Rechtssatz für 10Os24/85; 10Os13/85; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100261

Geschäftszahl

10Os24/85; 10Os13/85; 10Os211/84; 10Os135/85; 15Os62/87; 10Os46/87; 15Os39/89 (15Os40/89); Bkd43/90 (Bkd88/90; 10Bkd4/92); 13Os13/97; 15Os44/99 (15Os45/99); 11Os36/00 (11Os37/00); 12Os114/04; 11Os135/06x; 17Os28/13s; 12Os67/16v; 14Os89/17w; 12Os81/23p

Entscheidungsdatum

19.10.2023

Norm

StPO §288 Abs2 Z3
StPO §289
  1. StPO § 288 heute
  2. StPO § 288 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 288 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  4. StPO § 288 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  5. StPO § 288 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Das Rechtsmittelgericht ist auf Grund der Prävalenz kriminalpolitischer Zielsetzungen gegenüber der uneingeschränkten Verwirklichung des Absorptionsprinzips (Paragraph 56, StPO, Paragraph 28, Absatz eins, StGB) bei überwiegendem Interesse am sofortigen Ausspruch einer wegen bereits rechtskräftiger Schuldsprüche zu verhängenden Strafe befugt, die Sache in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 289, StPO nur in Ansehung des aufgehobenen Schuldspruches und des sich darauf beziehenden Strafausspruches zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückzuverweisen, über den Strafausspruch im übrigen aber sogleich im Weg einer Strafneubemessung in der Sache selbst zu erkennen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 24/85
    Entscheidungstext OGH 16.04.1985 10 Os 24/85
    Veröff: EvBl 1986/9 S 22 = ÖJZ-LSK 1985/90 = RZ 1985/77 S 199
  • 10 Os 13/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1985 10 Os 13/85
  • 10 Os 211/84
    Entscheidungstext OGH 20.11.1985 10 Os 211/84
  • 10 Os 135/85
    Entscheidungstext OGH 21.01.1986 10 Os 135/85
    Vgl
  • 15 Os 62/87
    Entscheidungstext OGH 01.09.1987 15 Os 62/87
    Vgl auch
  • 10 Os 46/87
    Entscheidungstext OGH 01.09.1987 10 Os 46/87
    Vgl auch; Veröff: SSt 58/64
  • 15 Os 39/89
    Entscheidungstext OGH 06.06.1989 15 Os 39/89
  • Bkd 43/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1993 Bkd 43/90
    Beisatz: Dieser Grundsatz ist gemäß § 77 Abs 3 DSt 1990 auch im Rechtsanwaltsdisziplinarverfahren anzuwenden. (T1)
  • 13 Os 13/97
    Entscheidungstext OGH 05.03.1997 13 Os 13/97
    Vgl auch
  • 15 Os 44/99
    Entscheidungstext OGH 06.05.1999 15 Os 44/99
    Vgl auch
  • 11 Os 36/00
    Entscheidungstext OGH 16.05.2000 11 Os 36/00
    Auch; Beisatz: Mit Rücksicht auf das vergleichsweise geringe Gewicht des im zweiten Rechtsgang (vom Bezirksgericht) neuerlich zu prüfenden Anklagevorwurfs sowie im Hinblick auf die aufrechte Untersuchungshaft und im Interesse eines möglichst raschen Strafvollzugs (§ 397 StPO) ist die Verweisung der Sache nur im Umfang des von der Kassation betroffenen Teils des Urteils und die sofortige Straffestsetzung durch den Obersten Gerichtshof in Bezug auf das dem Angeklagten weiterhin zur Last fallende Verbrechen der versuchten absichtlichen Körperverletzung geboten. (T2)
  • 12 Os 114/04
    Entscheidungstext OGH 04.11.2004 12 Os 114/04
    Vgl auch
  • 11 Os 135/06x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 11 Os 135/06x
    Vgl; Beisatz: In Hinblick auf das in Relation zum Gesamtvorwurf geringe Gewicht des aufgehobenen Teil des Schuldspruchs und die lange Verfahrensdauer sieht sich der Oberste Gerichtshof veranlasst, hinsichtlich des rechtskräftigen Teils des Schuldspruchs gleich selbst die Strafe festzusetzen. Über die der Kassation unterliegenden Schuldspruchpunkte hat das Erstgericht - sofern kein Verfolgungsverzicht des Staatsanwalts oder Freispruch erfolgt - in analoger Anwendung des §31 StGB zu entscheiden (vgl WK-StPO §289 Rz21). (T3)
  • 17 Os 28/13s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 28/13s
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T3
  • 12 Os 67/16v
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 12 Os 67/16v
    Auch
  • 14 Os 89/17w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 14 Os 89/17w
    Auch
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0100261

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2024

Dokumentnummer

JJR_19850416_OGH0002_0100OS00024_8500000_001

Rechtssatz für 10Os55/70; 12Os152/74; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0082031

Geschäftszahl

10Os55/70; 12Os152/74; 10Os112/75; 13Os171/76; 9Os15/78; 13Os30/79; 9Os88/79; 9Os191/80; 13Os112/82; 11Os112/07s; 14Os83/10b; 13Os148/10d; 11Os83/11g; 15Os71/11x; 12Os50/12p; 11Os102/12b; 15Os131/13y; 15Os146/14f; 13Os7/15a; 13Os136/16y; 12Os64/17d; 15Os12/20h; 13Os62/20x; 13Os76/20f; 15Os117/22b; 13Os45/23a; 12Os81/23p; 15Os85/25a; 15Os60/25z

