Rechtssatz für 11Os126/04 14Os28/05g 1...

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119618

Geschäftszahl

11Os126/04; 14Os28/05g; 15Os25/05y; 12Os67/05b; 12Os69/05x; 11Os37/06k; 13Os11/07b; 15Os55/07p; 15Os72/07p; 13Os73/08x; 15Os5/10i; 14Os156/10p; 12Os53/12d; 11Os45/13x; 14Os132/13p; 14Os110/13b; 17Os30/14m; 12Os39/15z; 14Os113/15x; 11Os40/16s; 12Os5/16a; 13Os19/16t; Bsw54648/09

Entscheidungsdatum

14.07.2016

Norm

MRK Art6 V3
MRK Art6 Abs1 II5c
MRK Art6 Abs2 III
MRK Art34
StPO §5 Abs3 B
StPO §25
StPO §281 Abs1 Z9
StGB §32
  1. StPO § 25 heute
  2. StPO § 25 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 25 gültig von 01.06.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  4. StPO § 25 gültig von 01.06.2009 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  5. StPO § 25 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  6. StPO § 25 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Artikel 6, MRK hindert nicht, dass der Angeklagte im Fall des gesetzlichen Nachweises seiner Schuld (Artikel 6, Absatz 2, MRK) selbst im Fall einer einem staatlichen Organwalter zurechenbaren Tatprovokation dennoch für die Tat verurteilt wird. Denn aus diesem Konventionsverstoß ist kein materieller Straflosigkeitsgrund für die provozierte Straftat abzuleiten. Allerdings kann das Vorliegen einer Tatprovokation durch Organwalter des Staates bei der Sanktionsfindung angemessen in Rechnung gestellt und ein gerechter Ausgleich dafür gefunden werden, dass der Angeklagte das - dessen ungeachtet - verpönte Verhalten ohne diese Einflussnahme nicht gesetzt hätte.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 126/04
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 11 Os 126/04
  • 14 Os 28/05g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 28/05g
    Vgl auch
  • 15 Os 25/05y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 15 Os 25/05y
    Auch
  • 12 Os 67/05b
    Entscheidungstext OGH 04.08.2005 12 Os 67/05b
    Vgl auch
  • 12 Os 69/05x
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 12 Os 69/05x
    Auch; Beisatz: Eine nach § 25 StPO unzulässige und das fair-trial-Gebot des Art 6 Abs 1 MRK verletzende Tatprovokation bewirkt nach gefestigter Judikatur keinen materiellen Straflosigkeitsgrund, sondern ist (bloß) bei der Strafzumessung zu berücksichtigen. (T1)
  • 11 Os 37/06k
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 11 Os 37/06k
    nur: Art 6 MRK hindert nicht, dass der Angeklagte im Fall des gesetzlichen Nachweises seiner Schuld (Art 6 Abs 2 MRK) selbst im Fall einer einem staatlichen Organwalter zurechenbaren Tatprovokation dennoch für die Tat verurteilt wird. Denn aus diesem Konventionsverstoß ist kein materieller Straflosigkeitsgrund für die provozierte Straftat abzuleiten. (T2)
  • 13 Os 11/07b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 11/07b
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Auch kein prozessuales Verfolgungshindernis. (T3)
