Rechtssatz für 10ObS2432/96m 10ObS34/98...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107509

Geschäftszahl

10ObS2432/96m; 10ObS34/98t; 10ObS389/01f

Entscheidungsdatum

15.01.2002

Norm

ASVG §177 Abs1
ASVG §177 Abs1 Anl1 Z20
B-KUVG §92 Abs1
  1. ASVG § 177 heute
  2. ASVG § 177 gültig ab 01.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2024
  3. ASVG § 177 gültig von 01.09.2010 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. ASVG § 177 gültig von 01.08.1998 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 177 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 111/1986
  1. ASVG § 177 heute
  2. ASVG § 177 gültig ab 01.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2024
  3. ASVG § 177 gültig von 01.09.2010 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. ASVG § 177 gültig von 01.08.1998 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 177 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 111/1986
  1. B-KUVG § 92 heute
  2. B-KUVG § 92 gültig ab 01.08.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/1998
  3. B-KUVG § 92 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 115/1986

Rechtssatz

Bandscheibenschäden, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die jahrelangen Vibrationsbelastungen beim Fahren auf Panzern und Lastkraftwagen zurückzuführen sind, sind nicht die Folge einer Berufskrankheit nach Paragraph 177, Absatz eins, ASVG bzw Paragraph 92, Absatz eins, B-KUVG, insbesondere nach der lfd Nr 20 der Anlage 1 zum ASVG.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 2432/96m
    Entscheidungstext OGH 27.03.1997 10 ObS 2432/96m
  • 10 ObS 34/98t
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 10 ObS 34/98t
    Auch
  • 10 ObS 389/01f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 389/01f
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Wirbelsäulenbeschwerden infolge ständig wiederkehrenden Anlegens und Ablegens der Bleischürze. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107509

Dokumentnummer

JJR_19970327_OGH0002_010OBS02432_96M0000_001

Rechtssatz für 10ObS80/87 10ObS43/88 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0084386

Geschäftszahl

10ObS80/87; 10ObS43/88; 10ObS389/01f; 10ObS125/15b

Entscheidungsdatum

15.03.2016

Norm

ASVG §177 Abs2
  1. ASVG § 177 heute
  2. ASVG § 177 gültig ab 01.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2024
  3. ASVG § 177 gültig von 01.09.2010 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. ASVG § 177 gültig von 01.08.1998 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 177 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 111/1986

Rechtssatz

Ob eine Krankheit als Berufskrankheit gemäß Paragraph 177, Absatz 2, ASVG gilt, kann nicht als Vorfrage im sozialgerichtlichen Verfahren geprüft werden.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 80/87
    Entscheidungstext OGH 22.09.1987 10 ObS 80/87
    Veröff: SSV-NF 1/30
  • 10 ObS 43/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 10 ObS 43/88
    Veröff: SZ 61/86 = SSV-NF 2/36
  • 10 ObS 389/01f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 389/01f
  • 10 ObS 125/15b
    Entscheidungstext OGH 15.03.2016 10 ObS 125/15b
    Gegenteilig; Beisatz: Unter ausdrücklichem Abgehen von der bisherigen Rechtsprechung. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0084386

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19870922_OGH0002_010OBS00080_8700000_001

Rechtssatz für 10ObS159/88 10ObS389/01f...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0084390

Geschäftszahl

10ObS159/88; 10ObS389/01f; 10ObS125/15b

Entscheidungsdatum

15.03.2016

Norm

ASVG §177 Abs2
B-KUVG §92 Abs3
  1. ASVG § 177 heute
  2. ASVG § 177 gültig ab 01.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2024
  3. ASVG § 177 gültig von 01.09.2010 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2010
  4. ASVG § 177 gültig von 01.08.1998 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 177 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 111/1986
  1. B-KUVG § 92 heute
  2. B-KUVG § 92 gültig ab 01.08.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/1998
  3. B-KUVG § 92 gültig von 01.01.1986 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 115/1986

Rechtssatz

Die Anerkennung auch anderer Krankheiten als der bereits in Anlage 1 zum ASVG erfaßten ist nur durch den Träger der Unfallversicherung möglich.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 159/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 10 ObS 159/88
    Veröff: SSV-NF 2/88
  • 10 ObS 389/01f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 389/01f
    Vgl auch
  • 10 ObS 125/15b
    Entscheidungstext OGH 15.03.2016 10 ObS 125/15b
    Gegenteilig; Beisatz: Unter ausdrücklichem Abgehen von der bisherigen Rechtsprechung. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0084390

