Rechtssatz für 14Os163/03; 11Os82/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0118780

Geschäftszahl

14Os163/03; 11Os82/04; 15Os101/04; 14Os152/04; 15Os14/06g; 15Os22/06h; 13Os38/06x; 11Os52/05i; 15Os82/06g; 12Os97/06s; 15Os115/06k; 12Os122/06t; 15Os123/06m; 13Os120/06f; 14Os53/07m; 12Os94/07a; 15Os91/07g; 13Os106/07y; 11Os161/07x; 12Os123/07s; 11Os147/07p; 11Os130/07p; 13Os164/07b; 11Os155/07i; 11Os122/07m; 14Os17/08v; 14Os170/07t; 15Os11/08v; 12Os137/07z; 12Os11/08x; 14Os50/08x; 14Os9/08t; 15Os43/08z; 13Os68/08m; 14Os58/08y; 11Os115/08h; 11Os80/08m; 13Os71/08b; 12Os167/07m; 15Os87/08w; 11Os124/08g; 15Os100/08g; 11Os135/08z; 11Os161/08y; 11Os129/08t; 14Os130/08m; 14Os166/08f; 14Os89/08g; 14Os145/08t; 11Os190/08p; 13Os9/09m; 13Os19/09g; 13Os14/09x; 11Os7/09b; 11Os32/08d; 12Os91/08m; 12Os145/08b; 13Os31/09x; 15Os62/09w; 15Os14/09m; 12Os25/09g; 12Os188/08a; 12Os10/09a; 14Os41/09z; 14Os42/09x; 12Os3/10y; 14Os3/10p; 15Os5/10i; 13Os19/10h; 11Os59/10a; 11Os64/10m; 15Os76/10f (15Os77/10b); 14Os37/11i; 13Os27/11m; 12Os30/11w; 11Os44/11x; 11Os5/12p; 11Os27/12y; 15Os21/12w; 15Os109/11k; 15Os57/12i; 12Os59/12m; 14Os46/12i; 11Os39/13i; 15Os99/13t; 15Os111/13g; 13Os93/13w; 14Os48/14m; 15Os81/14x; 12Os20/16g; 15Os149/15y; 14Os67/16h; 12Os85/17t; 12Os117/17y; 14Os101/17k; 15Os87/17h; 12Os54/18k; 15Os141/18a; 14Os115/19x; 12Os32/20b; 11Os38/20b; 11Os116/20y; 13Os99/20p; 14Os34/21p; 11Os105/21g; 11Os111/21i; 13Os116/22s; 11Os42/23w; 15Os140/23m; 14Os12/24g; 15Os2/25w; 14Os61/23m; 12Os97/25v; 11Os7/26b