Entscheidungsdatum

10.09.2025

Norm

WaffG 1986 §11 Abs1 Z7
WaffG 1986 §36 Abs1 Z2

Rechtssatz

Gewöhnliche Messer (das sind Messer mit stumpfen Rücken, wie Jagdmesser, Hirschfänger, Brotmesser, Tischmesser und Küchenmesser) und insbesondere Taschenmesser aller Art sind selbst dann, wenn sie eine Feststellungsvorrichtung für die Klinge besitzen (sogenanntes "Fixiermesser"), in der Regel nicht als Waffen im technischen Sinn, sondern als Gebrauchsgegenstände anzusehen. Erst dann, wenn ein solches feststellbares Taschenmesser überdies noch eine besondere Vorrichtung zum Ausspringen der Klinge besitzt ("Springmesser" und "Fallmesser" im Sinne des Paragraph 11, Absatz eins, Ziffer 6, WaffG 1967), ist es eine Stichwaffe und Stoßwaffe und als Waffe im technischen Sinn zu werten.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 55/70
    Entscheidungstext OGH 12.05.1970 10 Os 55/70
    Veröff: EvBl 1970/306 S 523 = JBl 1970,483 = RZ 1970,219 = SSt 41/25
  • 12 Os 152/74
    Entscheidungstext OGH 10.12.1974 12 Os 152/74
    Vgl auch; Beisatz: Fixiermesser werden in der Regel nicht von § 36 Abs 1 lit b (§ 11 Abs 1 Z 6) WaffG erfasst. (T1)
  • 10 Os 112/75
    Entscheidungstext OGH 07.01.1976 10 Os 112/75
  • 13 Os 171/76
    Entscheidungstext OGH 16.12.1976 13 Os 171/76
    Beisatz: Bajonett ähnliches Stichmesser. (T2) Veröff: EvBl 1977/137 S 276
  • 9 Os 15/78
    Entscheidungstext OGH 17.02.1978 9 Os 15/78
    Beisatz: Fixiermesser mit bloßer Klingenfixierung. (T3)
  • 13 Os 30/79
    Entscheidungstext OGH 22.03.1979 13 Os 30/79
    Beis wie T3
  • 9 Os 88/79
    Entscheidungstext OGH 17.07.1979 9 Os 88/79
    Beis wie T3; Beisatz: Länge und Beschaffenheit der Klinge sind ohne Bedeutung. (T4) Veröff: EvBl 1980/35 S 109
  • 9 Os 191/80
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 9 Os 191/80
  • 13 Os 112/82
    Entscheidungstext OGH 04.11.1982 13 Os 112/82
    Vgl auch; Beisatz: Keine Einziehung (§ 26 StGB) eines Fixiermessers. (T5)
  • 11 Os 112/07s
    Entscheidungstext OGH 20.11.2007 11 Os 112/07s
    Auch; nur: Gewöhnliche Messer - das sind Messer mit stumpfen Rücken, wie Jagdmesser, Hirschfänger, Brotmesser, Tischmesser und Küchenmesser) und insbesondere Taschenmesser aller Art sind selbst dann, wenn sie eine Feststellungsvorrichtung für die Klinge besitzen (sogenanntes "Fixiermesser") in der Regel nicht als Waffen im technischen Sinn, sondern als Gebrauchsgegenstände anzusehen. (T6);
    Beisatz: Ein „ausgeklapptes Messer" ohne sonstige besondere Eigenschaften, die über jene eines gewöhnlichen Gebrauchsgegenstandes hinausgehen, ist keine Waffe im Sinn des § 1 WaffG. (T7)
  • 14 Os 83/10b
    Entscheidungstext OGH 20.07.2010 14 Os 83/10b
    Vgl auch
  • 13 Os 148/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 148/10d
    Vgl; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Klappmesser. (T8)
  • 11 Os 83/11g
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 83/11g
    Vgl auch; Beiastz: Hier: Keine Einziehung eines gewöhnlichen Messers ohne besondere Eigenschaften. (T9)
  • 15 Os 71/11x
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 71/11x
    Auch; nur T6; Beis wie T3; Beis wie T5; Beisatz: Für eine Einordnung unter § 50 Abs 1 Z 3 WaffG müssten besondere Eigenschaften festgestellt werden, die über jene eines gewöhnlichen Gebrauchsgegenstandes hinausgehen. (T10)
  • 12 Os 50/12p
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 12 Os 50/12p
    Vgl auch; Beisatz: Klappmesser ohne Hinzutreten besonderer Eigenschaften. (T11)
  • 11 Os 102/12b
    Entscheidungstext OGH 09.10.2012 11 Os 102/12b
    Vgl auch
  • 15 Os 131/13y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 131/13y
    Vgl; Beisatz: Hier: Schlitzschraubenzieher. (T12)
  • 15 Os 146/14f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 146/14f
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 13 Os 7/15a
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 7/15a
    Vgl; Beis wie T11
  • 13 Os 136/16y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 136/16y
    Auch
  • 12 Os 64/17d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2017 12 Os 64/17d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10; Beisatz: Die Beschaffenheit der für das Messer vorgesehenen Halterung spielt für diese Beurteilung keine Rolle. (T13)
  • 15 Os 12/20h
    Entscheidungstext OGH 04.03.2020 15 Os 12/20h
    Vgl
  • 13 Os 62/20x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 62/20x
    Vgl
  • 13 Os 76/20f
    Entscheidungstext OGH 18.11.2020 13 Os 76/20f
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 15 Os 117/22b
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 117/22b
    Vgl
  • 13 Os 45/23a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 45/23a
    vgl; Beisatz wie T9
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl
  • 15 Os 85/25a
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 85/25a
    vgl; Beisatz: Hier: Fehlen einer Darstellung besonderer Eigenschaften von "Militärmesser", "Multifunktionstaschenmesser" und "Messer mit rot-schwarzem Griff". (T14)
  • 15 Os 60/25z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 60/25z
    vgl; nur T6; Beisatz wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0082031

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025

Dokumentnummer

JJR_19700512_OGH0002_0100OS00055_7000000_001

Rechtssatz für 10Os91/77; 13Os114/14k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091624

Geschäftszahl

10Os91/77; 13Os114/14k; 13Os4/15k; 11Os53/18f; 14Os131/20a; 14Os1/21k; 12Os141/20g; 12Os132/21k; 12Os105/22s; 13Os121/22a; 14Os16/23v; 13Os56/23v; 12Os81/23p; 13Os79/23a; 12Os122/23t; 14Os124/23a (14Os5/24b); 12Os132/24i; 12Os22/25i; 12Os144/25f; 14Os18/26t

