Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

L37153 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Niederösterreich
L80003 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Niederösterreich
L82000 Bauordnung
L82003 Bauordnung Niederösterreich

Norm

BauO NÖ 1969 §120 Abs2;
BauO NÖ 1969 §120 Abs7;
BauO NÖ 1969 §120 Abs8;
BauO NÖ 1969 §3;
BauO NÖ 1969 §4;
BauRallg impl;
ROG NÖ 1968 §13;
ROG NÖ 1968 §24 Abs2;
ROG NÖ 1968 §24 Abs3;
ROG NÖ 1968 §24 Abs4;

Rechtssatz

Ist ein Baugrund in einem vereinfachten Flächenwidmungsplan Paragraph 24, Absatz 2, , Absatz 3 und Absatz 4, NÖ ROG) als Bauland ausgewiesen und bestehen sonst keine die Bebaubarkeit beschränkenden generellen Normen, insbesondere kein Bebauungsplan im Sinne des Paragraph 13, NÖ ROG und auch kein vereinfachter Bebauungsplan im Sinne der Übergangsbedingung des Paragraph 120, Absatz 2, BO für NÖ, dann darf zufolge Paragraph 120, Absatz 8, BO für NÖ eine Baubewilligung nur unter Bedachtnahme auf die Bestimmungen Paragraph 120, Absatz 7, BO für NÖ erteilt werden.

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3 Verhältnis zu anderen Rechtsgebieten Kompetenztatbestände Baupolizei und Raumordnung BauRallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X01

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X01

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

L37153 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Niederösterreich
L80003 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Niederösterreich
L82000 Bauordnung
L82003 Bauordnung Niederösterreich

Norm

BauO NÖ 1969 §120 Abs2;
BauO NÖ 1969 §120 Abs7;
BauO NÖ 1969 §120 Abs8;
BauO NÖ 1969 §3;
BauO NÖ 1969 §4;
BauRallg impl;
ROG NÖ 1968 §13;
ROG NÖ 1968 §24 Abs2;
ROG NÖ 1968 §24 Abs3;
ROG NÖ 1968 §24 Abs4;

Rechtssatz

Auch bei Fehlen eines das im Flächenwidmungsplan festgelegte "Bauland" nach der Zweckwidmung der Bauten aufgliedernden Bebauungsplanes sind demnach Baubewilligungen zu erteilen, wobei allerdings an die Stelle der sonst aus dem Bebauungsplan resultierenden Einschränkungen der Baufreiheit jene Grundsätze zu treten haben, die im Paragraph 120, Absatz 7, BO für NÖ für den Fall des Bestandes eines vereinfachten Bebauungsplanes festgelegt sind.

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3 Verhältnis zu anderen Rechtsgebieten Kompetenztatbestände Baupolizei und Raumordnung BauRallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X02

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X02

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

L37153 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Niederösterreich
L82000 Bauordnung
L82003 Bauordnung Niederösterreich

Norm

BauO NÖ 1969 §100 Abs4 Z5;
BauO NÖ 1969 §118 Abs9;
BauO NÖ 1969 §120 Abs7;
BauO NÖ 1969 §120 Abs8;
BauO NÖ 1969 §3;
BauO NÖ 1969 §4;
BauO NÖ 1969 §96 Abs1 Z1;
BauO NÖ 1969 §96 Abs5;
BauRallg impl;

Rechtssatz

Subjektive öffentliche Rechte des Anrainers werden im Geltungsbereich der BO für NÖ durch einen Baubewilligungsbescheid dann verletzt, wenn bei dessen Fällung - im Rahmen der rechtzeitig erhobenen Einwendungen gelegene - materiell-rechtliche Bestimmungen außer Acht gelassen werden, deren Gegenstand der Schutz jener Rechtsgüter ist, die entweder in der beispielsweisen Aufzählung des Paragraph 118, Absatz 9, BO für NÖ ausdrücklich genannt oder aber im Hinblick auf die räumliche Nähe zum Bauvorhaben auch der Rechtsphäre des Nachbarn zuzurechnen sind. Zu diesen Vorschriften gehören weder die Verpflichtung des Bauwerbers zum Anschluß eines Grundbuchauszuges (Paragraph 96, Absatz eins, Ziffer eins, BO für NÖ) noch auch zum Nachweis der Zustimmung des Grundeigentümers (Paragraph 96, Absatz 5, BO für NÖ). Hingegen erwachsen solche Rechte aus Paragraph 100, Absatz 4, Ziffer 5, BO für NÖ in Bezug auf die Feuersicherheit und sanitäre Verhältnisse sowie aus Paragraph 120, Absatz 7 und Absatz 8, BO für NÖ insoweit, als der nach der letzteren Gesetzesstelle für die Beurteilung heranzuziehende Maßstab, wäre er Inhalt eines Bebauungsplanes, solche Nachbarrechte begründen würde (Hinweis auf E vom 22.11.1972, 0760/71)

