Rechtssatz für 5Ob294/03a 10ObS2/13m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0118863

Geschäftszahl

5Ob294/03a; 10ObS2/13m

Entscheidungsdatum

28.05.2013

Norm

ZPO §519 Abs1 Z2 H
  1. ZPO § 519 heute
  2. ZPO § 519 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Durch die Beisetzung eines Rechtskraftvorbehalts wird ein Aufhebungsbeschluss grundsätzlich anfechtbar. Im Rekurs gegen einen solchen Beschluss können dann auch erhebliche Rechtsfragen geltend gemacht werden, die vom Berufungsgericht nicht als erheblich angesehen wurden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 294/03a
    Entscheidungstext OGH 13.01.2004 5 Ob 294/03a
  • 10 ObS 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 2/13m
    Auch; Beisatz: Im Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss können auch erhebliche Rechtsfragen geltend gemacht werden, die vom Berufungsgericht nicht als erheblich angesehen wurden. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118863

Im RIS seit

12.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2013

Dokumentnummer

JJR_20040113_OGH0002_0050OB00294_03A0000_001

Rechtssatz für 10ObS63/09a 10ObS91/09v...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124751

Geschäftszahl

10ObS63/09a; 10ObS91/09v; 10ObS137/09h; 10ObS143/09s; 10ObS156/09b; 10ObS145/09k; 10ObS136/09m; 10ObS208/09z; 10ObS167/10x; 10ObS186/10s; 10ObS31/11y; 10ObS37/11f; 10ObS66/11w; 10ObS111/11p; 10ObS9/12i; 10ObS16/12v; 10ObS8/12t; 10ObS87/12k; 10ObS60/12i; 10ObS102/12s; 10ObS175/12a; 10ObS2/13m; 10ObS21/14g

