Rechtssatz für 10Os189/83 14Os144/10y...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094372

Geschäftszahl

10Os189/83; 14Os144/10y; 14Os104/12v; 13Os110/18b

Entscheidungsdatum

13.02.2019

Norm

StGB §133 F
StGB §146 E
  1. StGB § 133 heute
  2. StGB § 133 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 133 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 133 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 133 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Wird ein Vermögenswert mit Bereicherungsvorsatz und Schädigungsvorsatz durch Täuschung herausgelockt, kommt nicht Veruntreuung, sondern nur Betrug in Betracht vergleiche RZ 1981/13, ÖJZ-LSK 1982/43 ua; Kienapfel, BT römisch zwei, RN 112 f zu Paragraph 133, StGB; andere Meinung Bertel im WK, RN 52 zu Paragraph 133, StGB).

Entscheidungstexte

  • 10 Os 189/83
    Entscheidungstext OGH 10.01.1984 10 Os 189/83
  • 14 Os 144/10y
    Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 144/10y
    Vgl
  • 14 Os 104/12v
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 14 Os 104/12v
    Vgl; Beisatz: Mit den Feststellungen, dass der Angeklagte die Geschädigten durch Täuschung über die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit der von ihm vertretenen Unternehmen zur Lieferung der verfahrensgegenständlichen Fahrzeuge veranlasst und dabei von Anfang an mit Täuschungs-, Schädigungs- und auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz gehandelt hat, bringen die Tatrichter trotz der scheinbar dagegen sprechenden Formulierung „anvertrautes Fahrzeug“ deutlich genug zum Ausdruck, dass sie gerade nicht von einem „Anvertrauen“ im Sinn des § 133 StGB ausgehen. (T1)
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0094372

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19840110_OGH0002_0100OS00189_8300000_003

Rechtssatz für 11Os162/95 14Os123/00 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095942

Geschäftszahl

11Os162/95; 14Os123/00; 12Os14/01; 13Os110/18b

Entscheidungsdatum

13.02.2019

Norm

StGB §153
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Einem Treuhänder ist durch Rechtsgeschäft das Vollrecht an den ihm zur Verfügung gestellten Sachen übertragen, welches er im Außenverhältnis unter eigenem Namen, im Innenverhältnis beschränkt durch den ihm vom Treugeber erteilten Auftrag, sohin in fremdem Interesse, ausüben kann. Somit ist er zur Verwaltung (wirtschaftlich) fremden Vermögens berufen. Ein Treuhänder erfüllt somit die Voraussetzungen als Tatsubjekt der Untreue und für die unmittelbare Täterschaft an diesem Sonderdelikt.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 162/95
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 11 Os 162/95
  • 14 Os 123/00
    Entscheidungstext OGH 07.11.2000 14 Os 123/00
    nur: Einem Treuhänder ist durch Rechtsgeschäft das Vollrecht an den ihm zur Verfügung gestellten Sachen übertragen, welches er im Außenverhältnis unter eigenem Namen, im Innenverhältnis beschränkt durch den ihm vom Treugeber erteilten Auftrag, sohin in fremdem Interesse, ausüben kann. Somit ist er zur Verwaltung (wirtschaftlich) fremden Vermögens berufen. (T1) Beisatz: Hier: Vollrecht an zur Verfügung gestellten Kreditvaluta. (T2)
  • 12 Os 14/01
    Entscheidungstext OGH 23.05.2002 12 Os 14/01
    nur T1; Beisatz: Die Rechtsmacht zum Abschluss von Verfügungsgeschäften und Verpflichtungsgeschäften über fremdes Vermögen ist nicht nur der Vollmacht, sondern auch dem Rechtsinstitut der Treuhand eigen. Damit erfüllt auch das Treuhandverhältnis die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen das Verbrechen der Untreue verübt werden kann. (T3)
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0095942

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19960326_OGH0002_0110OS00162_9500000_002

Rechtssatz für 13Os132/76 10Os93/77 10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094545

Geschäftszahl

13Os132/76; 10Os93/77; 10Os61/77; 9Os171/77; 10Os113/80; 10Os108/79; 10Os134/80; 11Os106/81; 13Os34/82; 10Os37/81; 12Os121/82; 11Os186/83; 11Os81/84; 13Os34/84; 13Os1/86; 13Os62/88; 14Os68/88; 12Os50/90; 13Os109/90 (13Os111/90); 3Ob503/92; 13Os125/92; 9ObA46/95; 13Os110/97; 14Os101/96; 15Os211/98; 14Os107/99; 14Os148/00; 12Os117/02; 14Os96/05g; 14Os162/09v; 12Os113/14f; 11Os27/15b; 13Os110/18b; 11Os32/19v; 13Os128/18z; 11Os17/21s (11Os34/21s); 14Os94/21m; 15Os58/21z; 13Os14/22s