Entscheidungsdatum

17.03.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ziffer 5 a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO will als Tatsachenrüge nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen (das sind schuld- oder subsumtionserhebliche Tatumstände, nicht aber im Urteil geschilderte Begleitumstände oder im Rahmen der Beweiswürdigung angestellte Erwägungen) und völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung durch konkreten Verweis auf aktenkundige Beweismittel (bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswerterwägungen) verhindern. Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 163/03
    Entscheidungstext OGH 14.04.2004 14 Os 163/03
  • 11 Os 82/04
    Entscheidungstext OGH 24.08.2004 11 Os 82/04
  • 15 Os 101/04
    Entscheidungstext OGH 09.09.2004 15 Os 101/04
    Vgl auch; Beisatz: Zur prozessförmigen Darstellung der Tatsachenrüge sind die dafür ins Treffen geführten aktenkundigen Beweismittel in Hinsicht auf ihre Eignung, erhebliche Bedenken hervorzurufen, an der Gesamtheit der beweiswürdigenden Erwägungen zu messen. (T1)
  • 14 Os 152/04
    Entscheidungstext OGH 15.02.2005 14 Os 152/04
    Auch; Beisatz: Anders als bei der nur gegen Urteile von Einzelorganen zulässigen Schuldberufung ist das Rechtsmittelverfahren vor dem Obersten Gerichtshof nicht mit erhöhten Garantien für die Urteilswahrheit im Tatsachenbereich ausgestattet. Dazu dient allein die unmittelbare, mündliche Beweisaufnahme vor einem aus mehreren Richtern bestehenden Spruchkörper in erster Instanz. (T2)
  • 15 Os 14/06g
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 14/06g
    Beis wie T1
  • 15 Os 22/06h
    Entscheidungstext OGH 19.04.2006 15 Os 22/06h
    Auch; nur: Z 5a des § 281 Abs 1 StPO will als Tatsachenrüge nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen verhindern. (T3) Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge (Z 5a) sind nur Feststellungen, angesichts derer gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt, die somit schlechterdings unerträglich sind (WK-StPO § 281 Rz 391 und Rz 490). (T4)
  • 13 Os 38/06x
    Entscheidungstext OGH 14.06.2006 13 Os 38/06x
    Auch; Beis wie T4
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T4
  • 15 Os 82/06g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2006 15 Os 82/06g
  • 12 Os 97/06s
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 97/06s
    Auch; nur: Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. (T5)
    Beis ähnlich wie T2
  • 15 Os 115/06k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 115/06k
    Auch; nur T5
  • 12 Os 122/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 122/06t
    Auch; nur T3; nur T5; Beis wie T4
  • 15 Os 123/06m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2006 15 Os 123/06m
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 14 Os 53/07m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 53/07m
    Auch; Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert naheliegt, wogegen unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten bleibt. (T6)
  • 12 Os 94/07a
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 94/07a
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenermittlung im kollegialgerichtlichen Verfahren bleibt dem aus einer Mehrzahl von Richtern bestehenden Spruchkörper erster Instanz vorbehalten, der unter dem Eindruck der unmittelbaren, mündlichen und kontradiktorischen Beweiserhebung entscheidet. Beweiswürdigende Detailerwägungen diesseits der Schwelle erheblicher Bedenklichkeit - wie in Erledigung einer Berufung wegen Schuld - sind dem Obersten Gerichtshof somit verwehrt und auch in einer Tatsachenrüge nicht statthaft. (T7)
  • 15 Os 91/07g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2007 15 Os 91/07g
    Vgl auch; Beisatz: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen, mit anderen Worten intersubjektiv gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine unrichtige Lösung der Schuldfrage qualifiziert nahelegen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie es die Berufung wegen Schuld im Einzelrichterverfahren einräumt - wird dadurch nicht ermöglicht. (T8)
  • 13 Os 106/07y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 106/07y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 11 Os 161/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 161/07x
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T9)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 11 Os 147/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 147/07p
    Auch; Beisatz: Ein auf diesen formalen Nichtigkeitsgrund gestützter Einwand kann nur dann erfolgreich sein, wenn Feststellungen als Folge einer qualifiziert naheliegenden Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung erheblichen Bedenken ausgesetzt sind. Die diesem Nichtigkeitsgrund immanente Erheblichkeitsschwelle wird mit dem Vorbringen, die vom Angeklagten angestrebte Schlussfolgerung sei wahrscheinlicher oder überzeugender als die vom Erstgericht gezogene, nicht überschritten, sind doch die Tatrichter weder zu einer logisch zwingenden Begründung noch dazu verhalten, von mehreren möglichen Versionen die für den Beschwerdeführer günstigere zu wählen (WK-StPO § 281 Rz 449, 488 ff). (T10)
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 13 Os 164/07b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2008 13 Os 164/07b
  • 11 Os 155/07i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 155/07i
    Auch; Beis wie T8
  • 11 Os 122/07m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 122/07m
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 14 Os 17/08v
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 17/08v
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 14 Os 170/07t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 170/07t
    Vgl auch
  • 15 Os 11/08v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 15 Os 11/08v
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 12 Os 11/08x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 11/08x
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 14 Os 50/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2008 14 Os 50/08x
    Vgl auch
  • 14 Os 9/08t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 9/08t
    Beis wie T9
  • 15 Os 43/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 43/08z
    Beis wie T9
  • 13 Os 68/08m
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 68/08m
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenrüge (Z 5a) dient dazu, schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen und lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung durch konkreten Verweis auf aktenkundige Beweismittel (bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswerterwägungen) zu verhindern. (T11)
  • 14 Os 58/08y
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 14 Os 58/08y
  • 11 Os 115/08h
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 115/08h
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8 nur: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen, mit anderen Worten intersubjektiv gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine unrichtige Lösung der Schuldfrage qualifiziert nahelegen. (T12) Beisatz: Hier: Bezogen auf den Nichtigkeitsgrund nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T13)
  • 11 Os 80/08m
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 80/08m
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenrüge will nur völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung und daraus resultierende unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen verhindern. (T14)
  • 13 Os 71/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 71/08b
  • 12 Os 167/07m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 167/07m
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 15 Os 87/08w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 87/08w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 124/08g
