OGH
RS0106192
02.07.2025
15Os159/96; 14Os124/03; 15Os167/09m; 15Os159/11p; 15Os135/13m; 11Os53/15a (11Os141/15t); 11Os95/18g; 13Os110/18b; 12Os39/18d; 13Os126/21k; 14Os130/23h; 13Os59/25p
StGB §153
Der tatbestandsmäßige Vermögensnachteil muss demjenigen erwachsen, über dessen Vermögen der Täter verfügt. Dass letztlich Dritte an ihrem Vermögen geschädigt werden, genügt nicht.
TE OGH 1996-12-05 15 Os 159/96
TE OGH 2003-10-21 14 Os 124/03
Auch Beisatz: Hier: Ein mittelbarer Vermögensnachteil für vier der fünf Gesellschafter einer GmbH kann allenfalls als Indiz für eine Schädigung der Gesellschaft gewertet werden, ersetzt aber nicht konkrete Konstatierungen dazu. (T1)
TE OGH 2010-02-17 15 Os 167/09m
Beisatz: Das Vergehen der Untreue nach Paragraph 153, Absatz eins, StGB verwirklicht unter anderem, wer die ihm durch Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich missbraucht und dadurch dem anderen einen Vermögensnachteil zufügt. Anders als beim Betrug ist es ein Charakteristikum der Untreue, dass der Vermögensnachteil demjenigen, über dessen Vermögen der Täter verfügt, erwächst (SSt 2003/80; WK-StGB - 2 Paragraph 153, Rz 36). (T2)
TE OGH 2012-02-29 15 Os 159/11p
Auch
TE OGH 2014-02-19 15 Os 135/13m
Auch; Beisatz: Auch der Vorsatz muss sich darauf beziehen, gerade dem Geschäftsherrn (und nicht einem Dritten) den Vermögensnachteil zuzufügen. (T3)
TE OGH 2016-04-12 11 Os 53/15a
Beis wie T3
TE OGH 2018-10-16 11 Os 95/18g
Vgl
TE OGH 2019-02-13 13 Os 110/18b
TE OGH 2020-03-09 12 Os 39/18d
Vgl
TE OGH 2022-05-18 13 Os 126/21k
Vgl
TE OGH 2024-09-03 14 Os 130/23h
vgl; Beisatz: Hier: Beauftragung einer Bankgarantie zugunsten eines zahlungsunfähigen Unternehmens durch den Geschäftsführer einer GmbH. (T4)
TE OGH 2025-07-02 13 Os 59/25p
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106192