Rechtssatz für 12Os129/81 9Os154/85 14...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094330

Geschäftszahl

12Os129/81; 9Os154/85; 14Os181/89; 12Os109/91; 14Os103/91; 14Os2/03; 13Os137/05d; 12Os39/09s; 14Os162/13z; 15Os68/15m

Entscheidungsdatum

22.07.2015

Rechtssatz

Verletzungsfolgen sind regelmäßig ein Indiz für größere Intensität und sohin Erheblichkeit des gewalttätigen räuberischen Vorgehens.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 129/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 12 Os 129/81
  • 9 Os 154/85
    Entscheidungstext OGH 06.11.1985 9 Os 154/85
    Vgl auch; Veröff: JBl 1986,468 (dort irrig 9 Os 154/84)
  • 14 Os 181/89
    Entscheidungstext OGH 06.03.1990 14 Os 181/89
    Vgl auch
  • 12 Os 109/91
    Entscheidungstext OGH 03.10.1991 12 Os 109/91
    Vgl auch; Beisatz: Keine unbedeutenden Tatfolgen! (T1)
  • 14 Os 103/91
    Entscheidungstext OGH 05.11.1991 14 Os 103/91
    Vgl auch
  • 14 Os 2/03
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 14 Os 2/03
    Vgl auch
  • 13 Os 137/05d
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 13 Os 137/05d
    Auch
  • 12 Os 39/09s
    Entscheidungstext OGH 23.04.2009 12 Os 39/09s
    Vgl
  • 14 Os 162/13z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 162/13z
    Vgl
  • 15 Os 68/15m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 68/15m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0094330

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19810917_OGH0002_0120OS00129_8100000_002

Rechtssatz für 11Os140/04; 15Os1/06w; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120079

Geschäftszahl

11Os140/04; 15Os1/06w; 13Os45/06a; 11Os7/07z; 9ObA33/08f; 11Os38/08k; 15Os66/08g; 14Os130/08m; 11Os53/09t (11Os54/09i; 11Os55/09m; 11Os56/09h; 11Os57/09f); 14Os85/10x; 11Os57/11h; 13Os61/11m; 12Os43/13k; 12Os115/13y; 13Os88/14m; 14Os12/15v; 17Os46/14i; 15Os68/15m; 14Os98/15s; 12Os38/17f; 17Os5/17i; 12Os50/17w; 12Os125/17z; 14Os91/18s; 12Os6/21f; 12Os156/23t

Entscheidungsdatum

21.03.2024

Norm

StGB §141 Abs1 A4
StGB §142 Abs2 Gb
StPO §198 Abs3
  1. StPO § 198 heute
  2. StPO § 198 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 198 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 198 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  5. StPO § 198 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  6. StPO § 198 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  7. StPO § 198 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  8. StPO § 198 gültig von 18.08.1999 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  9. StPO § 198 gültig von 31.12.1975 bis 17.08.1999

