Rechtssatz für 13Os21/04 13Os81/08y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0118776

Geschäftszahl

13Os21/04; 13Os81/08y

Entscheidungsdatum

23.07.2008

Norm

StPO §294 Abs2
StPO §295 Abs1
  1. StPO § 294 heute
  2. StPO § 294 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 294 gültig von 05.04.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  4. StPO § 294 gültig von 01.01.2017 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  5. StPO § 294 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  6. StPO § 294 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  7. StPO § 294 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  8. StPO § 294 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  9. StPO § 294 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 295 heute
  2. StPO § 295 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 295 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Das Berufungsgericht, ist an die in der Rechtsmittelschrift vorgetragenen Berufungsgründe nicht gebunden.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 21/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 21/04
  • 13 Os 81/08y
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 81/08y
    Auch; Beisatz: Da § 467 Abs 2 StPO nur in Betreff der Berufung wegen vorliegender Nichtigkeitsgründe (§ 464 Z 1 StPO) eine über die Angabe der Beschwerdepunkte hinausgehende Bezeichnungspflicht statuiert, ist das Berufungsgericht hinsichtlich eines vom Berufungswerber bezeichneten Berufungspunkts (hier: „wegen des Ausspruches über die Schuld"; § 464 Z 2 erster Fall StPO) nicht auf die bei der Anmeldung der Berufung oder in der Berufungsschrift vorgetragenen Argumente gebunden. Anderes kommt nur in Frage, sofern eine Berufung deutliche und bestimmte Beschränkungen enthält. Fehlen solche Beschränkungen, besteht mit anderen Worten keine Bindung des Berufungsgerichts an die zu geltend gemachten Berufungspunkten vorgetragenen Berufungsgründe. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118776

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2008

Dokumentnummer

JJR_20040407_OGH0002_0130OS00021_0400000_001

Rechtssatz für 13Os88/00; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0113957

Geschäftszahl

13Os88/00; 11Os176/01 (11Os180/01); 15Os65/02; 11Os71/02; 13Os21/04; 11Os14/04; 13Os7/04; 14Os71/04; 12Os136/05z; 11Os138/05m; 13Os75/06p; 15Os4/07p; 13Os64/07x; 12Os156/07v; 13Os129/08g; 11Os15/09d; 15Os115/09i; 15Os139/10w; 13Os24/11w; 15Os67/11h; 12Os106/12y; 15Os130/12z; 15Os163/12b; 15Os53/13b; 12Os73/13x; 15Os109/14i; 14Os7/15h; 12Os49/15w; 13Os4/16m; 13Os137/15v; 14Os26/16d; 12Os112/15k; 12Os20/18k; 12Os2/18p; 15Os94/19s; 15Os106/20g; 15Os40/23f; 15Os94/23x

