Rechtssatz für 1Ob537/78

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0000657

Geschäftszahl

1Ob537/78

Entscheidungsdatum

17.03.1978

Norm

ABGB §1435
EO §21
EO §36 Abs1 Ab
EO §36 Abs1 D
ZPO §204 G
ZPO §411 B
  1. EO § 21 heute
  2. EO § 21 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 21 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 36 heute
  2. EO § 36 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 36 gültig von 01.01.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 36 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  5. EO § 36 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 36 heute
  2. EO § 36 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 36 gültig von 01.01.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 36 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  5. EO § 36 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Bei einem gerichtlichen Vergleich als Exekutionstitel kann der Verpflichtete die Herausgabe dessen, was dem betreibenden Gläubiger nach dem Willen der vertragsschließenden Parteien nicht zukommen sollte, mit besonderer Klage begehren. Besteht der Exekutionstitel freilich in einem Urteil, wird einem solchen Begehren regelmäßig die Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung entgegenstehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 537/78
    JBl 1979,267

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000657

Dokumentnummer

JJR_19780317_OGH0002_0010OB00537_7800000_002

Rechtssatz für 1Ob537/78 3Ob53/92 (3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0000656

Geschäftszahl

1Ob537/78; 3Ob53/92 (3Ob54/92); 3Ob50/92; 3Ob134/11v; 3Ob192/12z; 3Ob203/13v

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Norm

ABGB §1435
EO §21
EO §36 Abs1 Ab
EO §36 Abs1 D
ZPO §204 F4
  1. EO § 21 heute
  2. EO § 21 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 21 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 36 heute
  2. EO § 36 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 36 gültig von 01.01.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 36 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  5. EO § 36 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 36 heute
  2. EO § 36 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 36 gültig von 01.01.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  4. EO § 36 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  5. EO § 36 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Behauptet der Verpflichtete, dass er nach der Absicht der Parteien weniger oder etwas anderes zu leisten hatte als dies der Formulierung des zwischen ihnen abgeschlossenen gerichtlichen Vergleichs entspricht, so steht ihm nach Einleitung der Exekution bis zu deren Beendigung die Klage nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO zu.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 537/78
    Veröff: JBl 1979,267
  • 3 Ob 53/92
    Entscheidungstext OGH 27.05.1992 3 Ob 53/92
    Auch; Beisatz: Analoge Anwendung des Klagsgrundes nach § 36 Abs 1 Z 3 EO bei über die Parteienabsicht hinausgehender Exekutionsführung zur Hereinbringung künftig fällig werdender Leistungen. (T1)
  • 3 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 26.08.1992 3 Ob 50/92
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt auch für den Fall, dass die Parteien die in der Vergleichsurkunde festgehaltenen Willenserklärungen im wechselseitigem Einverständnis zumindest teilweise bloß zum Schein abgegeben haben und somit ein Scheingeschäft im Sinn des § 916 Abs 1 ABGB vorliegt. (T2)
  • 3 Ob 134/11v
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 134/11v
    Auch; Beisatz: Dann, wenn die Exekutionsbewilligung mit der Absicht der Parteien beim Abschluss des den Exekutionstitel bildenden Vergleichs nicht übereinstimmt und der Schuldner die der Parteienabsicht entsprechende Leistung nach Entstehen des Exekutionstitels erbracht hat, steht dem Verpflichteten ‑ neben der Impugnationsklage nach § 36 Abs 1 Z 3 ‑ die Einwendung gemäß § 35 Abs 1 EO offen, dass der Ausspruch, zu dessen Gunsten die Exekution bewilligt wurde, durch Erfüllung erloschen ist. (T3)
  • 3 Ob 192/12z
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 192/12z
    Auch
  • 3 Ob 203/13v
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 203/13v
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Vollstreckbarer Notariatsakt über Scheingeschäft. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000656

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19780317_OGH0002_0010OB00537_7800000_001

Rechtssatz für 3Ob46/51; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037242