Rechtssatz

Mit Blick auf die - bezogen auf die Jahre 1990 bis einschließlich 2004 - durchschnittliche jährliche Inflationsrate von etwa 2,3 % vergleiche Verbraucherpreisindizes der Statistik Austria) sowie die zwischenzeitige Erhöhung der Wertgrenzen des StGB (zuletzt durch den 1. Abschn Artikel eins, lit A Ziffer 3, des Budgetbegleitgesetzes 2005, BGBl römisch eins 2004/136) kann nunmehr von einem Betrag von rund 100 EUR als Obergrenze ausgegangen werden.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 140/04
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 11 Os 140/04
  • 15 Os 1/06w
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 15 Os 1/06w
    Auch
  • 13 Os 45/06a
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 13 Os 45/06a
    Vgl auch
  • 11 Os 7/07z
    Entscheidungstext OGH 06.03.2007 11 Os 7/07z
  • 9 ObA 33/08f
    Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 ObA 33/08f
    Vgl auch; Beisatz: Die Meinung des Revisionswerbers, der Versuch, Humus im Wert von ca 200 EUR von einer Baustelle zu verbringen, sei nur als das geringfügige Delikt einer versuchten Entwendung zu betrachten, geht an der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs vorbei, die derzeit die Geringwertigkeitsgrenze des § 141 StGB bei 100 EUR ansetzt. (T1)
  • 11 Os 38/08k
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 38/08k
    Auch; nur: Für den Obersten Gerichtshof besteht kein Anlass, von der zuletzt ständigen Rechtsprechung zur Geringwertigkeitsgrenze von 100 Euro abzugehen. (T2)
  • 15 Os 66/08g
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 15 Os 66/08g
    Vgl
  • 14 Os 130/08m
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 130/08m
    Vgl auch
  • 11 Os 53/09t
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 11 Os 53/09t
    Auch; Beisatz: Ein Betrag von 100 Euro stellt die Obergrenze für die Annahme einer Sache geringen Werts dar. Opferbezogene Faktoren können unter Umständen eine Unterschreitung dieser Grenze bewirken. (T3)
  • 14 Os 85/10x
    Entscheidungstext OGH 20.07.2010 14 Os 85/10x
    Vgl auch
  • 11 Os 57/11h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 57/11h
    Vgl auch
  • 13 Os 61/11m
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 61/11m
    Vgl
  • 12 Os 43/13k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 12 Os 43/13k
    Vgl auch
  • 12 Os 115/13y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 12 Os 115/13y
    Vgl; nur T2
  • 13 Os 88/14m
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 13 Os 88/14m
    vgl auch; Beisatz: Kein Anlass, von der seit 11 Os 140/04 in ständiger Rechtsprechung etablierten Grenze von 100 Euro ‑ ungeachtet zwischenzeitlicher Inflation ‑ abzugehen. (mit eingehender Begründung). (T4)
  • 14 Os 12/15v
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 14 Os 12/15v
    Beis wie T4
  • 17 Os 46/14i
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 17 Os 46/14i
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zu § 198 Abs 3 StPO. (T5)
  • 15 Os 68/15m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 68/15m
    Vgl
  • 14 Os 98/15s
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 98/15s
    Auch
  • 12 Os 38/17f
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 38/17f
    Vgl
  • 17 Os 5/17i
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 5/17i
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 12 Os 50/17w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2017 12 Os 50/17w
    Auch
  • 12 Os 125/17z
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 125/17z
    Auch; Beisatz: Die Auffassung, der Begriff der "Sache geringen Wertes" sei in konstanter (prozentueller) Relation zur unteren Wertgrenze bei Vermögensdelikten anzusetzen, ist abzulehnen. (T6)
  • 14 Os 91/18s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2018 14 Os 91/18s
    Auch; Beis wie T1; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 12 Os 6/21f
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 12 Os 6/21f
    Vgl
  • 12 Os 156/23t
    Entscheidungstext OGH 21.03.2024 12 Os 156/23t
    vgl

Schlagworte

Prozent, „geringer Wert"

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120079

Im RIS seit

12.05.2005

Zuletzt aktualisiert am

29.04.2024

Dokumentnummer

JJR_20050412_OGH0002_0110OS00140_0400000_001

Rechtssatz für 14Os46/90; 15Os52/91; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094501

Geschäftszahl

14Os46/90; 15Os52/91; 14Os72/92 (14Os73/92); 12Os38/07s; 15Os44/09y; 12Os127/09g; 12Os43/13k; 14Os162/13z; 17Os34/14z; 15Os68/15m; 14Os23/17i; 12Os49/26m