Entscheidungsdatum

08.11.2023

Norm

StPO §281 Abs1 Z10
StPO §281 Abs1 Z11
StPO §290 Abs1
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 290 heute
  2. StPO § 290 gültig ab 01.03.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die verfehlte Annahme eines Verbrechens neben einem Vergehen des Diebstahls ist - ebenso wie die rechtsirrige Annahme der Qualifikation des ersten Falles neben Paragraph 130, dritter und vierter Fall StGB - für den Angeklagten nicht nachteilig im Sinn des Paragraph 290, Absatz eins, StPO, wenn dieser Umstand bei der Strafbemessung nicht als erschwerend gewertet wurde und daher Nichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Fall StPO nicht vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 88/00
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 13 Os 88/00
  • 11 Os 176/01
    Entscheidungstext OGH 05.03.2002 11 Os 176/01
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterstellung der Tat neben § 130 zweiter Satz zweiter Fall StGB auch rechtsirrig nach § 130 erster Satz erster Fall StGB. (T1)
  • 15 Os 65/02
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 15 Os 65/02
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 11 Os 71/02
    Entscheidungstext OGH 01.10.2002 11 Os 71/02
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Unterstellung der Tat rechtsirrig nach §§ 83 Abs 1, 84 Abs 1 und Abs 2 Z 1 StGB statt (nur) nach §§ 83 Abs 1, 84 Abs 1 StGB. Kein amtswegig zu beachtenden Nachteil des Angeklagten, da die Strafe nach § 201 Abs 2 StGB zu bemessen war und die mehrfache Qualifikation der Körperverletzung nicht als erschwerend gewertet wurde. (T2)
  • 13 Os 21/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 21/04
    Vgl; Beisatz: Hier: Da die verfehlte Subsumtion nicht strafbestimmend war und bei der Strafbemessung nicht in Anschlag gebracht wurde, sah sich der Oberste Gerichtshof zu amtswegigem Einschreiten nach § 290 Abs 1 zweiter Satz StPO nicht veranlasst. (T3)
  • 11 Os 14/04
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 11 Os 14/04
    Vgl; Beis wie T1
  • 13 Os 7/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 7/04
    Vgl; Beis wie T3
  • 14 Os 71/04
    Entscheidungstext OGH 13.07.2004 14 Os 71/04
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 12 Os 136/05z
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 12 Os 136/05z
    Vgl; Beis wie T3
  • 11 Os 138/05m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 138/05m
    Vgl; Beis wie T3
  • 13 Os 75/06p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 13 Os 75/06p
    Vgl auch; Beisatz: Die im Hinblick auf die Urteilsfeststellungen fehlerhafte Annahme mehrerer Verbrechen nach dem § 28 Abs 2 SMG anstatt eines einzigen wirkt sich nicht zum Nachteil des Angeklagten aus, wenn dieser Umstand bei der Strafbemessung nicht als erschwerend gewertet wurde. (T4)
  • 15 Os 4/07p
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 15 Os 4/07p
    Vgl auch; Beisatz: Geht das Erstgericht bei Vorliegen des Verbrechens nach § 28 Abs 2 SMG, qualifiziert nach Abs 4 Z 3 rechtsirrig von der Begehung mehrerer Verbrechen aus und wertet bei der Strafbemessung neben der vielfachen Überschreitung der Grenzmenge auch das Zusammentreffen mehrerer Verbrechen mit Vergehen als erschwerend, ist gemäß § 290 Abs 1 StPO (§ 281 Abs 1 Z 10 und 11 zweiter Fall StPO) vorzugehen, weil durch die Annahme mehrerer Verbrechen nicht nur eine Strafbemessungsvorschrift verletzt wurde und ein Nachteil für den Angeklagten bei der Vorgangsweise des Erstgerichtes daher nicht ausgeschlossen werden kann. (T5)
  • 13 Os 64/07x
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 64/07x
    Vgl
  • 12 Os 156/07v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 156/07v
    Vgl auch; Beisatz: Das Urteil enthält keine hinreichenden Feststellungen zu der für die Annahme der Gewerbsmäßigkeit nach § 28 Abs 3 erster Fall SMG aF erforderlichen Absicht des Täters, sich durch wiederkehrendes Inverkehrsetzen einer jeweils großen Suchtgiftmenge (das ist die in § 28 Abs 2 SMG aF bezeichnete Tat) eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen. Aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerde war der zum Nachteil des Angeklagten wirkende Nichtigkeitsgrund nach § 281 Abs 1 Z 10 StPO von Amts wegen (§ 290 Abs 1 StPO) wahrzunehmen. (T6)
  • 13 Os 129/08g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 13 Os 129/08g
    Auch
  • 11 Os 15/09d
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 11 Os 15/09d
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 115/09i
    Entscheidungstext OGH 14.10.2009 15 Os 115/09i
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 139/10w
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 139/10w
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfehlte Beurteilung als zwei Vergehen der Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB. (T7)
  • 13 Os 24/11w
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 24/11w
    Auch; Beisatz: Die Annahme der Qualifikation nach § 130 erster Fall StGB neben jener nach § 130 dritter Fall StGB in Bezug auf die Schadensqualifikation ist verfehlt, weil insoweit auch im Fall von Realkonkurrenz die mildere Qualifikation durch die strengere infolge materieller Subsidiarität verdrängt wird. (T8)
  • 15 Os 67/11h
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 67/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach § 147 Abs 1 Z 1 vierter Fall StGB neben jener nach § 147 Abs 2 StGB. (T9)
  • 12 Os 106/12y
    Entscheidungstext OGH 10.10.2012 12 Os 106/12y
    Auch; Vgl auch Beis wie T9
  • 15 Os 130/12z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 130/12z
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 163/12b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 163/12b
    Vgl; Ähnlich Beis wie T3; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach § 28a Abs 2 Z 1 SMG. (T10)
  • 15 Os 53/13b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 53/13b
    Vgl; Beis wie T3
  • 12 Os 73/13x
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 73/13x
    Vgl auch
  • 15 Os 109/14i
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 15 Os 109/14i
  • 14 Os 7/15h
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 14 Os 7/15h
    Auch
  • 12 Os 49/15w
    Entscheidungstext OGH 09.07.2015 12 Os 49/15w
    Auch
  • 13 Os 4/16m
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 4/16m
    Auch
  • 13 Os 137/15v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 137/15v
    Auch
  • 14 Os 26/16d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 26/16d
    Auch
  • 12 Os 112/15k
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 112/15k
    Auch; Beis wie T5
  • 12 Os 20/18k
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 12 Os 20/18k
    Auch; Beis wie T10
  • 12 Os 2/18p
    Entscheidungstext OGH 05.07.2018 12 Os 2/18p
    Auch; Beis wie T10
  • 15 Os 94/19s
    Entscheidungstext OGH 22.08.2019 15 Os 94/19s
    Vgl
  • 15 Os 106/20g
    Entscheidungstext OGH 11.12.2020 15 Os 106/20g
    Vgl
  • 15 Os 40/23f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 40/23f
    vgl
  • 15 Os 94/23x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2023 15 Os 94/23x
    vgl; Beisatz: Hier: Erschwerende Wertung der zweifachen Qualifikation beim schweren Raub nach § 143 Abs 1 erster und zweiter Fall StGB, wobei die erstinstanzlichen Feststellungen eine Subsumtion auch unter § 143 Abs 1 erster Fall StGB nicht zu tragen vermochten. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113957

Im RIS seit

22.09.2000

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2023

Dokumentnummer

JJR_20000823_OGH0002_0130OS00088_0000000_001

Rechtssatz für 13Os7/04; 13Os21/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0118870

