Rechtssatz für 10ObS66/90 10ObS52/99s...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053292

Geschäftszahl

10ObS66/90; 10ObS52/99s; 10ObS46/11d

Entscheidungsdatum

31.05.2011

Norm

ASVG §228 Abs1 Z4
B-VG Art7
  1. ASVG § 228 heute
  2. ASVG § 228 gültig ab 11.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2005
  3. ASVG § 228 gültig von 01.07.1993 bis 10.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 20/1994
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Zeiten, während derer jemand infolge einer (selbstverschuldeten) Freiheitsbeschränkung auf Grund einer Tat an der Verfügung über seine Arbeitskraft gehindert war, die nach den österreichischen Gesetzen im Zeitpunkt der Begehung strafbar war oder strafbar gewesen wäre, wenn sie im Inland gesetzt worden wäre, unterscheiden sich von den sozial anerkannten Hinderungsgründen so wesentlich, dass ihre Nichtanerkennung als Ersatzzeiten nicht gleichheitswidrig erscheint.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 66/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 66/90
    Veröff: SSV-NF 4/31
  • 10 ObS 52/99s
    Entscheidungstext OGH 16.03.1999 10 ObS 52/99s
    Vgl auch
  • 10 ObS 46/11d
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 ObS 46/11d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0053292

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19900227_OGH0002_010OBS00066_9000000_003

Rechtssatz für 10ObS166/87 10ObS145/88...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053959

Geschäftszahl

10ObS166/87; 10ObS145/88; 10ObS237/88; 10ObS72/89; 10ObS79/89; 10ObS359/89; 10ObS66/90; 10ObS345/88; 10ObS229/90; 10ObS61/91; 10ObS102/91; 1Ob33/91; 10ObS4/92; 10ObS278/94; 6Ob75/01z; 10ObS400/01y; 10ObS205/02y; 10Ob360/02t; 10ObS279/02f; 7Ob248/05d; 5Ob79/07i; 10ObS107/07v; 10ObS71/12g

Entscheidungsdatum

05.06.2012

Norm

B-VG Art7
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Wesentliche Unterschiede im Tatsachenbereich müssen zu entsprechenden unterschiedlichen Regelungen führen (VfSlg 8217, 8806).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 166/87
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 10 ObS 166/87
    Veröff: SSV-NF 2/14
  • 10 ObS 145/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 145/88
    Auch
  • 10 ObS 237/88
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 10 ObS 237/88
    Beisatz: Nur unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen eine Grundlage haben, sind gleichheitswidrig (VfSlg 8600 ua), wobei unter der Sachlichkeit einer Regelung nicht eine "Zweckmäßigkeit" oder "Gerechtigkeit" zu verstehen ist (VfSlg 4711). Dem einfachen Gesetzgeber kommt auch eine, freilich nicht unbegrenzte, rechtspolitische Gestaltungsfreiheit zu, die außer bei einem Exzeß nicht der verfassungsgerichtlichen Kontrolle unterliegt und insoweit auch nicht mit den aus dem Gleichheitsgrundsatz ableitbaren Maßstäben zu messen ist. Innerhalb dieser Grenzen ist die Rechtskontrolle nicht zur Beurteilung der Rechtspolitik berufen (VfSlg 9583 mit weiteren Nachweisen). (T1) Veröff: SSV-NF 2/138
  • 10 ObS 72/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 10 ObS 72/89
    Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 3/44
  • 10 ObS 79/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 10 ObS 79/89
    Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 3/94
  • 10 ObS 359/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 359/89
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 66/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 66/90
    Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 4/31
  • 10 ObS 345/88
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 10 ObS 345/88
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 229/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 10 ObS 229/90
    Beis wie T1
  • 10 ObS 61/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 10 ObS 61/91
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 5/26
  • 10 ObS 102/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 10 ObS 102/91
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 33/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 33/91
    Auch; Beis wie T1 nur: Nur unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen eine Grundlage haben, sind gleichheitswidrig. Dem einfachen Gesetzgeber kommt auch eine, freilich nicht unbegrenzte, rechtspolitische Gestaltungsfreiheit zu, die außer bei einem Exzeß nicht der verfassungsgerichtlichen Kontrolle unterliegt und insoweit auch nicht mit den aus dem Gleichheitsgrundsatz ableitbaren Maßstäben zu messen ist. Innerhalb dieser Grenzen ist die Rechtskontrolle nicht zur Beurteilung der Rechtspolitik berufen. (T2) Veröff: JBl 1992,249 = ZVR 1992/57 S 119
  • 10 ObS 4/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 10 ObS 4/92
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 278/94
    Entscheidungstext OGH 19.12.1994 10 ObS 278/94
  • 6 Ob 75/01z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 75/01z
    Beis wie T1 nur: Unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen eine Grundlage haben, sind gleichheitswidrig. (T3)
  • 10 ObS 400/01y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 400/01y
  • 10 ObS 205/02y
    Entscheidungstext OGH 12.11.2002 10 ObS 205/02y
    Vgl auch; Beisatz: Der Gleichheitssatz setzt dem Gesetzgeber insofern verfassungsrechtliche Schranken, als er ihm verbietet, sachlich nicht begründbare Regelungen zu treffen (VfSlg 13743, 11369 mwN ua). Dem einfachen Gesetzgeber ist es jedoch durch den Gleichheitssatz nicht verwehrt, seine jeweiligen rechtspolitischen Vorstellungen im Rahmen vertretbarer Zielsetzungen auf die ihm geeignet erscheinende Art zu verwirklichen (VfSlg 13743; 7973 mwN ua). (T4); Veröff: SZ 2002/151
  • 10 Ob 360/02t
    Entscheidungstext OGH 12.11.2002 10 Ob 360/02t
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 279/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 279/02f
    Auch
  • 7 Ob 248/05d
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 248/05d
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 79/07i
    Entscheidungstext OGH 03.07.2007 5 Ob 79/07i
    Auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 107/07v
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 ObS 107/07v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4 nur: Dem einfachen Gesetzgeber ist es nicht verwehrt, seine jeweiligen rechtspolitischen Vorstellungen im Rahmen vertretbarer Zielsetzungen auf die ihm geeignet erscheinende Art zu verwirklichen. (T5)
  • 10 ObS 71/12g
    Entscheidungstext OGH 05.06.2012 10 ObS 71/12g
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0053959

