Rechtssatz für 2Ob583/54 1Ob161/72 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001572

Geschäftszahl

2Ob583/54; 1Ob161/72; 2Ob565/95

Entscheidungsdatum

28.09.1995

Norm

EO §7 Abs3 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Ist die Vollstreckbarkeitsbestätigung bereits erteilt, so genügt ein erfolgreicher Rekurs gegen die Exekutionsbewilligung des Titelgerichtes noch nicht, um zu verhindern, daß der betreibende Gläubiger bei einem Exekutionsgericht um die Bewilligung einer weiteren Exekution ansucht. Es muß daher auch die Vollstreckbarkeitsbestätigung nach Paragraph 7, Absatz 3, EO aufgehoben werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 583/54
    Entscheidungstext OGH 01.09.1954 2 Ob 583/54
    Veröff: EvBl 1954/381 S 569
  • 1 Ob 161/72
    Entscheidungstext OGH 06.09.1972 1 Ob 161/72
    Veröff: RZ 1973/6 S 15 = MietSlg 24613
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch; Beisatz: Auch dann, wenn um die Exekutionsbewilligung beim Titelgericht angesucht wurde, ist über Antrag oder von Amts wegen ein Verfahren nach § 7 Abs 3 EO einzuleiten, wenn die Vollstreckbarkeitsbestätigung gesetzwidrig oder irrtümlich erteilt wurde. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0001572

Dokumentnummer

JJR_19540901_OGH0002_0020OB00583_5400000_001

Rechtssatz für 3Ob652/54 2Ob565/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001566

Geschäftszahl

3Ob652/54; 2Ob565/95

Entscheidungsdatum

28.09.1995

Norm

EO §7 Abs3 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Es kommt nach Paragraph 7, Absatz 3, EO nur darauf an, ob die Vollstreckbarkeitsbestätigung gesetzwidrig oder irrtümlich erteilt worden ist, nicht aber darauf, ob und von welchem Gericht bereits eine Exekution bewilligt wurde. Nur dann, wenn eine Vollstreckbarkeitsbestätigung noch nicht erteilt worden ist und um die Exekutionbewilligung beim Titelgericht angesucht wurde, ist für ein Verfahren nach Paragraph 7, Absatz 3, EO kein Raum und es kann der Exekutionsbewilligungsbeschluß nur mittels Rekurses angefochten werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 652/54
    Entscheidungstext OGH 29.09.1954 3 Ob 652/54
    Veröff: EvBl 1954/451 S 654
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Ähnlich; nur: Es kommt nach § 7 Abs 3 EO nur darauf an, ob die Vollstreckbarkeitsbestätigung gesetzwidrig oder irrtümlich erteilt worden ist, nicht aber darauf, ob und von welchem Gericht bereits eine Exekution bewilligt wurde. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0001566

Dokumentnummer

JJR_19540929_OGH0002_0030OB00652_5400000_001

Rechtssatz für 5Ob24/73 3Ob159/78 2Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001580

Geschäftszahl

5Ob24/73; 3Ob159/78; 2Ob565/95

Entscheidungsdatum

28.09.1995

Norm

EO §7 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Die Aufhebung der Vollstreckbarkeit der Aufkündigung (wegen gesetzwirdrigen Zustellvorganges) durch das Titelgericht ist entbehrlich, weil einer solchen Rechtskraftbestätigung keine Bindung und keine formelle Rechtskraft zukommt und das Titelgericht im Falle eines Exekutionsbewilligungsantrages ungeachtet einer solchen Bestätigung verpflichtet ist, die Voraussetzungen für die Vollstreckbarkeit des Titels zu prüfen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 24/73
    Entscheidungstext OGH 11.04.1973 5 Ob 24/73
  • 3 Ob 159/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 3 Ob 159/78
    Beisatz: Dies gilt auch entsprechend für die dem Titelgericht nachgeordneten Rechtsmittelinstanzen. (T1)
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Vgl aber; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Antrag auf Exekutionsbewilligung auch beim Exekutionsgericht gestellt werden kann, ist vom Verpflichteten ein schützenswertes Interesse an der Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung nicht abzusprechen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0001580

Dokumentnummer

JJR_19730411_OGH0002_0050OB00024_7300000_001

Rechtssatz für 2Ob565/95

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0062108

Geschäftszahl

2Ob565/95

Entscheidungsdatum

28.09.1995

Norm

EO §7 Abs3 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Jedenfalls dann, wenn der Antrag auf Exekutionsbewilligung auch beim Exekutionsgericht gestellt werden kann, ist vom Verpflichteten ein schützenswertes Interesse an der Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung nicht abzusprechen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062108

