Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AWG 1990;
VerpackV 1996 §2 Abs10;
VerpackV 1996 §2 Abs9;
VerpackV 1996;

Rechtssatz

Die VerpackV 1996 (wie auch das AWG 1990) kennt die stoffliche vergleiche Paragraph 2, Absatz 9, VerpackV 1996) und die thermische vergleiche Paragraph 2, Absatz 10, VerpackV 1996) Verwertung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X01

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X01

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

VerpackV 1996 §7 Abs2;

Rechtssatz

Paragraph 7, Absatz 2, VerpackV 1996 unterscheidet nicht zwischen stofflicher und thermischer Verwertung. Mangels Präferenz einer Verwertungsart ist jeweils zu prüfen, ob die Verwertung stofflicher oder thermischer Art nicht zumindest unverhältnismäßig erschwert ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X02

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X02

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

VerpackV 1996 §3 Abs4;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VerpackV 1996 §7 ;

Rechtssatz

Die Bestimmung des Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, VerpackV 1996 sieht (auf Grund des allgemeinen Verweises auf "die im Absatz 4, genannten Verpflichteten") ua für den "Abpacker" Verpflichtungen betreffend Verpackungen vor, für welche nicht an einem Sammel- und Verwertungssystem teilgenommen wird oder keine Ausnahme nach Paragraph 7, legcit von der Rücknahmeverpflichtung besteht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X03

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X03

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

VerpackV 1996 §3 Abs4;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VerpackV 1996 §3 Abs6;

Rechtssatz

Die Ziffer 2, des Paragraph 3, Absatz 6, VerpackV 1996 normiert mehrere Einzelhandlungen. Der nach Paragraph 3, Absatz 4, legcit Verpflichtete hat - abgesehen von den im Einleitungssatz des Absatz 6, legcit genannten Ausnahmen - die von ihm in Verkehr gesetzten Verpackungen zunächst zurückzunehmen. Die Rücknahme - nicht jedoch die Verwertung - ist entsprechend zu dokumentieren. Schließlich ist der Nachweis über die Rücknahme dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft innerhalb der in Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, legcit genannten Frist zu übermitteln.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X04

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X04

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VerpackV 1996 Anl3;

Rechtssatz

Dass der Tatbestand des Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, VerpackV 1996 nur erfüllt wäre, wenn ein Verstoß gegen alle darin genannten Tatbestandselemente vorliegt, ergibt sich aus dieser Bestimmung nicht. Strafbar ist vielmehr die nicht erfolgte Erfassung und nachfolgende Unterlassung der Übermittlung des entsprechenden Nachweises der Rücknahme der entsprechenden Verpackungen. Der Nachweis hat die Angaben gemäß Anlage 3 der VerpackV 1996 zu enthalten. Diese stehen insofern nicht in direktem Zusammenhang mit der nachfolgenden Verwertung, weil sich die entsprechenden Angaben lediglich auf die zurückgenommenen Verpackungen beziehen. Der Tatvorwurf der unterlassenen Meldung ist also in Zusammenhang mit Anlage 3 losgelöst von einer Verwertung strafbar.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X05

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X05

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

VerpackV 1996 §10;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VwRallg;

Rechtssatz

Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, VerpackV 1996 soll die Kontrolle der Einhaltung der ua dem Abpacker obliegenden Rücknahmeverpflichtung für von ihm in Verkehr gesetzte Verpackungen ermöglichen. Es kann daher nicht so sein, dass tatbestandsmäßig nur eine mit der Unterlassung (der stofflichen) Verwertung einhergehende Meldung ist. Damit bestünde nämlich, unabhängig davon, ob eine solche nun möglich ist oder nicht, die entsprechende Verpflichtung immer dann nicht, wenn nicht alle der in Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, VerpackV 1996 genannten Tatbestandselemente vorliegen. So auch zB, wenn der Verpflichtete die Verpackungen überhaupt nicht zurücknimmt oder die Rücknahme nicht meldet und auch nicht - nach Maßgabe des Paragraph 10, legcit - verwertet. Diese Auslegung kann Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, VerpackV 1996 jedoch nicht unterstellt werden. Vielmehr sind die einzelnen Elemente losgelöst voneinander zu betrachten. Dass jedenfalls Nachweise über die zurückgenommenen Verpackungen - unabhängig von der nachfolgenden Form der Verwertung - zu erbringen sind, ergibt sich aus der genannten Bestimmung eindeutig.