Entscheidungsdatum

01.07.2026

Rechtssatz

Unter dem Aspekt der unbedeutenden Folgen sind alle tatbestandlichen und außertatbestandlichen negativen Auswirkungen der Tat zu beurteilen, jedoch mit Ausnahme des Wertes der mit Bereicherungsvorsatz weggenommenen oder abgenötigten Sachen, weil dieser bereits mit dem eigenen Merkmal der Geringwertigkeit der Raubbeute erfasst ist.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 46/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 14 Os 46/90
    Veröff: JBl 1990,805 = NRSp 1990/214
  • 15 Os 52/91
    Entscheidungstext OGH 29.08.1991 15 Os 52/91
    Vgl auch
  • 14 Os 72/92
    Entscheidungstext OGH 30.06.1992 14 Os 72/92
    Vgl auch
  • 12 Os 38/07s
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 12 Os 38/07s
    Auch; nur: Unter dem Aspekt der unbedeutenden Folgen sind alle tatbestandlichen und außertatbestandlichen negativen Auswirkungen der Tat zu beurteilen. (T1); Beisatz: Gesundheitsschädigung über drei Tage. (T2)
  • 15 Os 44/09y
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 15 Os 44/09y
    Auch; nur T1
  • 12 Os 127/09g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 127/09g
    nur T1
  • 12 Os 43/13k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 12 Os 43/13k
    Vgl auch
  • 14 Os 162/13z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 162/13z
    Vgl auch
  • 17 Os 34/14z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2014 17 Os 34/14z
    Vgl auch; Beisatz Hier: § 302 StGB (T3)
    Beisatz: Die Voraussetzung bloß geringfügiger oder sonst unbedeutender Schädigung an Rechten stellt nach ihrem Wortlaut und den eindeutigen Gesetzesmaterialien nicht bloß auf Vermögensrechte ab, weshalb auch jeder „Schaden an immateriellen Rechten und Persönlichkeitsrechten sowie an öffentlichen Rechten“ bei Beurteilung dieses Ausschlusskriteriums ins Kalkül zu ziehen ist. (T4)
    Beisatz: Das Tatbild des § 302 Abs 1 StGB verlangt keinen tatsächlichen Schadenseintritt. Auch deshalb ist die von § 198 Abs 3 StPO, der überdies an die „Tat“ und nicht an die strafbare Handlung anknüpft, angesprochene (wirkliche) Herbeiführung einer Schädigung an Rechten dem Bezugspunkt des tatbestandsmäßigen Schädigungsvorsatzes nicht gleichzusetzen. (T5)
  • 15 Os 68/15m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 68/15m
    Vgl
  • 14 Os 23/17i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 23/17i
    Auch; nur T1; Beisatz: Werden außertatbestandliche Folgen beim Strafausspruch in Rechnung gestellt, bilden sie für diesen also eine maßgebende Tatsache, setzt dies dahingehende Feststellungen (mit ausreichendem Sachverhaltsbezug) voraus. (T6)
  • 12 Os 49/26m
    Entscheidungstext OGH 01.07.2026 12 Os 49/26m
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0094501

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19900612_OGH0002_0140OS00046_9000000_004

Rechtssatz für 11Os59/04; 11Os89/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119220

Geschäftszahl

11Os59/04; 11Os89/04; 13Os26/05f; 15Os107/05g; 11Os122/05h; 11Os124/06d; 11Os120/06s; 13Os64/07x; 11Os142/07b; 13Os14/08w; 11Os74/08d; 11Os133/07d; 14Os172/07m; 14Os7/09z; 14Os42/09x; 13Os44/09h; 14Os127/09x; 14Os132/09g; 11Os207/09i; 14Os59/10y; 14Os83/10b; 15Os70/10y; 13Os115/10a; 11Os13/11p; 13Os46/11f; 11Os83/11g; 14Os82/11g; 14Os128/11x; 12Os50/12p; 13Os120/12i; 13Os122/12h; 15Os19/13b; 15Os103/13f; 15Os71/14a; 14Os82/14m; 11Os72/14v; 14Os116/14m; 15Os13/15y; 15Os60/15k; 15Os55/15z; 15Os68/15m; 11Os88/15y; 14Os96/15x; 14Os118/15g; 12Os93/15s; 11Os83/16i; 14Os34/16f; 14Os61/16a; 11Os7/17i; 11Os112/17f; 15Os146/17k; 14Os88/17y (14Os115/17v); 11Os153/17k; 12Os146/17p; 13Os63/18s; 12Os93/20y; 15Os129/20i; 13Os6/21p; 14Os5/21y; 13Os104/21z; 15Os52/22v; 12Os119/22z; 15Os117/22b; 15Os123/22k; 15Os98/22h; 13Os7/23p; 13Os45/23a; 13Os85/23h; 12Os131/23s; 14Os103/23p; 13Os86/24g; 15Os157/24p; 13Os113/24b; 12Os87/25y; 15Os111/25z; 15Os96/25v; 13Os72/25z; 12Os125/25m; 14Os3/26m; 15Os31/26m; 15Os47/26i; 13Os36/26g; 12Os82/26i