Geschäftszahl

3Ob46/51; 1Ob446/52 (1Ob447/52); 3Ob280/58; Rkv43/54 (Rkv44/54); 1Ob641/52; 7Ob509/56; 3Ob618/56; 1Ob187/63; 6Ob229/67; 2Ob34/68; 6Ob99/70; 6Ob17/74; 1Ob59/75; 6Ob113/75; 1Ob537/78; 8Ob591/78; 2Ob69/82; 1Ob840/82; 8Ob559/85; 3Ob615/85; 4Ob509/92 (4Ob510/92; 4Ob511/92); 5Ob1027/92; 4Ob1118/93; 7Ob2152/96p; 5Ob65/98i; 6Ob126/01z; 2Ob200/01b; 6Ob214/03v; 9Ob114/03k; 7Ob177/05p; 4Ob103/06k; 1Ob202/09a; 1Ob66/10b; 9Ob46/11x; 3Ob86/14i; 2Ob64/20f; 9Ob72/25s

Entscheidungsdatum

26.08.2025

Rechtssatz

Das Vorliegen eines gerichtlichen Vergleiches begründet nicht die Einrede der rechtskräftig entschiedenen Sache (SZ 21/124), führt jedoch zur Abweisung der Klage mangels eines Rechtsschutzinteresses.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 46/51
    Entscheidungstext OGH 14.02.1951 3 Ob 46/51
  • 1 Ob 446/52
    Entscheidungstext OGH 04.06.1952 1 Ob 446/52
    Veröff: EvBl 1952/377 S 580
  • 3 Ob 280/58
    Entscheidungstext OGH 03.07.1958 3 Ob 280/58
  • Rkv 43/54
    Entscheidungstext OGH 27.03.1954 Rkv 43/54
    Ähnlich; Veröff: EvBl 1954/232 S 354
  • 1 Ob 641/52
    Entscheidungstext OGH 01.08.1952 1 Ob 641/52
    Ähnlich
  • 7 Ob 509/56
    Entscheidungstext OGH 17.10.1956 7 Ob 509/56
    Beisatz: Keine Berichtigung von Amts wegen. (T1)
  • 3 Ob 618/56
    Entscheidungstext OGH 19.12.1956 3 Ob 618/56
    Beis wie T1
  • 1 Ob 187/63
    Entscheidungstext OGH 06.12.1963 1 Ob 187/63
    Veröff: RZ 1964,98
  • 6 Ob 229/67
    Entscheidungstext OGH 06.09.1967 6 Ob 229/67
    Veröff: SZ 40/115 = EvBl 1968/161 s 271
  • 2 Ob 34/68
    Entscheidungstext OGH 08.02.1968 2 Ob 34/68
    Beisatz: Möglichkeit einer Einwendung im Berufungsverfahren bei Urteilsfällung ohne Berücksichtigung eines in erster Instanz geschlossenen Vergleichs. (T2)
  • 6 Ob 99/70
    Entscheidungstext OGH 15.04.1970 6 Ob 99/70
  • 6 Ob 17/74
    Entscheidungstext OGH 28.02.1974 6 Ob 17/74
    nur: Das Vorliegen eines gerichtlichen Vergleiches begründet nicht die Einrede der rechtskräftig entschiedenen Sache (SZ 21/124). (T3); Beisatz: Sondern nur eine materiellrechtliche Einwendung, allenfalls die Einrede des mangelnden Rechtsschutzinteresses. (T4)
  • 1 Ob 59/75
    Entscheidungstext OGH 21.05.1975 1 Ob 59/75
    nur T3
  • 6 Ob 113/75
    Entscheidungstext OGH 06.11.1975 6 Ob 113/75
  • 1 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 537/78
    nur T3; Veröff: JBl 1979,267
  • 8 Ob 591/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 8 Ob 591/78
    Veröff: JBl 1980,488
  • 2 Ob 69/82
    Entscheidungstext OGH 11.05.1982 2 Ob 69/82
  • 1 Ob 840/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 840/82
    Auch
  • 8 Ob 559/85
    Entscheidungstext OGH 13.05.1985 8 Ob 559/85
    nur T3; Beis wie T4 nur: Sondern nur eine materiellrechtliche Einwendung. (T5)
  • 3 Ob 615/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 3 Ob 615/85
    Auch; Beisatz: Materiellrechtliche Einwendung der verglichenen Streitsache. (T6)
  • 4 Ob 509/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 4 Ob 509/92
    Beisatz: Materiellrechtliche Einwendung der verglichenen Streitsache; Vergleich ist also ein Abweisungsgrund. (T7)
  • 5 Ob 1027/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 5 Ob 1027/92
    Vgl auch
  • 4 Ob 1118/93
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 1118/93
    Beis wie T6; Beisatz: Ein außergerichtlicher Vergleich hat für sich allein niemals prozessbeendigende Wirkung; er ist nur auf entsprechenden Einwand bei der Sachentscheidung zu berücksichtigen. (T8)
  • 7 Ob 2152/96p
    Entscheidungstext OGH 26.06.1996 7 Ob 2152/96p
  • 5 Ob 65/98i
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 5 Ob 65/98i
    Vgl auch
  • 6 Ob 126/01z
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 126/01z
    nur T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 200/01b
    Entscheidungstext OGH 09.07.2002 2 Ob 200/01b
    Auch; nur T3; Beis wie T5
  • 6 Ob 214/03v
    Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 214/03v
    Auch
  • 9 Ob 114/03k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 9 Ob 114/03k
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 177/05p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 177/05p
    Auch; Veröff: SZ 2005/120
  • 4 Ob 103/06k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 103/06k
    Veröff: SZ 2006/105
  • 1 Ob 202/09a
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 1 Ob 202/09a
    nur T3; Beis wie T6
  • 1 Ob 66/10b
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 66/10b
  • 9 Ob 46/11x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 46/11x
    Auch
  • 3 Ob 86/14i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 86/14i
    Vgl
  • 2 Ob 64/20f
    Entscheidungstext OGH 14.10.2020 2 Ob 64/20f
  • 9 Ob 72/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.08.2025 9 Ob 72/25s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0037242