Geschäftszahl

13Os7/04; 13Os21/04; 14Os37/04; 14Os71/04; 12Os89/04; 12Os120/04; 13Os17/05g; 11Os25/05v; 12Os42/05a; 12Os136/05z; 11Os102/05t (11Os103/05i); 11Os138/05m; 11Os29/06h; 11Os34/06v; 13Os118/06m; 13Os116/06t; 13Os6/07t; 13Os58/07i; 13Os64/07x; 13Os138/07d; 13Os149/07x; 13Os37/08b; 11Os71/08p; 13Os40/08v; 15Os61/08x; 11Os125/08d; 14Os188/08s; 12Os149/08s; 14Os42/09x; 13Os82/09x; 11Os116/09g; 11Os15/09d; 11Os209/09h; 12Os25/10h; 15Os14/10p; 14Os104/10s; 11Os82/10h; 12Os124/10t; 13Os118/10t; 12Os9/11g; 15Os139/10w; 13Os12/11f; 14Os56/11h; 11Os83/11g; 15Os67/11h; 11Os132/11p; 11Os152/11d; 11Os2/12x; 15Os109/11k; 12Os16/12p; 14Os35/12x; 12Os24/12i; 13Os148/11f; 14Os446/12i; 13Os32/12y; 15Os130/12z; 15Os149/12v; 15Os163/12b; 11Os33/13g; 12Os5/13x; 15Os166/12v; 15Os53/13b; 15Os109/13p; 13Os97/13h; 14Os148/13s; 17Os24/14d; 15Os109/14i; 11Os116/14i; 11Os99/14i; 11Os118/14h; 15Os131/14z; 15Os7/15s; 11Os146/14a; 15Os3/15b; 12Os11/15g; 13Os137/14t; 15Os46/15a; 15Os86/15h; 15Os105/15b; 14Os112/15z; 15Os142/15v; 14Os117/15k; 12Os123/15b; 12Os111/15p; 13Os70/15s; 13Os4/16m; 13Os7/16b; 14Os26/16d; 13Os86/16w; 17Os15/16h; 11Os99/16t; 14Os105/16x; 17Os14/16m; 14Os110/16g; 12Os128/16i; 11Os128/16g (11Os129/16d); 14Os3/17y; 14Os130/16y; 14Os8/17h; 14Os132/16t; 12Os100/16x (12Os101/16v); 14Os101/16h; 12Os20/17h; 13Os50/16a; 11Os67/17p; 14Os57/17i; 13Os4/17p; 14Os106/17w; 14Os110/17h; 14Os22/18v; 13Os13/18p; 13Os52/18y; 15Os91/18y; 14Os141/19w; 13Os47/20s; 13Os87/20y; 14Os41/21t; 11Os45/23m; 14Os52/23p; 15Os5/23h; 14Os67/23v; 12Os122/23t; 15Os39/24k; 13Os90/24w; 11Os150/24d; 12Os23/25m; 15Os40/26k

