Rechtssatz für 15Os22/97 15Os68/97 (15O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0107325

Geschäftszahl

15Os22/97; 15Os68/97 (15Os69/97); 15Os91/97; 15Os130/97; 15Os97/98; 15Os156/98; 15Os179/98; 15Os186/98 (15Os187/98); 15Os214/98; 11Os178/98; 15Os163/99; 15Os13/00 (15Os14/00); 13Os131/00; 13Os24/01; 13Os21/02; 15Os31/02; 15Os51/02; 13Os55/02; 13Os70/02; 13Os87/02; 11Os10/11x

Entscheidungsdatum

17.03.2011

Rechtssatz

Der Umstand, daß ziffernmäßig Gründe des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a und Ziffer 10, StPO geltend gemacht wurden, hindert keineswegs eine Entscheidung in nichtöffentlicher Sitzung; nur prozeßordnungsgemäß ausgeführte materiellrechtliche Rügen führen zur Anordnung eines Gerichtstages (Mayerhofer aaO Paragraph 285, a E 61).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 22/97
    Entscheidungstext OGH 20.03.1997 15 Os 22/97
  • 15 Os 68/97
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 15 Os 68/97
  • 15 Os 91/97
    Entscheidungstext OGH 30.07.1997 15 Os 91/97
  • 15 Os 130/97
    Entscheidungstext OGH 02.10.1997 15 Os 130/97
  • 15 Os 97/98
    Entscheidungstext OGH 18.06.1998 15 Os 97/98
  • 15 Os 156/98
    Entscheidungstext OGH 01.10.1998 15 Os 156/98
    nur: Nur prozeßordnungsgemäß ausgeführte materiellrechtliche Rügen führen zur Anordnung eines Gerichtstages. (T1)
  • 15 Os 179/98
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 15 Os 179/98
    nur T1
  • 15 Os 186/98
    Entscheidungstext OGH 17.12.1998 15 Os 186/98
    Auch; nur T1
  • 15 Os 214/98
    Entscheidungstext OGH 11.02.1999 15 Os 214/98
    Auch; nur T1
  • 11 Os 178/98
    Entscheidungstext OGH 02.03.1999 11 Os 178/98
  • 15 Os 163/99
    Entscheidungstext OGH 16.12.1999 15 Os 163/99
    Auch; nur T1
  • 15 Os 13/00
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 15 Os 13/00
    Auch; nur T1
  • 13 Os 131/00
    Entscheidungstext OGH 29.11.2000 13 Os 131/00
    Auch
  • 13 Os 24/01
    Entscheidungstext OGH 07.03.2001 13 Os 24/01
  • 13 Os 21/02
    Entscheidungstext OGH 06.03.2002 13 Os 21/02
    Auch
  • 15 Os 31/02
    Entscheidungstext OGH 25.04.2002 15 Os 31/02
    Auch; nur T1
  • 15 Os 51/02
    Entscheidungstext OGH 06.06.2002 15 Os 51/02
    Auch; nur T1
  • 13 Os 55/02
    Entscheidungstext OGH 29.05.2002 13 Os 55/02
    Auch
  • 13 Os 70/02
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 13 Os 70/02
    Auch
  • 13 Os 87/02
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 13 Os 87/02
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Nichtigkeitsgründe des § 281 Abs 1 Z 9 lit b und Z 11 StPO nicht prozessförmig dargelegt. (T2)
  • 11 Os 10/11x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2011 11 Os 10/11x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107325

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19970320_OGH0002_0150OS00022_9700000_002

Rechtssatz für 15Os115/97 15Os139/00 (1...

Gericht

OGH; AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0108489

Geschäftszahl

15Os115/97; 15Os139/00 (15Os140/00); 15Os31/02; Bsw17358/90; Bsw76718/01; 15Os147/17g