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2012

Dokumentnummer

JJR_19880209_OGH0002_010OBS00166_8700000_001

Rechtssatz für 10ObS66/90 10ObS60/98s...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053267

Geschäftszahl

10ObS66/90; 10ObS60/98s; 10ObS52/99s; 10ObS114/04x; 10ObS203/09i; 10ObS7/10t; 10ObS46/11d; 10ObS163/12m; 10ObS40/13z

Entscheidungsdatum

16.04.2013

Norm

ASVG §228 Abs1 Z4
ASVG §234 Abs1 Z9
ASVG §502
ASVG §506a
B-VG Art7
  1. ASVG § 228 heute
  2. ASVG § 228 gültig ab 11.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2005
  3. ASVG § 228 gültig von 01.07.1993 bis 10.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 20/1994
  1. ASVG § 234 heute
  2. ASVG § 234 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 162/2015
  3. ASVG § 234 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2013
  4. ASVG § 234 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  5. ASVG § 234 gültig von 01.07.1996 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  1. ASVG § 502 heute
  2. ASVG § 502 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2025
  3. ASVG § 502 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  4. ASVG § 502 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 417/2015
  5. ASVG § 502 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 288/2014
  6. ASVG § 502 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 434/2013
  7. ASVG § 502 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 441/2012
  8. ASVG § 502 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 398/2011
  9. ASVG § 502 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 403/2010
  10. ASVG § 502 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 450/2009
  11. ASVG § 502 gültig von 01.08.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  12. ASVG § 502 gültig von 01.01.2009 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 346/2008
  13. ASVG § 502 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 289/2008
  14. ASVG § 502 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 359/2007
  15. ASVG § 502 gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 532/2006
  16. ASVG § 502 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 446/2005
  17. ASVG § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 531/2004
  18. ASVG § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  19. ASVG § 502 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 611/2003
  20. ASVG § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 479/2002
  21. ASVG § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2002
  22. ASVG § 502 gültig von 01.03.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 475/2001
  23. ASVG § 502 gültig von 01.03.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  24. ASVG § 502 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2002 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 475/2001
  25. ASVG § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  26. ASVG § 502 gültig von 01.06.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2001
  27. ASVG § 502 gültig von 18.04.2001 bis 31.05.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2001
  28. ASVG § 502 gültig von 01.01.2000 bis 17.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  29. ASVG § 502 gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 411/1996
  1. ASVG § 506a heute
  2. ASVG § 506a gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  3. ASVG § 506a gültig ab 01.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  4. ASVG § 506a gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 506a gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1993
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Gegen die Regelung der Berücksichtigung von Haftzeiten nur unter bestimmten, im ASVG umschriebenen Voraussetzungen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 66/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 66/90
    Veröff: SSV-NF 4/31
  • 10 ObS 60/98s
    Entscheidungstext OGH 09.02.1998 10 ObS 60/98s
    Vgl auch
  • 10 ObS 52/99s
    Entscheidungstext OGH 16.03.1999 10 ObS 52/99s
    Vgl auch
  • 10 ObS 114/04x
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 114/04x
    Vgl auch; Beisatz: § 234 Abs 1 Z 9 ASVG ist nicht auf ausländische Beschäftigungszeiten anzuwenden. (T1)
  • 10 ObS 203/09i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 10 ObS 203/09i
  • 10 ObS 7/10t
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 ObS 7/10t
  • 10 ObS 46/11d
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 ObS 46/11d
    Auch
  • 10 ObS 163/12m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 ObS 163/12m
    Auch; Beisatz: Hier: Zeiten des Maßnahmenvollzugs nach § 21 Abs 2 StGB. (T2)
  • 10 ObS 40/13z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 40/13z
    Beisatz: Dies gilt auch für Arbeitsleistungen im Rahmen des Maßnahmenvollzugs nach § 21 Abs 2 StGB. (T3)
    Beisatz: Die Nichtunterwerfung von arbeitenden Häftlingen unter das System der Pensionsversicherung im österreichischen Recht verstößt auch nicht gegen Art 14 EMRK iVm Art 1 1. Prot EMRK. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0053267

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2013

Dokumentnummer

JJR_19900227_OGH0002_010OBS00066_9000000_001

Rechtssatz für 10ObS66/90; 10ObS52/99s; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053286

Geschäftszahl

10ObS66/90; 10ObS52/99s; 10ObS203/09i; 10ObS7/10t; 10ObS46/11d; 10ObS163/12m; 10ObS40/13z; 10ObS78/24d

Entscheidungsdatum

17.12.2024

Norm

ASVG §4 Abs1
ASVG §4 Abs2
B-VG Art7
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Ein Häftling, der während des Strafvollzuges in den Arbeitsprozess eingegliedert und in einem Gewerbebetrieb der Strafanstalt Stein beschäftigt wird, unterliegt aus dieser Beschäftigung nicht der Sozialversicherungspflicht. Diese Rechtslage verstößt nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz.

VfGH vom 26.11.1971, B 128/71; Veröff: SozM VG,1501

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 66/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 66/90
    Veröff: SSV-NF 4/31
  • 10 ObS 52/99s
    Entscheidungstext OGH 16.03.1999 10 ObS 52/99s
    Auch; Beisatz: Durch Zeiten einer längeren Strafhaft können daher größere Lücken im Versicherungsverlauf entstehen, die nur in Ausnahmefällen zu schließen sind. (T1)
    Beisatz: Weiters vertritt der Verfassungsgerichtshof in ständiger Rechtsprechung die Auffassung, dass in der Sozialversicherung der Grundsatz der Äquivalenz von Beitragsleistung und Versicherungsleistung nicht gilt, sodass auch in Kauf genommen werden muss, dass es in manchen Fällen trotz Leistung von Pflichtbeiträgen zu keiner Versicherungsleistung kommt. (T2)
  • 10 ObS 203/09i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 10 ObS 203/09i
    Auch
  • 10 ObS 7/10t
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 ObS 7/10t
    Auch
  • 10 ObS 46/11d
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 ObS 46/11d
    Auch
  • 10 ObS 163/12m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 ObS 163/12m
    Auch; Beisatz: Hier: Zeiten des Maßnahmenvollzugs nach § 21 Abs 2 StGB. (T3)
  • 10 ObS 40/13z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 40/13z
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für Arbeitsleistungen im Rahmen des Maßnahmenvollzugs nach § 21 Abs 2 StGB. (T4)
    Beisatz: Gegen diese Regelung bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. (T5)
    Beisatz: Die Nichtunterwerfung von arbeitenden Häftlingen unter das System der Pensionsversicherung im österreichischen Recht verstößt auch nicht gegen Art 14 EMRK iVm Art 1 1. Prot EMRK. (T6)
  • 10 ObS 78/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 10 ObS 78/24d
    Beisatz nur wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0053286