Entscheidungsdatum

25.03.2014

Rechtssatz

Das Kriterium der „Unvorhersehbarkeit" wird dann gegeben sein, wenn die Überschreitung der Zuverdienstgrenze trotz Anlegung eines zumutbaren Sorgfaltsmaßstabs nicht erkannt werden konnte. Gerade für den Bereich der selbständig Erwerbstätigen ist typisch, dass jährliche Umsatz- und Gewinnschwankungen vorliegen, sodass allein aus dem Grund von Umsatzschwankungen noch keine Unvorhersehbarkeit im Sinn des Paragraph eins, Litera a, KBGG-Härtefälle-Verordnung abgeleitet werden kann. Den Leistungsbezieher trifft eine Überprüfungspflicht hinsichtlich der Höhe der zu erwartenden Einkünfte. Umsatzschwankungen, welche mit einer selbständigen Erwerbstätigkeit typischerweise verbunden sind, vermögen daher eine Unvorhersehbarkeit der Überschreitung der Zuverdienstgrenze nicht zu begründen.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 63/09a
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 63/09a
  • 10 ObS 91/09v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2009 10 ObS 91/09v
    nur: Das Kriterium der „Unvorhersehbarkeit" wird dann gegeben sein, wenn die Überschreitung der Zuverdienstgrenze trotz Anlegung eines zumutbaren Sorgfaltsmaßstabs nicht erkannt werden konnte. (T1)
  • 10 ObS 137/09h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 137/09h
    Auch; Beisatz: Fragen der Unvorhersehbarkeit der Überschreitung der Zuverdienstgrenze und auf den zumutbaren Sorgfaltsmaßstab können nur einzelfallbezogen gelöst werden. (T2)
  • 10 ObS 143/09s
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 143/09s
    nur: Das Kriterium der „Unvorhersehbarkeit" wird dann gegeben sein, wenn die Überschreitung der Zuverdienstgrenze trotz Anlegung eines zumutbaren Sorgfaltsmaßstabs nicht erkannt werden konnte. Den Leistungsbezieher trifft eine Überprüfungspflicht hinsichtlich der Höhe der zu erwartenden Einkünfte. (T3)
  • 10 ObS 156/09b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 156/09b
    nur T3
  • 10 ObS 145/09k
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 145/09k
    nur T3
  • 10 ObS 136/09m
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 10 ObS 136/09m
    nur T1
  • 10 ObS 208/09z
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 10 ObS 208/09z
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Landwirtin (T4)
  • 10 ObS 167/10x
    Entscheidungstext OGH 30.11.2010 10 ObS 167/10x
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 10 ObS 186/10s
    Entscheidungstext OGH 01.02.2011 10 ObS 186/10s
    Auch; Beisatz: Ein Härtefall liegt nur dann vor, wenn eine bloß geringfügige Überschreitung der Grenzbeträge vorliegt und diese Überschreitung für den Leistungsempfänger unvorhersehbar war. (T5)
  • 10 ObS 31/11y
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 ObS 31/11y
    Auch
  • 10 ObS 37/11f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 ObS 37/11f
    Auch
  • 10 ObS 66/11w
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 10 ObS 66/11w
    Auch
  • 10 ObS 111/11p
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 ObS 111/11p
    Auch; Beisatz: Vorhersehbarkeit der Höhe der Notstandshilfe bzw des Krankengelds in Höhe der Notstandshilfe. (T6)
  • 10 ObS 9/12i
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 ObS 9/12i
    Auch; nur T3
  • 10 ObS 16/12v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 16/12v
    Auch; nur T3; Beis wie T2
  • 10 ObS 8/12t
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 8/12t
    Vgl auch; Beisatz: Die Klägerin hat die zu erwartenden Einkünfte aus ihrer unselbständigen Erwerbstätigkeit geprüft und grundsätzlich auch richtig kalkuliert. Der Umstand, dass die der Klägerin gewährten monatlichen Fahrtkostenzuschüsse lohnsteuerpflichtig sind und daher zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gehören, war aus den Gehaltsabrechnungen objektiv nicht erkennbar. Es wäre dafür eine genaue Kenntnis der Bestimmungen der §§ 25 f EStG 1988 erforderlich gewesen, die aber bei einem Menschen mit gewöhnlichen Fähigkeiten nicht vorausgesetzt werden kann. (T7)
  • 10 ObS 87/12k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 10 ObS 87/12k
    Auch; nur T3; Beis wie T2
  • 10 ObS 60/12i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 ObS 60/12i
    Auch; nur T3; Beis wie T2
  • 10 ObS 102/12s
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 102/12s
    Auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 175/12a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 175/12a
    Vgl; nur T3; Beis wie T2
  • 10 ObS 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 2/13m
    Auch; nur T3; Beis wie T2; Beisatz: Nicht einmal eine durch eine unrichtige Rechtsauskunft oder durch eine nicht vorwerfbare unrichtige Berechnung des maßgebenden Gesamtbetrags der Einkünfte hervorgerufene geringfügige Überschreitung der Zuverdienstgrenze stellt eine „unvorhersehbare“ Überschreitung dar. (T8)
  • 10 ObS 21/14g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 ObS 21/14g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124751

Im RIS seit

11.06.2009

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2014

Dokumentnummer

JJR_20090512_OGH0002_010OBS00063_09A0000_001

Rechtssatz für 10ObS54/10d 10ObS91/11x...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126122

Geschäftszahl

10ObS54/10d; 10ObS91/11x; 10ObS156/12g; 10ObS4/13f; 10ObS2/13m; 10ObS106/13f; 10ObS192/13b; 10ObS112/14i; 10ObS36/15i; 10ObS157/14g; 10ObS25/16y; 10ObS88/16p; 10ObS151/16b; 10ObS44/22a

Entscheidungsdatum

20.04.2022

Norm

KBGG §31 Abs2
  1. KBGG § 31 heute
  2. KBGG § 31 gültig von 01.11.2023 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2022
  3. KBGG § 31 gültig ab 01.11.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  4. KBGG § 31 gültig von 01.05.2022 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. KBGG § 31 gültig von 01.01.2020 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. KBGG § 31 gültig von 01.03.2017 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  7. KBGG § 31 gültig von 01.01.2013 bis 28.02.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2013
  8. KBGG § 31 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2011
  9. KBGG § 31 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2009
  10. KBGG § 31 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2007
  11. KBGG § 31 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2003
  12. KBGG § 31 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003

