Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2018/22/0012

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ro 2018/22/0012

Entscheidungsdatum

28.02.2022

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

NAG 2005 §11 Abs1 Z4
NAG 2005 §25 Abs1
NAG 2005 §30 Abs1
NAG 2005 §47 Abs2
VwGG §42 Abs2 Z1
VwGVG 2014 §17
VwGVG 2014 §28
VwGVG 2014 §28 Abs3
VwRallg
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

In einer Konstellation, wo erst das VwG vom Fehlen einer allgemeinen Erteilungsvoraussetzung ausgegangen ist, berechtigt der Umstand, dass die Behörde nicht befugt ist, den Verlängerungsantrag bei Fehlen einer allgemeinen Erteilungsvoraussetzung abzuweisen, sondern zu einem Vorgehen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, NAG 2005 angehalten ist, das VwG nicht, die Angelegenheit an die Behörde zurückzuverweisen. Gemäß Paragraph 17, VwGVG 2014 sind nämlich die verfahrensrechtlichen Bestimmungen des NAG 2005, welche die Behörde in seinem dem Verfahren vor dem VwG vorangehenden Verfahren anzuwenden gehabt hätte, vom VwG sinngemäß anzuwenden. Daraus folgt jedoch, dass Paragraph 25, NAG 2005 auch vom VwG anzuwenden ist, ungeachtet dessen, dass in der genannten Bestimmung lediglich von der "Behörde" die Rede ist vergleiche VwGH 25.4.2019, Ra 2018/22/0059; 28.5.2019, Ra 2018/22/0060). Demnach erweist sich die Rechtsansicht des VwG, ein Vorgehen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, NAG 2005 liege im ausschließlichen Zuständigkeitsbereich der Verwaltungsbehörde, als nicht begründet. Eine allein aus Paragraph 25, Absatz eins, NAG 2005 abgeleitete Befugnis zur Zurückverweisung der Sache an die Behörde besteht somit nicht. Ob das VwG zur Zurückverweisung der Sache an die Behörde berechtigt war, bestimmt sich folglich nach der (allgemeinen) verfahrensrechtlichen Bestimmung des Paragraph 28, VwGVG 2014.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:RO2018220012.J07

Im RIS seit

25.04.2022

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2022

Dokumentnummer

JWR_2018220012_20220228J07