Rechtssatz für 16Ok10/05; 16Ok13/05; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119971

Geschäftszahl

16Ok10/05; 16Ok13/05; 16Ok16/05; 16Ok19/05; 16Ok22/05; 16Ok25/05; 16Ok9/05; 16Ok39/05; 16Ok40/05; 16Ok42/05; 1Ob236/05w; 7Ob66/06s; 3Ob78/06a; 3Ob76/08k; 16Ok9/08; 2Ob174/08i; 7Ob64/09a; 4Ob2/09m; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g; 10Ob46/09a; 6Ob154/10f; 7Ob166/10b; 5Ob237/09b; 5Ob11/11w; 4Ob119/11w; 3Ob204/12i; 7Ob156/13m; 7Ob129/13s; 5Ob68/15h; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 10Ob18/19y; 5Ob143/19v; 5Ob97/21g; 8Ob75/21v; 5Ob13/22f; 9Ob82/24k; 10Ob24/24p; 10Ob6/25t; 2Ob42/25b; 5Ob180/24t; 8Ob153/25w

Entscheidungsdatum

28.01.2026

Norm

AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1
MRK Art6
WettbG §11 Abs5
  1. WettbG § 11 heute
  2. WettbG § 11 gültig ab 10.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2021
  3. WettbG § 11 gültig von 25.05.2018 bis 09.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  4. WettbG § 11 gültig von 25.04.2017 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2017
  5. WettbG § 11 gültig von 01.03.2013 bis 24.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2013
  6. WettbG § 11 gültig von 01.01.2006 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2005
  7. WettbG § 11 gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2005

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs ist aus Anlass eines zulässigen Rekurses auch von Amts wegen wahrzunehmen (Paragraph 55, Absatz 3, in Verbindung mit Paragraph 58, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG).

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 10/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 10/05
    Veröff: SZ 2005/84
  • 16 Ok 13/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 13/05
  • 16 Ok 16/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 16/05
  • 16 Ok 19/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 19/05
  • 16 Ok 22/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 22/05
  • 16 Ok 25/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 25/05
  • 16 Ok 9/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 9/05
  • 16 Ok 39/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 39/05
  • 16 Ok 40/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 40/05
  • 16 Ok 42/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 42/05
  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
    Auch; Beisatz: Es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder des bisher unvertretenen Kindes eingegriffen würde. (T1)
  • 7 Ob 66/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 66/06s
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, der angefochtene Beschluss ließe sich ohne Eingriff in die Rechte des bisher im Verfahren nicht Vertretenen bestätigen. (T2)
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Ähnlich; Beis wie T2 nur: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist. (T3)
  • 16 Ok 9/08
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 16 Ok 9/08
    Auch; Beisatz: Der Stellenwert des Gehörgrundsatzes lässt sich am besten aus der Sanktionierung seiner Verletzung ersehen: Nach den Materialien ist diese Verletzung „ein schwer sanktionierter Verfahrensverstoß", der nicht nur mit Rechtsmittel, sondern auch von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens wahrzunehmen ist. (T4)
  • 2 Ob 174/08i
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung nach § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG. (T5)
    Veröff: SZ 2008/159
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Es muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T6)
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
    Vgl
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl; Beisatz: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog § 55 Abs 3 AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen, aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (§ 57 Z 4 AußStrG). (T7)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T8)
    Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T9)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 154/10f
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 154/10f
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2010/137
  • 5 Ob 237/09b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 237/09b
    Beis wie T3; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T10)
  • 5 Ob 11/11w
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 11/11w
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T7
  • 3 Ob 204/12i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 204/12i
    Auch; Beisatz: Das Aufgreifen einer Nichtigkeit wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs setzt ein zulässiges Rechtsmittel voraus. (T11)
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Auch
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T12)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 10 Ob 18/19y
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 18/19y
    Beis wie T3
  • 5 Ob 143/19v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 143/19v
    Beis wie T7
  • 5 Ob 97/21g
    Entscheidungstext OGH 27.07.2021 5 Ob 97/21g
    Vgl; Beis wie T7
  • 8 Ob 75/21v
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 8 Ob 75/21v
    Beisatz wie T7
    Anm: Veröff: SZ 2021/72
  • 5 Ob 13/22f
    Entscheidungstext OGH 02.11.2022 5 Ob 13/22f
    Beis wie T7; Beis wie T10
  • 9 Ob 82/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2024 9 Ob 82/24k
    Beisatz wie T6
    Beisatz: Keine Äußerungsmöglichkeit zu den Erhebungen des Zustellvorganges. (T13)
  • 10 Ob 24/24p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.04.2025 10 Ob 24/24p
    nur T3
  • 10 Ob 6/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2025 10 Ob 6/25t
    Beisatz wie T11; Beisatz wie T12
  • 2 Ob 42/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 42/25b
    Beisatz: Hier: Unterbliebene Zustellung des Inventars vor Einantwortung an einen Pflichtteilsberechtigten. (T14)
  • 5 Ob 180/24t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.09.2025 5 Ob 180/24t
    vgl; Beisatz wie T2
  • 8 Ob 153/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.01.2026 8 Ob 153/25w
    vgl; Beisatz wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119971

