Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2843/80

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2843/80

Entscheidungsdatum

14.06.1982

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art9 Abs1 Z1;
EGVG Art9 Abs1 Z2;
VStG §22 Abs1;
  1. EGVG Art. 9 gültig von 05.01.2008 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008
  2. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2008 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2005
  4. EGVG Art. 9 gültig von 01.07.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2004
  5. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. EGVG Art. 9 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  7. EGVG Art. 9 gültig von 01.05.1993 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 143/1992
  8. EGVG Art. 9 gültig von 01.02.1991 bis 30.04.1993
  1. EGVG Art. 9 gültig von 05.01.2008 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008
  2. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2008 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2005
  4. EGVG Art. 9 gültig von 01.07.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2004
  5. EGVG Art. 9 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. EGVG Art. 9 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  7. EGVG Art. 9 gültig von 01.05.1993 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 143/1992
  8. EGVG Art. 9 gültig von 01.02.1991 bis 30.04.1993

Rechtssatz

Bei den Übertretungen gem Artikel römisch neun, Absatz eins, Ziffer eins, EGVG und Artikel römisch neun, Absatz eins, Ziffer 2, EGVG handelt es sich ihrem normativen Inhalt nach um zwei voneinander unabhängige Tatbilder, nämlich um die Ordnungsstörung und das ungestüme Benehmen, wobei die Strafdrohungen einander nicht ausschließen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1980002843.X01

Im RIS seit

24.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2011

Dokumentnummer

JWR_1980002843_19820614X01

Rechtssatz für 2843/80

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2843/80

Entscheidungsdatum

14.06.1982

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art9 Abs1 Z1;
VStG §44a lita;
VStG §44a Z1 impl;

Rechtssatz

Die zur Last gelegte Tat ist hinsichtlich der Verwaltungsübertretung des Artikel römisch neun, Absatz eins, Ziffer eins, EGVG (Ordnungsstörung) genügend konkretisiert, wenn die Behörde im Spruch ausdrücklich festgehalten hat, der Bfr habe diese Übertretung durch "lautes Schreien und Gestikulieren mit den Händen" begangen, wodurch "bei den dort anwesenden Personen Aufsehen und Ärgernis erregt und die Ordnung an einem öffentlichen Ort tatsächlich gestört" worden sei.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1980002843.X02

Im RIS seit

24.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2011

Dokumentnummer

JWR_1980002843_19820614X02

Rechtssatz für 2843/80

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2843/80

Entscheidungsdatum

14.06.1982

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art9 Abs1 Z1;
VStG §44a lita;
VStG §44a Z1 impl;

Rechtssatz

Durch die bloße Umschreibung der nach Artikel römisch neun, Absatz eins, Ziffer 2, EGVG (ungestümes Benehmen) zur Last gelegten Tat, der Bfr habe sich "ungestüm benommen", wird die Tat nicht in der vom Gesetz zwingend geforderten Form im Spruch konkretisiert.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1980002843.X03

Im RIS seit

24.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2011

Dokumentnummer

JWR_1980002843_19820614X03

Rechtssatz für 2843/80

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2843/80

Entscheidungsdatum

14.06.1982

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1579/73 E 24. Mai 1974 VwSlg 8619 A/1974 RS 4

Stammrechtssatz

Der sogenannte Grundsatz der freien Beweiswürdigung bedeutet nicht, daß dieser in der Begründung des Bescheides niederzulegende Denkvorgang der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle nicht unterliegt. Die Bestimmung des Paragraph 45, Absatz 2, AVG hat nur zur Folge, daß, sofern in den besonderen Verwaltungsvorschriften nichts anderes bestimmt ist, die Würdigung der Beweise keinen anderen Regeln unterworfen ist. Diese Regelung schließt keinesfalls eine verwaltungsgerichtliche Kontrolle in der Richtung aus, ob der Sachverhalt genügend erhoben ist und ob die bei der Beweiswürdigung vorgenommenen Erwägungen schlüssig sind. Schlüssig sind aber solche Erwägungen nur dann, wenn sie unter anderen den Denkgesetzen, somit auch dem allgemeinen menschlichen Erfahrensgut entsprechen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1980002843.X04

Im RIS seit

24.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2011

Dokumentnummer

JWR_1980002843_19820614X04

Rechtssatz für 2843/80

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2843/80

Entscheidungsdatum

14.06.1982

Index

L40010 Anstandsverletzung Lärmerregung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EGVG Art8 Abs1 lita Fall1 Ordnungsstörung;
  1. EGVG Art. 8 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.2008 wiederverlautbart durch BGBl. I Nr. 87/2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2962/50 E 8. Oktober 1951 VwSlg 2263 A/1951 RS 3

Stammrechtssatz

Ein Ärgernis erregendes Verhalten kann nicht nur durch ein Verhalten das einem gesetzlichen Verbot, sondern auch durch ein Verhalten begangen werden, welches bloß den guten Sitten widerspricht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1982:1980002843.X05

Im RIS seit

24.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2011

Dokumentnummer

JWR_1980002843_19820614X05