Dokumentnummer

JJR_19950928_OGH0002_0020OB00565_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob610/93 2Ob565/95 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016627

Geschäftszahl

1Ob610/93; 2Ob565/95; 8Ob104/97w (8Ob175/98p)

Entscheidungsdatum

25.06.1998

Norm

EO §7 Ea
EO §65 E
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929
  1. EO § 65 heute
  2. EO § 65 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 65 gültig von 01.10.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 65 gültig von 01.04.2009 bis 30.09.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/2009
  5. EO § 65 gültig von 01.03.1986 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 71/1986

Rechtssatz

Derjenige, dessen Antrag auf Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung abgewiesen wurde, ist durch diese Entscheidung beschwert; es ist ihm ein schützenswertes Interesse zuzubilligen zu verhindern, daß der Gegner eine unrichtige Bestätigung zur Erreichung einer Exekutionsbewilligung verwendet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 610/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 610/93
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch; nur: Es ist ihm ein schützenswertes Interesse zuzubilligen zu verhindern, daß der Gegner eine unrichtige Bestätigung zur Erreichung einer Exekutionsbewilligung verwendet. (T1)
  • 8 Ob 104/97w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 104/97w
    Auch; Veröff: SZ 71/113

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0016627

Dokumentnummer

JJR_19940329_OGH0002_0010OB00610_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob508/63 8Ob198/66 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001578

Geschäftszahl

4Ob508/63; 8Ob198/66; 6Ob313/66; 4Ob12/68; 2Ob194/73; 3Ob542/76; 2Ob564/82; 2Ob611/84; 1Ob610/93; 2Ob565/95; 8Ob104/97w (8Ob175/98p); 3Ob204/00x; 5Ob261/05a; 7Ob5/06w; 4Ob182/06b

Entscheidungsdatum

17.10.2006

Norm

EO §7 Abs3 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Eine Bestätigung der Vollstreckbarkeit entspricht nicht mehr dem Gesetz, wenn sich herausstellt, dass die Zustellung der Entscheidung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist, sondern zum Beispiel einem Geisteskranken persönlich zugestellt wurde.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 508/63
    Entscheidungstext OGH 02.04.1963 4 Ob 508/63
    Veröff: JBl 1964,213
  • 8 Ob 198/66
    Entscheidungstext OGH 12.07.1966 8 Ob 198/66
    Veröff: SZ 39/129 = JBl 1967,321
  • 6 Ob 313/66
    Entscheidungstext OGH 05.10.1966 6 Ob 313/66
  • 4 Ob 12/68
    Entscheidungstext OGH 12.03.1968 4 Ob 12/68
    Veröff: Arb 8490 = SozM 4 A,320
  • 2 Ob 194/73
    Entscheidungstext OGH 29.11.1973 2 Ob 194/73
  • 3 Ob 542/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 3 Ob 542/76
  • 2 Ob 564/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 2 Ob 564/82
    nur: Eine Bestätigung der Vollstreckbarkeit entspricht nicht mehr dem Gesetz, wenn sich herausstellt, dass die Zustellung der Entscheidung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. (T1)
  • 2 Ob 611/84
    Entscheidungstext OGH 12.11.1985 2 Ob 611/84
    Auch nur T1; Beisatz: Zustellung an bereits enthobenen Liquitator. (T2) Veröff: SZ 58/168 = GesRZ 1986,36
  • 1 Ob 610/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 610/93
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 104/97w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 104/97w
    Auch; Veröff: SZ 71/113
  • 3 Ob 204/00x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 204/00x
    Vgl auch; Beisatz: Wird die Rechtswidrigkeit der Zustellung auf mangelnde Prozessfähigkeit zurückgeführt, ist jedenfalls ein Vorgehen nach § 7 Abs 3 EO grundsätzlich zur Rechtsdurchsetzung geeignet. (T3)
  • 5 Ob 261/05a
    Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 261/05a
    nur T1; Beisatz: Hier: Prüfung der Ortsabwesenheit im Hinblick auf § 17 Abs 3 ZustG. (T4)
  • 7 Ob 5/06w
    Entscheidungstext OGH 20.04.2006 7 Ob 5/06w
    nur T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 182/06b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 182/06b
    Vgl aber; Beisatz: Die Prozessfähigkeit ist kein nach dem Zustellgesetz zu prüfender oder zu beachtender Umstand; bei Einhaltung der im Zustellgesetz enthaltenen Formvorschriften liegt eine formell wirksame Zustellung als Voraussetzung für den Eintritt der Rechtskraft einer Entscheidung vor. Dies steht nicht zu 3 Ob 204/00x im Widerspruch, wo eine Entscheidung an eine Partei persönlich zugestellt wurde, für die im Zeitpunkt der Zustellung bereits ein Sachwalter zur Besorgung aller Angelegenheiten bestellt war. (T5); Beisatz: Hier: Zustellung an eine während des gesamten Verfahrens prozessunfähige, aber nicht besachwalterte Partei, deren Prozessunfähigkeit zunächst nicht erkennbar war. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0001578