Schlagworte

Auslegung Diverses VwRallg3/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X06

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X06

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 44 a, Ziffer eins, VStG hat der Spruch eines Straferkenntnisses, wenn er nicht auf Einstellung lautet, die als erwiesen angenommene Tat zu enthalten. Sie bildet den den Deliktstatbestand erfüllenden Sachverhalt. Es bedarf daher im Bescheidspruch der Anführung aller wesentlichen Tatbestandsmerkmale, die zur Individualisierung und Konkretisierung des inkriminierten Verhaltens und damit für die Subsumtion der als erwiesen angenommenen Tat unter die dadurch verletzte Verwaltungsvorschriften erforderlich sind. Wesentlich für die Bezeichnung der Tat ist der Ausspruch über Zeit und Ort der Begehung.

Schlagworte

"Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Tatbild Beschreibung (siehe auch Umfang der Konkretisierung) Inhalt des Spruches Allgemein Angewendete Gesetzesbestimmung "Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Umfang der Konkretisierung (siehe auch Tatbild)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X07

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X07

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 88/17/0010 E 23. Dezember 1991 RS 15 (hier ohne den zweiten Satz)

Stammrechtssatz

Auch irrige Gesetzesauslegung ist ein Rechtsirrtum, der den Beschuldigten nicht zu entschuldigen vermag, wenn nach seinem ganzen Verhalten nicht angenommen werden kann, daß die irrige Gesetzesauslegung unverschuldet war und daß er das Unerlaubte seines Verhaltens nicht einsehen konnte. Die bloße Argumentation im Verwaltungsstrafverfahren mit einer - allenfalls sogar plausiblen - Rechtsauffassung allein vermag ein Verschulden am objektiv unterlaufenen Rechtsirrtum nicht auszuschließen. Es bedarf bei der Einhaltung der einem am Wirtschaftsleben Teilnehmenden obliegenden Sorgfaltspflicht vielmehr einer Objektivierung durch geeignete Erkundigungen. Wer dies verabsäumt, trägt das Risiko des Rechtsirrtums (Hinweis 30.11.1981, 81/17/0126).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X08

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X08

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art130 Abs2;
VStG §21 Abs1;
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 85/18/0153 E 29. September 1989 VwSlg 13014 A/1989 RS 1 (Hier mit dem Zusatz: § 21 VStG ist als Anordnung zu verstehen, welche die Behörde verpflichtet, bei Zutreffen der genannten Kriterien von einer Strafe abzusehen.)

Stammrechtssatz

Nach stRSp des VwGH ermächtigt Paragraph 21, VStG die Behörde trotz der Verwendung des Wortes "kann" nicht zur Ermessenübung, sondern der Besch hat, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, einen Anspruch darauf, dass von dieser Bestimmung Gebrauch gemacht wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X09

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X09

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art130 Abs2;
VStG §21 Abs1;
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 90/09/0173 E 21. Februar 1991 RS 11 (hier nur erster Satz)

Stammrechtssatz

Ist auch nur eines der beiden in Paragraph 21, Absatz eins, VStG genannten Kriterien (nämlich geringfügiges Veschulden des Besch und unbedeutende Folgen der Übertretung) nicht erfüllt, so kommt eine Anwendung dieser Gesetzesstelle nicht in Betracht. Dies ist (hier) der Fall: Mit seinem Hinweis auf den Bericht des Ausschusses für soziale Verwaltung (1464 BlgNR 17 GP), wonach die illegale Bschäftigung von ausländischen Arbeitskräften auf gesamtwirtschaftlicher Ebene zu schweren volkswirtschaftlichen Schäden führt, vor allem durch den Entfall von Steuern, Abgaben und Beiträgen zu den Systemen der sozialen Sicherheit, bringt der Bf selbst zum Ausdruck, daß das öffentliche Interesse in bezug auf die Unterbindung der "Schwarzarbeit" hoch einzuschätzen ist. Diese rechtliche Beurteilung im Zusammenhalt damit, daß die inkriminierten Beschäftigungen keineswegs bloß nur einen Tag dauerten, sondern völlig unterschiedlich bis zu drei Wochen aber auch bis drei Monaten währten, schließt es (im Beschwerdefall) aus, das Tatbestandsmerkmal "die Folgen der Übertretung unbedeutend sind " als verwirklicht anzusehen.

