a.) Zur Zulässigkeit:
Der Oberste Gerichtshof ist an den Ausspruch des Gerichtes zweiter Instanz betreffend die Zulässigkeit des Revisionsrekurses nicht gebunden (§ 16 Abs 3 AußStrG iVm § 508a Abs 1 ZPO). In der hier zu beurteilenden Verlassenschaftssache ist der Revisionsrekurs zulässig, weil das Rekursgericht bei Beantwortung der Frage der Zulässigkeit der Einantwortung des Nachlasses vor Klärung der Frage, ob Wohnungseigentumsobjekte nur einem Erben zufallen oder ob eine Feilbietung der entsprechenden Miteigentumsanteile notwendig sein wird, von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes (MietSlg 33.461) abwich.Der Oberste Gerichtshof ist an den Ausspruch des Gerichtes zweiter Instanz betreffend die Zulässigkeit des Revisionsrekurses nicht gebunden (Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz eins, ZPO). In der hier zu beurteilenden Verlassenschaftssache ist der Revisionsrekurs zulässig, weil das Rekursgericht bei Beantwortung der Frage der Zulässigkeit der Einantwortung des Nachlasses vor Klärung der Frage, ob Wohnungseigentumsobjekte nur einem Erben zufallen oder ob eine Feilbietung der entsprechenden Miteigentumsanteile notwendig sein wird, von der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes (MietSlg 33.461) abwich.
b.) Zur Sachentscheidung:
Mit der Einantwortung tritt die Universalsukzession des Erben nach dem Erblasser ein: Besitz, Eigentum, Forderungen und Rechte gehen auf die Erben über. Die Einantwortung bewirkt den Rechtsübergang eo ipso, sodaß es keiner Übertragungsakte bedarf. Auch das bücherliche Eintragungsprinzip ist durchbrochen (s Koziol/Welser, Grundriß II9 397 mwN). Gehören zum Nachlaß Liegenschaften, so geht daher das Eigentum an ihnen grundsätzlich entsprechend den in der Einantwortungsurkunde genannten Erbquoten auf die Erben über. Da dies jedoch bei einem Mindestanteil, mit dem Wohnungseigentum verbunden ist, wegen des in § 8 Abs 1 WEG normierten Unteilbarkeitsgrundsatzes nicht zulässig ist, sieht § 8 Abs 2 WEG vor, daß dann, wenn nach den Ergebnissen des Verlassenschaftsverfahrens der mit dem Wohnungseigentum verbundene Mindestanteil mehreren Personen, die nicht Ehegatten sind, zufallen würde, das Verlassenschaftsgericht eine öffentliche Feilbietung des Mindestanteils und des damit verbundenen Wohnungseigentums durch Versteigerung vorzunehmen hat. Schon aus dem bisher Gesagten folgt, daß die vom Rekursgericht vorgenommene Bestätigung der Einantwortung als solche (hier: zu gleichen Teilen an die erblasserischen Kinder) unter gleichzeitiger Ausschalten der vom Erstgericht getroffenen, der Bestimmung des § 8 Abs 1 WEG entsprechenden Verbücherungsanordnung, basierend auf der Verfügung des Erblassers, nicht zulässig und in sich widersprüchlich ist: einerseits soll nach Meinung des Rekursgerichtes die Frage offenbleiben, welcher der Erben die strittigen Wohnungseigentumsobjekte erhält, anderseits aber durch seine Verfügung die Einantwortung des gesamten Nachlasses je zur Hälfte erfolgen, wodurch der nach § 8 Abs 1 WEG unzulässige Übergang