Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2025/03/0024

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2025/03/0024

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Index

L65002 Jagd Wild Kärnten

Norm

JagdG Krnt 2000 §14
JagdG Krnt 2000 §14 Abs1
JagdG Krnt 2000 §14 Abs2
JagdG Krnt 2000 §2 Abs1
JagdG Krnt 2000 §2 Abs2 lita
JagdG Krnt 2000 §5 Abs1

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 2, Absatz eins, K-JG wird das Jagdrecht entweder als Eigenjagd oder als Gemeindejagd ausgeübt, wobei in Eigenjagdgebieten gemäß Paragraph 2, Absatz 2, Litera a, K-JG die Grundeigentümer jagdausübungsberechtigt sind. Die Anerkennung als Eigenjagdgebiet setzt gemäß Paragraph 5, Absatz eins, K-JG eine demselben Eigentümer gehörende, zusammenhängende, jagdlich nutzbare Grundfläche von mindestens 115 ha voraus. An diese Bestimmungen knüpft die Vorschrift des Paragraph 14, K-JG an, die für den Fall der "Veränderung des Jagdgebietes" Regelungen enthält, die von einer Verständigungspflicht des Grundeigentümers bei der Veräußerung von zumindest Teilen eines Eigenjagdgebietes (Paragraph 14, Absatz eins, erster Satz K-JG) über die Wirkungen der Entstehung eines Eigenjagdgebietes im Laufe der Pachtdauer der Gemeindejagd (Paragraph 14, Absatz 2, K-JG) bis zum Anschluss von Grundflächen an andere Jagdgebiete reichen, wenn die Grundflächen den Erfordernissen für ein Eigenjagdgebiet nicht mehr entsprechen (Paragraph 14, Absatz eins, letzter Satz K-JG).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2025030024.J01

Im RIS seit

22.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2025

Dokumentnummer

JWR_2025030024_20251118J01

Rechtssatz für Ro 2025/03/0024

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2025/03/0024

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Index

L65002 Jagd Wild Kärnten

Norm

JagdG Krnt 2000 §1 Z1
JagdG Krnt 2000 §14 Abs1
JagdG Krnt 2000 §3

Rechtssatz

Zu den Zielen des Gesetzes zählt gemäß Paragraph eins, Ziffer eins, K-JG die Sicherstellung einer geordneten und planmäßigen Jagdwirtschaft im öffentlichen Interesse, um einen artenreichen, gesunden, geschlechtlich ausgewogenen und den Lebensraumverhältnissen angemessenen Wildbestand in Kärnten zu erzielen und zu erhalten, insbesondere zur Wildschadensverhütung in der Land- und Forstwirtschaft vergleiche ferner Paragraph 3, K-JG zu den Grundsätzen des geordneten Jagdbetriebs). Anordnungen über die Mindestgröße von Eigenjagdgebieten dienen unter anderem der Verwirklichung des Zieles, eine geordnete Jagdwirtschaft zu gewährleisten vergleiche generell VfSlg. 7183 aus 1973, und - zu den Bestimmungen des Kärntner Jagdgesetzes 1961 betreffend das Mindestausmaß von Jagdgebieten - etwa VfSlg. 6688 aus 1972,; zur Sicherstellung eines ausgedehnten Lebensraums für die verschiedenen Wildarten vergleiche anlässlich einer Bestimmung des Tiroler Jagdgesetzes allgemein VwGH 24.9.2020, Ra 2020/03/0085, mwN). Angesichts dessen kann es für das Anschließen (von Grundflächen) nicht darauf ankommen, aus welchen Gründen das für eine Eigenjagd erforderliche Flächenausmaß nicht mehr gegeben ist. Ein gegenläufiges Verständnis würde somit auch der erwähnten Zielsetzung des Gesetzes nicht ausreichend Rechnung tragen. Ein in der Revision befürchteter "weitläufiger Interpretationsspielraum" für die Bezirksverwaltungsbehörden besteht nicht, weil der in Paragraph 14, Absatz eins, letzter Satz K-JG vorgesehene Anschluss an andere Jagdgebiete nur bei Vorliegen der dort gesetzlich normierten Voraussetzungen zulässig ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2025030024.J02

Im RIS seit

22.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2025

Dokumentnummer

JWR_2025030024_20251118J02

Rechtssatz für Ro 2025/03/0024

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ro 2025/03/0024

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Index

L65002 Jagd Wild Kärnten

Norm

JagdG Krnt 2000 §14
JagdG Krnt 2000 §5

Rechtssatz

Unter einer Veräußerung im Sinne des Paragraph 14, K-JG ist jede Änderung in der Person des Grundeigentümers im Sinne des Paragraph 5, K-JG zu verstehen, insbesondere unabhängig davon, ob diese auf rechtsgeschäftlichem oder hoheitlichem Wege, im Zuge einer Einzel- oder Gesamtrechtsnachfolge, derivativ oder originär erfolgt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2025030024.J03

Im RIS seit

22.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2025

Dokumentnummer

JWR_2025030024_20251118J03

Rechtssatz für Ro 2025/03/0024

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ro 2025/03/0024

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §21 Abs1 Z4
  1. VwGG § 21 heute
  2. VwGG § 21 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 21 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 21 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 21 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 21 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  7. VwGG § 21 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/17/0084 B 27. Juli 2016 RS 2

Stammrechtssatz

Ein Streithelfer, der auf der Seite der revisionswerbenden Partei in das Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof eintritt, ist im Gesetz nicht vorgesehen. Ein Beitritt als mitbeteiligte Partei auf Seiten der revisionswerbenden Partei findet im VwGG sohin keine Deckung vergleiche VwGH vom 9. September 2015, Ro 2015/03/0002).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2025030024.J04

Im RIS seit

22.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2025

Dokumentnummer

JWR_2025030024_20251118J04

Rechtssatz für Ro 2025/03/0024

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ro 2025/03/0024

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §47 Abs2 Z2
VwGG §47 Abs5
  1. VwGG § 47 heute
  2. VwGG § 47 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 47 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 47 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 47 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 47 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 47 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004
  1. VwGG § 47 heute
  2. VwGG § 47 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 47 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 47 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 47 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 47 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 47 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2025/03/0036 E 18. November 2025 RS 5

Stammrechtssatz

Gemäß Paragraph 47, Absatz 2, Ziffer 2, in Verbindung mit Absatz 5, VwGG hat im Fall der Abweisung der Revision jener Rechtsträger, in dessen Namen die Behörde in dem dem Verfahren vor dem VwG vorangegangenen Verwaltungsverfahren gehandelt hat, Anspruch auf Aufwandersatz. Anspruchsberechtigt ist daher dieser Rechtsträger, nicht aber die belangte Behörde.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2025030024.J05

Im RIS seit

22.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2025

Dokumentnummer

JWR_2025030024_20251118J05