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2025

Dokumentnummer

JJR_19510214_OGH0002_0030OB00046_5100000_001

Rechtssatz für 6Ob229/67; 1Ob102/68; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032587

Geschäftszahl

6Ob229/67; 1Ob102/68; 6Ob90/69; 2Ob249/69; 8Ob140/71; 6Ob17/72; 1Ob223/73; 4Ob602/73; 3Ob16/76; 4Ob522/76; 3Ob24/76; 7Ob652/76; 1Ob537/78; 1Ob566/78; 1Ob607/78; 8Ob84/79 (8Ob85/79); 3Ob52/79; 3Ob151/80; 5Ob525/82; 2Ob69/82; 2Ob514/82; 3Ob184/82; 3Ob50/83; 6Ob518/84; 7Ob611/86; 6Ob641/86 (6Ob642/86-6Ob644/86); 3Ob49/90; 10ObS363/90; 9Ob714/91; 8Ob28/90; 9ObA178/92; 1Ob2066/96x; 3Ob210/97x; 5Ob65/98i; 6Ob192/98y; 1Ob98/99i; 7Ob35/99v; 1Ob193/99k; 6Ob49/00z; 5Ob209/07g; 2Ob136/07z; 5Ob199/08p; 2Ob70/09x; 8Ob128/10x; 3Ob163/13m; 4Ob219/17k; 4Ob5/20v; 5Ob37/23m; 9ObA47/23m; 10ObS9/23f; 9Ob51/23z; 3Ob54/26a; 5Ob10/25v

