Rechtssatz für 8ObA99/04y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120009

Geschäftszahl

8ObA99/04y

Entscheidungsdatum

04.05.2005

Norm

ArbVG §29
ArbVG §97
  1. ArbVG § 29 heute
  2. ArbVG § 29 gültig ab 01.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 460/1993
  1. ArbVG § 97 heute
  2. ArbVG § 97 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2024
  3. ArbVG § 97 gültig von 01.04.2021 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2021
  4. ArbVG § 97 gültig von 01.01.2011 bis 31.03.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2010
  5. ArbVG § 97 gültig von 23.09.2005 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2005
  6. ArbVG § 97 gültig von 01.07.2002 bis 22.09.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2002
  7. ArbVG § 97 gültig von 16.05.1998 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/1998
  8. ArbVG § 97 gültig von 01.01.1993 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 833/1992

Rechtssatz

Zur Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Abänderung der eine „freie BV" darstellenden Pensionszusage möglich ist:

Der beim Abschluss der „freien" BV existent werdende Arbeitgeberwillen ist in ein an die Arbeitnehmer gerichtetes, auf Ergänzung der Einzelarbeitsverträge abzielendes Arbeitgeberoffert umzudeuten. Damit enthält auch das umgedeutete Offert den entsprechenden Änderungsvorbehalt, sodass auch nach Annahme durch die Arbeitnehmer Änderungen bzw Verschlechterungen der „freien" BV aufgrund einer Absprache zwischen Arbeitgeber und Belegschaftsvertretung grundsätzlich möglich sind.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 99/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 ObA 99/04y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120009

Dokumentnummer

JJR_20050504_OGH0002_008OBA00099_04Y0000_001

Rechtssatz für 8ObA112/03h 9ObA92/04a...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119399

Geschäftszahl

8ObA112/03h; 9ObA92/04a; 8ObA99/04y; 8ObA95/05m

Entscheidungsdatum

13.07.2006

Norm

PKG §48
  1. PKG § 48 heute
  2. PKG § 48 gültig ab 01.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  3. PKG § 48 gültig von 01.08.1997 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/1997
  4. PKG § 48 gültig von 01.01.1997 bis 31.07.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 755/1996
  5. PKG § 48 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 20/1992
  6. PKG § 48 gültig von 01.07.1990 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Bei Umwandlung von einem bisher leistungsorientierten Betriebspensionssystem auf ein beitragsorientiertes führt die fehlende Angabe des zu überweisenden Deckungserfordernisses im Übertragungsvertrag nicht zu dessen Unwirksamkeit, wenn beide Parteien an der Pensionsvereinbarung festhalten und sich der Vertragsinhalt im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung ermitteln lässt.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 112/03h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 ObA 112/03h
  • 9 ObA 92/04a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 ObA 92/04a
    Auch; Beisatz: Gegenantrag zum bereits zu 8 ObA 112/03h entschiedenen Antrag nach § 54 Abs 2 ASGG. (T1)
  • 8 ObA 99/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 ObA 99/04y
    Vgl auch; Beisatz: Aus der mangelnden betragsmäßigen Festlegung des Deckungserfordernisses resultiert nur die Notwendigkeit der Ermittlung des nicht eindeutigen Inhaltes der Betriebsvereinbarung durch Auslegung nach den §§ 6, 7 ABGB, nicht aber deren Nichtigkeit. (T2)
  • 8 ObA 95/05m
    Entscheidungstext OGH 13.07.2006 8 ObA 95/05m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119399

Dokumentnummer

JJR_20041020_OGH0002_008OBA00112_03H0000_002

Rechtssatz für 4Ob32/63 4Ob37/65 4Ob83...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030895

Geschäftszahl

4Ob32/63; 4Ob37/65; 4Ob83/70; 4Ob62/70; 4Ob76/79; 4Ob104/80; 4Ob110/81; 14ObA5/87; 9ObA141/90; 9ObA94/93; 9ObA136/93; 8ObA220/95; 9ObA100/95; 8ObA221/95; 9ObA2023/96g; 9ObA2099/96h; 8ObA85/98b; 8ObA170/02m; 8ObA99/04y; 8ObA68/07v