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.02.2025

Dokumentnummer

JJR_19900227_OGH0002_010OBS00066_9000000_002

Rechtssatz für 8Ob131/77 (8Ob132/77; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053981

Geschäftszahl

8Ob131/77 (8Ob132/77; 8Ob133/77); 7Ob589/83; 4Ob573/83; 4Ob123/84; 8Ob512/87; 4Ob364/87; 10ObS359/89; 10ObS5/90; 10ObS66/90; 10ObS345/88; 10ObS229/90; 9ObA601/90; 10ObS61/91; 10ObS102/91; 1Ob33/91; 10ObS4/92; 10ObS278/94; 1Ob1/95; 10ObS260/95; 9ObA30/99y; 10ObS300/02v; 4Ob11/04b; 8ObA19/06m; 8ObA53/06m; 9ObA162/07z; 8ObA3/09p; 2Ob252/09m; 1Ob30/11k; 10ObS6/14a; 10ObS92/14y; 9ObA157/13y; 1Ob218/14m; 3Ob83/18d; 10ObS68/19a; 9ObA107/20f; 10ObS138/21y; 10ObS140/21t; 10ObS118/21g; 10ObS160/21h; 3Ob233/22v; 10ObS63/23x; 5Ob184/22b; 9Ob37/24t; 10Ob19/24b

Entscheidungsdatum

11.02.2025

Norm

B-VG Art7
PresseFG 2004 §2
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Der in Artikel 7, B-VG normierte Gleichheitsgrundsatz verbietet willkürliche, unsachliche Differenzierungen auf den Gebieten der Normsetzung und des Normvollzuges vergleiche VfSlg 3197 ua). Der Gleichheitsgrundsatz wird vom Gesetzgeber verletzt, wenn er Gleiches ungleich behandelt vergleiche VfSlg 5737 ua) (hier: keine Antragstellung wegen Paragraph 108, ASVG).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 131/77
    Entscheidungstext OGH 23.11.1977 8 Ob 131/77
  • 7 Ob 589/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 589/83
    nur: Der Gleichheitsgrundsatz wird vom Gesetzgeber verletzt, wenn er Gleiches ungleich behandelt. (T1)
  • 4 Ob 573/83
    Entscheidungstext OGH 04.10.1983 4 Ob 573/83
    nur: Der in Art 7 B-VG normierte Gleichheitsgrundsatz verbietet willkürliche, unsachliche Differenzierungen auf den Gebieten der Normsetzung und des Normvollzuges (vgl VfSlg 3197 ua). (T2)
    Beisatz: Hier: Tarifgestaltung für Schlachtabfallentsorgung (vgl auch 7 Ob 589/83). (T3)
  • 4 Ob 123/84
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 123/84
    Auch; nur T2; Beisatz: Der VfGH hat schon mehrfach ausgesprochen (Slg 5481, 7040, 7705 ua), dass es dem Gesetzgeber nicht verwehrt ist, von einem einmal gewählten Ordnungsprinzip abzugehen, sofern nur die betreffende Regelung in sich sachlich begründbar ist. (T4)
    Veröff: Arb 10512
  • 8 Ob 512/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 8 Ob 512/87
    Beisatz: Hier: Tir SHG. (T5)
    Beisatz: Es bedeutet keine unzulässige unsachliche Differenzierung, wenn für die primären allgemein menschlichen Bedürfnisse des Lebensunterhaltes in einem weiteren Maße gesorgt erscheint, als für die zwar ebenfalls wichtigen aber nur in besonderen Lebenslagen zu gewährenden und demnach unter Berücksichtigung der verschiedensten Umstände des Einzelfalls gerechte und richtige Hilfe in besonderen Lebenslagen. (T6)
  • 4 Ob 364/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 364/87
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 60/172 = JBl 1988,50
  • 10 ObS 359/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 359/89
    nur T2; Beis wie T4
  • 10 ObS 5/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 5/90
    Auch; Beisatz: Wobei unter Sachlichkeit einer Regelung nicht eine "Zweckmäßigkeit" oder "Gerechtigkeit" zu verstehen ist. (T7) Veröff: SSV-NF 4/21
  • 10 ObS 66/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 10 ObS 66/90
  • 10 ObS 345/88
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 10 ObS 345/88
  • 10 ObS 229/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 10 ObS 229/90
    nur T2
  • 9 ObA 601/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 9 ObA 601/90
    Auch
  • 10 ObS 61/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 10 ObS 61/91
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SSV-NF 5/26
  • 10 ObS 102/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 10 ObS 102/91
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 33/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 33/91
    Auch; Beisatz: Der Gleichheitsgrundsatz wird heute als umfassendes Willkürverbot verstanden. (T8)
    Veröff: JBl 1992,249 = ZVR 1992/57 S 119
  • 10 ObS 4/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 10 ObS 4/92
    Auch
  • 10 ObS 278/94
    Entscheidungstext OGH 19.12.1994 10 ObS 278/94
    Auch
  • 1 Ob 1/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 1/95
    Auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 68/132
  • 10 ObS 260/95
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 ObS 260/95
    Auch
  • 9 ObA 30/99y
    Entscheidungstext OGH 02.06.1999 9 ObA 30/99y
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Dem Gesetzgeber ist es aber - außer im Falle eines Exzesses - durch den Gleichheitsgrundsatz nicht verwehrt, seine politischen Zielvorstellungen auf die ihm geeignet erscheinende Art zu verfolgen. (T9)
    Veröff: SZ 72/99
  • 10 ObS 300/02v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 300/02v
    Vgl auch; nur T2
  • 4 Ob 11/04b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 4 Ob 11/04b
    Vgl auch; Beisatz: Das Willkürverbot richtet sich an die Vollziehung und nicht den Gesetzgeber. (T10)
    Beisatz: Die Bindung des Gesetzgebers durch den Gleichheitssatz, mündet in der neueren Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs in verstärktem Maß in ein allgemeines Sachlichkeitsgebot für Gesetze. (T11)
  • 8 ObA 19/06m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 ObA 19/06m
    Vgl; nur T2
  • 8 ObA 53/06m
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 ObA 53/06m
    Vgl; nur T2
  • 9 ObA 162/07z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 162/07z
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 8 ObA 3/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 ObA 3/09p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auf Grundlage des § 38a Abs 2 des Steiermärkischen Krankenanstaltengesetzes 1999 (KALG, LGBl 1999/66) erlassene Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung LGBl1999/52 idF LGBl 2006/141 (Honorarpunkte-Verordnung); der Oberste Gerichtshof teilte die Bedenken des Rechtsmittelwerbers gegen die Gesetzes- und Verfassungskonformität der genannten Verordnung nicht. (T12)
  • 2 Ob 252/09m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 2 Ob 252/09m
    Auch; nur: Der in Art 7 B-VG normierte Gleichheitsgrundsatz verbietet willkürliche, unsachliche Differenzierungen. (T13)
    Beisatz: Hier: § 25 Abs 3 GSpG. (T14)
  • 1 Ob 30/11k
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 30/11k
    Auch; Beis wie T8
  • 10 ObS 6/14a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 6/14a
  • 10 ObS 92/14y
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 92/14y
    Beisatz: Hier: § 208 Satz 2 ASVG. (T15)
  • 9 ObA 157/13y
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 157/13y
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 218/14m
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 218/14m
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/134
  • 3 Ob 83/18d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 83/18d
    Vgl auch; Veröff: SZ 2018/40
  • 10 ObS 68/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 10 ObS 68/19a
  • 9 ObA 107/20f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2021 9 ObA 107/20f
    vgl; Beisatz: Hier: Körperschaft öffentlichen Rechts und Stellenbesetzung. (T16)
    Anm: Veröff: SZ 2021/7
  • 10 ObS 138/21y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 138/21y
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Anwendbarkeit des § 236 Abs 4b ASVG lediglich auf Pensionsanträge ab dem Stichtag 1.1.2020 nicht gleichheitswidrig. (T17)
  • 10 ObS 140/21t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 140/21t
    nur T13; Beis wie T17
  • 10 ObS 118/21g
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 118/21g
    nur T13; Beis wie T17
  • 10 ObS 160/21h
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 160/21h
    nur T13; Beis wie T17
  • 3 Ob 233/22v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.03.2023 3 Ob 233/22v
  • 10 ObS 63/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.06.2023 10 ObS 63/23x
    vgl
  • 5 Ob 184/22b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.07.2023 5 Ob 184/22b
    Beisatz wie T4
  • 9 Ob 37/24t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2024 9 Ob 37/24t
    Beisatz wie T9
  • 10 Ob 19/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 Ob 19/24b
    vgl; Beisatz: Hier: Förderung nach § 1 Abs 1 Z 1 COVID-19-ZweckzuschussG, von der „privat-profitorientierte“ Pflegeheime ausgeschlossen sind. (T18)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0053981