Entscheidungsdatum

06.05.2026

Norm

StPO §290 Abs1
StPO §295 Abs1
  1. StPO § 290 heute
  2. StPO § 290 gültig ab 01.03.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 295 heute
  2. StPO § 295 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 295 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Sieht sich der Oberste Gerichtshof unter ausdrücklichem Hinweis auf eine verfehlte Subsumtion mangels eines darüber hinausgehenden konkreten Nachteils für den Angeklagten nicht zu amtswegigem Vorgehen nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO veranlasst, so besteht bei der Entscheidung über die Berufung, bei der das Berufungsgericht an die in der Rechtsmittelschrift vorgetragenen Berufungsgründe nicht gebunden ist, insoweit auch keine (dem Berufungswerber zum Nachteil gereichende) Bindung an den Ausspruch des Erstgerichtes über das anzuwendende Strafgesetz nach Paragraph 295, Absatz eins, erster Satz StPO.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 7/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 7/04
  • 13 Os 21/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 21/04
    nur: Sieht sich der Oberste Gerichtshof unter ausdrücklichem Hinweis auf eine verfehlte Subsumtion mangels eines darüber hinausgehenden konkreten Nachteils für den Angeklagten nicht zu amtswegigem Vorgehen nach § 290 Abs 1 zweiter Satz StPO veranlasst, so besteht bei der Entscheidung über die Berufung insoweit auch keine (dem Berufungswerber zum Nachteil gereichende) Bindung an den Ausspruch des Erstgerichtes über das anzuwendende Strafgesetz nach § 295 Abs 1 erster Satz StPO. (T1)
  • 14 Os 37/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 14 Os 37/04
  • 14 Os 71/04
    Entscheidungstext OGH 13.07.2004 14 Os 71/04
  • 12 Os 89/04
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 12 Os 89/04
    Auch
  • 12 Os 120/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 120/04
    Vgl auch
  • 13 Os 17/05g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2005 13 Os 17/05g
    Auch
  • 11 Os 25/05v
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 11 Os 25/05v
    Vgl auch
  • 12 Os 42/05a
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 42/05a
    Vgl auch
  • 12 Os 136/05z
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 12 Os 136/05z
    Auch
  • 11 Os 102/05t
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 102/05t
    Auch
  • 11 Os 138/05m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 138/05m
    nur T1
  • 11 Os 29/06h
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 11 Os 29/06h
    Auch
  • 11 Os 34/06v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 11 Os 34/06v
    Auch; nur T1
  • 13 Os 118/06m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 118/06m
    Vgl auch
  • 13 Os 116/06t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 116/06t
  • 13 Os 6/07t
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 6/07t
    Auch; nur T1
  • 13 Os 58/07i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 58/07i
    Auch; Beisatz: Hier: Annahme mehrerer Verbrechen nach § 28 Abs 2 vierter Fall SMG neben dem Verbrechen nach § 28 Abs 2 vierter Fall und Abs 4 Z 3 SMG. (T2)
  • 13 Os 64/07x
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 64/07x
    Auch
  • 13 Os 138/07d
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 13 Os 138/07d
    Auch
  • 13 Os 149/07x
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 13 Os 149/07x
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme mehrerer Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB. (T3)
  • 13 Os 37/08b
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 13 Os 37/08b
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach § 164 Abs 4 dritter Fall StGB neben jener nach § 164 Abs 4 erster Fall StGB. (T4)
  • 11 Os 71/08p
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 11 Os 71/08p
    Auch
  • 13 Os 40/08v
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 13 Os 40/08v
  • 15 Os 61/08x
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 15 Os 61/08x
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlten Annahme auch der Qualifikation des dritten Falls neben jener des vierten Falls des § 143 StGB. (T5)
  • 11 Os 125/08d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 125/08d
    Auch
  • 14 Os 188/08s
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 188/08s
  • 12 Os 149/08s
    Entscheidungstext OGH 23.04.2009 12 Os 149/08s
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
    Auch; Beisatz: Die vom Schuldspruch wegen betrügerischer Krida nach §§ 156 Abs 1 und 2, 12 dritter Fall StGB umfassten Taten wurden zu Unrecht auch unter die Täterschaftsform der Bestimmung nach § 12 zweiter Fall StGB unterstellt, obwohl der Angeklagte insoweit auch als unmittelbarer Täter handelte. Bestimmung tritt hinter unmittelbarer Täterschaft als materiell subsidiär zurück. (T6)
  • 13 Os 82/09x
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 82/09x
    Auch
  • 11 Os 116/09g
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 11 Os 116/09g
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte gesonderte Annahme von Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 2 Z 1, Abs 4 Z 3 SMG und § 28 Abs 1 fünfter Fall, Abs 2 Z 1 SMG, weil § 28a Abs 4 Z 3 SMG auch bei gleichartiger Realkonkurrenz stets nur ein einziges Verbrechen begründet. (T7)
  • 11 Os 15/09d
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 11 Os 15/09d
    Auch
  • 11 Os 209/09h