Rechtssatz

Wenn dem Krankenversicherungsträger bei der Gewährung des Kinderbetreuungsgeldes bereits alle für die Gewährung maßgebenden Umstände bekannt waren und er - etwa aufgrund einer unrichtigen Rechtsansicht oder einer unrichtigen Berechnung - trotzdem das Kinderbetreuungsgeld auszahlt, besteht kein Rückforderungsanspruch nach Paragraph 31, Absatz 2, KBGG, falls der Krankenversicherungsträger nachträglich die Unrichtigkeit der Gewährung bemerkt. Der Widerrufsgrund muss sich erst nachträglich herausgestellt haben, um Grundlage für eine Rückforderung bilden zu können.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 54/10d
    Entscheidungstext OGH 27.07.2010 10 ObS 54/10d
    Veröff: SZ 2010/86
  • 10 ObS 91/11x
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 ObS 91/11x
    Auch; Beisatz: Ein solcher Grund für die Rückforderung liegt hier im Bekanntwerden des Ausmaßes der Einkünfte des Klägers aus dem Jahr 2005 („auf Grund des von der Abgabenbehörde an die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse übermittelten Gesamtbetrages“ [§ 31 Abs 2 KBGG]), das erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eintrat. (T1)
    Veröff: SZ 2011/146
  • 10 ObS 156/12g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 156/12g
    nur: Der Widerrufsgrund muss sich erst nachträglich herausgestellt haben, um Grundlage für eine Rückforderung bilden zu können. (T2)
  • 10 ObS 4/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 4/13f
    Auch
  • 10 ObS 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 2/13m
    Auch
  • 10 ObS 106/13f
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 ObS 106/13f
  • 10 ObS 192/13b
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 192/13b
    Auch
  • 10 ObS 112/14i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 ObS 112/14i
    Auch; nur T2; Beisatz: Bekanntgabe der Einkünfte des Versicherten durch die Finanzbehörde nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. (T3)
  • 10 ObS 36/15i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 ObS 36/15i
    Auch; Veröff: SZ 2015/67
  • 10 ObS 157/14g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 ObS 157/14g
    Auch; nur T2; Beisatz: Der Rückforderungstatbestand des § 31 Abs 2 1. Fall KBGG bezieht sich nicht nur auf Umstände, die bei Gewährung des Anspruchs schon verwirklicht, jedoch nicht bekannt waren und daher nicht berücksichtigt werden konnten, sondern auch auf solche, die erst nach der Gewährung des Anspruchs entstehen und den Sozialversicherungsträger zu einem Widerruf oder einer rückwirkenden Berichtigung der Bemessung berechtigen. (T4)
    Veröff: SZ 2015/65
  • 10 ObS 25/16y
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 ObS 25/16y
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 88/16p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2016 10 ObS 88/16p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 151/16b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2016 10 ObS 151/16b
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 44/22a
    Entscheidungstext OGH 20.04.2022 10 ObS 44/22a
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126122

Im RIS seit

09.09.2010

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2022

Dokumentnummer

JJR_20100727_OGH0002_010OBS00054_10D0000_001

Rechtssatz für 10ObS4/13f; 10ObS2/13m; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0128672

Geschäftszahl

10ObS4/13f; 10ObS2/13m; 10ObS146/17v; 10ObS84/23k

Entscheidungsdatum

14.05.2024

Norm

KBGG §8 Abs1 Z2
KBGG §31
  1. KBGG § 8 heute
  2. KBGG § 8 gültig ab 01.03.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  3. KBGG § 8 gültig von 01.01.2012 bis 28.02.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2013
  4. KBGG § 8 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2011
  5. KBGG § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2009
  6. KBGG § 8 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2007
  7. KBGG § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2005
  8. KBGG § 8 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2003
  9. KBGG § 8 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003
  1. KBGG § 31 heute
  2. KBGG § 31 gültig von 01.11.2023 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2022
  3. KBGG § 31 gültig ab 01.11.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  4. KBGG § 31 gültig von 01.05.2022 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. KBGG § 31 gültig von 01.01.2020 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. KBGG § 31 gültig von 01.03.2017 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  7. KBGG § 31 gültig von 01.01.2013 bis 28.02.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2013
  8. KBGG § 31 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2011
  9. KBGG § 31 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2009
  10. KBGG § 31 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2007
  11. KBGG § 31 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2003
  12. KBGG § 31 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003

