Rechtssatz für 2Ob896/54 5Ob56/59 7Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0057240

Geschäftszahl

2Ob896/54; 5Ob56/59; 7Ob42/67; 6Ob254/68; 6Ob25/71 (6Ob26/71); 1Ob208/73; 7Ob761/82; 1Ob502/85 (1Ob503/85); 1Ob631/85; 8Ob526/85; 7Ob524/86; 2Ob572/86 (2Ob573/86); 8Ob516/86; 7Ob594/87; 7Ob518/88; 6Ob513/88; 2Ob528/88; 8Ob598/88; 2Ob545/88; 1Ob654/88 (1Ob655/88); 6Ob635/89; 7Ob705/89; 7Ob536/90; 6Ob615/90; 3Ob543/93; 3Ob507/94; 8Ob225/97i; 1Ob170/99b; 1Ob288/99f; 6Ob80/00h; 3Ob136/00x; 1Ob243/01v; 1Ob307/02g; 4Ob101/05i; 4Ob133/05w; 3Ob158/07t; 3Ob215/07z; 2Ob31/10p; 9Ob66/10m; 7Ob221/10s; 3Ob27/11h; 8Ob115/13i; 8Ob88/17z; 3Ob64/18k; 7Ob196/18a; 7Ob21/19t; 4Ob56/21w

Entscheidungsdatum

27.07.2021

Norm

EheG §57 Abs1
EheG §57 Abs2
  1. EheG § 57 heute
  2. EheG § 57 gültig ab 01.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  3. EheG § 57 gültig von 30.06.1945 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 31/1945
  1. EheG § 57 heute
  2. EheG § 57 gültig ab 01.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  3. EheG § 57 gültig von 30.06.1945 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 31/1945