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19880906_OGH0002_010OBS00159_8800000_002

Rechtssatz für 10ObS19/87 9ObS25/87 10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040259

Geschäftszahl

10ObS19/87; 9ObS25/87; 10ObS87/88; 10ObS74/88; 10ObS88/88; 10ObS270/88; 3Ob534/91; 1Ob597/92; 9Ob901/93; Rkv1/97; 10ObS283/98k; 3Ob246/98t; 10ObS389/01f; 9ObA132/07p; 10ObS144/07k; 10ObS49/08s; 10ObS169/09i; 2Ob85/09b; 10ObS117/10v; 10ObS69/11m; 10ObS177/12w; 1Ob36/13w; 4Ob60/15z; 7Ob236/16f; 10ObS7/18d; 8Ob66/18s; 10ObS80/22w

Entscheidungsdatum

13.09.2022

Norm

ASGG §37
ZPO §260
ZPO §477 Abs1 Z2 D2b
  1. ZPO § 260 heute
  2. ZPO § 260 gültig ab 04.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2015
  3. ZPO § 260 gültig von 01.01.2003 bis 03.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  4. ZPO § 260 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ZPO § 260 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. ZPO § 477 heute
  2. ZPO § 477 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 477 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Der in einer unrichtigen Besetzung des Berufungsgerichtes gelegene Nichtigkeitsgrund des Paragraph 477, Absatz eins, Ziffer 2, ZPO kann nur dann als geheilt angesehen werden, wenn eine mündliche Berufungsverhandlung anberaumt worden ist.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 19/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 10 ObS 19/87
    Veröff: SSV - NF 1/31
  • 9 ObS 25/87
    Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObS 25/87
    Vgl auch; Veröff: SZ 60/233 = SSV - NF 1/51 = RZ 1988/32 S 139
  • 10 ObS 87/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 87/88
    Vgl auch; Veröff: SSV - NF 2/56
  • 10 ObS 74/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 74/88
    Vgl auch
  • 10 ObS 88/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 88/88
    Vgl auch
  • 10 ObS 270/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 10 ObS 270/88
  • 3 Ob 534/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 3 Ob 534/91
    Vgl auch
  • 1 Ob 597/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 597/92
    Vgl auch; Beisatz: Heilung tritt nur dann ein, wenn die Parteien die Möglichkeit hatten, die unrichtige Besetzung vor Einlassung in eine Verhandlung geltend zu machen. (T1)
    Veröff: EvBl 1993/131 S 531
  • 9 Ob 901/93
    Entscheidungstext OGH 14.04.1993 9 Ob 901/93
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Diese Möglichkeit besteht bei Abwesenheit nicht. (T2)
  • Rkv 1/97
    Entscheidungstext OGH 01.04.1997 Rkv 1/97
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 283/98k
    Entscheidungstext OGH 01.09.1998 10 ObS 283/98k
    Auch
  • 3 Ob 246/98t
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 246/98t
    Beisatz: Die Folge der mangelnden Heilung ist, dass dann, wenn - wie etwa im Rekursverfahren - eine Rüge nicht möglich war, die Parteien die Entscheidung durch einen nach der Geschäftsverteilung nicht zuständigen Senat im Verfahren zweiter Instanz im Rechtsmittelverfahren vor dem Obersten Gerichtshof als Nichtigkeitsgrund ausdrücklich geltend machen können. Eine amtswegige Berücksichtigung ist dem Obersten Gerichtshof aber verwehrt (unter Ablehnung von 10 ObS 283/98k für jene Verfahren, auf die § 37 ASGG nicht anzuwenden ist). (T3)
    Veröff: SZ 72/81
  • 10 ObS 389/01f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 389/01f
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 132/07p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 132/07p
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 144/07k
    Entscheidungstext OGH 04.03.2008 10 ObS 144/07k
    Vgl auch
  • 10 ObS 49/08s
    Entscheidungstext OGH 24.07.2008 10 ObS 49/08s
    Auch
  • 10 ObS 169/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 10 ObS 169/09i
    Auch
  • 2 Ob 85/09b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 85/09b
    Vgl; Auch Beis wie T3; Beisatz: Die Heilungsvorschrift des § 260 Abs 4 ZPO ist nicht eng auf die mündliche Verhandlung zu beziehen, sondern vielmehr im Sinne einer Einlassung in die Sache zu verstehen. (T4)
  • 10 ObS 117/10v
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 10 ObS 117/10v
    Auch
  • 10 ObS 69/11m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 ObS 69/11m
    Vgl auch
  • 10 ObS 177/12w
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 10 ObS 177/12w
  • 1 Ob 36/13w
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 36/13w
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 60/15z
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 60/15z
    Vgl auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2015/47
  • 7 Ob 236/16f
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 7 Ob 236/16f
    Vgl aber; Beisatz: Die Erhebung eines Rechtsmittels ist ein einheitlicher Akt über den eine einheitliche Entscheidung ergeht. Das heißt, das Rechtsmittel muss als Einheit betrachtet werden, eine Reihung von Rechtsmittelgründen ist unzulässig. (T5)
    Veröff: SZ 2017/14
  • 10 ObS 7/18d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 ObS 7/18d
  • 8 Ob 66/18s
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 66/18s
    Auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 80/22w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 ObS 80/22w
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0040259