Entscheidungsdatum

30.07.2026

Rechtssatz

Der gerichtliche Vergleich hat zugleich den Charakter eines zivilrechtlichen Vertrages und einer Prozesshandlung. Er kann nicht resolutiv, wohl aber suspensiv bedingt abgeschlossen werden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 229/67
    Entscheidungstext OGH 06.09.1967 6 Ob 229/67
    Veröff: SZ 40/115 = EvBl 1968/161 S 271 = JBl 1969,222
  • 1 Ob 102/68
    Entscheidungstext OGH 02.05.1968 1 Ob 102/68
    nur: Der gerichtliche Vergleich hat zugleich Charakter eines zivilrechtlichen Vertrages und einer Prozesshandlung. (T1) Veröff: SZ 41/55
  • 6 Ob 90/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 6 Ob 90/69
    nur T1; Veröff: SZ 42/61 = EvBl 1969/378 S 576 = JBl 1970,319 = NZ 1970,43
  • 2 Ob 249/69
    Entscheidungstext OGH 02.10.1969 2 Ob 249/69
    nur T1; Veröff: SZ 42/147
  • 8 Ob 140/71
    Entscheidungstext OGH 26.08.1971 8 Ob 140/71
  • 6 Ob 17/72
    Entscheidungstext OGH 27.01.1972 6 Ob 17/72
    nur T1
  • 1 Ob 223/73
    Entscheidungstext OGH 30.01.1974 1 Ob 223/73
    nur T1
  • 4 Ob 602/73
    Entscheidungstext OGH 29.01.1974 4 Ob 602/73
    Vgl; Veröff: SZ 47/8 = JBl 1974,479
  • 3 Ob 16/76
    Entscheidungstext OGH 25.02.1976 3 Ob 16/76
    nur T1; Veröff: JBl 1976,489
  • 4 Ob 522/76
    Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 522/76
    nur T1
  • 3 Ob 24/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 3 Ob 24/76
    nur T1
  • 7 Ob 652/76
    Entscheidungstext OGH 02.09.1976 7 Ob 652/76
    Veröff: EvBl 1977/72 S 160 = JBl 1977,428 (mit Anmerkung von Sprung)
  • 1 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 537/78
    nur T1; Veröff: JBl 1979,267
  • 1 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 566/78
    nur T1; Veröff: RZ 1978/98 S 198 = JBl 1979,266
  • 1 Ob 607/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 607/78
    nur T1
  • 8 Ob 84/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 84/79
    nur T1
  • 3 Ob 52/79
    Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 52/79
    nur T1
    GlRS VwGH vom 20.11.1980, 1651/79
    nur T1; Veröff: AnwBl 1981,367
  • 3 Ob 151/80
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 28.01.1981 3 Ob 151/80
    Veröff: SZ 54/14 = EvBl 1981/100 S 320
    GlRS VwGH vom 12.11.1981, 15/2596/79
    Verstärkter Senat; nur T1; Veröff: AnwBl 1982,317
  • 5 Ob 525/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 5 Ob 525/82
    nur T1; Veröff: EvBl 1982/160 S 159 = RZ 1983/43 S 188
  • 2 Ob 69/82
    Entscheidungstext OGH 11.05.1982 2 Ob 69/82
    nur T1
  • 2 Ob 514/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 514/82
    Veröff: JBl 1983,607
  • 3 Ob 184/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 184/82
    nur T1
  • 3 Ob 50/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 50/83
    nur T1; Beisatz: Ein gerichtlicher Vergleich kann außerdem auch die Schaffung eines Exekutionstitels beinhalten. (T2) Veröff: SZ 56/98 = EvBl 1983/165 S 635 = JBl 1984,500
  • 6 Ob 518/84
    Entscheidungstext OGH 02.02.1984 6 Ob 518/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Die im Verfahren gemäß § 55a EheG vor Gericht abgegebene Erklärung der Parteien, dass sie sich in vermögensrechtlicher Hinsicht völlig geeinigt haben und keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegenseitig stellen. (T3) Veröff: EvBl 1985/22 S 82
  • 7 Ob 611/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 611/86
    Beisatz: Bei Unwirksamkeit des gerichtlichen Vergleichs wegen einer beigesetzten Resolutivbedingung ist über die materielle Wirksamkeit des Vergleichs mit Urteil zu erkennen. (T4)
  • 6 Ob 641/86
    Entscheidungstext OGH 09.10.1986 6 Ob 641/86
    Auch; Beisatz: Streitigkeiten darüber, ob der Vergleich (nach seinem richtigen materiellrechtlichen Verständnis) eingehalten wurde, sind nicht in einem verfahrensrechtlichen Zwischenstreit über die Zulässigkeit der Verfahrensfortsetzung (mit Beschlussentscheidung und entsprechend eingeschränkter Anfechtungsmöglichkeit), sondern (als Streit über eine materiellrechtliche Hauptfrage) mit Urteil (und daher in einem neuen, selbständigen Rechtsstreit) zu entscheiden. (T5)
  • 3 Ob 49/90
    Entscheidungstext OGH 29.08.1990 3 Ob 49/90