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 124/08g
  • 15 Os 100/08g
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 15 Os 100/08g
    Beis wie T9
  • 11 Os 135/08z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 11 Os 135/08z
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 161/08y
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 161/08y
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 129/08t
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 129/08t
  • 14 Os 130/08m
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 130/08m
  • 14 Os 166/08f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 166/08f
  • 14 Os 89/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 89/08g
    Auch
  • 14 Os 145/08t
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 145/08t
  • 11 Os 190/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 11 Os 190/08p
    nur T3; nur T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 13 Os 9/09m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 9/09m
  • 13 Os 19/09g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 19/09g
  • 13 Os 14/09x
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 14/09x
  • 11 Os 7/09b
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 7/09b
    Beis wie T1
  • 11 Os 32/08d
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 32/08d
  • 12 Os 91/08m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 91/08m
  • 12 Os 145/08b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 145/08b
    Beis wie T11; Beisatz: Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. (T15)
  • 13 Os 31/09x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2009 13 Os 31/09x
    Auch
  • 15 Os 62/09w
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 15 Os 62/09w
    Auch; nur T5
  • 15 Os 14/09m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2009 15 Os 14/09m
    Auch; Beis wie T14
  • 12 Os 25/09g
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 25/09g
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T12
  • 12 Os 188/08a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 188/08a
    Beisatz: Urteilsnichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO ist daher gegeben, wenn die Laienrichter das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt (WK-StPO § 281 Rz 391, 470, 490). (T16)
  • 12 Os 10/09a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 10/09a
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 14 Os 41/09z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 41/09z
    nur T5; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
  • 12 Os 3/10y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 3/10y
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 14 Os 3/10p
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 3/10p
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 15 Os 5/10i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 5/10i
    Auch
  • 13 Os 19/10h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 19/10h
  • 11 Os 59/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 59/10a
    Auch
  • 11 Os 64/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 64/10m
  • 15 Os 76/10f
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.02.2011 15 Os 76/10f
  • 14 Os 37/11i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 37/11i
  • 13 Os 27/11m
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 27/11m
  • 12 Os 30/11w
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 30/11w
    Auch; Beis wie T16
  • 11 Os 44/11x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 44/11x
    Auch
  • 11 Os 5/12p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 5/12p
  • 11 Os 27/12y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 27/12y
    Auch; Beis wie T11
  • 15 Os 21/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 21/12w
  • 15 Os 109/11k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 109/11k
    Vgl; Beis wie T6
  • 15 Os 57/12i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 57/12i
  • 12 Os 59/12m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 59/12m
  • 14 Os 46/12i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 14 Os 46/12i
  • 11 Os 39/13i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 11 Os 39/13i
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 99/13t
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 99/13t
  • 15 Os 111/13g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 111/13g
  • 13 Os 93/13w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 93/13w
  • 14 Os 48/14m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 14 Os 48/14m
  • 15 Os 81/14x
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 81/14x
    Auch; Beis wie T8
  • 12 Os 20/16g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2016 12 Os 20/16g
  • 15 Os 149/15y
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 149/15y
    Auch; Beisatz: Da es nicht Aufgabe eines Höchstgerichts ist, die verfassungsmäßig den Laienrichtern vorbehaltene (Art 91 Abs 2 B‑VG) Beweiswürdigung an sich zu ziehen, liegt nach ständiger Rechtsprechung ‑ von der abzugehen auch bei verfassungskonformer Interpretation im Licht der Entscheidung des EGMR vom 16. 11. 2010 (GK), 926/05 Taxquet/Belgien, NL 2010, 350, kein Grund besteht ‑ Urteilsnichtigkeit aus Z 10a nur dann vor, wenn die Beschwerde (durch konkreten Verweis auf Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen) dartun kann, dass die Geschworenen das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt. (T17)
  • 14 Os 67/16h
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 67/16h
    Auch
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
    Auch
  • 12 Os 117/17y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 117/17y
    Auch
  • 14 Os 101/17k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 14 Os 101/17k
    Auch
  • 15 Os 87/17h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 87/17h
    Auch; Beis wie T17
  • 12 Os 54/18k
    Entscheidungstext OGH 06.12.2018 12 Os 54/18k
    Auch
  • 15 Os 141/18a
    Entscheidungstext OGH 12.12.2018 15 Os 141/18a
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 14 Os 115/19x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Os 115/19x
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Unerträgliche Feststellungen zum Bedeutungsinhalt einer gefährlichen Drohung. (T18)
  • 12 Os 32/20b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 12 Os 32/20b
    Vgl; insb Beis wie T1
  • 11 Os 38/20b
    Entscheidungstext OGH 06.05.2020 11 Os 38/20b
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 13 Os 99/20p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2021 13 Os 99/20p
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 14 Os 34/21p
    Entscheidungstext OGH 10.08.2021 14 Os 34/21p
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 11 Os 105/21g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 11 Os 105/21g
    Vgl
  • 11 Os 111/21i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 111/21i
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 13 Os 116/22s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 13 Os 116/22s
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 11 Os 42/23w
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 42/23w
    vgl; nur T3; Beisatz wie T4; Beisatz wie T11; Beisatz wie T14
  • 15 Os 140/23m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 140/23m
  • 14 Os 12/24g
    Entscheidungstext OGH 18.03.2024 14 Os 12/24g
    vgl; Beisatz wie T16; Beisatz wie T17
  • 15 Os 2/25w
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 2/25w
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl; Beisatz wie T1
  • 12 Os 97/25v
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 97/25v
    vgl; Beisatz wie T1
  • 11 Os 7/26b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 11 Os 7/26b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118780