Entscheidungsdatum

16.01.2008

Norm

ABGB §863 GI
KollVG §2 Abs2
FBV des ORF allg
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Auch der dem einzelnen Dienstnehmer bekanntgegebene und von ihm stillschweigend zur Kenntnis genommene Inhalt einer unzulässigen Betriebsvereinbarung oder der tatsächlich beachtete Inhalt von unzulässigen Betriebsvereinbarungen hat jedenfalls insofern rechtliche Bedeutung, als er die Grundlage für einzelvertragliche Ergänzungen gemäß Paragraph 863, ABGB abgibt (hier: "Freie Betriebsvereinbarung" der Dienstnehmer des Österreichischen Rundfunks).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 32/63
    Entscheidungstext OGH 14.05.1963 4 Ob 32/63
    Veröff: Arb 7745
  • 4 Ob 37/65
    Entscheidungstext OGH 23.03.1965 4 Ob 37/65
    Veröff: SozM IC,537 = Arb 8078
  • 4 Ob 62/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 4 Ob 62/70
    Veröff: Arb 8802
  • 4 Ob 83/70
    Entscheidungstext OGH 13.10.1970 4 Ob 83/70
    Veröff: Arb 8820 = ZAS 1972,15 (ablehnend Spielbüchler) = IndS 1973 H5-6,871
  • 4 Ob 76/79
    Entscheidungstext OGH 27.11.1979 4 Ob 76/79
    Beisatz: Erfolgsprämie bei Böhler - Edelstahlwerk. (T1) Veröff: Arb 9832 = IndS 1980,1181 = JBl 1980,608 = DRdA 1983,85 (mit Besprechung von Steindl) = ZAS 1981,53
  • 4 Ob 104/80
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 104/80
    Beisatz: Hier: FBV des ORF (T2) Veröff: Arb 9972 = SZ 54/75 = EvBl 1982/24 S 72 = JBl 1982,500 = ZAS 1982,10 (mit Anmerkung von Tomandl) = DRdA 1982,191 (Anmerkung von Strasser)
  • 4 Ob 110/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 110/81
    Ähnlich; Beisatz: Daran hat auch das Inkrafttreten des ArbVG nichts geändert. (T3)
  • 14 ObA 5/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 14 ObA 5/87
    Vgl auch; Veröff: DRdA 1989,201 (Ch Klein) = ZAS 1988,172 (Stöhr - Kohlmaier) = RdW 1987,236 = WBl 1987,217 = Arb 10609
  • 9 ObA 141/90
    Entscheidungstext OGH 27.06.1990 9 ObA 141/90
    Veröff: Arb 10872
  • 9 ObA 94/93
    Entscheidungstext OGH 23.06.1993 9 ObA 94/93
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 136/93
    Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 136/93
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Das einen integrierenden Bestandteil der FBV bildende Pensionszuschussregulativ hat betriebliche Pensionsleistungen zum Gegenstand, die seit 01.07.1974 gemäß § 97 Abs 1 Z 18 ArbVG - nicht aber schon nach den im Zeitpunkt der Vereinbarung des PZR am 27.02.1961 geltenden §§ 14 Abs 2 BRG und 22 KVG - in die Regelungskompetenz der Betriebsparteien fallen. Auch dieser Teil der FBV hat daher keine normative Wirkung; erst ihr tatsächlich beachteter Inhalt bildet die Grundlage für eine schlüssige Ergänzung der Einzelarbeitsverträge gemäß § 863 ABGB. (T4) Veröff: DRdA 1994,311 (Schrammel)
  • 8 ObA 220/95
    Entscheidungstext OGH 22.06.1995 8 ObA 220/95
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Allgemeine Ausführungen zur Frage, inwieweit die Parteien mit einer dynamischen Bezugnahme auf den jeweiligen Inhalt der FBV oder der durch die FBV ersetzten früheren gleichartigen Regelung dem Arbeitgeber ein auch auf eine Verschlechterung hinauslaufendes Gestaltungsrecht wirksam einräumen könnten. (T5)
  • 9 ObA 100/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 9 ObA 100/95
    Auch
  • 8 ObA 221/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 8 ObA 221/95
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: § 48 ASGG. (T6)
  • 9 ObA 2023/96g
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 9 ObA 2023/96g
    Auch; Beisatz: Hier: Betriebsvereinbarung der Firma Gerngroß Kaufhaus-AG aus 1963 über Betriebspensionen. (T7)
  • 9 ObA 2099/96h
    Entscheidungstext OGH 26.06.1996 9 ObA 2099/96h
    Auch; Beis wie T6
  • 8 ObA 85/98b
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObA 85/98b
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 71/136
  • 8 ObA 170/02m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 ObA 170/02m
  • 8 ObA 99/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 ObA 99/04y
    Auch; Beisatz: Bei Wissen der Einzelvertragsparteien von der Rechtsunwirksamkeit genügt die Berufung auf schlichte Konkludenz des beiderseitigen Offert-bzw Annahmeverhaltens. Beim Vertrauen auf die Gültigkeit der BV als BV kann deren Inhalt im Wege der objektiven Vertragsergänzung nach § 914 ABGB in den Einzelarbeitsvertrag eingehen, wenn man zur Annahme berechtigt ist, die Einzelvertragsparteien hätten bei Kenntnis von der Ungültigkeit der BV als BV deren Inhalt einzelvertraglich vereinbart. (T8)
  • 8 ObA 68/07v
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 ObA 68/07v
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T4

