Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2018/02/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2018/02/0062

Entscheidungsdatum

02.05.2018

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Besprechung in: wbl - Wirtschaftsrechtliche Blätter 8/2018, S 468 bis 470;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2016/03/0108 E 3. Mai 2017 RS 2

Stammrechtssatz

Für das Verwaltungsstrafverfahren gilt beim Zusammentreffen mehrerer Verwaltungsübertretungen, anders als im gerichtlichen Strafverfahren, nach Paragraph 22, Absatz 2, erster Satz VStG das Kumulationsprinzip. Danach ist grundsätzlich jede gesetzwidrige Einzelhandlung, durch die der Tatbestand verwirklicht wird, als Verwaltungsübertretung zu bestrafen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht beim fortgesetzten Delikt bzw beim Dauerdelikt vergleiche etwa VwGH vom 24. September 2014, Ra 2014/03/0023, mwH; VwGH vom 3. April 2008, 2007/09/0183). Ein fortgesetztes Delikt liegt vor, wenn eine Reihe von rechtswidrigen Einzelhandlungen aufgrund der Gleichartigkeit der Begehungsform und der Ähnlichkeit der äußeren Begleitumstände im Rahmen eines noch erkennbaren zeitlichen Zusammenhangs sowie eines diesbezüglichen Gesamtkonzepts des Täters zu einer Einheit zusammentreten (VwGH vom 25. August 2010, 2010/03/0025; VwGH vom 29. Jänner 2009, 2006/09/0202; VwGH vom 18. September 1996, 96/03/0076).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018020062.L01

Im RIS seit

23.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2018

Dokumentnummer

JWR_2018020062_20180502L01

Rechtssatz für Ra 2018/02/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2018/02/0062

Entscheidungsdatum

02.05.2018

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Um von einem fortgesetzten Delikt sprechen zu können, hat ein vorgefasster einheitlicher Willensentschluss, der sich auch auf die Gewerbsmäßigkeit zu beziehen hat, vorzuliegen vergleiche VwGH 18.10.1989, 89/02/0073).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018020062.JWR/2018020062/20180504L02A

Im RIS seit

23.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2018

Dokumentnummer

JWR_2018020062_20180502L02

Rechtssatz für Ra 2018/02/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2018/02/0062

Entscheidungsdatum

02.05.2018

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwGG §42 Abs2 Z1;
VwGVG 2014 §52 Abs8;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 52, Absatz 8, VwGVG 2014 sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer nicht aufzuerlegen, wenn der Beschwerde (teilweise) Folge gegeben wird (Hinweis VwGH 7.6.2017, Ra 2017/17/0017 und 2.9.2014, Ra 2014/17/0019). Setzt das VwG die von der Behörde festgelegte Ersatzfreiheitsstrafe herab, ist die Vorschreibung von Kosten nicht zulässig vergleiche VwGH 7.9.1995, 94/09/0164; VwGH 29.6.2016, Ra 2016/09/0033).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018020062.L02

Im RIS seit

23.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2018

Dokumentnummer

JWR_2018020062_20180502L03