Im RIS seit

14.05.2004

Zuletzt aktualisiert am

16.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20040414_OGH0002_0140OS00163_0300000_001

Rechtssatz für 12Os120/04; 15Os157/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119583

Geschäftszahl

12Os120/04; 15Os157/04; 12Os38/04; 12Os42/05a; 11Os52/05i; 12Os97/06s; 12Os122/06t; 13Os120/06f; 15Os14/07h; 14Os53/07m; 11Os75/07z; 11Os74/07b; 12Os94/07a; 13Os132/07x; 13Os106/07y; 13Os135/07p; 11Os161/07x; 12Os123/07s; 11Os147/07p; 11Os159/07b; 11Os130/07p; 13Os164/07b; 11Os155/07i; 11Os122/07m; 15Os160/07d; 12Os137/07z; 12Os11/08x; 14Os9/08t; 14Os174/07f; 11Os63/08m; 13Os69/08h; 11Os93/08y; 12Os69/08a; 12Os167/07m; 15Os87/08w; 11Os135/08z; 11Os161/08y; 12Os127/08f; 11Os27/09v; 12Os17/09f; 12Os174/08t; 12Os1/09b; 11Os39/09h; 14Os18/09t; 15Os14/09m; 12Os46/09w; 12Os25/09g; 12Os188/08a; 14Os41/09z; 15Os37/09v; 14Os42/09x; 11Os117/09d; 15Os163/09y; 14Os3/10p; 11Os59/10a; 15Os111/10b; 13Os106/10b; 13Os3/11g; 15Os174/10t; 15Os5/11s; 15Os76/10f (15Os77/10b); 11Os25/11b; 12Os48/11t; 14Os62/11s; 11Os18/12z; 13Os25/12v; 15Os119/12g; 11Os3/13w; 12Os164/12b; 12Os124/12w; 15Os64/13w; 13Os17/13v; 15Os164/13a; 11Os57/14p; 17Os44/14w; 15Os150/14v; 13Os97/16p; 12Os85/17t; 14Os101/17k; 12Os1/18s; 15Os16/20x; 11Os116/20y; 15Os27/23v; 15Os136/23y; 11Os107/24f; 15Os14/25k; 16Ok11/25s; 12Os138/25y; 12Os34/26f