  • 15 Os 55/07p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 15 Os 55/07p
    Auch
  • 15 Os 72/07p
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 15 Os 72/07p
    Beisatz: Dabei ist der mit Blick auf die Beseitigung der sog Opfereigenschaft aus Art 34 MRK folgenden Verpflichtung zu entsprechen, die Berücksichtigung einer solchen Tatprovokation durch eine ausdrückliche und messbare Strafmilderung zum Ausdruck zu bringen. (T4)
  • 13 Os 73/08x
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 73/08x
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Daran änderte auch das Strafprozessreformgesetz (BGBl I 19/2004) nichts. (T5)
    Bem: Mit ausführlicher Auseinandersetzung mit der höchstgerichtlichen Judikatur, mit jener des EGMR sowie mit der Lehre. (T6)
    Beisatz: In unzulässiger, dem Staat zuzurechnender Tatprovokation gelegener Konventionsverstoß (Art 6 Abs 1 MRK) ist ausdrücklich im Urteil festzustellen und durch eine ausdrückliche und messbare Strafmilderung auszugleichen. (T7)
  • 15 Os 5/10i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 5/10i
    Vgl auch
  • 14 Os 156/10p
    Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 156/10p
    Vgl auch
  • 12 Os 53/12d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2012 12 Os 53/12d
    Auch
  • 11 Os 45/13x
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 11 Os 45/13x
  • 14 Os 132/13p
    Entscheidungstext OGH 01.10.2013 14 Os 132/13p
    Vgl
  • 14 Os 110/13b
    Entscheidungstext OGH 05.11.2013 14 Os 110/13b
    Vgl
  • 17 Os 30/14m
    Entscheidungstext OGH 13.10.2014 17 Os 30/14m
    Vgl; Beisatz: Die Tatprovokation (hier: § 304 StGB) durch Journalisten ist nicht mildernd, weil sie nicht staatlich veranlasst war. (T8)
  • 12 Os 39/15z
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 12 Os 39/15z
    Auch
  • 14 Os 113/15x
    Entscheidungstext OGH 26.01.2016 14 Os 113/15x
    Auch
  • 11 Os 40/16s
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 11 Os 40/16s
    Vgl
  • 12 Os 5/16a
    Entscheidungstext OGH 14.07.2016 12 Os 5/16a
    Vgl aber; Beisatz: Die am 1. Juni 2016 mit BGBl I 2016/26 in Kraft getretene Bestimmung des § 133 Abs 5 StPO sieht nunmehr ein Verfolgungshindernis bei Vorliegen unzulässiger Tatprovokation vor. (T9)
  • 13 Os 19/16t
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 13 Os 19/16t
    Auch; Beis wie T7
  • Bsw 54648/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 23.10.2014 Bsw 54648/09
    Abweichend; Beis wie T4; Beisatz: Eine angemessene Wiedergutmachung, die zum Wegfall der Opfereigenschaft führt, verlangt den Ausschluss aller durch polizeiliche Verleitung erlangten Beweise oder die Anwendung eines Verfahrens mit ähnlichen Konsequenzen. Selbst eine erhebliche Milderung der Strafe kann nicht als Verfahren mit ähnlichen Folgen wie ein Ausschluss der umstrittenen Beweise angesehen werden. (Furcht gg. Deutschland) (T10)
    Veröff: NL 2014,406