Rechtssatz

Für die Heranziehung des zweiten Satzes des Paragraph 31, Absatz 2, KBGG ist das zusätzliche Vorliegen eines der Rückforderungstatbestände des ersten Satzes des Paragraph 31, Absatz 2, KBGG nicht erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 4/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 4/13f
    Beisatz: Der Leistungsempfänger ist, unabhängig vom Vorliegen eines der beiden Tatbestände des ersten Satzes des § 31 Abs 2 KBGG in dem dort genannten Fall zum Ersatz der unberechtigt empfangenen Leistung zu verpflichten. (T1)
  • 10 ObS 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 2/13m
    Beisatz: Der Rückforderungstatbestand des § 31 Abs 2 zweiter Satz KBGG stellt ausschließlich auf die objektive Überschreitung der Zuverdienstgrenze ab, und nicht auf rückwirkend festgestellte Tatsachen im Sinn des § 31 Abs 2 erster Halbsatz KBGG. (T2)
  • 10 ObS 146/17v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 ObS 146/17v
    Beisatz: Der von einem Verschulden des Leistungsempfängers unabhängige Rückforderungstatbestand des § 31 Abs 2 Satz 2 KBGG stellt ausschließlich auf die objektive Überschreitung der Zuverdienst‑ bzw Freigrenze ab. (T3); Beisatz: Das Unterlassen einer Zuordnungserklärung im Sinn des § 8 Abs 1 Z 2 Satz 3 KBGG ändert nichts daran, dass dann, wenn sich der Versicherungsträger auf den objektiven Rückforderungstatbestand des § 31 Abs 2 Satz 2 KBGG beruft, lediglich zu prüfen ist, ob die Zuverdienstgrenze (hier: im Sinn des § 24 Abs 1 Z 3 KBGG) überschritten wurde. (T4); Veröff: SZ 2019/42
  • 10 ObS 84/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.05.2024 10 ObS 84/23k
    vgl; Beisatz nur wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128672

Im RIS seit

13.05.2013

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2024

Dokumentnummer

JJR_20130129_OGH0002_010OBS00004_13F0000_001

Rechtssatz für 10ObS52/08g; 10ObS58/08i; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124063

Geschäftszahl

10ObS52/08g; 10ObS58/08i; 10ObS59/08m; 10ObS64/08x; 10ObS65/08v; 10ObS66/08s; 10ObS71/08a; 10ObS72/08y; 10ObS77/08h; 10ObS78/08f; 10ObS79/08b; 10ObS81/08x; 10ObS82/08v; 10ObS87/08d; 10ObS88/08a; 10ObS91/08t; 10ObS92/08i; 10ObS93/08m; 10ObS140/08y; 10ObS133/08v; 10ObS43/09k; 10ObS44/09g; 10ObS46/09a; 10ObS47/09y; 10ObS48/09w; 10ObS49/09t; 10ObS50/09i; 10ObS51/09m; 10ObS52/09h; 10ObS55/09z; 10ObS56/09x; 10ObS57/09v; 10ObS58/09s; 10ObS59/09p; 10ObS60/09k; 10ObS45/09d; 10ObS53/09f; 10ObS54/09b; 10ObS61/09g; 10ObS62/09d; 10ObS124/09x; 10ObS136/09m; 10ObS147/09d; 10ObS31/10x; 10ObS173/10d; 10ObS52/12p; 10ObS51/12s; 10ObS53/12k; 10ObS136/12s; 10ObS2/13m; 10ObS102/13t; 10ObS34/13t; 10ObS27/14i; 10ObS192/13b; 10ObS124/15f; 10ObS69/18x; 10ObS4/19i; 10Ob2/21y; 10ObS52/21a; 10ObS72/21t; 10ObS73/21i; 10ObS44/22a; 10ObS128/22d; 10ObS104/25d

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Norm

KBGG idF BGBl I 2001/103 §2 Abs1 Z3
KBGG idF BGBl I 2001/103 §8
KBGG idF BGBl I 2001/103 §9
KBGG idF BGBl I 2001/103 §9 Abs3
KBGG idF BGBl I 2001/103 §12
KBGG idF BGBl I 2001/103 §13 letzter Satz
KBGG idF BGBl I 2001/103 §31 Abs2 zweiter Satz