Entscheidungsdatum

20.05.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der formelle Nichtigkeitsgrund des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO greift seinem Wesen nach erst dann, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen Schuld des Einzelrichterverfahrens einräumt - wird dadurch nicht eröffnet.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 120/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 120/04
  • 15 Os 157/04
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 157/04
    nur: Der formelle Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 5a StPO greift seinem Wesen nach erst dann, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. (T1)
  • 12 Os 38/04
    Entscheidungstext OGH 01.03.2005 12 Os 38/04
  • 12 Os 42/05a
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 42/05a
    nur T1
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
  • 12 Os 97/06s
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 97/06s
  • 12 Os 122/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 122/06t
    Vgl auch
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
  • 15 Os 14/07h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 14/07h
    Auch; nur T1
  • 14 Os 53/07m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 53/07m
    Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert naheliegt, wogegen unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten bleibt. (T2)
  • 11 Os 75/07z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 75/07z
  • 11 Os 74/07b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 74/07b
    Auch; Beisatz: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. (T3)
  • 12 Os 94/07a
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 94/07a
    Beisatz: Die Tatsachenermittlung im kollegialgerichtlichen Verfahren bleibt dem aus einer Mehrzahl von Richtern bestehenden Spruchkörper erster Instanz vorbehalten, der unter dem Eindruck der unmittelbaren, mündlichen und kontradiktorischen Beweiserhebung entscheidet. Beweiswürdigende Detailerwägungen diesseits der Schwelle erheblicher Bedenklichkeit - wie in Erledigung einer Berufung wegen Schuld - sind dem Obersten Gerichtshof somit verwehrt und auch in einer Tatsachenrüge nicht statthaft. (T4)
  • 13 Os 132/07x
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 132/07x
    Auch; nur T1
  • 13 Os 106/07y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 106/07y
    Auch; Beis wie T3
  • 13 Os 135/07p
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 135/07p
    Vgl auch
  • 11 Os 161/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 161/07x
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T5)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch
  • 11 Os 147/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 147/07p
    Auch; Beisatz: Ein auf diesen formalen Nichtigkeitsgrund gestützter Einwand kann nur dann erfolgreich sein, wenn Feststellungen als Folge einer qualifiziert naheliegenden Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung erheblichen Bedenken ausgesetzt sind. Die diesem Nichtigkeitsgrund immanente Erheblichkeitsschwelle wird mit dem Vorbringen, die vom Angeklagten angestrebte Schlussfolgerung sei wahrscheinlicher oder überzeugender als die vom Erstgericht gezogene, nicht überschritten, sind doch die Tatrichter weder zu einer logisch zwingenden Begründung noch dazu verhalten, von mehreren möglichen Versionen die für den Beschwerdeführer günstigere zu wählen (WK-StPO § 281 Rz 449, 488 ff). (T6)
  • 11 Os 159/07b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 159/07b
    Auch
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 13 Os 164/07b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2008 13 Os 164/07b
    Beis wie T2
  • 11 Os 155/07i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 155/07i
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 11 Os 122/07m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 122/07m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 15 Os 160/07d
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 15 Os 160/07d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 12 Os 11/08x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 11/08x
    Auch; Beis wie T4
  • 14 Os 9/08t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 9/08t
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund der Z 10a greift seinem Wesen nach erst, wenn sich „aus den Akten" nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der im Wahrspruch der Geschworenen konstatierten Tatsachen ergeben. (T7)
  • 14 Os 174/07f
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 174/07f
    Auch; nur T1
  • 11 Os 63/08m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 11 Os 63/08m
    Beis wie T5
  • 13 Os 69/08h
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 69/08h
    Beis wie T3; Beisatz: Somit solche Beweismittel, die intersubjektiv, gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen, eine unerträgliche Fehlentscheidung qualifiziert nahelegen. (T8)
  • 11 Os 93/08y
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 93/08y
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 12 Os 69/08a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 69/08a
  • 12 Os 167/07m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 167/07m
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt, die somit schlechterdings unerträglich sind (vgl WK-StPO § 281 Rz 391 und Rz 490). (T9)
  • 15 Os 87/08w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 87/08w
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 11 Os 135/08z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 11 Os 135/08z
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 11 Os 161/08y
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 161/08y
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 12 Os 127/08f
    Entscheidungstext OGH 11.12.2008 12 Os 127/08f
    Beis wie T8
  • 11 Os 27/09v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 27/09v
    Beis wie T3; Beis wie T8; Beisatz: Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen Schuld des Einzelrichterverfahrens einräumt - wird dadurch nicht ermöglicht. (T10)
  • 12 Os 17/09f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 17/09f
    Beis wie T9
  • 12 Os 174/08t
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 174/08t
    Beis wie T6
  • 12 Os 1/09b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 1/09b
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 11 Os 39/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 11 Os 39/09h
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Unterhalb dieser besonderen Erheblichkeitsschwelle ist die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten. (T11)
  • 14 Os 18/09t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 18/09t
  • 15 Os 14/09m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2009 15 Os 14/09m
    Vgl; Beisatz: Die Tatsachenrüge will nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen und völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung verhindern. (T12)
  • 12 Os 46/09w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 46/09w
  • 12 Os 25/09g
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 25/09g
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 12 Os 188/08a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 188/08a
    Beisatz: Urteilsnichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO ist daher gegeben, wenn die Laienrichter das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt (WK-StPO § 281 Rz 391, 470, 490). (T13)
  • 14 Os 41/09z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 41/09z
    Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 15 Os 37/09v
    Entscheidungstext OGH 19.08.2009 15 Os 37/09v
    Beis wie T8
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
  • 11 Os 117/09d
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 11 Os 117/09d
    Auch; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T14)
  • 15 Os 163/09y
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 15 Os 163/09y
    Beis wie T14
  • 14 Os 3/10p
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 3/10p
    Vgl; Beis wie T10
  • 11 Os 59/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 59/10a
    Beis wie T10
  • 15 Os 111/10b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 15 Os 111/10b
    Vgl auch
  • 13 Os 106/10b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2010 13 Os 106/10b
    Auch
  • 13 Os 3/11g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 3/11g
    Auch
  • 15 Os 174/10t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 174/10t
  • 15 Os 5/11s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 5/11s
    Auch
  • 15 Os 76/10f
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.02.2011 15 Os 76/10f
    Auch
  • 11 Os 25/11b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 11 Os 25/11b
  • 12 Os 48/11t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 12 Os 48/11t
  • 14 Os 62/11s
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 62/11s
    Beis wie T5
  • 11 Os 18/12z
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 18/12z
    Beis wie T8
  • 13 Os 25/12v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 25/12v
  • 15 Os 119/12g
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 119/12g
    Auch; Beis wie T10
  • 11 Os 3/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 3/13w
    Auch; Beis wie T2
  • 12 Os 164/12b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 164/12b
  • 12 Os 124/12w
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 124/12w
  • 15 Os 64/13w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 64/13w
  • 13 Os 17/13v
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 17/13v
    nur T1
  • 15 Os 164/13a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 164/13a
  • 11 Os 57/14p
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 57/14p
    Vgl
  • 17 Os 44/14w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 44/14w
    Auch
  • 15 Os 150/14v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 150/14v
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 13 Os 97/16p
    Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 97/16p
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
  • 14 Os 101/17k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 14 Os 101/17k
    Auch
  • 12 Os 1/18s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 1/18s
  • 15 Os 16/20x
    Entscheidungstext OGH 18.05.2020 15 Os 16/20x
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 15 Os 27/23v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2023 15 Os 27/23v
    vgl
  • 15 Os 136/23y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 136/23y
    vgl
  • 11 Os 107/24f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2024 11 Os 107/24f
    vgl; Beisatz wie T13
  • 15 Os 14/25k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 14/25k
  • 16 Ok 11/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.01.2026 16 Ok 11/25s
    vgl; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9; Beisatz wie T12; Beisatz wie T13
    Beisatz: Die zu § 281 Abs 1 Z 5a StPO ergangene Rechtsprechung ist auf die Auslegung des § 49 Abs 3 KartG übertragbar. (T15)
  • 12 Os 138/25y
    Entscheidungstext OGH 18.02.2026 12 Os 138/25y
    vgl; Beisatz wie T11
  • 12 Os 34/26f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2026 12 Os 34/26f
    vgl; Beisatz wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119583

Im RIS seit

15.01.2005

Zuletzt aktualisiert am

08.07.2026

Dokumentnummer

JJR_20041216_OGH0002_0120OS00120_0400000_001

Rechtssatz für 15Os104/96; 13Os147/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0102162