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3 Verhältnis zu anderen Rechtsgebieten Kompetenztatbestände Baupolizei und Raumordnung BauRallg1 Nachbarrecht Nachbar Anrainer Grundnachbar subjektiv öffentliche Rechte BauRallg5/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X03

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X03

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

L80003 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Niederösterreich
50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1859 §359 impl;
GewO 1859 §74 Abs2 Z2 impl;
ROG NÖ 1968 §13 Abs2;

Rechtssatz

Einen Schutz vor Immissionen, die durch gewerbliche Betriebe hervorgerufen werden können, gewährleistet die durch die Baubehörde zu vollziehende Rechtsordnung in NÖ nur insoweit, als für bestimmte Nutzungen gewidmete Gebäude, Bauwerke und Anlagen in gewissen Teilen des Baulandes nicht errichtet werden dürfen. Die Abwehr der von einem Gewerbebetrieb ausgehenden konkreten Immissionen ist nach der bestehenden, durch die Verfassung vorgezeichneten Rechtslage nicht den Baubehörden, sondern den Gewerbebehörden anvertraut. Die Baubehörden sind daher auch nicht verhalten die Rechtskraft einer gewerblichen Betriebsanlagengenehmigung abzuwarten und die darin enthaltenen "Bedingungen" in ihrer Entscheidung zu berücksichtigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X04

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X04

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §49 Abs1;
  1. VwGG § 49 heute
  2. VwGG § 49 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 49 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 49 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 49 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 49 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  7. VwGG § 49 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1783/72 E 15. Mai 1973 VwSlg 8417 A/1973 RS 9

Stammrechtssatz

Der - in der vollen Höhe geltendgemachte - Aufwandersatz für den Beschwerdeschriftsatz beinhaltet auch den Ersatz der Mehrwertsteuer.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X05

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X05

Rechtssatz für 1747/72

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

1747/72

Entscheidungsdatum

26.11.1974

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art144 Abs2;
VwGG §48 Abs1 litd;
VwGG §49 Abs1;
VwGG §49 Abs2;
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 48 heute
  2. VwGG § 48 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 48 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  4. VwGG § 48 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VwGG § 48 gültig von 01.09.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  6. VwGG § 48 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 49 heute
  2. VwGG § 49 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 49 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 49 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 49 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 49 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  7. VwGG § 49 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 49 heute
  2. VwGG § 49 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 49 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 49 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 49 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 49 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  7. VwGG § 49 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1086/71 E VS 22. Juni 1972 VwSlg 4405 F/1972; RS 3

Stammrechtssatz

Werden mehrere Beschwerden desselben Beschwerdeführers gegen verschiedene Bescheide zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden, gebührt dem Beschwerdeführer im Falle seines Obsiegens der Verhandlungsaufwand auch dann nur einmal, wenn als Zweit- Dritt- usw. Beschwerdeführer in den einzelnen Verfahren auch andere Personen auftreten (hier: 13 Bf, 58 angefochtene Bescheide, Bf jeweils Erstbf allein oder im Zusammenwirken mit dem Zweit - Dritt-, Fünft-, Achtbf usw. gegen die im Verzeichnis angeführten Bescheide. Das von den Bf gegenteilig vorgebrachte Anbringen bot keinen Anlass, von der bisherigen Judikatur abzugehen; Hinweis E 17.9.1968, 414/68 und E 18.9.1969, 956/68).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1972001747.X06

Im RIS seit

24.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2017

Dokumentnummer

JWR_1972001747_19741126X06