Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §38
AVG §69 Abs1 Z3

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2001/06/0161 E 18. Juni 2003 RS 2 (hier: ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Bloß daraus, dass in zwei Verfahren als Grundlage für die Beurteilung jeweils verschiedener Ansprüche derselbe Sachverhalt zu beurteilen ist, folgt noch nicht, dass mit einem dieser Verfahren bis zur Erledigung des anderen zuzuwarten ist, und zwar auch dann nicht, wenn in dem anderen Verfahren über diese Frage als Hauptfrage zu entscheiden wäre vergleiche das Erkenntnis vom 21. April 1998, Zl. 95/08/0139). Die rechtliche Beurteilung einer Vorfrage erwächst nicht in Rechtskraft.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L01

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L01

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/10/0023 E 20. Mai 2015 RS 2 (hier: ohne den ersten Satz)

Stammrechtssatz

Das VwG hat vor dem Hintergrund des Paragraph 17, VwGVG 2014 seine Entscheidung iSd Paragraphen 58, Absatz 2 und 60 AVG zu begründen vergleiche E 21. Oktober 2014, Ro 2014/03/0076). Eine auf Paragraph 17, VwGVG 2014 in Verbindung mit Paragraph 38, AVG gestützte Aussetzungsentscheidung stellt eine Ausübung des in Paragraph 38, AVG eingeräumten Ermessens dar. Auch Ermessensentscheidungen sind allerdings nach Paragraph 60, AVG in der Weise zu begründen, dass in der Begründung die für die Ermessensübung maßgebenden Umstände und Erwägungen insoweit aufgezeigt werden, als dies für die Rechtsverfolgung durch die Parteien und für die Nachprüfbarkeit des Ermessensaktes auf seine Übereinstimmung mit dem Sinn des Gesetzes vergleiche Artikel 133, Absatz 3, B-VG) erforderlich ist; dies erfordert jedenfalls eine die besonderen Verhältnisse des Einzelfalls voll berücksichtigende Interessenabwägung. Erweist sich die Begründung des Aussetzungsbeschlusses als mangelhaft, so kommt diesem Begründungsmangel auch Relevanz zu, weil ohne entsprechende Darlegungen nicht beurteilt werden kann, ob die Aussetzung zu Recht erfolgt ist.

Schlagworte

Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel Ermessen VwRallg8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L02

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L02

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2022/05/0112 E 7. Dezember 2022 RS 1

Stammrechtssatz

Das Unterlassen jeglicher argumentativer Auseinandersetzung mit einem Beschwerdevorbringen führt jedenfalls zu einem Begründungsmangel einer Entscheidung des VwG vergleiche VwGH 22.11.2018, Ro 2017/07/0033).

Schlagworte

Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L03

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L03

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Rechtssatz

Die Frage der Zuständigkeit oder Unzuständigkeit einer Behörde ist eine stets notwendige verfahrensrechtliche Vorfrage eines Sachbegehrens vergleiche VwGH 31.1.2008, 2007/06/0210, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L04

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L04

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
20/05 Wohnrecht Mietrecht
58/03 Sicherung der Energieversorgung

Norm

B-VG Art119 Abs1
B-VG Art119 Abs2
HeizKG 1992 §25 Abs1 Z8
HeizKG 1992 §25 Abs1 Z8a
HeizKG 1992 §25 Abs2
MietenG §36 Gemeinden 1979
MRG §39 Abs1
MRG §39 Abs2
  1. B-VG Art. 119 heute
  2. B-VG Art. 119 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 119 gültig von 22.11.1963 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 267/1963
  4. B-VG Art. 119 gültig von 21.07.1962 bis 21.11.1963 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  5. B-VG Art. 119 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 119 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 119 heute
  2. B-VG Art. 119 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 119 gültig von 22.11.1963 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 267/1963
  4. B-VG Art. 119 gültig von 21.07.1962 bis 21.11.1963 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  5. B-VG Art. 119 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 119 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. MRG § 39 heute
  2. MRG § 39 gültig ab 01.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  3. MRG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/1999
  4. MRG § 39 gültig von 01.01.1982 bis 31.12.1998
  1. MRG § 39 heute
  2. MRG § 39 gültig ab 01.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  3. MRG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/1999
  4. MRG § 39 gültig von 01.01.1982 bis 31.12.1998

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Rechtssatz

Bei der Legung bzw. Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit der Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 8 und 8 a HeizKG 1992 handelt es sich um eine von der Gemeinde Wien im übertragenen Wirkungsbereich zu besorgende Angelegenheit vergleiche Paragraph 25, Absatz 2, HeizKG 1992 in Verbindung mit Paragraph 39, Absatz eins und 2 MRG und der Kundmachung Bundesgesetzblatt Nr. 299 aus 1979,).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L05

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L05

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

L00019 Landesverfassung Wien
L10109 Stadtrecht Wien
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
58/03 Sicherung der Energieversorgung

Norm

B-VG Art119 Abs2
HeizKG 1992 §25 Abs1 Z8
HeizKG 1992 §25 Abs1 Z8a
WStV 1968 §79 Abs1
  1. B-VG Art. 119 heute
  2. B-VG Art. 119 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 119 gültig von 22.11.1963 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 267/1963
  4. B-VG Art. 119 gültig von 21.07.1962 bis 21.11.1963 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  5. B-VG Art. 119 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 119 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Rechtssatz

Paragraph 79, Absatz eins, erster Satz WStV1968 bestimmt in Entsprechung des Artikel 119, Absatz 2, erster Satz B-VG, dass der übertragene Wirkungsbereich (ausgenommen die vom Magistrat als Bezirksverwaltungsbehörde wahrzunehmenden Angelegenheiten) vom Bürgermeister ausgeübt wird. Für die von der Gemeinde Wien zu besorgenden Angelegenheiten des HeizKG 1992 ist somit der Bürgermeister der Stadt Wien und nicht der Magistrat der Stadt Wien zuständig.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L06

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L06

Rechtssatz für Ra 2022/06/0237

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ra 2022/06/0237

Entscheidungsdatum

31.03.2023

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwGVG 2014 §27

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0238

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2018/08/0234 E 29. Jänner 2020 RS 7 (hier: ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Es entspricht der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes, dass die Verwaltungsgerichte in jenen Fällen, in denen die Verwaltungsbehörde, deren Entscheidung bekämpft wird, unzuständig war, allein dafür zuständig sind, diese Unzuständigkeit - unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer dies im Verfahren vorgebracht hat - aufzugreifen und den bekämpften Bescheid ersatzlos zu beheben vergleiche VwGH 27.3.2018, Ra 2017/06/0247; 25.5.2016, Ra 2015/06/0095, mwN und Hinweis auf die insoweit übertragbare Judikatur zur Rechtslage vor Einführung der Verwaltungsgerichtsbarkeit erster Instanz). Die Unzuständigkeit kann auch darin liegen, dass ein für die verwaltungsbehördliche Entscheidung notwendiger Antrag fehlt vergleiche VwGH 27.3.2018, Ra 2015/06/0072, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022060237.L07

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2023

Dokumentnummer

JWR_2022060237_20230331L07