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 11 Os 209/09h
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Anwendung des (ausschließlich im Strafrahmen geänderten) § 202 Abs 1 StGB idF BGBl 2009/40. (T8)
  • 12 Os 25/10h
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 12 Os 25/10h
    Vgl auch
  • 15 Os 14/10p
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 15 Os 14/10p
  • 14 Os 104/10s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 14 Os 104/10s
  • 11 Os 82/10h
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 11 Os 82/10h
    Auch
  • 12 Os 124/10t
    Entscheidungstext OGH 16.09.2010 12 Os 124/10t
    nur T1
  • 13 Os 118/10t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2010 13 Os 118/10t
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Anwendung des § 205 Abs 1 StGB idF BGBl I 2009/40 (Strafuntergrenze eingeführt). (T9)
  • 12 Os 9/11g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 12 Os 9/11g
    Auch
  • 15 Os 139/10w
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 139/10w
  • 13 Os 12/11f
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 12/11f
    Auch
  • 14 Os 56/11h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 14 Os 56/11h
    Auch
  • 11 Os 83/11g
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 83/11g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme von zwei Vergehen nach § 27 Abs 1 SMG bei Erwerb und Besitz derselben Suchtgiftmenge. (T10)
  • 15 Os 67/11h
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 67/11h
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach § 147 Abs 1 Z 1 vierter Fall StGB neben jener nach § 147 Abs 2 StGB. (T11)
  • 11 Os 132/11p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2011 11 Os 132/11p
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme zweier Verbrechen nach § 201 Abs 1 StGB bei einer von einheitlichem Vorsatz getragenen tatbestandlichen Handlungseinheit. (T12)
  • 11 Os 152/11d
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 11 Os 152/11d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme von zwei Vergehen der pornografischen Darstellung mit Unmündigen nach § 207a Abs 1 Z 1 und Abs 3 zweiter Satz StGB bei Herstellung und nachfolgendem Besitz derselben Bilder. (T13)
  • 11 Os 2/12x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 11 Os 2/12x
    Auch
  • 15 Os 109/11k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 109/11k
    Beisatz: Hier: Verfehlte Zitierung von Abs 2 neben Abs 3 des § 147 StGB. (T14)
  • 12 Os 16/12p
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 12 Os 16/12p
    Auch
  • 14 Os 35/12x
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 14 Os 35/12x
    Beisatz: Hier: Wegen mangelnder Feststellungen zu einem entsprechenden Vorsatz verfehlte Annahme der Qualifikation des § 128 Abs 2 StGB neben jener des § 130 4. Fall StGB. (T15)
  • 12 Os 24/12i
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Os 24/12i
    Vgl auch
  • 13 Os 148/11f
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 148/11f
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfehlte Anwendung der §§ 201 Abs 1 und Abs 3 erster und zweiter Fall StGB idF BGBl I 2001/130. (T16)
  • 14 Os 446/12i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 14 Os 446/12i
  • 13 Os 32/12y
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 32/12y
    Auch; Beisatz: Hier: Richtig wäre der günstigere § 207 Abs 3 erster Satz StGB idF BGBl I 1998/153 (Strafdrohung ein bis zehn Jahre) anstelle der geltenden Nachfolgebestimmung (Strafdrohung fünf bis 15 Jahre) anzuwenden gewesen. (T17)
  • 15 Os 130/12z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 130/12z
    Auch
  • 15 Os 149/12v
    Entscheidungstext OGH 12.12.2012 15 Os 149/12v
    Auch; nur T1
  • 15 Os 163/12b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 163/12b
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach § 28a Abs 2 Z 1 SMG. (T18)
  • 11 Os 33/13g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 11 Os 33/13g
    Auch; Beis wie T10
  • 12 Os 5/13x
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 5/13x
    Vgl auch
  • 15 Os 166/12v
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 15 Os 166/12v
    nur T1
  • 15 Os 53/13b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 53/13b
  • 15 Os 109/13p
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 109/13p
  • 13 Os 97/13h
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 97/13h
    Vgl auch; Auch Beis wie T8
  • 14 Os 148/13s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 148/13s
    Vgl; Beisatz: Hier: Rechtsirrige Annahme mehrerer Vergehen der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach § 28 Abs 1 erster und zweiter Fall SMG. (T19)
  • 17 Os 24/14d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 24/14d
    Auch
  • 15 Os 109/14i
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 15 Os 109/14i
  • 11 Os 116/14i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 116/14i
    Auch
  • 11 Os 99/14i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 99/14i
    Auch; Beisatz: Eine unrichtige Subsumtion benachteiligt den Angeklagten nicht ohne weiteres im Sinne des § 290 StPO. (T20)
  • 11 Os 118/14h
    Entscheidungstext OGH 03.02.2015 11 Os 118/14h
    Auch; Beisatz: Verfehlte Wertung der Uneinsichtigkeit des Angeklagten als Erschwerungsgrund. (T21)
  • 15 Os 131/14z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 131/14z