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119618

Im RIS seit

10.02.2005

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2017

Dokumentnummer

JJR_20050111_OGH0002_0110OS00126_0400000_001

Rechtssatz für 11Os118/99; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0112911

Geschäftszahl

11Os118/99; 15Os179/99 (15Os180/99); 13Os60/00; 11Os57/01; 11Os118/01; 11Os155/01; 15Os97/02; 15Os22/04; 11Os98/05d; 13Os11/07b; 11Os67/13g; 15Os126/14i; 14Os11/17z; 11Os9/17h; 15Os156/18g; 14Os26/19h; 14Os16/23v

Entscheidungsdatum

25.04.2023

Rechtssatz

Suchtgift ist mit seiner Überlassung in den Gewahrsam eines anderen unter Aufgabe des Gewahrsams des Überlassenden in Verkehr gesetzt, unbeschadet dessen, dass es sich beim Übernehmer um einen verdeckten Ermittler der Polizei handelt. Die Übergabe von Suchtgift an einen verdeckten Fahnder stellt auch dann, wenn mit dem behördlichen Zugriff bis zu einem fortgeschrittenen Ausführungsstadium der Tat zugewartet wurde, ohne dass der verdeckte Ermittler bereits Alleingewahrsam am Suchtgift erlangte, bloß versuchtes Inverkehrsetzen dar.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 118/99
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 11 Os 118/99
  • 15 Os 179/99
    Entscheidungstext OGH 17.02.2000 15 Os 179/99
    nur: Suchtgift ist mit seiner Überlassung in den Gewahrsam eines anderen unter Aufgabe des Gewahrsams des Überlassenden in Verkehr gesetzt, unbeschadet dessen, dass es sich beim Übernehmer um einen verdeckten Ermittler der Polizei handelt. (T1)
  • 13 Os 60/00
    Entscheidungstext OGH 19.07.2000 13 Os 60/00
    Auch
  • 11 Os 57/01
    Entscheidungstext OGH 11.06.2001 11 Os 57/01
    Auch
  • 11 Os 118/01
    Entscheidungstext OGH 14.12.2001 11 Os 118/01
  • 11 Os 155/01
    Entscheidungstext OGH 23.04.2002 11 Os 155/01
    Auch
  • 15 Os 97/02
    Entscheidungstext OGH 05.09.2002 15 Os 97/02
    nur T1; Beisatz: Nur bei unmittelbarem Zugriff durch Sicherheitsorgange bei Übergabe läge bloß versuchtes Inverkehrsetzen vor. (T2)
  • 15 Os 22/04
    Entscheidungstext OGH 22.04.2004 15 Os 22/04
    nur T1
  • 11 Os 98/05d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 98/05d
    nur T1
  • 13 Os 11/07b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 11/07b
    Auch; nur T1
  • 11 Os 67/13g
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 11 Os 67/13g
  • 15 Os 126/14i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 126/14i
    Vgl
  • 14 Os 11/17z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 11/17z
    Vgl
  • 11 Os 9/17h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 11 Os 9/17h
    Auch
  • 15 Os 156/18g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 15 Os 156/18g
    Beis wie T2
  • 14 Os 26/19h
    Entscheidungstext OGH 09.04.2019 14 Os 26/19h
  • 14 Os 16/23v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 16/23v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112911

Im RIS seit

13.01.2000

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2023

Dokumentnummer

JJR_19991214_OGH0002_0110OS00118_9900000_001

Rechtssatz für 15Os133/02; 15Os124/05g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117228

Geschäftszahl

15Os133/02; 15Os124/05g; 15Os12/06p; 15Os26/06x; 13Os11/07b; 14Os147/06h; 13Os81/07x; 14Os137/07i; 12Os123/07s; 13Os138/07d; 13Os160/07i; 14Os31/08b; 12Os154/07z; 15Os63/07i; 14Os92/08y (14Os93/08w); 13Os83/08t; 13Os117/08t; 12Os84/08g; 13Os180/08g; 12Os78/09a; 13Os93/09i; 13Os33/09s; 13Os5/10z; 15Os32/10k; 13Os134/10w; 12Os24/12i; 13Os74/12z; 17Os19/12s; 12Os140/12y; 12Os138/12d; 12Os29/13a; 15Os114/13y; 11Os8/14g; 13Os78/13i (13Os79/13m; 13Os81/13f); 11Os85/14f; 11Os120/15d; 20Os12/15p; 26Os14/15a; 14Os60/16d; 11Os67/17p; 14Os23/18s; 15Os82/18z; 15Os87/18k; 12Os86/18s; 15Os70/19m; 15Os118/19w (15Os119/19t); 12Os101/20z; 15Os146/19p; 14Os53/21g; 14Os73/21y; 28Ds8/20w; 12Os151/21d; 12Os147/21s; 13Os9/22f; 14Os37/22f; 12Os120/22x; 15Os8/23z; 14Os139/22f; 15Os55/23m; 12Os46/23s; 12Os133/23k; 13Os34/23h; 14Os67/24w; 11Os68/24w; 15Os46/24i; 15Os76/24a; 14Os61/23m; 14Os73/25d; 24Ds4/24h; 21Ds6/25g