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.11.2022

Dokumentnummer

JJR_19871006_OGH0002_010OBS00019_8700000_001

Rechtssatz für 9ObS25/87; 10ObS87/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0085526

Geschäftszahl

9ObS25/87; 10ObS87/88; 10ObS74/88; 10ObS88/88; 10ObS210/88; 10ObS360/88; 10ObS283/98k; 10ObS389/01f; 10ObS243/03p; 10ObS49/08s; 10ObS169/09i; 10ObS117/10v; 10ObS177/12w; 10ObS65/14b; 10ObS44/17v; 10ObS7/18d; 10ObS86/18x; 10ObS80/22w; 10ObS149/22t

Entscheidungsdatum

21.02.2023

Rechtssatz

Unter den Begriff "Streitsachen nach dem GSVG" fallen auch die Angelegenheiten der Unfallversicherung der gewerblich selbständig tätigen Personen, sodass in diesen Rechtsstreitigkeiten die Senate mit zwei fachkundigen Laienrichtern aus dem Kreis der Arbeitgeber zusammenzusetzen sind.

Entscheidungstexte

  • 9 ObS 25/87
    Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObS 25/87
    Veröff: SZ 60/233 = RZ 1988/32 S 139 = SSV-NF 1/51
  • 10 ObS 87/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 87/88
    Veröff: SSV-NF 2/56
  • 10 ObS 74/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 74/88
  • 10 ObS 88/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 88/88
  • 10 ObS 210/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 10 ObS 210/88
    Auch
  • 10 ObS 360/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 10 ObS 360/88
    Auch; Beisatz: Dass im erstgerichtlichen Verfahren gegen § 12 Abs 3 zweiter Halbsatz ASGG verstoßen worden ist kann bei qualifizierter Vertretung nicht mehr berücksichtigt werden. (T1)
    Veröff: RZ 1989/54 S 140
  • 10 ObS 283/98k
    Entscheidungstext OGH 01.09.1998 10 ObS 283/98k
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Anspruch eines gewerblich Selbständigen auf Pflegegeld nach dem BPGG gegen den Träger der Unfallversicherung. (T2)
  • 10 ObS 389/01f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 389/01f
    Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt auch für Angelegenheiten der Unfallversicherung jener selbständig Erwerbstätigen, die in den persönlichen Geltungsbereich des BSVG und FSVG fallen. (T3)
  • 10 ObS 243/03p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 10 ObS 243/03p
  • 10 ObS 49/08s
    Entscheidungstext OGH 24.07.2008 10 ObS 49/08s
    Auch
  • 10 ObS 169/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 10 ObS 169/09i
    Auch
  • 10 ObS 117/10v
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 10 ObS 117/10v
    Auch
  • 10 ObS 177/12w
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 10 ObS 177/12w
  • 10 ObS 65/14b
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 65/14b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 10 ObS 44/17v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 ObS 44/17v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Krankenversicherung; Vorliegen einer Streitsache nach dem GSVG verneint infolge „Opting‑out“ gemäß § 5 GSVG und Vorliegen einer freiwilligen Versicherung gemäß § 16 ASVG. (T4)
  • 10 ObS 7/18d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 ObS 7/18d
  • 10 ObS 86/18x
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 10 ObS 86/18x
    Beis wie T1; Beisatz: Bei einer Klage auf Kinderbetreuungsgeld, auch wenn sie gegen die SVA der gewerblichen Wirtschaft gerichtet ist, sind fachkundige Laienrichter aus dem Kreis der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer beizuziehen. (T5)
  • 10 ObS 80/22w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2022 10 ObS 80/22w
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Zum BPGG. (T6)
  • 10 ObS 149/22t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2023 10 ObS 149/22t
    Beisatz: Keine Änderung der Senatszusammensetzung in Angelegenheiten der Unfallversicherung gewerblich selbständig tätiger Personen aufgrund von 10 ObS 86/18x (Kinderbetreuungsgeld) 10 ObS 80/22w (Pflegegeld). (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0085526

