes zu entkleiden.

Entscheidungstexte

  • 9 ObS 4/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 9 ObS 4/90
    Veröff: WBl 1990/271 ff (Liebeg 261) = ZAS 1991/11 S 65
  • 3 Ob 44/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1993 3 Ob 44/93
    nur: Die teleologische Reduktion verschafft der ratio legis nicht gegen einen zu engen, sondern gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung. (T1)
    Beisatz: Die Ungleichbehandlung muss geradezu willkürlich erscheinen, ein schwerwiegender Wertungswiderspruch oder eine offenbare Ungerechtfertigkeit könnten sonst nicht vermieden werden. (T2)
  • 4 Ob 38/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 38/95
    nur: Die teleologische Reduktion verschafft der ratio legis nicht gegen einen zu engen, sondern gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung. Die (verdeckte) Lücke besteht im Fehlen einer nach der ratio notwendigen Ausnahme. Vorausgesetzt ist stets der Nachweis, dass eine umschreibbare Fallgruppe von den Grundwertungen oder Zwecken des Gesetzes entgegen seinem Wortlaut gar nicht getroffen wird und dass sie sich von den "eigentlich gemeinten" Fallgruppen so weit unterscheidet, dass die Gleichbehandlung sachlich ungerechtfertigt und willkürlich wäre. (T3)
  • 5 Ob 36/02h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 36/02h
    nur T3
  • 8 ObS 4/03a
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 ObS 4/03a
    Auch
  • 6 Ob 254/05d
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 254/05d
    Beisatz: Die teleologische Reduktion verschafft der „ratio legis" gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung. Die (verdeckte) Lücke besteht hier im Fehlen einer nach der „ratio legis" notwendigen Ausnahmeregel. (T4)
    Beisatz: Hier: § 245 Abs 1 HGB. (T5)
    Veröff: SZ 2005/177
  • 9 ObA 38/06p
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 9 ObA 38/06p
    Beisatz: Eine teleologische Reduktion würde den klaren Nachweis voraussetzen, dass eine umschreibbare Fallgruppe von den Grundwertungen oder Zwecken des Gesetzes entgegen seinem Wortlaut gar nicht getroffen wird und dass sie sich von den „eigentlich gemeinten" Fallgruppen so weit unterscheidet, dass die Gleichbehandlung sachlich ungerechtfertigt und willkürlich wäre. (T6)
    Veröff: SZ 2006/109
  • 9 ObA 60/06y
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 9 ObA 60/06y
    Beis wie T6
  • 4 Ob 146/07k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 146/07k
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 2007/140
  • 5 Ob 148/07m
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 148/07m
    Ähnlich; Beisatz: Besonders bei ethisch und weltanschaulich umstrittenen Fragen muss eine von den bestehenden (allgemeinen) Regeln des Rechts - hier: des Schadenersatzrechts - abweichende Bewertung dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben. (T7)
    Beisatz: Hier: Frage nach Schadenersatz im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes (wrongful birth, wrongful life). (T8)
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
    nur T1
  • 9 ObA 109/09h
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 ObA 109/09h
    Auch; Beisatz: Die teleologische Reduktion stellt bei zu weit geratenen gesetzlichen Tatbeständen das Gegenstück zur Analogie dar. Sie verschafft der ratio legis gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung, indem sich die (letztlich den Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung am Gesetzeszweck orientiert. (T9)
    Beisatz: Hier: § 4 Z 1 lit a ASGG. (T10)
    Veröff: SZ 2009/150
  • 6 Ob 233/09x
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 6 Ob 233/09x
    Vgl; Beis wie T6; Bem: Hier: § 17 Abs 5 PSG. (T11)
  • 5 Ob 153/09z
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 153/09z
    nur T3; Bem: Hier: Teleologische Reduktion von § 13 AnfO abgelehnt. (T12)
    Veröff: SZ 2009/155
  • 5 Ob 124/10m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 124/10m
    Vgl; Beisatz: Es ist nicht zulässig, durch teleologische Reduktion eine gesetzliche Vorschrift (beinahe) zur Gänze ihres Inhalts zu entkleiden. (T13)
  • 5 Ob 5/11p
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 5/11p
    Auch; Beis wie T10; Beis ähnlich wie T13
  • 10 ObS 63/12f
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 ObS 63/12f
    Vgl; Beis wie T9; Veröff: SZ 2012/74
  • 1 Ob 157/13i
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 157/13i
    Vgl; Veröff: SZ 2013/109
  • 10 ObS 85/13t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 ObS 85/13t
    nur T1; Beisatz: Hier: § 5 Abs 4 KBGG. (T14)
  • 10 ObS 177/13x
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 177/13x
    nur T1; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Geburt des zweiten Kindes um 6 Tage früher als erwartet und daher 2‑Monatsfrist des § 5 Abs 4 KBGG nicht erfüllt. (T15)
