Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2011/03/0141

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2011/03/0141

Entscheidungsdatum

22.10.2012

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
92 Luftverkehr

Norm

LuftfahrtG 1958 §169 Abs1 Z3a;
LuftfahrtG 1958 §9;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Der von den Strafbehörden herangezogene Straftatbestand des Paragraph 169, Absatz eins, Ziffer 3 a, LuftfahrtG in Verbindung mit dem Bewilligungsbescheid des Landeshauptmannes von Niederösterreich mit dem die Durchführung von je einer Außenlandung und einem Außenabflug erteilt wurde) gelangt im gegenständlichen Fall schon deshalb nicht zur Anwendung, weil mit dem Bf nicht die Partei des Bewilligungsverfahrens, die auch Adressat des genannten Bewilligungsbescheides gewesen ist, bestraft worden ist. Ein Zuwiderhandeln gegen den Bewilligungsbescheid iSd Paragraph 169, Absatz eins, Ziffer 3 a, LuftfahrtG käme aber nur in Bezug auf jene Person in Betracht, der gegenüber der Bescheid erlassen worden ist bzw der gegenüber dieser Bescheid im Rahmen seiner subjektiven Grenzen Wirkung entfalten konnte. Dem LuftfahrG lässt sich auch keine Vorschrift entnehmen, die den Bf als verantwortlichen Piloten zur Einhaltung der Anordnungen des gegenständlichen Bewilligungsbescheides verhalten würde und es daher rechtfertigen könnte, ein Zuwiderhandeln gegen den Bewilligungsbescheid durch den Bf zu bestrafen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011030141.X01

Im RIS seit

22.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2018

Dokumentnummer

JWR_2011030141_20121022X01

Rechtssatz für 2011/03/0141

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2011/03/0141

Entscheidungsdatum

22.10.2012

Index

92 Luftverkehr

Norm

LuftfahrtG 1958 §9 Abs1;
LuftfahrtG 1958 §9 Abs2;

Rechtssatz

Paragraph 9, Absatz eins, LuftfahrtG sieht das - auch an den verantwortlichen Piloten gerichtete (Hinweis auf das E vom 8. September 2011, 2009/03/0080) - Gebot vor, zum Abflug und zur Landung von Luftfahrzeugen nur Flugplätze zu benützen, soweit nicht (unter anderem) in Absatz 2, leg cit etwas anderes bestimmt ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011030141.X02

Im RIS seit

22.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2018

Dokumentnummer

JWR_2011030141_20121022X02

Rechtssatz für 2011/03/0141

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2011/03/0141

Entscheidungsdatum

22.10.2012

Index

92 Luftverkehr

Norm

LuftfahrtG 1958 §169 Abs1 Z1;
LuftfahrtG 1958 §9 Abs1;
LuftfahrtG 1958 §9 Abs2;

Rechtssatz

Nach Paragraph 9, Absatz 2, LuftfahrtG dürfen Abflüge und Landungen außerhalb eines Flugplatzes (Außenabflüge und Außenlandungen) mit Zivilluftfahrzeugen grundsätzlich nur mit Bewilligung (des zuständigen Landeshauptmannes) durchgeführt werden. Soweit eine Bewilligung zum Außenabflug oder einer Außenlandung erteilt worden ist, kann sich auch der verantwortliche Pilot (aufgrund der Tatbestandswirkung dieser Genehmigung) bei von ihm durchgeführten Außenabflügen und Außenlandungen darauf berufen. Liegt eine solche Genehmigung für den Außenabflug oder die Außenlandung aber nicht vor, verstößt er gegen Paragraph 9, Absatz eins und 2 LuftfahrtG und begeht dadurch eine Verwaltungsübertretung nach Paragraph 169, Absatz eins, Ziffer eins, LuftfahrtG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011030141.X03

Im RIS seit

22.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2018

Dokumentnummer

JWR_2011030141_20121022X03

Rechtssatz für 2011/03/0141

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2011/03/0141

Entscheidungsdatum

22.10.2012

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §31;
VStG §32 Abs2;
VStG §44a Z2;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VStG § 32 heute
  2. VStG § 32 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 32 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 32 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 32 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Eine (die Verfolgungsverjährung nach Paragraph 31, VStG unterbrechende) Verfolgungshandlung nach Paragraph 32, Absatz 2, VStG ist zwar auf eine bestimmte physische Person als Beschuldigten, auf eine bestimmte Tatzeit, den ausreichend zu konkretisierenden Tatort und sämtliche Tatbestandselemente der durch die Tat verletzenden Verwaltungsvorschriften iSd Paragraph 44 a, Ziffer 2, VStG zu beziehen; die (korrekte) rechtliche Qualifikation der Tat ist hingegen nicht erforderlich.

Schlagworte

Verwaltungsvorschrift Mängel im Spruch falsche Subsumtion der Tat

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011030141.X04

Im RIS seit

22.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2018

Dokumentnummer

JWR_2011030141_20121022X04