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.04.2023

Dokumentnummer

JJR_19871104_OGH0002_009OBS00025_8700000_003

Entscheidungstext 10ObS389/01f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

10ObS389/01f

Entscheidungsdatum

15.01.2002

Anmerkung

E64514 10ObS389.01f

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bauer als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Fellinger und Dr. Neumayr sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Manfred Engelmann und Dr. Christoph Kainz (beide aus dem Kreis der Arbeitgeber) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Dr. Hans S*****, Facharzt, *****, vertreten durch Dr. Georg Gorton und DDr. Birgit Gorton, Rechtsanwälte in Klagenfurt, gegen die beklagte Partei Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, 1200 Wien, Adalbert-Stifterstraße 65, im Revisionsverfahren nicht vertreten, wegen Feststellung einer Berufskrankheit und Leistung, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 29. August 2001, GZ 7 Rs 135/01d-13, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Klagenfurt als Arbeits- und Sozialgericht vom 18. April 2001, GZ 32 Cgs 16/01m-7, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Der Kläger hat die Kosten seines Rechtsmittels selbst zu tragen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Kläger, der - wie sich aus dem Anstaltsakt ergibt - als selbständiger Facharzt hinsichtlich dieser Tätigkeit in der Krankenversicherung bei der Kärntner Gebietskrankenkasse selbstversichert und in der Unfall- und Pensionsversicherung bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft pflichtversichert ist, begehrt die Feststellung, dass es sich bei seiner Wirbelsäulenerkrankung um eine Berufskrankheit im Sinne des ASVG handle, sowie die Zuerkennung der ihm auf Grund dieser Berufskrankheit zustehenden Leistungen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Der Kläger leide nicht an Abrissbrüchen der Wirbeldornfortsätze (laufende Nr 24 der Liste der Berufskrankheiten in der Anlage 1 zum ASVG). Bei dem beim Kläger bestehenden Wirbelsäulenleiden handle es sich auch nicht um Erkrankungen durch Erschütterung bei der Arbeit mit Pressluftwerkzeugen oder ähnlich hochfrequenten Maschinen (lfd Nr 20). Die Feststellungsbefugnis einer konkreten Berufskrankheit nach Paragraph 177, Absatz 2, ASVG liege nicht in der Kompetenz der Sozialgerichte. Das Berufungsgericht gab der Berufung des Klägers nach Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung nicht Folge und verwies auf die zutreffende Begründung des Erstgerichtes (Paragraph 500 a, ZPO). Der Senat des Berufungsgerichtes setzte sich aus drei Berufsrichtern und zwei fachkundigen Laienrichtern zusammen, von denen einer dem Kreis der Arbeitgeber und einer dem der Arbeitnehmer angehörte. Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision des Klägers wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag auf Abänderung im Sinne einer Stattgebung des Klagebegehrens. Hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die beklagte Partei hat sich am Revisionsverfahren nicht beteiligt.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist nicht berechtigt.