Rechtssatz

Der auch für die Freigrenze nach Paragraph 12, Absatz eins, KBGG in der Fassung BGBl römisch eins 2001/103) maßgebliche Gesamtbetrag der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Paragraph 8, Absatz eins, Ziffer eins, KBGG in der Fassung BGBl römisch eins 2001/103) ist im Wesentlichen wie folgt zu ermitteln: Auszugehen ist von jenen Einkünften, die während der Kalendermonate mit Anspruch auf Auszahlung des Kinderbetreuungsgelds und des Zuschusses zum Kinderbetreuungsgeld zugeflossen sind. Als Anspruchsmonate zählen dabei nur jene Kalendermonate, in denen mehr als die Hälfte des Monats Anspruch auf Auszahlung des Kinderbetreuungsgelds und des Zuschusses bestanden hat. Bezüglich der zeitlichen Zuordnung des Einkommens gelangt das im Einkommensteuerrecht geltende Zuflussprinzip zur Anwendung. Bezüglich der Höhe der maßgeblichen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ist von einer Art Bruttoeinkommen auszugehen, das nicht den tatsächlichen Bruttoeinkünften entspricht. Die gemäß Paragraph 2, Absatz 2, EStG 1988 während der Anspruchsmonate zugeflossenen Einkünfte sind um 30 % (bei Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe um 15 %) zu erhöhen. Da die Freigrenze für den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld und auf Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld mit einem Jahresbetrag festgelegt ist, bedarf es auch einer entsprechenden Anpassung, wenn der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld bzw Zuschuss nicht das volle Kalenderjahr gegeben ist. Diese Anpassung erfolgt durch die Umrechnung der während des Anspruchszeitraums erzielten Einkünfte auf einen fiktiven Jahresbetrag. Die Summe der während der Anspruchsmonate zugeflossenen Einkünfte, erhöht um 30 % (bzw bei Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe um 15 %), ist durch die Anzahl dieser Anspruchsmonate zu teilen und mit zwölf zu vervielfachen. Der sich ergebende Betrag ist schließlich der Freigrenze nach Paragraph 12, Absatz eins, KBGG gegenüberzustellen.