Entscheidungsdatum

21.04.2026

Rechtssatz

Die Vorhaft ist, auch wenn der OGH die Strafe neu bemisst, nur bis zum Urteil römisch eins. Instanz anzurechnen; die folgende Haft ist nach Paragraph 400, StPO anzurechnen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 91/77
    Entscheidungstext OGH 20.09.1978 10 Os 91/77
  • 13 Os 114/14k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 13 Os 114/14k
  • 13 Os 4/15k
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 13 Os 4/15k
  • 11 Os 53/18f
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 53/18f
    Vgl
  • 14 Os 131/20a
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 14 Os 131/20a
    Vgl
  • 14 Os 1/21k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 14 Os 1/21k
    Vgl
  • 12 Os 141/20g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2021 12 Os 141/20g
    Vgl
  • 12 Os 132/21k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 132/21k
    Vgl
  • 12 Os 105/22s
    Entscheidungstext OGH 04.11.2022 12 Os 105/22s
  • 13 Os 121/22a
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 13 Os 121/22a
    Vgl
  • 14 Os 16/23v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 16/23v
    vgl
  • 13 Os 56/23v
    Entscheidungstext OGH 20.09.2023 13 Os 56/23v
    vgl
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl
  • 13 Os 79/23a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2023 13 Os 79/23a
    vgl
  • 12 Os 122/23t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 122/23t
    vgl
  • 14 Os 124/23a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2024 14 Os 124/23a
    vgl
  • 12 Os 132/24i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 132/24i
    vgl
  • 12 Os 22/25i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2025 12 Os 22/25i
    vgl
  • 12 Os 144/25f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 144/25f
    vgl
  • 14 Os 18/26t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2026 14 Os 18/26t
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0091624

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19780920_OGH0002_0100OS00091_7700000_007

Rechtssatz für 12Os74/76; 9Os6/83; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0086098

Geschäftszahl

12Os74/76; 9Os6/83; 13Os192/83; 11Os213/83; 12Os121/87; 12Os86/95; 12Os44/98; 13Os133/05s; 13Os119/06h; 13Os136/11s; 13Os6/16f; 13Os4/17p; 13Os72/21v; 12Os120/21w; 13Os82/21i (13Os83/21m); 13Os90/21s; 13Os46/22x; 12Os18/23y; 12Os81/23p; 13Os34/24k; 15Os61/26y

Entscheidungsdatum

11.06.2026

Norm

FinStrG §26 Abs2
  1. FinStrG Art. 1 § 26 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 26 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  3. FinStrG Art. 1 § 26 gültig von 01.01.2011 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  4. FinStrG Art. 1 § 26 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  5. FinStrG Art. 1 § 26 gültig von 01.01.1989 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 599/1988
  6. FinStrG Art. 1 § 26 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975

Rechtssatz

Der OGH, der Paragraph 43, StGB angewendet hat, trug dem Erstgericht die Erteilung der Weisung auf.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 74/76
    Entscheidungstext OGH 04.10.1976 12 Os 74/76
  • 9 Os 6/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1983 9 Os 6/83
    Vgl auch; Beisatz: Erteilung einer Weisung gemäß § 26 Abs 2 FinStrG ist Sache des Erstgerichts. (T1)
  • 13 Os 192/83
    Entscheidungstext OGH 05.04.1984 13 Os 192/83
    Vgl auch
  • 11 Os 213/83
    Entscheidungstext OGH 13.06.1984 11 Os 213/83
    Vgl auch
  • 12 Os 121/87
    Entscheidungstext OGH 19.11.1987 12 Os 121/87
    Vgl auch
  • 12 Os 86/95
    Entscheidungstext OGH 13.07.1995 12 Os 86/95
    Vgl auch; Beisatz: Der vom Strafurteil gesondert zu fassende Beschluss über die Weisung muss nicht gleichzeitig mit der Urteilsfällung ergehen. (T2)
  • 12 Os 44/98
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 12 Os 44/98
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Teilbedingte Strafnachsicht. (T3)
  • 13 Os 133/05s
    Entscheidungstext OGH 03.05.2006 13 Os 133/05s
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 13 Os 119/06h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 119/06h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 13 Os 136/11s
    Entscheidungstext OGH 15.12.2011 13 Os 136/11s
    Vgl auch; Beisatz: Die Erteilung einer Weisung gemäß § 51 Abs 1 StGB ist Sache des Erstgerichts. (T4)
  • 13 Os 6/16f
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 13 Os 6/16f
    Vgl
  • 13 Os 4/17p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 4/17p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 13 Os 72/21v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2021 13 Os 72/21v
    Vgl; Beis nur wie T1
  • 12 Os 120/21w
    Entscheidungstext OGH 18.11.2021 12 Os 120/21w
    Vgl
  • 13 Os 82/21i
    Entscheidungstext OGH 14.12.2021 13 Os 82/21i
    Vgl; Beisatz: Die Erteilung einer Weisung und die Anordnung der Bewährungshilfe (§ 50 Abs 1 StGB) kommt auch im Fall der Strafneubemessung durch den OGH dem Erstgericht zu. (T5)
  • 13 Os 90/21s
    Entscheidungstext OGH 12.01.2022 13 Os 90/21s
    Vgl; Beis nur wie T1
  • 13 Os 46/22x
    Entscheidungstext OGH 19.10.2022 13 Os 46/22x
    Vgl; Beis nur wie T1; Beis nur wie T2
  • 12 Os 18/23y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2023 12 Os 18/23y
    vgl
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T5
  • 13 Os 34/24k
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 34/24k
    vgl; nur T1; nur T2
  • 15 Os 61/26y
    Entscheidungstext OGH 11.06.2026 15 Os 61/26y
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0086098

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19761004_OGH0002_0120OS00074_7600000_002

Rechtssatz für 10Os150/78; 11Os169/78; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098015

Geschäftszahl

10Os150/78; 11Os169/78; 10Os30/79; 10Os71/79; 13Os21/80; 11Os125/80; 13Os50/81; 13Os70/81; 13Os67/82; 10Os3/82; 13Os119/82; 10Os99/83; 9Os144/83; 10Os47/84; 13Os194/83; 12Os21/84; 13Os121/84; 12Os149/84; 13Os171/84; 11Os152/84; 10Os94/85; 10Os159/85; 9Os144/86; 12Os15/87; 13Os68/88; 13Os124/88; 13Os162/88; 15Os8/89; 12Os37/89; 12Os80/90; 13Os155/90; 12Os1/92; 14Os21/93 (14Os22/93); 15Os151/92; 15Os49/93; 13Os189/93; 11Os189/93; 13Os156/93; 11Os2/97; 13Os85/97 (13Os86/97); 11Os157/98; 13Os138/99; 12Os14/00; 14Os51/02; 13Os63/02; 13Os85/02; 13Os65/02; 13Os150/02; 12Os13/03; 15Os79/03; 11Os80/03; 14Os84/03; 13Os129/03; 15Os45/05i; 13Os87/21z; 12Os14/22h; 15Os38/22k; 11Os33/23x; 12Os68/23a; 12Os81/23p; 13Os25/25p; 13Os85/25m; 13Os24/26t