des Eigentums am Mindestanteil je zur Hälfte an die Kinder des Erblassers bewirkt würde.Mit der Einantwortung tritt die Universalsukzession des Erben nach dem Erblasser ein: Besitz, Eigentum, Forderungen und Rechte gehen auf die Erben über. Die Einantwortung bewirkt den Rechtsübergang eo ipso, sodaß es keiner Übertragungsakte bedarf. Auch das bücherliche Eintragungsprinzip ist durchbrochen (s Koziol/Welser, Grundriß II9 397 mwN). Gehören zum Nachlaß Liegenschaften, so geht daher das Eigentum an ihnen grundsätzlich entsprechend den in der Einantwortungsurkunde genannten Erbquoten auf die Erben über. Da dies jedoch bei einem Mindestanteil, mit dem Wohnungseigentum verbunden ist, wegen des in Paragraph 8, Absatz eins, WEG normierten Unteilbarkeitsgrundsatzes nicht zulässig ist, sieht Paragraph 8, Absatz 2, WEG vor, daß dann, wenn nach den Ergebnissen des Verlassenschaftsverfahrens der mit dem Wohnungseigentum verbundene Mindestanteil mehreren Personen, die nicht Ehegatten sind, zufallen würde, das Verlassenschaftsgericht eine öffentliche Feilbietung des Mindestanteils und des damit verbundenen Wohnungseigentums durch Versteigerung vorzunehmen hat. Schon aus dem bisher Gesagten folgt, daß die vom Rekursgericht vorgenommene Bestätigung der Einantwortung als solche (hier: zu gleichen Teilen an die erblasserischen Kinder) unter gleichzeitiger Ausschalten der vom Erstgericht getroffenen, der Bestimmung des Paragraph 8, Absatz eins, WEG entsprechenden Verbücherungsanordnung, basierend auf der Verfügung des Erblassers, nicht zulässig und in sich widersprüchlich ist: einerseits soll nach Meinung des Rekursgerichtes die Frage offenbleiben, welcher der Erben die strittigen Wohnungseigentumsobjekte erhält, anderseits aber durch seine Verfügung die Einantwortung des gesamten Nachlasses je zur Hälfte erfolgen, wodurch der nach Paragraph 8, Absatz eins, WEG unzulässige Übergang des Eigentums am Mindestanteil je zur Hälfte an die Kinder des Erblassers bewirkt würde.
Es ist zwar richtig, daß im allgemeinen die Einantwortung ohne Rücksicht auf das Vorliegen einer Erbteilung zu erfolgen hat, weil es großjährigen eigenberechtigten Erben freisteht, die Erbteilung vor oder nach der Einantwortung vorzunehmen (NZ 1980, 27) und weil streitig gebliebene Fragen der Erbteilung - auch nach der Einantwortung - im Rechtsweg auszutragen sind (SZ 14/158; 6 Ob 120/67 ua). Erfolgt die Erbteilung vor der Einantwortung, so ist sie bei der von Amts wegen zu verfügenden grundbücherlichen Eintragung zu berücksichtigen (NZ 1980, 27 ua). In einem solchen Fall bewirkt die Einantwortung, daß jeder Miterbe die ihm so zukommende Sache als unmittelbare Folge des Erbschaftserwerbes und daher als unmittelbarer Gesamtrechtsnachfolger des Erblassers so erwirbt, wie es die Erbteilung vorsieht (Ehrenzweig/Kralik, Erbrecht3 339). Handelt es sich bei der nachgelassenen Sache um ein Wohnungseigentumsobjekt, so muß - soll die Versteigerung des Mindesanteiles vermieden werden - bereits vor der Einantwortung eine dem § 8 Abs 1 WEG entsprechende Erbteilung