OGH
RS0113957
08.11.2023
13Os88/00; 11Os176/01 (11Os180/01); 15Os65/02; 11Os71/02; 13Os21/04; 11Os14/04; 13Os7/04; 14Os71/04; 12Os136/05z; 11Os138/05m; 13Os75/06p; 15Os4/07p; 13Os64/07x; 12Os156/07v; 13Os129/08g; 11Os15/09d; 15Os115/09i; 15Os139/10w; 13Os24/11w; 15Os67/11h; 12Os106/12y; 15Os130/12z; 15Os163/12b; 15Os53/13b; 12Os73/13x; 15Os109/14i; 14Os7/15h; 12Os49/15w; 13Os4/16m; 13Os137/15v; 14Os26/16d; 12Os112/15k; 12Os20/18k; 12Os2/18p; 15Os94/19s; 15Os106/20g; 15Os40/23f; 15Os94/23x
StPO §281 Abs1 Z10
StPO §281 Abs1 Z11
StPO §290 Abs1
Die verfehlte Annahme eines Verbrechens neben einem Vergehen des Diebstahls ist - ebenso wie die rechtsirrige Annahme der Qualifikation des ersten Falles neben Paragraph 130, dritter und vierter Fall StGB - für den Angeklagten nicht nachteilig im Sinn des Paragraph 290, Absatz eins, StPO, wenn dieser Umstand bei der Strafbemessung nicht als erschwerend gewertet wurde und daher Nichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Fall StPO nicht vorliegt.
TE OGH 2000-08-23 13 Os 88/00
TE OGH 2002-03-05 11 Os 176/01
Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterstellung der Tat neben Paragraph 130, zweiter Satz zweiter Fall StGB auch rechtsirrig nach Paragraph 130, erster Satz erster Fall StGB. (T1)
TE OGH 2002-06-27 15 Os 65/02
Vgl auch; Beis wie T1
TE OGH 2002-10-01 11 Os 71/02
Ähnlich; Beisatz: Hier: Unterstellung der Tat rechtsirrig nach Paragraphen 83, Absatz eins, 84, Absatz eins und Absatz 2, Ziffer eins, StGB statt (nur) nach Paragraphen 83, Absatz eins, 84, Absatz eins, StGB. Kein amtswegig zu beachtenden Nachteil des Angeklagten, da die Strafe nach Paragraph 201, Absatz 2, StGB zu bemessen war und die mehrfache Qualifikation der Körperverletzung nicht als erschwerend gewertet wurde. (T2)
TE OGH 2004-04-07 13 Os 21/04
Vgl; Beisatz: Hier: Da die verfehlte Subsumtion nicht strafbestimmend war und bei der Strafbemessung nicht in Anschlag gebracht wurde, sah sich der Oberste Gerichtshof zu amtswegigem Einschreiten nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz StPO nicht veranlasst. (T3)
TE OGH 2004-03-30 11 Os 14/04
Vgl; Beis wie T1
TE OGH 2004-04-07 13 Os 7/04
Vgl; Beis wie T3
TE OGH 2004-07-13 14 Os 71/04
Vgl; Beis ähnlich wie T3
TE OGH 2005-12-15 12 Os 136/05z
Vgl; Beis wie T3
TE OGH 2006-01-31 11 Os 138/05m
Vgl; Beis wie T3
TE OGH 2006-09-13 13 Os 75/06p
Vgl auch; Beisatz: Die im Hinblick auf die Urteilsfeststellungen fehlerhafte Annahme mehrerer Verbrechen nach dem Paragraph 28, Absatz 2, SMG anstatt eines einzigen wirkt sich nicht zum Nachteil des Angeklagten aus, wenn dieser Umstand bei der Strafbemessung nicht als erschwerend gewertet wurde. (T4)
TE OGH 2007-04-23 15 Os 4/07p
Vgl auch; Beisatz: Geht das Erstgericht bei Vorliegen des Verbrechens nach Paragraph 28, Absatz 2, SMG, qualifiziert nach Absatz 4, Ziffer 3, rechtsirrig von der Begehung mehrerer Verbrechen aus und wertet bei der Strafbemessung neben der vielfachen Überschreitung der Grenzmenge auch das Zusammentreffen mehrerer Verbrechen mit Vergehen als erschwerend, ist gemäß Paragraph 290, Absatz eins, StPO (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10 und 11 zweiter Fall StPO) vorzugehen, weil durch die Annahme mehrerer Verbrechen nicht nur eine Strafbemessungsvorschrift verletzt wurde und ein Nachteil für den Angeklagten bei der Vorgangsweise des Erstgerichtes daher nicht ausgeschlossen werden kann. (T5)
