OGH
RS0094501
01.07.2026
14Os46/90; 15Os52/91; 14Os72/92 (14Os73/92); 12Os38/07s; 15Os44/09y; 12Os127/09g; 12Os43/13k; 14Os162/13z; 17Os34/14z; 15Os68/15m; 14Os23/17i; 12Os49/26m
StGB §142 Abs2 Gc
Unter dem Aspekt der unbedeutenden Folgen sind alle tatbestandlichen und außertatbestandlichen negativen Auswirkungen der Tat zu beurteilen, jedoch mit Ausnahme des Wertes der mit Bereicherungsvorsatz weggenommenen oder abgenötigten Sachen, weil dieser bereits mit dem eigenen Merkmal der Geringwertigkeit der Raubbeute erfasst ist.
TE OGH 1990-06-12 14 Os 46/90
Veröff: JBl 1990,805 = NRSp 1990/214
TE OGH 1991-08-29 15 Os 52/91
Vgl auch
TE OGH 1992-06-30 14 Os 72/92
Vgl auch
TE OGH 2007-05-03 12 Os 38/07s
Auch; nur: Unter dem Aspekt der unbedeutenden Folgen sind alle tatbestandlichen und außertatbestandlichen negativen Auswirkungen der Tat zu beurteilen. (T1); Beisatz: Gesundheitsschädigung über drei Tage. (T2)
TE OGH 2009-05-13 15 Os 44/09y
Auch; nur T1
TE OGH 2010-02-11 12 Os 127/09g
nur T1
TE OGH 2013-06-20 12 Os 43/13k
Vgl auch
TE OGH 2013-12-17 14 Os 162/13z
Vgl auch
TE OGH 2014-10-13 17 Os 34/14z
Vgl auch; Beisatz Hier: Paragraph 302, StGB (T3)
Beisatz: Die Voraussetzung bloß geringfügiger oder sonst unbedeutender Schädigung an Rechten stellt nach ihrem Wortlaut und den eindeutigen Gesetzesmaterialien nicht bloß auf Vermögensrechte ab, weshalb auch jeder „Schaden an immateriellen Rechten und Persönlichkeitsrechten sowie an öffentlichen Rechten“ bei Beurteilung dieses Ausschlusskriteriums ins Kalkül zu ziehen ist. (T4)
Beisatz: Das Tatbild des Paragraph 302, Absatz eins, StGB verlangt keinen tatsächlichen Schadenseintritt. Auch deshalb ist die von Paragraph 198, Absatz 3, StPO, der überdies an die „Tat“ und nicht an die strafbare Handlung anknüpft, angesprochene (wirkliche) Herbeiführung einer Schädigung an Rechten dem Bezugspunkt des tatbestandsmäßigen Schädigungsvorsatzes nicht gleichzusetzen. (T5)
TE OGH 2015-07-22 15 Os 68/15m
Vgl
TE OGH 2017-05-23 14 Os 23/17i
Auch; nur T1; Beisatz: Werden außertatbestandliche Folgen beim Strafausspruch in Rechnung gestellt, bilden sie für diesen also eine maßgebende Tatsache, setzt dies dahingehende Feststellungen (mit ausreichendem Sachverhaltsbezug) voraus. (T6)
TE OGH 2026-07-01 12 Os 49/26m
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0094501