  • 1 Ob 73/14p
    Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 73/14p
    Auch
  • 9 Ob 27/14g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 Ob 27/14g
  • 10 Ob 58/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 58/14y
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2015/10
  • 10 ObS 50/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 ObS 50/15y
    Auch
  • 8 Ob 87/15z
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 87/15z
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 158/15f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 ObS 158/15f
    Auch
  • 6 Ob 144/17w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 144/17w
    Auch; Veröff: SZ 2018/1
  • 4 Ob 124/18s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 124/18s
    Auch; Veröff: SZ 2018/62
  • 5 Ob 204/18p
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 5 Ob 204/18p
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: § 362 ABGB im Hinblick auf die unzulässige Dereliktion von (bloßen) Miteigentumsanteilen. (T16)
  • 8 Ob 50/19i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 Ob 50/19i
    nur T3; Veröff: SZ 2019/43
  • 2 Ob 167/19a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2020 2 Ob 167/19a
    Beisatz ähnlich wie T6
    Beisatz: Hier: § 1503 Abs 7 Z 9 ABGB; keine teleologische Reduktion. (T17)
    Anm: Veröff: SZ 2020/11
  • 5 Ob 164/19g
    Entscheidungstext OGH 22.04.2020 5 Ob 164/19g
    nur T3
    Anm: Veröff: SZ 2020/31
  • 5 Ob 58/21x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 5 Ob 58/21x
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: § 20 lit c StarkstromwegeG. (T18)
  • 1 Ob 62/21f
    Entscheidungstext OGH 21.04.2021 1 Ob 62/21f
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T18
  • 2 Ob 76/21x
    Entscheidungstext OGH 05.08.2021 2 Ob 76/21x
    Anm: Veröff: SZ 2021/76
  • 5 Ob 5/22d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2022 5 Ob 5/22d
  • 7 Ob 52/22f
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 7 Ob 52/22f
    Beisatz: Hier: Betreffend § 33 Abs 2 VersVG. (T19)
  • 8 ObA 60/22i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 8 ObA 60/22i
    Vgl; nur T3; Beisatz: Hier: Betreffend Art XVI Abs 5 iVm Art XII Abs 1 des Kollektivvertrags für pharmazeutische Fachkräfte in öffentlichen Apotheken und Anstaltsapotheken Österreichs: keine teleologische Reduktion. (T20)
  • 8 ObA 58/22w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 ObA 58/22w
    Beisatz. Hier: Befristete Dienstverhältnisse nach dem Theaterarbeitsgesetz (TAG) – keine teleologische Reduktion. (T21)
  • 9 ObA 11/22s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2022 9 ObA 11/22s
    Beis wie T21
  • 2 Ob 59/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 2 Ob 59/23z
    vgl; Beisatz: Hier: § 1503 Abs 7 Z 5 ABGB. (T22)
  • 2 Ob 169/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 169/23a
  • 10 ObS 39/23t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.11.2023 10 ObS 39/23t
    vgl; Beisatz: Hier: Nr 38 der Anlage 1 zum ASVG. (T23)
  • 10 ObS 110/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.11.2023 10 ObS 110/23h
    vgl; Beisatz: Hier: § 5 Abs 3 APG. (T24)
  • 4 Ob 155/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 4 Ob 155/23g
  • 9 ObA 57/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.04.2024 9 ObA 57/23g
    Beisatz wie T4
  • 10 ObS 114/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.06.2024 10 ObS 114/23x
    Beisatz: Hier: Keine teleologische Reduktion von § 102 Abs 5 GSVG. (T25)
  • 9 ObA 50/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.06.2024 9 ObA 50/23b
    nur T4
  • 10 ObS 46/24y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 08.10.2024 10 ObS 46/24y
    vgl; Beisatz: Das Ziel, ein einfach handhabbares und leicht zu erfüllendes Anspruchskriterium auf Basis einer Durchschnittsbetrachtung vorzusehen, spricht mangels stichhältiger Anhaltspunkte grundsätzlich gegen das Fehlen einer an sich notwendigen Ausnahme. (T26)
    Beisatz: Hier: § 2 Abs 7 KBGG. (T27)
  • 4 Ob 1/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2025 4 Ob 1/25p
    Beisatz: Keine teleologische Reduktion des § 33 Abs 1 Satz 2 MRG. (T28)
  • 10 ObS 123/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.03.2025 10 ObS 123/24x
    vgl; Beisatz: Hier: Reduktion des § 139 Abs 5 ASVG auf Pensionen die zur Deckung der notwendigen Bedürfnisse ausreichen. Teleologische Reduktion verneint. (T29)
  • 10 Ob 15/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.07.2025 10 Ob 15/25s
    vgl; Beisatz: Hier: Teleologische Reduktion von § 6 Abs 2 Z 4 KSchG. (T30)
  • 3 Ob 188/25f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2025 3 Ob 188/25f
    vgl; Beisatz: Hier: Zur teleologischen Reduktion von Formvorschriften. (T31)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0008979