vorliegen und dieser gemäß durch die Einantwortung der Eigentumsübergang am Mindestanteil an eine Person (bzw - hier nicht von Belang - an Ehegatten) bewirkt werden (vgl Würth/Zingher, Miet- und Wohnrecht19 § 8 WEG Rz 4; MietSlg 33.461).Es ist zwar richtig, daß im allgemeinen die Einantwortung ohne Rücksicht auf das Vorliegen einer Erbteilung zu erfolgen hat, weil es großjährigen eigenberechtigten Erben freisteht, die Erbteilung vor oder nach der Einantwortung vorzunehmen (NZ 1980, 27) und weil streitig gebliebene Fragen der Erbteilung - auch nach der Einantwortung - im Rechtsweg auszutragen sind (SZ 14/158; 6 Ob 120/67 ua). Erfolgt die Erbteilung vor der Einantwortung, so ist sie bei der von Amts wegen zu verfügenden grundbücherlichen Eintragung zu berücksichtigen (NZ 1980, 27 ua). In einem solchen Fall bewirkt die Einantwortung, daß jeder Miterbe die ihm so zukommende Sache als unmittelbare Folge des Erbschaftserwerbes und daher als unmittelbarer Gesamtrechtsnachfolger des Erblassers so erwirbt, wie es die Erbteilung vorsieht (Ehrenzweig/Kralik, Erbrecht3 339). Handelt es sich bei der nachgelassenen Sache um ein Wohnungseigentumsobjekt, so muß - soll die Versteigerung des Mindesanteiles vermieden werden - bereits vor der Einantwortung eine dem Paragraph 8, Absatz eins, WEG entsprechende Erbteilung vorliegen und dieser gemäß durch die Einantwortung der Eigentumsübergang am Mindestanteil an eine Person (bzw - hier nicht von Belang - an Ehegatten) bewirkt werden vergleiche Würth/Zingher, Miet- und Wohnrecht19 Paragraph 8, WEG Rz 4; MietSlg 33.461).
Entscheidend ist also, ob nach den bisherigen Ergebnissen des Verlassenschaftsverfahrens die Einantwortung unter Berücksichtigung einer Anordnung des Erblassers oder einer von den Erben getroffenen Erbteilung so vorgenommen werden kann, daß dadurch der Eigentumsübergang an jedem Wohnungseigentumsobjekt bloß an einen der Erben bewirkt werden kann. Dies ist aus folgenden Gründen zu verneinen:
Ein Erbteilungsübereinkommen der beiden Erben des Inhaltes, daß die hier strittigen Wohnungseigentumsobjekte jeweils nur einem der Erben allein zufallen, liegt nicht vor; dies wird nicht einmal von der Rechtsmittelwerberin behauptet, wogegen der erblasserische Sohn sogar ein konkludentes Übereinkommen dahin behauptet, daß der Versteigerungserlös dieser Objekte - nach deren Feilbietung - je zur Hälfte den beiden Erbansprechern zufallen solle.
Die Gültigkeit der Anordnung des Erblassers, wonach die hier strittigen Wohnungseigentumsobjekte der erblasserischen Tochter allein zufallen sollen, wird vom erblasserischen Sohn wegen erheblichen Willensmangels bekämpft (ON 99), wogegen die erblasserische Tochter die Einrede der Verjährung (§ 1487 ABGB) erhob.Die Gültigkeit der Anordnung des Erblassers, wonach die hier strittigen Wohnungseigentumsobjekte der erblasserischen Tochter allein zufallen sollen, wird vom erblasserischen Sohn wegen erheblichen Willensmangels bekämpft (ON 99), wogegen die erblasserische Tochter die Einrede der Verjährung (Paragraph 1487, ABGB) erhob.
