Rechtssatz für 6Ob692/76; 6Ob676/76; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0013947

Geschäftszahl

6Ob692/76; 6Ob676/76; 5Ob588/78; 1Ob727/81; 7Ob505/82; 7Ob812/81; 2Ob551/81; 7Ob777/81; 5Ob564/82; 1Ob31/82; 5Ob595/82; 7Ob703/82; 8Ob577/82; 1Ob610/83; 3Ob572/83; 1Ob713/83; 3Ob605/83; 7Ob603/84 (7Ob1511/84); 1Ob682/84; 1Ob515/85; 8Ob502/85; 3Ob578/84; 4Ob70/85; 8Ob649/85; 7Ob666/85 (7Ob667/85-7Ob669/85); 7Ob533/86; 7Ob556/86; 6Ob669/86; 6Ob609/86; 8Ob678/86; 4Ob590/87; 3Ob547/86; 3Ob630/86; 7Ob549/88; 10ObS147/89; 8Ob507/88; 2Ob593/89; 6Ob527/90; 1Ob18/90; 8Ob702/89; 4Ob513/92; 1Ob547/93 (1Ob548/93); 9ObA139/94; 1Ob564/95; 7Ob637/95; 2Ob506/96; 8Ob1523/96; 1Ob142/97g; 1Ob414/97g; 4Ob171/98w; 9Ob309/98a; 9ObA357/98k; 6Ob177/98t; 5Ob201/01x; 10Ob99/02k; 8ObA51/03p; 7Ob21/04w; 3Ob126/04g; 4Ob197/05g; 9Ob17/06z; 9Ob37/07t; 8Ob94/09w; 5Ob214/10x; 9Ob26/10d; 2Ob46/11w; 1Ob17/12z; 5Ob253/12k; 3Ob113/13h; 2Ob164/12z; 4Ob4/14p; 6Ob132/14a; 10Ob26/14t; 7Ob31/15g; 1Ob87/15y; 7Ob188/15w; 9ObA88/16f; 3Ob67/17z; 7Ob107/17m; 5Ob37/18d; 1Ob194/18p; 4Ob5/19t; 6Ob129/20v; 4Ob128/22k; 8ObA75/22w; 7Ob206/22b; 8ObA61/23p; 4Ob97/23b; 8ObA77/23s; 4Ob195/23i; 4Ob179/23m; 4ob215/23f; 4Ob169/23s; 4Ob75/24v; 4ob182/23b; 6Ob75/24h; 4Ob181/23f; 7Ob133/24w; 10Ob54/24z; 3Ob34/25h; 8Ob74/25b; 9ObA32/25h

Entscheidungsdatum

17.07.2025

Norm

ABGB §861
ABGB §863 A
  1. ABGB § 861 heute
  2. ABGB § 861 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Bei der Beurteilung einer Handlung auf ihre konkludente Aussage ist größte Vorsicht geboten, weil die Gefahr besteht, dass dem Handelnden Äußerungen unterstellt werden, die nicht in seinem Sinn waren. Eine konkludente Handlung darf nur angenommen werden, wenn sie nach den üblichen Gewohnheiten und Gebräuchen eindeutig in einer bestimmten Richtung zu verstehen ist. Es darf kein vernünftiger Grund übrig sein, daran zu zweifeln, dass der Wille, eine Rechtsfolge in einer bestimmten Richtung herbeizuführen vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 692/76
    Entscheidungstext OGH 28.10.1976 6 Ob 692/76
  • 6 Ob 676/76
    Entscheidungstext OGH 28.10.1976 6 Ob 676/76
  • 5 Ob 588/78
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 588/78
    nur: Eine konkludente Handlung darf nur angenommen werden, wenn sie nach den üblichen Gewohnheiten und Gebräuchen eindeutig in einer bestimmten Richtung zu verstehen ist. Es darf kein vernünftiger Grund übrig sein, daran zu zweifeln, dass der Wille, eine Rechtsfolge in einer bestimmten Richtung herbeizuführen, vorliegt. (T1)
  • 1 Ob 727/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 727/81
    nur T1; Veröff: SZ 54/163 = JBl 1982,509 = MietSlg 33075(22)
  • 7 Ob 505/82
    Entscheidungstext OGH 21.01.1982 7 Ob 505/82
    nur T1; Veröff: MietSlg 34228(6)
  • 7 Ob 812/81
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 812/81
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 551/81
    Entscheidungstext OGH 23.03.1982 2 Ob 551/81
  • 7 Ob 777/81
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 7 Ob 777/81
  • 5 Ob 564/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 5 Ob 564/82
  • 1 Ob 31/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 31/82
    nur T1; Veröff: MietSlg 34036
  • 5 Ob 595/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 5 Ob 595/82
    nur T1
  • 7 Ob 703/82
    Entscheidungstext OGH 23.09.1982 7 Ob 703/82
    nur T1
  • 8 Ob 577/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 8 Ob 577/82
  • 1 Ob 610/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 610/83
  • 3 Ob 572/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 572/83
    nur T1
  • 1 Ob 713/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 713/83
    nur T1
  • 3 Ob 605/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 605/83
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 603/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 Ob 603/84
  • 1 Ob 682/84
    Entscheidungstext OGH 26.11.1984 1 Ob 682/84
  • 1 Ob 515/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 515/85
    nur T1; Veröff: SZ 58/11 = JBl 1985,620
  • 8 Ob 502/85
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 502/85
  • 3 Ob 578/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 578/84
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 70/85
    Entscheidungstext OGH 25.06.1985 4 Ob 70/85
  • 8 Ob 649/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 8 Ob 649/85
    Auch
  • 7 Ob 666/85
    Entscheidungstext OGH 19.12.1985 7 Ob 666/85
  • 7 Ob 533/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 533/86
  • 7 Ob 556/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 556/86
  • 6 Ob 669/86
    Entscheidungstext OGH 13.11.1986 6 Ob 669/86
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 609/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1987 6 Ob 609/86
    nur: Bei der Beurteilung einer Handlung auf ihre konkludente Aussage ist größte Vorsicht geboten, weil die Gefahr besteht, dass dem Handelnden Äußerungen unterstellt werden, die nicht in seinem Sinn waren. (T2)
    Veröff: ÖBA 1987,573
  • 8 Ob 678/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1987 8 Ob 678/86
    Vgl; Beisatz: Hier: Für Konkludenz ist ein strenger Maßstab anzulegen. (T3)
  • 4 Ob 590/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 590/87
  • 3 Ob 547/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1988 3 Ob 547/86
    Auch
  • 3 Ob 630/86
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 3 Ob 630/86
    Beis wie T3; Veröff: JBl 1989,782
  • 7 Ob 549/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 549/88
    nur T2; nur: Es darf kein vernünftiger Grund übrig sein, daran zu zweifeln, dass der Wille, eine Rechtsfolge in einer bestimmten Richtung herbeizuführen vorliegt. (T4)
  • 10 ObS 147/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 10 ObS 147/89
    nur T1; Beisatz: Hier: Die Frage, ob sich ein Ehemann, der Unterhaltszahlungen ohne förmliche Verpflichtung leistete, auch für die Zeit nach Rechtskraft der Scheidung weiterhin zu Unterhaltszahlungen verpflichten wollte, wurde verneint. (T5)
  • 8 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 507/88
    nur T1
  • 2 Ob 593/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 593/89
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 527/90
    Entscheidungstext OGH 10.05.1990 6 Ob 527/90
    Veröff: ÖBA 1990,722 = ecolex 1990,541
  • 1 Ob 18/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 1 Ob 18/90
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 702/89
    nur T1; Veröff: ecolex 1991,381 = JBl 1991,727
  • 4 Ob 513/92
    Entscheidungstext OGH 25.02.1992 4 Ob 513/92
    Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Vertrag durch schlüssige Handlungen zustande gekommen ist, muß das gesamte Verhalten der Vertragsteile berücksichtigt werden. (T6)
  • 1 Ob 547/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 1 Ob 547/93
    nur T2
  • 9 ObA 139/94
    Entscheidungstext OGH 28.09.1994 9 ObA 139/94
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/105
  • 7 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 7 Ob 637/95
  • 2 Ob 506/96
    Entscheidungstext OGH 11.01.1996 2 Ob 506/96
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 1523/96
    Entscheidungstext OGH 13.06.1996 8 Ob 1523/96
    nur T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 142/97g
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 142/97g
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 414/97g
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 414/97g
    Auch; nur: Eine konkludente Handlung darf nur angenommen werden, wenn sie nach den üblichen Gewohnheiten und Gebräuchen eindeutig in einer bestimmten Richtung zu verstehen ist. (T7)
    Beisatz: Die Fahrbereitschaft eines Gebrauchtwagens - und damit seine Verkehrssicherheit und Betriebssicherheit - gilt im Falle eines Kaufs beim gewerblichen Kraftfahrzeughändler mit Werkstättenbetrieb als schlüssig zugesichert. Kaufinteressenten müssen nach der redlichen Verkehrssitte nicht damit rechnen, daß an einem im gewerblichen Handel zum Kauf angebotenen, rund zweieinhalb Jahre alten Kraftfahrzeug etwas weniger als neuneinhalb Jahre alte Reifen montiert sein würden. (T8)
    Veröff: SZ 71/88
  • 4 Ob 171/98w
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 171/98w
    nur T2
  • 9 Ob 309/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 309/98a
    nur T4
  • 9 ObA 357/98k
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 ObA 357/98k
  • 6 Ob 177/98t
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 177/98t
    nur T2; Beisatz: Es darf kein vernünftiger Grund bestehen, an einem Willensentschluss desjenigen, der ein bestimmtes Verhalten gesetzt hat, zu zweifeln. (T9)
  • 5 Ob 201/01x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2001 5 Ob 201/01x
    nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 10 Ob 99/02k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 99/02k
    Auch
  • 8 ObA 51/03p
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 ObA 51/03p
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 21/04w
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 21/04w
  • 3 Ob 126/04g
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 126/04g
    nur T7
  • 4 Ob 197/05g
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 4 Ob 197/05g
    Auch; Beisatz: Aus der Tatsache, dass die Streitteile in einem anderen Geschäftsfall ausdrücklich die Anwendung von Ö-Normen vereinbart haben, kann nicht zwingend geschlossen werden, dass auch im gegenständlichen die Ö-Normen zugrunde zu legen sind. (T10)
  • 9 Ob 17/06z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 17/06z
  • 9 Ob 37/07t
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 Ob 37/07t
    nur T2
  • 8 Ob 94/09w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 94/09w
    Auch
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    Vgl; Beisatz: Bei der Annahme der Schlüssigkeit eines Verhaltens im Hinblick auf einen rechtsgeschäftlichen Willen gemäß § 863 ABGB ist Vorsicht geboten und ein strenger Maßstab anzulegen. (T11)
  • 9 Ob 26/10d
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 26/10d
    Auch
  • 2 Ob 46/11w
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 46/11w
    Auch
  • 1 Ob 17/12z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 17/12z
    nur T1; Beisatz: Hier: Frage der Annahme einer einvernehmlichen Vertragsauflösung. (T12)
  • 5 Ob 253/12k
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 253/12k
    nur T1; Beisatz: Hier: Schlüssiger Dienstbarkeitsvertrag. (T13)
  • 3 Ob 113/13h
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 113/13h
    Beisatz: Hier: Widmungserklärung des Schuldners iSd § 1415 ABGB. (T14)
  • 2 Ob 164/12z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 164/12z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Keine konkludente Vertragsübernahme etwa bei Übermittlung eines „neuen“ Mietvertrags an den Unternehmenserwerber. (T15)
  • 4 Ob 4/14p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 4/14p
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T11
  • 6 Ob 132/14a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 132/14a
    Auch
  • 10 Ob 26/14t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 Ob 26/14t
    Vgl auch; ähnlich nur T7; Beisatz: Hier: Kündigung von Lizenzverträgen. (T16)
  • 7 Ob 31/15g
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 31/15g
    Auch
  • 1 Ob 87/15y
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 87/15y
    Beis wie T13
  • 7 Ob 188/15w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 188/15w
  • 9 ObA 88/16f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 88/16f
    Auch; nur T4
  • 3 Ob 67/17z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 67/17z
  • 7 Ob 107/17m
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 107/17m
    Auch
  • 5 Ob 37/18d
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 37/18d
    Auch
  • 1 Ob 194/18p
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 194/18p
  • 4 Ob 5/19t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 5/19t
  • 6 Ob 129/20v
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 6 Ob 129/20v
  • 4 Ob 128/22k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2022 4 Ob 128/22k
    Vgl; Beis wie T11
  • 8 ObA 75/22w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2022 8 ObA 75/22w
    nur T2
  • 7 Ob 206/22b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2023 7 Ob 206/22b
    vgl; Beisatz wie T1
  • 8 ObA 61/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 8 ObA 61/23p
    nur T4
    Beisatz: Hier: konkludente Austritts- oder Kündigungserklärung verneint. (T17)
  • 4 Ob 97/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.10.2023 4 Ob 97/23b
    vgl; Beisatz wie T1
  • 8 ObA 77/23s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.12.2023 8 ObA 77/23s
    vgl; Beisatz: Hier: konkludente Austrittserklärung eines Arbeitnehmers. (T18)
  • 4 Ob 195/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 195/23i
    nur T1
    Beisatz: Hier: vertretbare Ansicht des Berufungsgerichts, dass das Schweigen zum von einer Vertragspartnerin geäußerten Rechtsstandpunkt zum Bedeutungsgehalt eines Vertrags nicht als Zustimmung zu sehen ist, wobei der geäußerte Standpunkt einen bereits abgeschlossenen Vertrag abgeändert und diese Änderung die Interessen des Schweigenden spürbar beeinträchtigt hätte. (T19)
  • 4 Ob 179/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2024 4 Ob 179/23m
    Beisatz wie T1: Hier: konkludente Erteilung eines Auftrags an einen Rechtsanwalt (T20)
  • 4 ob 215/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 ob 215/23f
    vgl; Beisatz wie T1
  • 4 Ob 169/23s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 4 Ob 169/23s
    Beisatz: hier: jahrelang kein Widerspruch gegen Bauarbeiten und nachträgliches Verhalten (T21); Beisatz wie T1
  • 4 Ob 75/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 4 Ob 75/24v
    vgl; Beisatz wie T13
  • 4 ob 182/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.04.2024 4 ob 182/23b
    vgl; Beisatz nur wie T3; Beisatz nur wie T11
  • 6 Ob 75/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.06.2024 6 Ob 75/24h
    Beisatz: Hier: Keine Ableitung eines abstrakten Akzepts aus bloßen Zahlungen. (T22)
  • 4 Ob 181/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2023 4 Ob 181/23f
    vgl
  • 7 Ob 133/24w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 7 Ob 133/24w
    vgl; nur T4
  • 10 Ob 54/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2024 10 Ob 54/24z
    vgl
  • 3 Ob 34/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2025 3 Ob 34/25h
    vgl; nur T1
  • 8 Ob 74/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 74/25b
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T11
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0013947