Im RIS seit

29.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20050530_OGH0002_0160OK00010_0500000_002

Rechtssatz für 10ObS47/89; 7Ob667/90; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0005915

Geschäftszahl

10ObS47/89; 7Ob667/90; 5Ob545/91; 3Ob1091/91; 4Ob514/92; 5Ob568/93; Okt7/93; 1Ob532/95; 3Ob541/95; 1Ob623/95; 1Ob502/96; 3Ob2122/96x; 4Ob1668/95 (4Ob1669/95); 1Ob2292/96g; 1Ob258/97s; 9Ob168/98s; 6Ob302/98z; 6Ob9/00t; 4Ob295/99g; 7Ob73/00m; 7Ob186/00d; 6Ob121/00p; 7Ob147/01w; 7Ob196/01a; 1Ob264/01g; 1Ob6/01s; 4Ob26/02f; 9Ob112/02i; 6Ob281/01v; 9ObA237/02x; 2Ob92/02x; 7Ob141/03s; 6Ob174/04p; 3Ob35/05a; 10Ob40/05p; 2Ob257/05s; 7Ob131/05y; 16Ok12/06; 6Ob244/07m; 10Ob60/07g; 4Ob176/07x; 2Ob77/08z; 10Ob56/08w; 5Ob1/09x; 7Ob278/08w; 2Ob232/08v; 5Ob98/09m; 16Ok6/09; 17Ob11/10g; 16Ok8/10; 3Ob230/11m; 3Ob38/12b; 4Ob85/12x; 10Ob4/13f; 2Ob174/13x; 5Ob87/14a; 2Ob100/14s; 7Ob202/14b; 3Ob238/14t; 8ObA34/15f; 3Ob96/15m; 2Ob144/15p; 1Ob39/15i; 3Ob24/15y; 1Ob255/15d; 18OCg2/16t; 8Ob83/19t; 5Ob172/19h; 7Ob188/21d; 6Ob162/21y; 9ObA30/22k; 1Ob44/23m; 4Ob195/23i; 9Ob82/24k; 4Ob216/24d; 16Ok2/25t; 7Ob194/25t; 16Ok11/25s; 18OCg2/26g

Entscheidungsdatum

07.04.2026

Norm

AußStrG §2 Abs2 Z5 F1
AußStrG 2005 §15
MRK Art6 Abs1 II5a6
ZPO §477 Abs1 Z4 D4
ZPO §611 Abs2 Z2