Schlagworte

Ermessen besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X10

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X10

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

11

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AWG 1990 §1 Abs1;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VerpackV 1996;

Rechtssatz

Die von der VerpackV 1996 dem Verpacker auferlegten Pflichten, wozu auch die Meldepflichten gemäß Paragraph 3, Absatz 6, Ziffer 2, legcit gehören, sind vor dem Hintergrund der im AWG 1990 festgelegten Ziele zu sehen, die dem Schutz der Umwelt dienen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X11

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X11

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

12

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AWG 1990 §39;
AWG 1990;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VerpackV 1996;

Rechtssatz

Nicht nur solche Vorschriften dienen dem Umweltschutz, die ausdrücklich und direkt das Verbot enthalten, Luft, Wasser oder Boden zu verunreinigen oder schädlichen Auswirkungen auszusetzen oder störenden Lärm zu erzeugen, sondern auch alle Vorschriften, die auf andere Weise - und sei es auch nur mittelbar - eine Beeinträchtigung dieser Schutzgüter zu verhindern suchen. Danach sind auch Ordnungsvorschriften, die den Umgang mit potenziell umweltgefährdenden Stoffen so regeln, dass eine Gefahr für die Umwelt gar nicht erst entsteht, und für eine entsprechende Kontrolle dieses Umganges sorgen, solche Vorschriften (Hinweis E 25. Jänner 1996, 95/07/0230). Dazu gehören aber auch die im AWG 1990 und in den auf seiner Grundlage erlassenen Verordnungen vorgeschriebenen und in Paragraph 39, legcit sanktionierten Meldepflichten.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X12

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X12

Rechtssatz für 2004/07/0041

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17164 A/2007

Rechtssatznummer

13

Geschäftszahl

2004/07/0041

Entscheidungsdatum

29.03.2007

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AWG 1990 §39 Abs1 litb;
AWG 1990 §39;
VerpackV 1992 §3 Abs6 litb;
VerpackV 1992 §5 Abs7 litb;
VerpackV 1996 §3 Abs6 Z2;
VStG §31 Abs2;
VStG §5 Abs1;
VwRallg;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2001/07/0020 E 25. Juni 2001 RS 2 (Hier nur erster Satz; im Zusammenhang mit § 3 Abs 6 Z 2 VerpackV 1996; Dass der Bf mangels entsprechender Vorkehrungen nicht in der Lage war, nach Ablauf des Zeitraumes, für den die Nachweise zu führen waren, diese zu erbringen, befreit ihn nicht von seiner strafrechtlichen Verantwortlichkeit, denn es wäre an ihm gelegen, dafür zu sorgen, dass die Voraussetzungen für die Erbringung des Nachweises rechtzeitig geschaffen wurden.)

Stammrechtssatz

Da es sich beim Unterlassen des Führens von Nachweisen iSd Paragraph 3, Absatz 6, Litera b und Paragraph 5, Absatz 7, Litera b, VerpackV 1992 iZm Paragraph 39, Absatz eins, Litera b, AWG 1990 um ein Unterlassungsdelikt handelt, besteht dieses strafbare Verhalten so lange fort, so lange die Nachweise nicht vorhanden sind. der Lauf der Verjährungsfrist iSd Paragraph 31, Absatz 2, VStG beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem die Unterlassung beendet ist; die Verjährung beginnt daher solange nicht, als die Verpflichtung zum Handeln besteht und die Handlung noch nachgeholt werden kann.

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Verjährung im öffentlichen Recht VwRallg6/6 Andere Einzelfragen in besonderen Rechtsgebieten Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2004070041.X13

Im RIS seit

14.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2015

Dokumentnummer

JWR_2004070041_20070329X13