Schlagworte

SW: Arbeitnehmer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0030895

Dokumentnummer

JJR_19630514_OGH0002_0040OB00032_6300000_001

Rechtssatz für 8ObA112/03h 9ObA92/04a...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119398

Geschäftszahl

8ObA112/03h; 9ObA92/04a; 8ObA99/04y; 9ObA26/08a; 9ObA92/10k; 9ObA105/13a; 9ObA77/16p; 8ObA9/21p

Entscheidungsdatum

30.03.2022

Norm

BPG §3
  1. BPG § 3 heute
  2. BPG § 3 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 47/2025
  3. BPG § 3 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2013
  4. BPG § 3 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2013
  5. BPG § 3 gültig von 01.01.2013 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2012
  6. BPG § 3 gültig von 23.09.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2005
  7. BPG § 3 gültig von 01.01.2002 bis 22.09.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2002
  8. BPG § 3 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  9. BPG § 3 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 754/1996
  10. BPG § 3 gültig von 01.07.1990 bis 31.12.1996

Rechtssatz

Es sind grundsätzlich zwei Typen von Betriebspensionsleistungen zu unterscheiden. Bei der leistungsorientierten Betriebspension errechnet sich das erforderliche Deckungskapital (die Beiträge) aus der Höhe einer bestimmt festgelegten Betriebspension, während es bei der beitragsorientierten Betriebspensionszusage genau umgekehrt ist und sich die Höhe der Betriebspension aus den Beiträgen und den erzielten Beträgen, dem Deckungskapital, ergibt. Ausgehend von der allgemeinen Festlegung der Leistung ist also regelmäßig nur bei leistungsorientierten, nicht aber bei rein beitragsorientierten Zusagen eine "Deckungslücke" und eine Nachschusspflicht anzunehmen. Die Frage, ob ein leistungsorientiertes oder ein beitragsorientiertes Betriebspensionssystem gewählt wurde, ist durch Auslegung der Leistungszusage zu klären.

(Hier: Keine Zugrundelegung einer gegenüber den sonst verwendeten Sterbetafeln erhöhten Sterblichkeit bei Ermittlung des Deckungserfordernisses)