Rechtssatz

Das rechtliche Gehör wird in einem Zivilverfahren nicht nur dann verletzt, wenn einer Partei die Möglichkeit, sich im Verfahren zu äußern, überhaupt genommen wurde, sondern auch dann, wenn einer gerichtlichen Entscheidung Tatsachen und Beweisergebnisse zugrundegelegt werden, zu denen sich die Beteiligten nicht äußern konnten.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 47/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 10 ObS 47/89
    Veröff: SZ 62/129 = SSV-NF 3/77 = JBl 1990,335
  • 7 Ob 667/90
    Entscheidungstext OGH, AUSL_EGMR 10.01.1991 7 Ob 667/90
    Veröff: SZ 64/1 = JBl 1991,597
  • 5 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 545/91
    Veröff: EvBl 1992/54 S 236 = NZ 1992,58
  • 3 Ob 1091/91
    Entscheidungstext OGH 27.11.1991 3 Ob 1091/91
    Vgl auch; Veröff: IPRax 1992,331 = RZ 1993/65 S 176
  • 4 Ob 514/92
    Entscheidungstext OGH 25.02.1992 4 Ob 514/92
    Beisatz: Da dadurch die Rechtssicherheit beeinträchtigt wird, ist eine solche Verletzung auch im Rahmen eines außerordentlichen Rechtsmittels wahrzunehmen. (T1)
  • 5 Ob 568/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 5 Ob 568/93
    Beisatz: Und wegen des Neuerungsverbotes - auch im Rechtsmittelverfahren nicht Stellung nehmen können (hier: Durchführung eines Verfahrens, um Entscheidungsgrundlagen für die Aufhebung der Vollstreckbarkeitsbestätigung zu schaffen). Zumindest eine Ladung der Parteien zur Beweisaufnahme oder die Bekanntgabe der Verfahrensergebnisse mit der Einräumung einer Äußerungsmöglichkeit wird gefordert. (T2)
  • Okt 7/93
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 Okt 7/93
    Beisatz: Das Gericht hat daher den Parteien Verfahrensvorgänge, die erkennbar für sie wesentliche Tatsachen betreffen, bekanntzugeben und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, dazu Stellung zu nehmen (auch im Außerstreitverfahren, sofern nachteilige Beweisergebnisse vorliegen, die im Rekurs nicht bekämpft werden können). (T3)
  • 1 Ob 532/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 532/95
    Vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 541/95
    Entscheidungstext OGH 26.04.1995 3 Ob 541/95
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Beis wie T3; Veröff: SZ 69/20
  • 1 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 502/96
    Beis wie T3
  • 3 Ob 2122/96x
    Entscheidungstext OGH 24.04.1996 3 Ob 2122/96x
  • 4 Ob 1668/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1668/95
    Beis wie T3 nur: Das Gericht hat daher den Parteien Verfahrensvorgänge, die erkennbar für sie wesentliche Tatsachen betreffen, bekanntzugeben und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, dazu Stellung zu nehmen. (T4)
    Beisatz: Dass den Klägern die Berufungsbeantwortung nicht zugestellt wurde, hat ihr Recht auf Gehör nicht verletzt; die Berufungsbeantwortung wurde in der Berufungsverhandlung in Anwesenheit der Kläger (ihres Vertreters) vorgetragen. (T5)
  • 1 Ob 2292/96g
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2292/96g
    Auch
  • 1 Ob 258/97s
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 258/97s
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 168/98s
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 Ob 168/98s
  • 6 Ob 302/98z
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 302/98z
    Beis wie T4
  • 6 Ob 9/00t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 9/00t
    Vgl auch; Beisatz: Der im Art 6 Abs 1 MRK verankerte Grundsatz des rechtlichen Gehörs gilt auch im außerstreitigen Verfahren. Seine Verletzung bewirkt immer dann eine Nichtigkeit, wenn der Partei die Möglichkeit zu einer Stellungnahme genommen wurde, nicht aber dann, wenn die Partei noch mit Rekurs wegen der Neuerungserlaubnis nach § 10 AußStrG Tatsachen und Beweismittel vorbringen hätte können. (T6)
  • 4 Ob 295/99g
    Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 295/99g
    Vgl auch
  • 7 Ob 73/00m
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 73/00m
    Beis wie T2 nur: Und wegen des Neuerungsverbotes - auch im Rechtsmittelverfahren nicht Stellung nehmen können. (T7)