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19771123_OGH0002_0080OB00131_7700000_002

Entscheidungstext 10ObS66/90

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

10ObS66/90

Entscheidungsdatum

27.02.1990

Anmerkung

E20781

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Resch als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag.Engelmaier und Dr.Angst als weitere Richter und die fachkundigen Laienrichter Dr.Elmar Peterlunger (AG) und Karl Klein (AN) in der Sozialgerechtssache der klagenden Partei Kurt B***, ohne Beschäftigung, 1050 Wien, Fendigasse 30/13, vertreten durch Dr.Michael Graff, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei P*** DER A***

(L*** W***), 1092 Wien, Roßauer Lände 3, vor dem Obersten Gerichtshof nicht vertreten, wegen Invaliditätspension, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 10.November 1989, GZ 32 Rs 228/89-11, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien vom 6.Juli 1989, GZ 11 Cgs 63/89-8, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die beklagte Partei ist schuldig, dem Kläger binnen 14 Tagen die einschließlich 274,40 S Umsatzsteuer mit 1.646,40 S bestimmten halben Revisionskosten zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Mit Bescheid vom 16.3.1989 lehnte die beklagte Partei den Antrag des am 24.1.1926 geborenen Klägers vom 12.1.1989 auf Invaliditätspension ab. Da er während der letzten 288 Kalendermonate vor dem Stichtag (1.2.1965 bis 31.1.1989) nur 36 Versicherungsmonate und vom 25.6.1940 bis zum Stichtag nur 160 Versicherungsmonate, davon nur 130 Beitragsmonate, erworben habe, sei die Wartezeit nicht erfüllt.

Die dagegen rechtzeitig erhobene Klage stützte sich im wesentlichen darauf, es sei verfassungswidrig, daß die Haftzeiten von insgesamt 18 Jahren, in denen der Kläger gesetzlich zur Arbeit verpflichtet gewesen sei und diese Arbeit auch erbracht habe, wobei er viele Häftlinge im Bekleidungsgewerbe ausgebildet und dem Staat viel Nützliches geleistet habe, überhaupt nicht als Versicherungszeiten angerechnet würden. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes begehrte er wenigstens eine "Mindestinvalidenrente".

Das Erstgericht wies die Klage mangels Erfüllung der allgemeinen Anspruchsvoraussetzung der Wartezeit ab.

Das Berufungsgericht gab der wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung erhobenen Berufung des Klägers nicht Folge, weil es seine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die richtig angewendeten gesetzlichen Bestimmungen nicht teilte.