Gemäß Paragraph 12, Absatz 3, zweiter Halbsatz ASGG haben in Streitsachen ua nach dem GSVG, BSVG und FSVG alle fachkundigen Laienrichter dem Kreis der Arbeitgeber anzugehören. Dies gilt nach ständiger Rechtsprechung auch für Angelegenheiten der Unfallversicherung jener selbständig Erwerbstätigen, die in den persönlichen Geltungsbereich des GSVG, BSVG und FSVG fallen (SSV-NF 1/51 = SZ 60/233; SSV-NF 2/56, 10 ObS 88/88 ua; RIS-Justiz RS0085526; Feitzinger/Tades, ASGG2 Anmerkung 3a zu Paragraph 12,; Kuderna, ASGG2 Erl 5 zu Paragraph 12,; Fasching/Klicka in Tomandl, SV-System 12. Erg-Lfg 717 bei FN 2, 3 und 4). Ein Verstoß gegen diese Bestimmung steht unter Nichtigkeitssanktion (Paragraph 477, Absatz eins, Ziffer 2, ZPO); eine Nichtigkeit ist allerdings unter den Voraussetzungen des Paragraph 37, Absatz eins, ASGG heilbar.

Eine solche Heilung einer unrichtigen Besetzung des Berufungsgerichtes ist im vorliegenden Fall eingetreten, da die Parteien zur Zeit des Verstoßes durch qualifizierte Personen (Paragraph 40, Absatz eins, ASGG) vertreten waren und sie die Möglichkeit hatten, die unrichtige Besetzung vor Einlassung in die mündliche Berufungsverhandlung geltend zu machen (SSV-NF 1/31 ua; RIS-Justiz RS0040259). Ob der Senat des in erster Instanz entscheidenden Landesgerichtes Klagenfurt als Arbeits- und Sozialgericht richtig zusammengesetzt war, kann dahingestellt bleiben, weil die Parteien auch bereits im erstinstanzlichen Verfahren durch qualifizierte Personen (Paragraph 40, Absatz eins, ASGG) vertreten waren, weshalb auch eine allfällige unrichtige Senatszusammensetzung in erster Instanz nach Paragraph 37, Absatz eins, ASGG in Verbindung mit Paragraph 260, Absatz 4, ZPO nicht mehr berücksichtigt werden könnte (10 ObS 88/88; 10 ObS 283/98k ua).

Die rechtliche Beurteilung der Vorinstanzen, dass beim Kläger keine Berufskrankheit im Sinne der lfd Nr 20 der Anlage 1 zum ASVG ("Erkrankungen durch Erschütterung bei der Arbeit mit Pressluftwerkzeugen und gleichartig wirkenden Werkzeugen und Maschinen wie zB Motorsägen sowie durch Arbeit an Anklopfmaschinen") vorliegt, da es sich bei dem nach dem Vorbringen des Klägers für seine Wirbelsäulenbeschwerden ursächlichen ständig wiederkehrenden An- und Ablegen der Bleischürze um keine den genannten Erschütterungen gleichzustellenden Einwirkungen handelt, steht ebenso im Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senates vergleiche dazu beispielsweise SSV-NF 11/39, wonach auch Schäden an der Lendenwirbelsäule, die zu Bandscheibenvorfällen geführt haben und auf die jahrelangen Vibrationsbelastungen beim Fahren auf Panzern und Lastkraftwagen zurückzuführen sind, keine Berufskrankheiten im Sinn der lfd Nr 20 der Anlage 1 zum ASVG sind) wie auch die weitere Beurteilung, wonach die Frage, ob eine nicht im Anhang 1 enthaltene Krankheit dennoch als konkrete Berufskrankheit gemäß Paragraph 177, Absatz 2, ASVG anerkannt werden könnte, als Vorfrage im sozialgerichtlichen Verfahren nicht geprüft werden kann (SSV-NF 1/30, 2/36, 2/88 ua; RIS-Justiz RS0084390, 0084386). Die Revisionsausführungen enthalten dazu keine inhaltlichen Argumente und bieten daher keinen Anlass, von dieser Rechtsprechung abzugehen.

Der Revision ist daher ein Erfolg zu versagen.

Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraph 77, Absatz eins, Ziffer 2, Litera b, ASGG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:010OBS00389.01F.0115.000

Dokumentnummer

JJT_20020115_OGH0002_010OBS00389_01F0000_000