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19900314_OGH0002_009OBS00004_9000000_001

Rechtssatz für 9ObA264/98h; 1Ob80/00x; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111214

Geschäftszahl

9ObA264/98h; 1Ob80/00x; 1Ob273/01f; 1Ob1/02g; 1Ob126/02i; 9ObA222/02s; 8ObA37/03d; 9ObA46/04m; 9ObA8/05z; 6Nc3/06b; 8ObA107/06b; 9ObA106/06p; 8ObS29/07h; 9ObA161/07b; 9ObA177/07f; 5Ob271/09b; 8ObA58/09a; 3Ob111/10k; 9ObA121/13d; 8Ob96/13w; 9ObA20/14b; 9ObA91/14v; 9ObA98/14y; 2Ob21/14y; 13Os82/15f; 9Ob31/15x; 3Ob142/16b; 2Ob15/16v; 1Ob209/16s; 2Ob18/16k; 7Ob241/18v; 8ObA70/18d; 8Nc37/19m; 8Ob27/20h; 10ObS161/21f; 8ObA42/22t; 8ObA21/22d; 8ObA58/22w; 9ObA11/22s; 9ObA21/23p; 8Ob66/24z; 7Ob93/24p; 10Ob42/24k; 10Ob3/25a; 4Ob15/25x; 9Ob69/25z; 4Ob154/25p; 6Ob174/25v

Entscheidungsdatum

22.04.2026

Norm

EG Amsterdam Art249
EGV Maastricht Art189
GleichbehandlungsG §2a
EWG-RL 76/207/EWG - Gleichbehandlungsrichtlinie 376L0207 allg
EWG-RL 92/85/EWG – Mutterschutzrichtlinie 392L085 Art11 Z2 litb
Richtlinie 1999/70/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zu der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge (Befristungs-RL) §5 Nr1