Die Einwendungen des erblasserischen Sohnes gegen die Maßgeblichkeit der Anordnung des Erblassers, daß die hier strittigen Wohnungseigentumsobjekte der erblasserischen Tochter allein zukommen sollen, sind - entgegen der Meinung der Revisionsrekurswerberin - nicht schon deswegen unbeachtlich, weil sie unter Verletzung des Neuerungsverbotes erst im Rekurs ausgeführt worden wären. Wie das Rekursgericht zutreffend ausführte, liegt keine Verletzung des Neuerungsverbotes darin, daß der erblasserische Sohn diese Einwendungen, allerdings ohne nähere Konkretisierung, zwar im Verfahren erster Instanz erhob (ON 99) und sie - eine Aufforderung zur Konkretisierung war im Zuge der erstgerichtlichen Erörterung unterblieben - erst im Rekurs näher ausführte. Dabei handelt es sich durchaus um eine nach § 10 AußStrG zulässige Ergänzung bisherigen Vorbringens (vgl MGA Verfahren außer Streitsachen2 § 10 AußStrG/E 1).Die Einwendungen des erblasserischen Sohnes gegen die Maßgeblichkeit der Anordnung des Erblassers, daß die hier strittigen Wohnungseigentumsobjekte der erblasserischen Tochter allein zukommen sollen, sind - entgegen der Meinung der Revisionsrekurswerberin - nicht schon deswegen unbeachtlich, weil sie unter Verletzung des Neuerungsverbotes erst im Rekurs ausgeführt worden wären. Wie das Rekursgericht zutreffend ausführte, liegt keine Verletzung des Neuerungsverbotes darin, daß der erblasserische Sohn diese Einwendungen, allerdings ohne nähere Konkretisierung, zwar im Verfahren erster Instanz erhob (ON 99) und sie - eine Aufforderung zur Konkretisierung war im Zuge der erstgerichtlichen Erörterung unterblieben - erst im Rekurs näher ausführte. Dabei handelt es sich durchaus um eine nach Paragraph 10, AußStrG zulässige Ergänzung bisherigen Vorbringens vergleiche MGA Verfahren außer Streitsachen2 Paragraph 10, AußStrG/E 1).
Der Fortgang des Verlassenschaftsverfahrens (zur Klärung, ob die Wohnungseigentumsobjekte zu versteigern sind oder ob diese einem der Erben allein zukommen) hängt also von der Beantwortung der zwischen den erbserklärten Erben strittigen Frage ab, ob die vom Erblasser vorgesehene Anordnung über die Zuteilung der einzelnen Liegenschaften an die beiden Erben, vor allem der Wohnungseigentumsobjekte an die erblasserische Tochter, der Abhandlung zugrunde zu legen ist (vgl EvBl 1980/5) oder ob sie wegen Willensmängel auf Seiten des Erblassers bzw wegen einer konkludent zwischen den erbserklärten Erben zustandegekommenen Regelung hinfällig geworden ist. In Fällen, in denen solche widersprüchlichen Standpunkte geltend gemacht werden, von deren Lösung die Fortführung oder Beendigung der Verlassenschaftsabhandlung abhängt, sind die Vorschriften der §§ 125 ff AußStrG sinngemäß anzuwenden (MGA AußStrG2 § 125/E 37).Der Fortgang des Verlassenschaftsverfahrens (zur Klärung, ob die Wohnungseigentumsobjekte zu versteigern sind oder ob diese einem der Erben allein zukommen) hängt also von der Beantwortung der zwischen den erbserklärten Erben strittigen Frage ab, ob die vom Erblasser vorgesehene Anordnung über die Zuteilung der einzelnen Liegenschaften an die beiden Erben, vor allem der Wohnungseigentumsobjekte an die erblasserische Tochter, der Abhandlung zugrunde zu legen ist vergleiche EvBl 1980/5) oder ob sie wegen Willensmängel auf Seiten des Erblassers bzw wegen einer konkludent zwischen den erbserklärten Erben zustandegekommenen Regelung hinfällig geworden ist. In Fällen, in denen solche widersprüchlichen Standpunkte geltend gemacht werden, von deren Lösung die Fortführung oder Beendigung der Verlassenschaftsabhandlung abhängt, sind die Vorschriften der Paragraphen 125, ff AußStrG sinngemäß anzuwenden (MGA AußStrG2 Paragraph 125 /, E, 37).