    Auch; Beisatz: Richtigerweise wäre § 83 StGB idF BGBl 1974/60 (Strafdrohung bis 6 Monate Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bis zu 360 Tagsätzen) anzuwenden gewesen. (T22)
  • 15 Os 7/15s
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 7/15s
  • 11 Os 146/14a
    Entscheidungstext OGH 10.03.2015 11 Os 146/14a
    Auch
  • 15 Os 3/15b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 3/15b
    Auch
  • 12 Os 11/15g
    Entscheidungstext OGH 07.05.2015 12 Os 11/15g
  • 13 Os 137/14t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 13 Os 137/14t
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 15 Os 46/15a
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 46/15a
    Auch
  • 15 Os 86/15h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 86/15h
    Vgl
  • 15 Os 105/15b
    Entscheidungstext OGH 26.08.2015 15 Os 105/15b
    Auch
  • 14 Os 112/15z
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 112/15z
    Auch
  • 15 Os 142/15v
    Entscheidungstext OGH 09.12.2015 15 Os 142/15v
    Auch
  • 14 Os 117/15k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 117/15k
    Auch
  • 12 Os 123/15b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 12 Os 123/15b
    Auch
  • 12 Os 111/15p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 12 Os 111/15p
  • 13 Os 70/15s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 13 Os 70/15s
    Auch
  • 13 Os 4/16m
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 4/16m
    Auch
  • 13 Os 7/16b
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 7/16b
    Auch
  • 14 Os 26/16d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 26/16d
  • 13 Os 86/16w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 86/16w
    Auch
  • 17 Os 15/16h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2016 17 Os 15/16h
  • 11 Os 99/16t
    Entscheidungstext OGH 11.10.2016 11 Os 99/16t
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 14 Os 105/16x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 14 Os 105/16x
    Auch
  • 17 Os 14/16m
    Entscheidungstext OGH 06.12.2016 17 Os 14/16m
  • 14 Os 110/16g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 14 Os 110/16g
    Auch
  • 12 Os 128/16i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 128/16i
    Auch
  • 11 Os 128/16g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2017 11 Os 128/16g
    Auch
  • 14 Os 3/17y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 3/17y
    Auch
  • 14 Os 130/16y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 130/16y
    Auch
  • 14 Os 8/17h
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 8/17h
    Auch
  • 14 Os 132/16t
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 132/16t
    Auch
  • 12 Os 100/16x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 100/16x
    Auch
  • 14 Os 101/16h
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 101/16h
    Auch
  • 12 Os 20/17h
    Entscheidungstext OGH 22.06.2017 12 Os 20/17h
    Auch
  • 13 Os 50/16a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2016 13 Os 50/16a
    Auch
  • 11 Os 67/17p
    Entscheidungstext OGH 08.08.2017 11 Os 67/17p
    Auch
  • 14 Os 57/17i
    Entscheidungstext OGH 05.09.2017 14 Os 57/17i
    Auch
  • 13 Os 4/17p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 4/17p
    Auch
  • 14 Os 106/17w
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 106/17w
    Auch
  • 14 Os 110/17h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 110/17h
    Auch
  • 14 Os 22/18v
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 22/18v
    Auch
  • 13 Os 13/18p
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 13/18p
    Auch
  • 13 Os 52/18y
    Entscheidungstext OGH 27.06.2018 13 Os 52/18y
    Auch
  • 15 Os 91/18y
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 91/18y
    Auch
  • 14 Os 141/19w
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 14 Os 141/19w
    Vgl
  • 13 Os 47/20s
    Entscheidungstext OGH 29.07.2020 13 Os 47/20s
    Vgl
  • 13 Os 87/20y
    Entscheidungstext OGH 09.12.2020 13 Os 87/20y
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfehlte Anwendung des § 107b Abs 1, Abs 3 Z 1 und Abs 4 vierter Fall StGB idF BGBl I 2009/40. (T23)
  • 14 Os 41/21t
    Entscheidungstext OGH 01.06.2021 14 Os 41/21t
    Vgl; Beisatz: Angesichts einer derartigen Klarstellung besteht auch für den Obersten Gerichtshof bei der Entscheidung über die Straffrage, also bei jener über eine Berufung oder bei einer Strafneubemessung, keine Bindung an den fehlerhaften Schuldspruch (so schon 15 Os 1/17m, 14 Os 33/17k, 12 Os 7/20a). (T24)
  • 11 Os 45/23m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 45/23m
    vgl
  • 14 Os 52/23p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2023 14 Os 52/23p
    vgl; Beisatz wie T24
  • 15 Os 5/23h
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 5/23h
    vgl
  • 14 Os 67/23v
    Entscheidungstext OGH 01.08.2023 14 Os 67/23v
    vgl; Beisatz wie T24
  • 12 Os 122/23t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 122/23t
    vgl; Beisatz wie T24
  • 15 Os 39/24k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 39/24k
    vgl
  • 13 Os 90/24w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2024 13 Os 90/24w
    vgl
  • 11 Os 150/24d
    Entscheidungstext OGH 01.04.2025 11 Os 150/24d
    vgl
  • 12 Os 23/25m
    Entscheidungstext OGH 11.06.2025 12 Os 23/25m
    vgl; Beisatz wie T24
  • 15 Os 40/26k
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 40/26k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118870