Entscheidungsdatum

18.05.2022

Norm

StGB §153
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Untreue ist Mißbrauch rechtlich eingeräumter Verfügungsmacht; der Täter ist nach seiner Vertretungsmacht nach außen, nicht aber nach seinen Verpflichtungen im Innenverhältnis zu seinem Tun berechtigt.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 132/76
    Entscheidungstext OGH 05.10.1976 13 Os 132/76
  • 10 Os 93/77
    Entscheidungstext OGH 10.08.1977 10 Os 93/77
    Beisatz: Mißbrauch faktischer Verfügung begründet nicht Untreue. (T1)
  • 10 Os 61/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 10 Os 61/77
  • 9 Os 171/77
    Entscheidungstext OGH 24.01.1978 9 Os 171/77
    Beis wie T1
  • 10 Os 113/80
    Entscheidungstext OGH 23.07.1980 10 Os 113/80
    Beis wie T1
  • 10 Os 108/79
    Entscheidungstext OGH 30.09.1980 10 Os 108/79
    Vgl; Beisatz: Die Befugnis zu rechtlichen Verfügungen erstreckt sich auf die gesamte Tätigkeit eines Machthabers und somit auch auf alle der Effektuierung der eigentlichen Rechtshandlung dienenden tatsächlichen Maßnahmen, welche daher nicht als bloß rein faktische Zugriffsmöglichkeit gewertet werden können. (T2) Veröff: SSt 51/46
  • 10 Os 134/80
    Entscheidungstext OGH 30.09.1980 10 Os 134/80
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: EvBl 1981/93 S 296
  • 11 Os 106/81
    Entscheidungstext OGH 09.09.1981 11 Os 106/81
    Beisatz: Das widerrechtliche Ausnützen faktisch bestehender Verfügungsmöglichkeiten über eine anvertraute Sache durch Zueigung begründet Veruntreuung. (T3)
  • 13 Os 34/82
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 13 Os 34/82
  • 10 Os 37/81
    Entscheidungstext OGH 12.11.1982 10 Os 37/81
    Vgl auch; Beisatz: Befugnis ist die Vertretungsmacht nach außen hin. (T4) Veröff: EvBl 1983/112 S 404
  • 12 Os 121/82
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 12 Os 121/82
    Veröff: SSt 54/42 = EvBl 1984/18 S 49
  • 11 Os 186/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 11 Os 186/83
    Veröff: JBl 1983,545
  • 11 Os 81/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 11 Os 81/84
  • 13 Os 34/84
    Entscheidungstext OGH 25.10.1984 13 Os 34/84
    Vgl auch; Veröff: RdW 1985,213
  • 13 Os 1/86
    Entscheidungstext OGH 15.05.1986 13 Os 1/86
    Beisatz: Und wodurch er die Interessen des Vertretenen beeinträchtigt. (T5)
  • 13 Os 62/88
    Entscheidungstext OGH 27.10.1988 13 Os 62/88
    Vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 68/88
    Entscheidungstext OGH 23.11.1988 14 Os 68/88
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Mißbrauch einer selbständigen rechtlichen Dispositionsbefugnis ist Untreue. (T6) Veröff: JBl 1989,330
  • 12 Os 50/90
    Entscheidungstext OGH 06.09.1990 12 Os 50/90
    Veröff: JBl 1991,532
  • 13 Os 109/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 13 Os 109/90
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 503/92
    Entscheidungstext OGH 25.03.1992 3 Ob 503/92
    Vgl auch; Beisatz: Seine Befugnis mißbraucht nicht nur, wer seinen - ausdrücklichen - Verpflichtungen im Innenverhältnis, sondern auch, wer überhaupt den Grundsätzen redlicher und verantwortungsbewußter, an den Interessen des Geschäftsherrn und an den besonderen Umständen des Falls orientierter Geschäftsführung zuwiderhandelt. (T7)
  • 13 Os 125/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1993 13 Os 125/92
    Beis wie T1; Beisatz: Die Tathandlung liegt in einer mißbräuchlichen Vornahme (oder Unterlassung) eines Rechtsgeschäftes oder einer sonstigen Rechtshandlung. Ein rein faktisches Handeln zum Nachteil des Machtgebers ohne rechtlichen Charakter kommt demnach als Tathandlung der Untreue nicht in Betracht. (T8)
  • 9 ObA 46/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 46/95
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 13 Os 110/97
    Entscheidungstext OGH 06.08.1997 13 Os 110/97
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 14 Os 101/96
    Entscheidungstext OGH 01.07.1997 14 Os 101/96
    Vgl auch; nur: Untreue ist Mißbrauch rechtlich eingeräumter Verfügungsmacht (T9)
    Beisatz: Im Gegensatz zu einer bloß tatsächlichen Verfügungsmacht. (T10)
  • 15 Os 211/98
    Entscheidungstext OGH 11.03.1999 15 Os 211/98
    Vgl auch; Beisatz: Bei tatsächlichen Maßnahmen, wie etwa Entnahme von Bargeld, ist genau auf die Differenzierung zwischen rechtlichen und faktischen Akten zu achten, um die gebotene Unterscheidung zwischen pflichtwidrigen (treuwidrigen) tatsächlichen Handlungen und pflichtwidrigen Rechtshandlungen im Sinne des streng zu trennenden Mißbrauchs- und Treuebruchstatbestandes herbeiführen zu können. Der Mißbrauch ist ausschließlich an der einzelnen Rechtshandlung zu messen. (T11)
  • 14 Os 107/99
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 14 Os 107/99
    Beisatz: Seine Befugnis missbraucht, wer sie im Verhältnis zum Machtgeber bestimmungswidrig ausübt oder (bestimmungsgemäß) auszuüben unterlässt, mithin als Machthaber etwas tut oder zu tun unterlässt, wozu er zwar nach seiner Vertretungsmacht nach außen hin berechtigt ist, es jedoch nach den Verpflichtungen im Innenverhältnis nicht darf und solcherart im Rahmen seines rechtlichen Könnens gegen das interne Dürfen verstößt. Dabei schließt eine auf bewusst unrichtiger oder unvollständiger Information beruhende Zustimmung des Machtgebers zu einer bestimmten Vertretungshandlung die Annahme eines Befugnismissbrauchs nicht aus. (T12)
    Beisatz: Auch die Mitwirkung des Bürgermeisters an der Beschlussfassung des Kollegialorgans Gemeinderat über seinen eigenen Antrag stellt rechtlich eine Verfügung über fremdes Vermögen dar. (T13)
  • 14 Os 148/00
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 14 Os 148/00
    Auch; Beis wie T8
  • 12 Os 117/02
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 12 Os 117/02
    Auch; Beisatz: Der Täter verstößt im Rahmen des durch seine Machthaberposition bestehenden rechtlichen Könnens gegen sein rechtliches Dürfen. (T14); Beis wie T1
  • 14 Os 96/05g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 96/05g
    Vgl; Beis wie T12 nur: Eine auf bewusst unrichtiger oder unvollständiger Information beruhende Zustimmung des Machtgebers zu einer bestimmten Vertretungshandlung schließt die Annahme eines Befugnismissbrauchs nicht aus. (T15)
  • 14 Os 162/09v
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 162/09v
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 12 Os 113/14f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 113/14f
    Vgl; Beisatz: Rein faktisches Handeln kann den Tatbestand der Veruntreuung, eine allfällige Schädigung durch Belastung eines Kontos als Rechtshandlung den Untreuetatbestand erfüllen. (T16)
    Beisatz: Die Feststellung „untitulierter Entnahmen zu unternehmensfremden Zwecken“ lässt keine dahingehende Beurteilung zu. (T17)
  • 11 Os 27/15b
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 11 Os 27/15b
    Auch
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch; Beis wie T16
  • 11 Os 32/19v
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 11 Os 32/19v
    nur T9; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 13 Os 128/18z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2019 13 Os 128/18z
    Auch; Beisatz: Deshalb schließt das (mängelfreie, spätestens im Tatzeitpunkt gegebene und seinerseits nicht pflichtwidrige) Einverständnis des Machtgebers einen Befugnisfehlgebrauch des Machthabers grundsätzlich aus. (T18)
  • 11 Os 17/21s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2021 11 Os 17/21s
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T16
  • 14 Os 94/21m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2021 14 Os 94/21m
    Vgl; Beis insb T18
  • 15 Os 58/21z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 58/21z
    Vgl
  • 13 Os 14/22s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 14/22s
    Vgl; nur T9; Beis nur wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0094545

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.06.2022

Dokumentnummer

JJR_19761005_OGH0002_0130OS00132_7600000_002

Rechtssatz für 11Os106/84; 12Os116/86; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094376