Rechtssatz

Fortgesetztes ehewidriges Verhalten ist als Einheit aufzufassen, sodass der Fristablauf auf die letzte Handlung abzustellen ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 896/54
    Entscheidungstext OGH 03.12.1954 2 Ob 896/54
  • 5 Ob 56/59
    Entscheidungstext OGH 04.02.1959 5 Ob 56/59
  • 7 Ob 42/67
    Entscheidungstext OGH 08.03.1967 7 Ob 42/67
    Veröff: EFSlg 8628
  • 6 Ob 254/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 6 Ob 254/68
    nur: Fortgesetztes ehewidriges Verhalten ist als Einheit aufzufassen. (T1)
    Beisatz: Daher können auch weiter zurückliegende, an sich als verziehen anzusehende Verfehlungen geltend gemacht werden. (T2)
  • 6 Ob 25/71
    Entscheidungstext OGH 10.02.1971 6 Ob 25/71
    nur T1
  • 1 Ob 208/73
    Entscheidungstext OGH 13.02.1974 1 Ob 208/73
  • 7 Ob 761/82
    Entscheidungstext OGH 11.11.1982 7 Ob 761/82
  • 1 Ob 502/85
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 1 Ob 502/85
  • 1 Ob 631/85
    Entscheidungstext OGH 28.08.1985 1 Ob 631/85
    nur T1; Beisatz: Dort, wo der Scheidungsgrund nicht in einem punktuellen Verhalten besteht, sondern wo sich eine Reihe von an sich nicht so schwerwiegenden Vorfällen in ihrer Gesamtheit allmählich zu einem Scheidungsgrund verdichten, läuft die Frist erst von der Kenntnisnahme der letzten in diesem Zusammenhang konkretisierbaren ehewidrigen Handlung des Partners. (T3)
  • 8 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 27.11.1985 8 Ob 526/85
  • 7 Ob 524/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 524/86
  • 2 Ob 572/86
    Entscheidungstext OGH 06.05.1986 2 Ob 572/86
    nur T1
  • 8 Ob 516/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 8 Ob 516/86
    Auch
  • 7 Ob 594/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 594/87
  • 7 Ob 518/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 518/88
  • 6 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 6 Ob 513/88
  • 2 Ob 528/88
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 2 Ob 528/88
  • 8 Ob 598/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 8 Ob 598/88
    Auch
  • 2 Ob 545/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 2 Ob 545/88
  • 1 Ob 654/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 1 Ob 654/88
  • 6 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 635/89
  • 7 Ob 705/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 705/89
  • 7 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 536/90
  • 6 Ob 615/90
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 6 Ob 615/90
  • 3 Ob 543/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 543/93
    Beis wie T2
  • 3 Ob 507/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 507/94
    Beisatz: Gilt nur für Eheverfehlungen, die eine Einheit bilden. Dies ist der Fall, wenn die Eheverfehlungen gleichartig sind oder zwar nicht einzeln, aber in ihrer Gesamtheit eine schwere Eheverfehlung im Sinn des § 49 EheG darstellen. (T4)
  • 8 Ob 225/97i
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 8 Ob 225/97i
    Beis wie T3
  • 1 Ob 170/99b
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 170/99b
  • 1 Ob 288/99f
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 288/99f
    nur T1
  • 6 Ob 80/00h
    Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 80/00h
    Beisatz: Hier: Die dem Beklagten vorgeworfenen - auf einen jähzornigen und manchmal auch aggressiven Charakter zurückgehenden - Verhaltensweisen reichen bis zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft, sodass - Ehewidrigkeit vorausgesetzt - von einer Verjährung keine Rede sein kann. (T5)
  • 3 Ob 136/00x
    Entscheidungstext OGH 15.11.2000 3 Ob 136/00x
  • 1 Ob 243/01v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 243/01v
    nur T1; Beisatz: Die Frist gemäß § 57 Abs 1 EheG beginnt daher erst mit Kenntnisnahme der letzten in diesem Zusammenhang konkretisierbaren Handlung des Partners. (T6)
  • 1 Ob 307/02g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 307/02g
    Beisatz: Die 10-Jahres-Frist des § 57 Abs 2 EheG beginnt mit dem Eintritt des Scheidungsgrundes, somit dem Zeitpunkt, in dem die Eheverfehlung gesetzt wird, zu laufen. (T7)
  • 4 Ob 101/05i
    Entscheidungstext OGH 14.06.2005 4 Ob 101/05i
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Auf die Kenntnis des anderen Ehegatten kommt es nicht an. (T8)
  • 4 Ob 133/05w
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 4 Ob 133/05w
  • 3 Ob 158/07t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 158/07t
  • 3 Ob 215/07z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 215/07z
    Auch
  • 2 Ob 31/10p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 2 Ob 31/10p
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 9 Ob 66/10m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 66/10m
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 7 Ob 221/10s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 221/10s
  • 3 Ob 27/11h
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 27/11h
    Beis wie T3
  • 8 Ob 115/13i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 115/13i
    Auch
  • 8 Ob 88/17z
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 88/17z
  • 3 Ob 64/18k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 64/18k
    nur T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 196/18a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 196/18a
    Beis wie T3
  • 7 Ob 21/19t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 21/19t
  • 4 Ob 56/21w
    Entscheidungstext OGH 27.07.2021 4 Ob 56/21w
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0057240

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19541203_OGH0002_0020OB00896_5400000_002

Rechtssatz für 1Ob452/51; 5Ob388/58; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014645

Geschäftszahl

1Ob452/51; 5Ob388/58; 2Ob487/61; 4Ob102/61; 7Ob28/65; 1Ob137/72 (1Ob138/72); 7Ob178/72; 7Ob162/72; 3Ob222/75 (3Ob223/75); 1Ob748/76; 5Ob896/76; 8Ob580/77; 7Ob551/80; 5Ob598/82 (5Ob599/82); 3Ob626/83; 3Ob629/83; 8Ob564/84; 7Ob517/86; 6Ob518/88; 7Ob724/88; 6Ob635/89; 8ObA223/95; 1Ob238/99b; 8Ob165/00y; 6Ob280/01x; 4Ob165/07d; 9ObA91/09m; 1Ob214/09s; 3Ob201/10w; 8Ob146/10v; 5Ob190/15z; 7Ob74/16g; 2Ob120/17m; 4Ob28/19z; 2Ob189/19m; 2Ob91/20a; 8Ob41/25z; 2Ob102/25a