    Beis wie T6; Beisatz: Auch der Unterhaltsschuldner ist als Partei des Verfahrens zu betrachten, da mit der Entscheidung über die Gewährung des Unterhaltsvorschusses auch in seine Rechte eingegriffen wird. (T8)
    Beisatz: Der mögliche Ausschluss des Unterhaltsschuldners vom Verfahren erster Instanz nach § 12 UVG ist unbedenklich, weil es dem Unterhaltsschuldner ohnehin offensteht, im Rekursverfahren entsprechende Neuerungen vorzubringen. (T9)
    Beisatz: Da eine Neuerungsmöglichkeit im Revisionsrekursverfahren nicht mehr besteht, muss dem Unterhaltsschuldner vor einer stattgebenden Entscheidung durch das Rekursgericht, die die Aussichtslosigkeit der Exekutionsführung im Sinne des § 4 Z 1 UVG bejaht, die Möglichkeit der Äußerung geboten werden. Dazu hat keine Rückverweisung an die erste Instanz zu erfolgen, sondern das Rekursgericht hat selbst dem Antragsteller Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. (T10)
  • 7 Ob 186/00d
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 186/00d
    Beis wie T3; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis ähnlich wie T10
  • 6 Ob 121/00p
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 121/00p
    Beisatz: Der im Art 6 Abs 1 MRK verankerte Grundsatz des rechtlichen Gehörs gilt auch im außerstreitigen Verfahren; er ist in § 2 Abs 2 Z 5 AußStrG verankert und wird überdies aus einer Analogie zur ZPO (§ 477 Abs 1 Z 4) abgeleitet. (T11)
    Beisatz: Jedenfalls besteht kein Recht zur Äußerung im Sinn einer Rechtsmittelgegenschrift zu einem ohnehin unzulässigen Rechtsmittel, weil insoweit keine die Partei beschwerenden Umstände der Entscheidung zugrunde gelegt werden können. Insoweit werden bei der maßgeblichen objektiven Betrachtung die Grundsätze eines fairen Verfahrens ("in billiger Weise") nicht verletzt. (T12)
  • 7 Ob 147/01w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 147/01w
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 196/01a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 196/01a
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn der Unterhaltsschuldner weder in der (streitigen) Unterhaltssache einvernommen wurde noch ihm zumindest der Unterhaltsfestsetzungsantrag des Unterhaltssachwalters mit oder ohne Aufforderung nach § 185 Abs 3 AußStrG zugestellt wurde. (T13)
  • 1 Ob 264/01g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 264/01g
    Auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 6/01s
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 18.12.2001 1 Ob 6/01s
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 74/200
  • 4 Ob 26/02f
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 4 Ob 26/02f
    Beisatz: Wenn daher das Berufungsgericht Erhebungen über behauptete Mängel des Verfahrens erster Instanz durchführt oder die Ergebnisse von vom Erstgericht durchgeführten Erhebungen verwerten will, so ist den Parteien Gelegenheit zu geben, zu den Erhebungsergebnissen Stellung zu nehmen. (T14)
  • 9 Ob 112/02i
    Entscheidungstext OGH 22.05.2002 9 Ob 112/02i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 281/01v
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 281/01v
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Die Verletzung begründet auch im außerstreitigen Verfahren Nichtigkeit. (T15)
    Veröff: SZ 2002/93
  • 9 ObA 237/02x
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 237/02x
    Beis wie T4
  • 2 Ob 92/02x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 2 Ob 92/02x
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Anhörungsrecht gemäß § 186a Abs 4 ABGB. (T16)
  • 7 Ob 141/03s
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 141/03s
    Vgl auch; Beisatz: Das rechtliche Gehör ist gewahrt, wenn den Parteien Gelegenheit gegeben wird, ihren Standpunkt darzulegen und wenn sie sich zu allen Tatsachen und Beweisergebnissen, die der Entscheidung zugrunde gelegt werden sollen, äußern können. (T17)
  • 6 Ob 174/04p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 174/04p
    Beis wie T6
  • 3 Ob 35/05a
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 35/05a
  • 10 Ob 40/05p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 10 Ob 40/05p