Rechtssatz

Die Richtlinie ist grundsätzlich nicht unmittelbar anwendbar, sondern muss von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht umgesetzt werden. Der Einzelne kann durch die Richtlinie nicht unmittelbar verpflichtet werden; ebensowenig besteht eine unmittelbare Wirkung von Bestimmungen nicht umgesetzter Richtlinien im Verhältnis zwischen Privatpersonen; es gibt also keine direkte horizontale Wirkung von Richtlinienbestimmungen. Die innerstaatlichen Behörden haben aber die inhaltlich von der Richtlinie berührten Normen soweit wie möglich im Einklang mit der Richtlinie ("richtlinienkonform") auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 264/98h
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 264/98h
    Veröff: SZ 71/174
  • 1 Ob 80/00x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 80/00x
    nur: Die innerstaatlichen Behörden haben aber die inhaltlich von der Richtlinie berührten Normen soweit wie möglich im Einklang mit der Richtlinie ("richtlinienkonform") auszulegen. (T1)
    Beisatz: Hier: § 43 B-GBG. (T2)
    Veröff: SZ 74/15
  • 1 Ob 273/01f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 273/01f
    Auch; Beisatz: Die hier bedeutsame Frage, ob § 43 B-GBG in der zum Ernennungszeitpunkt geltenden Fassung wegen Verstoßes gegen die RL gemeinschaftswidrig war, ist an der maßgeblichen Rechtsprechung des EuGH zu messen, weil die RL selbst ihrem Wortlaut nach zum Erfordernis einer Öffnungsklausel keine unmittelbaren Aussagen trifft und (erst) die Entscheidungen des EuGH objektives Recht schaffen. (T3)
  • 1 Ob 1/02g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2002 1 Ob 1/02g
    Auch; Beisatz: Richtlinien entfalten insoweit unmittelbare Wirksamkeit, als sie inhaltlich als unbedingt und hinreichend genau erscheinen. Dies ist dann der Fall, wenn den Mitgliedstaaten angesichts des Wortlauts und des klaren Regelungsziels der Richtlinie kein größerer Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung zur Verfügung steht. (T4)
    Beisatz: Je größer der den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung zukommende Gestaltungsspielraum ist, desto eher muss eine ausreichende Bestimmtheit von Richtlinienrecht verneint werden. (T5)
    Beisatz: In einzelnen Regelungszusammenhängen wird es auch möglich sein, trotz eines gewissen Gestaltungsspielraums eine "Mindestgarantie" zu bestimmen. (T6)
    Beisatz: Die Bestimmungen des Art 7 lit h der Wegekosten-Richtlinie 1993 sowie des Art 7 Abs 4 der Wegekosten-Richtlinie 1999 sind nicht hinreichend determiniert. (T7)
  • 1 Ob 126/02i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 126/02i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Auch Art 7 lit b der Wegekosten-Richtlinie 1993, nach dem die Mautgebühren und Benützungsgebühren weder unmittelbar noch mittelbar zu einer unterschiedlichen Behandlung auf Grund des Ausgangspunkts oder des Zielpunkts des Verkehrs führen dürfen, ist nicht hinreichend determiniert. (T8)
    Beisatz: Von einer Regelung, die so bestimmt wäre, dass der richtlinienkonforme Mauttarif für den einzelnen Autobahnbenutzer ohne weiteres ermittelt werden könnte, kann nicht gesprochen werden, soweit diese Vorschriften bestimmen, dass sich die Mautgebühren (beziehungsweise die gewogenen durchschnittlichen Mautgebühren) an den Kosten für den Bau, den Betrieb und den Ausbau des betreffenden Straßennetzes (beziehungsweise des betreffenden Verkehrswegnetzes) zu "orientieren" haben. (T9)
  • 9 ObA 222/02s
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 9 ObA 222/02s
    Vgl; nur: Die Richtlinie ist grundsätzlich nicht unmittelbar anwendbar, sondern muss von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht umgesetzt werden. (T10)