Dagegen richtet sich die nicht beantwortete Revision des Klägers wegen Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens und unrichtiger rechtlicher Beurteilung (der Sache) mit den Anträgen, das angefochtene Urteil nach dem angeregten Gesetzesprüfungsverfahren im klagestattgebenden Sinne abzuändern oder allenfalls die Rechtssache zur Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückzuverweisen.

Rechtliche Beurteilung

Die nach Paragraph 46, Absatz 4, ASGG ohne die Beschränkungen des Absatz 2, dieser Gesetzesstelle zulässige Revision ist nicht berechtigt. (Paragraphenzitate ohne Gesetzesangabe beziehen sich auf das ASVG).

Das ASVG regelt die Allgemeine Sozialversicherung im Inland beschäftigter Personen ... (Paragraph eins,). In der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind auf Grund des ASVG versichert (vollversichert) die bei einem oder mehreren Dienstgebern beschäftigten Dienstnehmer (Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins,) und die in den übrigen Ziffern dieses Absatzes genannten Personen. Dienstnehmer iS des ASVG ist, wer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt wird; hiezu gehören auch Personen, bei deren Beschäftigung die Merkmale persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegenüber den Merkmalen selbständiger Ausübung der Erwerbstätigkeit überwiegen (Paragraph 4, Absatz 2,). Personen, die aus der Pflichtversicherung ... ausgeschieden sind oder ausscheiden und vor dem Ausscheiden eine bestimmte Zahl von Versicherungsmonaten erworben haben oder aus einer Versicherung einen bescheidmäßig zuerkannten Anspruch auf eine laufende Leistung hatten, können sich in der Pensionsversicherung weiterversichern, solange sie nicht in einer gesetzlichen Pensionsversicherung pflichtversichert sind oder einen bescheidmäßig zuerkannten Anspruch auf eine laufende Leistung aus einer eigenen gesetzlichen Pensionsversicherung haben (Paragraph 17, Absatz eins,). Die Weiterversicherung ist auf Antrag des Versicherten, soweit dies nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen gerechtfertigt erscheint, auf einer niedrigeren als der nach Absatz eins bis 3 in Betracht kommenden Beitragsgrundlage, jedoch nicht unter den dort angeführten Mindestbeträgen zuzulassen (Paragraph 76 a, Absatz 4,). Die Leistungsansprüche ruhen in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung, solange der Anspruchsberechtigte ... eine länger als einen Monat währende Freiheitsstrafe verbüßt oder in den Fällen der Paragraphen 21, Absatz 2, 22 und 23 StGB in einer der dort genannten Anstalten länger als einen Monat angehalten wird, in der Krankenversicherung überdies für die Dauer der Untersuchungshaft (Paragraph 89, Absatz eins und 2). Unter Versicherungszeiten sind die in den Paragraphen 225 und 226 angeführten Beitragszeiten und die in den Paragraphen 227, 228 und 229 angeführten Ersatzzeiten zu verstehen (Paragraph 224,). Als Beitragszeiten aus der Zeit nach dem 31.12.1955 sind unter den in den folgenden Ziffern genannten Voraussetzungen 1. und 2. Zeiten einer Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung, 3. Zeiten der Weiterversicherung oder sonstigen freiwilligen Versicherung,