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19761028_OGH0002_0060OB00692_7600000_001

Rechtssatz für 6Ob554/86; 3Ob534/86; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014146

Geschäftszahl

6Ob554/86; 3Ob534/86; 7Ob521/87; 7Ob648/87; 7Ob59/87; 7Ob640/88; 7Ob594/89; 8Ob507/88; 3Ob508/89; 1Ob13/93; 9ObA24/95; 5Ob137/95; 9ObA92/97p; 2Ob275/98z; 9ObA191/00d; 10Ob99/02k; 4Ob73/03v; 4Ob119/03h; 8Ob124/03y; 3Ob126/04g; 7Ob190/04y; 7Ob303/05t; 5Ob28/07i; 4Ob221/06p; 2Ob25/07a; 5Ob290/07v; 2Ob190/08t; 4Ob3/09h; 8Ob94/09w; 1Ob8/10y; 4Ob32/10z; 9Ob80/10w; 5Ob212/10b; 6Ob77/12k; 7Ob56/12d; 6Ob237/12i; 7Ob93/13x; 3Ob177/13w; 4Ob4/14p; 4Ob234/13k; 4Ob53/14v; 5Ob18/14d; 6Ob132/14a; 9Ob68/14m; 9Ob2/15g; 7Ob31/15g; 7Ob117/15d; 7Ob226/14g; 6Ob209/15a; 9ObA146/15h; 7Ob204/15y; 6Ob27/16p; 5Ob105/16a; 9ObA88/16f; 7Ob158/16k; 7Ob107/17m; 3Ob160/17a; 6Ob62/18p; 6Ob58/18z; 8Ob82/18v; 5Ob37/18d; 4Ob5/19t; 4Ob128/22k; 10Ob1/23d; 8ObA61/23p; 8ObA77/23s; 9ObA52/23x; 4Ob195/23i; 4ob215/23f; 4ob182/23b; 6Ob75/24h; 10Ob16/24m; 4Ob181/23f; 6Ob98/24s; 9Ob65/24k; 8Ob74/25b; 9ObA32/25h

Entscheidungsdatum

17.07.2025

Norm

ABGB §863 A
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Für die Schlüssigkeit eines Verhaltens im Hinblick auf einen rechtsgeschäftlichen Willen legt Paragraph 863, ABGB einen strengen Maßstab an.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 554/86
    Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 554/86
  • 3 Ob 534/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 534/86
  • 7 Ob 521/87
    Entscheidungstext OGH 16.04.1987 7 Ob 521/87
    Auch
  • 7 Ob 648/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 648/87
  • 7 Ob 59/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 59/87
    Beisatz: Dies gilt insbesondere für die stillschweigende Verlängerung eines Versicherungsvertrages ohne Verlängerungsklausel. (T1) Veröff: VersRdSch 1988,200
  • 7 Ob 640/88
    Entscheidungstext OGH 29.09.1988 7 Ob 640/88
    Beisatz: Besondere Vorsicht ist bei der Annahme eines stillschweigenden Verzichts geboten (hier: aus der einverständlichen Berücksichtigung von Gutschriften kann nicht auf einen konkludenten Verzicht auf das vereinbarte Aufrechnungsverbot geschlossen werden). (T2)
  • 7 Ob 594/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 594/89
    Beis wie T2
  • 8 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 507/88
  • 3 Ob 508/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 3 Ob 508/89
  • 1 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 13/93
    Beisatz: Bloßes Schweigen hat grundsätzlich keinen Erklärungswert. (T3)
    Veröff: SZ 66/98
  • 9 ObA 24/95
    Entscheidungstext OGH 08.03.1995 9 ObA 24/95
    Beis wie T3
  • 5 Ob 137/95
    Entscheidungstext OGH 12.12.1995 5 Ob 137/95
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Keine schlüssig zustandegekommene Vereinbarung gemäß § 863 ABGB bezüglich Übersiedlungskosten und Ersatzwohnungskosten im Sinne des § 27 Abs 1 MRG. (T4)
  • 9 ObA 92/97p
    Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 ObA 92/97p
    Beis wie T2
  • 2 Ob 275/98z
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 275/98z
    Vgl auch; Beisatz: An das Vorliegen eines stillschweigenden Verzichtes ist ein sehr strenger Maßstab anzulegen; das Verhalten des Verzichtenden muss bei Überlegung aller Umstände des Falles unter Berücksichtigung der im redlichen Verkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche den eindeutigen, zweifelsfreien, zwingenden Schluss zulassen, er habe ernstlich verzichten wollen. (T5)
    Veröff: SZ 71/179
  • 9 ObA 191/00d
    Entscheidungstext OGH 04.10.2000 9 ObA 191/00d
    Beis wie T5
  • 10 Ob 99/02k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 99/02k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 73/03v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 73/03v
    Beisatz: Hier: Kein Anspruchsverzicht der Kläger durch vorbehaltlose Rückzahlung eines Kredits während des Verfahrens. (T6)
    Veröff: SZ 2003/73
  • 4 Ob 119/03h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2003 4 Ob 119/03h
    Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2003/109
  • 8 Ob 124/03y
    Entscheidungstext OGH 18.12.2003 8 Ob 124/03y
    Beis wie T2 nur: Besondere Vorsicht ist bei der Annahme eines stillschweigenden Verzichts geboten. (T7)
    Beisatz: Hier: Kein Forderungsverzicht durch Unterlassung der Forderungsanmeldung im Konkurs. (T8)
  • 3 Ob 126/04g
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 126/04g
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 7 Ob 190/04y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2005 7 Ob 190/04y
    Beis wie T7
  • 7 Ob 303/05t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 7 Ob 303/05t
  • 5 Ob 28/07i
    Entscheidungstext OGH 06.03.2007 5 Ob 28/07i
  • 4 Ob 221/06p
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 221/06p
  • 2 Ob 25/07a
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 25/07a
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T7
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
    Vgl; Beisatz: Hier: Konkludente Zustimmung zur Widmungsänderung als Wohnungseigentumsobjekt. (T9)
  • 2 Ob 190/08t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2009 2 Ob 190/08t
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 4 Ob 3/09h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 3/09h
  • 8 Ob 94/09w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 94/09w
  • 1 Ob 8/10y
    Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 8/10y
  • 4 Ob 32/10z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 32/10z
  • 9 Ob 80/10w
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 80/10w
    Beis wie T3
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 6 Ob 77/12k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 77/12k
    Vgl; Beisatz: Hier: In der Klagseinschränkung um die (ursprünglich notwendig gewesenen) Verbesserungskosten kann nicht mit der nach § 863 ABGB notwendigen Zweifelsfreiheit auf eine Verweigerung der Verbesserung, die nach § 932 Abs 4 ABGB dem Übernehmer das Recht auf Preisminderung oder Wandlung gibt, geschlossen werden. (T10)
  • 7 Ob 56/12d
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 56/12d
    Auch
  • 6 Ob 237/12i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 6 Ob 237/12i
    Vgl; Beisatz: Dies betrifft sowohl die Annahme als auch den Umfang eines Verzichts. (T11)
    Beisatz: Muss der Erklärungsgegner das Verhalten des Gläubigers gar nicht als Verzichtserklärung, sondern als bloße Vorstellungsmitteilung (Wissenserklärung), ein Recht bestehe nicht auffassen, so ist § 863 ABGB nicht anzuwenden. (T12)
  • 7 Ob 93/13x
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 93/13x
  • 3 Ob 177/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 177/13w
    Auch; Beisatz: Hier: Schlüssiges Zustandekommen eines neuen Bestandvertrages verneint. (T13)
  • 4 Ob 4/14p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 4/14p
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 234/13k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 234/13k
    Auch
  • 4 Ob 53/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 53/14v
    Vgl auch
  • 5 Ob 18/14d
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 18/14d
    Auch; Beisatz: Hier: Widmung eines Wohnungseigentumsobjekts. (T14)
  • 6 Ob 132/14a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 132/14a
  • 9 Ob 68/14m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 68/14m
  • 9 Ob 2/15g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 Ob 2/15g
    Auch
  • 7 Ob 31/15g
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 31/15g
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
  • 6 Ob 209/15a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 209/15a
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Kein Verzicht auf ein vereinbartes Aufrechnungsverbot durch jahrelanges Schweigen zu einer vom Gegner dennoch abgegebenen Aufrechnungserklärung, selbst wenn zwischenzeitig beträchtliche Zinsen auflaufen. (T15)
  • 9 ObA 146/15h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 146/15h
    Auch
  • 7 Ob 204/15y
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 204/15y
    Veröff: SZ 2015/141
  • 6 Ob 27/16p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2016 6 Ob 27/16p
  • 5 Ob 105/16a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 105/16a
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Konkludenter Verzicht auf Verwendungsmöglichkeiten. (T16)
  • 9 ObA 88/16f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 88/16f
  • 7 Ob 158/16k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 158/16k
  • 7 Ob 107/17m
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 107/17m
  • 3 Ob 160/17a
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 160/17a
    Beisatz: Hier: Verzicht auf das Kündigungsrecht bzw die durch § 1120 ABGB bewirkte Lösung von den Rechtsvorgänger bindenden Kündigungsbeschränkungen. (T17)
  • 6 Ob 62/18p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 62/18p
  • 6 Ob 58/18z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 58/18z
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Behaupteter konkludenter Verzicht auf Kündigung eines Mietvertrags wegen Nichtbenützung durch Abschluss eines Vergleichs. (T18)
  • 8 Ob 82/18v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 82/18v
    Beis wie T5
  • 5 Ob 37/18d
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 37/18d
  • 4 Ob 5/19t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 5/19t
    Auch
  • 4 Ob 128/22k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2022 4 Ob 128/22k
  • 10 Ob 1/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 10 Ob 1/23d
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T7
  • 8 ObA 61/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 8 ObA 61/23p
    Beisatz: Hier: konkludente Austritts- oder Kündigungserklärung verneint. (T19)
  • 8 ObA 77/23s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.12.2023 8 ObA 77/23s
    Beisatz: Hier: konkludente Austrittserklärung eines Arbeitnehmers. (T20)
  • 9 ObA 52/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.09.2023 9 ObA 52/23x
    Beisatz: Hier: Konkludenter Ausschluss der Anrechnungsregel des § 1155 ABGB verneint. (T21)
  • 4 Ob 195/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 195/23i
    Beisatz: Hier: vertretbare Rechtsansicht des Berufungsgerichts, dass das Schweigen zum von einer Vertragspartnerin geäußerten Rechtsansicht zum Bedeutungsgehalts eines Vertrages keine stillschweigende Handlung iSd § 863 ABGB war, zumal diese Rechtsansicht eine Änderung eines bereits abgeschlossenen Vertrages bedeutet und diese Änderung die Interessen des Schweigenden spürbar beeinträchtigt hätte. (T22)
  • 4 ob 215/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 ob 215/23f
    nur T3
  • 4 ob 182/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.04.2024 4 ob 182/23b
    vgl
  • 6 Ob 75/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.06.2024 6 Ob 75/24h
    Beisatz nur wie T5
    Beisatz: Hier: Keine Ableitung eines abstrakten Akzepts aus bloßen Zahlungen. (T23)
  • 10 Ob 16/24m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.06.2024 10 Ob 16/24m
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T7
  • 4 Ob 181/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2023 4 Ob 181/23f
    vgl
  • 6 Ob 98/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.11.2024 6 Ob 98/24s
    vgl
  • 9 Ob 65/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 9 Ob 65/24k
  • 8 Ob 74/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 74/25b
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0014146