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 2 Ob 257/05s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2005 2 Ob 257/05s
    Auch
  • 7 Ob 131/05y
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 131/05y
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 16 Ok 12/06
    Entscheidungstext OGH 21.03.2007 16 Ok 12/06
    Vgl auch; Beis wie T17
    Veröff: SZ 2007/45
  • 6 Ob 244/07m
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 244/07m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T17; Beisatz: Hier: Zum Vorbringen des eine Unterhaltsherabsetzung beantragenden Vaters, es sei ihm aufgrund konkreter gesundheitlicher Beschwerden nicht möglich einer Erwerbsarbeit nachzugehen, hätten Beweise aufgenommen werden müssen. (T18)
  • 10 Ob 60/07g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 10 Ob 60/07g
    Vgl auch; Beis wie 17
    Veröff: SZ 2007/183
  • 4 Ob 176/07x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 176/07x
    Veröff: SZ 2008/6
  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
    Vgl; Beisatz: Hier: Möglichkeit zur Äußerung zu einem im Rekursverfahren gemäß § 17 Abs 2 HeimAufG eingeholten Ergänzungsgutachten. (T19)
  • 10 Ob 56/08w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 56/08w
    Vgl auch
  • 5 Ob 1/09x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 5 Ob 1/09x
    Beisatz: Das rechtliche Gehör im Sinn des § 15 AußStrG ist nur dann ausreichend gewahrt, wenn den Parteien nicht nur Gelegenheit gegeben wird, ihren Standpunkt darzulegen, sondern sich auch zu allen Tatsachen und Beweisergebnissen, die der Entscheidung zugrunde gelegt werden, zu äußern. (T20)
  • 7 Ob 278/08w
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 278/08w
    Auch; Veröff: SZ 2009/17
  • 2 Ob 232/08v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 232/08v
    Vgl; Beisatz: Hier: Äußerungsmöglichkeit der kündigenden Partei zu den Erhebungsergebnissen betreffend einen Mangel der Zustellung der Aufkündigung. (T21)
    Veröff: SZ 2009/85
  • 5 Ob 98/09m
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 98/09m
    Vgl; Beis wie T17; Beis wie T20
  • 16 Ok 6/09
    Entscheidungstext OGH 15.07.2009 16 Ok 6/09
    Veröff: SZ 2009/95
  • 17 Ob 11/10g
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 11/10g
    Auch; Beis wie T17
    Veröff: SZ 2010/123
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beisatz: Die Möglichkeit, sich schriftlich zu Beweisergebnissen zu äußern, besteht nur bei außerhalb einer mündlichen Verhandlung aufgenommenen Beweisen; ein Anspruch darauf, Ergebnisse einer mündlichen Verhandlung nachträglich schriftlich zu kommentieren, besteht nicht. (T22)
    Beisatz: Hier: Ausfolgung eines schriftlichen Memorandums zu den Ergänzungsfragen durch den Sachverständigen im Rahmen der mündlichen Gutachtenserörterung. (T23)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T24)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 3 Ob 230/11m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 230/11m
    Auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 38/12b
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 38/12b
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 4 Ob 85/12x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 85/12x
    Vgl auch
  • 10 Ob 4/13f
    Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 Ob 4/13f
    Auch; Beisatz: Hier: Den Parteien ist im Verfahren wegen Unterhaltsvorschuss Gelegenheit zu geben, zu den Entscheidungen des Asylgerichtshofs in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Stellung zu nehmen und sich dazu zu äußern (§ 15 AußStrG). (T25)
  • 2 Ob 174/13x
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 174/13x
    Beisatz: Aber keine Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels Einvernahme beantragter Zeugen. (T26)
  • 5 Ob 87/14a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 87/14a