Anmerkung

Beachte RS0124062 (Antrag gemäß § 89 Abs 2 B-VG an den Verfassungsgerichtshof hinsichtlich §§ 2 Abs 1 Z 3, 8, 9 Abs 3, 12 Abs 1 und Abs 2, 13 letzter Satz und 31 Abs 2 zweiter Satz KBGG jeweils idF BGBl I 2001/103). Der Verfassungsgerichtshof wies mit seinem Erkenntnis vom 26.2. 2009, G128/08-6 ua, diesen Gesetzesprüfungsantrag ab.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 52/08g
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 52/08g
  • 10 ObS 58/08i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 58/08i
  • 10 ObS 59/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 59/08m
    Beisatz: Hier: Freigrenze nach § 12 Abs 1 iVm § 13 KBGG idF BGBl I 2001/103. (T1)
  • 10 ObS 64/08x
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 64/08x
    Auch; Beisatz: Hier: Zuverdienstgrenze nach § 9 Abs 3 KBGG idF BGBl I 2001/103. (T2)
  • 10 ObS 65/08v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 65/08v
    Auch
  • 10 ObS 66/08s
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 66/08s
  • 10 ObS 71/08a
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 71/08a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Bei der Ermittlung des maßgebenden Gesamtbetrags der Einkünfte nach § 8 Abs 1 Z 2 KBGG (idF BGBl I 2001/103) sind grundsätzlich die Einkünfte des gesamten Jahres anzusetzen. Auch in diesem Bereich erfolgt eine Bereinigung der Einkünfte um abgezogene Pflichtbeiträge. Im Sinne einer Gleichbehandlung mit den Beziehern von Lohneinkünften soll es auch den selbständig Tätigen ermöglicht werden, eine zeitliche Zuordnung der auf den Anspruchszeitraum entfallenden Einkünfte zu treffen. Voraussetzung dafür ist ein konkreter „Zuordnungsnachweis". Im Bereich der betrieblichen Einkünfte wird vom Vorliegen eines solchen Nachweises dann ausgegangen werden können, wenn ein rechnerischer Zwischenabschluss („Rumpfwirtschaftsjahr") erstellt wird. In weiterer Folge werden die auf den Anspruchszeitraum entfallenden Einkünfte gleich den nichtselbständigen Einkünften auf einen Jahresbetrag hochgerechnet. (T3)
  • 10 ObS 72/08y
    Entscheidungstext OGH 28.09.2008 10 ObS 72/08y
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 ObS 77/08h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 77/08h
  • 10 ObS 78/08f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 78/08f
  • 10 ObS 79/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 79/08b
  • 10 ObS 81/08x
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 81/08x
    Auch; Beisatz: Hier: Zuverdienstgrenze gemäß § 2 Abs 1 Z 3 KBGG idF BGBl I 2001/103. (T4)
    Beisatz: Zu beachten ist allerdings auch, dass ein Zuverdienstmonat nur vorliegt, wenn während mehr als der Hälfte des Monats Anspruch auf Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes bestanden hat, wobei dieser Monat dann als voller Anspruchsmonat zählt. Bei der Berechnung des Jahresbetrags sind nur diese Monate und nur die während dieser Monate zugeflossenen Einkünfte zu berücksichtigen. (T5)
  • 10 ObS 82/08v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 82/08v
  • 10 ObS 87/08d
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 87/08d
  • 10 ObS 88/08a
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 88/08a
  • 10 ObS 91/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 91/08t
  • 10 ObS 92/08i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 92/08i
  • 10 ObS 93/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 ObS 93/08m
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 10 ObS 140/08y
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 10 ObS 140/08y
  • 10 ObS 133/08v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2008 10 ObS 133/08v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4
  • 10 ObS 43/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 43/09k
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 52/08g. (T6)
  • 10 ObS 44/09g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 44/09g
    Auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 46/09a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 46/09a
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 65/08v. (T7)
  • 10 ObS 47/09y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 47/09y
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 66/08s. (T8)
  • 10 ObS 48/09w
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 48/09w
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 59/08m. (T9)
  • 10 ObS 49/09t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 49/09t
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 77/08h. (T10)
  • 10 ObS 50/09i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 50/09i
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 78/08f. (T11)
  • 10 ObS 51/09m
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 51/09m
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 79/08b. (T12)
  • 10 ObS 52/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 52/09h
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 71/08a. (T13)