Entscheidungsdatum

05.08.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z11
StPO §285
StPO §290 Abs1
StPO §345 Abs1 Z13
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 285 heute
  2. StPO § 285 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. StPO § 285 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 285 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  5. StPO § 285 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2000
  6. StPO § 285 gültig von 01.11.2000 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  7. StPO § 285 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 285 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 290 heute
  2. StPO § 290 gültig ab 01.03.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Macht der Angeklagte keine Nichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, StPO geltend, bedarf diese keiner amtswegigen Wahrnehmung nach Paragraph 290, Absatz eins, StPO, wenn zu dessen Vorteil auch die Berufung ergriffen wurde und steht einer Zurückweisung der Nichtigkeitsbeschwerde nicht entgegen. In diesem Fall hat der Gerichtshof zweiter Instanz bei seinem Sanktionsausspruch die vorliegende Nichtigkeit zu berücksichtigen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 59/04
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 11 Os 59/04
  • 11 Os 89/04
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 11 Os 89/04
    Auch; Beisatz: Die unrichtige Annahme eines durch § 39 StGB erweiterten Strafrahmens zwingt zu keiner amtswegigen Maßnahme nach § 290 StPO, weil diesem Umstand auch bei Erledigung der Strafberufung Rechnung getragen werden kann. (T1)
  • 13 Os 26/05f
    Entscheidungstext OGH 15.06.2005 13 Os 26/05f
    Auch
  • 15 Os 107/05g
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 15 Os 107/05g
    Auch
  • 11 Os 122/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 11 Os 122/05h
    Vgl auch
  • 11 Os 124/06d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 11 Os 124/06d
    Auch; Beis wie T1
  • 11 Os 120/06s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 11 Os 120/06s
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 64/07x
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 64/07x
    Auch
  • 11 Os 142/07b
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 11 Os 142/07b
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 14/08w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 14/08w
    Auch; Beisatz: Weist der Oberste Gerichtshof eine Nichtigkeitsbeschwerde zurück und ist die angefochtene Entscheidung mit in der Beschwerde nicht aufgegriffener Nichtigkeit aus Z 11 belastet, ist diese (bei unter einem erhobener Berufung) vom Berufungsgericht wahrzunehmen. Dabei ist weder dieses an die Tatsachenfeststellungen des Erstgerichts gebunden noch der Rechtsmittelwerber durch das Neuerungsverbot beschränkt (WK-StPO § 283 Rz 1 f). (T2)
  • 11 Os 74/08d
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 11 Os 74/08d
    Vgl auch
  • 11 Os 133/07d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 133/07d
    Auch; Beisatz: Hier: Die unterlassene Bedachtnahme nach § 31 StGB ist von dem zur Entscheidung über die Berufung berufenen Gericht wahrzunehmen. (T3)
  • 14 Os 172/07m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 14 Os 172/07m
    Vgl auch
  • 14 Os 7/09z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 7/09z
    Vgl; Beisatz: Die aufgrund fälschlicher Annahme gänzlicher Tatvollendung vom Gericht erster Instanz abgelehnte Bedachtnahme (§ 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO) auf den Milderungsgrund teilweisen Versuchs (§ 34 Abs 1 Z 13 StGB) hat das zur Entscheidung über die Berufung berufene Gericht wahrzunehmen. (T4)
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 13 Os 44/09h
    Entscheidungstext OGH 23.07.2009 13 Os 44/09h
    Vgl auch; Bem: Grundlegende Auseinandersetzung mit SSt 46/40 (verst Senat: § 39 StGB als „fakultative Strafbemessungsvorschrift"); dogmatische Klarstellungen. (T5)
  • 14 Os 127/09x
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 127/09x
    Vgl; Beis wie T4
  • 14 Os 132/09g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 132/09g