    nur T1
  • 10 ObS 363/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 10 ObS 363/90
    nur T1
  • 9 Ob 714/91
    Entscheidungstext OGH 23.10.1991 9 Ob 714/91
    nur T1; Veröff: EvBl 1992/76 S 335
  • 8 Ob 28/90
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 8 Ob 28/90
    Auch; Beis wie T5
  • 9 ObA 178/92
    Entscheidungstext OGH 16.09.1992 9 ObA 178/92
    Beisatz: Der Nebenintervenient ist nicht berechtigt einen von den Hauptparteien suspensiv bedingt abgeschlossenen Vergleich zu widerrufen. (§ 48 ASGG). (T6)
  • 1 Ob 2066/96x
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2066/96x
    Auch
  • 3 Ob 210/97x
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 210/97x
    nur T1; Veröff: SZ 70/120
  • 5 Ob 65/98i
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 5 Ob 65/98i
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 192/98y
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 192/98y
    nur T1; Beisatz: Hier: Scheidungsfolgenvergleich. (T7)
  • 1 Ob 98/99i
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 98/99i
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 35/99v
    Entscheidungstext OGH 08.09.1999 7 Ob 35/99v
    Vgl; Beisatz: Materiellrechtlich zur Anfechtung berechtigende Gründe wären mit Klage auf Feststellung seiner Unwirksamkeit geltend zu machen; ein Antrag auf Verfahrensfortsetzung wäre in diesem Fall - selbst wenn beide Parteien die Beseitigung des Vergleiches anstreben wollten - unwirksam. (T8)
  • 1 Ob 193/99k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 193/99k
    nur T1; Beis wie T5
  • 6 Ob 49/00z
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 6 Ob 49/00z
    nur T1; Beisatz: Die prozessuale Unwirksamkeit könnte ausschließlich mit einem Fortsetzungsantrag geltend gemacht werden. Materiellrechtliche Mängel sind mit Feststellungsklage geltend zu machen. (T9)
  • 5 Ob 209/07g
    Entscheidungstext OGH 05.02.2008 5 Ob 209/07g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Materielle Mängel eines Vergleichs (hier: Irrtum über die Vergleichsgrundlage) müssen mit Klage geltend gemacht werden. (T10); Beisatz: Die Frage der Umdeutung eines Fortsetzungsantrages in eine Klage kann unerörtert bleiben, wenn der Antragsteller auf der Möglichkeit der Fortsetzung des außerstreitigen Verfahrens beharrt. (T11)
  • 2 Ob 136/07z
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 136/07z
    Beis wie T4; Veröff: SZ 2008/11
  • 5 Ob 199/08p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 199/08p
    Beisatz: Der gerichtliche (prozessuale) Vergleich ist Rechtsgeschäft und Prozesshandlung und hat daher nach herrschender Ansicht Doppelfunktion. (T12); Veröff: SZ 2008/176
  • 2 Ob 70/09x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 70/09x
    nur: Der gerichtliche Vergleich kann nicht resolutiv, wohl aber suspensiv bedingt abgeschlossen werden. (T13)
  • 8 Ob 128/10x
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 128/10x
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 163/13m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 163/13m
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 219/17k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 219/17k
    Veröff: SZ 2017/134
  • 4 Ob 5/20v
    Entscheidungstext OGH 02.07.2020 4 Ob 5/20v
  • 5 Ob 37/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.05.2023 5 Ob 37/23m
    nur T1
  • 9 ObA 47/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.09.2023 9 ObA 47/23m
    nur T1; Beisatz wie T2; Beisatz wie T12
  • 10 ObS 9/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.09.2023 10 ObS 9/23f
    nur T1
  • 9 Ob 51/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.11.2023 9 Ob 51/23z
    vgl; Beisatz wie T12
  • 3 Ob 54/26a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.04.2026 3 Ob 54/26a
    nur T1; Beisatz wie T12; nur T13
    Beisatz: Hier: Der vorliegende Vergleich sollte nach seinem eindeutigen Wortlaut rechtswirksam werden, wenn er nicht unter Nachweis der ausdrücklichen Nichtzustimmung der Rechtsschutzversicherung widerrufen wird. (T14)
  • 5 Ob 10/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.07.2026 5 Ob 10/25v
    nur T1; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0032587