Entscheidungsdatum

09.04.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10 A
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Lässt eine Analyse des Urteils trotz einer für Dritte bestehenden Unklarheit in Hinsicht auf die Feststellung entscheidender Tatsachen bei näherem Hinsehen aus der Sicht des Rechtsmittelgerichts die Beurteilung zu, dass die Tatrichter die entscheidenden Tatsachen feststellen wollten, liegt Nichtigkeit aus Ziffer 9 und Ziffer 10, nicht vor. Die Undeutlichkeit führt dann nur bei Anfechtung durch den Beschwerdeführer zur Urteilsaufhebung (Ziffer 5,) (WK-StPO Paragraph 281, Rz 19).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 133/02
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 15 Os 133/02
  • 15 Os 124/05g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 15 Os 124/05g
    Vgl
  • 15 Os 12/06p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 12/06p
    Vgl auch
  • 15 Os 26/06x
    Entscheidungstext OGH 08.06.2006 15 Os 26/06x
    Vgl auch; Beisatz: „Erkennbare Annahme der Tatrichter" (T1)
  • 13 Os 11/07b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 11/07b
    Auch
  • 14 Os 147/06h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2007 14 Os 147/06h
    Auch
  • 13 Os 81/07x
    Entscheidungstext OGH 16.07.2007 13 Os 81/07x
    Vgl auch; Beisatz: Hier zum Grundrechtsbeschwerdegesetz. (T2)
  • 14 Os 137/07i
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 137/07i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die - aus § 281 Abs 1 Z 3 StPO ungerügt - im Spruch und auch in den Gründen unterbliebene Anführung des Tatbestandsmerkmals „unbefugt" beim Vergehen nach § 50 Abs 1 Z 1 WaffG bildete deshalb keinen Grund für eine Maßnahme nach § 290 Abs 1 StPO, weil für den Obersten Gerichtshof der betreffende Feststellungswille der Tatrichter aus einer Gesamtschau der Urteilspassagen unzweifelhaft erkennbar war. (T3)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch
  • 13 Os 138/07d
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 13 Os 138/07d
    Vgl auch; Beisatz: Da der Oberste Gerichtshof den Willen der Tatrichter, Feststellungen zu einer entscheidenden Tatsache zu treffen, in der Gesamtheit der Entscheidungsgründe deutlich genug erkennen kann, scheidet amtswegiges Einschreiten aus dem Grunde der Z 9 lit a aus (§ 290 Abs 1 StPO). (T4)
  • 13 Os 160/07i
    Entscheidungstext OGH 09.01.2008 13 Os 160/07i
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 31/08b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2008 14 Os 31/08b
    Vgl auch
  • 12 Os 154/07z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 154/07z
    Auch
  • 15 Os 63/07i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 63/07i
    Vgl; Beisatz: Es hat eine Gesamtbetrachtung der erstrichterlichen Urteilsannahmen, deren integrierenden Bestandteil auch die im ersten Rechtsgang getroffenen Feststellungen bilden zu erfolgen. (T5)
  • 14 Os 92/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 92/08y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kein Anlass für eine Maßnahme nach § 290 Abs 1 StPO bei einem im Erkenntnis unterbliebenen, aus den Gründen (insbesondere der rechtlichen Beurteilung) gerade noch hinreichend hervorleuchtenden Feststellungswillen des Urteils hinsichtlich der Annahme der Qualifikation nach § 107 Abs 2 StPO. (T6)
  • 13 Os 83/08t
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 27.08.2008 13 Os 83/08t
    Vgl auch; Beisatz: Da dem Wahrspruch zugrundeliegende Fragen Geschworenen, also Laienrichtern gestellt werden, geht es nicht an, Undeutlichkeiten des Wahrspruchs, die auf der Fragestellung beruhen, durch Einbeziehung der pragmatischen Sprachebene zu beseitigen, weil nicht unterstellt werden kann, dass auch die Geschworenen die Frage so verstanden haben wie der Oberste Gerichtshof (WK-StPO § 281 Rz 616). (T7)
  • 13 Os 117/08t
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 117/08t
    Vgl auch
  • 12 Os 84/08g
    Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 84/08g
    Vgl
  • 13 Os 180/08g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2009 13 Os 180/08g
    Vgl
  • 12 Os 78/09a
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 12 Os 78/09a
    Vgl
  • 13 Os 93/09i
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 93/09i
    Vgl
  • 13 Os 33/09s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 33/09s
    Auch
  • 13 Os 5/10z
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 5/10z
    Auch
  • 15 Os 32/10k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 32/10k
    Vgl auch
  • 13 Os 134/10w
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 134/10w
    Auch
  • 12 Os 24/12i
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Os 24/12i
    Vgl auch