  • 10 ObS 55/09z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 55/09z
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 87/08d. (T14)
  • 10 ObS 56/09x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 56/09x
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 91/08t. (T15)
  • 10 ObS 57/09v
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 57/09v
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 82/08v. (T16)
    Beisatz: Aus diesen Gesetzeswortlaut (arg „... für jede weitere Person ...") ergibt sich, dass eine Unterhaltsverpflichtung für den Ehepartner bereits durch die Grundfreigrenze von 7.200 EUR erfasst ist, sodass eine weitere Freigrenzenerhöhung für den Ehepartner ausscheidet. (T17)
  • 10 ObS 58/09s
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 58/09s
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 88/08a. (T18)
  • 10 ObS 59/09p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 59/09p
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 92/08i. (T19)
  • 10 ObS 60/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 60/09k
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 93/08m. (T20)
  • 10 ObS 45/09d
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 45/09d
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 64/08x. (T21)
  • 10 ObS 53/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 53/09f
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 81/08x. (T22)
  • 10 ObS 54/09b
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 54/09b
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 72/08y. (T23)
  • 10 ObS 61/09g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 61/09g
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 133/08v. (T24)
    Beis wie T3; Beisatz: Die dem Kalenderjahr des Kinderbetreuungsgeldbezugszeitraums zugrunde liegenden Einkünfte sind um die darauf bezogenen Sozialversicherungsbeiträge zu erhöhen. (T25)
    Beisatz: Sind entsprechend § 8 Abs 1 Z 2 KBGG für die Beantwortung der Frage, ob die Zuverdienstgrenze überschritten wird oder nicht, den Einkünften des Komplementärs Sozialversicherungsbeiträge hinzuzurechnen, kann dabei nur der auf den Komplementär (entsprechend den Regeln über die Gewinnverteilung) entfallende Anteil relevant sein, würde doch sonst dem Komplementär auch die durch die Sozialversicherungsbeiträge bedingte Gewinnminderung der Kommanditisten zur Last fallen. Nur auf diese Weise kann auch die Vergleichbarkeit mit unselbständig Erwerbstätigen hergestellt werden. (T26)
  • 10 ObS 62/09d
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 62/09d
    Auch; Beisatz: Verfahrensfortsetzung zu 10 ObS 140/08y. (T27)
  • 10 ObS 124/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 10 ObS 124/09x
    Auch; Beis wie 23; Beisatz: Hier: Wenn nun für die Beurteilung der Einkünfte nach § 8 Abs 1 Z 2 KBGG nicht die im Jahr 2003 auf der Grundlage einer vorläufigen Beitragsgrundlage vorgeschriebenen Sozialversicherungsbeiträge relevant sind, sondern die auf die endgültige Beitragsgrundlage für das Jahr 2003 bezogenen, ist eine entsprechende Abgrenzung erforderlich, die dazu führt, dass nur die für die Einkünfte der Klägerin im Jahr 2003 anfallenden Sozialversicherungsbeiträge als Betriebsausgaben berücksichtigt werden, nicht aber Sozialversicherungsbeiträge, die zwar im Jahr 2003 vorgeschrieben wurden, sich jedoch auf die im Jahr 2000 erzielten Einkünfte beziehen. In diesem Sinn sind die Werte in der Einnahmen-/Ausgaben- bzw Gewinn- und Verlustrechnung zu korrigieren, indem allenfalls abgezogene Sozialversicherungsbeiträge, die im Jahr 2003 vorgeschrieben wurden, dem Gewinn wiederum hinzuzurechnen sind. (T28)
  • 10 ObS 136/09m
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 10 ObS 136/09m
    Beisatz: Das bezüglich der zeitlichen Zuordnung des Einkommens anzuwendende, im Einkommensteuerrecht geltende Zuflussprinzip in § 19 Abs 1 Satz 2 EStG 1988 enthält eine Aufweichung. Danach gelten Einnahmen, die kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören zugeflossen sind, in diesem Jahr als bezogen. Von diesen Grundsätzen muss auch bei der im Rahmen der Ermittlung der Zuverdienstgrenze vorzunehmenden Umrechnung der während des Anspruchszeitraums erzielten Einkünfte auf einen fiktiven Jahresbetrag ausgegangen werden, als auch dann, wenn der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld bzw Zuschuss (hier: zum Karenzgeld) nicht das volle Kalenderjahr gegeben ist. (T29)
    Bem: Siehe RS0125539. (T30)
  • 10 ObS 147/09d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 10 ObS 147/09d
    Vgl auch; Beisatz: Die Zuverdienstgrenze stellt eine Einkünfte- und keine Einkommensgrenze dar, sodass Ausgaben im Rahmen von Sonderausgaben gemäß § 18 EStG 1988, außergewöhnlichen Belastungen gemäß den §§ 34 f EStG 1988 sowie die Freibeträge gemäß den §§ 104 f EStG1988 nicht abgezogen werden dürfen. (T31)
  • 10 ObS 31/10x
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 10 ObS 31/10x