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19860320_OGH0002_0060OB00554_8600000_003

Rechtssatz für 10ObS313/91; 9Ob241/02k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008788

Geschäftszahl

10ObS313/91; 9Ob241/02k; 5Ob179/06v; 2Ob39/07k; 4Ob23/08y; 9ObA53/11a; 9ObA91/14v; 9ObA35/15k; 7Ob171/15w; 10ObS26/16w; 9ObA21/17d; 7Ob114/17s; 9ObA135/17v; 9ObA9/19t; 9ObA71/20m; 10ObS138/21y; 5Ob114/21g; 4Ob155/23g; 1Ob15/24y; 10Obs107/24v; 9ObA32/25h

Entscheidungsdatum

17.07.2025

Rechtssatz

Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. Der übliche formale Wortsinn ist nur ein Hinweis für die Auslegung der Norm, nicht mehr; erst der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. Bei Gesetzen, die erfahrungsgemäß auf Vermittlung durch rechtskundige Personen angelegt sind, geht im Zweifel ein präziser rechtstechnischer Sprachgebrauch dem allgemeinen vor. (Hier: Außergerichtliche Vereinbarung, bei der die Unterschriften gerichtlich beglaubigt sind, stellt keinen gerichtlichen Vergleich dar.)

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 313/91
    Entscheidungstext OGH 12.11.1991 10 ObS 313/91
  • 9 Ob 241/02k
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 241/02k
    nur: Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. Der übliche formale Wortsinn ist nur ein Hinweis für die Auslegung der Norm, nicht mehr; erst der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. (T1)
  • 5 Ob 179/06v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2006 5 Ob 179/06v
    nur T1
  • 2 Ob 39/07k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 39/07k
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 23/08y
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 23/08y
    nur: Der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. (T2)
    Veröff: SZ 2008/44
  • 9 ObA 53/11a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 53/11a
    nur: Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. (T3)
  • 9 ObA 91/14v
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 35/15k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 35/15k
    Auch; Beisatz: Im Zweifel geht bei der Gesetzesauslegung ein präziser rechtstechnischer Sprachgebrauch dem allgemeinen vor. (T4)
  • 7 Ob 171/15w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 171/15w
    nur T2
  • 10 ObS 26/16w
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 ObS 26/16w
    Auch; nur T3
  • 9 ObA 21/17d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 21/17d
    nur T3
  • 7 Ob 114/17s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 114/17s
    Auch; Veröff: SZ 2017/106
  • 9 ObA 135/17v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 135/17v
    nur T3
  • 9 ObA 9/19t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 ObA 9/19t
    nur T3; Veröff: SZ 2019/19
  • 9 ObA 71/20m
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 9 ObA 71/20m
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: § 191a Stmk L-DBR; Einstufung als Oberarzt. (T5)
  • 10 ObS 138/21y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 138/21y
    nur T3
  • 5 Ob 114/21g
    Entscheidungstext OGH 03.03.2022 5 Ob 114/21g
    Vgl; nur T2; nur T3
  • 4 Ob 155/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 4 Ob 155/23g
    nur T1
  • 1 Ob 15/24y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2024 1 Ob 15/24y
    nur T2
  • 10 Obs 107/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 08.10.2024 10 Obs 107/24v
    Beisatz nur wie T2
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0008788

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19911112_OGH0002_010OBS00313_9100000_001

Rechtssatz für 8ObA94/98a; 8ObA160/98g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0109942

Geschäftszahl

8ObA94/98a; 8ObA160/98g; 8ObA54/05g; 9ObA9/07z; 9ObA154/07y; 8ObA20/09p; 8ObA76/10z; 9ObA109/10k; 9ObA92/10k; 8ObA59/11a; 8ObA76/11a; 8ObA4/12i; 8ObA22/12m; 9ObA43/12g; 8ObA29/12s; 8ObA58/11d; 9ObA47/12w; 8ObA6/13k; 9ObA33/13p; 9ObA29/13z; 8ObA79/13w; 9ObA13/14y; 9ObA48/14w; 8ObA74/14m; 9ObA97/14a; 9ObA35/15k; 9ObA80/15b; 9ObA140/15a; 8ObA42/15g; 9ObA76/15i; 9ObA124/15y; 9ObA37/16f; 9ObA88/16f; 9ObA120/16m; 8ObA59/16h; 2Ob1/17m; 9ObA135/17v; 9ObA140/17d; 9ObA141/17a; 8ObA8/18m; 8ObA71/18a; 9ObA19/19p; 8ObA79/20f; 9ObA97/20k; 8ObA41/21v; 9ObA111/21w; 8ObA38/22d; 8ObA85/22s; 8ObA86/22p; 8ObA92/22w; 9ObA104/23v; 9ObA86/23x; 8ObS2/24p; 8ObA4/24g; 8ObA20/24k; 8ObA62/24m; 9ObA32/25h; 9ObA44/25y

Entscheidungsdatum

26.08.2025

Norm

ASGG §46 Abs1
  1. ASGG § 46 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 76/2002
  2. ASGG § 46 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ASGG § 46 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. ASGG § 46 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  5. ASGG § 46 gültig von 01.01.1987 bis 31.07.1989

Rechtssatz

Der Auslegung einer Kollektivvertragsbestimmung kommt regelmäßig wegen des größeren Personenkreises der hievon betroffenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhebliche Bedeutung im Sinne des Paragraph 46, Absatz eins, ASGG zu.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 94/98a
    Entscheidungstext OGH 16.04.1998 8 ObA 94/98a
  • 8 ObA 160/98g
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 ObA 160/98g
    Auch
  • 8 ObA 54/05g
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 ObA 54/05g
    Auch; Beisatz: Sie stellt nur dann keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO dar, wenn die Auslegung völlig klar und eindeutig ist. (T1)
    Beisatz: Bei einer auf eine besondere betriebliche Situation im Einzelfall ausgerichteten Regelung eines Sozialplanes im Sinne des § 97 Abs 1 Z 4 ArbVG kann dagegen ohne weitere Anhaltspunkte nicht von der typischen Betroffenheit eines größeren Personenkreises ausgegangen werden. (T2)
  • 9 ObA 9/07z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 ObA 9/07z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 154/07y
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 9 ObA 154/07y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Übergangsregelung betreffend das Betriebspensionssystem. (T3)
  • 8 ObA 20/09p
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 ObA 20/09p
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung der Lohn- und Zulagenordnung des Kollektivvertrags für die Arbeiter des Güterbeförderungsgewerbes; erhebliche Rechtsfrage angenommen. (T4)
  • 8 ObA 76/10z
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 ObA 76/10z
    Auch
  • 9 ObA 109/10k
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 109/10k
    Beis wie T1
  • 9 ObA 92/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 92/10k
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die in der Betriebsvereinbarung der Austrian Airlines AG vom 22. 12. 1994 über eine zusätzliche Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung normierte Nachschusspflicht. (T5)
  • 8 ObA 59/11a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 8 ObA 59/11a
    Vgl; Beisatz: Ihr kommt dann keine erhebliche Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO zu, wenn die relevante Rechtsfrage in der Rechtsprechung des Höchstgerichts geklärt oder die Auslegung klar und eindeutig ist. (T6)
  • 8 ObA 76/11a
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 ObA 76/11a
    Vgl; Beis wie T6
  • 8 ObA 4/12i
    Entscheidungstext OGH 20.01.2012 8 ObA 4/12i
    Auch; Beis wie T6
  • 8 ObA 22/12m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 ObA 22/12m
    Auch
  • 9 ObA 43/12g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 ObA 43/12g
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 29/12s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 ObA 29/12s
    Vgl; Beis wie T6
  • 8 ObA 58/11d
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 ObA 58/11d
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 47/12w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 47/12w
  • 8 ObA 6/13k
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 ObA 6/13k
    Vgl; Beis wie T6
  • 9 ObA 33/13p
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 33/13p
  • 9 ObA 29/13z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 29/13z
  • 8 ObA 79/13w
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 ObA 79/13w
    Vgl; Beis wie T6
  • 9 ObA 13/14y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 13/14y
    Auch
  • 9 ObA 48/14w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 ObA 48/14w
    Beisatz: Hier: KV für Zahnarzt-Angestellte. (T7)