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19670906_OGH0002_0060OB00229_6700000_001

Entscheidungstext 1Ob537/78

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

1Ob537/78

Entscheidungsdatum

17.03.1978

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schneider als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schragel, Dr. Petrasch, Dr. Resch und Dr. Schubert als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A* M*, Pensionist in *, vertreten durch Dr. Erika Polenat, Rechtsanwalt in Graz, wider die beklagte Partei H* M*, Hausfrau, * vertreten durch Dr. Werner Klement, Rechtsanwalt in Graz, wegen S 109.436,15 infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 5. Dezember 1977, GZ 2 R 135/77-21, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für ZRS Graz vom 21. Juli 1977, GZ 17 Cg 255/76-16, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Der Kläger ist schuldig, der Beklagten die mit S 5.159,04 bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung (hievon S 311,04 Umsatzsteuer und S 960,-- Barauslagen) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Ehe der Streitteile wurde mit Urteil des Landesgerichtes für ZRS Graz vom 4. Mai 1965, 14 Cg 294/64-8, aus dem Verschulden des Klägers geschieden. In diesem Verfahren schlossen die Streitteile für den Fall der Scheidung einen Vergleich, dessen Punkt 3.) lautet:

„Für den Fall des Ruhestandes des Klägers oder der Invalidität, verpflichtet sich der Kläger zur Leistung eines Drittels seiner gesamten Nettoruhebezüge, das ist Pension auf Grund des ASVG und allfällige Firmenzuschüsse. Allfällige Kinder- und Familienzulagen und Beihilfen bleiben bei der Berechnung des Drittels außer Betracht.“

Die Beklagte erwirkte auf Grund dieses Vergleiches im Exekutionswege und durch die gegenüber dem Kläger zu 6 Cg 159/75 des Landesgerichtes für ZRS Graz erhobene Klage auf Einwilligung zur Ausfolgung des vom Drittschuldner gemäß Paragraph 307, ЕO erlegten Betrages die Ausfolgung von S 109.436,15, dies entspricht einem Drittel der dem Kläger von seinem Dienstgeber aus Anlaß des Übertrittes in den Ruhestand bezahlten Abfertigung.

Der Kläger begehrt von der Beklagten die Bezahlung dieses Betrages, weil dieser ihr nach der Absicht der Parteien auf Grund des Vergleiches nicht zustehe.

Die Beklagte beantragte die Abweisung des Klagebegehrens, weil es bei Abschluß des Vergleiches übereinstimmender Parteiwille gewesen sei, daß sie im Falle der Pensionierung des Klägers als Unterhalt ein Drittel aller dem Kläger aus diesem Anlaß zufließenden Zahlungen, somit auch der Abfertigung, erhalte; ausgenommen worden seien nur allfällige Kinder- und Familienzulagen und Beihilfen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es stellte fest, daß bei den Vergleichsverhandlungen und Vergleichsabschluß die Frage einer Abfertigung nicht ausdrücklich besprochen wurde. Da im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses aber im einzelnen nicht vorhersehbar war, welches Einkommen dem Kläger ab Pensionierung zukommt, wurde zum Unterschied zur wertgesicherten Unterhaltsleistung für die Aktivzeit des Klägers für die Zeit des Ruhestandes ein Bruchteilstitel vereinbart. Dieser sollte alle Bezüge des Klägers, sowohl die Pension als auch auf allfällige sonstige Leistungen seines ehemaligen Dienstgebers erfassen; ausgenommen blieben nur die genannten Zulagen und Beihilfen. Mit dem Ausdruck „Nettoruhebezüge“ waren alle Zahlungen gemeint, die der Kläger als Pensionist erhalten würde. Es sollte keinerlei Einkommen des Klägers, soweit nicht ausdrücklich genannt, vom Bruchteilstitel ausgenommen sein.

Da der Beklagten somit nach dem Vergleich in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung auch von der Abfertigung die Quote laut Bruchteilstitel zustehe, sei das Klagebegehren abzuweisen gewesen.

Das Berufungsgericht gab der gegen dieses Urteil erhobenen Berufung des Klägers keine Folge. Es übernahm die Tatsachenfeststellungen des angefochtenen Urteils und billigte die rechtliche Beurteilung der Sache durch den Erstrichter.

Dagegen wendet sich die Revision des Klägers wegen Mangelhaftigkeit des Verfahrens, Aktenwidrigkeit und unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, die angefochtenen Urteile dahin abzuändern, daß dem Klagebegehren stattgegeben werde, in eventu nach Aufhebung der angefochtenen Urteile den Untergerichten die neuerliche Entscheidung nach Verfahrensergänzung aufzutragen.

Die Beklagte beantragt, der Revision keine Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist nicht gerechtfertigt.