    Auch; Beisatz: Die vom Antragsteller behauptete Verletzung seines rechtlichen Gehörs liegt nicht vor, stand es ihm doch frei, mit Revisionsrekurs zu den vom Rekursgericht wiedergegebenen und für tragend erachteten Rekursargumenten der Einschreiterin, die erfolgreich ohnehin nur auf die im Grundbuchverfahren allein beachtlichen, mit dem Gesuch vorgelegten Urkunden und dem Grundbuchstand aufbauen konnten, Stellung zu nehmen. (T27)
  • 2 Ob 100/14s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 100/14s
    Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund des § 477 Abs 1 Z 4 ZPO kann auch dann gegeben sein, wenn einer Partei die Möglichkeit, vor Gericht zu verhandeln nur bei einer von mehreren Tagsatzungen entzogen wurde. (T28)
    Beisatz: Wird der Stoff dieser Verhandlung in einer weiteren Verhandlung, an der die zuvor ausgeschlossene Partei nun teilnimmt, neuerlich erörtert und verhandelt, liegt eine Nichtigkeit nach Z 4 nicht vor, kann doch der Nichtigkeitsgrund schon unbeachtlich werden, wenn die Partei doch noch die Möglichkeit hatte, ihren Prozessstandpunkt in der Tatsacheninstanz mündlich vorzutragen. (T29)
  • 7 Ob 202/14b
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 202/14b
    Beis wie T2
  • 3 Ob 238/14t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 238/14t
    Auch; Beis wie T17
  • 8 ObA 34/15f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 34/15f
  • 3 Ob 96/15m
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 96/15m
    Auch; Beis wie T17
  • 2 Ob 144/15p
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 2 Ob 144/15p
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier aber nur unzulässige „überschießende“ Feststellungen betroffen. (T30)
  • 1 Ob 39/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 39/15i
    Auch; Beisatz: Hier: Die Verwendung eines Aktes des UVS entgegen § 281a ZPO kann einen wesentlichen Verfahrensmangel begründen. (T31); Veröff: SZ 2015/115
  • 3 Ob 24/15y
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 24/15y
    Auch; Beis wie T17
  • 1 Ob 255/15d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 255/15d
    Vgl auch; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Erlagsverfahren. Unterlassene Rekurszustellung. (T32)
  • 18 OCg 2/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 18 OCg 2/16t
    Auch; Beis wie T17; Beisatz: Unterlassung der Einvernahme der durchgehend anwaltlich vertretenen Partei im Schiedsverfahren begründet keinen Gehörverstoß. (T33)
  • 8 Ob 83/19t
    Entscheidungstext OGH 25.10.2019 8 Ob 83/19t
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h
  • 7 Ob 188/21d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 188/21d
  • 6 Ob 162/21y
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 162/21y
    Beisatz: Als wesentliche Verfahrensergebnisse sind auch Berichte und Expertisen der Familiengerichtshilfe den Parteien zur Äußerung zu übermitteln. (T34)
  • 9 ObA 30/22k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 ObA 30/22k
    Vgl; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Provisorialverfahren. (T35)
  • 1 Ob 44/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2023 1 Ob 44/23m
    vgl; Beisatz: Hier: keine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Erwachsenenschutzverfahren, wenn bei fehlendem Antrag auf Gutachtenserörterung keine Verhandlung stattfindet. (T36)
    Anm: So bereits 7 Ob 68/19d.
  • 4 Ob 195/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 195/23i
    Beisatz wie T17
  • 9 Ob 82/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2024 9 Ob 82/24k
    Beisatz wie T14; Beisatz wie T21
    Beisatz: Hier: Keine Äußerungsmöglichkeit zu den Erhebungen des Zustellvorganges. (T37)
  • 4 Ob 216/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2025 4 Ob 216/24d
  • 16 Ok 2/25t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2025 16 Ok 2/25t
    nur T17
  • 7 Ob 194/25t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2025 7 Ob 194/25t
    Beisatz wie T17
  • 16 Ok 11/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.01.2026 16 Ok 11/25s
    vgl
  • 18 OCg 2/26g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 07.04.2026 18 OCg 2/26g
    Beisatz: Hier: Klage auf Aufhebung eines Schiedsspruchs nach § 611 Abs 2 Z 2 ZPO (T38)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0005915