  • 8 ObA 74/14m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 8 ObA 74/14m
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 97/14a
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 97/14a
  • 9 ObA 35/15k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 35/15k
    Auch
  • 9 ObA 80/15b
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 80/15b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 9 ObA 140/15a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 140/15a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 8 ObA 42/15g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 8 ObA 42/15g
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 76/15i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 76/15i
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 124/15y
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 124/15y
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: KV für Arbeiter im österreichischen Bäckergewerbe. (T8)
  • 9 ObA 37/16f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 37/16f
    Auch
  • 9 ObA 88/16f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 88/16f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 9 ObA 120/16m
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 120/16m
    Auch
  • 8 ObA 59/16h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 8 ObA 59/16h
    Auch
  • 2 Ob 1/17m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 1/17m
    Beisatz: Hier: Beisatz: Hier: Kein Anhaltspunkt, dass die seit mehreren Jahren nicht mehr in Geltung stehende kollektivvertragliche Bestimmung über den Anlassfall hinausgehende Bedeutung hat. (T9)
  • 9 ObA 135/17v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 135/17v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 9 ObA 140/17d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 ObA 140/17d
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 141/17a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 ObA 141/17a
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2018/7
  • 8 ObA 8/18m
    Entscheidungstext OGH 23.02.2018 8 ObA 8/18m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 8 ObA 71/18a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 ObA 71/18a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Punkt 2.g. des Kollektivvertrages für Arbeiter im Hotel- und Gastgewerbe idF 1.7.2012 (KV alt). (T10)
  • 9 ObA 19/19p
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 9 ObA 19/19p
  • 8 ObA 79/20f
    Entscheidungstext OGH 25.08.2020 8 ObA 79/20f
    Beisatz: Hier: Dienstordnung C für die Arbeiter bei den Sozialversicherungsträgern Österreichs 2005 (DO.C). (T11)
  • 9 ObA 97/20k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 9 ObA 97/20k
    Vgl; Beis nur wie T1; Beis nur wie T6; Beisatz: Hier: Punkt 13. der Betriebsvereinbarung Bordpersonal Teilzeit vom 1.5.2018 (BV OS.03 – Teilzeit). (T12)
  • 8 ObA 41/21v
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 8 ObA 41/21v
  • 9 ObA 111/21w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 9 ObA 111/21w
    Beisatz: Hier: Punkt 6 lit c des KV für Angestellte im Hotel‑ und Gastgewerbe und die Frage, ob der dort genannte Begriff „Gehaltsansprüche“ auch Entgeltansprüche für Mehrarbeit erfasst. (T13)
  • 8 ObA 38/22d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2022 8 ObA 38/22d
    Vgl; Beisatz: Hier: §§ 15, 17 der Richtlinie für die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse zu den Kammern für Arbeiter und Angestellte und der Bundesarbeitskammer in der Fassung vom 16.6.2005 (RILAK 2005) zum Begriff des „Arbeitsjahres“, der sich auf „effektiv in der Arbeiterkammer verbrachte Arbeitszeiten“ bezieht; die Anrechnung von Vordienstzeiten betrifft dagegen die Gehaltseinstufung und führt nicht zur Anwendbarkeit des § 15 Abs 2 Z 3 RILAK 2005, wonach die Entlassung/Kündigung von Arbeitnehmern ohne Angabe eines Grundes nach Ablauf des 10. Arbeitsjahres rechtsunwirksam ist. (T14)
  • 8 ObA 85/22s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 ObA 85/22s
    Beisatz: Hier: Punkt XVI.5 des Kollektivvertrags für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung (KVAÜ). (T15)
  • 8 ObA 86/22p
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 ObA 86/22p
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Bundes-Kollektivvertrag für Dienstnehmer in den privaten Autobusbetrieben 1. Teil, Abschnitt III, Pkt 2., lit 1 „Mindestbezahlung“; Wortlaut spricht gegen mehrfache Beanspruchung der Mindestbezahlung pro Kalendertag. (T16)
  • 8 ObA 92/22w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2023 8 ObA 92/22w
    Beisatz: Hier: Auslegung von Punkt 69.2 des Kollektivvertrags für das Boardpersonal 2015. (T17)
  • 9 ObA 104/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.01.2024 9 ObA 104/23v
    vgl; Beisatz: Hier: § 29 Abs 6 des Kollektivvertrags für die Angestellten der Banken und Bankiers. (T18)
  • 9 ObA 86/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.04.2024 9 ObA 86/23x
    vgl; Beisatz: Hier: Punkt 2.b. der Lohnordnung des Kollektivvertrags für Dienstnehmer in den privaten Autobusbetrieben. (T19)
  • 8 ObS 2/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.06.2024 8 ObS 2/24p
  • 8 ObA 4/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.08.2024 8 ObA 4/24g
    Beisatz: Hier: Auslegung von § 37g Z 2 DO.A (T20)
  • 8 ObA 20/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.08.2024 8 ObA 20/24k
    Beisatz: Hier: Kollektivvertrag betreffend Neuregelung der Pensionsrechte, abgeschlossen am 16.11.1961 zwischen dem Verband Österreichischer Banken und Bankiers und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund Gewerkschaft der Privatangestellten Sektion Geld und Kredit. (T21)
  • 8 ObA 62/24m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.02.2025 8 ObA 62/24m
    vgl; nur T2
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h
  • 9 ObA 44/25y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.08.2025 9 ObA 44/25y
    Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109942

Im RIS seit

16.05.1998

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2025

Dokumentnummer

JJR_19980416_OGH0002_008OBA00094_98A0000_001

Rechtssatz für 5Ob144/75; 6Ob676/76; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014150

Geschäftszahl

5Ob144/75; 6Ob676/76; 7Ob24/77; 7Ob582/77; 7Ob562/77; 6Ob771/77; 6Ob602/78; 7Ob723/78; 7Ob587/79; 1Ob573/79; 7Ob554/80; 4Ob507/80 (4Ob508/80); 5Ob567/80; 8Ob530/80; 6Ob736/80 (6Ob522/81); 7Ob570/81; 1Ob528/81; 7Ob714/81; 4Ob164/80; 5Ob688/81; 5Ob726/81; 8Ob501/82; 1Ob31/82; 5Ob722/82; 2Ob573/82; 3Ob9/83; 7Ob823/82; 6Ob813/82; 3Ob572/83; 7Ob611/83; 1Ob736/83; 1Ob721/83; 1Ob520/84 (1Ob521/84; 1Ob522/84); 4Ob21/84; 7Ob603/84 (7Ob1511/84); 6Ob646/84; 7Ob680/84; 8Ob502/85; 7Ob553/85; 6Ob597/85; 2Ob627/85; 7Ob666/85 (7Ob667/85-7Ob669/85); 7Ob672/85; 6Ob609/86; 7Ob539/87; 7Ob564/87 (7Ob565/87); 8Ob594/86; 8Ob592/86; 7Ob703/87; 7ObA76/88; 1Ob523/89; 6Ob740/88; 7Ob520/89; 7Ob530/89; 9ObA147/89; 7Ob679/89; 8Ob1558/89; 6Ob519/90; 2Ob571/89 (2Ob572/89); 9ObA324/90; 1Ob547/93 (1Ob548/93); 7Ob518/95; 9ObA32/97i; 9ObA158/97v; 8ObA270/95; 2Ob119/98h; 9ObA197/98f; 1Ob379/98m; 9ObA95/00m; 8ObA51/03p; 7Ob21/04w; 7Ob280/04h; 9ObA111/05x; 2Ob286/05f; 2Ob161/06z; 5Ob290/07v; 4Ob105/10k; 5Ob214/10x; 9Ob26/10d; 2Ob46/11w; 2Ob194/11k; 5Ob253/12k; 3Ob113/13h; 2Ob164/12z; 3Ob177/13w; 4Ob53/14v; 5Ob18/14d; 6Ob132/14a; 9Ob2/15g; 7Ob31/15g; 1Ob87/15y; 7Ob188/15w; 9ObA146/15h; 8ObA15/16p; 3Ob67/17z; 5Ob37/18d; 9ObA125/19a; 8ObA18/22p; 4Ob131/22a; 9Ob109/22b; 4Ob97/23b; 4Ob195/23i; 4Ob179/23m; 4ob215/23f; 4Ob169/23s; 6Ob75/24h; 4Ob96/24g; 7Ob133/24w; 9Ob65/24k; 9ObA32/25h; 3Ob184/25t; 3Ob168/25i