    Beisatz: Eine unmittelbare Anwendung der Richtlinie scheidet nach der Rechtsprechung des EuGH aus, solange die Umsetzungsfrist nicht abgelaufen ist; diese Wirkung entsteht erst am Ende des festgesetzten Zeitraums. Der Mitgliedstaat, an den diese Richtlinie gerichtet ist, darf allerdings während der Umsetzungsfrist keine Vorschriften erlassen, die geeignet sind, die Erreichung des in der Richtlinie vorgeschriebenen Ziels bei Ablauf der Umsetzungsfrist ernstlich in Frage zu stellen. (T11)
    Beisatz: Hier: Richtlinie 1999/70/EG des Rates über befristete Dienstverträge vom 28.6.1999. (T12)
  • 8 ObA 37/03d
    Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 ObA 37/03d
    Auch
  • 9 ObA 46/04m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2004 9 ObA 46/04m
    nur: Die Richtlinie ist grundsätzlich nicht unmittelbar anwendbar, sondern muss von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht umgesetzt werden. Die innerstaatlichen Behörden haben aber die inhaltlich von der Richtlinie berührten Normen soweit wie möglich im Einklang mit der Richtlinie ("richtlinienkonform") auszulegen. (T13)
  • 9 ObA 8/05z
    Entscheidungstext OGH 30.09.2005 9 ObA 8/05z
    Vgl auch
  • 6 Nc 3/06b
    Entscheidungstext OGH 20.03.2006 6 Nc 3/06b
    Vgl auch; Beisatz: Ein Durchgriff auf Bestimmungen einer noch nicht in österreichisches Recht umgesetzten Richtlinie während des Laufs der Umsetzungsfrist ist ausgeschlossen. (T14)
  • 8 ObA 107/06b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 ObA 107/06b
    Auch; Beisatz: Der Grundsatz der „richtlinienkonformen Interpretation" bedeutet auch, dass die zur Umsetzung einer Richtlinie erlassenen Gesetze dann, wenn es der Regelungszweck der Richtlinie erfordert, dass in der gesamten Gemeinschaft ein abgestimmtes durch die Richtlinie koordiniertes System entsteht, dies auch unter Bedachtnahme auf die in den anderen Mitgliedstaaten erlassenen Umsetzungsgesetze zu erfolgen hat. (T15)
    Beisatz: Hier zu §§ 91 Abs 1, 177 Abs 3 ArbVG; Art 4 EG-RL 94/45/EG, Art 11 Art 4 EG-RL 94/45/EG. (T16)
  • 9 ObA 106/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 106/06p
    nur T13; Veröff: SZ 2007/210
  • 8 ObS 29/07h
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 ObS 29/07h
    Auch; Beisatz: Im Allgemeinen zeichnet sich das Regelungsinstrument der Richtlinie im Rahmen des Gemeinschaftsrechts gerade dadurch aus, dass es grundsätzlich nicht unmittelbar anwendbar ist, sondern von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht durch entsprechende generelle Rechtsakte umzusetzen ist. Der Einzelne ist aus der Richtlinie weder unmittelbar verpflichtet noch unmittelbar berechtigt. Dies steht allerdings dem Grundsatz der richtlinienkonformen „Interpretation", wonach die österreichischen Regelungen möglichst so auszulegen sind, dass sie der Richtlinie entsprechen, nicht entgegen. (T17)
  • 9 ObA 161/07b
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 161/07b
  • 9 ObA 177/07f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/101
  • 5 Ob 271/09b
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 271/09b
    Auch; Bem: Hier: Ablehnung der vom Revisionsrekurswerber unter Hinweis auf die Gesamtenergieeffizienz‑Richtlinie RL 2002/91/EG angestrebten „richtlinienkonformen Interpretation“ des § 16 Abs 2 MRG, da die Richtlinie keine inhaltlichen Vorgaben bezüglich der Mittel zur Erreichung der statuierten Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz trifft. (T18)
  • 8 ObA 58/09a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 ObA 58/09a