Entscheidungsdatum

24.06.2026

Norm

StPO §134 Abs1
StPO §151 Z3
  1. StPO § 134 heute
  2. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  3. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  4. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  5. StPO § 134 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  6. StPO § 134 gültig von 17.02.2024 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  7. StPO § 134 gültig von 01.11.2021 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  8. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  9. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  10. StPO § 134 gültig von 01.06.2018 bis 31.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  11. StPO § 134 gültig von 01.07.2014 bis 31.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2014
  12. StPO § 134 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  13. StPO § 134 gültig von 21.05.2011 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  14. StPO § 134 gültig von 01.01.2008 bis 20.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  15. StPO § 134 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 151 heute
  2. StPO § 151 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 151 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 151 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  5. StPO § 151 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 151 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1997

Rechtssatz

Ein Zeuge darf auf seinen Geisteszustand nur mit seiner Zustimmung untersucht werden; bei einem nahezu erwachsenen Zeugen müssen hiezu solche Bedenken gegen seine Fähigkeit, Wahrnehmungen zu machen und diese wiederzugeben, bestehen, die den Voraussetzungen des Paragraph 151, Ziffer 3, StPO praktisch gleichkommen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 150/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 10 Os 150/78
    Veröff: SSt 49/55
  • 11 Os 169/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 11 Os 169/78
    nur: Ein Zeuge darf auf seinen Geisteszustand nur mit seiner Zustimmung untersucht werden. (T1); Beisatz: Körperliche, psychiatrische und psychologische Untersuchung nur mit Zustimmung. (T2)
  • 10 Os 30/79
    Entscheidungstext OGH 04.04.1979 10 Os 30/79
    Ähnlich; Veröff: SSt 50/20
  • 10 Os 71/79
    Entscheidungstext OGH 06.06.1979 10 Os 71/79
  • 13 Os 21/80
    Entscheidungstext OGH 22.05.1980 13 Os 21/80
    nur T1
  • 11 Os 125/80
    Entscheidungstext OGH 13.08.1980 11 Os 125/80
    Ähnlich
  • 13 Os 50/81
    Entscheidungstext OGH 09.04.1981 13 Os 50/81
    Vgl auch; nur T1
  • 13 Os 70/81
    Entscheidungstext OGH 08.10.1981 13 Os 70/81
    nur T1
  • 13 Os 67/82
    Entscheidungstext OGH 17.06.1982 13 Os 67/82
    nur T1
  • 10 Os 3/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 10 Os 3/82
    Vgl auch; Veröff: EvBl 1983/18 S 51
  • 13 Os 119/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 13 Os 119/82
    nur T1
  • 10 Os 99/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 10 Os 99/83
  • 9 Os 144/83
    Entscheidungstext OGH 25.10.1983 9 Os 144/83
  • 10 Os 47/84
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 10 Os 47/84
    nur T1
  • 13 Os 194/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 13 Os 194/83
    nur T1; Beisatz: Minderjährige Zeugen nur mit Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters (eventuell eines Kollisionskurators: § 271 ABGB). (T3)
  • 12 Os 21/84
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 12 Os 21/84
    Vgl auch; nur T1
  • 13 Os 121/84
    Entscheidungstext OGH 23.08.1984 13 Os 121/84
    nur T1
  • 12 Os 149/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 12 Os 149/84
    vgl auch
  • 13 Os 171/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 13 Os 171/84
    nur T1
  • 11 Os 152/84
    Entscheidungstext OGH 21.11.1984 11 Os 152/84
    nur T1; Beisatz: Die Abweisung eines darauf abzielenden relevanten Beweisantrages begründet Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 4 StPO unabhängig davon, ob der Zeuge im weiteren Verfahren seiner diesbezüglichen Untersuchung zustimmen wird oder nicht. (T4)
  • 10 Os 94/85
    Entscheidungstext OGH 03.09.1985 10 Os 94/85
    nur T1
  • 10 Os 159/85
    Entscheidungstext OGH 11.02.1986 10 Os 159/85
    nur T1
  • 9 Os 144/86
    Entscheidungstext OGH 15.10.1986 9 Os 144/86
  • 12 Os 15/87
    Entscheidungstext OGH 07.05.1987 12 Os 15/87
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3; Veröff: SSt 58/36
  • 13 Os 68/88
    Entscheidungstext OGH 04.08.1988 13 Os 68/88
    nur T1
  • 13 Os 124/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 13 Os 124/88
    nur T1; Beis wie T3
  • 13 Os 162/88
    Entscheidungstext OGH 22.12.1988 13 Os 162/88
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Selbst wenn dieser dem Individualrechtsschutz des Zeugen dienende Grundsatz mißachtet worden wäre, könnte der Umstand, daß ein derartiges Gutachten - sachlich begründet - eingeholt und verwertet wurde, keinen den Angeklagten belastenden Verfahrensmangel darstellen (SSt 31/58). (T5)