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 112/03h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 ObA 112/03h
  • 9 ObA 92/04a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 ObA 92/04a
    Vgl; Beisatz: Hier: Mit den geschlossenen Verträgen wurde wirksam eine beitragsorientierte Pensionsleistung vereinbart, mangels ausdrücklicher Abreden trifft das Unternehmen keine Nachschusspflicht. (T1)
    Beisatz: Gegenantrag zum bereits zu 8 ObA 112/03h entschiedenen Antrag nach § 54 Abs 2 ASGG. (T2)
  • 8 ObA 99/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 ObA 99/04y
    Beisatz: Anhaltspunkte dafür, bei Übertragungen nach § 48 PKG zumindest im Zweifel von einer Nachschusspflicht auszugehen, ergeben sich aus dem Gesetz nicht. Entscheidend für die Frage der Nachschusspflicht ist somit ausschließlich die Auslegung der Leistungszusage. (T3)
  • 9 ObA 26/08a
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 26/08a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Teilweise leistungsorientierte Pensionszusage. (T4)
    Beisatz: Auch bei teilweise leistungsorientierten Pensionszusagen besteht keine Nachschusspflicht des Arbeitgebers für die Vergangenheit, sondern hat der Ausgleich insoweit durch Direktzahlung zu erfolgen. (T5)
  • 9 ObA 92/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 92/10k
    Auch; Beis wie T3 nur: Entscheidend für die Frage der Nachschusspflicht ist somit ausschließlich die Auslegung der Leistungszusage. (T6)
  • 9 ObA 105/13a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 ObA 105/13a
    Vgl; Beis wie T6
  • 9 ObA 77/16p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 ObA 77/16p
    Auch
  • 8 ObA 9/21p
    Entscheidungstext OGH 30.03.2022 8 ObA 9/21p
    Vgl; Beisatz: Hier: Die Frage, in welchen Fällen den Arbeitgeber eine Nachschusspflicht trifft, ist durch Auslegung der Übertragungsvereinbarung (Leistungszusage) – hier der Pensionskassen-BV der Beklagten – zu beantworten. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119398

Im RIS seit

19.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

25.05.2022

Dokumentnummer

JJR_20041020_OGH0002_008OBA00112_03H0000_001

Rechtssatz für 9ObA131/88; 9ObA101/89; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050981

Geschäftszahl

9ObA131/88; 9ObA101/89; 9ObA107/94; 9ObA151/97i; 8ObA150/97k; 8ObA2052/96i; 8ObA167/98m; 9ObA1/99h; 8ObA338/99k; 9ObA314/99p; 8ObS13/00w; 8ObA99/04y; 8ObA90/05a; 9ObA15/07g; 9ObA146/08y; 9ObA150/13v; 8ObA74/14m; 9ObA97/14a; 9ObA109/15t; 9ObA18/16m; 9ObA65/23h

Entscheidungsdatum

18.10.2023

Norm

ArbVG §29
ArbVG §109 Abs3
  1. ArbVG § 29 heute
  2. ArbVG § 29 gültig ab 01.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 460/1993
  1. ArbVG § 109 heute
  2. ArbVG § 109 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2010
  3. ArbVG § 109 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 502/1993