Auch der Verjährungseinwand der erblasserischen Tochter gegen die Bestreitung der Gültigkeit der letztwilligen Anordnung durch den erblasserischen Sohn insoweit, als darin die Zuteilung von drei Wohnungseigentumsobjekten an die erblasserische Tochter verfügt wird, ist nicht von vornherein als berechtigt anzusehen und kann daher auch nicht schon in der Weise berücksichtigt werden, daß das Verlassenschaftsgericht von der Gültigkeit dieses Testamentsteiles auszugehen hätte. Der Oberste Gerichtshof beschäftigte sich in der in JBl 1991, 656 veröffentlichten Entscheidung ausführlich mit der in Lehre und Rechtsprechung uneinheitlich beantworteten Frage, wann die dreijährige Frist des § 1487 ABGB, einen letzten Willen umzustoßen, zu laufen beginnt. Der Oberste Gerichtshof kam darin zu folgendem Ergebnis, von dem abzuweichen der nunmehr erkennende Senat keinen Grund sieht:Auch der Verjährungseinwand der erblasserischen Tochter gegen die Bestreitung der Gültigkeit der letztwilligen Anordnung durch den erblasserischen Sohn insoweit, als darin die Zuteilung von drei Wohnungseigentumsobjekten an die erblasserische Tochter verfügt wird, ist nicht von vornherein als berechtigt anzusehen und kann daher auch nicht schon in der Weise berücksichtigt werden, daß das Verlassenschaftsgericht von der Gültigkeit dieses Testamentsteiles auszugehen hätte. Der Oberste Gerichtshof beschäftigte sich in der in JBl 1991, 656 veröffentlichten Entscheidung ausführlich mit der in Lehre und Rechtsprechung uneinheitlich beantworteten Frage, wann die dreijährige Frist des Paragraph 1487, ABGB, einen letzten Willen umzustoßen, zu laufen beginnt. Der Oberste Gerichtshof kam darin zu folgendem Ergebnis, von dem abzuweichen der nunmehr erkennende Senat keinen Grund sieht:
Die Frist des § 1487 ABGB beginnt, sofern nicht widerstreitende Erklärungen vorliegen, zu dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem klar ist, daß man klagen muß, um die Erbschaft zu erlangen. Jedem, dem bei Hinfälligkeit einer strittigen letztwilligen Verfügung Ansprüche auf die Verlassenschaft zustünden, kommt ein eigener nur seine eigenen Interessen berührender Anspruch auf Klärung der Rechtswirksamkeit der letztwilligen Verfügung gegen denjenigen zu, der aus der strittigen Verfügung Ansprüche für sich ableitet. Dieser Anspruch entsteht mit der Aktualisierung des konkreten Widerspruches zwischen den individuellen Trägern dieser widersetzlichen Interessen (SZ 60/239). Es kommt schließlich darauf an, ab wann die Klageführung sinnvoll ist, denn es soll jede sinnlose Klageführung vermieden werden.Die Frist des Paragraph 1487, ABGB beginnt, sofern nicht widerstreitende Erklärungen vorliegen, zu dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem klar ist, daß man klagen muß, um die Erbschaft zu erlangen. Jedem, dem bei Hinfälligkeit einer strittigen letztwilligen Verfügung Ansprüche auf die Verlassenschaft zustünden, kommt ein eigener nur seine eigenen Interessen berührender Anspruch auf Klärung der Rechtswirksamkeit der letztwilligen Verfügung gegen denjenigen zu, der aus der strittigen Verfügung Ansprüche für sich ableitet. Dieser Anspruch entsteht mit der Aktualisierung des konkreten Widerspruches zwischen den individuellen Trägern dieser widersetzlichen Interessen (SZ 60/239). Es kommt schließlich darauf an, ab wann die Klageführung sinnvoll ist, denn es soll jede sinnlose Klageführung vermieden werden.