  • 15 Os 8/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1989 15 Os 8/89
    Beis wie T3
  • 12 Os 37/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 12 Os 37/89
    nur T1
  • 12 Os 80/90
    Entscheidungstext OGH 30.08.1990 12 Os 80/90
    nur T1; Beisatz: Nur mit seiner bzw seines gesetzlichen Vertreters ausdrücklicher Zustimmung. (T6)
  • 13 Os 155/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1991 13 Os 155/90
    nur T1; Beisatz: Weil sich die Zeugenpflicht nur auf das Erscheinen vor Gericht und auf das Ablegen des Zeugnisses erstreckt. (T7)
  • 12 Os 1/92
    Entscheidungstext OGH 23.01.1992 12 Os 1/92
    Vgl auch; Beisatz: Erhebliche Bedenken gegen die allgemeine Wahrnehmungsfähigkeit oder Wiedergabefähigkeit des Zeugen rechtfertigen allein die Beiziehung eines Psychiaters. (T8)
  • 14 Os 21/93
    Entscheidungstext OGH 02.03.1993 14 Os 21/93
    nur T1
  • 15 Os 151/92
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 15 Os 151/92
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 15 Os 49/93
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 15 Os 49/93
    nur T1; Beis wie T3
  • 13 Os 189/93
    Entscheidungstext OGH 26.01.1994 13 Os 189/93
    nur T1
  • 11 Os 189/93
    Entscheidungstext OGH 08.02.1994 11 Os 189/93
  • 13 Os 156/93
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 13 Os 156/93
    nur T1; Beis wie T3
  • 11 Os 2/97
    Entscheidungstext OGH 04.03.1997 11 Os 2/97
    nur T1
  • 13 Os 85/97
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 13 Os 85/97
    nur T1
  • 11 Os 157/98
    Entscheidungstext OGH 18.01.1999 11 Os 157/98
    Vgl auch; Beisatz: Nur dann, wenn objektive Momente seine Fähigkeit, Wahrnehmungen zu machen und diese gedächtnisgetreu wiederzugeben, in Frage stellten. Solche Zweifel müssen ganz erheblich sein und somit ihrem Gewicht und ihrer Art nach den in § 11 StGB erfaßten Geistesstörungen gleichkommen. (T9)
  • 13 Os 138/99
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 13 Os 138/99
    Beis wie T9
  • 12 Os 14/00
    Entscheidungstext OGH 04.05.2000 12 Os 14/00
    Vgl auch; Beisatz: Bietet die Aktenlage keinerlei konkrete Bedenken gegen die Aussageehrlichkeit des (hier zum Zeitpunkt der letzten Tathandlungen bereits sechzehnjährigen) Unzuchtsopfers, ist dessen - keineswegs generell, sondern nur in besonders gelagerten Ausnahmsfällen gerechtfertigte-psychiatrische Untersuchung nicht zulässig. (T10)
  • 14 Os 51/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 14 Os 51/02
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Begutachtung durch kinderpsychologischen Sachverständigen. (T11)
  • 13 Os 63/02
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 13 Os 63/02
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 13 Os 85/02
    Entscheidungstext OGH 21.08.2002 13 Os 85/02
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 13 Os 65/02
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 13 Os 65/02
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 13 Os 150/02
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 13 Os 150/02
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 12 Os 13/03
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 12 Os 13/03
    Vgl auch; Beisatz: Ein darauf abzielender Beweisantrag hat die Bereitschaft des Zeugen darzulegen, sich einer Befundaufnahme zu unterziehen. (T12)
  • 15 Os 79/03
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 15 Os 79/03
    Auch; nur T1
  • 11 Os 80/03
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 11 Os 80/03
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2 nur: Psychologische Untersuchung nur mit Zustimmung. (T13)
  • 14 Os 84/03
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 14 Os 84/03
    Auch; Beis wie T12
  • 13 Os 129/03
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 13 Os 129/03
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 15 Os 45/05i
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 15 Os 45/05i
    Vgl; Beisatz: Ein Zeuge ist nicht verpflichtet, sich einer körperlichen Untersuchung zu unterziehen oder sonst an einer Befundaufnahme mitzuwirken. (T14)
  • 13 Os 87/21z
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 13 Os 87/21z
    Vgl; Beis wie T3
  • 12 Os 14/22h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 12 Os 14/22h
    Vgl; Beis wie T3
  • 15 Os 38/22k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 38/22k
    vgl; Beisatz wie T12
  • 11 Os 33/23x
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 33/23x
    vgl; Beisatz wie T8; Beisatz wie T11
  • 12 Os 68/23a
    Entscheidungstext OGH 07.09.2023 12 Os 68/23a
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T14
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl
  • 13 Os 25/25p
    Entscheidungstext OGH 04.06.2025 13 Os 25/25p
    vgl; Beisatz wie T12; Beisatz wie T13
  • 13 Os 85/25m
    Entscheidungstext OGH 07.01.2026 13 Os 85/25m
    vgl; Beisatz wie T3
  • 13 Os 24/26t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 24/26t
    vgl; Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0098015