Dokumentnummer

JJR_19630402_OGH0002_0040OB00508_6300000_001

Rechtssatz für 1Ob610/93 2Ob565/95 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016629

Geschäftszahl

1Ob610/93; 2Ob565/95; 2Ob232/08v

Entscheidungsdatum

25.06.2009

Norm

EO §7 Abs3 Ea
ZPO §552 Abs1
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929
  1. ZPO § 552 gültig von 01.01.2003 bis 31.03.2009 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 30/2009
  2. ZPO § 552 gültig von 01.07.1914 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 118/1914

Rechtssatz

Wird beim Titelgericht ein Antrag auf Aufhebung der Bestätigung der Vollstreckbarkeit gemäß Paragraph 7, EO gestellt, so liegt diesbezüglich ein Zwischenstreit vor.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 610/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 610/93
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch
  • 2 Ob 232/08v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 232/08v
    Auch; Veröff: SZ 2009/85

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0016629

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2012

Dokumentnummer

JJR_19940329_OGH0002_0010OB00610_9300000_002

Rechtssatz für 3Ob5/77 4Ob590/82 2Ob61...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001544

Geschäftszahl

3Ob5/77; 4Ob590/82; 2Ob611/84; 1Ob610/93; 2Ob565/95; 8Ob104/97w (8Ob175/98p); 1Ob111/99a; 3Ob204/00x; 4Ob182/06b; 2Ob232/08v; 1Ob22/14p

Entscheidungsdatum

27.02.2014

Norm

EO §7 Ea
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Eine Bestätigung der Vollstreckbarkeit wird irrtümlich erteilt, wenn ihr ein der Wirklichkeit nicht entsprechender Sachverhalt zugrunde gelegt ist; deshalb liegt eine irrtümliche Vollstreckbarkeitsbestätigung insbesondere dann vor, wenn der Exekutionstitel dem Titelschuldner nicht rechtswirksam zugestellt worden war und daher die Vollstreckbarkeit des Titels tatsächlich nicht eingetreten ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 5/77
    Entscheidungstext OGH 18.01.1977 3 Ob 5/77
    Veröff: EvBl 1977/176 S 397
  • 4 Ob 590/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 590/82
    Beisatz: Ob die Voraussetzungen für die Erteilung der Vollstreckbarkeitsbestätigung im Zeitpunkt ihrer Erteilung nach der Aktenlage vorhanden waren, ist für die Annahme, die Erteilung der Vollstreckbarkeitsbestätigung sei irrtümlich erfolgt, ohne Bedeutung. (T1)
  • 2 Ob 611/84
    Entscheidungstext OGH 12.11.1985 2 Ob 611/84
    Auch; nur: Deshalb liegt eine irrtümliche Vollstreckbarkeitsbestätigung insbesondere dann vor, wenn der Exekutionstitel dem Titelschuldner nicht rechtswirksam zugestellt worden war und daher die Vollstreckbarkeit des Titels tatsächlich nicht eingetreten ist. (T2); Beisatz: Zustellung an bereits enthobenen Liquidator (T3) Veröff: SZ 58/168 = GesRZ 1986,36
  • 1 Ob 610/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 610/93
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Bei Prüfung der Richtigkeit einer Vollstreckbarkeitsbestätigung ist nicht allein auf die Aktenlage abzustellen. (T4)
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 104/97w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 104/97w
    Auch; Beisatz: Das Verfahren nach § 7 Abs 3 EO ist zwar nach den für das Titelverfahren bestehenden Vorschriften durchzuführen, es ist jedoch der Sachverhalt von Amts wegen in jeder geeigneten Richtung zu erheben, wobei auch strittige nicht aktenkundige Tatsachen festzustellen sind. (T5) Veröff: SZ 71/113
  • 1 Ob 111/99a
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 111/99a
    Auch
  • 3 Ob 204/00x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 204/00x
    Beisatz: Wird die Rechtswidrigkeit der Zustellung auf mangelnde Prozessfähigkeit zurückgeführt, ist jedenfalls ein Vorgehen nach § 7 Abs 3 EO grundsätzlich zur Rechtsdurchsetzung geeignet. (T6)
  • 4 Ob 182/06b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 182/06b
    Vgl aber; Ausdrücklich gegenteilig zu T1; Beisatz: Bei Zustellung an eine während des gesamten Verfahrens prozessunfähige, aber nicht besachwalterte Partei, deren Prozessunfähigkeit zunächst nicht erkennbar war, ist die Bestätigung der Vollstreckbarkeit nicht gesetzwidrig oder irrtümlich erteilt worden und kann daher auch nicht aufgehoben werden. (T7); Beisatz: Dies steht nicht in Widerspruch zu 3 Ob 204/00x, wo eine Entscheidung an eine Partei persönlich zugestellt wurde, für die im Zeitpunkt der Zustellung bereits ein Sachwalter zur Besorgung aller Angelegenheiten bestellt war. (T8)
  • 2 Ob 232/08v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 232/08v
    Veröff: SZ 2009/85
  • 1 Ob 22/14p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 22/14p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0001544