Geschäftszahl

11Os106/84; 12Os116/86; 12Os136/85; 11Os156/86; 11Os46/87; 11Os81/87; 14Os161/87; 12Os152/88; 12Os124/89; 12Os137/92 (12Os138/92); 12Os165/93; 14Os10/97; 14Os52/96 (14Os114/96); 11Os145/97; 15Os72/02; 14Os108/04; 12Os163/07y; 11Os68/11a; 13Os109/11w; 14Os41/17m; 13Os110/18b; 12Os39/18d; 14Os119/20m; 13Os93/23k

Entscheidungsdatum

06.03.2024

Rechtssatz

Ob und in welcher Höhe beim Betrug eine effektive Verminderung des Gesamtvermögens des Betroffenen eintritt oder eintreten soll, ist durch einen Vergleich der Vermögenslage vor und nach der Verfügung im Weg einer Gesamtsaldierung und unter Berücksichtigung allfälliger unmittelbarer Schadenskompensation zu ermitteln. Maßgeblicher Zeitpunkt für dessen Vergleich ist jener der Vornahme der Verfügung, durch welche der Schaden herbeigeführt wird (oder werden soll). Beim vollendeten Delikt kann eine nachträgliche Schadensbeseitigung lediglich unter dem Blickwinkel der tätigen Reue von Bedeutung sein.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 106/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 11 Os 106/84
  • 12 Os 116/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 12 Os 116/86
    nur: Ob und in welcher Höhe beim Betrug eine effektive Verminderung des Gesamtvermögens des Betroffenen eintritt oder eintreten soll, ist durch einen Vergleich der Vermögenslage vor und nach der Verfügung im Weg einer Gesamtsaldierung und unter Berücksichtigung allfälliger unmittelbarer Schadenskompensation zu ermitteln. Maßgeblicher Zeitpunkt für dessen Vergleich ist jener der Vornahme der Verfügung, durch welche der Schaden herbeigeführt wird (oder werden soll). (T1)
  • 12 Os 136/85
    Entscheidungstext OGH 22.05.1986 12 Os 136/85
    nur: Unter Berücksichtigung allfälliger unmittelbarer Schadenskompensation zu ermitteln. Maßgeblicher Zeitpunkt für dessen Vergleich ist jener der Vornahme der Verfügung, durch welche der Schaden herbeigeführt wird (oder werden soll). (T2) Veröff: SSt 57/34 = JBl 1987,193
  • 11 Os 156/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 11 Os 156/86
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SSt 58/7
  • 11 Os 46/87
    Entscheidungstext OGH 09.06.1987 11 Os 46/87
    Vgl auch; nur T1
  • 11 Os 81/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 11 Os 81/87
    Vgl auch
  • 14 Os 161/87
    Entscheidungstext OGH 09.03.1988 14 Os 161/87
    Vgl auch; nur T2
  • 12 Os 152/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 12 Os 152/88
    Vgl auch; nur T2
  • 12 Os 124/89
    Entscheidungstext OGH 23.11.1989 12 Os 124/89
    Vgl auch
  • 12 Os 137/92
    Entscheidungstext OGH 01.04.1993 12 Os 137/92
    nur T1
  • 12 Os 165/93
    Entscheidungstext OGH 07.04.1994 12 Os 165/93
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Prinzip der Gesamtsaldierung. (T3)
  • 14 Os 10/97
    Entscheidungstext OGH 18.02.1997 14 Os 10/97
    Vgl auch
  • 14 Os 52/96
    Entscheidungstext OGH 05.11.1997 14 Os 52/96
    Beisatz: Im Rahmen der Gesamtsaldierung unter zu berücksichtigender unmittelbarer Schadenskompensation (Kienapfel BT II3 § 146 RN 160 f mN) sind gewährte Sicherheiten bzw sonstige Kompensationsansprüche des Opfers nicht zum Nennwert, sondern zum tatsächlichen (oft geringeren) Verkehrswert (Realisat) zugrundezulegen. (T4)
  • 11 Os 145/97
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 11 Os 145/97
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 15 Os 72/02
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 15 Os 72/02
    Auch; nur T1
  • 14 Os 108/04
    Entscheidungstext OGH 05.10.2004 14 Os 108/04
    Auch; nur: Vergleich der Vermögenslage vor und nach der Verfügung im Weg einer Gesamtsaldierung. (T5)
  • 12 Os 163/07y
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 163/07y
    Vgl
  • 11 Os 68/11a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 68/11a
    Vgl auch; Beisatz: Maßgeblich ist nur der wirkliche Geschehensablauf und der Erfolg in seiner konkreten Gestalt, nicht jedoch, ob es bei Unterbleiben der Tat aus anderen Gründen zu einer Vermögenseinbuße beim Opfer gekommen wäre. (T6); Beisatz: Es kommt auf den Verkehrswert (wirtschaftlichen Marktwert) im Tatzeitpunkt an. (T7)
  • 13 Os 109/11w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 13 Os 109/11w
    Auch
  • 14 Os 41/17m
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 41/17m
    Vgl
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch
  • 12 Os 39/18d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2020 12 Os 39/18d
    Vgl
  • 14 Os 119/20m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 14 Os 119/20m
    Vgl
  • 13 Os 93/23k
    Entscheidungstext OGH 06.03.2024 13 Os 93/23k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0094376

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2024

Dokumentnummer

JJR_19840919_OGH0002_0110OS00106_8400000_003

Rechtssatz für 12Os38/05p; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120025

Geschäftszahl

12Os38/05p; 14Os76/05s (14Os77/05p); 12Os64/12x; 17Os7/13b (17Os10/13v); 17Os17/13y; 15Os57/14t; 12Os119/14p; 15Os52/14g (15Os53/14d); 17Os16/15d; 14Os69/15a; 17Os25/15b (17Os26/15z); 14Os86/16b; 14Os3/17y; 14Os55/18x; 14Os81/18w; 13Os110/18b; 14Os12/19z; 12Os114/19k; 13Os34/20d; 12Os132/20h; 13Os119/20d; 14Os137/20h; 15Os66/21a (15Os93/21x); 14Os82/21x; 14Os46/22d; 13Os56/23v; 12Os148/23s; 11Os104/24i; 12Os120/24z; 14Os72/24f; 14Os49/25z