Entscheidungsdatum

18.09.2025

Norm

ABGB §865
  1. ABGB § 865 heute
  2. ABGB § 865 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 865 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 865 gültig von 01.07.2007 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  5. ABGB § 865 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  6. ABGB § 865 gültig von 01.07.1984 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 136/1983

Rechtssatz

Wer einen Vertrag wegen Handlungsunfähigkeit eines der Vertragspartner anficht, hat auch dann die Handlungsunfähigkeit zu beweisen, wenn die betreffende Person kurz nach Vertragsabschluss entmündigt wurde. Dieser Umstand ist nur bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Ist allerdings festgestellt, dass ein dauernder Zustand der Handlungsunfähigkeit bestand, so hat die Gegenseite zu beweisen, dass im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein lichter Moment bestand.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 452/51
    Entscheidungstext OGH 04.07.1951 1 Ob 452/51
    Veröff: SZ 24/179
  • 5 Ob 388/58
    Entscheidungstext OGH 03.12.1958 5 Ob 388/58
  • 2 Ob 487/61
    Entscheidungstext OGH 07.12.1961 2 Ob 487/61
    Veröff: JBl 1962,500
  • 4 Ob 102/61
    Entscheidungstext OGH 19.12.1961 4 Ob 102/61
    Veröff: Arb 7550
  • 7 Ob 28/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 7 Ob 28/65
  • 1 Ob 137/72
    Entscheidungstext OGH 05.07.1972 1 Ob 137/72
  • 7 Ob 178/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 7 Ob 178/72
  • 7 Ob 162/72
    Entscheidungstext OGH 06.09.1972 7 Ob 162/72
    nur: Wer einen Vertrag wegen Handlungsunfähigkeit eines der Vertragspartner anficht, hat die Handlungsunfähigkeit zu beweisen. (T1)
  • 3 Ob 222/75
    Entscheidungstext OGH 09.12.1975 3 Ob 222/75
    nur T1
  • 1 Ob 748/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 748/76
    nur T1; Veröff: JBl 1977,537 = NZ 1980,53
  • 5 Ob 896/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 5 Ob 896/76
    nur T1
  • 8 Ob 580/77
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 8 Ob 580/77
    nur T1; Beisatz: Da grundsätzlich von Handlungsfähigkeit auszugehen ist, muss es in der Natur des geschlossenen Vertrages oder in sonstigen besonderen Umständen gelegen sein, um den Vertragspartner in Ansehung des von ihm geschlossenen Vertrages rechtlich als handlungsunfähig behandeln zu können. (T2)
  • 7 Ob 551/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 7 Ob 551/80
    nur T1
  • 5 Ob 598/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 598/82
    nur T1; nur: Ist allerdings festgestellt, dass ein dauernder Zustand der Handlungsunfähigkeit bestand, so hat die Gegenseite zu beweisen, dass im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein lichter Moment bestand. (T3)
  • 3 Ob 626/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 3 Ob 626/83
    nur T1
  • 3 Ob 629/83
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 629/83
    nur T1
  • 8 Ob 564/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 564/84
    Zweiter Rechtsgang zu 8 Ob 580/77
  • 7 Ob 517/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 517/86
    nur T1
  • 6 Ob 518/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 6 Ob 518/88
    nur T1
  • 7 Ob 724/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 724/88
    nur T1
  • 6 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 635/89
    nur T3
  • 8 ObA 223/95
    Entscheidungstext OGH 22.06.1995 8 ObA 223/95
    Auch
  • 1 Ob 238/99b
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 238/99b
    Auch; Beisatz: Die Beurteilung der Geschäftsfähigkeit ist eine Rechtsfrage. (T4)
  • 8 Ob 165/00y
    Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 Ob 165/00y
    nur T3
  • 6 Ob 280/01x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 280/01x
    nur T1; nur T3
  • 4 Ob 165/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 165/07d
    nur T1
  • 9 ObA 91/09m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 9 ObA 91/09m
    Auch; Beisatz: Da grundsätzlich von der Handlungsfähigkeit einer natürlichen Person auszugehen ist, hat derjenige, der sich auf eine Geschäftsunfähigkeit beruft, die Behauptungs- und Beweislast für die Umstände, aus denen auf die Geschäftsunfähigkeit geschlossen werden kann. (T5)
  • 1 Ob 214/09s
    Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 214/09s
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 3 Ob 201/10w
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 201/10w
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 8 Ob 146/10v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 146/10v
    Auch; nur T3; Beis wie T5
  • 5 Ob 190/15z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 190/15z
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 74/16g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 74/16g
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 120/17m
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 120/17m
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 28/19z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 28/19z
    nur T1
  • 2 Ob 189/19m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2019 2 Ob 189/19m
    nur T1; nur T3
  • 2 Ob 91/20a
    Entscheidungstext OGH 14.10.2020 2 Ob 91/20a
    nur T1
  • 8 Ob 41/25z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.03.2025 8 Ob 41/25z
    nur T1; Beisatz wie T5
  • 2 Ob 102/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.09.2025 2 Ob 102/25a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0014645