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2014

Dokumentnummer

JJR_19770118_OGH0002_0030OB00005_7700000_002

Rechtssatz für 1Ob278/51 7Ob326/56 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0058309

Geschäftszahl

1Ob278/51; 7Ob326/56; 6Ob23/58 (6Ob24/58); 3Ob67/61; 1Ob161/72; 5Ob24/73; 2Ob565/95; 3Ob258/01i; 10Ob77/19z

Entscheidungsdatum

19.11.2019

Norm

EO §7 Abs3 Ea
EO §7 Abs6 H
EO §39 Abs1 Z9 IIII
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929
  1. EO § 39 heute
  2. EO § 39 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 39 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 39 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  5. EO § 39 gültig von 01.10.1995 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 519/1995
  6. EO § 39 gültig von 01.03.1992 bis 30.09.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Paragraph 7, Absatz 3, EO dient dazu, durch Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung die Bewilligung einer Exekution auf Grund einer mit dieser Bestätigung versehenen Ausfertigung des Titels durch das Exekutionsgericht zu verhindern, bzw die Einstellung einer so bewilligten Exekution gemäß Paragraph 39, Absatz eins, Ziffer 9, EO zu ermöglichen. Für Fälle einer gemäß Paragraph 4, Absatz 2, EO vom Exekutionsgericht bewilligten Exekution kann aus Paragraph 7, Absatz 6, EO erschlossen werden, daß mit Rekurs gegen die Exekutionsbewilligung das Fehlen der Voraussetzungen der Vollstreckbarkeit nicht geltend gemacht werden kann, zumal dies wegen des Neuerungsverbotes in der Regel auch gar nicht möglich sein wird. Das Verfahren nach Paragraph 7, Absatz 3, EO setzt aber voraus, daß die Voraussetzungen des Paragraph 4, Absatz 2, EO gegeben sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 278/51
    Entscheidungstext OGH 23.05.1951 1 Ob 278/51
    Veröff: EvBl 1951/407 S 48
  • 7 Ob 326/56
    Entscheidungstext OGH 24.06.1956 7 Ob 326/56
    nur: § 7 Abs 3 EO dient dazu, durch Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung die Bewilligung einer Exekution auf Grund einer mit dieser Bestätigung versehenen Ausfertigung des Titels durch das Exekutionsgericht zu verhindern. (T1) Veröff: EvBl 1957/92 S 131 = RZ 1956,173
  • 6 Ob 23/58
    Entscheidungstext OGH 26.02.1958 6 Ob 23/58
    nur T1
  • 3 Ob 67/61
    Entscheidungstext OGH 14.03.1961 3 Ob 67/61
    Ähnlich
  • 1 Ob 161/72
    Entscheidungstext OGH 06.09.1972 1 Ob 161/72
    Veröff: RZ 1973/6 S 15 = MietSlg 24613
  • 5 Ob 24/73
    Entscheidungstext OGH 11.04.1973 5 Ob 24/73
    Auch; Beisatz: Die Wirkung der Bestätigung der Vollstreckbarkeit erstreckt sich nur auf das vom Titelgericht verschiedene Bewilligungsgericht. (T2)
  • 2 Ob 565/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 2 Ob 565/95
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 258/01i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2002 3 Ob 258/01i
    Auch; Beisatz: Eine spätere Aufhebung der Vollstreckbarbeitsbestätigung kann schon wegen des im Rekursverfahren geltenden Neuerungsverbot nicht mit Rekurs geltend gemacht werden. (T3)
  • 10 Ob 77/19z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2019 10 Ob 77/19z
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0058309

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19510523_OGH0002_0010OB00278_5100000_001