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19781025_OGH0002_0100OS00150_7800000_002

Rechtssatz für 12Os140/21m; 11Os90/22b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0134129

Geschäftszahl

12Os140/21m; 11Os90/22b; 12Os113/22t; 12Os123/22p; 15Os119/22x; 12Os52/23y; 12Os81/23p; 15Os120/24x; 13Os96/24b; 11Os81/25h; 13Os60/26m

Entscheidungsdatum

22.07.2026

Norm

StGB §142
JGG §19 Abs4
  1. JGG § 19 heute
  2. JGG § 19 gültig ab 18.04.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2024
  3. JGG § 19 gültig von 01.09.2023 bis 17.04.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2023
  4. JGG § 19 gültig von 01.09.2023 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  5. JGG § 19 gültig von 01.01.2020 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  6. JGG § 19 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  7. JGG § 19 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1999 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 55/1999

Rechtssatz

Raub in der Begehungsform der „Gewalt gegen eine Person“ stellt eine „strafbare Handlung gegen Leib und Leben“ im Sinn der durch das GewaltschutzG 2019 (BGBl I 2019/105) geschaffenen Bestimmung des Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer eins, JGG dar, in dessen Anwendungsbereich Paragraph 19, Absatz eins, JGG nicht zum Tragen kommt. In dieser Vorschrift hat der Gesetzgeber nämlich den Katalog der erfassten strafbaren Handlungen – anders als bei Paragraph 33, Absatz 2, StGB und auch im Gegensatz zu Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer 3, JGG – gerade nicht in ausdrückliche Beziehung zu bestimmten Abschnitten des Besonderen Teils des StGB gesetzt, womit eine rechtsgutsbezogene Betrachtung anzustellen ist (im Ergebnis anders 15 Os 122/21m).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 140/21m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 12 Os 140/21m
  • 11 Os 90/22b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 11 Os 90/22b
    Vgl
  • 12 Os 113/22t
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 113/22t
    Vgl
  • 12 Os 123/22p
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 123/22p
    Vgl
  • 15 Os 119/22x
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 18.04.2023 15 Os 119/22x
  • 12 Os 52/23y
    Entscheidungstext OGH 22.06.2023 12 Os 52/23y
    vgl; Beisatz: Auch beim Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 4 Z 3 SMG handelt es sich um eine strafbare Handlung gegen Leib und Leben im Sinn des § 19 Abs 4 Z 1 JGG, in dessen Anwendungsbereich § 19 Abs 1 JGG - in Bezug auf den Entfall des Mindestmaßes der angedrohten Freiheitsstrafe - nicht zum Tragen kommt. (T1)
    Anm: Vgl RS0134432
  • 12 Os 81/23p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 81/23p
    vgl
  • 15 Os 120/24x
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 15 Os 120/24x
    vgl; nur: Raub stellt in der Begehungsform der Gewalt gegen eine Person eine strafbare Handlung gegen Leib und Leben iSd § 19 Abs 4 Z 1 JGG dar, in dessen Anwendungsbereich § 19 Abs 1 JGG nicht zum Tragen kommt. (T2)
  • 13 Os 96/24b
    Entscheidungstext OGH 18.12.2024 13 Os 96/24b
    vgl
  • 11 Os 81/25h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2025 11 Os 81/25h
    vgl; Beisatz: Hier Verbrechen der Vergewaltigung nach § 201 Abs 1 StGB (T3)
  • 13 Os 60/26m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2026 13 Os 60/26m
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2022:RS0134129

Im RIS seit

08.11.2022

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_20220428_OGH0002_0120OS00140_21M0000_001

Entscheidungstext 12Os81/23p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Fachgebiet

Jugendstrafsachen

Geschäftszahl

12Os81/23p

Entscheidungsdatum

19.10.2023

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 19. Oktober 2023 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Solé als Vorsitzenden sowie die Hofräte und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Oshidari, Dr. Brenner, Dr. Haslwanter LL.M. und Dr. Sadoghi in Gegenwart der Schriftführerin Mag. Besic in der Strafsache gegen S* H* und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des Raubes nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen des Angeklagten * R* sowie der Staatsanwaltschaft und die Berufungen der Angeklagten S* H*, Z* H* und * T* gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Jugendschöffengericht vom 27. April 2023, GZ 27 Hv 16/23y-56, sowie die Beschwerden gegen zugleich gefasste Beschlüsse auf Anordnung von Bewährungshilfe und Erteilung einer Weisung nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit der Vertreterin der Generalprokuratur, Generalanwältin MMag. Nordmeyer, der Angeklagten S* H* und Z* H*, und ihrer Verteidiger Mag. Machac und Mag. Dr. Tupy zu Recht erkannt:

Spruch

römisch eins./ Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten * R* wird verworfen.

römisch zwei./ In teilweiser Stattgebung der Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft und aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerden werden das angefochtene Urteil, das im Übrigen unberührt bleibt, in dem den Angeklagten S* H* betreffenden Schuldspruch römisch zwei./2./, den die Angeklagten S* H* und Z* H* betreffenden Strafaussprüchen (einschließlich der Vorhaftanrechnungen), in dem den Angeklagten S* H* betreffenden Einziehungserkenntnis im Umfang des sichergestellten Klappmessers sowie die Beschlüsse auf Anordnung von Bewährungshilfe und Erteilung einer Weisung aufgehoben und es wird

1./ im Umfang der Aufhebung des Schuldspruchs römisch zwei./2./ und der Aufhebung des Einziehungserkenntnisses die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Bezirksgericht Innsbruck verwiesen und

2./ im verbleibenden Umfang der Aufhebung in der Sache selbst erkannt:

S* H* wird für das ihm zur Last liegende Verbrechen des Raubes nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB (römisch eins./) und das Vergehen nach Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 2, WaffG (römisch zwei./1./) unter Anwendung des Paragraph 28, Absatz eins, StGB nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB zu einer Freiheitsstrafe von

2 Jahren

verurteilt.

Gemäß Paragraph 38, Absatz eins, Ziffer eins, StGB wird die von diesem Angeklagten erlittene Vorhaft vom 18. Dezember 2022, 19:41 Uhr, bis 18. Dezember 2022, 22:30 Uhr, und vom 1. Februar 2023, 23:00 Uhr, bis 27. April 2023, 12:48 Uhr, auf die verhängte Strafe angerechnet.

Z* H* wird für das ihm zur Last liegende Verbrechen des Raubes nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB (römisch eins./) nach dieser Gesetzesstelle zu einer Freiheitsstrafe von

18 Monaten

verurteilt.

Gemäß Paragraph 43 a, Absatz 3, StGB wird die verhängte Freiheitsstrafe im Umfang von 12 Monaten unter Bestimmung einer Probezeit von drei Jahren zum Teil bedingt nachgesehen.

Gemäß Paragraph 38, Absatz eins, Ziffer eins, StGB wird die von diesem Angeklagten erlittene Vorhaft vom 1. Februar 2023, 23:00 Uhr, bis 3. Februar 2023, 11:41 Uhr, auf die verhängte Strafe angerechnet.

Die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft im Übrigen wird verworfen.

S* H* und Z* H* werden mit ihren Berufungen ebenso auf die Strafneubemessung verwiesen wie die Staatsanwaltschaft mit ihrer Berufung betreffend diese Angeklagten.

römisch drei./ In Stattgebung ihrer Berufungen werden die über die Angeklagten * T* und * R* verhängten Freiheitsstrafen gemäß Paragraph 43, Absatz eins, StGB unter Bestimmung einer Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen.

Hingegen wird der diese Angeklagten betreffenden Berufung der Staatsanwaltschaft nicht Folge gegeben.

römisch vier./ Sämtlichen Angeklagten fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

[1] Mit dem angefochtenen Urteil wurden S* H*, * T*, * R* und Z* H* jeweils des Verbrechens des Raubes nach Paragraph 142, Absatz eins, StGB (römisch eins./), S* H* darüber hinaus wegen jeweils eines Vergehens nach Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 2, WaffG (römisch zwei./1./) und nach Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 3, WaffG (römisch zwei./2./) schuldig erkannt.