In der hier zu beurteilenden Verlassenschaftssache aktualisierte sich der konkrete Widerspruch der erblasserischen Kinder über den gültigen Inhalt des vorliegenden Testamentes und die sich daraus ergebenden Erbquoten - widersprechende Erbserklärungen lagen ja zunächst nicht vor - erstmals nach Errichtung des (zunächst nicht rechtskräftig gewordenen) Inventars in der Tagsatzung vom 12.4.1991 (ON 67), als die erbserklärten Erben erstmals verschiedene Standpunkte dazu einnahmen, welche Erbquote jeder von ihnen bei Auslegung des Testamentes unter Berücksichtigung des Willens des Erblassers erhalten sollte. Dieser Widerspruch der Standpunkte konkretisierte sich in der Tagsatzung vom 3.3.1993 (ON 99), als die Grundlagen für die Inventarserrichtung bereits vorlagen, in der Weise, wie es oben in der Sachverhaltsdarstellung dargetan wurde.
In beiden Fällen - Streit um die Höhe der Erbquote bzw bloßer Streit um die Wirksamkeit einer vom Erblasser getroffenen Erbteilungsanordnung - hat eine Verweisung der Erbansprecher auf den Rechtsweg mit Zuteilung der Parteirollen zu erfolgen, wie bereits gesagt wurde. Hat aber eine Verteilung der Parteirollen zu erfolgen, so beginnt die Verjährung - wie von Lehre und Rechtsprechung ausdrücklich für den Fall der Notwendigkeit der Verteilung der Parteirollen beim Vorliegen widersprechender Erbserklärungen gefordert - erst mit der Zustellung der letztinstanzlichen Entscheidung über die Zuteilung der Klägerrolle (bezüglich Erbrechtsstreit: Schubert in Rummel, ABGB2, Rz 2 zu § 1487 ABGB unter Hinweis auf GlUNF 587 und SZ 52/58; damit im Einklang stehend auch JBl 1991, 656 [657]).In beiden Fällen - Streit um die Höhe der Erbquote bzw bloßer Streit um die Wirksamkeit einer vom Erblasser getroffenen Erbteilungsanordnung - hat eine Verweisung der Erbansprecher auf den Rechtsweg mit Zuteilung der Parteirollen zu erfolgen, wie bereits gesagt wurde. Hat aber eine Verteilung der Parteirollen zu erfolgen, so beginnt die Verjährung - wie von Lehre und Rechtsprechung ausdrücklich für den Fall der Notwendigkeit der Verteilung der Parteirollen beim Vorliegen widersprechender Erbserklärungen gefordert - erst mit der Zustellung der letztinstanzlichen Entscheidung über die Zuteilung der Klägerrolle (bezüglich Erbrechtsstreit: Schubert in Rummel, ABGB2, Rz 2 zu Paragraph 1487, ABGB unter Hinweis auf GlUNF 587 und SZ 52/58; damit im Einklang stehend auch JBl 1991, 656 [657]).
Das Erstgericht wird daher zum Zwecke der Gewinnung von Entscheidungsgrundlagen zu Verteilung der Parteirollen die widerstreitenden Erbanwärter zur vernehmen (§ 125 Abs 1 AußStrG) und sodann unter sinngemäßer Anwendung der Regeln des § 126 Abs 1 AußStrG die Klägerrolle zuzuteilen und sodann nach § 127 AußStrG vorzugehen haben.Das Erstgericht wird daher zum Zwecke der Gewinnung von Entscheidungsgrundlagen zu Verteilung der Parteirollen die widerstreitenden Erbanwärter zur vernehmen (Paragraph 125, Absatz eins, AußStrG) und sodann unter sinngemäßer Anwendung der Regeln des Paragraph 126, Absatz eins, AußStrG die Klägerrolle zuzuteilen und sodann nach Paragraph 127, AußStrG vorzugehen haben.
Demgemäß erweist sich der Revisionsrekurs als teilweise berechtigt, weshalb Pkt 7. des Mantelbeschlusses und die Einantwortungsurkunde, soweit sie noch aufrecht ist, ersatzlos aufgehoben werden und dem Erstgericht die Fortsetzung des Verfahrens aufgetragen werden mußte.