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19890620_OGH0002_010OBS00047_8900000_001

Entscheidungstext 9Ob82/24k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Entscheidungsart

Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung)

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fachgebiet

Zivilverfahrensrecht

Geschäftszahl

9Ob82/24k

Entscheidungsdatum

23.10.2024

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Mag. Ziegelbauer als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen und Hofräte Dr. Hargassner, Mag. Korn, Dr. Stiefsohn und Dr. Wallner-Friedl als weitere Richter in der Pflegschaftssache der Minderjährigen 1. A*, geboren * 2009, und 2. C*, geboren * 2012, beide *, vertreten durch das Land Oberösterreich als Kinder- und Jugendhilfeträger (Magistrat der Stadt Linz, Soziales, Jugend und Familie, Hauptstraße 1–5, 4041 Linz), wegen Unterhalt, über den Revisionsrekurs des Vaters und Unterhaltsschuldners W*, vertreten durch Dr. Günther Klepp und andere, Rechtsanwälte in Linz, gegen den Beschluss des Landesgerichts Linz als Rekursgericht vom 9. April 2024, GZ 15 R 449/23i-53, mit dem der Beschluss des Bezirksgerichts Linz vom 8. November 2023, GZ 7 Pu 58/23a-44, (mit einer Maßgabe) bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben. Die Sache wird zur neuerlichen Entscheidung über den Rekurs des Vaters nach Verfahrensergänzung an das Rekursgericht zurückverwiesen.

Text

Begründung:

[1]       Die Minderjährigen beantragten eine Erhöhung des monatlichen Unterhaltsbetrags. Sie brachten vor, dass der geldunterhaltspflichtige Vater aus einer bestimmten Beschäftigung ein bestimmtes Einkommen erziele und keine weiteren Sorgepflichten habe.

[2]            Das Erstgericht trug dem Vater auf, sich binnen 14 Tagen zum Antrag zu äußern. Es wies ihn auch darauf hin, dass angenommen werde, dass er den Angaben im Antrag keine Einwendungen entgegensetze, sollte er sich nicht innerhalb der Frist äußern.

[3]            Der Vater erstattete keine Äußerung. Der postalische Zustellschein dokumentiert, dass ihm die Aufforderung zur Äußerung mehr als 14 Tage vor dem Beschluss des Erstgerichts über den Unterhaltserhöhungsantrag durch Hinterlegung zugestellt wurde. Der Postzusteller hat den Zustellschein nicht unterschrieben.

[4]            Das Erstgericht legte seiner Entscheidung die von den Minderjährigen vorgebrachten Tatsachen zugrunde und gab dem Antrag statt.

[5]            Im Rekurs brachte der Vater vor, dass ihm die Aufforderung zur Äußerung nicht zugestellt worden sei. Er habe eine weitere Unterhaltspflicht und Leistungen an die Minderjährigen erbracht, die der Unterhaltserhöhung entgegenstünden.