    Vgl auch; Beisatz: § 8 Abs 1 Z 2 KBGG ist im Lichte der durch das BGBl I 2009/116 erfolgten Neufassung abweichend von der bisherigen Rechtsprechung dahin auszulegen, dass nicht die auf die Einkünfte entfallenden Sozialversicherungsbeiträge, welche erst im Nachhinein festgestellt werden können, sondern die im jeweiligen Jahr der Einkunftserzielung insgesamt vorgeschriebenen Sozialversicherungsbeiträge maßgebend sind. (T32)
    Bem: Siehe RS0125926. (T33)
  • 10 ObS 173/10d
    Entscheidungstext OGH 01.02.2011 10 ObS 173/10d
    Vgl auch; Beis wie T33
    Veröff: SZ 2011/12
  • 10 ObS 52/12p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 52/12p
    Vgl
  • 10 ObS 51/12s
    Entscheidungstext OGH 03.05.2012 10 ObS 51/12s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 53/12k
    Entscheidungstext OGH 03.05.2012 10 ObS 53/12k
    Vgl
  • 10 ObS 136/12s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 10 ObS 136/12s
    Auch
  • 10 ObS 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 2/13m
    Auch; Beis wie T31; Beisatz: Da das KBGG auf die Einkünfte und nicht auf das zu versteuernde Einkommen abstellt, ist hinreichend deutlich, dass nach Einkommensteuerrecht Einkünfte mindernde Ausgaben wie Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im Sinn des § 8 Abs 1 Z 1 KBGG nicht zu berücksichtigen sind. (T34)
  • 10 ObS 102/13t
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 102/13t
    Vgl auch; Beis wie T32; Beis wie T33; Beisatz: Eine andere Art der Berücksichtigung von Sozialversicherungsbeiträgen würde zu sachlich nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlungen und zur Unmöglichkeit einer laufenden Zuverdienstberechnung für die beziehenden Eltern führen. (T35)
    Beisatz: Gegen diese Berechnungsweise bestehen daher keine verfassungsrechtlichen Bedenken. (T36)
  • 10 ObS 34/13t
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 34/13t
    Vgl auch; Beisatz: Die Inanspruchnahme der Progressionsermäßigung des § 37 Abs 9 EStG für selbständige künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeit (rechnerische Aufteilung auch auf zwei dem Einkunftsjahr vorangegangene Steuerjahre) führt nicht zu einer Erhöhung oder Minderung des für den Grenzbetrag (§ 2 Abs 1 Z 3 KBGG in der Stammfassung) maßgeblichen Gesamtbetrags der Einkünfte (§ 8 Abs 1 Z 2 KBGG). (T37)
    Beisatz: Zielsetzung des KBGG ist, das Kinderbetreuungsgeld nur jenen Eltern(‑teilen) zu gewähren, die bereit sind, die Berufstätigkeit im Hinblick auf die Kinderbetreuung einzuschränken. Die „Zuverdienstgrenze“ ist daher als Maßstab für die Bereitschaft der Einschränkung der Berufstätigkeit zugunsten der Betreuungsleistung oder ‑ anders betrachtet ‑ für die Bereitschaft (und Möglichkeit) zur Kinderbetreuung zu sehen. (T38); Veröff: SZ 2013/69
  • 10 ObS 27/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 27/14i
    Vgl auch; Beis wie T36
  • 10 ObS 192/13b
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 192/13b
    Vgl auch; Beis wie T32; Beis wie T38, Beisatz: Es würde den Zwecken des KBGG widersprechen, wenn die maßgebliche Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte „entsprechend gestaltet“ werden könnte, sodass selbständig Erwerbstätige die Möglichkeit hätten, durch Vorauszahlungen vor dem Jahr des Kinderbetreuungsgeldbezugs eine Anrechnung der Sozialversicherungsbeiträge im relevanten Kalenderjahr zu verhindern, in dem sie dann entsprechend höhere Gewinne erzielen könnten. (T39)
  • 10 ObS 124/15f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 ObS 124/15f
    Auch; Beisatz: Rückzahlungen von Pflichtbeiträgen iSd § 25 Abs 1 Z 3 lit d EStG 1988 als maßgebliche Einkünfte iSd § 8 Abs 1 Z 1 KBGG (hier: Kammerumlage bzw. Beiträge zum Wohlfahrtfonds der Ärztekammer). (T40)
  • 10 ObS 69/18x
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 10 ObS 69/18x
    Auch; Beis wie T31; Beis wie T34
  • 10 ObS 4/19i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2019 10 ObS 4/19i
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Eine vom Kläger selbst unterfertigte Aufstellung über seine von Jänner bis Juli 2011 zustehenden Geschäftsführerbezüge ist kein konkreter Zuordnungsnachweis iSd § 8 Abs 1 Z 2 KBGG. (T41)
  • 10 Ob 2/21y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2021 10 Ob 2/21y
    Beis nur T38
  • 10 ObS 52/21a
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 10 ObS 52/21a
    Beis wie T29
  • 10 ObS 72/21t
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 10 ObS 72/21t
    Beis wie T38
  • 10 ObS 73/21i
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 10 ObS 73/21i
    Beis wie T38
  • 10 ObS 44/22a
    Entscheidungstext OGH 20.04.2022 10 ObS 44/22a
    Vgl; Beis wie T38
  • 10 ObS 128/22d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 10 ObS 128/22d
    vgl
  • 10 ObS 104/25d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.11.2025 10 ObS 104/25d
    Beisatz nur wie T38

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124063

Im RIS seit

23.10.2008

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2025

Dokumentnummer

JJR_20080923_OGH0002_010OBS00052_08G0000_002