[2]       Danach haben in I*

römisch eins./ S* H*, * T*, * R* und Z* H* am 1. Februar 2023 in einverständlichem Zusammenwirken dem * S* mit Gewalt fremde bewegliche Sachen, nämlich eine Winterjacke und 290 Euro Bargeld mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz weggenommen und abgenötigt, indem sie den mit dem Rücken zu einer Bushaltestelle befindlichen S* umzingelten, die Übergabe der Jacke verlangten sowie in weiterer Folge S* H* ihm einen Faustschlag und Z* H* ihm zwei weitere Faustschläge ins Gesicht versetzten;

römisch zwei./ S* H* am 1. Februar 2023, wenn auch nur fahrlässig,

1./ eine verbotene Waffe, nämlich einen Schlagring, unbefugt besessen,

2./ eine Waffe, nämlich ein Klappmesser besessen, obwohl ihm dies gemäß Paragraph 12, WaffG verboten war.

Rechtliche Beurteilung

[3] Gegen dieses Urteil richten sich die vom Angeklagten * R* auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10 a, StPO und von der Staatsanwaltschaft auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4 und 11 StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerden.

römisch eins./ Zur Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten * R*:

[4] Entgegen der Diversionsrüge (Ziffer 10 a,) übersteigt die Schuld des Angeklagten das in Paragraph 7, Absatz 2, Ziffer eins, JGG festgesetzte Maß. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits die Tatbestandsverwirklichung einer mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedrohten Jugendstraftat (Paragraph 142, Absatz eins, StGB in Verbindung mit Paragraph 5, Ziffer 4, JGG) eine hohe kriminelle Energie signalisiert, die einer diversionellen Maßnahme entgegensteht (RIS-Justiz RS0128235). Gründe dafür, dass ausnahmsweise dennoch nach Paragraph 199, StPO vorzugehen gewesen wäre, liegen nicht vor. Vielmehr beruhte das Raubgeschehen auf einem gemeinsamen Willensentschluss von vier Angeklagten, die zudem vorsätzlich in Bezug auf Verletzungen des Opfers handelten (US 9).

[5]            Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur zu verwerfen.

römisch zwei./ Zur Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft:

[6]       Diese ist teilweise berechtigt.

[7] Entgegen der Verfahrensrüge (Ziffer 4,) und den Ausführungen der Generalprokuratur hat das Erstgericht den Antrag der Anklagebehörde auf „Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens aus dem Bereich der Kieferchirurgie und Kieferorthopädie zur Art und Dauer der Verletzungen des * S* sowie der gesundheitlichen Beeinträchtigung im Hinblick auf die Qualifikation des Paragraph 143, Absatz 2, StGB und die Bedeutung des Wegfalls der Privilegierung des Paragraph 19, JGG“ (ON 55 S 23) zu Recht abgewiesen, weil es sich dabei um eine bloße Erkundungsbeweisführung handelte.

[8] Denn die Antragstellerin, die im Übrigen auch kein konkretes Beweisthema benannte, ließ nicht erkennen, weshalb sich aus der Durchführung der begehrten Beweisaufnahme Anhaltspunkte für eine Tatbeurteilung in Richtung der ins Auge gefassten Qualifikation des Paragraph 143, Absatz 2, (offenbar gemeint: erster Fall) StGB ergeben könnten vergleiche RIS-Justiz RS0118444).

[9] Im Übrigen hat die Staatsanwaltschaft auch nicht konkretisiert, auf welcher Basis der erforderliche Befund hätte aufgenommen werden sollen und nicht einmal behauptet, dass das Opfer seine Zustimmung zu einer allfälligen körperlichen Untersuchung oder einer sonstigen Befundaufnahme erteilen werde vergleiche RIS-Justiz RS0098015 [T14]).

[10] Das im Rechtsmittel nachgetragene Vorbringen hat als unbeachtliche Neuerung auf sich zu beruhen vergleiche RIS-Justiz RS0099618).

[11]     Insoweit war daher die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft zu verwerfen.

[12] Hingegen weist die Sanktionsrüge (Ziffer 11, erster Fall) im Einklang mit der Stellungnahme der Generalprokuratur zutreffend auf die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs hin, wonach Raub in der Begehungsform der „Gewalt gegen eine Person“ eine „strafbare Handlung gegen Leib und Leben“ im Sinn der durch das GewaltschutzG 2019 (BGBl I 2019/105) geschaffenen Bestimmung des Paragraph 19, Absatz 4, Ziffer eins, JGG darstellt (RIS-Justiz RS0134129). Das Erstgericht ist daher (wie von ihm selbst im schriftlichen Urteil erkannt – US 15) zu Unrecht vom Entfall der Strafuntergrenze des Paragraph 142, Absatz eins, StGB im Sinn des Paragraph 19, Absatz eins, zweiter Satz JGG ausgegangen.

[13]           Das angefochtene Urteil war daher in den die Angeklagten S* H* und Z* H* betreffenden Strafaussprüchen (einschließlich der Vorhaftanrechnungen) ebenso aufzuheben wie die jeweiligen Beschlüsse auf Anordnung von Bewährungshilfe und Erteilung einer Weisung.

römisch drei./ Zur amtswegigen Maßnahme:

[14] Gemäß Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz erster Fall StPO überzeugte sich der Oberste Gerichtshof aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerden davon, dass dem Schuldspruch römisch zwei./2./ des S* H* nach Paragraph 50, Absatz eins, Ziffer 3, WaffG eine sich zu seinem Nachteil auswirkende Nichtigkeit aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a, StPO anhaftet.

[15]           Nach den Feststellungen hatte der Angeklagte am 1. Februar 2023 ein Klappmesser bei sich (US 8).

[16] Gewöhnliche Messer (das sind Messer mit stumpfen Rücken, wie Jagdmesser, Hirschfänger, Brotmesser, Tischmesser und Küchenmesser) und insbesondere Taschenmesser aller Art sind aber selbst dann, wenn sie eine Feststellungsvorrichtung für die Klinge besitzen (sogenanntes „Fixiermesser“), in der Regel nicht als Waffen im technischen Sinn, sondern als Gebrauchsgegenstände anzusehen. Erst dann, wenn ein solches feststellbares Taschenmesser überdies noch eine besondere Vorrichtung zum Ausspringen der Klinge besitzt („Springmesser“ und „Fallmesser“ im Sinne des Paragraph 11, Absatz eins, Ziffer 6, WaffG 1967), ist es eine Stichwaffe und Stoßwaffe und als Waffe im technischen Sinn zu werten (RIS-Justiz RS0082031; Fabrizy/Michel-Kwapinski/Oshidari, StGB14 Paragraph eins, WaffG Rz 1).