4. Zeiten einer pensionsversicherungsfreien Beschäftigung, für die ein Überweisungsbetrag an einen Versicherungsträger geleistet worden ist, 5. Zeiten, für die ein Überweisungsbetrag oder erstattete Beiträge zurückgezahlt worden sind und 6. Zeiten, für die ein Überweisungsbetrag nach Paragraph 314, bzw nach Paragraph 314 a, geleistet worden ist, anzusehen (Paragraph 225, Absatz eins,). Der Beitragszeiten vor dem 1.1.1956 regelnde Paragraph 226, ist überhaupt nicht, der Ersatzzeiten allgemeiner Art aus der Zeit vor dem 1.1.1956 regelnde Paragraph 228 und der Ersatzzeiten für einzelne Zweige der Pensionsversicherung aus der Zeit vor dem 1.1.1956 regelnde Paragraph 229, sind nur hinsichtlich einiger Ziffern näher darzustellen, weil die Haftzeiten des Klägers erst am 1.2.1965 begangen. Unter den Ersatzzeiten gemäß Paragraph 227, aus der Zeit nach dem 31.12.1955 sind Zeiten einer Haft nicht aufgezählt. Als Ersatzzeiten aus der Zeit vor dem 1.1.1956 gelten ua auch Zeiten, während derer der Versicherte infolge einer Freiheitsbeschränkung - sofern es sich nicht um Zeiten einer Freiheitsbeschränkung auf Grund einer Tat handelt, die nach den österreichischen Gesetzen im Zeitpunkt der Begehung strafbar war oder strafbar gewesen wäre, wenn sie im Inland gesetzt worden wäre - an der Verfügung über seine Arbeitskraft gehindert gewesen ist (Paragraph 228, Absatz eins, Ziffer 4,), oder Zeiten der Anstaltspflege, die unmittelbar an den 9.5.1945 anschließen und die im ursächlichen Zusammenhang mit einer Gesundheitsschädigung infolge eines der im Paragraph eins, Absatz eins, Litera c, oder Absatz 2, OFG angeführten Gründe stehen ... Unmittelbarkeit ist auch gegeben, wenn die Heimkehr aus einem Einsatz iS des Paragraph eins, Absatz eins, OFG oder aus Haft oder Anhaltung iS des Paragraph eins, Absatz 2, 1. S OFG zwar später, jedoch innerhalb des im Absatz 2, bezeichneten Zeitraumes gelegen ist (Paragraph 228, Absatz eins, Ziffer 7,). Als neutral sind ua folgende Zeiten anzusehen, die nicht Versicherungszeiten sind: Zeiten einer Untersuchungshaft, wenn das strafgerichtliche Verfahren gemäß Paragraph 90, oder Paragraph 109, StPO eingestellt worden ist oder mit einem Freispruche geendet hat, sowie Zeiten einer Strafhaft, wenn das wiederaufgenommene strafgerichtliche Verfahren eingestellt worden ist oder mit einem Freispruche geendet hat, ferner Zeiten einer Strafhaft auf Grund einer Tat, die nach den österreichischen Gesetzen im Zeitpunkt der Begehung der Tat strafbar war, nach den österreichischen Gesetzen bei Eintritt des Versicherungsfalles jedoch nicht mehr strafbar ist (Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer 9,). Zeiten einer aus den Gründen des Paragraph 500, veranlaßten Untersuchungshaft, Verbüßung einer Freiheitsstrafe, Anhaltung oder Arbeitslosigkeit ... gelten für Personen, die vorher in der Zeit seit dem 1.7.1927 Beitragszeiten gemäß Paragraph 226, oder Ersatzzeiten gemäß Paragraphen 228, oder 229 zurückgelegt haben, als Pflichtbeitragszeiten mit der höchstzulässigen Beitragsgrundlage. Solche als Pflichtbeitragszeiten geltende Zeiten sind beitragsfrei zu berücksichtigen (Paragraph 502, Absatz eins,). Zeiten einer Anhaltung, in Ansehung derer ein österreichisches Gericht rechtskräftig einen Entschädigungsanspruch für strafgerichtliche Anhaltung oder Verurteilung zuerkannt hat, gelten, sofern der Versicherte vor der Anhaltung Beitragszeiten oder Ersatzzeiten in der Pensionsversicherung nach dem ASVG erworben hat, als Versicherungszeiten, und zwar die vor dem Zeitpunkt, ab dem von der betreffenden Versichertengruppe erstmals Beiträge entrichtet werden konnten, gelegenen Anhaltungszeiten als Ersatzzeiten und die nach diesem Zeitpunkt gelegenen Anhaltungszeiten als Beitragszeiten der Pflichtversicherung. Die auf diese Beitragszeiten entfallenden Beiträge hat der Bund an den zuständigen Versicherungsträger nach den jeweils in Geltung gestandenen Vorschriften nachzuentrichten ... (Paragraph 506 a,). Die Anstalten zum Vollzug von Freiheitsstrafen haben nach Maßgabe der Bestimmungen den StVG für den Unterhalt der Strafgefangenen zu sorgen (Paragraph 31, Absatz eins, StVG). Soweit im folgenden nichts anderes bestimmt wird, hat jeder Verurteilte für seinen Unterhalt (Paragraph 31, Absatz eins,) einen Beitrag zu den Kosten des Strafvollzuges in der Höhe des Fünfzehnfachen der Arbeitsvergütung je Arbeitsstunde in der höchsten Vergütungsstufe (Paragraph 52, Absatz eins,) für jeden Tag der Strafzeit zu leisten (Paragraph 32, Absatz 5, StVG). Die Verpflichtung zur Leistung eines Kostenbeitrages nach Absatz 5, entfällt, soweit der Strafgefangene im Rahmen seiner Arbeitspflicht eine zufriedenstellende Arbeitsleistung (Paragraph 51,) erbracht hat oder soweit ihn daran, daß er eine solche Leistung nicht erbracht hat, weder ein vorsätzliches noch ein grob fahrlässiges Verschulden trifft ... (Paragraph 32, Absatz 6, StVG). Jeder arbeitsfähige Strafgefangene ist verpflichtet, Arbeit zu leisten (Paragraph 44, Absatz eins, StVG). Der Ertrag der Arbeit fließt dem Bund zu. Strafgefangene, die eine befriedigende Arbeitsleistung erbringen, haben für die von ihnen geleistete Arbeit eine Arbeitsvergütung zu erhalten (Paragraph 51, Absatz eins und 2 StVG). Die Paragraphen 66 bis 74 StVG regeln die ärztliche Betreuung der Strafgefangenen. Die Paragraphen 75 bis 84 leg cit die Soziale Fürsorge. Im Rahmen derselben sind die Strafgefangenen auch anzuleiten, für die Betreuung ihres Vermögens Vorsorge zu treffen. Ihre darauf gerichteten Bemühungen sind auf ihr Ansuchen im Zusammenwirken mit den zuständigen Behörden und Stellen der freien Wohlfahrtspflege mit Rat und Tat zu unterstützen (Paragraph 75, Absatz 2, StVG). Die Strafgefangenen sind über die Möglichkeiten und Vorteile der freiwilligen Weiterversicherung und Höherversicherung zu belehren. Für die Entrichtung von Beiträgen zur Sozialversicherung dürfen die Strafgefangenen auch Gelder verwenden, die ihnen sonst für die Verschaffung von Leistungen im Strafvollzuge nicht zur Verfügung stehen (Paragraph 75, Absatz 3, StVG). Die Paragraphen 76 bis 84 StVG regeln die Unfallfürsorge.

Aus der dargestellten Gesetzeslage ergibt sich, daß der Gesetzgeber die Sozialversicherungspflicht der Strafgefangenen und die Berücksichtigung von Haftzeiten in der Pensionsversicherung - entgegen der Meinung des Revisionswerbers - insofern geregelt hat als er in bestimmten Fällen (Paragraphen 502, 506 a, 228, Absatz eins, Ziffer 4,) Haftzeiten als Beitrags- oder Ersatzzeiten und in anderen Fällen (Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer 9,) als neutrale Zeiten berücksichtigt. In allen nicht besonders geregelten Fällen sind dagegen Strafgefangene weder in der gesetzlichen Kranken-, noch in der Unfall-, noch in der Pensionsversicherung pflichtversichert, und zwar auch dann nicht, wenn sie im Rahmen ihrer Arbeitspflicht Arbeitsleistungen erbringen, für die sie eine Arbeitsvergütung erhalten.

Gegen diese Regelung der Berücksichtigung von Haftzeiten nur unter bestimmten, im Gesetz umschriebenen Voraussetzungen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.