    Vgl auch; Bem: Hier: Nichtberücksichtigung des Milderungsgrundes des bisher ordentlichen Lebenswandels durch das Erstgericht mit Blick auf ein angeblich strafbares bereits verjährtes (gar nicht unter Anklage gestelltes) Verhalten ohne gesetzlichen Schuldnachweis und damit entgegen Art 6 Abs 2 MRK. (T6)
  • 11 Os 207/09i
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 11 Os 207/09i
    Vgl auch; Bem: Hier: Fehlen sachverhaltsmäßiger Beschreibung der Prognoseerwartung durch das Erstgericht mit Blick auf die Unterbringungsanordnung nach § 21 Abs 2 StGB. (T7)
  • 14 Os 59/10y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2010 14 Os 59/10y
    Vgl
  • 14 Os 83/10b
    Entscheidungstext OGH 20.07.2010 14 Os 83/10b
    Auch
  • 15 Os 70/10y
    Entscheidungstext OGH 11.08.2010 15 Os 70/10y
    Auch
  • 13 Os 115/10a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2010 13 Os 115/10a
    Auch; Beis wie T3
  • 11 Os 13/11p
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 11 Os 13/11p
    Vgl; Beisatz: Hier: Anwendung des § 290 Abs 1 zweiter Satz erster Fall StPO. (T8)
  • 13 Os 46/11f
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 46/11f
    Auch
  • 11 Os 83/11g
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 83/11g
    Vgl; Beisatz: Richtet sich die Berufung des Angeklagten lediglich gegen die Strafe, ist eine ein Verfalls- bzw Einziehungserkenntnis betreffende Nichtigkeit (Z 11) bereits vom Obersten Gerichtshof von Amts wegen aufzugreifen. (T9)
  • 14 Os 82/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 82/11g
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 128/11x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 14 Os 128/11x
    Vgl auch
  • 12 Os 50/12p
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 12 Os 50/12p
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 120/12i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 13 Os 120/12i
    Vgl; Vgl auch Beis wie T9
  • 13 Os 122/12h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 13 Os 122/12h
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 15 Os 19/13b
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 15 Os 19/13b
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 103/13f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 103/13f
    Auch; Beisatz: Die demnach das Tätigkeitsverbot nach § 220b Abs 2 StGB betreffende Urteilsnichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO war von Amts wegen wahrzunehmen, weil sich die Berufung des Angeklagten bloß gegen den Ausspruch über die Strafe und die privatrechtlichen Ansprüche richtet. Dem Berufungsgericht ist in einem solchen Fall zufolge Beschränkung auf die der Berufung unterzogenen Punkte die amtswegige Wahrnehmung von vorbeugenden Maßnahmen betreffenden Nichtigkeiten nach § 281 Abs 1 Z 11 StPO zugunsten des Angeklagten nicht möglich. (T10)
  • 15 Os 71/14a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 71/14a
    Auch
  • 14 Os 82/14m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 14 Os 82/14m
    Auch
  • 11 Os 72/14v
    Entscheidungstext OGH 16.09.2014 11 Os 72/14v
    Beis wie T3
  • 14 Os 116/14m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 14 Os 116/14m
    Auch
  • 15 Os 13/15y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 13/15y
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 15 Os 60/15k
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 60/15k
    Vgl
  • 15 Os 55/15z
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 55/15z
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 15 Os 68/15m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 68/15m
    Vgl; Beis wie T3
  • 11 Os 88/15y
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 11 Os 88/15y
    Auch; Beis ähnlich T9; Beis ähnlich T10
  • 14 Os 96/15x
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 96/15x
    Auch; Beis wie T9
  • 14 Os 118/15g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 118/15g
    Auch; Beis wie T9
  • 12 Os 93/15s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2015 12 Os 93/15s
    Auch; Beis wie T9
  • 11 Os 83/16i
    Entscheidungstext OGH 13.09.2016 11 Os 83/16i
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 14 Os 34/16f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 34/16f
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 14 Os 61/16a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 61/16a