Entscheidungsdatum

12.06.2025

Norm

MRK Art6 Abs1 II5a6
MRK Art6 Abs3 lita IV1
MRK Art6 Abs3 litb IV2
StPO §262
StPO §281 Abs1 Z4 B
StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §281 Abs1 Z11 B
StPO §345 Abs1 Z13
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Wurde ein zugunsten des Angeklagten sprechender (in der Schuld- oder Subsumtionsfrage oder hinsichtlich der Strafbefugnisgrenze) erheblicher Tatumstand im gesamten Strafverfahren nie in Zweifel gezogen, dazu keine Frage gestellt und auch keinerlei Beweisverfahren abgewickelt, so hat das Gericht, wenn es diesen gleichwohl für nicht gegeben erachtet, den Angeklagten bei sonstiger Nichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO (hier: Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 13, erster Fall in Verbindung mit Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO) darauf hinzuweisen. Denn nur solcherart ist dieser in der Lage, sachgerechte Anträge dazu zu stellen (hier: Altersangaben zur Frage der Anwendbarkeit des Paragraph 5, Ziffer 4, JGG).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 38/05p
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 38/05p
  • 14 Os 76/05s
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR, AUSL EKMR 29.07.2005 14 Os 76/05s
  • 12 Os 64/12x
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 12 Os 64/12x
    Auch
  • 17 Os 7/13b
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 7/13b
    Vgl aber; Beisatz: Beweiswürdigende Erwägungen des Erstgerichts sind nicht Gegenstand des aus § 262 StPO abgeleiteten grundrechtlichen Überraschungsverbots. (T1)
  • 17 Os 17/13y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 17 Os 17/13y
    Vgl aber; Ähnlich Beis wie T1
  • 15 Os 57/14t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 57/14t
    Auch
  • 12 Os 119/14p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 119/14p
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 52/14g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 52/14g
    Auch; Beisatz: Die in § 281 Abs 1 Z 8 StPO bezeichnete Anhörungspflicht des § 262 StPO bezieht sich auf einen gegenüber dem Anklagevorwurf geänderten rechtlichen Gesichtspunkt des Gerichts darüber, welche strafbare Handlung vorliegt, während den Angeklagten überraschende Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen eine Warnpflicht des Gerichts begründen, deren Nichteinhaltung mit Tatsachenrüge nach Z 5a geltend gemacht werden kann. (T2)
  • 17 Os 16/15d
    Entscheidungstext OGH 14.09.2015 17 Os 16/15d
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 14 Os 69/15a
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 69/15a
    Auch; Beis wie T1
  • 17 Os 25/15b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2015 17 Os 25/15b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 14 Os 86/16b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 86/16b
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 3/17y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 3/17y
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 55/18x
    Entscheidungstext OGH 03.07.2018 14 Os 55/18x
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 81/18w
    Entscheidungstext OGH 11.09.2018 14 Os 81/18w
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das Überraschungsverbot findet in Bezug auf beweiswürdigende Erwägungen des Gerichts unter dem Aspekt der Z 5 keine Anwendung. (T3)
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 12/19z
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 14 Os 12/19z
    Auch; Beis wie T3
  • 12 Os 114/19k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2019 12 Os 114/19k
    Vgl; Beis wie T1
  • 13 Os 34/20d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2020 13 Os 34/20d
    Vgl; Beisatz: Unter dem Aspekt der Z 5a des § 281 Abs 1 StPO gilt das Überraschungsverbot nur in Betreff von Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen. (T4)
  • 12 Os 132/20h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2020 12 Os 132/20h
    Vgl; Beis wie T4
  • 13 Os 119/20d
    Entscheidungstext OGH 16.03.2021 13 Os 119/20d
    Vgl; Beisatz: Beweiswürdigende Erwägungen des Gerichts sind unter dem Aspekt der Nichtigkeitsgründe nicht Gegenstand des Überraschungsverbots (Art 6 Abs 3 lit a und b MRK). (T5)
  • 14 Os 137/20h
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 14 Os 137/20h
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 15 Os 66/21a
    Entscheidungstext OGH 15.09.2021 15 Os 66/21a
    Vgl
  • 14 Os 82/21x
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 14 Os 82/21x
    Vgl
  • 14 Os 46/22d
    Entscheidungstext OGH 28.06.2022 14 Os 46/22d
    Vgl; Beis wie T1
  • 13 Os 56/23v
    Entscheidungstext OGH 20.09.2023 13 Os 56/23v
    vgl; nur T3; nur T5
  • 12 Os 148/23s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2024 12 Os 148/23s
    vgl; Beisatz: Kein Verstoß gegen das Überraschungsverbot bei einem von der Staatsanwaltschaft bereits in der Anklageschrift beantragten Verfall. (T6)
  • 11 Os 104/24i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2024 11 Os 104/24i
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T5
  • 12 Os 120/24z
    Entscheidungstext OGH 09.01.2025 12 Os 120/24z
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T5
  • 14 Os 72/24f
    Entscheidungstext OGH 13.05.2025 14 Os 72/24f
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T4; Beisatz wie T6
  • 14 Os 49/25z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 49/25z
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120025

Im RIS seit

02.07.2005

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2025

Dokumentnummer

JJR_20050602_OGH0002_0120OS00038_05P0000_002

Rechtssatz für 15Os159/96; 14Os124/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0106192

Geschäftszahl

15Os159/96; 14Os124/03; 15Os167/09m; 15Os159/11p; 15Os135/13m; 11Os53/15a (11Os141/15t); 11Os95/18g; 13Os110/18b; 12Os39/18d; 13Os126/21k; 14Os130/23h; 13Os59/25p

Entscheidungsdatum

02.07.2025

Norm

StGB §153
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der tatbestandsmäßige Vermögensnachteil muss demjenigen erwachsen, über dessen Vermögen der Täter verfügt. Dass letztlich Dritte an ihrem Vermögen geschädigt werden, genügt nicht.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 159/96
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 15 Os 159/96
  • 14 Os 124/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 124/03
    Auch Beisatz: Hier: Ein mittelbarer Vermögensnachteil für vier der fünf Gesellschafter einer GmbH kann allenfalls als Indiz für eine Schädigung der Gesellschaft gewertet werden, ersetzt aber nicht konkrete Konstatierungen dazu. (T1)
  • 15 Os 167/09m
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 15 Os 167/09m
    Beisatz: Das Vergehen der Untreue nach § 153 Abs 1 StGB verwirklicht unter anderem, wer die ihm durch Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich missbraucht und dadurch dem anderen einen Vermögensnachteil zufügt. Anders als beim Betrug ist es ein Charakteristikum der Untreue, dass der Vermögensnachteil demjenigen, über dessen Vermögen der Täter verfügt, erwächst (SSt 2003/80; WK-StGB - 2 § 153 Rz 36). (T2)
  • 15 Os 159/11p
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 159/11p
    Auch
  • 15 Os 135/13m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 15 Os 135/13m
    Auch; Beisatz: Auch der Vorsatz muss sich darauf beziehen, gerade dem Geschäftsherrn (und nicht einem Dritten) den Vermögensnachteil zuzufügen. (T3)
  • 11 Os 53/15a
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 11 Os 53/15a
    Beis wie T3
  • 11 Os 95/18g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2018 11 Os 95/18g
    Vgl
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
  • 12 Os 39/18d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2020 12 Os 39/18d
    Vgl
  • 13 Os 126/21k
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 126/21k
    Vgl
  • 14 Os 130/23h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 130/23h
    vgl; Beisatz: Hier: Beauftragung einer Bankgarantie zugunsten eines zahlungsunfähigen Unternehmens durch den Geschäftsführer einer GmbH. (T4)
  • 13 Os 59/25p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2025 13 Os 59/25p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106192