[6] Das Rekursgericht trug dem Erstgericht Erhebungen über den Zustellvorgang auf. Das Erstgericht holte eine Stellungnahme der Österreichischen Post AG ein. Nach dieser habe das Zustellorgan die Aufforderung zur Äußerung beim zuständigen Postamt hinterlegt und die Verständigung von der Hinterlegung ordnungsgemäß in die Abgabeeinrichtung des Vaters eingelegt. Die Beurkundung durch das Zustellorgan sei elektronisch erfolgt (Paragraph 22, Absatz 4, ZustG).

[7]            Das Rekursgericht gab den Parteien keine Gelegenheit, sich zum Ergebnis der Erhebungen über den Zustellvorgang zu äußern.

[8]            Mit dem angefochtenen Beschluss bestätigte das Rekursgericht die Entscheidung des Erstgerichts (mit einer Maßgabe). Das Ergebnis der Erhebungen über den Zustellvorgang belege die wirksame Zustellung der Aufforderung zur Äußerung. Der Vater könne das in erster Instanz versäumte Tatsachenvorbringen im Rekurs nicht nachholen. Aktenkundige Hinweise auf Tatsachen, die der Unterhaltserhöhung entgegenstünden, habe es in erster Instanz nicht gegeben.

[9]            Aufgrund einer Zulassungsvorstellung des Vaters ließ das Rekursgericht den gleichzeitig eingebrachten Revisionsrekurs nachträglich mit der Begründung zu, es sei nicht ausgeschlossen, dass das Rekursverfahren mangelhaft geblieben sei, weil sich der Vater zum Ergebnis der Erhebungen über den Zustellvorgang nicht äußern konnte.

[10]           Die Minderjährigen erstatteten keine Revisionsrekursbeantwortung.

Rechtliche Beurteilung

[11]           Der Revisionsrekurs ist zur Wahrung der Rechtssicherheit zulässig und berechtigt:

[12] 1. Gemäß Paragraph 66, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 58, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG bildet es einen Revisionsrekursgrund, wenn einer Partei – in erster und/oder zweiter Instanz (Schramm in Gitschthaler/Höllwerth, AußStrG I2 Paragraph 66, Rz 5) – das rechtliche Gehör nicht gewährt worden ist. Das rechtliche Gehör einer Partei wird bereits dann verletzt, wenn einer gerichtlichen Entscheidung Verfahrensergebnisse zugrunde gelegt werden, zu denen sie sich nicht äußern konnte (RS0005915), etwa Ergebnisse von Erhebungen über behauptete Verfahrens- oder Zustellungsmängel (RS0005915 [T14, T21]). Der Oberste Gerichtshof hat die Gehörverletzung wahrzunehmen, wenn der Revisionsrekurs darlegt, dass sie Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (RS0120213 [T13, T16, T17, T20]; RS0119971 [T6]).

[13]           2. Das Rekursgericht hat dem angefochtenen Beschluss das Ergebnis von Erhebungen über die Zustellung der Aufforderung zur Äußerung zum Unterhaltserhöhungsantrag zugrunde gelegt, zu dem sich der Vater nicht äußern konnte. Dadurch wurde nach den eingangs dargelegten Grundsätzen das rechtliche Gehör des Vaters verletzt. Mit dem Vorbringen, um die Gelegenheit gebracht worden zu sein, die Vernehmung ua des Zustellorgans zu beantragen und damit die Unwirksamkeit der Zustellung zu bescheinigen, legt der Vater ausreichend dar, dass der Verfahrensfehler abstrakt geeignet war, Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung des Rekursgerichts zu nehmen. Die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses ist daher nicht zu vermeiden.

[14] 3. Im fortgesetzten Verfahren ist dem Vater das erforderliche rechtliche Gehör zu gewähren und – allenfalls nach ergänzenden Erhebungen zum fraglichen Zustellvorgang (Paragraph 51, Absatz 2, AußStrG) – neuerlich über den Rekurs zu entscheiden.

Textnummer

E142851

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:0090OB00082.24K.1023.000

Im RIS seit

22.11.2024

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2024

Dokumentnummer

JJT_20241023_OGH0002_0090OB00082_24K0000_000