Vorweg ist zu prüfen, ob der Kläger den der Beklagten im Wege der Exekutionsführung zugekommenen Betrag im Rechtsweg mit der Begründung zurückfordern kann, daß der Beklagten dieser Betrag bei Auslegung des Exekutionstitels unter Berücksichtigung des Parteiwillens nicht zustehe. Diese Frage ist jedoch zu bejahen. Auszugehen ist davon, daß der der Exekutionsführung zugrunde liegende Exekutionstitel ein gerichtlicher Vergleich ist, der ungeachtet seiner Funktion als Prozeßhandlung seinem Wesen nach einen zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertrag darstellt (Fasching römisch drei 968). Entspricht die Formulierung des Vergleichs nicht dem Parteiwillen und behauptet der Gläubiger, daß die Absicht der Parteien auf eine weitergehende Leistung gerichtet war, so steht es ihm frei, sich im Klagswege einen zur Exekutionsführung hinreichenden Titel zu verschaffen (Heller-Berger-Stix, Kommentar römisch eins 188, vergleiche auch Fasching aaO). Behauptet andererseits der Verpflichtete, daß er nach der Absicht der Parteien weniger oder etwas anderes zu leisten hätte, so steht ihm nach Einleitung der Exekution bis zu deren Beendigung die Klage nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins, EO zu (Heller-Berger-Stix aaO). Es bestehen im vorliegenden Fall aber auch keine Bedenken dagegen, daß nach Beendigung der Exekution die Herausgabe dessen, was dem betreibenden Gläubiger nach dem Willen der vertragsschließenden Parteien nicht zukommen sollte, mit besonderer Klage begehrt wird. Besteht der Exekutionstitel freilich in einem Urteil, wird einem solchen Begehren regelmäßig die Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung entgegenstehen vergleiche Heller-Berger-Stix aaO 432). Da der gerichtliche Vergleich aber nicht Rechtskraft schafft, weil er keine gerichtliche Entscheidung darstellt (Fasching aaO 968), bestehen gegen die erhobene Klage auch unter dem Gesichtspunkt der Rechtskraftwirkung keine Bedenken.

Der Revisionswerber führt aus, nach dem Wortlaut des im Verfahren 14 Cg 294/64 des Erstgerichtes abgeschlossenen Vergleichs sei davon auszugehen, daß der Beklagten nicht ein Anteil an sämtlichen wie immer gearteten Bezügen des Klägers zustehen sollte, sondern nur an jenen, die im Punkt 3.) näher angeführt und definiert seien. Daran vermöge auch die Aussage des Zeugen Hofrat Dr. K* nichts zu ändern. Bei der Abfertigung handle es sich weder um eine Pensionszahlung im Sinne der Bestimmungen des ASVG noch um einen Firmenzuschuß, sondern um eine Zahlung sui generis, die vom Vergleich nicht erfaßt werden sollte.

Diesen Ausführungen ist jedoch entgegenzuhalten, dass die Vorinstanzen die Beurteilung, der Beklagten stehe auf Grund des abgeschlossenen Vergleichs auch ein entsprechender Anteil der dem Kläger zugeflossenen Abfertigung zu, nicht nur auf der Grundlage des Wortlautes des im gerichtlichen Verfahren abgeschlossenen Vergleichs getroffen haben. Der Erstrichter hat vielmehr auf Grund der Aussage des Verhandlungsrichters, OLGR Hofrat Dr. * K*, als erwiesen erachtet, daß nach der in der Verhandlung zutage getretenen Absicht der Parteien sich der Bruchteilstitel auf alle Bezüge mit Ausnahme der ausdrücklich genannten Bezugsteile erstrecken sollte. Nun gehört die Urkundenauslegung zwar grundsätzlich dem Bereich der rechtlichen Beurteilung an. Sie kann daher dann mit dem Revisionsgrund des Paragraph 503, Ziffer 4, ZPO bekämpft werden. Dieser Grundsatz gilt jedoch dann nicht, wenn zur Auslegung des Urkundeninhalts auch Beweise über die Absicht der Parteien durchgeführt wurden vergleiche MGA ZPO13 Paragraph 498 /, B, /, 29, 30,). Damit wird nämlich eine im Revisionsverfahren nicht mehr überprüfbare Tatsachenfeststellung getroffen vergleiche auch Fasching römisch vier 333). An die Feststellung, es sei Absicht der Parteien gewesen, daß der Beklagten mit der bereits erwähnten Einschränkung ein Bruchteil von allen Bezügen des Klägers als Pensionist zukommen sollte, ist daher auch der Oberste Gerichtshof gebunden. Auf der Grundlage dieser Feststellungen kommt aber dem Begehren des Klägers, wie die Vorinstanzen zutreffend erkannten, keine Berechtigung zu.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf §41, 50 ZPO.

Textnummer

E800330

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:0010OB00537.78.0317.000

Im RIS seit

09.03.2026

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2026

Dokumentnummer

JJT_19780317_OGH0002_0010OB00537_7800000_000