Im RIS seit

09.05.2017

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20040407_OGH0002_0130OS00007_0400000_001

Rechtssatz für 11Os51/96; 12Os78/00; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0089977

Geschäftszahl

11Os51/96; 12Os78/00; 13Os76/02; 13Os122/02; 13Os35/03 (13Os36/03); 12Os28/03 (12Os29/03); 13Os21/04; 13Os7/04; 14Os71/04; 15Os11/05i; 14Os131/04; 14Os76/05s (14Os77/05p); 15Os109/06b (15Os110/06z); 13Os125/07t; 13Os95/08g; 15Os33/09f (15Os34/09b; 15Os35/09z; 15Os36/09x); 16Bkd4/11; 25Os8/14k; 14Os84/14f (14Os85/14b); 12Os128/15p; 24Ds2/18f; 12Os37/19m; 14Os52/21k; 14Os85/25v; 21Ds2/26w (21Ds3/26t; 21Ds4/26i)

Entscheidungsdatum

19.05.2026

Norm

StPO §88 Abs1 B
StPO §89 Abs2 B
StPO §114 Abs2
StPO §114 Abs4
StPO §295 Abs1
  1. StPO § 89 heute
  2. StPO § 89 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. StPO § 89 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 89 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 89 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 114 heute
  2. StPO § 114 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 114 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StPO § 114 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 114 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  6. StPO § 114 gültig von 01.01.2000 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 114 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  8. StPO § 114 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  9. StPO § 114 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 114 heute
  2. StPO § 114 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 114 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StPO § 114 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 114 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  6. StPO § 114 gültig von 01.01.2000 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 114 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  8. StPO § 114 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  9. StPO § 114 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 295 heute
  2. StPO § 295 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 295 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Gerichtshof zweiter Instanz ist zur umfassenden amtswegigen Überprüfung des angefochtenen Beschlusses, allenfalls nach Einholung von Aufklärungen und Anordnung ergänzender Erhebungen verpflichtet (Paragraph 114, Absatz 2 und Absatz 4, StPO) und kann demzufolge - auch unter Abweichung von der Begründung der überprüften Entscheidung - aus anderen Erwägungen zu deren Bestätigung gelangen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 51/96
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 11 Os 51/96
  • 12 Os 78/00
    Entscheidungstext OGH 14.09.2000 12 Os 78/00
    Beisatz: Die Beschwerdeentscheidung des Gerichtshofes zweiter Instanz auf Fortsetzung der Untersuchungshaft kann auf andere als die in erster Instanz bejahten oder auch auf zusätzliche Haftgründe gestützt werden, weil die der umfassenden amtswegigen Beurteilung - durch den Gerichtshof zweiter Instanz unterliegende - Frage, durch welchen Haftgrund die bekämpfte Haftverhängung fundiert ist, allein die Beschlussbegründung betrifft. (T1)
  • 13 Os 76/02
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 13 Os 76/02
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 13 Os 122/02
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 13 Os 122/02
    Vgl; Beisatz: Anders als bei der Urteilsanfechtung wegen vorliegender Nichtigkeitsgründe (§§ 285 Abs 1 zweiter Satz, 285a Z 2, 467 Abs 2 erster Satz [zweiter Fall] StPO) oder im Grundrechtsbeschwerdeverfahren (§ 3 Abs 1 GRBG) - ähnlich auch im Fall einer Berufung - verlangt das Gesetz vom Beschwerdeführer nur die Bezeichnung der angefochtenen Entscheidung und die Erklärung diese anzufechten, aber keine Begründung des solcherart ergriffenen Rechtsmittels. (T2); Beisatz: § 114 Abs 2 zweiter Satz StPO beschränkt die Pflicht des Beschwerdegerichtes zur Rücksichtnahme auf Neuerungen keineswegs auf solche, welche bereits dem Beschwerdeführer bekannt waren oder von diesem vorgebracht wurden. (T3)
  • 13 Os 35/03
    Entscheidungstext OGH 26.03.2003 13 Os 35/03
    Vgl; Beis wie T2 nur: Das Gesetz verlangt vom Beschwerdeführer keine Begründung des solcherart ergriffenen Rechtsmittels. (T4); Beis ähnlich T3
  • 12 Os 28/03
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 12 Os 28/03
    Vgl auch; Beisatz: Das Beschwerdegericht ist ohne Bindung an ein Beschwerdevorbringen zur umfassenden Prüfung der angefochtenen Entscheidung verpflichtet; hiebei hat es den Grundsatz der partiellen Rechtskraft zu beachten, weil es sich - von Ausnahmen (vgl insbesonders § 114 Abs 3 und 4 StPO) abgesehen - nicht über die vom Anfechtungswerber autonom erklärte Einschränkung des Anfechtungsgegenstandes hinwegsetzen darf. (T5)
  • 13 Os 21/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 21/04
    Vgl; Beisatz: Das Berufungsgericht, ist an die in der Rechtsmittelschrift vorgetragenen Berufungsgründe nicht gebunden. (T6)
  • 13 Os 7/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 7/04
    Vgl; Beis wie T6
  • 14 Os 71/04
    Entscheidungstext OGH 13.07.2004 14 Os 71/04
    Vgl; Beis wie T6
  • 15 Os 11/05i
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 11/05i
    Auch
  • 14 Os 131/04
    Entscheidungstext OGH 08.03.2005 14 Os 131/04
    Vgl; Beisatz: In einem Beschwerdeverfahren wird der angefochtene Beschluss durch den des Beschwerdegerichtes ersetzt, weil das Rechtsmittelgericht über die Beschwerde umfassend, ohne an die geltend gemachten Einwände gebunden zu sein, zu entscheiden hat. (T7)
  • 14 Os 76/05s
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR, AUSL EKMR 29.07.2005 14 Os 76/05s
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 109/06b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 109/06b
    Auch; Beis wie T5 nur: Das Beschwerdegericht ist ohne Bindung an ein Beschwerdevorbringen zur umfassenden Prüfung der angefochtenen Entscheidung verpflichtet. (T8); Beisatz: Hier: Rechtswidriger Kostenbestimmungsbeschluss. (T9)
  • 13 Os 125/07t
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 125/07t
    Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich umfasst eine gemäß §114 StPO erhobene Beschwerde den angefochtenen Beschluss als Ganzes. Eine Beschwerdeausführung ist daher nicht nötig, in Offizialverfahren hat aber der Staatsanwalt auch die Richtung der Anfechtung anzugeben. Da der Beschwerdeführer somit nicht begründungspflichtig ist, kann eine allenfalls doch beigesetzte Begründung den Beschwerdegegenstand prinzipiell nicht beschränken. Anzunehmen ist eine solche Beschränkung nur dann, wenn der darauf gerichtete Wille eindeutig erkennbar ist (zum Ganzen WK-StPO § 114 Rz 13 bis 15). (T10)
  • 13 Os 95/08g
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 95/08g
    Vgl aber; Beisatz: Den Beschwerdeführer trifft zwar eine Begründungspflicht (§ 88 Abs 1 erster Satz StPO), jedoch nicht mit der Konsequenz, dass in Richtung des Beschwerdestandpunkts nicht vorgetragene Argumente unbeachtlich wären. § 89 Abs 2 dritter Satz (erster Fall) StPO beschreibt demnach keinen Fall der Amtswegigkeit, ist vielmehr Ausdruck fehlender Bezeichnungspflicht des Beschwerdeführers. Amtswegigkeit, nämlich ein Vorgehen nicht in Erledigung, vielmehr aus Anlass der Beschwerde, spricht erst der zweite Fall des § 89 Abs 2 dritter Satz StPO an. (T11)
  • 15 Os 33/09f
    Entscheidungstext OGH 18.03.2009 15 Os 33/09f
    Beisatz: Zwar ist das Rechtsmittelgericht, das gemäß § 89 Abs 1 StPO „über die Beschwerde" zu entscheiden hat, zu einer umfassenden amtswegigen Überprüfung des angefochtenen Beschlusses verpflichtet, doch hat es sich insofern auf jene Entscheidung zu beschränken, die von der Beschwerde betroffen ist. (T12)
  • 16 Bkd 4/11
    Entscheidungstext OGH 21.05.2012 16 Bkd 4/11
    Vgl; Beis wie T7
  • 25 Os 8/14k
    Entscheidungstext OGH 05.08.2014 25 Os 8/14k
    Auch
  • 14 Os 84/14f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 84/14f
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 12 Os 128/15p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 12 Os 128/15p
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T12
  • 24 Ds 2/18f
    Entscheidungstext OGH 03.12.2018 24 Ds 2/18f
    Vgl
  • 12 Os 37/19m
    Entscheidungstext OGH 15.10.2020 12 Os 37/19m
    Vgl
  • 14 Os 52/21k
    Entscheidungstext OGH 01.06.2021 14 Os 52/21k
    Vgl
  • 14 Os 85/25v
    Entscheidungstext OGH 07.10.2025 14 Os 85/25v
    vgl
  • 21 Ds 2/26w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 21 Ds 2/26w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0089977