TE OGH 2007-08-01 13 Os 64/07x
Vgl
TE OGH 2008-03-13 12 Os 156/07v
Vgl auch; Beisatz: Das Urteil enthält keine hinreichenden Feststellungen zu der für die Annahme der Gewerbsmäßigkeit nach Paragraph 28, Absatz 3, erster Fall SMG aF erforderlichen Absicht des Täters, sich durch wiederkehrendes Inverkehrsetzen einer jeweils großen Suchtgiftmenge (das ist die in Paragraph 28, Absatz 2, SMG aF bezeichnete Tat) eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen. Aus Anlass der Nichtigkeitsbeschwerde war der zum Nachteil des Angeklagten wirkende Nichtigkeitsgrund nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO von Amts wegen (Paragraph 290, Absatz eins, StPO) wahrzunehmen. (T6)
TE OGH 2008-12-17 13 Os 129/08g
Auch
TE OGH 2009-10-13 11 Os 15/09d
Auch; Beis wie T3
TE OGH 2009-10-14 15 Os 115/09i
Auch; Beis wie T3
TE OGH 2011-02-16 15 Os 139/10w
Vgl; Beisatz: Hier: Verfehlte Beurteilung als zwei Vergehen der Nötigung nach Paragraph 105, Absatz eins, StGB. (T7)
TE OGH 2011-04-07 13 Os 24/11w
Auch; Beisatz: Die Annahme der Qualifikation nach Paragraph 130, erster Fall StGB neben jener nach Paragraph 130, dritter Fall StGB in Bezug auf die Schadensqualifikation ist verfehlt, weil insoweit auch im Fall von Realkonkurrenz die mildere Qualifikation durch die strengere infolge materieller Subsidiarität verdrängt wird. (T8)
TE OGH 2011-06-29 15 Os 67/11h
Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, vierter Fall StGB neben jener nach Paragraph 147, Absatz 2, StGB. (T9)
TE OGH 2012-10-10 12 Os 106/12y
Auch; Vgl auch Beis wie T9
TE OGH 2012-10-17 15 Os 130/12z
Auch; Beis wie T3
TE OGH 2013-02-27 15 Os 163/12b
Vgl; Ähnlich Beis wie T3; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme der Qualifikation nach Paragraph 28 a, Absatz 2, Ziffer eins, SMG. (T10)
TE OGH 2013-10-02 15 Os 53/13b
Vgl; Beis wie T3
TE OGH 2013-10-17 12 Os 73/13x
Vgl auch
TE OGH 2014-10-29 15 Os 109/14i
TE OGH 2015-03-03 14 Os 7/15h
Auch
TE OGH 2015-07-09 12 Os 49/15w
Auch
TE OGH 2016-03-09 13 Os 4/16m
Auch
TE OGH 2016-03-09 13 Os 137/15v
Auch
TE OGH 2016-05-24 14 Os 26/16d
Auch
TE OGH 2016-05-12 12 Os 112/15k
Auch; Beis wie T5
TE OGH 2018-04-10 12 Os 20/18k
Auch; Beis wie T10
TE OGH 2018-07-05 12 Os 2/18p
Auch; Beis wie T10
TE OGH 2019-08-22 15 Os 94/19s
Vgl
TE OGH 2020-12-11 15 Os 106/20g
Vgl
TE OGH 2023-08-30 15 Os 40/23f
vgl
TE OGH 2023-11-08 15 Os 94/23x
vgl; Beisatz: Hier: Erschwerende Wertung der zweifachen Qualifikation beim schweren Raub nach Paragraph 143, Absatz eins, erster und zweiter Fall StGB, wobei die erstinstanzlichen Feststellungen eine Subsumtion auch unter Paragraph 143, Absatz eins, erster Fall StGB nicht zu tragen vermochten. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113957