Geschäftszahl

15Os104/96; 13Os147/03; 13Os135/03; 15Os152/04; 15Os31/04; 11Os128/05s; 15Os82/06g; 15Os107/06h; 14Os33/06v; 13Os120/06f; 11Os141/06d; 14Os53/07m; 11Os109/07z; 11Os147/07p; 11Os153/07w; 12Os137/07z; 12Os11/08x; 14Os174/07f; 11Os26/08w; 15Os44/08x; 11Os72/08k; 15Os90/08m; 12Os69/08a; 14Os112/08i; 15Os106/08i; 13Os5/09y; 11Os27/09v; 14Os170/08v; 14Os16/09y; 15Os71/09v; 14Os91/09b; 14Os12/10m; 12Os63/10x; 11Os100/10f; 15Os137/10a; 14Os158/10g; 14Os1/11w; 15Os174/10t; 12Os27/11d; 13Os19/11k; 13Os11/11h; 14Os35/11w; 11Os44/11x; 15Os28/11y; 12Os105/11z; 12Os115/11w; 14Os129/11v; 11Os5/12p; 11Os27/12y; 15Os119/11f; 12Os26/12h (12Os29/12z); 13Os20/12h; 15Os139/11x; 15Os31/12s; 11Os71/12v (11Os72/12s); 14Os119/12z; 11Os3/13w; 11Os11/13x; 15Os6/13s; 15Os54/13z; 13Os28/13m; 15Os97/13y; 12Os73/13x; 15Os131/13y; 15Os148/13y; 15Os59/14m; 11Os57/14p; 14Os90/14p; 14Os102/14b; 11Os32/15p; 13Os3/14m; 15Os149/15y; 15Os19/16g; 11Os112/17f; 12Os106/18g; 13Os16/20g; 13Os84/19f; 11Os116/20y; 14Os73/21y; 13Os114/21w; 11Os82/22a; 11Os34/23v; 15Os84/24b; 15Os107/24k; 15Os12/25s; 15Os1/25y; 12Os10/26a; 15Os21/26s; 15Os13/26i (15Os14/26m)