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19960423_OGH0002_0110OS00051_9600000_001

Entscheidungstext 13Os21/04

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

13Os21/04

Entscheidungsdatum

07.04.2004

Anmerkung

E72821 13Os21.04

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 7. April 2004 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Brustbauer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Rouschal, Hon. Prof. Dr. Ratz, Hon. Prof. Dr. Schroll und Dr. Kirchbacher als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Kainz als Schriftführerin in der Strafsache gegen Mamer K***** und einen anderen Angeklagten wegen des Verbrechens des teils versuchten, teils vollendeten schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, zweiter Satz zweiter Fall und 15 StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Montassar G***** gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 14. Oktober 2003, GZ 024 Hv 124/03h-98, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mamer K***** wurde des Verbrechens "des teils versuchten, teils vollendeten schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach den Paragraphen 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, zweiter Fall und 15 StGB" (A/I und römisch zwei) und des Vergehens der (zu ergänzen:) versuchten Nötigung nach Paragraphen 15, 105, Absatz eins, StGB (B),

Montassar G***** des Verbrechens "des versuchten schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach den Paragraphen 15, 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, zweiter Fall StGB" (A/I) und des Vergehens der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 223, Absatz 2, 224, StGB schuldig erkannt.

Danach haben in Wien

A. mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz und in der Absicht, sich durch die wiederkehrende Begehung von Einbruchdiebstählen eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, fremde bewegliche Sachen in einem 2.000 Euro übersteigenden Gesamtwert Gewahrsamsträgern - zu A/I und II/2 bis 6 durch Einbruch - weggenommen, zu A/I und A/II/1 und 6 wegzunehmen versucht, und zwar

römisch eins. Mamer K***** und Montassar G***** am 30. Juni 2003 einer näher genannten Ärztegemeinschaft im 2. Bezirk durch Aufbrechen des Türschlosses "Bargeld und nicht mehr genau feststellbare Gegenstände" (zu ergänzen [US 13]:) im Wert von mehr als 2.000 Euro;

römisch zwei. Mamer K*****

1. am 29. Oktober 2002 der Fa. I***** (Donauzentrum) einen Fotoapparat im Wert von 64,90 Euro;

  1. Ziffer 2
    "zwischen" 13. und 14. Jänner 2003 der Susanne Sch***** 20 Euro;
  2. Ziffer 3
    "zwischen" 31. Dezember 2002 und 1. Jänner 2003 der Anneliese L***** Tabakwaren, Fahrscheine und Telefonwertkarten im Gesamtwert von 9.372,70 Euro;
                  4.              am 3. Februar 2003 der Liane Schu***** 260 Euro und "Zigaretten in noch festzustellendem Wert";
                  5.              am 4. Februar 2003 dem Christian S***** zwei Handkassen mit insgesamt etwa 1.000 Euro;
                  6.              am 17. Jänner 2003 dem Cevat G***** Bargeld und nicht näher genannte andere Gegenstände;
                  7.              am 9. Oktober 2002 der Martina Schn***** eine Kellnerbrieftasche mit 300 Euro;
    B. Mamer K***** am 9. Oktober 2002 den Adam P***** durch die mit einem Taschenmesser unterstrichene Äußerung, er werde ihn umbringen, wenn er wegen des zu A/II/7 begangenen Diebstahls die Polizei verständige, zur Abstandnahme von einer Strafanzeige zu nötigen versucht;
    C. Montassar G***** im Juni 2003 einen durch Einkleben eines Lichtbildes verfälschten französischen Reisepass, mithin eine durch Gesetz oder zwischenstaatlichen Vertrag einer inländischen öffentlichen Urkunde gleichgestellte ausländische öffentliche Urkunde, im Rechtsverkehr zum Beweis französischer Staatsangehörigkeit gebraucht.

Rechtliche Beurteilung

Der aus Ziffer 5 und 10 des Paragraph 281, Absatz eins, StPO ergriffenen Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Montassar G***** kommt keine Berechtigung zu.

Der Mängelrüge (Ziffer 5, zweiter Fall) zuwider wurden die Aussagen der beiden Angeklagten nicht übergangen (US 14 f). Angeblich "unrichtige" Würdigung von Beweisergebnissen ist nicht Gegenstand der Mängelrüge. Mit der Behauptung schließlich, Mamer K***** beherrsche zwar fünf Fremdsprachen, nicht aber Albanisch, die Muttersprache des Montassar G***** (dem die Tatrichter übrigens einiges an Deutschkenntnissen zubilligten; vergleiche US 13), wird Unvollständigkeit nicht dargetan. Indem die Subsumtionsrüge (Ziffer 10,) die getroffenen Feststellungen in Frage stellt, orientiert sie sich nicht am Verfahrensrecht. Die Zurückweisung der Nichtigkeitsbeschwerde bereits in nichtöffentlicher Sitzung (Paragraph 285 d, Absatz eins, Ziffer eins und 2 StPO) hat die Zuständigkeit des Oberlandesgerichtes Wien zur Entscheidung über die Berufung zur Folge (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenersatzpflicht des Angeklagten gründet sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Anzumerken bleibt, dass das Erstgericht bei beiden Angeklagten zu Unrecht auch die Diebstahlsqualifikation des Paragraph 128, Absatz 2, StGB als begründet angesehen hat, weil nach dieser Gesetzesstelle nur zu bestrafen ist, wer Sachen im Gesamtwert (Paragraph 29, StGB) von mehr als 40.000 Euro stiehlt.

Da Paragraph 128, Absatz 2, StGB aber angesichts der (weiteren) Qualifikation nach Paragraph 130, zweiter Satz (zweiter Fall) StGB nicht strafsatzbestimmend war vergleiche 11 Os 71/02; Fabrizy StPO9 Paragraph 290, Rz 6; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 669, Paragraph 290, Rz 22 ff) und bei der Strafbemessung nicht in Anschlag gebracht wurde, sah sich der Oberste Gerichtshof zu amtswegigem Einschreiten nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO nicht veranlasst. Sollte das Berufungsgericht, welches an die in der Rechtsmittelschrift vorgetragenen Berufungsgründe nicht gebunden ist (13 Os 122/02), mit Blick auf die nur die Qualifikation des Paragraph 128, Absatz eins, Ziffer 4, StGB begründende (Diebstahls-)Schadenshöhe in Stattgebung der Berufung des Montassar G***** die über diesen Angeklagten verhängte Strafe herabsetzen, ist ohnehin beim Mitangeklagten nach Paragraph 295, Absatz eins, zweiter Satz StPO vorzugehen.

Sieht sich der Oberste Gerichtshof unter ausdrücklichem Hinweis auf eine verfehlte Subsumtion mangels eines darüber hinausgehenden konkreten Nachteils für den Angeklagten nicht zu amtswegigem Vorgehen nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO veranlasst, so besteht bei der Entscheidung über die Berufung insoweit auch keine (dem Berufungswerber nachteilige) Bindung an den Ausspruch des Erstgerichtes über das anzuwendende Strafgesetz nach Paragraph 295, Absatz eins, erster Satz StPO.

Schlagworte

Kennung XPUBL - XBEITR Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in Jus-Extra OGH-St 3617 = EvBl 2004/174 S 774 - EvBl 2004,774 = JBl 2005,195 = Heigenhauser, JBl 2005,358 = Heigenhauser, JAP 2004/2005/42 S 206 - Heigenhauser, JAP 2004/2005,206 XPUBLEND

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:0130OS00021.04.0407.000

Zuletzt aktualisiert am

02.06.2009

Dokumentnummer

JJT_20040407_OGH0002_0130OS00021_0400000_000