    Auch
  • 11 Os 7/17i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 11 Os 7/17i
    Auch
  • 11 Os 112/17f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 112/17f
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 146/17k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2017 15 Os 146/17k
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 14 Os 88/17y
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 88/17y
    Auch
  • 11 Os 153/17k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 153/17k
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 12 Os 146/17p
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 12 Os 146/17p
    Auch; Beis wie T4
  • 13 Os 63/18s
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 63/18s
    Auch; Beis wie T9
  • 12 Os 93/20y
    Entscheidungstext OGH 15.10.2020 12 Os 93/20y
    Vgl; Beis wie T9
  • 15 Os 129/20i
    Entscheidungstext OGH 02.02.2021 15 Os 129/20i
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 6/21p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2021 13 Os 6/21p
    Vgl
  • 14 Os 5/21y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 5/21y
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Ebenso wenig sind die Tatrichter des zweiten Rechtsgangs an die Tatsachenfeststellungen des Erstgerichts gebunden, wenn der Oberste Gerichtshof das Urteil teilweise aufgehoben, Verfahrenserneuerung angeordnet und dabei auf eine von der Beschwerde nicht aufgegriffene, dem Urteil anhaftende Nichtigkeit aus Z 11 in Bezug auf einen in Teilrechtskraft erwachsenen Schuldspruch (hier: Nichtannahme des Milderungsgrundes teilweisen Versuchs [§ 34 Abs 1 Z 3 StGB] trotz fehlender Feststellungen zur Tatvollendung) hingewiesen hat. (T11)
  • 13 Os 104/21z
    Entscheidungstext OGH 14.12.2021 13 Os 104/21z
    Vgl; Beis nur wie T9
  • 15 Os 52/22v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 52/22v
    Vgl
  • 12 Os 119/22z
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 119/22z
    Vgl
  • 15 Os 117/22b
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 117/22b
    Vgl; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 15 Os 123/22k
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 123/22k
    Vgl
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Vgl
  • 13 Os 7/23p
    Entscheidungstext OGH 22.03.2023 13 Os 7/23p
    vgl; Beisatz wie T4
  • 13 Os 45/23a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 45/23a
    vgl; Beisatz wie T9
  • 13 Os 85/23h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2023 13 Os 85/23h
    vgl
  • 12 Os 131/23s
    Entscheidungstext OGH 11.01.2024 12 Os 131/23s
    vgl
  • 14 Os 103/23p
    Entscheidungstext OGH 09.01.2024 14 Os 103/23p
    vgl; Beisatz wie T9
  • 13 Os 86/24g
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 13 Os 86/24g
    vgl; nur T9
  • 15 Os 157/24p
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 157/24p
    vgl
  • 13 Os 113/24b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2025 13 Os 113/24b
    vgl; Beisatz wie T9
  • 12 Os 87/25y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2025 12 Os 87/25y
    vgl; Beisatz wie T9
  • 15 Os 111/25z
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 15 Os 111/25z
    vgl
  • 15 Os 96/25v
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 15 Os 96/25v
    vgl; Beisatz wie T4
  • 13 Os 72/25z
    Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 72/25z
    vgl; nur T9
  • 12 Os 125/25m
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 125/25m
    vgl; Beisatz nur wie T9
    Beisatz: Hier: Konfiskationserkenntnis (§ 19a Abs 1 StGB) in einem Verfahren nach § 21 Abs 1 StGB. (T12)
  • 14 Os 3/26m
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 14 Os 3/26m
    vgl
  • 15 Os 31/26m
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 31/26m
    vgl; Beisatz wie T4
  • 15 Os 47/26i
    Entscheidungstext OGH 11.06.2026 15 Os 47/26i
    vgl; Beisatz wie T3
  • 13 Os 36/26g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2026 13 Os 36/26g
    vgl; Beisatz wie T9
  • 12 Os 82/26i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2026 12 Os 82/26i
    vgl; Beisatz wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119220