Entscheidungsdatum

15.07.2026

Norm

StPO §14
StPO §258 Abs2 A
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 14 heute
  2. StPO § 14 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 14 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 14 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der "Zweifelsgrundsatz" (in dubio pro reo) kann niemals Gegenstand der formellen Nichtigkeitsgründe der Ziffer 5 und Ziffer 5 a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO sein.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 104/96
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 15 Os 104/96
  • 13 Os 147/03
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 13 Os 147/03
    Vgl auch
  • 13 Os 135/03
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 135/03
    Vgl auch
  • 15 Os 152/04
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 152/04
    Auch
  • 15 Os 31/04
    Entscheidungstext OGH 03.03.2005 15 Os 31/04
    Auch
  • 11 Os 128/05s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 128/05s
    Auch
  • 15 Os 82/06g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2006 15 Os 82/06g
    Auch
  • 15 Os 107/06h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 107/06h
    Vgl auch
  • 14 Os 33/06v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 14 Os 33/06v
    Auch; Beisatz: Mit der Berufung auf den Zweifelsgrundsatz unter Hinweis auf die nach der subjektiven Einschätzung des Beschwerdeführers gegebene Beweislage wird kein Begründungsfehler aufgezeigt (vgl WK-StPO § 281 Rz 454). (T1)
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
  • 11 Os 141/06d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 11 Os 141/06d
  • 14 Os 53/07m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 53/07m
    Auch; Beisatz: Die Berufung auf eine angebliche Verletzung des Zweifelsgrundsatzes bekämpft unzulässig die Beweiswürdigung der Geschworenen und ist aus Z 10a des § 345 Abs 1 StPO unbeachtlich. (T2)
  • 11 Os 109/07z
    Entscheidungstext OGH 25.09.2007 11 Os 109/07z
    Auch
  • 11 Os 147/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 147/07p
    Auch; Beis wie T1
  • 11 Os 153/07w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 153/07w
    Auch
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Auch
  • 12 Os 11/08x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 11/08x
  • 14 Os 174/07f
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 174/07f
    Beisatz: Mit der Berufung auf den Zweifelsgrundsatz wird keine Nichtigkeit aus Z 5 oder 5a aufgezeigt, sondern in unzulässiger Weise die dem Schöffensenat vorbehaltene Beweiswürdigung bekämpft. (T3)
  • 11 Os 26/08w
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 26/08w
    Vgl auch
  • 15 Os 44/08x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 15 Os 44/08x
    Auch
  • 11 Os 72/08k
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 72/08k
    Auch
  • 15 Os 90/08m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 90/08m
    Auch
  • 12 Os 69/08a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 69/08a
  • 14 Os 112/08i
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 14 Os 112/08i
    Auch; Beisatz: Mit dem Einwand, die Tatrichter hätten aus dem Fehlen von Spuren am Tatort, die für seine Täterschaft sprechen, im Verein mit seiner leugnenden Verantwortung entsprechend dem Zweifelsgrundsatz zu für den Angeklagten günstigeren Schlüssen gelangen müssen, wird ein aus Z 5 beachtlicher Mangel gar nicht behauptet. Ein solches Vorbringen ist an keiner der fünf Anfechtungskategorien dieses Nichtigkeitsgrundes orientiert. (T4)
  • 15 Os 106/08i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 15 Os 106/08i
    Vgl
  • 13 Os 5/09y
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 5/09y
    Auch
  • 11 Os 27/09v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 27/09v
  • 14 Os 170/08v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2009 14 Os 170/08v
  • 14 Os 16/09y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 16/09y
  • 15 Os 71/09v
    Entscheidungstext OGH 19.08.2009 15 Os 71/09v
    Auch
  • 14 Os 91/09b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2009 14 Os 91/09b
    Beisatz: Durch die Berufung auf den Zweifelsgrundsatz wird ein aus Z 5 beachtlicher Mangel nicht behauptet. (T5)
  • 14 Os 12/10m
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 12/10m
  • 12 Os 63/10x
    Entscheidungstext OGH 10.06.2010 12 Os 63/10x
  • 11 Os 100/10f
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 11 Os 100/10f
  • 15 Os 137/10a
    Entscheidungstext OGH 10.11.2010 15 Os 137/10a
  • 14 Os 158/10g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 14 Os 158/10g
  • 14 Os 1/11w
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 14 Os 1/11w
    Auch
  • 15 Os 174/10t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 174/10t
  • 12 Os 27/11d
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 12 Os 27/11d
    Auch; Beis wie T3
  • 13 Os 19/11k
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 19/11k
    Auch
  • 13 Os 11/11h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 11/11h
    Auch
  • 14 Os 35/11w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 35/11w
  • 11 Os 44/11x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 44/11x
    Vgl auch
  • 15 Os 28/11y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 28/11y
  • 12 Os 105/11z
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 12 Os 105/11z
    Auch
  • 12 Os 115/11w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2011 12 Os 115/11w
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 129/11v
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 14 Os 129/11v
    Auch; Beis wie T5
  • 11 Os 5/12p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 5/12p
  • 11 Os 27/12y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 27/12y
    Auch
  • 15 Os 119/11f
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 119/11f
  • 12 Os 26/12h
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 12 Os 26/12h
  • 13 Os 20/12h
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 20/12h
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 15 Os 139/11x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 139/11x
  • 15 Os 31/12s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 31/12s
    Auch; Ähnlich wie T5
  • 11 Os 71/12v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 71/12v
    Auch
  • 14 Os 119/12z
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 119/12z
    Auch
  • 11 Os 3/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 3/13w
  • 11 Os 11/13x
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 11/13x
    Auch; Beis wie T3
  • 15 Os 6/13s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 6/13s
  • 15 Os 54/13z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 54/13z
  • 13 Os 28/13m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 28/13m
  • 15 Os 97/13y
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 97/13y
  • 12 Os 73/13x
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 73/13x
  • 15 Os 131/13y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 131/13y
  • 15 Os 148/13y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 148/13y
  • 15 Os 59/14m
    Entscheidungstext OGH 27.05.2014 15 Os 59/14m
  • 11 Os 57/14p
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 57/14p
  • 14 Os 90/14p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 90/14p
    Auch
  • 14 Os 102/14b
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 102/14b
    Auch
  • 11 Os 32/15p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 11 Os 32/15p
  • 13 Os 3/14m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2015 13 Os 3/14m
    Auch; Beisatz: Mit der Berufung auf den Zweifelsgrundsatz (Art 6 Abs 2 MRK, § 14 StPO) wird kein Begründungsmangel geltend gemacht. (T6)
  • 15 Os 149/15y
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 149/15y
  • 15 Os 19/16g
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 19/16g
  • 11 Os 112/17f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 112/17f
  • 12 Os 106/18g
    Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Os 106/18g
  • 13 Os 16/20g
    Entscheidungstext OGH 15.04.2020 13 Os 16/20g
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 13 Os 84/19f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 13 Os 84/19f
    Vgl
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 14 Os 73/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 73/21y
    Vgl
  • 13 Os 114/21w
    Entscheidungstext OGH 16.02.2022 13 Os 114/21w
    Vgl
  • 11 Os 82/22a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2022 11 Os 82/22a
    Vgl
  • 11 Os 34/23v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 34/23v
    vgl
  • 15 Os 84/24b
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 84/24b
    vgl
  • 15 Os 107/24k
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 15 Os 107/24k
    vgl; Beisatz: Hier: Nur in Bezug auf Z 5. (T7)
  • 15 Os 12/25s
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 12/25s
    vgl
  • 15 Os 1/25y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 1/25y
    vgl
  • 12 Os 10/26a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 10/26a
    vgl
  • 15 Os 21/26s
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 21/26s
    vgl
  • 15 Os 13/26i
    Entscheidungstext OGH 15.07.2026 15 Os 13/26i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102162

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2026

Dokumentnummer

JJR_19960627_OGH0002_0150OS00104_9600000_001

Entscheidungstext 14Os53/07m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