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2025

Dokumentnummer

JJR_19510704_OGH0002_0010OB00452_5100000_001

Rechtssatz für 1Ob669/85 (1Ob670/85); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041671

Geschäftszahl

1Ob669/85 (1Ob670/85); 6Ob503/86; 1Ob538/86; 2Ob635/86; 2Ob615/86; 6Ob659/86; 2Ob691/86; 2Ob711/86 (2Ob712/86); 2Ob505/87; 8Ob685/86; 2Ob526/87 (2Ob527/87); 6Ob616/87; 2Ob703/87; 7Ob570/88; 8Ob564/88; 7Ob608/88; 4Ob591/88; 4Ob611/88; 7Ob713/88; 5Ob503/89; 6Ob635/89; 8Ob642/89; 3Ob543/93; 4Ob1571/95; 9Ob269/99w; 1Ob202/01i; 7Ob193/15f; 4Ob195/25t

Entscheidungsdatum

20.02.2026

Norm

ZPO §460
ZPO §503 Abs1 Z2 C1b
  1. ZPO § 460 heute
  2. ZPO § 460 gültig ab 14.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2023
  3. ZPO § 460 gültig von 01.05.2022 bis 13.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 460 gültig von 01.01.2020 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  5. ZPO § 460 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  6. ZPO § 460 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  7. ZPO § 460 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2003
  8. ZPO § 460 gültig von 01.01.2003 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  9. ZPO § 460 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1999
  10. ZPO § 460 gültig von 01.01.1987 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 70/1985
  1. ZPO § 503 heute
  2. ZPO § 503 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Da das Ehescheidungsverfahren seit der Novelle BGBl 1983/566 nicht mehr der Offizialmaxime unterliegt, ist nunmehr die Wiederholung einer von der zweiten Instanz verworfenen Mängelrüge in der Revision unzulässig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 669/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 669/85
  • 6 Ob 503/86
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 6 Ob 503/86
  • 1 Ob 538/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 1 Ob 538/86
  • 2 Ob 635/86
    Entscheidungstext OGH 09.09.1986 2 Ob 635/86
  • 2 Ob 615/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 2 Ob 615/86
  • 6 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 6 Ob 659/86
  • 2 Ob 691/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 2 Ob 691/86
  • 2 Ob 711/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 2 Ob 711/86
  • 2 Ob 505/87
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 2 Ob 505/87
  • 8 Ob 685/86
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 685/86
  • 2 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 526/87
  • 6 Ob 616/87
    Entscheidungstext OGH 02.07.1987 6 Ob 616/87
  • 2 Ob 703/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 2 Ob 703/87
  • 7 Ob 570/88
    Entscheidungstext OGH 28.04.1988 7 Ob 570/88
  • 8 Ob 564/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 8 Ob 564/88
  • 7 Ob 608/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 7 Ob 608/88
  • 4 Ob 591/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 4 Ob 591/88
  • 4 Ob 611/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 4 Ob 611/88
    nur: Da das Ehescheidungsverfahren seit der Novelle BGBl 1983/566 nicht mehr der Offizialmaxime unterliegt. (T1) Beisatz: Auch im Scheidungsverfahren gilt die Dispositionsmaxime (der Verhandlungsgrundsatz) allein den Parteien obliegen die Tatsachenbehauptungen. Der Sachverhalt ist nicht von Amts wegen aufzuklären; der Entscheidung dürfen vielmehr nur die Tatsachen zugrundegeleget werden, die von den Parteien vorgebracht werden. (T2)
  • 7 Ob 713/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 713/88
  • 5 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 5 Ob 503/89
  • 6 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 635/89
  • 8 Ob 642/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 8 Ob 642/89
  • 3 Ob 543/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 543/93
  • 4 Ob 1571/95
    Entscheidungstext OGH 23.05.1995 4 Ob 1571/95
  • 9 Ob 269/99w
    Entscheidungstext OGH 17.11.1999 9 Ob 269/99w
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 202/01i
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 202/01i
    Beisatz: Die zu Unrecht erfolgte Verneinung eines Verfahrensmangels erster Instanz durch das Berufungsgericht stellt nicht per se einen Mangel des Berufungsverfahrens dar. (T3)
  • 7 Ob 193/15f
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 193/15f
  • 4 Ob 195/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2026 4 Ob 195/25t
    Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0041671