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19961205_OGH0002_0150OS00159_9600000_001

Rechtssatz für 13Os99/00; 13Os145/00; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0114036

Geschäftszahl

13Os99/00; 13Os145/00; 13Os146/00; 13Os44/01; 13Os75/01 (13Os76/01); 15Os94/01; 13Os16/02; 14Os165/01; 13Os36/02; 12Os67/02; 14Os59/02; 12Os63/02; 15Os120/02; 12Os116/02; 13Os136/02; 14Os134/02; 15Os7/03; 15Os10/03; 14Os32/03; 12Os16/03; 13Os59/03; 13Os58/03; 13Os60/03; 14Os166/03; 14Os174/03; 15Os14/04; 14Os78/04; 13Os57/04; 13Os178/04; 11Os60/04; 13Os144/04; 14Os6/05x; 12Os37/04; 13Os9/05f; 12Os12/05i; 15Os31/04; 14Os2/05h; 15Os45/05i; 13Os26/05f; 15Os31/05f; 12Os38/05p; 15Os85/05x; 15Os84/05z; 14Os89/05b; 14Os112/05k; 15Os119/05x; 15Os125/05d; 12Os110/05a; 12Os137/05x; 15Os132/05h; 15Os143/05a; 12Os6/06h; 12Os25/06b; 13Os131/05x; 14Os80/06f; 15Os83/06d; 14Os83/06x; 14Os114/06f; 13Os58/07i; 14Os113/06h; 13Os74/07t; 13Os84/07p; 11Os107/07f; 13Os101/07p; 14Os51/07t; 14Os127/07v; 11Os3/08p; 13Os13/08y; 13Os4/08z; 14Os170/07t; 14Os25/08w; 14Os9/08t; 11Os61/08t; 13Os85/08m; 11Os27/09v; 15Os56/09p; 13Os89/09a; 12Os159/09p; 14Os34/10x; 14Os23/10d; 13Os76/10s; 15Os100/10k; 11Os107/10k; 15Os76/10f (15Os77/10b); 13Os11/11h; 15Os183/10s; 11Os66/11g; 12Os181/11a; 13Os41/12x; 11Os71/12v (11Os72/12s); 11Os92/12g; 13Os12/13h; 11Os57/13m; 11Os62/14y; 15Os20/15b; 12Os95/16m; 13Os103/17x; 13Os110/18b; 13Os84/19f; 13Os35/20a; 14Os23/21w; 15Os7/23b; 12Os62/24w; 11Os104/24i; 15Os76/25b; 12Os4/26v

Entscheidungsdatum

18.02.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Eine Tatsachenrüge, die das Fehlen amtswegiger weiterer Beweisaufnahmen moniert, hätte darzutun, wodurch der Angeklagte an seinem diesbezüglichen Antragsrecht oder Fragerecht gehindert war und daher hätte belehrt werden müssen (Paragraph 3, StPO), um so die Ermittlung der Wahrheit zu fördern (Paragraphen 232, Absatz 2, 254, StPO; vergleiche auch Paragraph 246, Absatz 2, StPO; WK-StPO Paragraph 281, Rz 480).