  • 13 Os 74/12z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 74/12z
    Vgl auch
  • 17 Os 19/12s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2013 17 Os 19/12s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Sache nach bejahter Tatvorsatz trotz „Feststellung“, der Angeklagte habe ohne Vorsatz gehandelt. (T8)
  • 12 Os 140/12y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 140/12y
    Vgl auch
  • 12 Os 138/12d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 138/12d
    Vgl auch
  • 12 Os 29/13a
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 12 Os 29/13a
    Vgl auch
  • 15 Os 114/13y
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 114/13y
    Vgl
  • 11 Os 8/14g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 8/14g
    Auch; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T5
  • 13 Os 78/13i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2014 13 Os 78/13i
    Auch; Beisatz: Es ist zulässig, Konstatierungen mittels Verweises auf bestimmte Aktenteile zu treffen. Auch diesfalls muss aber der Wille der Tatrichter, konkrete (entscheidende) Tatsachen festzustellen, klar erkennbar sein. Diesem Erfordernis werden der pauschale Verweis auf drei schriftliche Sachverständigengutachten und deren Erörterung im Rahmen der Hauptverhandlung sowie die Erklärung, sich „die Ausführungen des Sachverständigen zu eigen“ zu machen, in keiner Weise gerecht. (T9)
  • 11 Os 85/14f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 85/14f
  • 11 Os 120/15d
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 120/15d
    Beisatz: Dies gilt auch für ein in gekürzter Form (§ 270 Abs 4 StPO) ausgefertigtes Urteil. (T10)
  • 20 Os 12/15p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2015 20 Os 12/15p
    Vgl auch
  • 26 Os 14/15a
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 26 Os 14/15a
    Vgl auch
  • 14 Os 60/16d
    Entscheidungstext OGH 02.08.2016 14 Os 60/16d
    Auch
  • 11 Os 67/17p
    Entscheidungstext OGH 08.08.2017 11 Os 67/17p
    Auch
  • 14 Os 23/18s
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 23/18s
    Auch
  • 15 Os 82/18z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 82/18z
    Auch
  • 15 Os 87/18k
    Entscheidungstext OGH 25.07.2018 15 Os 87/18k
    Auch
  • 12 Os 86/18s
    Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Os 86/18s
    Auch
  • 15 Os 70/19m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2019 15 Os 70/19m
    Vgl
  • 15 Os 118/19w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2019 15 Os 118/19w
    Vgl
  • 12 Os 101/20z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2020 12 Os 101/20z
    Vgl
  • 15 Os 146/19p
    Entscheidungstext OGH 30.06.2020 15 Os 146/19p
    Vgl
  • 14 Os 53/21g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 53/21g
    Vgl
  • 14 Os 73/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 73/21y
    Vgl
  • 28 Ds 8/20w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2021 28 Ds 8/20w
    Vgl
  • 12 Os 151/21d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2022 12 Os 151/21d
    Vgl
  • 12 Os 147/21s
    Entscheidungstext OGH 24.02.2022 12 Os 147/21s
    Vgl; Beis wie T9
  • 13 Os 9/22f
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 13 Os 9/22f
    Vgl
  • 14 Os 37/22f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 14 Os 37/22f
    Vgl
  • 12 Os 120/22x
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 120/22x
    Vgl
  • 15 Os 8/23z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 8/23z
    vgl
  • 14 Os 139/22f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 139/22f
    vgl
  • 15 Os 55/23m
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 55/23m
    vgl
  • 12 Os 46/23s
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 46/23s
    vgl; Beisatz wie T7
  • 12 Os 133/23k
    Entscheidungstext OGH 11.01.2024 12 Os 133/23k
    vgl
  • 13 Os 34/23h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2024 13 Os 34/23h
    vgl
  • 14 Os 67/24w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 67/24w
    vgl
  • 11 Os 68/24w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2024 11 Os 68/24w
    vgl; Beisatz wie T7
  • 15 Os 46/24i
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 46/24i
    vgl
  • 15 Os 76/24a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2024 15 Os 76/24a
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl
  • 14 Os 73/25d
    Entscheidungstext OGH 24.07.2025 14 Os 73/25d
    vgl
  • 24 Ds 4/24h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 24 Ds 4/24h
    vgl
  • 21 Ds 6/25g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2026 21 Ds 6/25g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117228

Im RIS seit

28.12.2002

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20021128_OGH0002_0150OS00133_0200000_001