Im RIS seit

29.07.2004

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20040629_OGH0002_0110OS00059_0400000_001

Entscheidungstext 15Os68/15m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

15Os68/15m

Entscheidungsdatum

22.07.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 22. Juli 2015 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Danek als Vorsitzenden, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Mag. Lendl sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Michel-Kwapinski, Mag. Fürnkranz und Dr. Mann als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Leisser als Schriftführerin in der Strafsache gegen Daniela J***** wegen des Verbrechens des Raubes nach Paragraphen 15, 142, Absatz eins, StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung der Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 26. Februar 2015, GZ 55 Hv 190/14h-13, sowie über deren Beschwerde gegen den zugleich gefassten Beschluss nach Paragraph 494 a, Absatz eins, StPO nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung und die Beschwerde werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Der Angeklagten fallen die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Daniela J***** des Verbrechens des Raubes nach Paragraphen 15, 142, Absatz eins, StGB schuldig erkannt.

Danach hat sie am 27. November 2014 in W***** Janja G***** mit gegen diese gerichtete Gewalt fremde bewegliche Sachen, nämlich eine Handtasche samt Inhalt, mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz wegzunehmen versucht, indem sie die Handtasche ergriff und ihr mit dieser sowie der flachen Hand mehrmals gegen das Gesicht und den Kopf schlug.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen dieses Urteil aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO erhobene Nichtigkeitsbeschwerde der Angeklagten geht fehl.

Die eine rechtliche Unterstellung der Tat unter Paragraph 142, Absatz 2, StGB anstrebende Subsumtionsrüge (Ziffer 10,) leitet nicht argumentativ aus dem Gesetz ab, weshalb bei - mit dem Eintritt einer Schädelprellung verbundenen - gegen das Gesicht und den Kopf geführten Schlägen mit der flachen Hand und einer Tasche (US 4 zweiter Absatz) „erhebliche Gewalt“ nicht vorliegen und der von den Tatrichtern konstatierten Verletzungsfolge nicht einmal indizieller Charakter für die Intensität der Gewaltanwendung zukommen sollte (RIS-Justiz RS0094330; Eder/Rieder in WK² StGB Paragraph 142, Rz 58).

Sie legt im Übrigen weiters nicht dar, durch welche Ergebnisse der Hauptverhandlung (Paragraph 258, Absatz eins, StPO) ein lediglich auf eine Raubbeute im Wert von unter 100 Euro gerichteter Vorsatz (RIS-Justiz RS0120079; Eder/Rieder in WK² Paragraph 142, Rz 59) sowie - mit Blick auf die Angaben der Zeugin Janja G***** zu den von ihr erlittenen Verletzungen, Angstzuständen und (mit Medikamenten behandelten) Schlafstörungen (ON 12 S 17 f) - das Vorliegen bloß unbedeutender Folgen der Tat (RIS-Justiz RS0094501; Eder/Rieder in WK² Paragraph 142, Rz 60) indiziert wären (RIS-Justiz RS0118580).

Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus sich die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufung und die Beschwerde ergibt (Paragraphen 285 i, 498, Absatz 3, StPO).

Dabei wird es die - vom Angeklagten nicht gerügte - unterlassene Bedachtnahme (Paragraph 31, StGB) auf das Urteil des Bezirksgerichts Leopoldstadt vom 2. Dezember 2014, AZ 7 U 8/14a, nachzuholen haben (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, erster Fall StPO; RIS-Justiz RS0119220).

Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Schlagworte

Strafrecht

Textnummer

E111724

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0150OS00068.15M.0722.000

Im RIS seit

18.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2015

Dokumentnummer

JJT_20150722_OGH0002_0150OS00068_15M0000_000