    Beis wie T1; Beisatz: Eine Richtlinie ist nicht unmittelbar anwendbar, sondern muss von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht umgesetzt werden. Weder kann der Einzelne durch die Richtlinie unmittelbar verpflichtet werden, noch besteht eine unmittelbare Wirkung von Bestimmungen nicht umgesetzter Richtlinien im Verhältnis zwischen Privatpersonen. (T19)
  • 3 Ob 111/10k
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 111/10k
    Auch; nur T13; Beis wie T17; Veröff: SZ 2010/126
  • 9 ObA 121/13d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 ObA 121/13d
    Auch; nur T1; nur T13; Beis wie T19
  • 8 Ob 96/13w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 96/13w
    Vgl auch; Beisatz: Die Bestimmungen des nationalen Rechts sind möglichst dahin auszulegen, dass sie den Richtlinienvorgaben entsprechen. Diese richtlinienkonforme Interpretation darf aber nicht dazu führen, dass der normative Gehalt der nationalen Regelungen grundlegend geändert wird. (T20)
  • 9 ObA 20/14b
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 ObA 20/14b
    Veröff: SZ 2014/67
  • 9 ObA 91/14v
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
    Auch
  • 9 ObA 98/14y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 98/14y
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 21/14y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 21/14y
    Vgl auch
  • 13 Os 82/15f
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 82/15f
    Auch; Beis wie T20
  • 9 Ob 31/15x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 Ob 31/15x
  • 3 Ob 142/16b
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 142/16b
    Auch
  • 2 Ob 15/16v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 15/16v
    Auch, Veröff: SZ 2017/20
  • 1 Ob 209/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 209/16s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2017/13
  • 2 Ob 18/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/16k
    Auch; Veröff: SZ 2017/21
  • 7 Ob 241/18v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 241/18v
    Beisatz: Hier: Zum Rücktrittsrecht des Versicherungsnehmers vom Lebensversicherungsvertrag nach § 165a VersVG idF BGBl Nr 90/1993. (T21)
  • 8 ObA 70/18d
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 ObA 70/18d
    Beisatz: Hier: Unionsrechtskonforme Auslegung des Verweises auf den (unionsrechtswidrigen) § 20 AngG idF vor der Novelle BGBl I 2017/153 durch Punkt XIII Abs 1 KollV Ärztinnen-Angestellte Wien im Sinne eines Rechtsfolgenverweises. (T22)
  • 8 Nc 37/19m
    Entscheidungstext OGH 10.01.2020 8 Nc 37/19m
    Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Beklagtes Flugunternehmen mit Sitz in Saudi‑Arabien; Abflugort Wien‑Schwechat. (T23)
  • 8 Ob 27/20h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2020 8 Ob 27/20h
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Art 86 Abs 2 der Richtlinie 2014/59/EU ist in diesem Sinne hinreichend genau und geeignet, unmittelbar angewendet zu werden. Um der Richtlinie zu entsprechen, muss das Insolvenzgericht die Abwicklungsbehörde über jeden Antrag auf Einleitung eines regulären Insolvenzverfahrens - auch über den Antrag eines Nichtberechtigten – informieren. (T24)
  • 10 ObS 161/21f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 ObS 161/21f
    nur T1; Beisatz: Hier: Auslegung der §§ 2 und 3 FamZeitbG iSd RL (EU) 2019/1158. (T25)
  • 8 ObA 42/22t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2022 8 ObA 42/22t