Nach den übereinstimmenden Rechtsmeinungen des BMsV (SVSlg 19.570), des VwGH (2.2.1972, 782/71 und 62/72, VwSlgNF 8162 = SVSlg 21.171) und des Oberlandesgerichtes Wien (SVSlg 8.868, 21.172, 26.918, 30.930 und 32.418) unterliegen diese auf Grund einer gesetzlichen und nicht auf einer freiwillig übernommenen Arbeitsverpflichtung erbrachten Arbeitsleistungen nicht der Pflichtversicherung. Auch die Lehre vertrtitt die Auffassung, das Sozialversicherungsrecht fordere wie das Arbeitsrecht, daß Beschäftigungsverhältnisse freiwillig begründet werden. Dienste auf Grund öffentlich-rechtlicher Gewaltverhältnisse beruhten auf keinem Dienstvertrag. Deshalb seien Beschäftigungen im Rahmen des Strafvollzuges nicht unter Paragraph 4, Absatz 2, ASVG zu subsumieren vergleiche Krejci-Marhold in Tomandl, SV-System 3. ErgLfg 46;

MGA ASVG 49. ErgLfg 125; Krejci in Rummel, ABGB Paragraph 1151, Rz 16). Der VfGH hat in seinem Erkenntnis vom 26.11.1971, B 128/71, VfSlg 6582 = SVSlg 21.170, ausgesprochen, daß die Entscheidung des Gesetzgebers, wonach eine im Rahmen des Strafvollzuges erbrachte Arbeitsleistung nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegt, weil die für den Bestand eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses erforderliche freiwillige Übernahme einer bestimmten Arbeitsverpflichtung fehlt, nicht gegen das Gleichheitsgebot verstößt.

Der Gesetzgeber ist durch den Gleichheitsgrundsatz verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen (VfSlg 5727 ua). Differenzierungen sind dann sachlich begründet, wenn sie nach objektiven Unterscheidungsmerkmalen vorgenommen werden. Wesentliche Unterschiede im Tatsachenbereich müssen zu unterschiedlichen Regelungen führen (VfSlg 8806 ua). Nur unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden tatsächlichen Unterschieden eine Grundlage haben, sind gleichheitswidrig (VfSlg 8600 ua). Unter der Sachlichkeit einer Regelung ist nicht eine Zweckmäßigkeit oder Gerechtigkeit zu verstehen (VfSlg 4711). Dem einfachen Gesetzgeber kommt auch eine - freilich nicht unbegrenzte - rechtspolitische Gestaltungsfreiheit zu, die außer bei einem Exzeß nicht der verfassungsgerichtlichen Kontrolle unterliegt und insoweit auch nicht mit den aus dem Gleichheitsgrundsatz ableitbaren Maßstäben zu messen ist. Innerhalb dieser Grenzen ist die Rechtskontrolle nicht zur Beurteilung der Rechtspolitik berufen (VfSlg 9583 mwN). Unter Berücksichtigung dieser verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung hat der Oberste Gerichtshof gegen die Anwendung der oben dargestellten gesetzlichen Bestimmungen aus dem Grund der Verfassungswidrigkeit keine Bedenken.

Die Strafgefangenen nach den Paragraphen 66, ff StVG zustehende ärztliche Beutreuung und die ihnen nach den Paragraphen 76, ff leg cit gebührenden Leistungen nach Arbeitsunfällen und Krankheiten iS des Paragraph 76, Absatz 2 bis 4 dieses Gesetzes gewährt diesem Personenkreis einen dem Strafvollzug angepaßten gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungsschutz.

Daß Strafgefangene auch dann, wenn sie im Rahmen ihrer Arbeitspflicht eine Arbeitsleistung erbringen, - anders als zB bei einem Dienstgeber beschäftigte Dienstnehmer - in der gesetzlichen Pensionsversicherung nicht pflichtversichert sind, ist durch die schon erwähnten wesentlichen Unterschiede der Verhältnisse zu rechtfertigen und widerspricht daher - wie vom Verfassungsgerichtshof im zit Erkenntnis festgestellt wurde - , nicht dem Gleichheitsgrundsatz.