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19851113_OGH0002_0010OB00669_8500000_001

Rechtssatz für 7Ob557/87; 6Ob635/89; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0056498

Geschäftszahl

7Ob557/87; 6Ob635/89; 3Ob177/97v; 7Ob115/03t; 7Ob157/04w; 6Ob241/12b; 7Ob193/15f; 3Ob93/20b; 4Ob195/25t

Entscheidungsdatum

20.02.2026

Rechtssatz

Allgemein hat derjenige, der eine Scheidungsklage nach Paragraph 49, EheG einbringt, nur das Vorliegen schwerer Eheverfehlungen zu beweisen, nicht aber auch den Gesundheitszustand seines Gegners, aus dem dessen volle Verantwortlichkeit für die Eheverfehlungen abgeleitet wird. Vielmehr ist es Sache des Gegners, einen Gesundheitszustand zu beweisen, der den nachgewiesenen Eheverfehlungen die Qualifikation eines Scheidungsgrundes nach Paragraph 49, EheG nimmt. Ist aber dem Beklagten der Beweis gelungen, dass er an einer geistigen Störung leidet, die seinem Verhalten allgemein die Qualifikation von Ehescheidungsgründen aus Verschulden nehmen würde, muss der Kläger beweisen, dass im Einzelfall bestimmte Verfehlungen nicht von diesem Ausschluss betroffen sind.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 557/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 557/87
  • 6 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 635/89
  • 3 Ob 177/97v
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 177/97v
    nur: Ist aber dem Beklagten der Beweis gelungen, dass er an einer geistigen Störung leidet, die seinem Verhalten allgemein die Qualifikation von Ehescheidungsgründen aus Verschulden nehmen würde, muss der Kläger beweisen, dass im Einzelfall bestimmte Verfehlungen nicht von diesem Ausschluss betroffen sind. (T1)
  • 7 Ob 115/03t
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 7 Ob 115/03t
    Beisatz: Der Scheidungskläger muss daher das Vorliegen schwerer Eheverfehlungen beweisen, nicht aber den Gesundheitszustand seines Gegners. Es ist Sache des Gegners, einen Gesundheitszustand zu beweisen, der den nachgewiesenen Eheverfehlungen die Qualifikation eines Scheidungsgrundes nimmt. (T2)
  • 7 Ob 157/04w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 157/04w
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 241/12b
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 241/12b
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 193/15f
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 193/15f
  • 3 Ob 93/20b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 3 Ob 93/20b
  • 4 Ob 195/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2026 4 Ob 195/25t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0056498

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19870326_OGH0002_0070OB00557_8700000_002