Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg

Norm

BauTG Slbg 1976 §2 Abs1;
BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;
BauTG Slbg 1976 §2;

Rechtssatz

Der VwGH hat zu den Bestimmungen des Paragraph 2, Slbg BauTG 1976 bereits mit E vom 11. Dezember 1980, 1153/77, ausgesprochen, dass es sowohl bei der "Berücksichtigung des örtlichen Baucharakters" (Paragraph 2, Absatz eins, leg. cit.) als auch bei der Beurteilung der Störung "des gegebenen oder beabsichtigten Orts-, Straßen- und Landschaftsbildes" nicht vordringlich darauf ankommt, ob zu beurteilende Bauten oder Bauelemente für ein bestimmtes Gebiet typisch oder atypisch, üblich oder unüblich sind. Vielmehr kommt es sowohl nach Absatz eins, wie nach Absatz 2, des Paragraph 2, Slbg BauTG 1976 auf den optischen Eindruck im Einzelfall an, und zwar nach Absatz eins, auf den Gesamteindruck des Bauwerks als solchen, nach Absatz 2, darauf, inwieweit es sich in das bestehende oder (nach generellen Normen) beabsichtigte Ortsbild oder Straßenbild einfügt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L01

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L01

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg

Norm

BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;

Rechtssatz

Wesentlich ist, dass das Ortsbild noch als solches schutzwürdig vorhanden ist. Für die Schutzwürdigkeit des Ortsbildes in diesem Sinn kommt es auf seine völlige Einheitlichkeit nicht an. Das jeweilige Ortsbild (beziehungsweise der jeweilige Ortsbildteil) ergibt sich aus dem Gesamteindruck der verschiedenen in der Natur bestehenden Objekte im örtlichen Zusammenhang. Dabei kann selbst das Vorhandensein einzelner störender Objekte noch nicht dazu führen, dass ein weiterer Eingriff in das Ortsbild nicht mehr als störend angesehen werden kann, soweit ein solches noch schutzwürdig vorhanden ist (Hinweis E vom 19. Mai 2015, 2013/05/0144, und E vom 14. März 1980, 1515/78, VwSlg. A/10067).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L02

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L02

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg

Norm

BauPolG Slbg 1997 §9 Abs1 Z2;
BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;

Rechtssatz

Vom Begriff des Ortsbildes ist das Maß der Störung beziehungsweise der Beeinträchtigung zu unterscheiden, welches durch das in Rede stehende Bauvorhaben bewirkt werden und zur Versagung der beantragten Baubewilligung führen könnte vergleiche zum Vlbg. BauG 1972 das E vom 14. September 1995, 94/06/0008, sowie zur Wr BauO das E vom 20. Dezember 2002, 2002/05/1017).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L03

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L03

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg

Norm

BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;

Rechtssatz

Die Judikatur zum Ortsbild ist sinngemäß auch dem Verständnis des Straßenbildes (§2 Absatz 2, Slbg BauTG 1976) zugrundezulegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L04

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L04

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §58 Abs2;
AVG §60;
VwGG §42 Abs2 Z3 litb;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
VwGVG 2014 §17;
VwGVG 2014 §29;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2014/03/0045 E 18. Februar 2015 RS 3

Stammrechtssatz

Die bloße Zitierung von Beweisergebnissen - wie vorliegend die Äußerungen eines Amtssachverständigen - ist nicht hinreichend, um den Anforderungen an die Begründungspflicht nach Paragraph 29, VwGVG 2014 gerecht zu werden (Hinweis E vom 21. November 2014, Ra 2014/02/0051). Auch die Darstellung des Verwaltungsgeschehens vermag die fehlende Begründung der Entscheidung eines Verwaltungsgerichts nicht zu ersetzen (Hinweis E vom 21. Dezember 2012, 2012/03/0135).

Schlagworte

Spruch und Begründung Begründung Begründungsmangel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L05

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L05

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;
BauTG Slbg 2015;
VwGVG 2014 §28;
VwRallg;

Rechtssatz

Bei der Beurteilung des beabsichtigten Ortsbilds stellte das VwG darauf ab, dass zum Zeitpunkt seiner Entscheidung der Landesgesetzgeber die Erlassung des Slbg BauTG 2015, Landesgesetzblatt Nr. 1 aus 2016,, in Aussicht genommen hatte. Insofern verkannte das VwG jedoch die Rechtslage, weil geplante Rechtsvorschriften bei der Entscheidung außer Betracht zu bleiben haben vergleiche zur geplanten Erlassung einer Plakatierungsverordnung das E vom 14. März 1980, 1515/78, VwSlg. A/10067).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L06

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L06

Rechtssatz für Ra 2016/06/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ra 2016/06/0012

Entscheidungsdatum

24.10.2017

Index

L37155 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Salzburg
L82005 Bauordnung Salzburg
L82305 Abwasser Kanalisation Salzburg

Norm

BauTG Slbg 1976 §15 Abs6;
BauTG Slbg 1976 §2 Abs2;

Rechtssatz

Aus Paragraph 15, Absatz 6, Slbg BauTG 1976 lassen sich keine Rückschlüsse dahingehend ableiten, dass die Anbringung von Werbeanlagen auf Dächern im Widerspruch zu dem beabsichtigten Orts- und Straßenbild im Sinn von Paragraph 2, Absatz 2, Slbg BauTG 1976 stünde. Paragraph 15, Absatz 6, Slbg BauTG 1976 enthält keine Aussage betreffend die Anbringung von Werbeanlagen auf Dächern, sondern untersagt das Einfügen von Schriftzeichen oder Figuren in Dächern, sofern sie nicht aus öffentlichen Zwecken erforderlich sind. Es handelt sich dabei um eine technische Sicherheitsvorschrift vergleiche zum Verständnis des Begriffs "Einfügen" in Paragraph 15, Absatz 6, Slbg BauTG 1976 das E vom 17. April 1986, 84/06/0239).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016060012.L07

Im RIS seit

21.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2017

Dokumentnummer

JWR_2016060012_20171024L07