Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §58 Abs1;
B-VG Art130 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0934/73 B VS 15. Dezember 1977 VwSlg 9458 A/1973 RS 1

Stammrechtssatz

Enthält eine an eine bestimmte Person gerichtete Erledigung die Bezeichnung der Behörde, den Spruch und die Unterschrift oder auch die Beglaubigung, dann ist das Fehlen der ausdrücklichen Bezeichnung als Bescheid für den Bescheidcharakter der Erledigung unerheblich. Auf die ausdrückliche Bezeichnung als Bescheid kann aber nur dann verzichtet werden, wenn sich aus dem Spruch eindeutig ergibt, daß die Behörde nicht nur einen individuellen Akt der Hoheitsverwaltung gesetzt hat, sondern auch, daß sie normativ, also entweder rechtsgestaltend oder rechtsfeststellend eine Angelegenheit des Verwaltungsrechtes entschieden hat.

Schlagworte

Bescheidcharakter Bescheidbegriff Einhaltung der Formvorschriften Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Mangelnder Bescheidcharakter Bescheidbegriff Allgemein Rechtswidrigkeit von Bescheiden

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X01

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X01

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2 idF 1972/214;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 84/12/0183 E 7. Mai 1985 RS 1

Stammrechtssatz

Wenn 75 vH der mit einer vergleichbaren Funktion betrauten Beamten einer höheren Dienstklasse angehört haben, liegt noch nicht REGELMÄSSIGKEIT iSd GehG 1956 vor. REGELMÄSSIG bedeutet erfahrungsgemäß so häufig vorkommend, dass Ausnahmen verhältnismäßig selten sind. (Hinweis auf E vom 17.2.1977, 2877/76)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X02

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X02

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;

Rechtssatz

Für geordnete Zeiten kann unterstellt werden, dass eine regelmäßige Heranziehung von Beamten ab einer höheren DKl zu bestimmten Aufgaben deshalb erfolgt, weil die für eine einwandfreie Bewältigung diesen Aufgaben über den Stand des theoretischen Wissens hinaus nötige praktische Erfahrung im Regelfall nur bei Beamten ab dieser höheren DKl gegeben ist und daher nur von ihnen erwartet werden kann. Hiebei ist entscheidend, in welcher DKl sich diese Beamten in dem Zeitpunkt befunden haben, in dem sie erstmals mit diesen Diensten betraut wurden. Denn eine während einer unverändert gleich bleibenden Tätigkeit entsprechend dem Vorrückungssystem des ö Beamtentums sich vollziehende Vorrückung eines Beamten in eine höhere DKl ändert nichts daran, dass seine Tätigkeit zumindest schon von einem Beamten jener DKl erwartet und verlangt wird und im obigen Sinn erwartet werden kann, in der er sich bei der erstmaligen Übertragung der betreffenden Agenden befunden hat. (hier: Erhebungsgruppenführer des Zollfahndungsdienstes).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X03

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X03

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 82/12/0114 E 20. September 1983 VwSlg 11147 A/1983 RS 1

Stammrechtssatz

Für die Beurteilung der objektiven Anspruchsvoraussetzung für die Zulage ist es rechtlich unerheblich, bis zu welcher Dienstklasse ein Beamter allenfalls auf der Planstelle, mit der die Tätigkeit verbunden ist, aufsteigen kann.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X04

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X04

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2 idF 1972/214;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2335/74 E 22. Mai 1975 RS 2

Stammrechtssatz

Die Bewertung eines Dienstpostens ist nur dafür maßgebend, welche Dienstklasse ein Beamter auf demselben erreichen kann (Hinweis E 31.1.1974 1438/73).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X05

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X05

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;

Rechtssatz

Gehört in nicht nur kurzen Zeiträumen kein Beamter bereits in dem Zeitpunkt in dem er erstmals mit einer (der Funktion des Bf vergleichbaren) Funktion betraut wurde (hier: Erhebungsgruppenführer im Zollfahndungsdienst), der DKl römisch fünf an und besteht auch kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Betrauung und der späteren Ernennung in die DKl römisch fünf, so besteht kein Anspruch auf eine Verwendungszulage nach Paragraph 30, a Absatz eins, Ziffer 2, GehG (bezogen auf die DKl römisch fünf); dies auch nicht deshalb, weil die Heranziehung von Beamten der DKl römisch drei und römisch vier ihren Grund in einer organisatorischen Neugestaltung der betreffenden Funktion hatte.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X06

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X06

Rechtssatz für 87/12/0146

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

87/12/0146

Entscheidungsdatum

27.11.1989

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;

Rechtssatz

Die B-Wertigkeit von Tätigkeiten eines Beamten der VGr W2 indiziert vor dem Hintergrund, dass einerseits von dienstführenden Wachebeamten (VGr W2) eine Dienstleistung verlangt werden kann, die wesentlich über den Wert der Leistungen eines Beamten der VGr C hinausgeht, und ihre Leistungen einer höheren VGr nur dann zugeordnet werden können, wenn sie der VGr W 1 entsprechen oder wesentlich über dem Wert der Dienstleistung eines Beamten der VGr B liegen (Hinweis auf E 20.5.1974, 1924/73, E 4.10.1982, 82/12/0048) und dass andererseits sogar für Beamte der VGr W 1 unter anderem die DKL römisch drei und römisch vier in Betracht kommen, nicht, dass solche Tätigkeiten nun von Beamten ab der DKL römisch fünf erwartet werden können (hier: Erhebungsgruppenführer des Zollfahndungsdienstes).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987120146.X07

Im RIS seit

03.07.2006

Dokumentnummer

JWR_1987120146_19891127X07