Zeiten einer Untersuchungshaft oder Verbüßung einer Freiheitsstrafe oder sonstigen Anhaltung werden nach dem ASVG nur dann als Pflichtbeitragszeiten berücksichtigt, wenn die mit Freiheitsentzug verbundene Maßnahme entweder aus politischen Gründen - außer wegen nationalsozialistischer Betätigung - oder religiösen Gründen oder aus Gründen der Abstammung veranlaßt wurde (Paragraphen 500 und 502 Absatz eins,) oder wenn ein österreichisches Gericht für die Zeiten der Anhaltung (nach dem Strafrechtlichen Entschädigungsgesetz) rechtskräftig einen Entschädigungsanspruch für strafgerichtliche Anhaltung oder Verurteilung zuerkannt hat (Paragraph 506 a,). Solche als Pflichtbeitragszeiten geltende Zeiten sind im erstgenannten Fall beitragsfrei zu berücksichtigen (Paragraph 502, Absatz eins, Satz 3); im zweitgenannten Fall hat der Bund die auf diese Zeiten entfallenden Beiträge an den zuständigen Versicherungsträger nachzuentrichten (Paragraph 506 a, Satz 2). In beiden Fällen handelt es sich um den Ersatz sozialversicherungsrechtlicher Nachteile, die durch vom begünstigten Versicherten nicht verschuldete Freiheitsentzüge verursacht wurden. Eine Ausdehnung dieser Ausnahmebestimmungen auf Zeiten einer verschuldeten Anhaltung wäre gleichheitswidrig. Auch die Anerkennung solcher Zeiten als Ersatzzeiten widerspräche aus ähnlichen Gründen dem Gleichheitsgrundsatz. Unter den vom Gesetzgeber in äußerst kasuistischer Weise festgelegten Fällen, in denen aus soziapolitischen Gründen Zeiten ohne Beitragsentrichtung als Versicherungszeiten berücksichtigt werden, finden sich nur solche, in denen keine Beiträge entrichtet werden konnten, weil sie vor dem Wirksamwerden der heutigen Sozialversicherungsgesetze liegen, oder in denen jemand aus sozial anerkannten Gründen keine Beitragszeiten erwerben konnte. Aus der Zeit nach dem 31.2.1955 handelt es sich dabei vor allem um Zeiten im Zusammenhang mit einer Schulausbildung, Entbindung, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Präsenz- oder Zivildienstleistung vergleiche auch Teschner in Tomandl, SV-System 4. ErgLfg 377; Tomandl, Grundriß des österreichischen Sozialrechts4, 49). Zeiten, während derer jemand infolge einer (selbstverschuldeten) Freiheitsbeschränkung auf Grund einer Tat an der Verfügung über seine Arbeitskraft gehindert war, die nach den österreichischen Gesetzen im Zeitpunkt der Begehung strafbar war oder strafbar gewesen wäre, wenn sie im Inland gesetzt worden wäre, unterscheiden sich von den sozial anerkannten Hinderungsgründen so wesentlich, daß ihre Nichtanerkennung als Ersatzzeiten vergleiche Paragraph 228, Absatz eins, Ziffer 4,) nicht gleichheitswidrig erscheint. Ob es dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht, daß Zeiten einer Strafhaft nur unter den im Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer 9, genannten Voraussetzungen als neutral anzusehen sind, mußte nicht geprüft werden, weil diese Gesetzesstelle im vorliegenden Fall nicht anzuwenden ist. Ein Strafgefangener, auf den die oben erwähnten Ausnahmen des Paragraph 502, Absatz eins und des Paragraph 506 a, nicht zutreffen, erwirbt zwar dadurch, daß er im Rahmen seiner Arbeitspflicht Arbeitsleistungen erbringt, weder Beitragszeiten der Pflichtversicherung noch Ersatzzeiten. Er wird aber durch den Strafvollzug nicht gehindert, sich in der Pensionsversicherung nach Paragraph 17, weiterzuversichern und durch Beitragsentrichtung Beitragszeiten der freiwilligen Versicherung zu erwerben, wobei die Weiterversicherung auf Antrag des Versicherten, soweit dies nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen gerechtfertigt erscheint, nach Paragraph 76 a, Absatz 4, auf einer niedrigeren als der nach Absatz eins bis 3 leg cit in Betracht kommenden Beitragsgrundlage zuzulassen ist. Nach Paragraph 75, Absatz 3, StVG sind die Strafgefangenen über die Möglichkeiten und die Vorteile ua der freiwilligen Weiterversicherung zu belehren, und sie dürfen für die Entrichtung von Beiträgen zur Sozialversicherung auch Gelder verwenden, die ihnen sonst für die Verschaffung von Leistungen im Strafvollzug nicht zur Verfügung stehen. Durch die insbesondere hinsichtlich des Beginnes, des Endes und der Bestimmung der Beitragsmonate sehr flexible Weiterversicherung vergleiche Paragraph 17, Absatz 7 und 8) kann auch ein Strafgefangener weitere Beitragsmonate für die Erfüllung der Wartezeit und/oder einen höheren Steigerungsbetrag erwerben. In diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, daß dann, wenn man davon ausginge, ein Strafgefangener sei durch seine im Rahmen seiner Arbeitspflicht erbrachte Arbeitsleistung in der Pensionsversicherung pflichtversichert, für diese Zeiten wohl ebenfalls Beiträge zu leisten wären. Anders als nach Paragraph 506 a,, wonach der Bund die auf diese Beitragszeiten entfallenden Beiträge (als Teil der strafrechtlichen Entschädigung) an den zuständigen Versicherungsträger nachzuentrichten hat, wäre ein Bundesbeitrag hier nicht zumutbar. Nach Paragraph 32, Absatz 5, StVG hat jeder Verurteilte, soweit im folgenden nichts anderes bestimmt wird, für seinen Unterhalt (Paragraph 31, Absatz eins, leg cit) einen Beitrag zu den Kosten des (defizitären) Strafvollzuges in der Höhe des Fünfzehnfachen der Arbeitsvergütung je Arbeitsstunde in der höchsten Vergütungsstufe (Paragraph 52, Absatz eins, StVG) für jeden Tag der Strafzeit zu leisten. Diese Verpflichtung entfällt, soweit der Strafgefangene im Rahmen seiner Arbeitspflicht eine zufriedenstellende Arbeitsleistung (Paragraph 51, leg cit) erbracht hat oder soweit ihn daran, daß er eine solche Leistung nicht erbracht hat, weder ein vorsätzliches noch ein grob fahrlässiges Verschulden trifft (Paragraph 32, Absatz 6, StVG). Da auch der Versichertengemeinschaft die Erbringung von Leistungen für Zeiten, für die keine Beiträge erbracht wurden, in solchen Fällen nicht zumutbar wäre, müßten diese Beiträge vom Strafgefangenen aufgebracht werden, so daß kein wesentlicher Unterschied zur freiwilligen Versicherung bestünde. Wenn daher der Gesetzgeber die im Rahmen der Arbeitspflicht von Strafgefangenen erbrachten Arbeitsleistungen grundsätzlich weder als Pflichtbeitragszeiten noch als Ersatzzeiten wertet und hievon nur die oben angeführten Ausnahmen macht, beruht dies auf sachlichen Erwägungen.

Der Oberste Gerichtshof hat daher gegen die im vorliegenden Fall anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen aus dem Grund der Verfassungswidrigkeit keine Bedenken, weshalb er entgegen der Anregung des Revisionswerbers beim Verfassungsgerichtshof keinen Antrag nach Artikel 89, Absatz 2, B-VG auf Aufhebung solcher Bestimmungen, insbesondere auch nicht der in der erwähnten Anregung genannten Paragraphen 224, oder 227, zu stellen hat.

Da der Sachverhalt vom Berufungsgericht nach der verfassungsrechtlich unbedenklichen Gesetzeslage rechtlich richtig beurteilt wurde, war der Revision nicht Folge zu geben. Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraph 77, Absatz eins, Ziffer 2, Litera b, ASGG. Wegen der rechtlichen Schwierigkeiten war dem zur Gänze unterlegenen Revisionswerber gegenüber dem Versicherungsträger ein Anspruch auf Ersatz der halben Revisionskosten zuzubilligen (SSV-NF 1/66; 2/29 ua).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:010OBS00066.9.0227.000

Dokumentnummer

JJT_19900227_OGH0002_010OBS00066_9000000_000