Entscheidungsdatum

17.01.2018

Norm

MRK Art6 Abs1 II7
MRK Art6 Abs1 II5a2
StPO §35 Abs2 A
StPO §285b
StPO §285d
  1. StPO § 35 heute
  2. StPO § 35 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 35 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 35 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  5. StPO § 35 gültig von 01.03.1997 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 35 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 35 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 285b heute
  2. StPO § 285b gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 285b gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 285d heute
  2. StPO § 285d gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 285d gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die in der Äußerung des Angeklagten zur Stellungnahme der Generalprokuratur mit dem Hinweis auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in einem Verwaltungsverfahren (Fall Zumtobel gegen Österreich), in dem in der Regel keine öffentliche Verhandlung stattfindet, erhobene Forderung auf Anberaumung eines Gerichtstages ist nicht zielführend. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat wiederholt - insbesondere im Zusammenhang mit dem Nichtigkeitsverfahren vor dem österreichischen Obersten Gerichtshof - ausgesprochen, daß eine Verhandlung vor dem Rechtsmittelgericht nicht erforderlich ist, wenn in erster Instanz eine öffentliche Verhandlung stattgefunden hat und die Beweiswürdigung des Erstgerichtes nach innerstaatlichen Bestimmungen durch das Rechtsmittelgericht nicht zu prüfen ist (Urteil vom 22.Februar 1996, Nr 59/1994/506/588 = ÖJZ 1996, 430; Urteil vom 19.Februar 1996, Nr 50/1994/497/579 = ÖJZ 1996, 675; jeweils mit Zitaten von Vorjudikatur; Frowein/Peukert MRK-Komm2 Artikel 6, RN 95,118). Dem aus Artikel 6, MRK abgeleiteten Prinzip der Waffengleichheit wird dadurch genüge getan, daß - wie vorliegend - der Verteidiger Gelegenheit hatte, sich (als letzter vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes) zur Stellungnahme der Generalprokuratur zu äußern vergleiche Fall Bulut gegen Österreich = ÖJZ 1996,430).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 115/97
    Entscheidungstext OGH 19.08.1997 15 Os 115/97
  • 15 Os 139/00
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 15 Os 139/00
    nur: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat wiederholt - insbesondere im Zusammenhang mit dem Nichtigkeitsverfahren vor dem österreichischen Obersten Gerichtshof - ausgesprochen, daß eine Verhandlung vor dem Rechtsmittelgericht nicht erforderlich ist, wenn in erster Instanz eine öffentliche Verhandlung stattgefunden hat und die Beweiswürdigung des Erstgerichtes nach innerstaatlichen Bestimmungen durch das Rechtsmittelgericht nicht zu prüfen ist (Urteil vom 22.Februar 1996, Nr 59/1994/506/588 = ÖJZ 1996, 430; Urteil vom 19.Februar 1996, Nr 50/1994/497/579 = ÖJZ 1996, 675; jeweils mit Zitaten von Vorjudikatur; Frowein/Peukert MRK-Komm2 Art 6 RN 95,118). (T1)
  • 15 Os 31/02
    Entscheidungstext OGH 25.04.2002 15 Os 31/02
    nur T1
  • Bsw 17358/90
    Entscheidungstext AUSL EGMR 22.02.1996 Bsw 17358/90
    Vgl; Beisatz: Das Fehlen einer mündlichen Verhandlung in nachfolgenden Instanzen kann, wenn eine mündliche Verhandlung in erster Instanz durchgeführt wurde, durch die Besonderheit des Rechtsmittelverfahrens gerechtfertigt sein. Die Zurückweisung einer Nichtigkeitsbeschwerde als offenbar unbegründet durch den österreichischen OGH, die in nichtöffentlicher Beratung erfolgt, stellt keine Verletzung des Art 6 Abs 1 MRK dar. Bulut gegen Österreich. (T2); Veröff: NL 1996,44
  • Bsw 76718/01
    Entscheidungstext AUSL EGMR 02.09.2004 Bsw 76718/01
    Beis wie T2 nur: Das Fehlen einer mündlichen Verhandlung in nachfolgenden Instanzen kann, wenn eine mündliche Verhandlung in erster Instanz durchgeführt wurde, durch die Besonderheit des Rechtsmittelverfahrens gerechtfertigt sein. (T3); Beisatz: Dies ist insbesondere der Fall, wenn die 2. Instanz nur Rechtsfragen zu prüfen hat und der Bsf eine mündliche Verhandlung auch nicht beantragt hat. Zuckerstätter ua gegen Österreich. (T4); Veröff: NL 2004,221
  • 15 Os 147/17g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 15 Os 147/17g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108489

Im RIS seit

18.09.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19970819_OGH0002_0150OS00115_9700000_002