    Vgl; Beisatz: Hier: Da nach Art 11 Z 2 lit b der Mutterschutz-RL 92/85/EWG Arbeitnehmerinnen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelt und/oder angemessene Sozialleistung haben, widersprechen nationale Bestimmungen, wonach eine schwangere Arbeitnehmerin, die einen unbezahlten Elternurlaub unterbricht um einen Mutterschaftsurlaub anzutreten, weder Anspruch auf Wochengeld noch Entgeltfortzahlung hat, dem Unionsrecht. Ein Entgeltfortzahlungsanspruch kann daher unmittelbar auf Art 11 Z 2 lit b der Mutterschutz-RL 92/85/EWG im von der Richtlinie geschützten Ausmaß von 14 Wochen gestützt werden; die Richtlinie wirkt dabei gegenüber einer Dienstgeberin, die eine mit der öffentlichen Gesundheitsversorgung betraute staatliche Einrichtung ist, ebenfalls unmittelbar. Dass die Richtlinie den Mitgliedstaaten überlässt, ob sie diesen Anspruch als Sozialleistung oder Entgeltfortzahlung ausgestalten wollen, steht der unmittelbaren Anwendung nicht entgegen, weil – wenn der Staat seiner Verpflichtung zur Umsetzung nicht rechtzeitig nachkommt – der Berechtigte entscheiden kann, auf welchem System er seine Ansprüche geltend machen will, wobei er aber naturgemäß keinen Anspruch auf doppelte Auszahlung hat. (T26)
  • 8 ObA 21/22d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2022 8 ObA 21/22d
    Beis wie T12
  • 8 ObA 58/22w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 ObA 58/22w
    Vgl; Beisatz: Hier: § 5 Nr 1 der Befristungs-RL stellt sich nach der EuGH-Rechtsprechung inhaltlich nicht als unbedingt und genau genug dar, damit sich ein Einzelner vor einem nationalen Gericht darauf berufen kann. Eine richtlinienkonforme Interpretation im Zusammenhang mit befristeten Dienstverträgen iSd §§ 24, 27 TAG würde allerdings am ausdrücklichen gegenteiligen Wortlaut und vom Gesetzgeber verfolgten Ziel dieser Bestimmungen scheitern. (T27)
  • 9 ObA 11/22s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2022 9 ObA 11/22s
    Vgl; Beis wie T27
  • 9 ObA 21/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.04.2023 9 ObA 21/23p
    vgl; Beisatz wie T27
  • 8 Ob 66/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.09.2024 8 Ob 66/24z
    nur: Eine Richtlinie ist grundsätzlich nicht unmittelbar anwendbar, sondern muss von den Mitgliedstaaten in das innerstaatliche Recht umgesetzt werden. Der Einzelne kann durch die Richtlinie nicht unmittelbar verpflichtet werden. Ebenso wenig besteht eine unmittelbare Wirkung von Bestimmungen nicht umgesetzter Richtlinien im Verhältnis zwischen Privatpersonen. Es gibt also keine direkte horizontale Wirkung von Richtlinienbestimmungen. (T28)
  • 7 Ob 93/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2024 7 Ob 93/24p
    nur T10
  • 10 Ob 42/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.01.2025 10 Ob 42/24k
    vgl; Beisatz nur wie T1
  • 10 Ob 3/25a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 Ob 3/25a
    vgl; Beisatz: Hier: § 2 Abs 1 UVG. (T29)
  • 4 Ob 15/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2025 4 Ob 15/25x
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T20
    Beisatz: Hier: Richtlinienkonforme Auslegung der §§ 42 Abs 1 und Abs 4, 42b Abs 1, Abs 2a und Abs 3 Z 1 UrhG anhand der InfoRL. (T30)
  • 9 Ob 69/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2025 9 Ob 69/25z
    vgl; nur T28
  • 4 Ob 154/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2026 4 Ob 154/25p
    nur T1; nur T10
    Beisatz: Hier: Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2011 über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung (PatientenmobilitätsRL). (T32)
  • 6 Ob 174/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.04.2026 6 Ob 174/25v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111214

Im RIS seit

20.11.1998

Zuletzt aktualisiert am

10.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19981021_OGH0002_009OBA00264_98H0000_001