Entscheidungsdatum

27.01.2026

Norm

ABGB §863 A
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Bei der Beurteilung von Handlungen auf ihren konkludenten Aussagegehalt ist zu bedenken, dass dieser im Sinne des Paragraph 863, ABGB eindeutig in eine bestimmte Richtung weisen muss und kein vernünftiger Grund übrig sein darf, daran zu zweifeln, dass ein Rechtsfolgewille in bestimmter Richtung vorliegt (Koziol - Welser römisch eins 3. Auflage 67).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 144/75
    Entscheidungstext OGH 16.09.1975 5 Ob 144/75
    Veröff: ImmZ 1976,147
  • 6 Ob 676/76
    Entscheidungstext OGH 28.10.1976 6 Ob 676/76
    Veröff: MietSlg 28073
  • 7 Ob 24/77
    Entscheidungstext OGH 31.03.1977 7 Ob 24/77
  • 7 Ob 582/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 582/77
  • 7 Ob 562/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
    Veröff: SZ 50/99 = MietSlg 29088
  • 6 Ob 771/77
    Entscheidungstext OGH 09.02.1978 6 Ob 771/77
  • 6 Ob 602/78
    Entscheidungstext OGH 18.05.1978 6 Ob 602/78
  • 7 Ob 723/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 723/78
  • 7 Ob 587/79
    Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 587/79
  • 1 Ob 573/79
    Entscheidungstext OGH 18.04.1979 1 Ob 573/79
  • 7 Ob 554/80
    Entscheidungstext OGH 13.03.1980 7 Ob 554/80
  • 4 Ob 507/80
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 507/80
    nur: Bei der Beurteilung von Handlungen auf ihren konkludenten Aussagegehalt ist zu bedenken, dass dieser im Sinne des § 863 ABGB eindeutig in eine bestimmte Richtung weisen muss. (T1)
  • 5 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1980 5 Ob 567/80
  • 8 Ob 530/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 8 Ob 530/80
  • 6 Ob 736/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 6 Ob 736/80
    nur: Kein vernünftiger Grund übrig sein darf, daran zu zweifeln, dass ein Rechtsfolgewille in bestimmter Richtung vorliegt. (T2)
  • 7 Ob 570/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 7 Ob 570/81
  • 1 Ob 528/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 528/81
    nur T2; Veröff: MietSlg 33063
  • 7 Ob 714/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 714/81
    Veröff: MietSlg 33137
  • 4 Ob 164/80
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 164/80
    Auch; nur T2; Veröff: DRdA 1983,358
  • 5 Ob 688/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 688/81
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 726/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 726/81
    nur T2
  • 8 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 8 Ob 501/82
  • 1 Ob 31/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 31/82
    nur T2; Veröff: MietSlg 34036
  • 5 Ob 722/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 5 Ob 722/82
  • 2 Ob 573/82
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 573/82
  • 3 Ob 9/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 9/83
  • 7 Ob 823/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 7 Ob 823/82
  • 6 Ob 813/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1983 6 Ob 813/82
  • 3 Ob 572/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 572/83
  • 7 Ob 611/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 611/83
  • 1 Ob 736/83
    Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 736/83
  • 1 Ob 721/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 721/83
  • 1 Ob 520/84
    Entscheidungstext OGH 02.05.1984 1 Ob 520/84
  • 4 Ob 21/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 4 Ob 21/84
    nur T2; Beisatz: An die Schlüssigkeit eines Verhaltens ist jedoch ein strenger Maßstab anzulegen. (T3)
  • 7 Ob 603/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 Ob 603/84
  • 6 Ob 646/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 6 Ob 646/84
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 680/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 7 Ob 680/84
  • 8 Ob 502/85
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 502/85
  • 7 Ob 553/85
    Entscheidungstext OGH 09.05.1985 7 Ob 553/85
    Auch; Beis wie T3; Veröff: GesRZ 1985,199
  • 6 Ob 597/85
    Entscheidungstext OGH 20.06.1985 6 Ob 597/85
  • 2 Ob 627/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 2 Ob 627/85
  • 7 Ob 666/85
    Entscheidungstext OGH 19.12.1985 7 Ob 666/85
  • 7 Ob 672/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 672/85
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 609/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1987 6 Ob 609/86
    nur T2
  • 7 Ob 539/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 539/87
  • 7 Ob 564/87
    Entscheidungstext OGH 16.04.1987 7 Ob 564/87
    nur T2
  • 8 Ob 594/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1987 8 Ob 594/86
    Veröff: ÖBA 1988,284 (Hügel)
  • 8 Ob 592/86
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 592/86
    nur T2; Beisatz: Hier: Schlüssige Zustimmung durch Handeln liegt vor, wenn die im Anbot gestellten Forderungen vorbehalten - wenn auch verspätet - erfüllt werden. (T4)
  • 7 Ob 703/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 7 Ob 703/87
  • 7 ObA 76/88
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 7 ObA 76/88
  • 1 Ob 523/89
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 1 Ob 523/89
  • 6 Ob 740/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1989 6 Ob 740/88
    Veröff: ÖBA 1989,1136
  • 7 Ob 520/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 7 Ob 520/89
    nur T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 530/89
    Entscheidungstext OGH 09.03.1989 7 Ob 530/89
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: JBl 1989,649
  • 9 ObA 147/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 9 ObA 147/89
    Beisatz: Bei Annahme einer stillschweigenden Zustimmung zu einer Versetzung ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. (T5)
  • 7 Ob 679/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 679/89
  • 8 Ob 1558/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 8 Ob 1558/89
    nur T2
  • 6 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 519/90
    Beis wie T3
  • 2 Ob 571/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 2 Ob 571/89
  • 9 ObA 324/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 9 ObA 324/90
    nur T2; Beisatz: § 48 ASGG (T6)
  • 1 Ob 547/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 1 Ob 547/93
    Auch
  • 7 Ob 518/95
    Entscheidungstext OGH 08.02.1995 7 Ob 518/95
    Beis wie T3
  • 9 ObA 32/97i
    Entscheidungstext OGH 09.04.1997 9 ObA 32/97i
    nur T2
  • 9 ObA 158/97v
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 ObA 158/97v
    Auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 270/95
    Entscheidungstext OGH 18.04.1996 8 ObA 270/95
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 119/98h
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 119/98h
    Beisatz: Bei der Frage der schlüssigen Übernahme einer derartigen Verpflichtung ist ein strenger Maßstab anzulegen. (T7)
    Beisatz: Es sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zur Beurteilung heranzuziehen. (T8)
  • 9 ObA 197/98f
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 ObA 197/98f
    Auch
  • 1 Ob 379/98m
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 379/98m
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 9 ObA 95/00m
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 ObA 95/00m
    Auch; nur T2
  • 8 ObA 51/03p
    Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 ObA 51/03p
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 21/04w
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 21/04w
    Auch
  • 7 Ob 280/04h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 280/04h
    Beisatz: Hier: konkludente Versicherungsvertragsverlängerung. (T9)
  • 9 ObA 111/05x
    Entscheidungstext OGH 30.09.2005 9 ObA 111/05x
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 286/05f
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 286/05f
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Streupflicht. (T10)
  • 2 Ob 161/06z
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 2 Ob 161/06z
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
    Vgl; Beisatz: Hier: Konkludente Zustimmung zur Widmungsänderung als Wohnungseigentumsobjekt. (T11)
  • 4 Ob 105/10k
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 105/10k
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    Vgl; Beisatz: Bei der Annahme der Schlüssigkeit eines Verhaltens im Hinblick auf einen rechtsgeschäftlichen Willen gemäß § 863 ABGB ist Vorsicht geboten und ein strenger Maßstab anzulegen. (T12)
  • 9 Ob 26/10d
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 26/10d
  • 2 Ob 46/11w
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 46/11w
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 2 Ob 194/11k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 194/11k
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 5 Ob 253/12k
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 253/12k
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T12; Beisatz: Schlüssiger Dienstbarkeitsvertrag. (T13)
  • 3 Ob 113/13h
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 113/13h
    Beisatz: Hier: Widmungserklärung des Schuldners iSd § 1415 ABGB. (T14)
  • 2 Ob 164/12z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 164/12z
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beisatz: Keine konkludente Vertragsübernahme etwa bei Übermittlung eines „neuen“ Mietvertrags an den Unternehmenserwerber. (T15)
  • 3 Ob 177/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 177/13w
    Auch; Beisatz: Hier: Schlüssiges Zustandekommen eines neuen Bestandvertrages verneint. (T16)
  • 4 Ob 53/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 53/14v
    Auch
  • 5 Ob 18/14d
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 18/14d
    Auch; Beisatz: Hier: Widmung eines Wohnungseigentumsobjekts. (T17)
  • 6 Ob 132/14a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 132/14a
    Auch
  • 9 Ob 2/15g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 Ob 2/15g
    Auch
  • 7 Ob 31/15g
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 31/15g
  • 1 Ob 87/15y
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 87/15y
    Auch; nur T2; Beis wie T13
  • 7 Ob 188/15w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 188/15w
  • 9 ObA 146/15h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 146/15h
  • 8 ObA 15/16p
    Entscheidungstext OGH 16.12.2016 8 ObA 15/16p
  • 3 Ob 67/17z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 67/17z
  • 5 Ob 37/18d
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 37/18d
    Auch
  • 9 ObA 125/19a
    Entscheidungstext OGH 22.01.2020 9 ObA 125/19a
    Vgl; Beisatz: Eine Vereinbarung über die Lage der Normalarbeitszeit iSd § 19c Abs 1 AZG kann grundsätzlich auch schlüssig getroffen werden. (T18)
  • 8 ObA 18/22p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2022 8 ObA 18/22p
    Vgl; Beisatz: Hier: Dass der Kläger viele Jahre hindurch die im Zuge einer Abordnung übernommenen, landesgesetzlich zur Parkraumüberwachung zählenden Tätigkeiten unbeanstandet ausübte, kann als Ausdruck der Zustimmung aufgefasst werden. (T19)
  • 4 Ob 131/22a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2022 4 Ob 131/22a
    Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Hier: (keine) konkludente Zustimmung zur Markennutzung. (T20)
  • 9 Ob 109/22b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2023 9 Ob 109/22b
    nur T2; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Rechtsfolgewille verneint; keine Haftung des Beklagten für die Kreditaufnahmen erfolgt durch die (damalige) Lebensgefährtin. (T21)
  • 4 Ob 97/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.10.2023 4 Ob 97/23b
  • 4 Ob 195/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 195/23i
    vgl
  • 4 Ob 179/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2024 4 Ob 179/23m
    Beisatz: Hier: konkludente Erteilung eines Auftrags an einen Rechtsanwalt (T22)
  • 4 ob 215/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 04.04.2024 4 ob 215/23f
    Beisatz: Hier: Frage ob ein privater, nicht-gewerblicher Gebrauchtwagenverkäufer schlüssig die Fahrbereitschaft zugesichert hat. (T23)
  • 4 Ob 169/23s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 4 Ob 169/23s
    Beisatz: hier: jahrelang kein Widerspruch gegen Bauarbeiten und nachträgliches Verhalten (T24)
  • 6 Ob 75/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.06.2024 6 Ob 75/24h
    Beisatz nur wie T3; Beisatz nur wie T7
    Beisatz: Hier: Keine Ableitung eines abstrakten Akzepts aus bloßen Zahlungen. (T25)
  • 4 Ob 96/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 4 Ob 96/24g
    Beisatz wie T23
  • 7 Ob 133/24w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 7 Ob 133/24w
    vgl; nur T2
  • 9 Ob 65/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 9 Ob 65/24k
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h
  • 3 Ob 184/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2025 3 Ob 184/25t
  • 3 Ob 168/25i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2026 3 Ob 168/25i
    vgl; Beisatz: Hier:  Vorschreibung von „Hauptmietzins“ und der Bezeichnung der Verpflichteten als „Mieterin“. Daraus allein ließ sich kein im Sinn des § 863 Abs 1 ABGB zweifelsfreies Erklärungsverhalten der Betreibenden, auf die Räumung verzichten und ein neues Bestandverhältnis begründen zu wollen ableiten, dies schon im Hinblick auf § 12c letzter Satz IO. (T26)

Schlagworte

konkludente Versicherungsvertragsverlängerung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0014150

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19750916_OGH0002_0050OB00144_7500000_001

Rechtssatz für 4Ob56/75; 4Ob75/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008836