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 99/00
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 13 Os 99/00
  • 13 Os 145/00
    Entscheidungstext OGH 13.12.2000 13 Os 145/00
    Vgl
  • 13 Os 146/00
    Entscheidungstext OGH 07.03.2001 13 Os 146/00
    Vgl auch
  • 13 Os 44/01
    Entscheidungstext OGH 09.05.2001 13 Os 44/01
    Auch
  • 13 Os 75/01
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 13 Os 75/01
  • 15 Os 94/01
    Entscheidungstext OGH 23.08.2001 15 Os 94/01
  • 13 Os 16/02
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 13 Os 16/02
    Auch
  • 14 Os 165/01
    Entscheidungstext OGH 05.03.2002 14 Os 165/01
    Auch
  • 13 Os 36/02
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 13 Os 36/02
    Auch
  • 12 Os 67/02
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 12 Os 67/02
    Auch
  • 14 Os 59/02
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 14 Os 59/02
    Auch
  • 12 Os 63/02
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 12 Os 63/02
    Vgl auch
  • 15 Os 120/02
    Entscheidungstext OGH 17.10.2002 15 Os 120/02
  • 12 Os 116/02
    Entscheidungstext OGH 05.12.2002 12 Os 116/02
    Vgl auch
  • 13 Os 136/02
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 13 Os 136/02
    Auch
  • 14 Os 134/02
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 14 Os 134/02
    nur: Eine Tatsachenrüge, die das Fehlen amtswegiger weiterer Beweisaufnahmen moniert, hätte darzutun, wodurch der Angeklagte an seinem diesbezüglichen Antragsrecht oder Fragerecht gehindert war. (T1)
  • 15 Os 7/03
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 15 Os 7/03
    Auch
  • 15 Os 10/03
    Entscheidungstext OGH 06.03.2003 15 Os 10/03
    Auch
  • 14 Os 32/03
    Entscheidungstext OGH 01.04.2003 14 Os 32/03
    nur T1
  • 12 Os 16/03
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 12 Os 16/03
    Auch
  • 13 Os 59/03
    Entscheidungstext OGH 14.05.2003 13 Os 59/03
    Auch
  • 13 Os 58/03
    Entscheidungstext OGH 14.05.2003 13 Os 58/03
    Auch
  • 13 Os 60/03
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 13 Os 60/03
    Auch; nur: Eine Tatsachenrüge, die das Fehlen amtswegiger weiterer Beweisaufnahmen moniert, hätte darzutun, wodurch der Angeklagte an seinem diesbezüglichen Antragsrecht oder Fragerecht gehindert war und daher hätte belehrt werden müssen (§ 3 StPO). (T2)
  • 14 Os 166/03
    Entscheidungstext OGH 27.01.2004 14 Os 166/03
    Auch; nur T1
  • 14 Os 174/03
    Entscheidungstext OGH 17.02.2004 14 Os 174/03
    Auch; nur T1
  • 15 Os 14/04
    Entscheidungstext OGH 04.03.2004 15 Os 14/04
    Auch
  • 14 Os 78/04
    Entscheidungstext OGH 13.07.2004 14 Os 78/04
    Auch; nur T2
  • 13 Os 57/04
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 57/04
  • 13 Os 178/04
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 178/04
    Auch
  • 11 Os 60/04
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 11 Os 60/04
    Auch
  • 13 Os 144/04
    Entscheidungstext OGH 09.02.2005 13 Os 144/04
    Auch
  • 14 Os 6/05x
    Entscheidungstext OGH 15.02.2005 14 Os 6/05x
    Vgl auch; Beisatz: Unterlassene Fragen an den Angeklagten können - aus Z 5a - nur insoweit geltend gemacht werden, als der Beschwerdeführer daran gehindert war, diese seinerseits zu stellen, in welcher Richtung jedoch kein Vorbringen erstattet wurde. (T3)
  • 12 Os 37/04
    Entscheidungstext OGH 10.03.2005 12 Os 37/04
    Auch
  • 13 Os 9/05f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 13 Os 9/05f
    Auch
  • 12 Os 12/05i
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 12 Os 12/05i
    Auch; nur T1
  • 15 Os 31/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2005 15 Os 31/04
    Auch
  • 14 Os 2/05h
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 14 Os 2/05h
    Auch
  • 15 Os 45/05i
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 15 Os 45/05i
    Auch
  • 13 Os 26/05f
    Entscheidungstext OGH 15.06.2005 13 Os 26/05f
    Auch
  • 15 Os 31/05f
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 15 Os 31/05f
  • 12 Os 38/05p
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 38/05p
    Auch; Beisatz: Wurde ein zugunsten des Angeklagten sprechender (in der Schuld- oder Subsumtionsfrage oder hinsichtlich der Strafbefugnisgrenze) erheblicher Tatumstand im gesamten Strafverfahren nie in Zweifel gezogen, dazu keine Frage gestellt und auch keinerlei Beweisverfahren abgewickelt, so hat das Gericht, wenn es diesen gleichwohl für nicht gegeben erachtet, den Angeklagten bei sonstiger Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 5a StPO (hier: § 345 Abs 1 Z 13 erster Fall in Verbindung mit § 281 Abs 1 Z 5a StPO) darauf hinzuweisen. Denn nur solcherart ist dieser in der Lage, sachgerechte Anträge dazu zu stellen (hier: Altersangaben zur Frage der Anwendbarkeit des § 5 Z 4 JGG). (T4)
  • 15 Os 85/05x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 15 Os 85/05x
    Auch
  • 15 Os 84/05z
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 15 Os 84/05z
    Auch
  • 14 Os 89/05b
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 14 Os 89/05b
    Auch
  • 14 Os 112/05k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 14 Os 112/05k
  • 15 Os 119/05x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 15 Os 119/05x
    Auch
  • 15 Os 125/05d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 15 Os 125/05d
    Auch; nur T1
  • 12 Os 110/05a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 12 Os 110/05a
    nur T1
  • 12 Os 137/05x
    Entscheidungstext OGH 12.01.2006 12 Os 137/05x
    Auch; nur T1
  • 15 Os 132/05h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2006 15 Os 132/05h
  • 15 Os 143/05a
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 15 Os 143/05a
    Auch
  • 12 Os 6/06h
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 12 Os 6/06h
  • 12 Os 25/06b
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 25/06b
  • 13 Os 131/05x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 13 Os 131/05x
    Auch; Beisatz: Erfolg einer Aufklärungsrüge infolge unterlassener Mitteilung der Aussagebereitschaft eines Zeugen, der sich ursprünglich (berechtigt) der Aussage entschlagen hatte. (T5)
  • 14 Os 80/06f
    Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 80/06f
  • 15 Os 83/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 83/06d
  • 14 Os 83/06x
    Entscheidungstext OGH 14.11.2006 14 Os 83/06x
    Beisatz: Hier: Einwände, wonach das Erstgericht ihm zugängliche Beweismittel nicht ausgeschöpft habe. (T6)
  • 14 Os 114/06f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2006 14 Os 114/06f
    Auch
  • 13 Os 58/07i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 58/07i
    Auch; nur T1; Beisatz: Die einen Verstoß gegen die Verpflichtung zur amtswegigen Wahrheitsforschung behauptende Tatsachenrüge (Z 5a) versagt, wenn sie nicht anführt, welche dem Gericht „zugänglichen Beweismittel, von denen es nach der Aktenlage Kenntnis haben konnte, nicht beziehungsweise unvollständig ausgeschöpft" wurden beziehungsweise welche „weiteren Nachforschungen" zur umfassenden Wahrheitsfindung nach Ansicht des Beschwerdeführers notwendig gewesen wären. (T7)
  • 14 Os 113/06h
    Entscheidungstext OGH 31.07.2007 14 Os 113/06h
  • 13 Os 74/07t
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 74/07t
  • 13 Os 84/07p
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 84/07p
    Auch; nur T1
  • 11 Os 107/07f
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 11 Os 107/07f
    Auch
  • 13 Os 101/07p
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 101/07p
    Vgl auch; nur T1
  • 14 Os 51/07t
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 51/07t
    Auch; nur T1; Beisatz: Andernfalls werden die Anfechtungskriterien der Aufklärungsrüge verfehlt. (T8)
  • 14 Os 127/07v
    Entscheidungstext OGH 15.01.2008 14 Os 127/07v
  • 11 Os 3/08p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 3/08p
    Vgl auch
  • 13 Os 13/08y
    Entscheidungstext OGH 13.02.2008 13 Os 13/08y
  • 13 Os 4/08z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 13 Os 4/08z
    Auch
  • 14 Os 170/07t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 170/07t
  • 14 Os 25/08w
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 25/08w
    Vgl auch
  • 14 Os 9/08t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 9/08t
    Auch; Beisatz: Hier: Unter dem Gesichtspunkt einer Aufklärungsrüge mangelt es der Beschwerde an Ausführungen dazu, wodurch der Rechtsmittelwerber an der Ausübung seines Rechts, entsprechende Beweisaufnahmen in der Hauptverhandlung sachgerecht zu beantragen, gehindert war und daher belehrt hätte werden müssen, um so die Ermittlung der Wahrheit zu fördern. (T9)
  • 11 Os 61/08t
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 61/08t
    Vgl auch
  • 13 Os 85/08m
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 85/08m
    Auch; Beis ähnlich wie T9
  • 11 Os 27/09v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 27/09v
    Beisatz: Hier: Ausübung des Fragerechts an den Sachverständigen. (T10)
  • 15 Os 56/09p
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 15 Os 56/09p
    Auch; Beis wie T9
  • 13 Os 89/09a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 89/09a
    Auch
  • 12 Os 159/09p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 12 Os 159/09p
  • 14 Os 34/10x
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 34/10x
  • 14 Os 23/10d
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 23/10d
  • 13 Os 76/10s
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 76/10s
    Auch
  • 15 Os 100/10k
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 15 Os 100/10k
    Auch; Beis wie T9
  • 11 Os 107/10k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2010 11 Os 107/10k
    Auch
  • 15 Os 76/10f
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.02.2011 15 Os 76/10f
    Auch
  • 13 Os 11/11h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 11/11h
    Auch
  • 15 Os 183/10s
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 183/10s
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 11 Os 66/11g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 66/11g
    Vgl auch; Beisatz: Die Aufklärungsrüge (Z 5a) ist gegenüber der Verfahrensrüge (Z 4) subsidiär. (T11)
  • 12 Os 181/11a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Os 181/11a
    Vgl auch; Auch Beis wie T9
  • 13 Os 41/12x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 41/12x
    Vgl auch
  • 11 Os 71/12v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 71/12v
    Auch
  • 11 Os 92/12g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 92/12g
    Vgl auch
  • 13 Os 12/13h
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 13 Os 12/13h
    Auch
  • 11 Os 57/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 11 Os 57/13m
  • 11 Os 62/14y
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 62/14y
    Auch
  • 15 Os 20/15b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 20/15b
    Auch
  • 12 Os 95/16m
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 12 Os 95/16m
  • 13 Os 103/17x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 103/17x
    Auch
  • 13 Os 110/18b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2019 13 Os 110/18b
    Auch
  • 13 Os 84/19f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 13 Os 84/19f
  • 13 Os 35/20a
    Entscheidungstext OGH 09.12.2020 13 Os 35/20a
    Vgl; Beis wie T11
  • 14 Os 23/21w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 23/21w
    Vgl
  • 15 Os 7/23b
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 7/23b
    vgl
  • 12 Os 62/24w
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 62/24w
    vgl; Beisatz wie T11
  • 11 Os 104/24i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2024 11 Os 104/24i
    vgl
  • 15 Os 76/25b
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 76/25b
    vgl; nur T1
  • 12 Os 4/26v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2026 12 Os 4/26v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114036