Rechtssatz

Zulässiger Inhalt einer Betriebsvereinbarung kann nur sein, was durch Gesetz oder KollV der Regelung durch Betriebsvereinbarung überantwortet wurde.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 131/88
    Entscheidungstext OGH 12.10.1988 9 ObA 131/88
    Veröff: RdW 1989,279
  • 9 ObA 101/89
    Entscheidungstext OGH 14.06.1989 9 ObA 101/89
    Beisatz: Die Festlegung einer ständigen überkollektivvertraglichen Überzahlung gehört nicht dazu. (T1)
    Veröff: WBl 1990,23 = Arb 10806
  • 9 ObA 107/94
    Entscheidungstext OGH 14.09.1994 9 ObA 107/94
    Beisatz: § 48 ASGG. (T2)
  • 9 ObA 151/97i
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 151/97i
    Beisatz: Hier: Bei der Betriebsvereinbarung, daß "erkrankte Dienstnehmer solange sie arbeitsunfähig sind, nicht gekündigt werden können, wenn der Betriebsrat schriftlich Einspruch erhebt" handelt es sich nicht nur um eine Inhaltsnorm im Sinne des § 97 Abs 1 Z 21 ArbVG, sondern auch eine Erweiterung der Mitbestimmungsrechte der Belegschaft, und daher um eine (unzulässige) betriebsverfassungsrechtliche Norm. (T3)
    Veröff: SZ 70/217
  • 8 ObA 150/97k
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 8 ObA 150/97k
    Beisatz: Hier: Kein Eingriff in durch Kollektivvertrag zugesicherte Valorisierungen von Pensionsansprüchen. (T4)
    Veröff: SZ 71/45
  • 8 ObA 2052/96i
    Entscheidungstext OGH 12.03.1998 8 ObA 2052/96i
    Beis wie T4; Beisatz: Eine Betriebsvereinbarung, die unzulässige Regelungsgegenstände enthält, entfaltet insoweit keine Wirkung. (T5)
  • 8 ObA 167/98m
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 ObA 167/98m
    Beisatz: Hier: Betriebsvereinbarung über ein durch § 97 Abs 1 Z 15 ArbVG nicht gedecktes jährliches Treuegeld. (T6)
  • 9 ObA 1/99h
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 9 ObA 1/99h
    Auch; Beisatz: Unter "Gesetz" ist in erster Linie das Arbeitsverfassungsgesetz selbst zu verstehen ist, das im § 97 die durch Betriebsvereinbarung regelbaren Angelegenheiten (einschließlich der im § 96 und § 96a bezeichneten Angelegenheiten) aufzählt. (T7) Beisatz: Hier: Eine Disziplinarordnung ist eine durch Betriebsvereinbarung regelbare Angelegenheit. Sie regelt nicht nur die Disziplinarstrafen, sondern auch das Verfahren einschließlich der Besetzung der Disziplinarkommission. (T8)
  • 8 ObA 338/99k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 ObA 338/99k
    Auch; Beisatz: Mitbestimmungsrechte der Belegschaft sind in den Bestimmungen des ArbVG über die Betriebsverfassung abschließend und absolut zwingend geregelt. (T9)
    Beisatz: Hier: Betriebsvereinbarung, nach der bei ausdrücklichen Widerspruch des Betriebsrates gegen die beabsichtigte Kündigung, die Kündigung unwirksam ist. (T10)
  • 9 ObA 314/99p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 314/99p
    Vgl auch; Beisatz: Grundsätze der Entlohnung unterliegen nicht der Mitbestimmung. Derartige Vereinbarungen können nur auf einer unzulässigen, sogenannten freien Betriebsvereinbarung beruhen. (T11)
  • 8 ObS 13/00w
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 ObS 13/00w
    Beisatz: Eine Vereinbarung über unzulässige Regelungsgegenstände ist als Betriebsvereinbarung jedenfalls nichtig. Ob und gegebenenfalls welche anderen Rechtswirkungen einer unzulässigen Betriebsvereinbarung zukommen, richtet sich nach den allgemeinen Regeln des Zivilrechts. (T12)
  • 8 ObA 99/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 ObA 99/04y
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 8 ObA 90/05a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 8 ObA 90/05a
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 9 ObA 15/07g
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 15/07g
  • 9 ObA 146/08y
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 ObA 146/08y
    Beisatz: Hier: Sozialplan nach § 109 Abs 3 ArbVG. (T13)
    Beisatz: Eine Betriebsänderung selbst kann nicht zulässiger Regelungsgegenstand eines Sozialplans sein. (T14)
  • 9 ObA 150/13v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 150/13v
  • 8 ObA 74/14m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 8 ObA 74/14m
    Vgl
  • 9 ObA 97/14a
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 97/14a
  • 9 ObA 109/15t
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 109/15t
  • 9 ObA 18/16m
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 18/16m
  • 9 ObA 65/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.10.2023 9 ObA 65/23h
    Beisatz wie T12
    Beisatz: Regelungen einer unzulässigen Betriebsvereinbarung können – in der Regel nach Maßgabe des § 863 ABGB – eine einzelvertragliche Änderung oder Ergänzung des Arbeitsvertrags bewirken. Im Einzelnen kommt es für die Beurteilung der einzelvertraglichen Rechtswirksamkeit einer unzulässigen Betriebsvereinbarung vor allem auf den Wissensstand der Arbeitsvertragsparteien und den Inhalt der unzulässigen Betriebsvereinbarung an. Maßgebend ist, dass die Arbeitsvertragsparteien vom Abschluss und vom Inhalt der unzulässigen Betriebsvereinbarung Kenntnis hatten und (zumindest) schlüssig zu erkennen geben, sich dennoch an die Regelungen halten zu wollen. (T15)
    Anm: So schon 8 ObA 59/17k.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0050981

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19881012_OGH0002_009OBA00131_8800000_002