14Os53/07m

Entscheidungsdatum

12.06.2007

Anmerkung

E84434 14Os53.07m

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 12. Juni 2007 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Holzweber als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Philipp und Dr. Lässig sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Mag. Hetlinger und Mag. Fuchs in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr. Frizberg als Schriftführerin in der Strafsache gegen Michael P***** wegen des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, zweiter Fall StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Geschworenengerichts beim Landesgericht Korneuburg vom 31. Jänner 2007, GZ 703 Hv 1/06g-82, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen, auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden Urteil wurde Michael P***** des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, zweiter Fall StGB schuldig erkannt. Danach hat er am 24. Mai 2006 in Sierndorf dadurch, dass er im Geschäftslokal der Raiffeisenbank Stockerau, Zweigstelle Sierndorf, gegenüber dem Bankangestellten Martin R***** äußerte: „Das ist ein Überfall", wobei er eine Pistole auf diesen richtete, eine Schachtel mit der sinngemäßen Bemerkung, darin befinde sich eine Bombe, auf das Kassapult stellte und sodann unter Übergabe eines Plastiksackerls R***** aufforderte, das Geld in den Sack zu geben und das „Alarmgeld" wegzulassen, sohin durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib „und" Leben und unter Verwendung einer Waffe, dem Martin R***** 32.770 Euro mit dem Vorsatz abgenötigt, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern.

Die dagegen allein aus dem Grund der Ziffer 10 a, des Paragraph 345, Absatz eins, StPO erhobene Nichtigkeitsbeschwerde geht fehl.

Rechtliche Beurteilung

Eingangs ist klarzustellen, dass dieser Nichtigkeitsgrund seinem Wesen nach erst greift, wenn aktenkundige Beweisergebnisse vorliegen, die nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie sie die Berufung wegen des Ausspruchs über die Schuld im Einzelrichterverfahren vorsieht - wird dadurch nicht eröffnet (RIS-Justiz RS0119583).Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert naheliegt (15 Os 22/06h), wogegen unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten bleibt vergleiche auch Artikel 91, B-VG; 13 Os 17/05g).

Erhebliche Bedenken im dargestellten Sinn vermag das teils den Gesamtzusammenhang der Beweisergebnisse vernachlässigende, teils von spekulativen Erwägungen ausgehende Beschwerdevorbringen nicht zu erwecken; dies aufgrund des von den Geschworenen berücksichtigten Wiedererkennens des Beschwerdeführers durch die unmittelbaren Tatzeugen (Angela B***** [vormals B*****; S 55/I, 380 f/II], Martin R***** [S 303, 375/jeweils II] und Maria Be***** [S 309, 378/jeweils II]), aber auch, weil sich der in Tschechien aufhältige Beschwerdeführer am Tattag in Österreich befand (S 9/I), das (vermutliche) Fluchtfahrzeug, jedenfalls aber die darauf angebrachten Kennzeichen beim Unternehmen BMW Wien Heiligenstadt entwendet wurden (S 257/I), bei dem der Beschwerdeführer als Fahrzeugreiniger eingesetzt war (S 7/I), und er daher über die Verwahrung des Zentralschlüssels, der Zugang zu den einzelnen PKW-Schlüsseln verschafft (S 259/I), ebenso informiert war wie über die Möglichkeit, das Firmengelände mit einem der dort abgestellten Autos unbehelligt bis 22 Uhr zu verlassen (S 364/II).

Soweit der Sachverständige DI Dr. Gerald F***** an Hand des vorliegenden Bildmaterials keine Übereinstimmung von körperlichen Merkmalen des Angeklagten mit jenen des (von Alarmkameras abgebildeten) Täters nachweisen konnte (S 400/II), übergeht der Beschwerdeführer die weiteren Ausführungen des genannten Sachverständigen für Photogrammetrie, wonach dieser auch nicht ausschließen konnte, dass der Angeklagte der Täter war und zusammenfassend darauf verwies, „keine stichhaltigen Beweise in die eine oder andere Richtung liefern" zu können (S 401/II). Die Beschwerdeannahme, der „genaue Wortlaut der Feststellungen des Sachverständigen" wäre den Geschworenen nicht ausreichend bekannt und „nicht im gleichen Maß ins Bewusstsein gerückt" gewesen, „wie dies bei den naturgemäß emotional unterlegten Aussagen der Zeugen" wäre, ist in Anbetracht des mündlich umfassend vorgetragenen und erörterten Gutachtens (S 386 bis 405/II) nicht nachvollziehbar. Eine schriftliche Übertragung des Hauptverhandlungsprotokolls vor der Entscheidungsfindung durch die Geschworenen ist im Gesetz nicht vorgesehen. Regeln zum Beweiswert eines Sachverständigengutachtens im Vergleich zu jenem von Zeugenaussagen kennt die Strafprozessordnung nicht.

Die Berufung auf eine angebliche Verletzung des Zweifelsgrundsatzes bekämpft unzulässig die Beweiswürdigung der Geschworenen und ist aus Ziffer 10 a, unbeachtlich (RIS-Justiz RS0102162).

Der Hinweis auf eine (behauptete) Ähnlichkeit zwischen Fotos vom gegenständlichen Raub und von einem am 14. März 2007 verübten Banküberfall verstoßt gegen das Neuerungsverbot.

Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraphen 285 d, 344, StPO). Daraus folgt die Kompetenz des Gerichtshofs zweiter Instanz zur Entscheidung über die Berufung (Paragraphen 285 i, 344, StPO).

Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0140OS00053.07M.0612.000

Dokumentnummer

JJT_20070612_OGH0002_0140OS00053_07M0000_000