Im RIS seit

13.10.2000

Zuletzt aktualisiert am

27.03.2026

Dokumentnummer

JJR_20000913_OGH0002_0130OS00099_0000000_003

Entscheidungstext 13Os110/18b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

13Os110/18b

Entscheidungsdatum

13.02.2019

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 13. Februar 2019 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Lässig als Vorsitzenden sowie die Hofräte und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer, Mag. Michel, Dr. Oberressl und Dr. Brenner in Gegenwart der AAss Schaffhauser als Schriftführerin in der Strafsache gegen Mario S***** und eine Angeklagte wegen des Verbrechens der Untreue nach Paragraph 153, Absatz eins und 3 zweiter Fall StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Mario S***** und Evelyn P***** sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichts Wels als Schöffengericht vom 21. März 2018, GZ 12 Hv 110/16x-402, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerden wird das angefochtene Urteil, das im Übrigen unberührt bleibt, in den Schuldsprüchen wegen des Verbrechens der Untreue nach Paragraph 153, Absatz eins und 3 zweiter Fall StGB (A), demzufolge auch in den Aussprüchen über die Strafe und die privatrechtlichen Ansprüche aufgehoben und die Sache in diesem Umfang zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Landesgericht Wels verwiesen.

Mit den auf diese Schuldsprüche bezogenen Teilen der Nichtigkeitsbeschwerden werden die Angeklagten hierauf verwiesen.

Die Nichtigkeitsbeschwerden im Übrigen werden zurückgewiesen.

Mit ihren Berufungen werden die Angeklagten und die Staatsanwaltschaft auf die Aufhebung der Aussprüche über die Strafe und die privatrechtlichen Ansprüche verwiesen.

Den Angeklagten fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden – soweit im Verfahren über die Nichtigkeitsbeschwerden und für die amtswegige Maßnahme von Bedeutung – Mario S***** und Evelyn P***** jeweils des Verbrechens der Untreue nach Paragraph 153, Absatz eins und 3 zweiter Fall StGB (A) und des schweren Betrugs nach Paragraphen 146, 147, Absatz 3, StGB (B) schuldig erkannt.

Danach haben sie in V***** und andernorts

(A) „als Beteiligte (Paragraphen 12, 1., 2. oder 3. Fall; 14 Absatz eins, StGB)“ von Anfang April bis 30. Juni 2006 „ihre Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich missbraucht“ und dadurch sieben im Ersturteil namentlich genannte Personen am Vermögen geschädigt, wobei der Schaden insgesamt 300.000 Euro überstieg, indem sie zusammen 4.992.905 Euro, die „ihnen zum Erlag auf einem vorherbestimmten Konto als bloßer Liquiditätsnachweis zum sogenannten 'Trading' und unter Vereinbarung und Zusage der Absicherung gegen Verlust überlassen“ worden waren, „vereinbarungs- und abredewidrig und ohne jegliche Sicherheit von diesem Konto transferierten“,

(B) im einverständlichen Zusammenwirken mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz andere durch Täuschung über Tatsachen zu vermögensschädigenden Handlungen verleitet, wobei der Schaden insgesamt 300.000 Euro überstieg, und zwar

(römisch eins) am 20. März und am 30. Mai 2007 Christian H***** durch die wahrheitswidrige Vorgabe, das Geld hochverzinslich zu veranlagen, zur Überweisung von zusammen 590.000 Euro sowie

(römisch zwei) von August bis Ende Oktober 2013 127 im Ersturteil namentlich genannte, durch ihre verlustreiche Beteiligung an einem „Pyramidenspiel“ geschädigte (US 28) Personen durch die Vorgabe, in Dubai gegen den (dort ansässigen) Veranstalter des Spiels eine „Sammelklage“ zu führen und dessen Immobilien veräußern zu lassen, sodass die Geschädigten ihre Investitionen refundiert erhalten würden, zur Zahlung von zusammen rund 68.000 Euro als „Unkostenbeitrag“.

Rechtliche Beurteilung

Dagegen wenden sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, 5 a, 9, Litera a und 11 StPO gestützten (gemeinsam ausgeführten) Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten.

Aus ihrem Anlass überzeugte sich der Oberste Gerichtshof, dass das angefochtene Urteil in den Schuldsprüchen A mit – nicht geltend gemachter – materieller Nichtigkeit behaftet ist, die zum Nachteil der Angeklagten wirkt und daher von Amts wegen aufzugreifen war (Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz erster Fall StPO):

Den Tatbestand der Untreue (Paragraph 153, Absatz eins, StGB) verwirklicht, wer seine Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich missbraucht und dadurch den anderen am Vermögen schädigt. Es ist ein Charakteristikum der Untreue, dass Machtgeber und Geschädigter miteinander ident sind, mit anderen Worten der Vermögensschaden demjenigen erwächst, über dessen Vermögen der Täter verfügt. Dass letztlich Dritte an ihrem Vermögen geschädigt werden, genügt nicht (RIS-Justiz RS0106192; Kirchbacher/Presslauer in WK2 StGB Paragraph 153, Rz 36).

