Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 91/12/0037

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

91/12/0037

Entscheidungsdatum

21.10.1991

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
10/10 Datenschutz
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

DSG 1978 §11;
VVG §5;
VwGG §27;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §42 Abs4;
  1. VVG § 5 heute
  2. VVG § 5 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2020
  3. VVG § 5 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2022
  4. VVG § 5 gültig von 05.01.2008 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VVG § 5 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. VVG § 5 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VVG § 5 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 27 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VwGG § 27 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  3. VwGG § 27 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. VwGG § 27 gültig von 22.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  5. VwGG § 27 gültig von 01.01.1991 bis 21.07.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 27 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Hat der Bf sein Verfahrensziel, das er mit seinem Antrag auf Erlassung einer Vollstreckungsverfügung nach Paragraph 5, VVG verfolgte (hier: die Herstellung des dem Bescheid der Datenschutzkommission entsprechenden Zustandes iSd Paragraph 11, DSG) vollständig erreicht, besteht kein rechtliches Interesse des Bf an einem Ausspruch über den dem Säumnisbeschwerdeverfahren zugrunde liegenden Antrag auf Erlassung einer Vollstreckungsverfügung nach Paragraph 42, Absatz 4, VwGG, weshalb das Verfahren gem Paragraph 33, Absatz eins, VwGG einzustellen war.

Schlagworte

Säumnisbeschwerde Verletzung der Entscheidungspflicht Diverses Zurückweisung - Einstellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1991120037.X01

Im RIS seit

21.10.1991

Dokumentnummer

JWR_1991120037_19911021X01

Entscheidungstext 91/12/0037

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

91/12/0037

Entscheidungsdatum

21.10.1991

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
10/10 Datenschutz;
40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

DSG 1978 §11;
VVG §5;
VwGG §27;
VwGG §33 Abs1;
VwGG §42 Abs4;
  1. VVG § 5 heute
  2. VVG § 5 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2020
  3. VVG § 5 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2022
  4. VVG § 5 gültig von 05.01.2008 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VVG § 5 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. VVG § 5 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VVG § 5 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 27 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VwGG § 27 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  3. VwGG § 27 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. VwGG § 27 gültig von 22.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  5. VwGG § 27 gültig von 01.01.1991 bis 21.07.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 27 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Seiler und die Hofräte Dr. Herberth und Dr. Höß als Richter, im Beisein des Schriftführers Dr. Haid, über die Beschwerde des P in W, vertreten durch Dr. T, Rechtsanwalt in W, gegen den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung wegen Verletzung der Entscheidungspflicht in Angelegenheit Vollstreckung eines Bescheides der Datenschutzkommission nach Paragraph 37, des Datenschutzgesetzes in Verbindung mit Paragraph 5, des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes, den Beschluß gefaßt:

Spruch

Das Verfahren wird als gegenstandslos eingestellt.

Die Anträge des Beschwerdeführers und der belangten Behörde auf Zuerkennung des Aufwandersatzes werden abgewiesen.

Begründung

Mit Bescheid vom 11. Jänner 1990 stellte die Datenschutzkommission auf Grund einer Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Österreichische Hochschülerschaft (im folgenden ÖH) fest, diese habe das Recht des Beschwerdeführers auf Auskunft gemäß Paragraph 11, des Datenschutzgesetzes (DSG) verletzt. Der ÖH wurde gemäß Paragraph 37, Absatz eins, erster Satz DSG aufgetragen, "das Verfahren zur Erteilung der Auskunft über die über den Beschwerdeführer gespeicherten Daten und die Übermittlungsempfänger unverzüglich fortzusetzen". Gemäß Spruchabschnitt 2 dieses Bescheides wurde nach Paragraph 37, Absatz eins, zweiter Satz DSG das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung als Vollstreckungsbehörde bestimmt.

Mit Schreiben vom 26. Juli 1990 (bei der belangten Behörde am 30. Juli 1990 eingelangt) beantragte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf den obzitierten Bescheid bei der belangten Behörde die Einleitung des Vollstreckungsverfahrens gemäß Paragraph 5, VVG gegen die verpflichtete Partei (ÖH), weil diese dem ihr von der Datenschutzkommission erteilten Auftrag bis heute nicht nachgekommen sei.

In seiner am 4. Februar 1991 beim Verwaltungsgerichtshof eingelangten Säumnisbeschwerde machte der Beschwerdeführer geltend, der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung habe seine Entscheidungspflicht verletzt.

Die belangte Behörde hat nach Ablauf der gemäß Paragraph 36, Absatz 2, VwGG gesetzten Frist die Verwaltungsakten vorgelegt und eine Stellungnahme abgegeben. Darin teilte sie unter anderem mit, mit Schreiben vom 19. Juni 1990 habe die ÖH dem Beschwerdeführer eine Auskunft über die von ihm gespeicherten Daten und deren Weiterleitung erteilt. Damit sei der Beschwerdeführer klaglos gestellt worden.

Über Aufforderung erklärte der Beschwerdeführer mit Schreiben 22. Juli 1991, seinem Auskunftsbegehren sei durch das Schreiben der ÖH nicht entsprochen worden, weil bloß Auskunft über die gespeicherten Datenarten, nicht aber über den konkreten Inhalt der Daten erteilt worden sei. Wenn dem Beschwerdeführer ein Datenbandausdruck (wie im Schreiben der ÖH zugesagt) übermittelt werde, das diesen konkreten Inhalt habe, erkläre er sich für klaglos gestellt.

Nach Übermittlung des Datenbandausdruckes mit Schreiben der ÖH vom 18. September 1991 erklärte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Oktober 1991, daß ihm nunmehr die begehrte Auskunft vollständig erteilt worden sei und er sich als klaglos gestellt erachte.

Dies hat nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes zur Einstellung des Verfahrens aus folgendem Grund zu führen:

Auf Grund seiner Erklärung vom 1. Oktober 1991 hat der Beschwerdeführer zu erkennen gegeben, daß er sein Verfahrensziel, das er mit seinem Antrag auf Erlassung einer Vollstreckungsverfügung nach Paragraph 5, VVG verfolgte, nämlich die Herstellung des dem Bescheid der Datenschutzkommission vom 11. Juni 1990 entsprechenden Zustandes, vollständig erreicht hat. In diesem Fall besteht aber kein rechtliches Interesse des Beschwerdeführers an einem Ausspruch über den dem Säumnisbeschwerdeverfahren zugrunde liegenden Antrag auf Erlassung einer Vollstreckungsverfügung nach Paragraph 42, Absatz 4, VwGG, weshalb das Verfahren in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG einzustellen war.

Bei diesem Verfahrensausgang liegt weder ein Fall nach Paragraph 55, Absatz eins, noch nach Paragraph 56, VwGG vor, sodaß nach Paragraph 58, VwGG jede Partei den ihr im Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof erwachsenen Aufwand selbst zu tragen hat. Aus diesem Grund waren daher die Kostenanträge der beschwerdeführenden Partei als auch der belangten Behörde als unbegründet abzuweisen.

Schlagworte

Säumnisbeschwerde Verletzung der Entscheidungspflicht Diverses Zurückweisung - Einstellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1991120037.X00

Im RIS seit

21.10.1991

Dokumentnummer

JWT_1991120037_19911021X00