[17] Ob das gegenständliche „Klappmesser“ solche besonderen Eigenschaften vergleiche aber ON 4.14 S 4 f: „Springmesser“; sowie die Fotos ON 26.8) hatte, lassen die Konstatierungen offen.

[18] Dieser Rechtsfehler mangels Feststellungen erfordert die Aufhebung des Schuldspruchs römisch zwei./2./ sowie des auf das Klappmesser bezogenen Einziehungserkenntnisses.

[19] Im Hinblick auf das in Relation zum Gesamtvorwurf geringe Gewicht dieser Tat sah sich der Oberste Gerichtshof dazu veranlasst, hinsichtlich der in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüche römisch eins./ und römisch zwei./1./ auch über den S* H* betreffenden Strafausspruch im Weg einer Strafneubemessung in der Sache selbst zu erkennen vergleiche RIS-Justiz RS0100261; Ratz, WK-StPO Paragraph 289, Rz 21).

römisch vier./ Zur Strafneubemessung:

[20]     Bei der erforderlichen Strafneubemessung wertete der Oberste Gerichtshof hinsichtlich

- S* H* als erschwerend das Zusammentreffen strafbarer Handlungen (Paragraph 33, Absatz eins, Ziffer eins, StGB), drei einschlägige Vorverurteilungen, den raschen Rückfall (Paragraph 33, Absatz eins, Ziffer 2, StGB) sowie die führende Beteiligung vergleiche US 7, 13: Schläge und Wortführerschaft; Paragraph 33, Absatz eins, Ziffer 4, StGB), als mildernd das Alter unter 21 Jahren (Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer eins, StGB), das Geständnis (Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer 17, StGB) sowie die teilweise Schadensgutmachung und

- Z* H* als erschwerend keinen Umstand und als mildernd das Alter unter 21 Jahren (Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer eins, StGB), seine Unbescholtenheit (Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer 2, StGB), das Geständnis (Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer 17, StGB) sowie die teilweise Schadensgutmachung.

[21]           Davon ausgehend erweist sich bei S* H* eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren als tat- und schuldangemessen. Die bedingte Nachsicht auch nur eines Teils der Strafe kam bei diesem Angeklagten mit Rücksicht auf dessen Vorverurteilungen, das beträchtliche Überwiegen der Erschwerungsgründe und auch die Tatbegehung während eines anhängigen Verfahrens nicht mehr in Betracht.

[22] Bei Z* H* entspricht eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten dem Unrechts- und Schuldgehalt der Tat. Im Hinblick darauf, dass dieser Angeklagte dem Opfer im Zuge des Raubgeschehens auch Faustschläge ins Gesicht versetzte (US 7), liegen die Voraussetzungen bedingter Strafnachsicht (Paragraph 43, Absatz eins, StGB) nur im Umfang von 12 Monaten vor (Paragraph 43 a, Absatz 3, StGB).

[23] Die Anrechnung der Vorhaftzeiten gründet sich auf Paragraph 38, Absatz eins, Ziffer eins, StGB.

[24] Über die Anrechnung der nach Fällung des Urteils erster Instanz in Vorhaft (Paragraph 38, StGB) zugebrachten Zeiten hat gemäß Paragraph 400, StPO der Vorsitzende des Erstgerichts mit Beschluss zu entscheiden (RIS-Justiz RS0091624).

[25]           Mit ihren Berufungen waren S* H* und Z* H* ebenso auf die Strafneubemessung zu verweisen wie die Staatsanwaltschaft mit ihrem auf diese Angeklagten bezogenen Teil ihrer Berufung. Mit ihren impliziten Beschwerden waren die Genannten auf die Aufhebung zu verweisen.

[26] Die Entscheidung über die allfällige neuerliche Erteilung von Weisungen und die Anordnung von Bewährungshilfe obliegt in Ansehung des Z* H* dem Erstgericht vergleiche RIS-Justiz RS0086098 [T1, T4, T5]).

römisch fünf./ Zu den Berufungen betreffend die Angeklagten * R* und * T*:

[27] Die Berufung der Staatsanwaltschaft ist verfehlt, weil ein solches Rechtsmittel auf Basis des Schuldspruchs auszuführen ist vergleiche Hinterhofer/Oshidari, Strafverfahren Rz 9.283). Mit der Hypothese, es wäre bei Annahme der (nicht abgeurteilten) Qualifikation nach Paragraph 143, Absatz 2, erster Fall StGB eine höhere Strafe auszumessen gewesen, wird somit kein Berufungsargument erhoben.

[28] Mit der Kritik an der unterbliebenen diversionellen Erledigung (der Sache nach Ziffer 10 a,) ist der Berufungswerber T* auf die Erledigung der Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten R* zu verweisen.

[29] Hingegen war den die Anwendung des Paragraph 43, Absatz eins, StGB reklamierenden Berufungen der Angeklagten R* und T* Folge zu geben. Bei keinem der jugendlichen Angeklagten liegen Gründe vor, die einen auch nur teilweisen Vollzug der verhängten Freiheitsstrafen erforderlich erscheinen ließen. Insoweit genügt der Hinweis auf die bei beiden Berufungswerbern vorliegende Unbescholtenheit, deren Geständnis, die teilweise Schadensgutmachung und die untergeordnete Beteiligung am Raubgeschehen (US 16). Dass der Angeklagte T* den Großteil der Raubbeute erhielt (erneut US 16), fällt insoweit nicht ins Gewicht.

[30] Der Kostenausspruch beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO. Er bezieht sich nicht auf die amtswegige Maßnahme (Lendl, WK-StPO Paragraph 390 a, Rz 12).

Textnummer

E139704

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2023:0120OS00081.23P.1019.000

Im RIS seit

13.11.2023

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2023

Dokumentnummer

JJT_20231019_OGH0002_0120OS00081_23P0000_000