Nach dem Urteilssachverhalt waren S***** und P***** Gesellschafter, Zweitere darüber hinaus Geschäftsführerin der P***** GmbH. Auf ein Konto dieser Gesellschaft überwiesen sieben Personen insgesamt rund 5 Mio Euro. Die Gesellschaft hatte ihnen zuvor „garantiert“, dass dieses Giralgeld „weder für fremde noch für eigene Zwecke behoben, verringert oder zu Gunsten der P***** GmbH oder Dritter ausbezahlt wird“ (vielmehr sollte es der P***** GmbH beim Finanzmarkthandel bloß als „Liquiditätsnachweis“ dienen; im Gegenzug sollten die Geldgeber Anteile an erhofften, von dieser Gesellschaft unter Einsatz anderer Geldmittel zu erwirtschaftenden Spekulationsgewinnen erhalten). Entgegen dieser Vertragspflicht investierte die Gesellschaft das Bankguthaben in mehrere (im Ersturteil näher beschriebene) hochriskante Finanzgeschäfte, die zum Totalverlust dieses Vermögenswerts führten. Die betreffenden Geschäftsabschlüsse und Investitionen wurden – teils aufgrund einstimmiger Gesellschafterbeschlüsse (an denen auch S***** und P***** mitwirkten) – jeweils von P***** als Geschäftsführerin der P***** GmbH (mit Unterstützung des S*****) im Namen dieser Gesellschaft getätigt (US 13 bis 23).

Jene – von S***** geförderten – Rechtshandlungen, durch die (letztlich) die Geldgeber geschädigt wurden (Vertragsabschlüsse und Geldüberweisungen von Konten der P***** GmbH – vergleiche RIS-Justiz RS0095943 [T2], RS0094545 [T16]), setzte P***** somit gerade nicht im Rahmen einer ihr von den Geldgebern eingeräumten Befugnis in deren Namen. Sie nahm sie vielmehr im Namen der (nach den Feststellungen indes dadurch nicht geschädigten) P***** GmbH im Rahmen ihrer Befugnis als Geschäftsführerin dieser Gesellschaft vor (zur Abgrenzung des Tatbestands der Untreue von jenem der Veruntreuung im gegebenen Zusammenhang Salimi in WK2 StGB Paragraph 133, Rz 140 mwN).

Es war demnach verfehlt, das konstatierte Verhalten der Angeklagten dem Tatbestand der Untreue (Paragraph 153, Absatz eins, StGB) zu unterstellen. Das in Rede stehende Bankguthaben wäre freilich als „Gut“ im Sinn des Paragraph 133, Absatz eins, StGB zu werten (RIS-Justiz RS0093878). Ob dieser Tatbestand in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt ist, wurde aber nicht durch Feststellungen geklärt; ebenso wenig geht aus dem Ersturteil hervor, ob die Angeklagten die Geldgeber etwa (schon) mit Täuschungs-, Schädigungs- und Bereicherungsvorsatz im Sinn des Paragraph 146, StGB zur Überweisung der Gelder verleiteten vergleiche RIS-Justiz RS0094372).

Aus diesen Gründen kann die Frage nach gerichtlicher Strafbarkeit des von den Schuldsprüchen A erfassten Verhaltens der Angeklagten auf der Basis der Feststellungen des Erstgerichts nicht abschließend beantwortet werden.

Dieser Rechtsfehler (Ziffer 9, Litera a,) führte – in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur – zur Aufhebung des angefochtenen Urteils wie aus dem Spruch ersichtlich (Paragraphen 285 e, 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO).

Das gegen die damit beseitigten Aussprüche gerichtete Beschwerdevorbringen hat demnach auf sich zu beruhen.

Die übrigen, (inhaltlich nur) die Schuldsprüche B römisch zwei betreffenden Einwände verfehlen ihr Ziel.

Die – auf Ziffer 5 a, (als Aufklärungsrüge) gestützte – Kritik, es wäre „Aufgabe des Gerichtes gewesen“, „alle“ (und nicht bloß einzelne der) „127 'Geschädigten' zu dem Grund ihrer Einzahlung auf das Konto zu befragen“, scheitert (schon) an der unter dem Aspekt der Sachverhaltsermittlung bestehenden Subsidiarität des Nichtigkeitsgrundes der Ziffer 5 a, gegenüber jenem der Ziffer 4, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO: Dass die Angeklagten an darauf abzielender Antragstellung in der Hauptverhandlung gehindert gewesen wären (RIS-Justiz RS0115823, RS0114036), wird mit dem Hinweis, das Erstgericht habe „geradezu überraschend“ ihren eigenen beweiswürdigenden Überlegungen widerstreitende Tatsachenfeststellungen getroffen, nicht behauptet vergleiche RIS-Justiz RS0120025 [T1]).

Das weitere Beschwerdevorbringen (nominell auch Ziffer 5, zweiter Fall, inhaltlich nur Ziffer 9, Litera a,) behauptet – der Sache nach – einen Feststellungsmangel, indem es unter Hinweis auf die Aussagen von vier (nach dem Urteilsinhalt zum Kreis der 117 durch die Taten laut B römisch zwei Geschädigten zählenden) Zeugen, sie hätten jeweils „das einbezahlte Geld“ von den Angeklagten „zurückbekommen“, die Konstatierung dieser Rückzahlungen fordert.

Damit setzt es sich prozessordnungswidrig (RIS-Justiz RS0118580 [T14]) über die ohnehin getroffene Urteilsaussage hinweg, wonach ein („verschwindend geringer“) Teil der Geschädigten den geleisteten „Unkostenbeitrag“ – freilich erst „zeitnah“ zur Hauptverhandlung – „retourniert bekam“ (US 51). Es legt überdies nicht aus dem Gesetz abgeleitet dar, weshalb solche (nicht im Sinn des Paragraph 167, Absatz 2, StGB rechtzeitigen, sondern) späteren Rückzahlungen den angefochtenen Schuldsprüchen entgegenstehen sollten (siehe aber RIS-Justiz RS0116565).

Hinzugefügt sei, dass eine derartige (nachträgliche) Schadensgutmachung (der Beschwerde-, auffassung zuwider) am vorangegangenen – zur Tatbestandsverwirklichung nach Paragraph 146, StGB (der bloß darauf gerichteten Vorsatz verlangt) übrigens gar nicht erforderlichen – Eintritt einer (unrechtmäßigen und zumindest zeitweiligen – vergleiche RIS-Justiz RS0094261) Bereicherung der Angeklagten (oder eines Dritten) nichts ändert (zu ihrer Bedeutsamkeit als bloßer Strafzumessungsgrund vergleiche RIS-Justiz RS0094376; L/St/Flora, StGB4 Paragraph 146, Rz 44).

In diesem Umfang waren die Nichtigkeitsbeschwerden daher – abermals im Einklang mit der Stellungnahme der Generalprokuratur – bereits bei der nichtöffentlichen Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO).

Mit ihren Berufungen waren die Angeklagten und die Staatsanwaltschaft auf die Aufhebung der Aussprüche über die Strafe und die privatrechtlichen Ansprüche zu verweisen.

Der Kostenausspruch, der die amtswegige Maßnahme nicht umfasst (Lendl, WK-StPO Paragraph 390 a, Rz 12), beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Textnummer

E124148

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:0130OS00110.18B.0213.000

Im RIS seit

27.02.2019

Zuletzt aktualisiert am

27.02.2019

Dokumentnummer

JJT_20190213_OGH0002_0130OS00110_18B0000_000