Geschäftszahl

4Ob56/75; 4Ob75/75; 4Ob119/76; 1Ob812/76; 4Ob3/83; 8ObA279/94; 1Ob46/94; 4Ob38/95; 9ObA122/95; 7Ob2075/96i; 7Ob133/01m; 9Ob241/02k; 2Ob39/07k; 5Ob124/13s; 5Ob125/13p; 5Ob126/13k; 9ObA91/14v; 10Ob58/14y; 10ObS26/16w; 9ObA21/17d; 7Ob114/17s; 9ObA135/17v; 5Ob39/18y; 9ObA9/19t; 4Ob93/19h; 5Ob137/20p; 5Ob25/20t; 9ObA71/20m; 10ObS138/21y; 5Ob114/21g; 5Ob5/22d; 10ObS26/22d; 9Ob28/23t; 1Ob101/23v; 9ObA42/24b; 5Ob2/24s; 5Ob183/24h; 4Ob183/24a; 9ObA32/25h; 1Ob48/26d

Entscheidungsdatum

27.05.2026

Rechtssatz

Bleibt nach Wortinterpretation und logischer Auslegung die Ausdrucksweise des Gesetzes dennoch zweifelhaft, dann ist die Absicht des Gesetzgebers zu erforschen (SZ 22/1; Arb 7174, 6622). Man versucht, den Sinn einer Bestimmung unter Bedachtnahme auf den Zweck der Regelung zu erfassen (objektiv - teleologische Interpretation). Der Auslegende hat die gesetzgeberische Regelung und die darin zum Ausdruck kommenden Wertmaßstäbe selbständig weiter - und zu Ende zu denken.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 56/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 4 Ob 56/75
    Veröff: EvBl 1976/53 S 102 = SozM IA/b,95 = Arb 9402 = Ind 1976 H1,975
  • 4 Ob 75/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 75/75
    Veröff: Arb 9429
  • 4 Ob 119/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 4 Ob 119/76
    Veröff: ZAS 1978/16 S 105 (Mayer - Maly)
  • 1 Ob 812/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 1 Ob 812/76
    Vgl auch; Veröff: SZ 50/6 = JBl 1978,372
  • 4 Ob 3/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 3/83
    Auch; nur: Man versucht, den Sinn einer Bestimmung unter Bedachtnahme auf den Zweck der Regelung zu erfassen (objektiv - teleologische Interpretation). (T1)
  • 8 ObA 279/94
    Entscheidungstext OGH 27.10.1994 8 ObA 279/94
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 46/94
    Entscheidungstext OGH 27.01.1995 1 Ob 46/94
    Auch; nur: Bleibt nach Wortinterpretation und logischer Auslegung die Ausdrucksweise des Gesetzes dennoch zweifelhaft, dann ist die Absicht des Gesetzgebers zu erforschen. (T2)
  • 4 Ob 38/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 38/95
    Auch; nur T2
  • 9 ObA 122/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 9 ObA 122/95
  • 7 Ob 2075/96i
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 7 Ob 2075/96i
    Vgl auch
  • 7 Ob 133/01m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2001 7 Ob 133/01m
    Vgl auch
  • 9 Ob 241/02k
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 241/02k
    Beisatz: Die verschiedenen Auslegungsmethoden dürfen dabei nicht mechanisch hintereinander angewendet werden; vielmehr hat der Rechtsanwender unter gleichzeitiger Heranziehung aller zur Verfügung stehenden Kriterien in wertender Entscheidung den Sinn der Regelung klarzustellen. (T3)
  • 2 Ob 39/07k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 39/07k
  • 5 Ob 124/13s
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 124/13s
    Veröff: SZ 2013/105
  • 5 Ob 125/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 125/13p
  • 5 Ob 126/13k
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 126/13k
  • 9 ObA 91/14v
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
    Auch; nur T1; nur T2; Beis wie T3
  • 10 Ob 58/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 58/14y
    Auch; Beisatz: Die Gesetzesauslegung darf aber bei der Wortinterpretation nicht stehen bleiben. Der Sinn einer Bestimmung ist unter Bedachtnahme auf deren Zweck zu erfassen (objektiv-teleologische Interpretation). Die gesetzgeberische Regelung und die darin zum Ausdruck kommenden Wertmaßstäbe sind selbständig weiter und zu Ende zu denken. (T4)
    Veröff: SZ 2015/10
  • 10 ObS 26/16w
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 ObS 26/16w
    Auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 21/17d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 21/17d
  • 7 Ob 114/17s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 114/17s
    Veröff: SZ 2017/106
  • 9 ObA 135/17v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 135/17v
  • 5 Ob 39/18y
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 39/18y
    Auch
  • 9 ObA 9/19t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 ObA 9/19t
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2019/19
  • 4 Ob 93/19h
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 93/19h
    Veröff: SZ 2019/51
  • 5 Ob 137/20p
    Entscheidungstext OGH 12.08.2020 5 Ob 137/20p
    Beis wie T4
  • 5 Ob 25/20t
    Entscheidungstext OGH 03.09.2020 5 Ob 25/20t
    Beisatz wie T4
    Anm: Veröff: SZ 2020/77
  • 9 ObA 71/20m
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 9 ObA 71/20m
    Beisatz: Hier: § 191a Stmk L-DBR; Einstufung als Oberarzt. (T5)
  • 10 ObS 138/21y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 138/21y
    Beis wie T4
  • 5 Ob 114/21g
    Entscheidungstext OGH 03.03.2022 5 Ob 114/21g
  • 5 Ob 5/22d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2022 5 Ob 5/22d
  • 10 ObS 26/22d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2022 10 ObS 26/22d
    Vgl
  • 9 Ob 28/23t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.07.2023 9 Ob 28/23t
    vgl; Beisatz wie T4
  • 1 Ob 101/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.03.2024 1 Ob 101/23v
    vgl; Beisatz: Hier: Der in § 373b StPO vorgesehene Befriedigungsanspruch des Opfers, dem eine Entschädigung "rechtskräftig zuerkannt" wurde, soll auch dann zustehen, wenn das Opfer über seinen Anspruch einen vollstreckbaren Vergleich geschlossen hat. (T6)
  • 9 ObA 42/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2024 9 ObA 42/24b
    nur T2; Beisatz nur wie T4
  • 5 Ob 2/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.09.2024 5 Ob 2/24s
    nur T2; Beisatz wie T4
  • 5 Ob 183/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.12.2024 5 Ob 183/24h
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
  • 4 Ob 183/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.06.2025 4 Ob 183/24a
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T4
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h
  • 1 Ob 48/26d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2026 1 Ob 48/26d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0008836

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19751007_OGH0002_0040OB00056_7500000_003

Rechtssatz für 4Ob56/75; 7Ob5/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008896

Geschäftszahl

4Ob56/75; 7Ob5/80; 5Ob9/81; 4Ob3/83; 6Ob762/83; 1Ob46/94; 4Ob38/95; 1Ob1/95; 7Ob133/01m; 9Ob241/02k; 3Ob256/05a; 2Ob39/07k; 5Ob124/13s; 5Ob125/13p; 5Ob126/13k; 10ObS85/14v; 9ObA91/14v; 9ObA35/15k; 7Ob171/15w; 9ObA37/16f; 9ObA120/16m; 7Ob114/17s; 9ObA135/17v; 5Ob39/18y; 9ObA19/19p; 4Ob93/19h; 10ObS107/20p; 5Ob114/21g; 5Ob121/22p; 8ObA89/22d; 9Ob28/23t; 1Ob101/23v; 1Ob15/24y; 9ObA42/24b; 5Ob183/24h; 4Ob183/24a; 9ObA32/25h; 8ObA28/25p; 1Ob48/26d

Entscheidungsdatum

27.05.2026

Rechtssatz

Die Auslegung beginnt mit der Wortinterpretation, worunter die Erforschung des Wortsinnes, der Bedeutung eines Ausdruckes oder eines Gesetzes nach dem Sprachgebrauch zu verstehen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 56/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 4 Ob 56/75
    Veröff: EvBl 1976/53 S 102 = SozM IA/b,95 = Arb 9402 = Ind 1976 1,975
  • 7 Ob 5/80
    Entscheidungstext OGH 14.02.1980 7 Ob 5/80
    Auch; Beisatz: Art 5 AVB (T1)
  • 5 Ob 9/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 5 Ob 9/81
    Veröff: SZ 54/135 = EvBl 1982/65 S 167 = NZ 1981,175
  • 4 Ob 3/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 3/83
  • 6 Ob 762/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 762/83
    Vgl auch; Beisatz: Die wörtlich - grammatikalische Auslegung ist zwar primäres, aber nicht einziges Auslegungskriterium. (T2)
  • 1 Ob 46/94
    Entscheidungstext OGH 27.01.1995 1 Ob 46/94
    Auch
  • 4 Ob 38/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 38/95
    Auch
  • 1 Ob 1/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 1/95
    Auch: Veröff. SZ 68/132
  • 7 Ob 133/01m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2001 7 Ob 133/01m
  • 9 Ob 241/02k
    Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 241/02k
  • 3 Ob 256/05a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 256/05a
    Auch; Beisatz: Mangels Legaldefinition - diese wäre sonst heranzuziehen - sind anerkannte Erläuterungswerke oder die Fachsprache und die Erfahrungssätze, die in geregelten Bereichen in Verwendung stehen, zur Auslegung heranzuziehen. (T3)
  • 2 Ob 39/07k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 39/07k
    Auch; Beisatz: Am Anfang jeder Gesetzesauslegung steht die wörtliche (sprachliche, grammatikalische) Auslegung, die nach dem Wortsinn der Norm und innerhalb des durch den äußerst möglichen Wortsinn abgesteckten Rahmens nach der Bedeutung eines Ausdrucks im allgemeinen Sprachgebrauch oder dem des Gesetzgebers und in seinem Zusammenhang innerhalb der Regelung fragt. (T4)
  • 5 Ob 124/13s
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 124/13s
    Auch; Veröff: SZ 2013/105
  • 5 Ob 125/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 125/13p
    Auch
  • 5 Ob 126/13k
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 126/13k
    Auch
  • 10 ObS 85/14v
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 85/14v
    Auch
  • 9 ObA 91/14v
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
    Auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 35/15k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 35/15k
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 7 Ob 171/15w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 171/15w
  • 9 ObA 37/16f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 37/16f
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 9 ObA 120/16m
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 120/16m
    Auch
  • 7 Ob 114/17s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 114/17s
    Veröff: SZ 2017/106
  • 9 ObA 135/17v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 135/17v
  • 5 Ob 39/18y
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 39/18y
  • 9 ObA 19/19p
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 9 ObA 19/19p
    Auch: Beisatz: Hier: Art IX Abs 6 des Kollektivvertrags für Arbeiter im eisen- und metallverarbeitenden Gewerbe. (T5)
  • 4 Ob 93/19h
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 93/19h
    Veröff: SZ 2019/51
  • 10 ObS 107/20p
    Entscheidungstext OGH 13.10.2020 10 ObS 107/20p
    Vgl; Beis wie T4
  • 5 Ob 114/21g
    Entscheidungstext OGH 03.03.2022 5 Ob 114/21g
  • 5 Ob 121/22p
    Entscheidungstext OGH 02.11.2022 5 Ob 121/22p
  • 8 ObA 89/22d
    Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 ObA 89/22d
    Vgl; Beisatz: Hier: Eisenbahn. (T6)
  • 9 Ob 28/23t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.07.2023 9 Ob 28/23t
    vgl; Beisatz wie T4
  • 1 Ob 101/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.03.2024 1 Ob 101/23v
  • 1 Ob 15/24y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2024 1 Ob 15/24y
  • 9 ObA 42/24b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2024 9 ObA 42/24b
    Beisatz wie T4
  • 5 Ob 183/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.12.2024 5 Ob 183/24h
  • 4 Ob 183/24a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.06.2025 4 Ob 183/24a
  • 9 ObA 32/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h
  • 8 ObA 28/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 12.08.2025 8 ObA 28/25p
    Beisatz wie T4: Hier: Auslegung des Geltungsbereichs der Satzung zum SWÖ-KV (BGBl 2024/25 ua) (T7)
  • 1 Ob 48/26d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2026 1 Ob 48/26d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0008896

