Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2013/12/0055

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2013/12/0055

Entscheidungsdatum

23.06.2014

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

DBR Stmk 2003 §7 Abs1 Z1 litb;
DBR Stmk 2003 §7 Abs1 Z2 litb;
DBR Stmk 2003 §7 Abs1 Z3;
DBR Stmk 2003 §7;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2013/12/0056 E 23. Juni 2014 2013/12/0057 E 23. Juni 2014

Rechtssatz

Wie schon dem Gesetzeswortlaut zu entnehmen ist, sollen gemäß Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer eins, Litera b, Stmk DBR 2003 auch unter dem Subfaktor Managementwissen Fähigkeiten erfasst und bewertet werden, Aufgaben zu erfüllen, Vorgänge und Prozesse zu überwachen, zu integrieren oder zu koordinieren. Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass hiebei auch die tatsächliche Führung von Stellen oder Stellengruppen, sohin die Leitungsbefugnis, insbesondere die Kompetenz zur Erteilung von Weisungen an Untergebene, essentiell wäre, lässt doch Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer eins, Litera b, legcit etwa auch die bloße Überwachung von Vorgängen und Prozessen genügen und zählt alternativ dazu die Fähigkeit auf, zu integrieren oder zu koordinieren (zumal auch dort das Managementwissen nicht notwendig in der Person des Leiters vorliegen muss, sondern etwa auch in beratenden Stäben zur Verfügung stehen kann). Demgegenüber ordnen die Erläuternden Bemerkungen zu Paragraph 7, Stmk DBR 2003 den Einfluss einer Stelle auf die Prozesse der Landesverwaltung dem Hauptfaktor Verantwortung zu. Ebensowenig hängen die in Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer 2, Litera b, Stmk DBR 2003 aufgezählten Tatbestandsmerkmale von der hierarchischen Einordnung der zu bewertenden Stelle ab; eine solche Einordnung hätte vielmehr beim Hauptbewertungsfaktor Verantwortung im Sinn des Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer 3, Stmk DBR 2003 einzufließen.

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013120055.X01

Im RIS seit

23.07.2014

Zuletzt aktualisiert am

20.10.2014

Dokumentnummer

JWR_2013120055_20140623X01