Begleitende Dokumente
-
Hauptdokument
Entscheidungsart
Erkenntnis
Rechtssatznummer
2
Geschäftszahl
2006/18/0314
Entscheidungsdatum
29.11.2006
Index
E000 EU- Recht allgemein
E2D Assoziierung Türkei
E2D E02401013
E2D E05204000
E2D E11401020
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht
Norm
ARB1/80 Art6
ARB1/80 Art7
EURallg
FPG 2005 §125 Abs1
FPG 2005 §9 Abs1
FPG 2005 §9 Abs1 Z1
Hinweis auf Stammrechtssatz
GRS wie 2006/18/0138 E 27. Juni 2006 RS 2 (hier der zweite Satz; Zuständigkeit des UVS als Berufungsbehörde gemäß § 9 Abs 1 Z 1 FrPolG 2005)
Stammrechtssatz
Ein erstinstanzlicher Bescheid der Bezirkshauptmannschaft vom 11. August 2003 betreffend Erlassung eines Aufenthaltsverbotes ist im Licht der Übergangsbestimmung des § 125 Abs 1 FrPolG 2005 als "Entscheidung nach diesem Bundesgesetz" iSd § 9 Abs. 1 FrPolG 2005 anzusehen. In Anbetracht des Anwendungsvorranges des Gemeinschaftsrechtes ist es geboten, für türkische Staatsangehörige, denen - wie dem Fremden - die Rechtstellung nach Art. 6 oder 7 ARB 1/80 zukommt, den Instanzenzug zu einem Tribunal einzurichten und § 9 Abs. 1 Z. 1 FrPolG 2005 anzuwenden.Ein erstinstanzlicher Bescheid der Bezirkshauptmannschaft vom 11. August 2003 betreffend Erlassung eines Aufenthaltsverbotes ist im Licht der Übergangsbestimmung des Paragraph 125, Absatz eins, FrPolG 2005 als "Entscheidung nach diesem Bundesgesetz" iSd Paragraph 9, Absatz eins, FrPolG 2005 anzusehen. In Anbetracht des Anwendungsvorranges des Gemeinschaftsrechtes ist es geboten, für türkische Staatsangehörige, denen - wie dem Fremden - die Rechtstellung nach Artikel 6, oder 7 ARB 1/80 zukommt, den Instanzenzug zu einem Tribunal einzurichten und Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, FrPolG 2005 anzuwenden.
Schlagworte
Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von innerstaatlichem Recht EURallg1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2006:2006180314.X02
Im RIS seit
13.02.2007
Zuletzt aktualisiert am
29.07.2026
Dokumentnummer
JWR_2006180314_20061129X02