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19751007_OGH0002_0040OB00056_7500000_004

Entscheidungstext 9ObA32/25h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Entscheidungsart

Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung)

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fachgebiet

Arbeitsrecht

Fundstelle

ecolex 2025/416 S 749 (Mazal) - ecolex 2025,749 (Mazal)

Geschäftszahl

9ObA32/25h

Entscheidungsdatum

17.07.2025

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten Mag. Ziegelbauer als Vorsitzenden, den Hofrat Dr. Hargassner und die Hofrätin Mag. Korn sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Lena Steiger (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Mag. Maria Buhr (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) in den verbundenen Arbeitsrechtssachen der klagenden Parteien 1. C*, 2. M*, und 3. M*, sämtliche vertreten durch Hawel em - Eypeltauer - Gigleitner - Huber & Partner Rechtsanwälte in Linz, gegen die beklagte Partei G* Gesellschaft * mbH, *, vertreten durch Mag. Harald Schuh und Mag. Christian Atzwanger, Rechtsanwälte in Linz, wegen zu 1.) 3.316,55 EUR brutto sA, zu 2.) 738,53 EUR brutto sA und zu 3.) 5.086,92 EUR brutto sA und Feststellung (Streitwert: 1.090 EUR), über die Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 9. April 2025, GZ 11 Ra 5/25x-27, mit dem der Berufung der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Linz als Arbeits- und Sozialgericht vom 4. November 2024, GZ 7 Cga 41/24w-21, teilweise Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Über die Kosten des Revisionsverfahrens hat das Erstgericht zu entscheiden.

Text

Entscheidungsgründe:

[1]            Die Beklagte ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das in Deutschland und Österreich ambulante außerklinische medizinische Intensivpflege anbietet. Die Beklagte ist nicht Mitglied des Vereins Sozialwirtschaft Österreich – Verband der österreichischen Sozial- und Gesundheitsunternehmen (im Folgenden: SWÖ).

[2]            Die Erstklägerin ist seit 15. 8. 2021, die Drittklägerin seit 27. 10. 2024 bei der Beklagten als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin beschäftigt, die Zweitbeklagte war dies von 1. 3. 2023 bis 29. 2. 2024.

[3]            In den Dienstverträgen wird nicht auf einen Kollektivvertrag Bezug genommen. Nur in einer Änderungsvereinbarung zum Dienstvertrag der Erstklägerin wird hinsichtlich des Grundgehalts auf einen „Kollektivvertrag“ Bezug genommen, ohne diesen allerdings namentlich zu nennen. Noch vor dem Jahr 2022 forderte eine Kollegin der Klägerinnen über ihren Rechtsvertreter die Beklagte auf, die Entlohnung nach dem Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ-KV) vorzunehmen. Die Beklagte akzeptierte dies und entlohnt seitdem sämtliche Mitarbeiterinnen nach diesem Kollektivvertrag. Sämtliche kollektivvertraglichen Erhöhungen wurden und werden ihr von der Drittklägerin (Teamleiterin) mitgeteilt und von ihr auch bezahlt. Den von den Klägerinnen geforderten Pflegezuschuss leistet die Beklagte jedoch nicht.

[4]            Im Rahmen ihrer Dienstverhältnisse sind die Klägerinnen zur Durchführung der Vollzeit-Betreuung eines Patienten in Oberösterreich in dessen privaten Räumlichkeiten tätig. Die Klägerinnen betreuen bzw betreuten einen hoch querschnittgelähmten Patienten, der beatmet werden muss und seit einigen Jahren auch einen Zwerchfellschrittmacher implantiert hat. Der Patient ist im familiären Umfeld in adaptierten Räumen untergebracht. Die Räume sind wie eine Intensivstation eingerichtet. Die Klägerinnen sind bzw waren im 12-Stunden-Dienst, 24 Stunden pro Tag betreuend tätig und haben dort pflegerische und medizinische Maßnahmen zu setzen (Versorgung des Blasenkatheters, des Luftröhrenstomas, Verbandswechsel, gesamte Körperpflege, Versorgung mit Essen und Medikamenten, entsprechende Dokumentation).

[5]            Als der von den Klägerinnen nunmehr betreute Patient vor 20 Jahren verunfallte, gab es keine Möglichkeit der Betreuung in Österreich. Der Patient benötigte nach dem Unfall rund um die Uhr eine intensivmedizinische Betreuung. Da es damals nicht möglich war, den Patienten auf Dauer auf einer Intensivstation in einer österreichischen Krankenanstalt zu betreuen, wurde bei ihm zu Hause eine intensivmedizinische Versorgung eingerichtet. Der Umbau des Hauses und die Einrichtung finanzierte der Oö Gesundheitsfonds. Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur die Beklagte, die dann eine häusliche intensivmedizinische Betreuung durch diplomiertes Personal anbot. Die Kosten der intensivmedizinischen Betreuung des Patienten trägt nach wie vor der Oö Gesundheitsfonds; lediglich das Pflegegeld des Patienten (Stufe 7) wird angerechnet. In einer Grundsatzvereinbarung zwischen der Beklagten und dem Oö Gesundheitsfonds ist geregelt, dass der Beklagten die Kosten für die Mitarbeiterinnen ersetzt werden.

[6] Die Klägerinnen begehrten von der Beklagten die Zahlung des Pflegezuschusses (je für bestimmte Monate der Jahre 2022 bis 2024) nach dem jeweils geltenden Zusatz-Kollektivvertrag „Zweckzuschuss“ zum SWÖ-KV in der Fassung, Zusatz-KV). Dazu brachten sie vor, dass auf ihre Dienstverhältnisse der SWÖ-KV Anwendung finde. Die Beklagte habe sich zumindest schlüssig dem SWÖ-KV insofern unterworfen als sie sowohl in den dienstvertraglichen Regelungen als auch in der Korrespondenz mit den Klägerinnen und in den mündlichen Absprachen darauf Bezug genommen habe. Die Voraussetzung des fachlichen Geltungsbereichs des Zusatz-KV sei gegeben, weil die Intensivstation in den privaten Räumlichkeiten des Patienten als teilstationäre und stationäre Einrichtung der Langzeitpflege nach landesgesetzlichen Regelungen anerkannt werde. Ebenso werde nach landesgesetzlichen Regelungen ein mobiler Betreuungs- und Pflegedienst erbracht. Auch wenn die Beklagte nicht formal Mitglied beim SWÖ-KV sei, hätten die Klägerinnen nach dem LSD-BG zwingend Anspruch auf das Entgelt, dass ihnen nach dem SWÖ-KV zustehe.

[7]            Das Leistungs- und Feststellungsbegehren der Drittklägerin betreffend die Gewährung einer Entlastungswoche für das Jahr 2024 bzw deren Abgeltung in Geld für das Jahr 2023 wurde von den Vorinstanzen rechtskräftig zugesprochen.

[8]            Die Beklagte bestritt die Klagebegehren auf Gewährung der Pflegezuschüsse dem Grunde nach, beantragte Klagsabweisung und wandte zusammengefasst ein, dass der SWÖ-KV auf die Dienstverhältnisse der Klägerinnen nicht zur Anwendung komme, weil die Beklagte nicht Mitglied des SWÖ sei. Die Pflegezuschüsse stünden den Klägerinnen nicht zu, weil die Beklagte zu keiner der in der Geltungsbereichsbestimmung des Zusatz-KV aufgezählten Anstalten bzw Einrichtungen gehöre und weder nach dem KAKuG noch nach irgendeiner landesgesetzlichen Regelung errichtet sei bzw betrieben werde. Sie habe den Klägerinnen die Zahlung des Pflegezuschusses auch nicht zugesagt.

[9] Das Erstgericht gab den Klagebegehren auf Zahlung der Pflegezuschüsse unter Verweis auf Paragraph 3, LSD-BG statt. Da die Klägerinnen in den letzten Jahren nach dem SWÖ-KV entlohnt worden seien, der SWÖ-KV also von der Beklagten auf die Dienstverhältnisse der Klägerinnen tatsächlich angewandt worden sei, seien diese auch entsprechend dem SWÖ-KV zu entlohnen. Der fachliche Geltungsbereich des Zusatz-KV sei jedenfalls erfüllt, weil die Klägerinnen hier im Einzelfall in einer stationären, wenn auch ins Private ausgelagerten Einrichtung der Langzeitpflege tätig seien. Dass dies nach landesgesetzlichen Regelungen (Finanzierungsmodell mit dem Oö Gesundheitsfonds) durchgeführt werde, ergebe sich daraus, dass der zu betreuende Patient grundsätzlich in einer Krankenanstalt betreut werden müsste. Nur weil Landeseinrichtungen diese Leistungen nicht zur Verfügung stellen könnten, sei im häuslichen Umfeld ein Pflegeumfeld geschaffen worden.

[10] Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagten Folge und wies die auf Zahlung der Pflegezuschüsse gerichteten Klagebegehren ab. Paragraph 3, Absatz 2, LSD-BG sei nicht geeignet, die entgeltrechtlichen Bestimmungen des SWÖ-KV auf die in Deutschland ansässige Beklagte anzuwenden. Auch auf einen inländischen Arbeitgeber, der nicht Mitglied des SWÖ sei, fänden der SWÖ-KV und der Zusatz-KV keine Anwendung. Allerdings seien für die Jahre 2022 bis 2024 sowohl der jeweils geltende SWÖ-KV als auch der jeweils geltende Zusatz-KV vom Bundeseinigungsamt zur Satzung erklärt worden. Dadurch seien der Geltungsbereich bzw die Rechtsverbindlichkeit dieser Kollektivverträge nach Maßgabe der jeweiligen Satzungserklärungen auch über den Kreis der Mitglieder des SWÖ hinaus erweitert worden, ohne dass sich dadurch die Rechtsform bzw Rechtsqualität der zur Satzung erklärten normativen Kollektivvertragsteile geändert hätten. Arbeitgeber mit Sitz im Ausland seien vom fachlichen Geltungsbereich dieser Satzungen ohnehin nicht ausgenommen, weshalb es eines Rückgriffs auf das LSD-BG gar nicht bedürfe.

[11] (Teil-)Stationäre Einrichtungen der Langzeitpflege und (mobile) Betreuungs- und Pflegedienste im Sinne von Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer eins und 2 der jeweiligen Satzungserklärungen des Zusatz-KV seien nach Maßgabe der dort jeweils normierten Verweisung auf „landesrechtliche“ bzw „landesgesetzliche“ Regelungen nur solche Einrichtungen bzw Dienste, in denen bzw durch welche solche Pflege- und Betreuungsleistungen besorgt würden, deren Erbringung in der Gesetzgebungs-, Vollziehungs- und Versorgungs- bzw Leistungsverantwortung der Länder liege. Hingegen seien insbesondere Einrichtungen bzw Dienste zur Erbringung „medizinischer Behandlungspflege“ aus dem Versicherungsfall der Krankheit nicht unter die Geltungsbereichstatbestände des Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer eins, 2, der Satzungserklärungen zu subsumieren, weil die Versorgung mit solchen Leistungen nicht Aufgabe der Länder, sondern vielmehr Aufgabe der sozialen Krankenversicherung sei. Da die Klägerinnen für den Patienten eine medizinische Behandlungspflege, die grundsätzlich in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung fiele, leisten und keine in den Aufgabenbereich des Landes fallende Pflegebetreuung im Rahmen der Sozialhilfe, sei in der Pflege- und Arbeitsstätte der Klägerinnen, keine „nach landesrechtlichen Regelungen“ im Sinne von Paragraph eins, Absatz eins, der jeweiligen Satzungen des Zusatz-KV bzw keine Einrichtung oder kein Dienst „nach landesgesetzlichen Regelungen“ im Sinne der Geltungsbereichsregelungen des jeweiligen Zusatz-KV zu sehen. Eine (schlüssige) Unterwerfung der Beklagten unter den Zusatz-KV sei aus den Verfahrensergebnissen nicht ableitbar.

[12]           Das Berufungsgericht hat die ordentliche Revision zugelassen, weil die Frage der Auslegung der den Geltungsbereich der Satzungen der jeweiligen Zusatzkollektivverträge „Zweckzuschuss“ zum SWÖ-KV regelnden Bestimmungen über den Einzelfall hinaus von Bedeutung sei.

[13]           In ihrer dagegen gerichteten Revision beantragen die Klägerinnen die Abänderung des Berufungsurteils im Sinne einer gänzlichen Klagsstattgabe; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

[14]           Die Beklagte beantragt, der Revision der Kläger nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

[15]           Die Revision ist zulässig (RS0109942), sie ist jedoch nicht berechtigt.

[16] 1. Mit dem Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetz – EEZG Bundesgesetzblatt Teil eins, 104 aus 2022,) stellte der Bund den Ländern ua zur Erhöhung des Entgelts von Pflege- und Betreuungspersonal nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz – GuKG Zweckzuschüsse in unterschiedlicher Höhe für die Jahre 2022 und 2023 zur Verfügung (Paragraphen eins, 2, EEZG). Ab 1. 1. 2024 sind diese Zweckzuschüsse im Pflegefondsgesetz (PFG), insbesondere deren Widmung in Paragraph 3, PFG geregelt.

[17] Nach Paragraph 3, EEZG sind die Zweckzuschüsse gemäß Paragraph 2, EEZG für Entgelterhöhungen zu verwenden, die dem Pflege- und Betreuungspersonal der in Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer eins bis 4 EEZG genannten Berufsgruppen (nach Ziffer eins, Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß GuKG) gebühren, wobei das Pflege- und Betreuungspersonal wie folgt unselbständig tätig sein muss (Paragraph 3, Absatz 2, EEZG):

„1. bei Krankenanstalten gemäß Paragraph 2, Absatz eins, des Bundesgesetzes über Krankenanstalten und Kuranstalten, Bundesgesetzblatt Nr. 1 aus 1957,,

2. bei teilstationären und stationären Einrichtungen der Langzeitpflege nach landesgesetzlichen Regelungen,

3. bei mobilen Betreuungs- und Pflegediensten nach landesgesetzlichen Regelungen,

4. bei mobilen, teilstationären und stationären Einrichtungen der Behindertenarbeit nach landesgesetzlichen Regelungen, oder

5. in Kureinrichtungen nach landesgesetzlichen Regelungen.“

[18] Hauptziel dieses Gesetzes war, eine bessere Bezahlung des Personals im Pflegebereich sicherzustellen, um den Personalbedarf in den kommenden Jahren decken zu können. Den Ländern sollte die Möglichkeit geboten werden, eine bessere Bezahlung zu gewährleisten, um mehr Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen (IA 2656/A BlgNR römisch siebzehn. GP, 3; 9 ObA 58/24f Rz 12). In Paragraph 3, Absatz 2, EEZG sollten jene Einrichtungen aufgezählt werden, „in denen“ das Pflege- und Betreuungspersonal in einem aufrechten Dienstverhältnis stehen müsse (IA 2656/A BlgNR römisch 27 . GP, 5).

[19] 2. In den Zusatz-Kollektivverträgen „Zweckzuschuss“ zu den SWÖ-KV 2022, 2023 und 2024 über einen Pflegezuschuss ist in Paragraph eins, Absatz 2, Litera a,) bis e) jeweils der fachliche Geltungsbereich für Mitglieder des Vereins Sozialwirtschaft Österreich – Verband der österreichischen Sozial- und Gesundheitsunternehmen nahezu wortgleich dem Paragraph 3, Absatz 2, Ziffer eins bis 5 EEZG geregelt.

[20]            3.1. Im Revisionsverfahren ist nicht mehr strittig, dass auf die Dienstverhältnisse der Klägerinnen diese Zusatz-Kollektivverträge nicht unmittelbar anwendbar sind, weil die Beklagte nicht Mitglied des SWÖ ist.

[21]           3.2. Die Feststellungen tragen aber auch die von den Revisionswerberinnen behauptete konkludente Anwendbarkeit der Zusatz-Kollektivverträge nicht.

[22] Für die Schlüssigkeit eines Verhaltens im Hinblick auf einen rechtsgeschäftlichen Willen legt Paragraph 863, ABGB einen strengen Maßstab an (RS0014146). Bei der Beurteilung von Handlungen auf ihren konkludenten Aussagegehalt ist zu bedenken, dass dieser im Sinne des Paragraph 863, ABGB eindeutig in eine bestimmte Richtung weisen muss und kein vernünftiger Grund übrig sein darf, daran zu zweifeln, dass ein Rechtsfolgewille in bestimmter Richtung vorliegt (RS0014150; RS0013947).

[23] Richtig ist, dass die Beklagte die Klägerinnen schon vor dem Jahr 2022 nach dem SWÖ-KV entlohnt hat und seitdem auch die jährlichen kollektivvertraglichen Erhöhungen faktisch nachvollzieht. Wie das Berufungsgericht zutreffend ausgeführt hat, kann aber alleine daraus noch nicht zweifelsfrei geschlossen werden, dass sich die Arbeitsvertragsparteien auch konkludent den – erst Jahre später geschaffenen – Zusatz-Kollektivverträgen unterworfen hätten. Der von den Revisionswerberinnen angestellte Vergleich zwischen Paragraph 2, SWÖ-KV und Paragraph 2, Zusatz-KV ist ebenfalls nicht geeignet, die konkludente Anwendung der Zusatz-Kollektivverträge zu begründen, ist doch der fachliche Anwendungsbereich der SWÖ-KV viel weiter gefasst, als jener der Zusatz-Kollektivverträge.

[24]           4.1. Die Zusatz-Kollektivverträge könnten daher nur im Wege der jeweiligen Satzungserklärung auf die Dienstverhältnisse der Klägerinnen zur Beklagten Anwendung finden.

[25]           Die Zusatz-Kollektivverträge „Zweckzuschuss“ zu den SWÖ-Kollektivverträgen 2022, 2023 und 2024 über einen Pflegezuschuss wurden mit Verordnungen BGBl II 2023/9, BGBl II 2023/54 und BGBl II 2024/26 zur Satzung erklärt. Der fachliche Geltungsbereich der Satzungen wurde wie folgt definiert:

§ 1.

(1) Fachlich: folgende Einrichtungen nach landesrechtlichen Regelungen:

1. teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Langzeitpflege,

2. mobile Betreuungs- und Pflegedienste oder

3. mobile, teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Behindertenarbeit.

[26] Die Auslegung von Verordnungen hat nach Paragraphen 6, 7, ABGB zunächst mit der Wortinterpretation zu beginnen (RS0008896), darf dabei aber nicht stehen bleiben (RS0008788). Bleibt nach Wortinterpretation und logischer Auslegung die Ausdrucksweise der Verordnung dennoch zweifelhaft, dann ist die Absicht des Verordnungsgebers zu erforschen (RS0008836) und der Sinn einer Bestimmung unter Bedachtnahme auf den Zweck der Regelung zu erfassen (9 ObA 42/20x Pkt 3.).

[27]           Schon aufgrund der Wortinterpretation scheidet eine Anwendung der Satzungen auf die Dienstverhältnisse der Klägerinnen aus. Die Beklagte ist weder eine „teilstationäre“ (das ist ua eine Einrichtung wie betreutes Wohnen) noch eine „stationäre“ Einrichtung der Langzeitpflege (das sind ua Alten- und Pflegeheime, Seniorenzentren), sondern erbringt ihre Dienstleistungen in einer privaten Räumlichkeit des Patienten, in der er intensivmedizinisch betreut wird.

[28] Eine der Anstaltspflege gleichwertige (Kranken-)Behandlung kann aber auch nicht unter den Begriff „mobile Betreuungs- und Pflegedienste“ im Sinn des Paragraph eins, Absatz eins, Satz 2 der Satzungen subsumiert werden, handelt es sich doch dabei in der Regel um Tätigkeiten im Rahmen der Hauskrankenpflege und der mobilen Betreuung und Hilfe, die, abhängig von der konkreten Situation der pflege- und unterstützungsbedürftigen Person, mehrmals täglich oder wöchentlich erbracht werden. Eine 24-Stunden-Betreuung, wie sie die Beklagte anbietet, ist davon aber nicht erfasst.

[29]     Die Klagebegehren sind daher schon deshalb nicht berechtigt, weil die Beklagte nicht vom fachlichen Geltungsbereich der Satzungen erfasst ist.

[30] 4.2. Mit den – im Übrigen zutreffenden – Ausführungen des Berufungsgerichts, die Klägerinnen könnten ihre Ansprüche auch nicht erfolgreich auf Paragraph 3, Absatz 2, LSD-BG stützen, setzt sich die Revision nicht näher auseinander. Mit der bloßen, nicht näher substantiierten Behauptung, der gesatzte SWÖ-KV samt Zusatz sei auf Grundlage des Paragraph 3, Absatz 2, LSD-BG auf die Klägerinnen, unabhängig von einer SWÖ-Mitgliedschaft, anzuwenden, wird die Rechtsrüge nicht zur gesetzmäßigen Ausführung gebracht (RS0043312 [T13]). Im Übrigen ist der von den Klägerinnen begehrte Pflegezuschuss nicht im gesatzten SWÖ-KV, sondern im gesatzten Zusatz-KV „Zweckzuschuss“ zum SWÖ-KV normiert.

[31]     Der Revision der Klägerinnen war daher nicht Folge zu geben.

[32] Der Kostenvorbehalt gründet sich auf Paragraph 52, Absatz 3, ZPO (RS0129336).

Textnummer

E145083

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2025:009OBA00032.25H.0717.000

Im RIS seit

04.08.2025

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2025

Dokumentnummer

JJT_20250717_OGH0002_009OBA00032_25H0000_000